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Widerspruch durch die DRV abgewiesen. Klagen oder nach einem Jahr ein neuer Antrag? Ich bin mir nicht sicher.

E

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Gast
  Th.Starter/in  
#1
Ich hatte EM-Rente beantragt.
Nach der Ablehnung hatte ich fristgerecht Widerspruch erhoben.
Heute kam der Bescheid, dass mein Widerspruch abgewiesen wurde.
Im Grunde wurde nur nach Aktenlage entschieden, zu einem Gutachter bin ich nicht eingeladen worden, was ich bei meinen Diagnosen absolut nicht nachvollziehen kann.

Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich klagen soll, oder ob ich nach einem Jahr einen neuen Antrag stellen soll.

Beides hat in meinen Augen Vor- und Nachteile.
Der Klageweg wird lange dauern, so wie ich es hier in etlichen Threads ja lesen kann.
Und ich kann mir nicht sicher sein, dass meine Hausärztin mich während der gesamten Klagedauer AU schreiben wird, was ja eigentlich wichtig wäre.

Warte ich jetzt aber ein Jahr, und stelle dann einen neuen Antrag, kann ich mir auch nicht sicher sein, dass das JC mich in der Zeit in Ruhe lässt.

Denn ich selber weiß, dass ich nicht mehr in der Lage bin, ganztags zu arbeiten. Es geht einfach nicht mehr, auch wenn die Aktenlage der DRV was anderes behauptet.

Meine Frage an Euch, wie schwer habt es Ihr Euch mit der Entscheidung gemacht den Klageweg einzuschreiten?
 
G

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Gast
  Th.Starter/in  
#2
Domino, ich hatte ja bereits im OT-Bereich geschrieben, dass es mir leid tut, dass die DRV Deinen Widerspruch abgelehnt hat.

Ich würde innerhalb der Widerspruchsfrist Klage erheben, denn dann läuft die Klärung Deiner Erwerbsfähigkeit ohne Unterbrechung weiter. Wenn Du nicht Widerspruch innerhalb der Widerspruchsfrist erhebst, wird der Widerspruchsbescheid der DRV bestandskräftig, und das Jobcenter denkt dann "Prima, Domino können wir ja dann in alle möglichen Jobs vermitteln, er ist ja nicht erwerbsgemindert".

Falls Deine Hausärztin Dich während des Klageverfahrens nicht weiter krankschreiben will, dann würde ich zu einem Deiner Fachärzte gehen und mich von ihm weiter krank schreiben lassen.

Nachtrag: Vorteil bei einer Klage ist, dass das Sozialgericht Dich wahrscheinlich zu einem Gutachter schicken wird, was ja bisher nicht geschehen ist. Der Gutachter urteilt dann im Auftrag des Gerichts, aber nicht im Auftrag der DRV
 
E

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  Th.Starter/in  
#3
Ich werde morgen einen Termin mit einem Anwalt meiner Gewerkschaft ausmachen.
Ich denke mal das es besser ist, wenn die Klage von einem Anwalt erstellt wird.
 
G

Gast1

Gast
  Th.Starter/in  
#4
Domino, ich würde im Vorfeld selber eine fiktive Klageschrift schreiben, diese aber nur dem Gewerkschaftsanwalt zukommen lassen, aber nicht dem Sozialgericht. Dann kann der Anwalt nämlich Argumente in seine Klage einbauen, die er vielleicht in seiner Klage vergessen würde.

Ich habe damals selber meinen Widerspruch gegen die DRV geschrieben, ohne Unterstützung durch irgendjemand anders, insgesamt war er 6 Seiten lang. Mein Widerspruch hatte Erfolg, ich musste nicht klagen.
 

isso

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#5
Was ist denn der Ablehnungsgrund? (das kann ich grad nicht nachvollziehen oder habe überlesen)?
 

Doppeloma

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#6
Hallo isso,

Was ist denn der Ablehnungsgrund? (das kann ich grad nicht nachvollziehen oder habe überlesen)?
dein User-Name könnte fast schon die Antwort sein auf deine Frage ... :bigsmile:

Auch ohne den Ablehnungsbescheid genau zu kennen, kann ich mir den Inhalt gut vorstellen, denn der ist eigentlich auch nur aus "Textbausteinen" zusammengesetzt, die jede individuelle Begründung (meist) vermissen lassen.

Ich habe selbst solche Ablehnungen vorliegen (Antrag auf EM abgelehnt und Widerspruch abgelehnt, Klage mit Vergleich zur EM-Rente beendet), nach der Behauptung den Gesundheits-Zustand (angeblich) gründlich geprüft zu haben wird festgestellt, dass man die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt, um eine EM-Rente zu bekommen.

Dann wird noch das Gesetz abgedruckt (Wann bekommt man eine EM-Rente = § 43 SGB VI) und das war es auch schon ...

SS 43 SGB VI Rente wegen Erwerbsminderung

Im Widerspruchs-Bescheid kommt dann vielleicht noch der Zusatz, dass die DRV alles erneut gründlich geprüft haben will und keinen Anlass sieht, ihre ursprüngliche Entscheidung zu ändern = FERTIG ...

@Domino mag mich gerne korrigieren und den Inhalt ergänzen falls ich was vergessen haben sollte ...

MfG Doppeloma
 
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#7
Mir ist es gar nicht schwer gefallen,Klage einzureichen.Allerdings galt ich bis dahin schon fast 10 Jahre als voll EM seitens der Afa,und war in dieser Zeit auch fast durchgehend im SGB XII.Irgendwann gab es dann zwei DRV Gutachten,und ich war natürlich wieder voll erwerbsfähig.

Als ich dagegen in Widerspruch gegangen bin,wurde mir vom JC nahegelegt,mich für die Dauer des Verfahrens AU schreiben zu lassen.
Ich bin dann zuerst zu meinem HA,habe ihm alles - auch die Vorgeschichte - erklärt und ihn um Unterstützung gebeten.
Bin jetzt im 3. Jahr,aber es neigt sich endlich dem erfolgreichen Ende zu.Meinen ehemaligen Facharzt konnte ich auch ins Boot holen,und zwischenzeitlich auch andere.
Kläre das mal mit zuerst für Dich ab,dann weißt Du wenigstens,woran Du bist.

Wenn Du in einem Jahr einen neuen Antrag stellst,kann es auch wieder so kommen.Das kann man ja leider so schlecht einschätzen.

Was die Ablehnung nach Aktenlage betrifft,schon allein das wäre für meinen Anwalt eine Steilvorlage,kann man so auch selbst nicht einfach hinnehmen,finde ich.Mußtest Du nicht auch Deine Umschulung abbrechen :icon_question:?Macht sich halt auch gut in der Klageschrift.
 

Doppeloma

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#8
Hallo Domino,

Ich hatte EM-Rente beantragt.
Da bist du ja in "guter Gesellschaft", stehen deine Ärzte hinter dir, hattest du bereits Arzt- und Klinikberichte mit eingereicht bei der Antragstellung ?

Nach der Ablehnung hatte ich fristgerecht Widerspruch erhoben.
Hast du zunächst Akteneinsicht gefordert, um überhaupt Material für deine (ausführliche) Widerspruchsbegründung zu bekommen, oder hast du einfach nur Widerspruch (fristgerecht) eingelegt, in der Hoffnung dann wird schon alles werden ???

Heute kam der Bescheid, dass mein Widerspruch abgewiesen wurde.
Im Grunde wurde nur nach Aktenlage entschieden, zu einem Gutachter bin ich nicht eingeladen worden, was ich bei meinen Diagnosen absolut nicht nachvollziehen kann.
Darum stelle ich ja meine Fragen, denn wenn du nichts mit eingereicht (beim Widerspruch vielelicht noch nachgereicht) hast und die DRV NICHTS angefordert hat (bei deinen behandelnden Ärzten hast du mal nachgefragt ?), dann wurde schon mal der Untersuchungsgrundsatz schwer verletzt.

SS 20 SGB X Untersuchungsgrundsatz

Denn aus "Gar Nichts" kann man auch nicht nach "Aktenlage" entscheiden wollen, zudem ist es sehr selten, dass die DRV im EM-Rentenverfahren nur nach "Aktenlage" entscheidet.

Gab es z.B. Reha-Berichte von dir, dann wäre zu hinterfragen, wie die mal gewesen sind und auch von WANN, denn die Gesundheit ist ja nicht als unveränderlich zu betrachten, auch wenn die Vorgehensweise der DRV bei diesen Anträgen das wohl oft anzunehmen scheint.

Reha-Berichte haben (als Langzeit-Gutachten) eine lange "Lebensdauer" und werden immer wieder zu Rate gezogen bei EM-Renten-Anträgen, mag der Staub darauf auch noch so dick sein inzwischen.

Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich klagen soll, oder ob ich nach einem Jahr einen neuen Antrag stellen soll.
Gerade wenn dein Gesundheitszustand offenbar so mangelhaft von der DRV erkundet und überprüft wurde solltest du jetzt NICHT aufgeben, denn das Sozialgericht hat eine eigene Ermittlungspflicht und wird das was ich gerade gefragt / aufgezählt habe auch noch mal von Beginn (also ab deiner Antragstellung auf EM-Rente) an überprüfen.

Die schreiben ALLE deine Ärzte an UND fordern deine komplette Renten-Akte bei der DRV an, um sich selbst ein Bild zu machen, wie gründlich dein EM-Renten-Antrag wirklich geprüft wurde.

Kann der Richter damit nichts anfangen, wird er dich selbst (mindestens) zu einem Gutachter seiner Wahl schicken und wenn die DRV dich gar nicht begutachtet hat, dürfte das ziemlich sicher so kommen ... dass ein (oder mehrere) Gutachten nach § 106 SGG angeordnet wird.

Beides hat in meinen Augen Vor- und Nachteile.
Das ist so nicht korrekt, jetzt aufgeben hat NUR Nachteile, denn die DRV wird beim nächsten Antrag genau so schnell ablehnen, es hat ja schon einmal funktioniert ...
Es ist "System" bei der DRV auch die Widersprüche zu rund 80 % abzulehnen, damit die Antragsteller hoffendlich aufgeben werden.

Der Klageweg wird lange dauern, so wie ich es hier in etlichen Threads ja lesen kann.
Genau deswegen werden auch Viele dann aufgeben und verschenken damit die Chance am SG doch noch zu ihrem Recht zu kommen, meist ab der aktuellen Antragstellung ... die zählt nämlich bei einem neuen Antrag nicht mehr, da beginnt ALLES komplett von vorne ab der neuen Antragstellung.

Und ich kann mir nicht sicher sein, dass meine Hausärztin mich während der gesamten Klagedauer AU schreiben wird, was ja eigentlich wichtig wäre.
Das dürfte in JEDEM Falle wichtig sein, egal wie du dich jetzt entscheidest, ohne AU-Bescheinigung brauchst du auch in einem Jahr keinen neuen Antrag auf EM-Rente stellen, dann hält sie dich ja für "gesund" ... und nicht mal für Arbeits-UNFÄHIG ... :icon_evil:

Warte ich jetzt aber ein Jahr, und stelle dann einen neuen Antrag, kann ich mir auch nicht sicher sein, dass das JC mich in der Zeit in Ruhe lässt.
Das JC wird dich OHNE AU-Bescheinigung überhaupt nicht mehr in Ruhe lassen, egal ob mit oder ohne laufendes EM-Renten-Verfahren, das schützt dich zunächst mal vor NICHTS wenn du nicht AU geschrieben bist.

Bisher hält dich die DRV für Vollzeit Erwerbsfähig, also KANN dich nur eine AU-Bescheinigung vom Arzt vor Vermittlung und Maßnahmen beim JC bewahren ... eine Klage am SG wegen der Renten-Ablehnung ist KEIN wirklicher Grund dafür lt. SGB II, aber es wirkt oft als zusätzliche "Bremse" ... :icon_evil:

Denn ich selber weiß, dass ich nicht mehr in der Lage bin, ganztags zu arbeiten. Es geht einfach nicht mehr, auch wenn die Aktenlage der DRV was anderes behauptet.
Das dürfte aber deinem JC ziemlich EGAL sein, wenn nicht mal deine Ärzte das mehr mit einer AU-Bescheinigung bestätigen wollen, bis du deinen Kampf um die EM-Rente mal gewonnen hast ...

Meine Frage an Euch, wie schwer habt es Ihr Euch mit der Entscheidung gemacht den Klageweg einzuschreiten?
Das haben WIR uns überhaupt nicht schwer gemacht, auch wenn wir gerne darauf verzichtet hätten, was hast du denn zu verlieren ???

Wenn du jetzt auf die Klage verzichtest bist du doch auch nicht weiter und die DRV sieht sich zunächst mal als "Sieger", ohne viel dafür getan zu haben ... warum sollte das in einem Jahr dann besser laufen für dich ???

Wenn du sogar auf Rechtsschutz über die Gewerkschaft zurück greifen kannst, solltest du den Kampf aufnehmen, lass es doch dauern ... so lange es eben dauert ... was hast du denn dabei zu verlieren ... bleibst doch vorerst im ALGII stecken in jedem Falle ... :icon_neutral:

Mein Verfahren dauerte (am Gericht mit Anwalt) fast 2 Jahre, dann musste die DRV einlenken nach 2 neuen, gerichtlich angeordneten Gutachten und einen Vorschlag zur Berentung machen, damit sie noch mit einem "blauen Auge" (Vergleich) aus der Sache herausgekommen ist.

