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WICHTIGE Petition - Versorgung psychisch kranker Menschen - TERMIN!

gila

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#1
Ich hab das Thema nicht gefunden - hoffe also es ist nicht doppelt hier ...

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_10/_25/Petition_85363.nc.html


Ich reiche dies weiter aus den Händen einiger befreundeter Psychotherapeuten mit dieser Bitte:

-----------------------------------------------------------

"Es gibt einen schwerwiegenden Angriff seitens unseres Bundes-Gesundheitsministers Spahn auf die Psychotherapie!

Er möchte, dass Patienten nicht mehr zu einem Therapeuten/in ihrer Wahl gehen und diese*r diagnostiziert, welche Hilfe nötig und richtig wäre.

Statt dessen soll ein "Patientenprüfer", der auch nicht weiter qualifiziert ist, vorgeschaltet werden.

D.h. Patienten sollen zukünftig einen solchen Diagnostiker davon überzeugen, dass sie Psychotherapie brauchen.

Gleichzeitig fehlen diese Prüfer als Behandler, mit der Folge, dass die Wartezeiten noch länger werden.
Statt die dringend notwendige Richtigstellung der Bedarfszahlen vorzunehmen, werden psychisch Erkrankte diskriminiert und die
Chronifizierung psychischer Krankheiten gefördert!


Bezeichnend für die Bürgernähe des Gesundheitsministers ist, daß der entsprechende Passus in den Kabinettsentwurf zum
"Terminservice- und Versorgungsgesetz" (TSVG) in letzter Minute praktisch hinein geschmuggelt wurde, so dass
die Psychotherapeutenverbände keine Möglichkeit der Einflussnahme mehr hatten.


Eine solche Hürde würde für viele eine Psychotherapie unerreichbar machen.
Das darf nicht passieren!
Nun wurde eine Petition ins Leben gerufen, um den Protest der Fachleute und der Bevölkerung dagegen kund zu tun. Man kann online unterschreiben.

Leider ist die Zeit kurz. Es geht nur bis zum 13. Dezember und es müssen 50 Tausend Unterschriften zusammen kommen.

Daher die Bitte: Unterschreibt und verbreitet diesen Aufruf in euren Einrichtungen und in eurem Bekanntenkreis!

Jede Unterschrift zählt.
Auch Minderjährige dürfen bei Petitionen unterschreiben.
Bitte unterstützt den Protest!
Nur die massenhafte Mitteilung des Unmuts kann helfen.
Ihr dürft gern den Text einfach weiter leiten oder nutzen."



:icon_hug: DANKE!



VOLLTEXT der PETITION:

Petition 85363
Heilberufe - Ablehnung des Gesetzentwurfs zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vom 25.10.2018
Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, den von der Bundesregierung am 26.09.2018 eingebrachten Entwurf zum Gesetz für schnellere Termine und bessere Versorgung (Terminservice- und Versorgungsgesetz - TSVG) abzulehnen und an das zuständige Fachministerium zurück zu verweisen.

Begründung
Im Kabinettsentwurf des TSVG wurde kurzfristig ein Zusatz zum § 92 Abs.6a SGB V eingeführt. Er sieht eine „gestufte Steuerung“ von hilfesuchenden psychisch kranken Menschen vor: Ausgesuchte Ärzte und Psychotherapeuten, deren Qualifikation erst noch durch den G-BA definiert werden soll, sollen dann in Voruntersuchungen entscheiden, welchem Hilfs- bzw. Therapieangebot die Betroffenen zugeführt werden.
Eine derartige Selektion, bevor eine Behandlung in Anspruch genommen werden kann, hebelt den freien Zugang zum ärztlichen oder Psychologischen Psychotherapeuten aus. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sind im Kabinettsentwurf nicht erwähnt, werden vermutlich aber auch noch in das Gesetzesvorhaben eingeschlossen.

7 Gründe zur Streichung des im Gesetz vorgesehenen Entwurfs zum § 92 Abs. 6a:

1. Dieses Gesetzesvorhaben diskriminiert im Entwurf zum § 92 eine ganze Patientengruppe. Den psychisch kranken Patientinnen und Patienten wird damit aufgebürdet, oftmals enorme, hoch schambesetzte seelische Belastungen gegenüber Behandlern darzustellen, die sie danach in der Regel nicht wiedersehen werden und die sie nicht selbst nach Vertrauensgesichtspunkten gewählt haben.

