Widerspruch EMR- Ablehnung von DRV Bund abgewiesen

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Spiteri

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Hallo Ihr Lieben,

gestern kam also die Zurückweisung meines Widerspruches zur Ablehnung EMR . Antragstellung war 04/17, Widerspruch mit VdK gegen Gutachten/ Gutachter und Entscheidung eingelegt im Februar 18.

Diese gesamte Aktion habe ich ja schonmal durch zwischen 2011- 2013.

Bis Mitte April darf ich nun Rechtsmittel einlegen. Der VdK würde mich natürlich vorm SG vertreten. Und ich glaube ich ziehe das jetzt durch, denn nur deshalb war ich 2017 in den VdK eingetreten.
War bis Juni 18 krankgeschrieben (18 Monate), dann seit Oktober 18 bis heute fortlaufend. Nur kam dann noch zur eigentlichen langjährigen rheumatischen Diagnose eine akute Belastungsstörung dazu...

Ich weiß im Moment nicht wo mir der "Kopf steht", dazu kommt daß ich seit 03/19 keine Leistungen mehr beziehe (SGBII) wegen Erbfall der wiederum mit meinen psychischen Belastungen zu tun hat- nicht der Erbfall sondern die Entscheidung Mama nur palliativ behandeln zu lassen.

Hatte übrigens deshalb schon Ende Februar Antrag auf gesetzliche freiwillige Weiterversicherung bei der AOK abgegeben.
Es tat sich nix. Anfrage: " Sie sind noch übers JC versichert".
5 Tage später dicker Brief und nochmals Fragebögen weil wohl unklar war daß ich ÜBERHAUPT kein Einkommen mehr habe.
Zurückgeschickt, nix. Anruf: " Sie sind über die KVR der AOK versichert". 3 Tage später Brief mit Sepa- Mandat etc...186,42 € monatlich. Ich rufe an: " Ja, Sie gehen in Vorleistung. Wenn Rentenantrag durchgeht bekommen Sie das von der DRV erstattet, wenn nicht ist das Ihre Sache. Sie zahlen das solange bis Sie wieder Anspruch auf Sozialleistungen haben oder Rentenanspruch."

Mir reichts im Moment dermaßen...glaubt mir keiner.

Macht Klage vorm SG Sinn? Und inwieweit ist der VdK hilfreich?

Danke für´s Lesen und Verständnis
 

saurbier

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Hallo Spiteri,

nun ob eine Renten-Klage erfolg hat oder nicht und damit dann überhaupt ein Klageverfahren, daß wird dir hier niemand genau sagen können. Wir kennen ja nicht deine Krankengeschichte und all das was zur bisherigen befristeten EMR führte.

Wenn du allerdings bereits einmal eine volle EMR auf Zeit bekommen hast, dann dürfte es dafür ja schon Gründe gegeben haben und sollten die heute noch immer vorhanden sein (z.B. Gesundheitszustand) nun warum soll man sich dann einfach damit abfinden das die DRV es jetzt anders sieht. Hier wäre die DRV dran den Beweis zu erbringen das du keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen mehr hast, die einer EMR bedürfen.

Hier wäre zur Abklärung also zuerst mal ein Gespräch mit den behandelnden Ärzten zu führen, wie die die Sache beurteilen.

Ob der VdK der richtige Partner für ein Klageverfahren ist, nun das muß jeder für sich selbst entscheiden. Das hängt immer davon ab wie die Herrschaften vor Ort agieren. Es gibt gute wie auch schlechte. Nichts anderes wäre es mit einem Fachanwalt für Sozialrecht, da weiß man auch nicht von vorne herein wie der eine Klage abwickelt.

Wenn du jetzt aktuell keinen Leistungsanspruch auf ALG-II hast, weil Privatvermögen vorliegt das zuerst verwertet werden muß, nun dann mußt du leider solange die KK privat zahlen bis du wieder einen Leistungsanspruch auf ALG-II hast.


Grüße saurbier
 

Spiteri

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Hallo Saurbier,

ich hatte nie eine EMR, auch nicht befristet.
2011 hatte ich EM schonmal beantragt und diese wurde 2013 (!) abschlägig beschieden. Damals war ich übrigens bei 3 Gutachtern unterschiedlicher Fachrichtungen und ich weiß zumindest daß sowohl die Rheumatologin als auch der Orthopäde eine Arbeitsmarkt- Rente befürworteten da ich in meinen 2 erlernten/ examinierten Pflegeberufen berufsunfähig bin.

Da sich im Laufe der Jahre noch mehr gesundheitliche Probleme ergaben, sich meine rheumatische Erkrankung aber auch immer mehr verschlimmerte stellte ich einen neuen Antrag.

Diesmal mußte ich nur zu einem Gutachter und diesen hielt ich für ungeeignet. Warum?

86jähriger Sanitätsrat rief mich vorm Termin 8x privat an...erzählte mir seinen beruflichen Werdegang und stellte seine Wunschliste auf: Laborbefunde bitte durch Hausärztin- dabei so teure Dinge wie Elektrophorese etc. Natürlich über das Budget der Hausärztin.
Befundkopien bis 2000 rückläufig. Keine Datenträger mit radiologischen Aufnahmen ( CR, CT, MRT, Szintigraphie) da er eh keinen PC hat und sich mit Technik nicht auskennt.
Für die Begutachtung mietet er sich jeweils in einer befreundeten Arztpraxis ein Zimmer ( er hat seit 15 jahren keine Kassenärztliche Zulassung mehr). EKG, Auskultation, ein Blick auf die Gelenke und eine Reflexprüfung.
Im Gespräch immer wieder der Grundtenor daß ich seit jahren falsch behandelt würde- er kennt aber meinen Professor sehr gut und würde nicht verstehen daß...Er wäre immer der Cortisonpapst zu DDR- Zeiten gewesen usw.

So liest sich dann auch das Gutachten: er empfiehlt andere Medikation etc.. die orthopädischen / neurologischen Nebenbaustellen interessierten ihn nicht. Wurde von seiner Frau fein auf Schreibmaschine getippt und deshalb mit jeder Kopie immer schlechter zu lesen.

Ich mußte dieses Gutachten anfechten, hoffe Du kannst das nachvollziehen.

Habe jetzt am 11.04. einen Termin beim VdK, sie raten mir definitiv zur Klage und werden mich anwaltlich (gegen geringes Entgelt) vertreten.


LG
Spiteri
 
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