Ein Jahr warten, neuen Antrag stellen und vielleicht das ganze "böse Spiel von vorne", bis du womöglich (in ca. 2 weiteren Jahren ?) wieder vor der gleichen Entscheidung stehst ... bis dahin ist ein SG-Verfahren zum aktuellen Antrag vermutlich auch (fast) gelaufen, Garantien gibt es allerdings in KEINEM Falle ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 
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  Th.Starter/in  
#9
Hallo Domino,
Hallo Doppeloma



Da bist du ja in "guter Gesellschaft", stehen deine Ärzte hinter dir, hattest du bereits Arzt- und Klinikberichte mit eingereicht bei der Antragstellung ?
Meine Fachärzte stehen hinter mir, aber bei meiner Hausärztin sehe ich eher Probleme.
Unterlagen hatte ich alle komplett bei Antragsstellung eingereicht, und neuere noch nachgereicht.



Hast du zunächst Akteneinsicht gefordert, um überhaupt Material für deine (ausführliche) Widerspruchsbegründung zu bekommen, oder hast du einfach nur Widerspruch (fristgerecht) eingelegt, in der Hoffnung dann wird schon alles werden ???
Ich habe einfach fristgerecht einen sehr ausführlichen Widerspruch eingereicht.
Ohne Akteneinsicht, was aber einen Grund hat. Denn weil ich einige Jahre in der Schweiz gearbeitet hatte, wurde es von der DRV hier in NRW an die DRV in Karlsruhe weitergeleitet, da diese auch für arbeiten im Ausland zuständig ist. Denn die Schweizer Invalidenversicherung wurde mit eingeschaltet. Mit denen bin ich übrigens auch am kämpfen.
Und zur Akteneinsicht nach Karlsruhe zu reisen, dies ist mir nicht möglich.



Darum stelle ich ja meine Fragen, denn wenn du nichts mit eingereicht (beim Widerspruch vielelicht noch nachgereicht) hast und die DRV NICHTS angefordert hat (bei deinen behandelnden Ärzten hast du mal nachgefragt ?), dann wurde schon mal der Untersuchungsgrundsatz schwer verletzt.
Eingereicht und nachgereicht wurde alles. Und nein, die DRV hat bei meinen Fachärzten und bei meiner Hausärztin nichts angefordert.


Gab es z.B. Reha-Berichte von dir, dann wäre zu hinterfragen, wie die mal gewesen sind und auch von WANN, denn die Gesundheit ist ja nicht als unveränderlich zu betrachten, auch wenn die Vorgehensweise der DRV bei diesen Anträgen das wohl oft anzunehmen scheint.
Zu einer Krankheit gibt es einen Rehabericht. Meine Krankheiten insgesamt sind alle chronisch. Eine davon schreitet langsam unaufhaltsam voran. Diese Erkrankung ist auch als Berufskrankheit anerkannt, so dass mich die Berufsgenossenschaft und der begutachtende Facharzt schon für 40 % erwerbsunfähig erklärt hat. Und dann sind da noch die anderen chronischen Erkrankungen zusätzlich.

Gerade wenn dein Gesundheitszustand offenbar so mangelhaft von der DRV erkundet und überprüft wurde solltest du jetzt NICHT aufgeben, denn das Sozialgericht hat eine eigene Ermittlungspflicht und wird das was ich gerade gefragt / aufgezählt habe auch noch mal von Beginn (also ab deiner Antragstellung auf EM-Rente) an überprüfen.
Ich werde auch nicht aufgeben und heute morgen die Gewerkschaft wegen einem Termin beim Anwalt anrufen.

Die schreiben ALLE deine Ärzte an UND fordern deine komplette Renten-Akte bei der DRV an, um sich selbst ein Bild zu machen, wie gründlich dein EM-Renten-Antrag wirklich geprüft wurde.
Da haben die eine Menge Arbeit.

Kann der Richter damit nichts anfangen, wird er dich selbst (mindestens) zu einem Gutachter seiner Wahl schicken und wenn die DRV dich gar nicht begutachtet hat, dürfte das ziemlich sicher so kommen ... dass ein (oder mehrere) Gutachten nach § 106 SGG angeordnet wird.
Dafür wäre ich auch sehr dankbar. Denn das einfach so nach Aktenlage enztschieden wurde, kann ich echt nicht nachvollziehen.



Das ist so nicht korrekt, jetzt aufgeben hat NUR Nachteile, denn die DRV wird beim nächsten Antrag genau so schnell ablehnen, es hat ja schon einmal funktioniert ...
Es ist "System" bei der DRV auch die Widersprüche zu rund 80 % abzulehnen, damit die Antragsteller hoffendlich aufgeben werden.
Ich werd nicht aufgeben, auch wenn es viel Kraft und Nerven kosten wird. Ich habe ja mein Frauchen im Rücken.



Genau deswegen werden auch Viele dann aufgeben und verschenken damit die Chance am SG doch noch zu ihrem Recht zu kommen, meist ab der aktuellen Antragstellung ... die zählt nämlich bei einem neuen Antrag nicht mehr, da beginnt ALLES komplett von vorne ab der neuen Antragstellung.
Vielleicht denkt sich die DRV, der hat eine Umschulung durch uns bekommen, und will jetzt auch noch die EM-Rente. Aber was kann ich denn dafür, dass schon während der Umschulung eine weitere chronische Krankheit aufgetreten ist, so dass es mir erade noch mit einem halben Jahr Verlängerung durch AU gelungen ist, diese Umschulung erfolgreich zu beenden? Aber leider geht in diesem Bereich jetzt auch nichts mehr.



Das dürfte in JEDEM Falle wichtig sein, egal wie du dich jetzt entscheidest, ohne AU-Bescheinigung brauchst du auch in einem Jahr keinen neuen Antrag auf EM-Rente stellen, dann hält sie dich ja für "gesund" ... und nicht mal für Arbeits-UNFÄHIG ... :icon_evil:
Ich werde mal in Ruhe mit meiner Hausärztin sprechen, damit sie mich für die ganze Zeit AU schreibt. Seit November letzten Jahres bin ich ja schon durchgehend AU.



Das JC wird dich OHNE AU-Bescheinigung überhaupt nicht mehr in Ruhe lassen, egal ob mit oder ohne laufendes EM-Renten-Verfahren, das schützt dich zunächst mal vor NICHTS wenn du nicht AU geschrieben bist.
Bis jetzt hatte ich durch die AU Ruhe. Gerade vorgestern haben wir den Antrag zur Weiterbewilligung gestellt. Also wird in de nächsten Wochen bestimmt eine Einladung kommen. Und in den Einladungen fordern sie trotz AU-Bescheinihung ja penetrant die Fantasiebescheingung zur Wegunfähigkeit. Es ist eine Optionskommune, was es alles nur noch schwerer macht.

Bisher hält dich die DRV für Vollzeit Erwerbsfähig, also KANN dich nur eine AU-Bescheinigung vom Arzt vor Vermittlung und Maßnahmen beim JC bewahren ... eine Klage am SG wegen der Renten-Ablehnung ist KEIN wirklicher Grund dafür lt. SGB II, aber es wirkt oft als zusätzliche "Bremse" ... :icon_evil:
Und das verstehe ich ja nicht. Wen die wissen, dass eine Klage läuft, warum wird man nicht generell in Ruhe gelassen= Schließlich kann eine Zwangsvermittlung das Klageverfahren ja zum Absturz bringen.

Das haben WIR uns überhaupt nicht schwer gemacht, auch wenn wir gerne darauf verzichtet hätten, was hast du denn zu verlieren ???
Du hast Recht, ich habe nichts zu verlieren.

Wenn du jetzt auf die Klage verzichtest bist du doch auch nicht weiter und die DRV sieht sich zunächst mal als "Sieger", ohne viel dafür getan zu haben ... warum sollte das in einem Jahr dann besser laufen für dich ???
Stimmt.

Wenn du sogar auf Rechtsschutz über die Gewerkschaft zurück greifen kannst, solltest du den Kampf aufnehmen, lass es doch dauern ... so lange es eben dauert ... was hast du denn dabei zu verlieren ... bleibst doch vorerst im ALGII stecken in jedem Falle ... :icon_neutral:
Auf in den Kampf.

Mein Verfahren dauerte (am Gericht mit Anwalt) fast 2 Jahre, dann musste die DRV einlenken nach 2 neuen, gerichtlich angeordneten Gutachten und einen Vorschlag zur Berentung machen, damit sie noch mit einem "blauen Auge" (Vergleich) aus der Sache herausgekommen ist.
Ich habe Deine Geschichte schon so oft gelesen, und bewundere Dich und alle anderen, die den Kampf so lange durchgehalten haben. Ich werde viel Kraft aufwenden müssen, dass es mir auch gelingt.

Ein Jahr warten, neuen Antrag stellen und vielleicht das ganze "böse Spiel von vorne", bis du womöglich (in ca. 2 weiteren Jahren ?) wieder vor der gleichen Entscheidung stehst ... bis dahin ist ein SG-Verfahren zum aktuellen Antrag vermutlich auch (fast) gelaufen, Garantien gibt es allerdings in KEINEM Falle ... :icon_evil:
Ich werde die Klage durchziehen. Ich weiß auch, dass sich während dieser Zeit mein Gesundheitszustand sowieso weiter verschlechtern wird. Für das Verfahren kann es nur von Vorteil sein, so blöd es sich auch anhört.

Ich danke Dir und auch allen anderen hier die mir geantwortet haben.
 
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  Th.Starter/in  
#10
Was ist denn der Ablehnungsgrund? (das kann ich grad nicht nachvollziehen oder habe überlesen)?
Das kann ich Dir sagen.
Trotz allen Einschränkungen soll ich unter bestimmten Vorraussetzungen noch in der Lage sein, 6 Stunden und mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung ztu stehen.
Doch die aufgezählten Vorraussetzungen machen eine Stellensuche schon unmöglich.
Na ja, wenigstens haben sie nicht auf mögliche Pförtnerstellen hingewiesen.
 
G

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Gast
  Th.Starter/in  
#11
Und zur Akteneinsicht nach Karlsruhe zu reisen, dies ist mir nicht möglich.
Meine DRV (anderer regionaler Träger als Deiner) hat nach meiner Aufforderung mir Akteneinsicht zu gewähren die von mir angeforderten Aktenunterlagen an meinen Hausarzt geschickt, der hat sie mir dann ausgehändigt.
 
E

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  Th.Starter/in  
#12
Meine DRV (anderer regionaler Träger als Deiner) hat nach meiner Aufforderung mir Akteneinsicht zu gewähren die von mir angeforderten Aktenunterlagen an meinen Hausarzt geschickt, der hat sie mir dann ausgehändigt.
Hätte ich wohl auch so machen sollen. Na ja, jetzt ist der Drops gelutscht.
Ich werde aber trotzdem heute noch das Gutachten/ die Leistungsbeurteilung schriftlich anfordern.
 
G

Gast1

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  Th.Starter/in  
#13
Domino, nein, der Drops ist noch nicht gelutscht ;-) Du willst doch eine so weit wie möglich gut begründete Klageschrift beim SG einreichen. Ich würde also Akteneinsicht bei den beiden regionalen Trägern der DRV anfordern. Mit Fristsetzung, Du willst die Klagefrist ja einhalten können.
 
E

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  Th.Starter/in  
#14
Domino, nein, der Drops ist noch nicht gelutscht ;-) Du willst doch eine so weit wie möglich gut begründete Klageschrift beim SG einreichen. Ich würde also Akteneinsicht bei den beiden regionalen Trägern der DRV anfordern. Mit Fristsetzung, Du willst die Klagefrist ja einhalten können.
Ja, aber eine Fristsetzung von zwei Wochen müssten ich denen doch geben, oder?
Dies wird zeitlich sehr knapp werden.
 
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  Th.Starter/in  
#15
Ja, aber eine Fristsetzung von zwei Wochen müssten ich denen doch geben, oder?
Dies wird zeitlich sehr knapp werden.
In meinem Fall habe ich der DRV eine Frist von ungefähr 14 Tagen gegeben. Diese Frist wurde von der DRV eingehalten. Ich hatte dann aber nur noch eine Frist von ca. 10 Tagen um meinen Widerspruch anhand der angeforderten Aktenunterlagen zu schreiben. In diesen 10 Tagen hat die DRV meinen Widerspruch dann fristwahrend erhalten.

Falls Dir die Aktenunterlagen nicht rechtzeitig genug vorliegen werden, erhebst Du fristwahrend ohne Begründung Klage und schreibst in die Klage den Grund rein, warum Deiner Klage eine Begründung fehlt: Weil Dir noch nicht die angeforderten Aktenunterlagen vorliegen bzw. Du noch Zeit brauchst um diese auszuwerten um und auf der Grundlage der Auswertung der Aktenunterlagen die Begründung für die Klageschrift zu schreiben.

Schaue schon mal genau hin, an welchem Tag die Klagefrist abläuft. Ist das ein Sonn- oder Feiertag? Falls ja, meine ich, endet die Klagefrist am darauffolgenden Tag.
 
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  Th.Starter/in  
#16
Ende der Klagefrist wäre an einem Dienstag, da ich das Schreiben ja gestern bekommen habe.