2. Psychisch Kranken wird ein Hürdenlauf zugemutet, der sie unnötig belastet und gegenüber anderen Patientengruppen benachteiligt. Es entsteht ein neues Nadelöhr vor der eigentlichen Behandlung.

3. Mit der Reform der Psychotherapie-Richtlinie 2017 sind neue Strukturen eingeführt worden, deren Auswirkungen zunächst erfasst und evaluiert werden müssten, bevor über neue Eingriffe entschieden werden kann.

4. Der Entwurf zum § 92 diskriminiert darüber hinaus auch die psychotherapeutisch tätigen Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten, die aufgrund ihrer Fachkunde und Zulassung alle über die Qualifikation zur Diagnostik, Indikationsstellung und Behandlungsplanung verfügen.

5. In einer Studie einer Krankenkasse wurde nachgewiesen, dass Psychotherapeuten korrekte Behandlungsindikationen stellen.

6. Mehrere unabhängige Versorgungsstudien belegen, dass in Deutschland mit gutem Erfolg und zur hohen Zufriedenheit der Patienten behandelt wird und die Behandelten zuvor nachweislich erheblich psychisch belastet waren.

7. Das geplante Vorgehen bindet völlig unnötig die Ressourcen von Ärzten und Psychotherapeuten, die damit der eigentlichen psychotherapeutischen Behandlung entzogen werden.

Die beabsichtigte Neuregelung kann nur als der ungerechtfertigte Versuch einer Rationierung von Behandlungsleistungen aufgefasst werden. Bei noch unzureichender Bedarfsdeckung soll offensichtlich die Versorgung durch Priorisierung und Behandlungseinschränkungen ‚fürsorglich eingehegt‘ werden.

Das wäre ein folgenschwerer Eingriff in die Versorgungsstruktur psychisch kranker Menschen.

Wir fordern die Bundestagsabgeordneten und Gesundheitspolitiker aller Parteien auf, dafür Sorge zu tragen, dass der Zusatz zum § 92 (6a) im TSVG ersatzlos gestrichen wird


...
 

Sabattical

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#2
Hier zählt wirklich jede Stimme, denn das Ziel ist fast erreicht: über 43.000 haben schon unterschrieben.

Das sollte doch zu schaffen sein bis zum 13. Dezember!
 

Onkel Tom

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#3
Hoppla, bereits über 52 Tausend erreicht, aber bitte weiter fleißig mitzeichnen..

Soll ja ne richtig fette Packung gegen das Selektionsvorhaben von Spahn werden gelle :wink:
 

Kampfmops

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#4
53.300 nun schon.

Wirklich immer wieder erstunlich, was der Spahn sich einfallen lässt. :censored:
Und dann wundert er sich bestimmt noch, weil ihn keiner mag.
 

gila

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#5
Super - DANKE - Ihr seid Klasse! :feiern:
 

Dagegen72

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#6
das Spahn hat echt Größenwahn - der müsste mal zur Psychotherapie! :icon_motz:
 

gila

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#10
Soeben Anzahl der Anzahl Online-Mitzeichner 125266

Vor ner guten Stunde waren es noch keine 124.000 !

:biggrin:
 

Kampfmops

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#11
133.000 sind es nun :feiern:

Die Kommentare unter der Petition sind auch lesenswert. Sind dort auch einige der betroffenen Ärztegruppen vertreten.
 

gila

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#14
Die Initiatorin bringt es auf den Punkt:

Sartorius: "Was wir brauchen, sind mehr Psychotherapeuten, die ihre Leistungen über die Krankenkasse abrechnen können, also mehr Kassenzulassungen besonders in ländlichen Regionen. Außerdem hapert es oft noch an der Koordination zwischen Psychotherapeuten, Ärzten und Psychiatern, weil das derzeit nicht abgerechnet werden kann. Solche Absprachen müssen wir deshalb freiwillig in unserer Freizeit machen."


Es gibt eigentlich genügend Psychotherapeuten - aber die Zulassungen sind begrenzt.
Dadurch entstehen irrwitzige Situationen - Beispiel aus meinem Freundeskreis hier auf dem Land: der kassenzugelassene Therapeut weiß nicht mehr, wie er die ganze Arbeit (und den immer mehr werdenden Bürokram) bewältigen soll - muss seit 2017 noch diese Sprechstunde einräumen ... die Patienten müssen schon 3-4 Monate Wartezeit in Kauf nehmen - und dann bekommt er aus dem angrenzenden Flüchtlingsheim noch ZIG Fälle, die ebenso dringlich sind - während erfahrene, langjährig praktizierende und überaus qualifizierte Therapeut/innen keine Kassenzulassung bekommen - selbst nach der riesigen Flüchtlingswelle und diesem ZUSÄTZLICHEN Bedarf nicht - und sich mit Privatpatienten und Behördenjobs (Einsatz über Jugendämter, aufsuchende Familienhilfe etc.) über Wasser halten müssen.