Das größte Problem wird aber sein, dass ich Anfang Oktober von der BG aus zur Kur muss, für 4 Wochen.
Ich hatte sie ja schon mal verschoben, und kann es schlecht erneut machen.
Sollte in dieser Zeit etwas kommen, wo ich schnell handeln muss, dann wird es sehr problematisch.
Mensch, was regt mich das alles auf.:icon_motz:
 
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  Th.Starter/in  
#17
Ende der Klagefrist wäre an einem Dienstag, da ich das Schreiben ja gestern bekommen habe.
Was genau steht im Widerspruchsbescheid über die Dauer der Klagefrist drin? 4 Wochen oder 1 Monat? Da müsste doch 1 Monat drin stehen, richtig?

Wenn der Widerspruchsbescheid gestern bei Dir eingetroffen ist, dann beginnt, so weit ich mich erinnern kann, die Klagefrist ein Tag später, also heute. Und wenn die Klagefrist 1 Monat beträgt, dann endet diese am 23.9. Der 23.9 ist ein Samstag, also an einem Tag an einem Wochenende. Meiner Meinung nach endet deswegen die Klagefrist deswegen am Montag, den 25.09. Aber ganz sicher bin ich mir nicht. Ist hier jemand anwesend, der Fristen genau ausrechnen kann anhand der gesetzlichen Grundlagen für die Fristenberechnung?

Das größte Problem wird aber sein, dass ich Anfang Oktober von der BG aus zur Kur muss, für 4 Wochen.
Ich hatte sie ja schon mal verschoben, und kann es schlecht erneut machen.
Sollte in dieser Zeit etwas kommen, wo ich schnell handeln muss, dann wird es sehr problematisch.
Mensch, was regt mich das alles auf.:icon_motz:
Bitte nicht aufregen, Domino, das bringt nichts. Du solltest in Deiner Klageschrift erwähnen, dass Du im Oktober zur Kur bist und deswegen in dieser Zeit nicht zeitnah auf Schreiben des Gerichts oder anderer Behörden reagieren kannst. Lege als Beweis das entsprechende Einladungsschreiben der Kurklinik der Klageschrift bei.

Nachtrag: Nenne in Deiner Klagefrist auch den Tag mit seinem Datum, an dem Du den Widerspruchsbescheid der DRV erhalten hast. Damit das Gericht auf der Grundlage dieses Datums das Ende der Klagefrist ermitteln kann. Nicht der Tag, an dem die DRV ihren Widerspruchsbescheid an Dich verschickt hat, ist die Grundlage für die Berechnung des letzten Tages Deiner Klagefrist, sondern das Datum, an dem Du den Widerspruchsbescheid erhalten hast.

Nachtrag: Abs. 1 Satz 1 § 87 SGG sagt:

Die Klage ist binnen eines Monats nach Bekanntgabe des Verwaltungsakts zu erheben
.

Eine Frist von 4 Wochen entspricht aber nicht 1 Monat, da besteht ein Unterschied.
 
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  Th.Starter/in  
#18
Hi Domino,

habe noch mal nachgeschaut wegen der Fristberechung. Es gelten folgende §§ im BGB:

§ 186 BGB
=> die §§ 187 bis 193 gelten auch in Deinem Fall.

§ 187 BGB
=> Da weiß ich nicht, ob Deine Widerspruchsfrist am Tage des Erhalts des Widerspruchsbescheids beginnt, oder am darauffolgenden Tag.

§ 188 BGB:
Dieser § war mir schon immer ein Rätsel, der ist mir zu hoch. Da ist mein IQ zu niedrig für :first:

§ 189 BGB:
=> Trifft auf Dich nicht zu

§ 190 BGB:
=> Trifft auch Dich (vorerst?) nicht zu

§ 191 BGB:
=> Trifft auf Dich nicht zu

§ 192 BGB:
=> Trifft auf Dich nicht zu

§ 193 BGB:
=> Trifft auf Dich zu, falls der Tag, der der Beginn Deiner Klagefrist ist, einen Monat später auf einen Samstag fällt. Dann ist das Ende der Klagefrist der darauffolgende Werktag.
 
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  Th.Starter/in  
#19
Danke, schau ich mir später in Ruhe an.

Bin gerade das Schreiben auf Akteneinsicht und die Zusendung des Gutachten am erstellen.
 
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#20
Domino,wenn Du den Termin beim Anwalt machst stelle gleich klar,daß es um Fristwahrung geht und die Ablehnung gestern gekommen ist.
So habe ich es gemacht und innerhalb weniger Tage einen Termin bekommen.Und da der VDK mich in dieser Angelegenheit hat auflaufen lassen,war die Hälfte der Frist auch schon um,es war also echt eilig.

Ich bin allerdings schon den Widerspruch mit Anwalt angegangen,den er auch erstmal ohne Begründung eingelegt hat,die wurde dann von ihm nachgereicht.Somit war er bei Klageschrift schon voll involviert.

Ob bei einer Klageschrift auch so ein "schrittweises" Vorgehen möglich ist,ist mir allerdings nicht bekannt - weiß da jemand mehr? - daher mache die Terminvergabe dringlich !

Um Deine Kur mache Dir mal nicht soviel Sorgen.Sobald Du das Mandat erteilt hast,kümmert sich Dein Anwalt um den größten Teil.
Der ist natürlich trotzdem auf Deine Mitarbeit angewiesen,aber wenn in den nächsten 4 Wochen die Klage eingereicht wird,kommt - wenn Du Glück hast - Wochen danach vom Gericht erstmal ein Fragebogen zu Deinen behandelnden Ärzten etc.
Das kann aber auch Monate dauern,und das Gericht gibt Dir und Deinem Anwalt i.d.R. auch mehrere Wochen Zeit,auf deren Schreiben zu antworten,diese Mühlen mahlen langsam.

Ich wünsche Dir einen guten und engangierten Anwalt!
 
G

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  Th.Starter/in  
#21
Danke, schau ich mir später in Ruhe an.

Bin gerade das Schreiben auf Akteneinsicht und die Zusendung des Gutachten am erstellen.
Gern geschehen. Beim Schreiben wegen der Akteneinsicht solltest Du auf jeden Fall auch folgendes Dokument anfordern:

- eine aktuelle Leistungsbeurteilung meiner Person durch den sozialmedizinischen Dienst der DRV.
Weil da steht drin, warum die DRV meint, dass Du nicht erwerbsgemindert bist.

Nenne die Adresse Deines Hausarztes in Deinem Schreiben, in dem Du Akteneinsicht anforderst. Denn die DRV kann die Aktenunterlagen auch an den behandelnden Arzt schicken, wenn sie meint, dass Diagnosen o.ä., die sich aus den Aktenunterlagen ergeben, Dich quasi so schockieren könnten, dass Dich das krank macht.

Ich habe damals mein Schreiben bzgl. Akteneinsicht so eingeleitet (Formulierung an Deinen Fall entsprechend angepasst):

<Anrede>,

hiermit mache ich von meinem Recht auf Akteineinsicht Gebrauch im Sinne des § 25 Abs. 1 Satz 1 SGB X bzw. des § 25 Abs. 2 Satz 1 SGB X, damit ich mir ein Bild über den (sozial-) medizinischen Kenntnisstand der Deutschen Rentenversicherung <Bezeichnung des regionalen Trägers> (DRV) über meine Person machen kann, damit ich meine anstehende Klageschrift gegen den Widerspruchsbescheid der DRV vom <Datum> so fundiert wie möglich begründen kann. Der Widerspruchsbescheid der DRV richtet sich gegen meinen Antrag auf Bewilligung der Erwerbsminderungsrente vom <Datum>
 
G

Gast1

Gast
  Th.Starter/in  
#22
aber wenn in den nächsten 4 Wochen die Klage eingereicht wird,
Nein, nicht in 4 Wochen. Die Klagefrist beträgt 1 Monat. Das ist eine andere Frist als eine Frist von 4 Wochen. Beispiel: Nehmen wir an, die Klagefrist beginnt heute (23.8.2017). Dann endet die Klagefrist eigentlich am 23.09.2017. Da der 23.09 aber ein Samstag ist, endet die Klagefrist am darauffolgenden Werktag, also am Montag, den 25.09.2017.
 

saurbier

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#25
Zur Fristenberechnung schau mal hier => SV-LEX: Fristenrechner - BGB-Frist

Ist ein Fristenrechner.

Da ist aber immer wichtig anzugeben ob es ein Ereignisfrist ist oder aber Terminfrist.

Bei der Fristwahrung zur Klage muß nicht zwingend auch eine ausführliche begründung angegeben werden. Die kann man auch nachreichen, wenn z.B. alle Fakten dafür vorliegen.

Dazu würde man dann z.B. in der ersten Klageschrift schreiben:
Hiermit wird frsitwahrend Klage erhoben.... und dazu alle relevanten Klageforderungen aufgeführt. Dann schreibt man eben noch das die ausführliche Klagebegründung unmittelbar nachgereicht wird, sobald alle Akten vom Beklagten vorliegen.

Das zweite Schreiben wäre dann die Klagebegründung.

Sowas machen z.B. viele Rechtsanwälte wenn sie kurzfristig ihr Mandat erhalten.


Grüße saurbier
 

Doppeloma

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#26
Hallo Domino,

mir stellen sich gerade die "Nackenhaare hoch" ...

Ja, aber eine Fristsetzung von zwei Wochen müssten ich denen doch geben, oder?
Dies wird zeitlich sehr knapp werden.
Überlasse das deiner Rechtsvertretung und dem Gericht diese Unterlagen jetzt überall einzufordern.
Als Kläger hast du ohnehin komplette Akten-Einsicht, es ist schließlich DEIN Klage-Verfahren ...

Der Weg sollte jetzt heißen die Klage einzureichen (fristgerecht und nicht erst auf den letzten Drücker) und dann ist sowieso meist erst mal Geduld angesagt.

Das Gericht wird dir einen Fragebogen und eine sehr umfassende Schweigepflicht-Entbindung schicken und dann holen die sich SELBER ALLES was sie für die Klärung deiner Angelegenheit benötigen.

Die DRV rückt jetzt sowieso nichts mehr raus, egal ob mit oder ohne Fristsetzung (das muss die sowieso nicht interessieren), entweder "Hopp" ( Klage einreichen) oder "Topp" (die "Kröte" so schlucken wie sie ist), dann gibt es keinen Grund mehr für "Akteneinsicht". :icon_evil:

Habe jetzt nicht alles nachgelesen was dazu noch kam, aber es ist einfach überflüssig wenn du klagen willst, überlasse denen die das besser können die Akteneinsicht (in diesem Falle NUR NOCH bei Gericht) einzufordern und die notwendigen Schritte einzuleiten.

Du kannst bei Gericht (bzw. über deine Rechtsvertretung) jederzeit Einsicht verlangen, die wichtigsten Dinge (Arztberichte z.B., die späteren Gutachten) bekam ich sogar ohne Nachfrage direkt von meinem Anwalt in Kopie.

Für die Klagebegründung hat man auch beim SG dann die notwendige Zeit (oder kann Fristen verlängern lassen) und die besorgen sich inzwischen schon deine Akte von der DRV, dann haben die auch bei der DRV (angeblich :bigsmile:) gar nichts mehr, was sie dir schicken könnten und werden dich an das SG verweisen.

Du wirst ganz sicher noch viel Geduld und Kraft benötigen, beginne nicht jetzt schon das zu verschwenden, ehe es richtig los gehen wird.

Wenn mir / uns damals Jemand gesagt hätte, dass wir (für beide EM-Renten) fast 8 Jahre darum kämpfen müssen ... hätten wir wohl auch gar nicht erst angefangen ... :icon_neutral:

Aber wer weiß schon, ob wir dann JETZT überhaupt noch am Leben wären und es ganz vorsichtig manchmal sogar wieder genießen können ... DAFÜR hat es sich auf jeden Fall gelohnt. :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 
E

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#27
Liebe Doppeloma,

ich habe lediglich das Gutachten und die Leistungsbeurteilung angefordert.

Alles andere werde ich die Anwältin machen lassen, bei der ich nächste Woche Donnerstag einen Termin habe. Und ich hoffe, dass sie dann schnell die Klage einreicht.

Ich selber traue mich nicht, so ein Klageschreiben zu erstellen.
Ich hatte mal im Internet nach Musterklagen gegen die Ablehnung der EM-Rente gesucht.

Bei den Klagen die ich mir durchlesen konnte, wurde mir bewusst, dass es auf jede Kleinigkeit ankommt.
Und ich selber möchte keinen Fehler machen.

Ich habe das Gutachten und Leistungsbeurteilung angefordert, damit ich der Anwältin auch etwas sagen kann. Gut, dass die Klagebegründung auch später abgegeben werden kann, dass wusste ich bis heute morgen noch nicht.
 
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#28
Am 31.08 habe ich einen Termin bei einer Anwältin.
Prima,dann läuft die Sache ja zeitnah an,lass die mal machen.

Du wirst ganz sicher noch viel Geduld und Kraft benötigen, beginne nicht jetzt schon das zu verschwenden, ehe es richtig los gehen wird.
Genau so ist es,wobei der gesamte Post hervorzuheben ist.
 
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Doppeloma

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#30
Hallo Domino,

Alles andere werde ich die Anwältin machen lassen, bei der ich nächste Woche Donnerstag einen Termin habe. Und ich hoffe, dass sie dann schnell die Klage einreicht.
Das wird sie wohl müssen wenn sie dich dabei vertreten will, dann ist das schon ihre erste und wichtigste Aufgabe die Klagefrist sicher einzuhalten.

1 Monat ab Eingang des Bescheides bei dir ist gesetzlich zwingend, sonst ist das "Ding gelaufen", dabei setzt deine Kenntnisnahme (eigentlich) den Beginn der Frist und nicht das Datum wo der Bescheid erstellt wurde !!!