WARUM werden die Kassenzulassungen seit Jahren so begrenzt?

DA sollte Herr Spahn mal ansetzen und schwupps ... würde es überall flotter gehen!
 

Caye

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#16
Vorab: Ich finde, die Gesetzesänderung von 2017 zu den Ambulanzstunden hat definitiv für eine Gruppe von Patienten eine Verbesserung gebracht: Diejenigen, die wegen einer kurzfristigen Belastung schnelle Hilfe brauchen, können sie darüber tatsächlich signifikant schneller erhalten. Das hilft denjenigen, die eine langfristige Therapie brauchen, leider so gar nicht, aber ich habe es inzwischen schon mehrfach mitbekommen, dass diese Ambulanzstunden in Verbindung mit probatorischen Sitzungen komplikationslos in Anspruch genommen wurden und geholfen haben, ohne dass eine weitere Therapie notwendig war. Das ist total gut, zumal die schnelle Hilfe in solchen Fällen sicherlich auch eine Chronifizierung mit daraus resultierenden viel höheren Kosten für das Gesundheitssystem verhindert.

Ich habe zum Glück noch kurz vor der Gesetzesänderung in 2017 meine Therapie im Kostenerstattungsverfahren bei einem Therapeuten ohne Kassenzulassung bewilligt bekommen.

Diese Möglichkeit war bis 2017 ein gangbarer Weg, da diese Anträge eigentlich immer bewilligt wurden. Seit der Verpflichtung der Therapeuten, Ambulanzstunden abzuhalten, verweisen die KK darauf und lehnen Anträge im Kostenerstattungsverfahren ab.
Mein Therapeut erzählte mir davon, dass er deswegen seit der Gesetzesänderung keine neuen Kassenpatienten mehr hat annehmen können. Daher hat er sich nun tatsächlich um einen Kassensitz gekümmert, den er ab Januar 2018 auch haben wird. Diesen muss man übrigens einem kassenzugelassenen Therapeuten für eine hohe vierstellige Summe abkaufen.
Mein Therapeut hat seine Praxis lange in Teilzeit neben einer Festanstellung in einer Reha-Klinik betrieben, diese Festanstellung hat er erst vor einem Jahr aufgegeben, aber eigentlich auch, um beruflich kürzer zu treten. Da er auch nicht mehr so weit vom Rentenalter entfernt ist, "lohnt" sich für ihn der Kauf des Kassensitzes eigentlich überhaupt nicht. Er könnte gut auch von schon vorhandenen und privat versicherten Klienten leben.

Glücklicherweise ist er mit Leib und Seele Therapeut und bindet sich daher nun eben freiwillig diese Ambulanzstunden, die Pflicht zur telefonischen Erreichbarkeit und was dem Spahn sonst noch so einfällt ans Bein, um Menschen unabhängig von ihrer Krankenversicherung helfen zu können.

Und dennoch hat mein Therapeut auch gesagt, dass er den vollen Kassensitz nie wird ausfüllen können. Es wird dabei kalkuliert, dass ein Therapeut mit vollem Kassensitz auch 40 Therapiestunden in der Woche abhält. Das war schon vor der Einführung der langen Telefonsprechstunden riesengroßer Blödsinn. Ein Therapeut muss selbst dokumentieren, abrechnen, Anträge schreiben, Berichte an überweisende Ärzte schreiben. Dann kommen auch noch Anfragen anderer Stellen, DRV, Pflegekassen, Versorgungsämter, Staatsanwaltschaft, private Versicherungen, was weiß ich noch alles. Diese Sachen werden zwar gesondert vergütet, aber mehr Zeit kann sich der Therapeut davon auch nicht kaufen.
Selbst wenn man davon ausgeht, dass jeder kassenzugelassene Therapeut 40 Therapieeinheiten pro Woche anbietet, hat es nicht genügend Kassensitze. Diese 40 Einheiten sind aber schon total utopisch, was die Versorgung noch prekärer macht. Das ist sie schon seit vielen Jahren, und nur mehr Kassenzulassungen werden das ändern.