Es ist aber immer sicherer sich an dieses Datum zu halten, damit es keine Probleme geben KANN.

Ich selber traue mich nicht, so ein Klageschreiben zu erstellen.
Ich hatte mal im Internet nach Musterklagen gegen die Ablehnung der EM-Rente gesucht.
Zunächst mal brauchst du nur die beiden Bescheide (Renten-Ablehnung/ Widerspruchsablehnung) je 2 Mal in Kopie und deine Widerspruchs-Unterlagen (ebenfalls je 2 Kopien), um die Klage fristgerecht einzureichen, die müssen ja zumindest schon mal grob wissen, worum es geht.

Ansonsten genügt es einfach zu schreiben, dass du Klage gegen die Ablehnung deines Antrages auf EM-Rente vom XX einreichen willst (denn das ist ja der eigentliche Grund).
Die ausführliche Klage-Begründung wird nachgereicht.

Wenn das rechtzeitig und nachweislich bei Gericht eingegangen ist bekommst du (recht zügig) das Aktenzeichen unter dem die Klage bei Gericht dann geführt wird und schon ist die Klage auch fristgerecht als eingereicht zu betrachten. :first:

Bei den Klagen die ich mir durchlesen konnte, wurde mir bewusst, dass es auf jede Kleinigkeit ankommt.
Und ich selber möchte keinen Fehler machen.
Das ist korrekt aber die Begründung hat dann wirklich etwas Zeit, in der Regel setzt das Gericht dann eine Frist dafür (die ist aber meist sehr großzügig bemessen).

Die kann auch noch verlängert werden wenn das erforderlich ist, wäre dann schon Angelegenheit deiner Rechtsvertretung darauf zu achten, dass Fristen eingehalten und bei Bedarf verlängert werden..

Ich habe das Gutachten und Leistungsbeurteilung angefordert, damit ich der Anwältin auch etwas sagen kann. Gut, dass die Klagebegründung auch später abgegeben werden kann, dass wusste ich bis heute morgen noch nicht.
Dann ist doch alles erst mal gut soweit, ich habe mal gegen das JC selbst ein Verfahren geführt (ohne Anwalt), da hat das JC schon versucht die Klage als unzulässig abzuweisen, weil sei angeblich zu spät eingereicht wurde ... :doh:

Es gab aber bereits ein Aktenzeichen, das bekommt man gar nicht erst wenn die Klage schon zu spät ist ... eigentlich haben die schon versucht das "Gericht zu korrigieren" ...

Für die Begründung musste ich dann um eine längere Pause bitten, weil es mir auch gerade wieder ziemlich schlecht gegangen ist und die Sachlage sehr kompliziert war (viele Bescheid-Berge waren zu sortieren und je 2 Mal zu kopieren).

Ging ganz problemlos, habe einfach schriftlich darum gebeten aus gesundheitlichen Gründen mehr Zeit zu bekommen und angekündigt, dass ich mich bis Monat X spätestens wieder dazu melden werde.

Das nur mal zur Info, in meinem EM-Rentenverfahren hat sich ja mein Anwalt dann um solche Dinge gekümmert und wenn das Gericht direkte Stellungnahmen von mir haben wollte (zu Erwiederungen der DRV), dann hatte ich auch immer einige Wochen Zeit dafür.

Nur dem Vergleich sollte ich dann relativ schnell zustimmen (innerhalb weniger Tage) oder das Angebot ablehnen, dann wäre das Verfahren (Dauer und Ergebnis weiter offen) noch fortgeführt worden.

Ich war dann aber froh, dass ein Ende absehbar und die Sache damit endlich ausgestanden war, wenige Wochen danach habe ich dann meinen Bescheid (zunächst noch auf Befristung) von der DRV bekommen.

MfG Doppeloma
 
E

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#31
So, wir waren heute vormittag bei der Gwerkschaft, und eine Arbeitsrechtlerin hat alles aufgenommen.
Die Rechtsabteilung des DGB wird Klage einreichen und Akteneinsicht bei der DRV anfordern.
Es geht jetzt alles seinen Gang.
Klageschrift wird mir auch zugestellt, und für die Klagebegründung wird die Rechtsabteilung noch auf mich zukommen.
 
E

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#32
Ich habe heute Post von der Rechtsabteilung der Gewerkschaft bekommen.
Klage ist eingereicht, Kopie der Klage war beigefügt, und ebenso eine ausführliche Erklärung zum weiteren Ablauf.

Gleichzeitig hat die Rechtsabteilung die Verwaltungsakte bei der DRV angefordert.
Nach deren Erhalt wird die Klagebegründung erstellt.

Ich halte Euch mal auf dem laufenden.
 
E

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#33
Gestern habe ich wieder Post von der Gewerkschaft / Sozialgericht bekommen.
Jede Menge zum ausfüllen.
Auch eine sehr umfangreiche Schweigepflichtentbindung, zu der ich allerdings mal eine Frage habe.
Und zwar gilt diese Schweigepflichtentbindung auch fürs Jobcenter.
Da frage ich mich, warum eigentlich?
 

Doppeloma

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#34
Hallo Domino,

Gestern habe ich wieder Post von der Gewerkschaft / Sozialgericht bekommen.
Jede Menge zum ausfüllen.
Das läuft ja zumindest schon mal recht zügig an bei dir. :icon_daumen:

Auch eine sehr umfangreiche Schweigepflichtentbindung, zu der ich allerdings mal eine Frage habe.
Und zwar gilt diese Schweigepflichtentbindung auch fürs Jobcenter.
Da frage ich mich, warum eigentlich?
Das Sozialgericht hat eine eigene Ermittlungspflicht (wie der Staatsanwalt) und ich kann dir nur raten, diese Schweigepflichtentbindung ohne Einschränkungen zu unterschreiben, damit die ALLES was erforderlich ist erfragen können, wo immer sie das für nötig halten würden.

Vielleicht will man erstellte Gutachten anfordern, wissen wie lange du schon AU bist und was das JC so (trotzdem) von dir verlangt hat mit welchem Ergebnis, zumindest dem SG habe ich damals voll vertraut, damit keine unzulässigen Dinge anzustellen.

In meinem Falle war dieses Vertrauen auch gerechtfertigt, ich denke du solltest da auch daran denken, dass DU möchtest, dass man was erreichen kann für dich.
Ich denke das JC wird (wenn überhaupt) nur ein "Nebenschauplatz" sein, das Gericht weiß auch, dass man dort keine ernsthaften Entscheidungen zur Erwerbsfähigkeit treffen kann.

Andere JC-Dinge interessieren im Zusammenhang mit deiner Rentenklage das Gericht nicht und spielen dafür auch keine Rolle. :icon_evil:

In meinem Falle wurden dann sehr bald ALLE Ärzte angeschrieben, was die DRV vorher nie gemacht hatte, es dürfte sehr viel wichtiger sein, sich nun auf ihre medizinischen Stellungnahmen verlassen zu können.

Wir waren ja auch noch beim JC, ich erinnere mich leider nicht mehr ob das dabei war in der Schweigepflichtentbindung, aber ich habe auch in der ganzen Zeit nie was dazu gelesen, dass die dort je was wissen wollten vom Gericht aus.

Wenn es dich beunruhigt frage (bei deiner Rechtsvertretung) nach wozu das erforderlich ist ... aber mir war das damals schon ziemlich EGAL, das Gericht bekam ALLE nötigen Unterschriften von mir und ich musste es auch nicht bereuen.

Ich hatte ja kein Interesse daran denen die Arbeit unnötig zu erschweren ...

MfG Doppeloma
 
E

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#35
Ich werde die Schweigepflichtentbindung unterschreiben. Ich vertraue dem SG schon.
Ich hatte mich eben nur gefragt, was das SG wohl vom JC will.

Werde mich jetzt mal an die Arbeit machen.
Und noch mal ein Rat an alle die hier mitlesen, und eventuell auch klagen wollen.

Es ist absolut wichtig, dass Ihr alles an Unterlagen zusammenhaltet. Ärztliche Berichte, Behandlungszeiträume, Krankenhausberichte, Bezug von Krankengeld u.s.w. Einfach alles, was mit der Gesundheit zu tun hat.
Ich habe zum Glück alles in einen Ordner abgeheftet, so dass mir das ausfüllen der Formulare jetzt leicht von der Hand geht.
 
E

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#36
Ich habe heute wieder Post von der Rechtsabteilung des DGB bekommen.

Beiliegend die Leistungsbeurteilung der Rentenversicherung.
Ich soll mehrere Fragen dazu beantworten. Unter anderem, welche Beschwerden nicht aufgeführt sind, oder ob Angaben fehlerhaft sind.

Und ja, es sind etliche Beschwerden nicht berücksichtigt worden.
Des Weiteren soll ich meinen Fachärzten die Leistungsbeurteilung vorlegen, und Atteste ausstellen lassen, in dem meine Beschwerden festgehalten sind.
Verlangen die Gerichte immer so etwas?
Denn laut Schreiben der Rechtsabteilung würde das Gericht ohne Atteste auf eine weitere Begutachtung verzichten, und wohl auch nach Aktenlage entscheiden, was laut Rechtsabteilung wohl kein gutes Ende nehmen würde.

Wie schon gesagt, es fehlen etliche Beschwerden, weil zwei bestimmte Erkrankungen von der DRV überhaupt nicht berücksichtigt wurden.

Jetzt habe ich auf jeden Fall Stress um an die Atteste zu kommen, denn die Frist ist ziemlich kurz.

Was kosten solche Atteste in der Regel eigentlich?
Denn laut Schreiben müsste ich diese Kosten selber tragen.
 

Doppeloma

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#37
Hallo Domino,

Ich habe heute wieder Post von der Rechtsabteilung des DGB bekommen.
Dann sortiere mal bitte zu unserem Verständnis, was die Rechtsabteilung konkret will und was das Gericht wirklich will ???

Beiliegend die Leistungsbeurteilung der Rentenversicherung.
Ich soll mehrere Fragen dazu beantworten. Unter anderem, welche Beschwerden nicht aufgeführt sind, oder ob Angaben fehlerhaft sind.
Das klingt nach einer Stellungsnahme der DRV (gegenüber dem Gericht), die an das Gericht geschickt wurde und du sollst dazu Stellung nehmen, was davon korrekt ist und was nicht ???

Es ist sehr schwierig das beurteilen zu wollen, wenn man nicht weiß was da nun konkret von wem erfragt wird und welche Unterlagen du da genau bekommen hast.

Und ja, es sind etliche Beschwerden nicht berücksichtigt worden.
Des Weiteren soll ich meinen Fachärzten die Leistungsbeurteilung vorlegen, und Atteste ausstellen lassen, in dem meine Beschwerden festgehalten sind.
Verlangen die Gerichte immer so etwas?
Nach meiner Kenntnis verlangen die Gerichte das NICHT, warum sollst du delbst dafür Kosten tragen müssen, es ist Aufgabe des Sozial-Gerichtes deine Ärzte dazu anzuschreiben und dann werden konkrete Fragen gestellt und bezahlt werden sie dafür auch.

Denn laut Schreiben der Rechtsabteilung würde das Gericht ohne Atteste auf eine weitere Begutachtung verzichten, und wohl auch nach Aktenlage entscheiden, was laut Rechtsabteilung wohl kein gutes Ende nehmen würde.
Kann ich so nicht nachvollziehen, ich brauchte nie Atteste selbst besorgen und bezahlen bei meinen Ärzten, das nimmt die DRV doch sowieso nicht ernst, was die eigenen Ärzte gegen Bezahlung vom Patienten so schreiben würden. :icon_evil:

Wie schon gesagt, es fehlen etliche Beschwerden, weil zwei bestimmte Erkrankungen von der DRV überhaupt nicht berücksichtigt wurden.
Es geht für die EM-Rente nicht um bestimmte Erkrankungen sondern um die Auswirkungen auf deine Erwerbsfähigkeit, es gibt durchaus auch Krankheiten die keine (besondere) Bedeutung dafür haben, ob man arbeiten gehen kann oder nicht.

Das Gericht hat einen eigenen Ermittlungsauftrag, das sollte eigentlich nicht darin gipfeln den Kläger mit der Besorgung von kostenpflichtigen Attesten zu belasten, die ohnehin keine besondere Bedeutung im weiteren Verfahren haben werden.

Jetzt habe ich auf jeden Fall Stress um an die Atteste zu kommen, denn die Frist ist ziemlich kurz.

Was kosten solche Atteste in der Regel eigentlich?
Die Kosten können unterschiedlich sein (ab 20 € aufwärts) und es ist auch KEIN Arzt verpflichtet solche Atteste auf deinen Wunsch hin auszustellen, eine direkte gerichtliche Anfrage muss aber beantwortet werden ... ich verstehe diese Vorgehensweise überhaupt nicht. :icon_evil:

Unsere Ärzte waren NICHT bereit uns Extra-Atteste für die Rentenverfahren auszustellen, sie haben auch immer darauf hingeweisen, dass DRV und Gericht das selbst anfordern können (und sollen) wenn es nötig ist.

Es muss ja laufende Behandlungs-Unterlagen geben, davon kannst du Kopie verlangen aber ich verstehe nicht warum das Gericht deine Ärzte nicht selber anschreibt, das ist der übliche und korrekte Weg dafür.

Die sollen ja prüfen, ob die bisherige Aktenlage komplett ist oder nicht, also kann nicht nach "Aktenlage" geurteilt werden ohne diese Überprüfung erst mal SELBER vorzunehmen und wenn dann noch immer medizinische Unklarheiten bestehen, ist eine gerichtliche Begutachtung zwingend erforderlich.

Denn laut Schreiben müsste ich diese Kosten selber tragen.
Darum frage ich ja wer konkret das verlangt, die Klärung deiner gesundheitlichen Probleme ist aktuell Angelegenheit des SG und nicht deine Sache auch noch auf deine Kosten. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 
E

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#38
Hallo Doppeloma,

ich werde das Schreiben gleich mal einstellen.
Geduld bitte:peace:

So, ich hänge das Schreiben mal an.
Sie wollten mir Befunde uns Unterlagen schicken, dabei war aber nur die Leistungsbeurteilung der DRV.
Und das die nicht stimmt, weil eben wichtige Beschwerden durch zusätzliche Krankheiten nicht beachtet wurden, steht ausser Frage.

Ich hatte doch alle Adressen meiner Ärzte zur Rechtsabteilung geschickt, deshalb verstehe ich es auch nicht.

Ich habe übrigens alle Unterlagen der Ärzte selber zuhause. Hätte ich die auch mal komplett zur Rechtsabteilung geschickt. Icxh werrde dort heute morgen sowieso erst einmal anrufen.

Sorry für das schiefe einscannen, es ist früh am Morgen.
 

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#39
Guten morgen Domino,

bei mir war der Ablauf der gleiche wie bei Dir.

Nach Erteilung der Schweigepflichtsentbindung wird erstmal die Gegenseite angehört.Nach deren Stellungnahme wird vom SG gefragt,ob die Klage zurückgenommen,oder mit einer Gegendarstellung aufrecht erhalten wird.

Für diese Gegendarstellung verlangte mein Anwalt allerdings keine bezahlten (Gefälligkeits-)Atteste,Befundberichte waren dafür vollkommen ausreichend.
Daß ich zuvor die gegnerische Stellungnahme unter die Lupe nehmen sollte und meinem Anwalt behilflich sein mußte,versteht sich von selbst.Das nur der Vollständigkeit halber,denn ich denke das zweifelst Du selbst ja nicht an.

Das Gericht benötigt jetzt also Deine Erklärung daß die Klage aufrecht erhalten wird,hierzu gehört dann immer auch eine eigene Stellungnahme,diese könnte man sich bei einer Rücknahme sparen.
Erst dann fängt das SG an,gründlich zu ermitteln,und bestellt ggfs einen oder mehrere Gutachter.
Das Gericht kann regelmäßig nicht selbst beurteilen,ob fehlende Erkrankungen mit ihren Auswirkungen relevant sind.Schon deshalb wird dort gründlich ermittelt,und eine Klageabweisung unwahrscheinlich.

Dies nur mal in Kürze....Doppeloma wird Dir dazu sicher noch wesentlich fundierter antworten.
 

saurbier

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#40
Hallo Domino,

also ich muß hier den Ausführungen von Doppeloma mal wieder voll zustimmen.

In meinem BU-Rentenverfahren vor dem SG u. in folge vor dem LSG wurden von mir keinerlei Atteste (noch viel weniger kostenpflichtige) verlangt.

Ich wurde damals lediglich vom SG aufgefordert eine Schweigepflichterklärung vorzulegen.

Seitens des Gerichtes wurde dann unmittelbar im Anschluss an meine Klage (hab alle Klageschriftsätze selbst verfasst und lediglich über einen Fachanwalt korrektur lesen lassen um sie dann auf dem Anwaltsbriefpapier abzuschicken, was der DRV natürlich richtig Geld gekostet hat), seitens des SG ein Gerichtsgutachter eingeschaltet.

Zu guter Letzt hat sich dann das SG voll dem Gerichtsgutachter angeschlossen u. als man dann seitens der DRV versuchte mich in minderwertige Jobs (Pfördner, Telefonist etc.) abzuschieben, legte ich dem Gericht noch ein Schreiben meines letzten Arbeitgebers vor, aus welchem der Richter dann entnehmen konnte wie hoch qualifiziert meine Tätigkeit war. Damit kam für den Richter auch kein Billigjob (Pförtner, Telefonist etc.) mehr in Betracht.

Das Urteil lautete dann BU-Rente ab dem Entlassungstag aus der Rehabilitation.


Wenn ich mir jetzt deinen DGB-Brief so durchlese, dann schwant mir leider nicht viel gutes.

Das hört sich für mich eher so an - wie wenn du nichts neues negatives beweisbar (Attest) vortragen kannst - wäre es wohl besser die Klage zurück zu nehmen.

Ich entnehme dies z.B. folgenden Aussagen im Schreiben:
Hält Ihr Arzt allerdings die Unterlagen, vor allem die Einschätzung zum Leistungsvermögen, für zutreffend, sollten Sie überlegen, ob das Verfahren fortgeführt werden soll.
Das Gericht wird mangels abweichend medizinischer Erkenntnisse keine weiteren Ermittlungen (Gutachten) mehr durchführen und seiner Entscheidung den ermittelten medizinischen Sachverhalt zugrunde legen. Mit einer positiven Entscheidung ist dann nicht zu rechnen. In diesem Fall bitten wir Sie, die anliegende Rücknahmeerklärung zu unterschreiben.
Um so verwunderlicher ist schon der Umstand, daß das Gericht offenbar keinen eigenen Gutachter einzuschalten bereits ist.

Aber das kannst du eher besser beurteilen, weil du ja mit der Anwältin persönlich gesprochen hast und da wird dir die liebe Dame ja sicherlich auch eine Erfolgsprognose mitgegeben haben - hoffe ich zumindest mal.


Grüße saurbier
 
E

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#41
Och, ich habe noch genug zum vortragen.
Morgen nachmittag habe ich ein Gespräch mit der Anwältin.

Ich habe ehrlich gesagt im Moment auch die Schnauze so dermaßen voll.

Die Kur musste abgebrochen werden, weil eine andere Krankheit sich dort so verschlimmert hatte, so dass es einfach nicht mehr ging.
Empfohlen wurde mir dort auch, dass ich dringend eine Psychotherapie brauche.

Das weiß ich auch, und was ist jetzt? Meine Psychotherapeutin lässt mich heute im Stich.
Ich wollte einen Termin ausmachen, aber sie verweigerte einen Termin.
Sie so lange die sozialrechtlichen Angelegenheiten bei mir nicht abgeschlossen sind, würde eine Therapie nichts bringen.
Das es mir sehr schlecht geht, scheint ihr egal zu sein.

Sorry wenn ich es so sagen muss, aber im Moment kotzt mich alles nur noch an.
 

saurbier

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#42
Hallo Domino,

Och, ich habe noch genug zum vortragen.
Nun gut, daß was du zum Vortragen hast, muss aber auch medizinisch relevantes sein und vor allem etwas was deine Leistungsfähigkeit nachhaltig beeinträchtigt.

Du weisst ja auch, daß da nicht deine persönliche Einschätzung ausreichend ist, sondern nur die harte Fakten von behandelnden Ärzten zählen, welche dich eben mit den Erkrankungen nicht mehr Leistungsfähig (3-6 Std./tägl. bzw. <3 Std./tägl.) in deinem aktuellen Beruf sehen.

Solch eine Beurteilung wird ja zumeist nicht umsonst im Reha-Entlassungsbericht näher ausgeführt.

Ich habe ehrlich gesagt im Moment auch die Schnauze so dermaßen voll.
Nun ja, daß ist doch nicht neues für uns hier. Da mußten wir alle mal durch und der Kampf kann sehr sehr lang werden, wie Doppeloma ja schon ausgeführt hat. Bei mir dauerte er ganze 5 Jahre.

Die Kur musste abgebrochen werden, weil eine andere Krankheit sich dort so verschlimmert hatte, so dass es einfach nicht mehr ging.
Empfohlen wurde mir dort auch, dass ich dringend eine Psychotherapie brauche.
Also zu erst einmal, eine Kur ist etwas ganz anderes als eine Rehabilitationsmaßnahme durch die DRV.

Letztere dient lediglich dem Zweck, deine Leistungsfähigkeit für den allgemeinen Arbeitsmarkt wieder herzustellen, damit die DRV eben keine Rente zahlen muss.

Eine Kur dient hingegen eher deinem Wohlbefinden um sich ggf. vom Alltagsstress zu erholen und damit verbunden körperliche Verspannungen durch physiotherapeutische Maßnahmen abzubauen.

Wenn dir damals bereits zu einer Psychotherapie geraten wurde, hoffe ich mal das du die auch angegangen bist. Dann würde mich allerdings deine Aussage irretieren, daß du heute keinen Termin mehr bekommst - denn du müßtest ja eigentlich in einer laufenden Behandlung sein - merkwürdig.


Grüße saurbier
 
E

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#44
Verstehe dann aber nicht das Du Sachen zurückhälst,und nicht bei
DRV alle Karten auf dem Tisch legst.Du willst doch was von denen.:wink:
Ich habe selber nichts zurückgehalten.
Das Gericht wollte alle Adressen meiner Fachärzte, die haben sie auch bekommen.
Nur zweifel ich im Moment daran, dass das Gericht auch alle Befunde und Berichte angefordert hat, sind nämlich eine ganze Menge.

Aber das werde ich ja morgen von meiner Anwältin erfahren.
 
E

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#45
Wenn dir damals bereits zu einer Psychotherapie geraten wurde, hoffe ich mal das du die auch angegangen bist. Dann würde mich allerdings deine Aussage irretieren, daß du heute keinen Termin mehr bekommst - denn du müßtest ja eigentlich in einer laufenden Behandlung sein - merkwürdig.
Ich hatte bis jetzt zwei termine bei ihr, wo meine momentane Lage und meine Verfassung besprochen wurde.
Sie meinte, dass eine Therapie nötig wäre, es aber nichts bringen würde, so lange die sozialrechtlichen Verfahren noch laufen würden.

Die Ärztin in der Kur konnte gar nicht verstehen, was so eine Aussage von der Psychotherapeutin überhaupt solle. Wenn es mir schlecht ginge, müsste mir sofort geholfen werden.
Und als ich heute einen erneuten Termin haben wollte, wurde ich abgewiesen, weil eben die Verfahren bei mir noch laufen.

Und jetzt sage mir mal bitte, wie ich auf der Schnelle an einen neuen Therapeuten kommen soll.
Ich habe heute schon bei der Krankenkasse angerufen, die mir eine Nummer zur Terminvergabe bei Ärzten und Fachärzten sowie Therapeuten gegeben haben. Dort werde ich morgen versuchen auf der schnelle einen Termin bei jemand andereds zu bekomen.
 

doppelhexe

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#46
... Sie meinte, dass eine Therapie nötig wäre, es aber nichts bringen würde, so lange die sozialrechtlichen Verfahren noch laufen würden....
das habe ich in den letzten 2 jahren schon öfters von betroffenen gehört...

die therapeuten meinen, das die patienten bewusst oder unterbewusst alle therapieversuche blockieren, nur um ja krank genug für eine rente zu sein... und sich eben erst wirklich auf die therapie einlassen, wenn die rente durch ist...

mag sein, das sowas manchmal passiert, aber wer wirklich einen hohen leidensdruck hat, der will nur seine grausamen gedanken und gefühle loswerden und ich finde es dann schon frech, das die patienten dann garnicht erst angenommen werden.
liegt aber vielleicht auch an den langen wartezeiten auf eine therapie...

viel erfolg bei deiner suche nach einem therapeuten, der nicht so denkt...

LG
 
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#47
Ich weiß nicht ob das immer wichtig und relevant ist,aber mein Anwalt hatte auch - entweder schon in der Klagebegründung oder der Gegendarstellung - die Einholung eines gerichtlichen Gutachtens angeregt.
Wir haben uns vor allen wichtigen Schriftsätzen besprochen,so wußte ich immer was als nächstes passiert,und konnte auch Fragen stellen und selbst Anregungen geben.

Wenn fehlende Tatbestände weder von der DRV berücksichtigt,noch dem Anwalt bekannt und weitergeleitet worden sind,kann das dem SG zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht bekannt sein.
Die fangen erst wirklich an zu arbeiten,wenn denen die Erklärung zur Klagefortführung vorliegt.
Es gibt ja tausend Gründe,warum die jemand vielleicht doch zurückziehen möchte.
So manch einer überlegt es sich zwischen Klagebegründung und Stellungnahme noch einmal anders....
Wenn die aber einmal anfangen,dann richtig.Dann werden alle Unterlagen von den Adressen in der Schweigepflichtsentbindung eingeholt und (ein) Gutachter bestellt.

Mach Dich nicht kirre,wenn ich das auch gut nachvollziehen kann,es geht alles seinen normalen Weg.

Mich machen nur die verlangten Atteste stutzig,aber ich bin sicher,das wird sich auch noch klären.

Die Abweisung der Therapeutin ist natürlich alles andere als nett,tatsächlich gehen auch die meisten Schmerztherapeuten so vor,das ist leider gar nicht selten.
Im Schmerzfragebogen ist immer auch die Frage nach Rentenverfahren.....ich wünsche Dir auch viel Erfolg bei der Suche!
 
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pepe

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#48
Hallo Zerberus X,

bitte nicht verwechseln:

Das Schreiben kommt von seiner "Anwältin" - vertrten durch Rechtsschutzsekretariat.

Hier möchte die "Anwältin" wissen, ob die von der DRV angegebenen Unterlagen vollständig sind, oder ob in der Beurteilung >>> Widerspruch abgelehnt<<< Krankheiten fehlen, die nicht berücksichtigt wurden.

Der Hausarzt soll lediglich bestätigen, dass Krankheizten fehlen.
Für den Fall, dass keine Arztberichte etc. dazu vorliegen, soll er es kostenpflichtig attestieren.

Wenn keine weiteren Krankheiten belegt werden können, dann wird keine Klage eingereicht, weil die Argumente fehlen.

Dies ist meine persönliche Einschätzung und die kann falsch sein.

LG
pepe
 

pepe

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#49
Hallo Domino,

bitte nicht DGB mit DRV verwechseln.

Die Rechtsschutzabteilung DGB wird von sich aus keinen Deiner Ärzte anschreiben.

Wenn die was für Dich tun sollen, hast Du eine Bringschuld:
Du musst sie mit Informationen versorgen, damit sie Deine Interessen auch fundiert begründen können.

LG
pepe
 
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#50
Verwechselt habe ich nichts.

Alle ärztliche Unterlagen sind in Kopie bei der DRV. Der DGB sagte, dass sie die Verwaltungsakte bei der DRV anfordern, und somit ach die ärztlichen Berichte zur Einsicht bekommen.
Und die Berichte, die später erstellt wurden, die habe ich per Post direkt zur Anwältin geschickt.

Morgen weiß ich auf jeden Fall mehr.
 

pepe

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#51
Hallo Domino,

die Rückfragen, die die DGB-Rechtsschutzabteilung zu den übermittelten DRV-Unterlagen hat, kannst Du dann ja morgen beim Termin alle klären.

LG
pepe
 
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#52
Ich wollte eigentlich mal ein paar Tage aussetzen, aber ich muss mich trotzdem noch einmal melden.

Ich habe mit der Anwältin gesprochen. Alle Aufregung umsonst.
Denn es ist ein Standardschreiben gewesen, welches nicht extra auf mich zugeschnitten ist.

Es geht sich jetzt einzig und allein darum, dass die Anwältin die Klagebegründung erstellen muss.
Und dazu muss sie genau wissen, welche Einschränkungen ich genau durch die ganzen Krankheiten habe. Dazu wären Atteste nötig, in denen die Einschränkungen festgehalten sind, da sie in den Befunden selber ja nicht stehen.

Die ganzen Befunde hat sie natürlich.

Jetzt bin ich etwas beruhigter.
 
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#53
Letzte Woche habe ich die Klagebegründung der Rechtsabteilung bekommen.
Am Samstag bekam ich einen ganzen Stapel an Unterlagen.
Die Berichte und Befunde, die das Gericht bei meinen Ärzten angefordert hat.

Ich soll sie sorgfältig durchlesen, und darauf hinweisen, ob etwas fehlt, oder ob etwas ergänzt werden muss.

Es fehlte noch etwas wichtiges, was ich aber zum Glück zuhause habe, und nachreichen kann.
 
E

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#54
Ich bin gerade ziemlich fertig mit den Nerven.
Ich habe heute von meiner Anwältin die Stellungnahme der DRV ans Gericht bekommen.
Es wird gelogen, und sogar eine Diagnose der Krankgeit die mir am meisten zu schaffen macht angezweifelt.

Und natürlich kann ich mit allem was ich habe noch vollschichtig arbeiten.
Diese Stellungnahme ist eine absolute Frechheit der DRV.



Ich muss mich erst einmal wieder beruhigen.
Ich melde mich später noch einmal.
 
G

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#55
Domino, das tut mir echt leid. Lass Dich nicht unterkriegen.

Mal ein anderes Beispiel, wo man sich echt an den Kopf fassen kann:

Eine Freundin von mir, u. a. an Parkinson erkrankt, hat nach 2-3 Jahren Kampf mit der DRV im letzten Januar (so meine ich mich erinnern zu können) die befristete EM-Rente bewilligt bekommen. Sie bekam dann von Januar 2017 bis einschließlich September (?) 2017 die EM-Rente (das heißt, die restlichen Monat der 3 Jahre, wegen Rückdatierung des Beginns ihrer Rente).

Im ersten Halbjahr 2017 war sie wegen Parkinson 5 Mal im Krankenhaus. Sie ist immer noch nicht gesund. Und wie soll man das eigentlich werden, wenn man an Parkinson erkrankt ist? Diese Krankheit wird ja eigentlich im Laufe der Zeit immer schlimmer.

Im April 2017 stellte sie den Weiterbewilligungsantrag ihrer Rente für die Zeit ab Oktober 2017, meine ich jedenfalls (ich kann mich nicht so genau an jedes Detail erinnern). Über diesen Antrag wurde erst im letzten Monat (Januar 2018) von der DRV entschieden. Ihr wurde per Bescheid von der DRV mitgeteilt, dass Ihre Rente am 28.2.2018 endet.

Von Oktober 2017 bis Januar 2018 hatte ihr die DRV immer jeweils für einen Monat die Rente vorläufig bezahlt. Sie musste deswegen von Oktober 2017 bis jetzt immer jeden Monat einen Antrag auf aufstockende Sozialhilfe stellen, für jeweils einen Monat. Und erst, nachdem sie den Sozialhilfebescheid für jeweils einen Monat erhalten hatte, konnte sie das Sozialticket für Ihren Wohnort für den jeweiligen Monat kaufen. Auf das Ticket ist sie angewiesen, weil sie damit zu den Ärzten und der Krankengymnastik fährt.

Sie rief deswegen letzte Woche bei der DRV an, weil die DRV ihr ja mitgeteilt hatte, dass ihre Rente am 28.2.2018 ausläuft. Die DRV teilte ihr am Telefon mit, dass der DRV ein Fehler unterlaufen sei.

Ein Fehler ...

Ich habe ihr aber noch einmal dazu geraten, sofort Akteneinsicht gegenüber der DRV einzufordern und anschließend Widerspruch einzulegen (vorher Widerspruch einlegen ohne Begründung, mit dem Hinweis, dass die Begründung nach erfolgter Akteneinsicht nachgereicht wird). Weil, was man ihr am Telefon gesagt hat, das ist überhaupt nicht Rechtsverbindliches.

Ich telefoniere mit dieser Freundin jede Woche, immer an einem festen Tag in der Woche.

LG

schlaraffenland
 
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#56
Oh je schlaraffenland, das ist heftig.

Ich würde Euch die Stellungnahme ja gerne zeigen. Aber im laufendem Verfahren werde ich sie nicht einstellen.
Da nützt nämlich auch das anonymiesieren nichts, da man schnell anhand des Textes auf mich schliessen kann.

Ich muss jetzt erst einmal versuch eine Nacht darüber zu schlafen. Morgen werde ich eh meine Anwältin anrufen.

Es ist so, dass eine bestimmte Krankheit angezweifelt wird, obwohl sie von Spezialisten eindeutig diagnostiziert wurde.
Die Krankheit ist nun mal selten und bei vielen Ärzten wenig bekannt.
Deswegen wird sie wohl von der DRV angezweifelt. Und die DRV besteht auf weitere Untersuchungen und anderen Behandlungsmöglichkeiten.
Nur, in der Klinik wurde mir ganz klar gesagt, dass sie nichts mehr für mich tun können, und dass ich mit der Krankheit und deren Auswirkungen leben muss.
Ich nehme ja schon sehr hoch dosierte Medikamente dagegen, ohne große Wirkung.
 

Doppeloma

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#57
Hallo Domino,

Ich bin gerade ziemlich fertig mit den Nerven.
Ich habe heute von meiner Anwältin die Stellungnahme der DRV ans Gericht bekommen.
Es wird gelogen, und sogar eine Diagnose der Krankgeit die mir am meisten zu schaffen macht angezweifelt.
Leider muss man sich im Gerichtsverfahren an solche unwahren und lückenhaften Stellungnahmen der DRV gewöhnen, die wehren sich mit allen (unfairen) Mitteln dagegen, dass der Richter zu einer anderen Entscheidung kommen könnte.

Und natürlich kann ich mit allem was ich habe noch vollschichtig arbeiten.
Diese Stellungnahme ist eine absolute Frechheit der DRV.
Bitte beruhige dich wirklich darüber, sollst du (mit Fristsetzung) eine eigene Stellungnahme abgeben oder wurde dir das nur "zur Kenntnisnahme" übermittelt ???

Das macht schon einen gewissen Unterschied und zeigt wie ernst der Richter das selber nimmt, wenn man von dir keine Äußerungen erwartet, dann steht es dir natürlich trotzdem frei deine Ansichten dazu dem Gericht mitzuteilen und "vergessene" Diagnosen nachzureichen.

Hast du denn die angeforderten Arztberichte auch schon zur Einsicht bekommen, wenn das dort schon enthalten ist, gibt es keinen Grund zur Aufregung für dich, der Richter muss ja der "Beklagten" auch alle Unterlagen zur Verfügung stellen, die er jetzt für seine eigenen Ermittlungen irgendwo anfordert.

Es ist so, dass eine bestimmte Krankheit angezweifelt wird, obwohl sie von Spezialisten eindeutig diagnostiziert wurde.
Die Krankheit ist nun mal selten und bei vielen Ärzten wenig bekannt.
Wenn es dazu bereits genug medizinische Nachweise gibt werden alleine die (üblichen) Zweifel der DRV daran, den Richter auch nicht überzeugen können, es ist die Methode der DRV auch bei Gericht ALLES in Frage zu stellen, um am Ende möglichst keine EM-Rente zahlen zu müssen.

Deswegen wird sie wohl von der DRV angezweifelt. Und die DRV besteht auf weitere Untersuchungen und anderen Behandlungsmöglichkeiten.
Die zweifeln immer ALLES an, das darfst du mir glauben, das wird sich nicht ändern in weiteren Stellungnahmen der DRV, bis der Richter es als ausreichend befindet, was du schon vorzuweisen hast um zu entscheiden.

ODER zur Sicherheit ein eigenes Gutachten beauftragt, dann sollte deine Anwältin auch mit darauf achten, dass es ein Facharzt für deine konkreten Probleme sein wird.

Nur, in der Klinik wurde mir ganz klar gesagt, dass sie nichts mehr für mich tun können, und dass ich mit der Krankheit und deren Auswirkungen leben muss.
Das haben die ja sicher nicht nur "gesagt", sondern auch in den Klinikbericht geschrieben, war der bei der DRV schon bekannt oder hast du ihn jetzt für das Gericht bereits vorliegen ???

Vielleicht kann deine Anwältin sonst anregen bei Gericht, dass der Bericht bei der Klinik angefordert wird (oder eine zusätzliche Stellungnahme dazu für den Richter), ich weiß nicht genau ob das so geht aber fragen kostet ja nichts.

Ich weiß, dass es verdammt schwer ist, das zu akzeptieren aber die DRV wird in diesem Stil weitermachen, bis sie mal einlenken MUSS weil ihr nichts Anderes mehr übrig bleibt ... :icon_dampf:

Wir waren damals genau so entsetzt, als wir die ersten Äußerungen der DRV zu unseren Klagen gelesen haben ... aber in der Regel waren gar keine eigenen Korrekturen / Stellungnahmen notwendig, weil das bereits bei Gericht alles schon vorgelegen hat ...

Besonders die medizinischen Unterlagen, die im bisherigen Antrags- und Widerspruchs-Verfahren von der DRV noch gar nicht angefordert wurden, aber (sehr) wichtig gewesen wären, um eine korrekte Entscheidung zu treffen.

Meine Daumen sind weiter für dich gedrückt, dass dieser Alptraum bald ein gutes Ende nimmt für dich. :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 
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#58
@ Doppeloma,
ich werde heute Nachmittag ausführlich antworten.
Ich lege mich gleich erst einmal hin, da ich schon die zweite Nacht kein Auge mehr zugemacht habe. Liegt an meiner momentanen Erkältung, und an meinem ganzen Befinden überhaupt.
 

Goldfield

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#59
Moin Domino,
Doppeloma hat dir das wichtigste schon geschrieben, auch wenns schwer ist lass dich seitens der DRV nicht runter ziehen, das ist die Schiene wo sie bei fast allen fahren bei einer Klage( und nicht nur da ), die wollen einen zermürben das man evtl.doch aufgibt-oftmals geben dann auch viele auf.

Ich behaupte mal die Richter wissen auch wie die DRV Arbeitet, daher wird in den meisten Fällen auch ein Gutachten vom Gericht in Auftrag gegeben.Wichtig ist falls du zu einem Gutachten muss wie Doppeloma schrieb, das drauf geachtet wird das es ein Facharzt für dieses Gebiet ist.

Ich musste damals zwar nicht Klagen, aber die DRV gab mir eindeutig zu verstehen, das sie ihrer eigenen Rehaklinik, dem MDK, meiner damaligen Ärtztin ( ebenfalls DRV Gutachterin ) und ihrem eigenen beauftragten Gutachter kurz nach der Reha nicht viel glaubten, da sie es am liebsten verhindert hätten mir die Rente zu geben.

Reine Zermürbungstaktik, lass dich nicht unterkriegen.

Grüße
 

saurbier

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#60
Hallo Goldfield,

Doppeloma hat dir das wichtigste schon geschrieben, auch wenns schwer ist lass dich seitens der DRV nicht runter ziehen, das ist die Schiene wo sie bei fast allen fahren bei einer Klage( und nicht nur da ), die wollen einen zermürben das man evtl.doch aufgibt-oftmals geben dann auch viele auf.
Du hast hier leider vergessen zu erwähnen, dass die DRV mit dieser Methode bereits schon gezielt ab dem Widerspruchsverfahren anfängt.

Ich musste damals zwar nicht Klagen, aber die DRV gab mir eindeutig zu verstehen, das sie ihrer eigenen Rehaklinik, dem MDK, meiner damaligen Ärtztin ( ebenfalls DRV Gutachterin ) und ihrem eigenen beauftragten Gutachter kurz nach der Reha nicht viel glaubten, da sie es am liebsten verhindert hätten mir die Rente zu geben.
Genauso sehe ich das auch und durfte es in meinem damaligen BU-Verfahren hautnah erleben. Ich hatte alle Rehaärzte (dergestalt gleich 3) und dazu den Arbeitsmediziner und 2 Psychologen in der anschließenden ABE-Maßnahme, sowie ebenfalls noch die Ärzte vom BfW auf meiner Seite, die mir die BU bestätigten.

All das war der DRV völlig egal und erst der Gerichtsgutachter konnte hier einen Schlussstrich unter der Sache zu meinen Gunsten ziehen.

Schön fand ich dabei, dass die ganze Angelegenheit den zuständigen Richter so sehr erboste, dass er gegenüber der DRV sehr harte Worte bei der Urteilverkündung fand.

Die Taktik der DRV ist eben, alles ablehnen, das spart der Versichertengemeinschaft viel Geld. Leider haben sich genau dieser Masche inzwischen alle Sozialträger angeschlossen.


Grüße saurbier
 
E

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#61
Hallo Doppeloma,

Leider muss man sich im Gerichtsverfahren an solche unwahren und lückenhaften Stellungnahmen der DRV gewöhnen, die wehren sich mit allen (unfairen) Mitteln dagegen, dass der Richter zu einer anderen Entscheidung kommen könnte.
Genau darum mache ich mir Sorge. Wem glaubt der Richter mehr?

Bitte beruhige dich wirklich darüber, sollst du (mit Fristsetzung) eine eigene Stellungnahme abgeben oder wurde dir das nur "zur Kenntnisnahme" übermittelt ???
Einmal wurde es zur Kenntnisnahme übermittelt, und zusätzlich wurde von der DRV angeregt, über eine bestimmte Erkrankung von mir eine Stellungnahme von einem anderen Arzt der mich auch beahndelt einzuholen. Denn der wurde zu der Erkrankung noch nicht angehört.

Das macht schon einen gewissen Unterschied und zeigt wie ernst der Richter das selber nimmt, wenn man von dir keine Äußerungen erwartet, dann steht es dir natürlich trotzdem frei deine Ansichten dazu dem Gericht mitzuteilen und "vergessene" Diagnosen nachzureichen.
Ich werde am Wochenende ein Schreiben für den Anwalt fertig machen, was ich übert die Stellungnahme der DRV denke. Neue Berichtte bekomme ich erst im Laufe des Monats, da jetzt wieder mal der obligatorische Ärztemarathon ansteht.

Hast du denn die angeforderten Arztberichte auch schon zur Einsicht bekommen, wenn das dort schon enthalten ist, gibt es keinen Grund zur Aufregung für dich, der Richter muss ja der "Beklagten" auch alle Unterlagen zur Verfügung stellen, die er jetzt für seine eigenen Ermittlungen irgendwo anfordert.
Ich habe alle vom Gericht angefordferte Berichte von meiner Anwältin als Kopie bekommen. Aber eben eine bestimmte Erkrankung zweifelt die DRV an. Es könnte auch angeblich was anderes sein. Die DRV ist sogar so dreist und behauptet, das es überhaupt fraglich ist, dass ich durch die ganzen Erkrankungen eine Psychotherapie nötig hätte. Bitte, was soll so etwas? Die haben mich persönlich überhaupt nichzt zu Gesicht bekommen, da ja nur nach Aktenlage entschieden wurde.

Wenn es dazu bereits genug medizinische Nachweise gibt werden alleine die (üblichen) Zweifel der DRV daran, den Richter auch nicht überzeugen können, es ist die Methode der DRV auch bei Gericht ALLES in Frage zu stellen, um am Ende möglichst keine EM-Rente zahlen zu müssen.
Das ist ja das schlimme, dass man sich dabei so hilflos vorkommt.

Die zweifeln immer ALLES an, das darfst du mir glauben, das wird sich nicht ändern in weiteren Stellungnahmen der DRV, bis der Richter es als ausreichend befindet, was du schon vorzuweisen hast um zu entscheiden.

ODER zur Sicherheit ein eigenes Gutachten beauftragt, dann sollte deine Anwältin auch mit darauf achten, dass es ein Facharzt für deine konkreten Probleme sein wird.
Ein eigenes Gutachten anfordern, dann müsste ich es auch selber bezahlen. Denn das sieht der Rechtsschutz des DGB nicht vor. Und dafür fehlt uns das Geld. Ich hoffe ja, dass vom Gericht erst einmal ein Gutachten in Auftrag gegeben wird.

Das haben die ja sicher nicht nur "gesagt", sondern auch in den Klinikbericht geschrieben, war der bei der DRV schon bekannt oder hast du ihn jetzt für das Gericht bereits vorliegen ???
Hat das Gericht als Attest vorliegen.

Vielleicht kann deine Anwältin sonst anregen bei Gericht, dass der Bericht bei der Klinik angefordert wird (oder eine zusätzliche Stellungnahme dazu für den Richter), ich weiß nicht genau ob das so geht aber fragen kostet ja nichts.
Das wäre auch dringend nötig, da das Gericht die Klinik selber nicht um Stellungnahme gebeten hat. Obwohl ich Adresse und Zeitraum der Benhandlung angegeben hatte.

Ich weiß, dass es verdammt schwer ist, das zu akzeptieren aber die DRV wird in diesem Stil weitermachen, bis sie mal einlenken MUSS weil ihr nichts Anderes mehr übrig bleibt ... :icon_dampf:
Also wird alles noch schlimmer werden.

Meine Daumen sind weiter für dich gedrückt, dass dieser Alptraum bald ein gutes Ende nimmt für dich. :icon_daumen:
Danke.
 
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Doppeloma

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#62
Hallo Domino,

Genau darum mache ich mir Sorge. Wem glaubt der Richter mehr?
Das ist keine "Glaubensfrage", der Richter hat einen Ermittlungs-Auftrag (wie ein Staatsanwalt) und muss sich an Fakten halten, also deine medizinischen Nachweise mit dem vergleichen was die DRV ihm vorzuweisen hat, aus der Bearbeitung von Antrag und Widerspruch.

Einmal wurde es zur Kenntnisnahme übermittelt, und zusätzlich wurde von der DRV angeregt, über eine bestimmte Erkrankung von mir eine Stellungnahme von einem anderen Arzt der mich auch beahndelt einzuholen. Denn der wurde zu der Erkrankung noch nicht angehört.
Bei wem wurde "angeregt" diese ärztliche Stellungnahme einzuholen, bei dir oder beim Gericht, verlangt der Richter das auch von dir ???
Du selbst brauchst aktuell keine Berichte mehr für die DRV "besorgen", das wäre im Vorfeld der Klage bereits deren Aufgabe gewesen sich das zu besorgen, wenn sie das nun "plötzlich" für nötig halten.

Für dich ist aktuell nur wichtig, was das Gericht DIREKT von dir verlangt und wenn man dir was "zur Kenntnisnahme" übermittelt, dann wird von dir auch keine Stellungnahme dazu erwartet.

Was die DRV will muss sie dem Richter jetzt mitteilen, der wird dann entscheiden was du davon machen solltest und was du bleiben lassen kannst, weil es gar nicht deine Aufgabe ist, der DRV die Arbeit abzunehmen.

Die haben seit der Antragstellung Zeit gehabt (und eine sehr umfangreiche Schweigepflicht-Entbindung dafürvon dir bekommen) sich ALLE erforderlichen medizinischen Unterlagen von dir zu besorgen (von Ärzten UND Kliniken, die du bereits angegeben hattest).

Wenn das nicht im nötigen Umfang gemacht wurde (spätestens im Widerspruchsverfahren), dann ist das deren Versäumnis und nicht deins und das wird auch dem Richter nicht entgehen. :icon_evil:

Ich werde am Wochenende ein Schreiben für den Anwalt fertig machen, was ich übert die Stellungnahme der DRV denke. Neue Berichtte bekomme ich erst im Laufe des Monats, da jetzt wieder mal der obligatorische Ärztemarathon ansteht.
Wenn du neue Berichte hast, die das Gericht interessieren könnten, dann reiche die ein, aber es geht NICHT um "neue" Berichte vorrangig, sondern darum wie dein Zustand zum Zeitpunkt der Antragstellung gewesen ist, DAS hätte die DRV gründlicher herausfinden müssen ...

Deine neuen Berichte können das nur ergänzen und zusätzlich bestätigen, dass es dir inzwischen nicht besser geht, als zum Zeitpunkt wo die EM-Rente beantragt wurde.

Ich habe alle vom Gericht angefordferte Berichte von meiner Anwältin als Kopie bekommen. Aber eben eine bestimmte Erkrankung zweifelt die DRV an. Es könnte auch angeblich was anderes sein.
Es ist aber aktuell gar nicht deine Aufgabe diese Zweifel zu widerlegen, hat man das denn schon bei der Ablehnung der EM-Rente und im Widerspruchsverfahren getan oder ist das eine völlig "neue Variante", um nun das Gericht überzeugen zu wollen ???

Was steht denn in den Berichten dazu, die du vom Gericht bekommen hast, wird dort bestätigt was du hast oder auch angezweifelt "ob es nicht was Anderes sein könnte" und wenn es so wäre, macht das einen Unterschied wenn man so NICHT Erwerbsfähig sein KANN ???

Die DRV ist sogar so dreist und behauptet, das es überhaupt fraglich ist, dass ich durch die ganzen Erkrankungen eine Psychotherapie nötig hätte. Bitte, was soll so etwas? Die haben mich persönlich überhaupt nichzt zu Gesicht bekommen, da ja nur nach Aktenlage entschieden wurde.
Da bleibe mal ganz ruhig, die KK zahlen bestimmt keine Psychotherapien die nicht nötig sind, das dürfte auch dem Richter bekannt sein ...

Das ist ja das schlimme, dass man sich dabei so hilflos vorkommt.
Ich weiß was du meinst und kenne dieses beschi**ene Gefühl nur zu gut, aber du darfst dich von diesen Unverschämtheiten der DRV nicht aus der Bahn werfen lassen, das ist deren Taktik in den Gerichtsverfahren und dabei merken sie oft wohl selber nicht, dass sie nun ihre eigenen Versäumnisse irgendwie zu "beschönigen" versuchen.

Du schreibst dein Antrag auf EM-Rente wurde NUR nach "Aktenlage" entschieden und abgelehnt, das wird wohl dem Richter auch nicht ganz reichen, um genau so zu handeln ... bei mir gab es immerhin einen Reha-Bericht und 2 "DRV-Gutachten" (die daraus abgeschrieben waren), hat der DRV aber auch NIX genützt ... :icon_evil:

Ein eigenes Gutachten anfordern, dann müsste ich es auch selber bezahlen. Denn das sieht der Rechtsschutz des DGB nicht vor. Und dafür fehlt uns das Geld. Ich hoffe ja, dass vom Gericht erst einmal ein Gutachten in Auftrag gegeben wird.
Du brauchst auch kein "eigenes Gutachten", das würde die DRV wieder als "Gefälligkeit" anzweifeln wollen, das bringt dich nicht weiter ... der Richter wird selbst ein (oder mehrere) Gutachten beauftragen und die brauchst du NICHT selbst bezahlen.

Wenn die DRV noch nie eins gemacht hatte bin ich mir da ziemlich sicher, denn der Richter ist auch kein Arzt und kann das medizinisch alles nicht genau genug beurteilen. :icon_evil:

Hat das Gericht als Attest vorliegen.
Das wäre auch dringend nötig, da das Gericht die Klinik selber nicht um Stellungnahme gebeten hat. Obwohl ich Adresse und Zeitraum der Benhandlung angegeben hatte.
Ein Attest wird sicher nicht genügen, warum besorgst du dir nicht selber mal den Klinikbericht oder bittest deinen Arzt darum das zu tun, irgendwer muss dich ja dort eingewiesen haben.

Dann kannst du das selbst noch dem Gericht zukommen lassen und/oder auch zu einem Gutachtertermin mitnehmen, wenn es vom Gericht welche gibt.

Also wird alles noch schlimmer werden.
Nein, du musst dir leider ein "dickeres Fell" anschaffen und darfst dich von dem "DRV-Geschreibsel" nicht so runter ziehen lassen, die beißen um sich aber das bedeutet noch lange nicht, dass der Richter dir nicht glaubt ...

Wenn du damit nicht klar kommst im Moment, dann bitte deine Anwältin dir diese DRV-Stellungnahmen nur zukommen zu lassen, wenn du dazu was für den Richter schreiben sollst, "zur Kenntnis" nehmen kannst du auch später noch wenn mal alles vorbei ist ... dann wird es dich weniger aufregen können.

MfG Doppeloma
 
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#63
Hallo Doppeloma.


Das ist keine "Glaubensfrage", der Richter hat einen Ermittlungs-Auftrag (wie ein Staatsanwalt) und muss sich an Fakten halten, also deine medizinischen Nachweise mit dem vergleichen was die DRV ihm vorzuweisen hat, aus der Bearbeitung von Antrag und Widerspruch.
Und ich hoffe, dass das Gericht einen Gutachter beauftragt.


Bei wem wurde "angeregt" diese ärztliche Stellungnahme einzuholen, bei dir oder beim Gericht, verlangt der Richter das auch von dir ???
Du selbst brauchst aktuell keine Berichte mehr für die DRV "besorgen", das wäre im Vorfeld der Klage bereits deren Aufgabe gewesen sich das zu besorgen, wenn sie das nun "plötzlich" für nötig halten.
Ich habe es mir gerade noch einmal genau durchgelesen.
Meine Anwältin hat geschrieben, dass in einigen sozialmedizinischen Stellungnahmen angeregt wird, eine weitere Stellungnahme von einem anderen Arzt einzuholen. Bei diesem Arzt bin ich zwar auch in Behandlung, aber ich war dort 2016 das letzte mal. Und wer weiß nichts über meinen aktuellen Zustand.
Ich sollte der Anwältin abar auch mitteilen, ob ich dort überhaupt noch in Behandlung bin.

Für dich ist aktuell nur wichtig, was das Gericht DIREKT von dir verlangt und wenn man dir was "zur Kenntnisnahme" übermittelt, dann wird von dir auch keine Stellungnahme dazu erwartet.

Was die DRV will muss sie dem Richter jetzt mitteilen, der wird dann entscheiden was du davon machen solltest und was du bleiben lassen kannst, weil es gar nicht deine Aufgabe ist, der DRV die Arbeit abzunehmen.
Du meinst, dass die DRV jetzt noch einmal dem Gericht erklären muss, was sie genau möchte? Ok, in der Stellungnahme die mir vorliegt stand auf jeden Fall nichts von wegen Bitte um Klageabweisung.

Die haben seit der Antragstellung Zeit gehabt (und eine sehr umfangreiche Schweigepflicht-Entbindung dafürvon dir bekommen) sich ALLE erforderlichen medizinischen Unterlagen von dir zu besorgen (von Ärzten UND Kliniken, die du bereits angegeben hattest).

Wenn das nicht im nötigen Umfang gemacht wurde (spätestens im Widerspruchsverfahren), dann ist das deren Versäumnis und nicht deins und das wird auch dem Richter nicht entgehen. :icon_evil:
Ich habe absolut keine Ahnung, bei wem die DRV was angefordert hat.


Wenn du neue Berichte hast, die das Gericht interessieren könnten, dann reiche die ein, aber es geht NICHT um "neue" Berichte vorrangig, sondern darum wie dein Zustand zum Zeitpunkt der Antragstellung gewesen ist, DAS hätte die DRV gründlicher herausfinden müssen ...

Deine neuen Berichte können das nur ergänzen und zusätzlich bestätigen, dass es dir inzwischen nicht besser geht, als zum Zeitpunkt wo die EM-Rente beantragt wurde.
Neue Berichte kommen immer so nach und nach, wenn ich in quartalsmäßigen Abständen die Fachärzte aufsuchen muss, und dann die neuen Werte ermittelt werden.


Es ist aber aktuell gar nicht deine Aufgabe diese Zweifel zu widerlegen, hat man das denn schon bei der Ablehnung der EM-Rente und im Widerspruchsverfahren getan oder ist das eine völlig "neue Variante", um nun das Gericht überzeugen zu wollen ???
Für mich ist das alles Neuland, da ich vorher noch nie geklagt hatte.

Was steht denn in den Berichten dazu, die du vom Gericht bekommen hast, wird dort bestätigt was du hast oder auch angezweifelt "ob es nicht was Anderes sein könnte" und wenn es so wäre, macht das einen Unterschied wenn man so NICHT Erwerbsfähig sein KANN ???
Na ja, jeder Facharzt ist natürlich auf die von ihm behandelte Krankheit eingegangen. Und geschrieben hat eigentlich jeder, dass erhebliche Einschränkungen bestehen. Und meine Hausärztin hat geschrieben, dass mir in Anbetracht der ganzen Erkrankungen auf dem allgemeinem Arbeitsmarkt nichts mehr möglich ist.
Zusätzlich hat aber auch jeder Facharzt geschrieben, dass wegen der Situation eine Psychotherapie dringend nötig ist.


Da bleibe mal ganz ruhig, die KK zahlen bestimmt keine Psychotherapien die nicht nötig sind, das dürfte auch dem Richter bekannt sein ...
Leicht gesagt. Man sitzt sowieso fast den ganzen Tag zuhause rum, ohne große Abwechslungen, da kommt man schon ins grübeln.


Ich weiß was du meinst und kenne dieses beschi**ene Gefühl nur zu gut, aber du darfst dich von diesen Unverschämtheiten der DRV nicht aus der Bahn werfen lassen, das ist deren Taktik in den Gerichtsverfahren und dabei merken sie oft wohl selber nicht, dass sie nun ihre eigenen Versäumnisse irgendwie zu "beschönigen" versuchen.
Solche Unverschämtheiten belasten die Gesundheit noch zusätzlich. Scheint der DRV aber wohl völlig egal zu sein.

Du schreibst dein Antrag auf EM-Rente wurde NUR nach "Aktenlage" entschieden und abgelehnt, das wird wohl dem Richter auch nicht ganz reichen, um genau so zu handeln ... bei mir gab es immerhin einen Reha-Bericht und 2 "DRV-Gutachten" (die daraus abgeschrieben waren), hat der DRV aber auch NIX genützt ... :icon_evil:
Es gibt ein Gutachten der DRV aus dem jahre 2013, als ich Leistungen zur Teilhabe beantragt hatte.
Dieses Gutachten hatte die DRV zur Entscheidung eingebunden. Nur, dieses Gutachten ist nicht mehr aktuell, da seitdem noch 2 weitere chronische Erkrankungen dazu geommen sind.



Du brauchst auch kein "eigenes Gutachten", das würde die DRV wieder als "Gefälligkeit" anzweifeln wollen, das bringt dich nicht weiter ... der Richter wird selbst ein (oder mehrere) Gutachten beauftragen und die brauchst du NICHT selbst bezahlen.

Wenn die DRV noch nie eins gemacht hatte bin ich mir da ziemlich sicher, denn der Richter ist auch kein Arzt und kann das medizinisch alles nicht genau genug beurteilen. :icon_evil:
Ich hoffe ja, dass das Gericht ein Gutachten in Auftrag gibt.


Ein Attest wird sicher nicht genügen, warum besorgst du dir nicht selber mal den Klinikbericht oder bittest deinen Arzt darum das zu tun, irgendwer muss dich ja dort eingewiesen haben.

Dann kannst du das selbst noch dem Gericht zukommen lassen und/oder auch zu einem Gutachtertermin mitnehmen, wenn es vom Gericht welche gibt.
Das Gericht muss eigentlicch alle Unterlagen haben. Aber dies werde ich ja morgen von meiner Anwältin erfahren, wenn ich mit ihr telefoniere.



Nein, du musst dir leider ein "dickeres Fell" anschaffen und darfst dich von dem "DRV-Geschreibsel" nicht so runter ziehen lassen, die beißen um sich aber das bedeutet noch lange nicht, dass der Richter dir nicht glaubt ...

Wenn du damit nicht klar kommst im Moment, dann bitte deine Anwältin dir diese DRV-Stellungnahmen nur zukommen zu lassen, wenn du dazu was für den Richter schreiben sollst, "zur Kenntnis" nehmen kannst du auch später noch wenn mal alles vorbei ist ... dann wird es dich weniger aufregen können.
Das kann ich auch wieder nicht:biggrin: Wenn ich nicht auf dem laufendem bin, dann werde ich noch unruhiger.

Gruß, Domino
Und sorry für das falsche zitieren. Ich habe jetzt endlich gemerkt, welchen Fehler ich dabei gemacht habe:icon_hihi:[/QUOTE]
 
E

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#64
Update,

nach längerer Zeit der Ruhe tut sich wieder etwas.

Das Gericht hat ein Gutachten angeordnet.

Ich muss jetzt auf dem Termin vom Gutachter warten.
 
E

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  Th.Starter/in  
#65
So, weiter geht es.

Vom Gericht wurde ein Gutachter beauftragt.
Eigentlich zwei, denn der erste Arzt ist zuständig für das Hauptgutachten, soll aber auch von einer weiteren bestimmten Ärztin ein Gutachten einholen, wegen unterschiedlichen Erkrankungen.

Vor drei Wochen war ich beim Hauptgutachter wegen meiner Lungenerkrankung. Er hat Untersuchungen durchgeführt, und am Ende aber sehr sehr wenig Fragen gestellt. Meiner Meinung mach viel zu wenig Fragen.

Jetzt aber zur weiteren Erkrankung und zum gestrigen Zusatzgutachten.
Ich muss dazu sagen, dass die besagte Krankheit sehr schwer zu bestätigen ist, zumal noch nicht einmal klar gesagt werden kann, wie sie überhaupt genau entsteht.
Deswegen hat die DRV auch bis jetzt auch alle Untersuchungsbefunde zu dieser Erkrankung in Frage gestellt.


Gestern dann waren wir bei der Ärztin für das Zusatzgutachten.

Erstens, es ist nicht die Ärztin gewesen, die vom Gericht für das Zusatzgutachten beauftragt wurde.
Ich war mir gar nicht sicher, was ich jetzt machen soll. Ablehnen oder nicht? In dem Moment steht man ziemlich ratlos da,. Denn damit hatte ich eigentlich gar nicht gerechnet.
Ich habe mich dann dazu entschlossen, mich begutachten zu lassen.

Zweitens, dieser Termin lief etwas seltsam ab.
Ich hatte vorher die Entwicklung der besagten Krankheit, den Verlauf, und meine momentane Situation ausführlich beschrieben. Diese Unterlagen habe ich ihr auch übergeben, und sie hat sie sich durchgelesen.
Dann ging es von Ihrer Seite auch direkt los. Sie könnte den Behandlungsverlauf in diesen Jahren nicht nachvollziehen. Es wären viele Fehler gemacht worden, und nicht alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft worden.
Diese Behandlungsmöglichkeiten von der sie sprach, bezwecken bei dieser Erkrankung Linderung, aber keine Heilung, da diese Krankheit an sich unheilbar ist.
Dazu kommt noch, dass diese Behandlungsmöglichkeiten auch nicht ohne Risiko sind.

Dann folgten erst einmal einige Untersuchungen.
Nach den Untersuchungen meinte sie dann zu mir, dass die Ergebnisse zwar zur besagten Erkrankung passen, aber auch auf eine andere Erkrankung hindeuten könnten. Es könnten aber auch beide Erkrankungen zusammen sein.
Sie ist sich nicht ganz sicher, dass es die besagte Erkrankung um die es geht ist, kann es aber auch nicht ausschließen.
Sie empfahl mir andere Behandlungsmethoden, riet mir, die Dosis des bis jetzt eingenommenen Medikaments herabzusetzen um zu sehen, ob die ganz schweren Anfälle wieder öfters auftreten.

Dazu noch andere Ratschläge die ich am besten befolgen sollte, wie Wechsel eines Facharztes (eine neue Adresse hat sie mir mitgegeben), Übungen zur Linderung ihrer vermuteten zweiten Erkrankung.

Irgendwie kam es mir vor, wie bei einem normalen Besuche eines Facharztes, und nicht wie bei einem Gutachten.

Ich weiß echt nicht, was ich von der ganzen Sache halten soll, da ich jetzt noch viel mehr verunsichert bin.
Soll ich den Anwalt kontaktieren, allein schon weil es eine andere Ärztin war, wie die, die im Schreiben vom Gericht erwähnt wurde?

Oder soll ich jetzt erst einmal abwarten, bis ich das Gutachten in den Händen halte?
 

saurbier

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#66
Hallo Domino,

na hört sich wie bei vielen Gutachtern nicht anders zu erwarten an, leider.

Gehe ich recht in der Annahme das dies jetzt eine Gerichtsgutachterin war.

Also ich kenn sowas auch, hab damals 2 Untersuchungen mitgemacht, wo ich dann während der Untersuchung plötzlich meine Einwilligung schriftlich erteilen mußte, eben um mich über die erheblichen Gesundheitsrisiken und Nebenwirkungen aufzuklären (Nierenuntersuchung wo ich ganze 3 Liter einer speziellen Lösung trinken mußte, als auch eine Augenuntersuchung wo mit ein komisches Kontrastmittel verabreicht wurde).

Auch mir sagten die untersuchenden Oberärzte dann am Ende, sie raten zu einer OP, allerdings gäbe es dabei erhebliche Risiken und ich solle es mir überlegen. Man überlege einmal, ein plastische OP an einer Niere die gut 6 Std. dauern kann und mit erheblichen Blutverlust einher geht, oder eine Augen OP bei welcher man wohlmöglich als Ergebnis na ja -.

Also ich würde an deiner Stelle die begutachtung unbedingt mit dem Anwalt ausführlich besprechen, denn "noch" kann uns keiner zu einer wohlmöglich negativen Behandlung zwingen, bzw. nicht mal den Facharzt zu wechseln, nur weil ein Gutachter eine andere Krankheit vermutet. Da fragt sich ja mal zuerst auf welchem Fachgebiet der Gutachter ein solcher Spezialist ist.

Vielleicht kann dein Anwalt ja das Gutachten zerpflücken, denn Vermutungen bringen nichts in einem Gutachten, da zählen nur Fakten.


Grüße saurbier
 
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