Fun Fact am Rande: Ich fahre zur Therapie 120km. Für eine Strecke. Und ich lebe nicht auf dem Land, sondern in einer Großstadt mit 600.000 Einwohnern. Hier habe ich jahrelang keinen Therapeuten gefunden. Wartelisten haben die schon gar nicht mehr geführt, und diejenigen, die sich mit meiner Problematik auskennen, sind eh schon rar gesäht.
Die Vorstellung, dass ich zu so einem Gutachter müsste, der vielleicht mit Glück mal von der Hälfte meiner Diagnosen mal gehört hat, um diesem dann genau zu erklären, welche Therapie ich brauche, welche Therapeuten die anbieten, die aber sowieso keine freien Plätze haben... das wäre schon fast lustig, wenns nicht so traurig wäre. Und wenn ich nicht so unfähig wäre, mich für mich selbst einzusetzen.

Andersherum finde ich die Möglichkeit, eine Beratung, quasi eine therapeutische Zweitmeinung, einzuholen, gar nicht verkehrt. Wenn man am Anfang seiner Probleme steht, kennt man sich selbst noch nicht so aus (wie bei jeder chronischen Erkrankung wird man im Laufe der Zeit eh selbst der beste Experte, aber dahin muss man ja erstmal kommen...), und da auch Therapeuten nur Menschen sind und lange nicht alles wissen, würde so eine Möglichkeit helfen, falsche oder unpassende Behandlungen zu vermeiden. Aber das funktioniert natürlich nicht über Spahns geplantes Gutachtensystem.
 

Birt1959

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#17
Hoppla, bereits über 52 Tausend erreicht, aber bitte weiter fleißig mitzeichnen..

Soll ja ne richtig fette Packung gegen das Selektionsvorhaben von Spahn werden gelle :wink:
Genau, wie ein Mensch, der selbst einer Randgruppe angehört, häufig gegen andere Randgruppen hetzen kann, bleibt mir ein Rätsel. Damit macht der Mann ungeheuer Angst.

Dem Mann sollte mal jemand ein Besucherticket für Buchenwald schenken - vielleicht ginge ihm dann mal ein Licht auf. Da gibt es eine ganz gute Schautafel mit den diversen Dreiecken, die die Häftlinge kennzeichneten. Nur muss dann jemand dafür Sorge tragen, dass der Mensch nicht nur durch den von den Sowjets nach dem Krieg benutzten Teil des Lagers läuft. Dann bliebe der Aha-Effekt, so er überhaupt eintritt, aus.

Ich mag gar nicht daran denken, was passiert, wenn der Herr Gesundheitsminister und ähnlich gesinnte Fritzen und Fritzinnen das Kanzleramt erobern. Eine Verwandte von mir kam im Rahmen der T4-Aktionen 1941 um - manchmal fürchte ich, dass man die rechtsgesinnten Parteigenoss*innen in den C-Parteien nicht rechtzeitig zur Ordnung rief. Und dass nur, um diese dubiose AfD einzubremsen. Wenn letzteres wenigstens gelungen wäre.
 

Onkel Tom

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#18
Mit dem Begriff "Selektionsvorhaben" wollte ich nun keine Vergleiche mit der Vergangenheit anstellen.

Hier wird nach Kosten und Geld selektiert.. Ja und Stimmenfang bringen ja auch so ihre Blüten..

Von der Anzahl der Mitzeichner*innen her, hat sich diese Pedition gewaschen. :cheer2:

Mitzeichnungsfrist läuft morgen aus..

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_10/_25/Petition_85363.nc.html
 

gila

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#19
@ Caye: Du hast die Situation der Therapeuten sehr treffend geschildert. Allein die Büroarbeit nebenbei ist schon ein Bürokratiemonster geworden - jeder Popanz erwartet auch, dass der Therapeut noch ausführliche Gutachten für jedweden Anlass schreibt - für ein Butterbrot, meist knapp über 20 Euro für stundenlange Arbeit.
Dazu nun noch seit 2017 die Pflicht zu Ambulanzstunden - die auch nicht unbedingt bedeuten, dass Patienten sie wahrnehmen - im schlechtesten Fall hat der Therapeut hier auch noch einen Leerlauf.

Einzig MEHR NEUE KASSENZULASSUNGEN würden hier entschärfend wirken - ich sehe aber keine Diskussion hier und keine schlüssigen Argumente seitens der Kassen und Verbände GEGEN eine Erweiterung der Kassensitze.

Wer sich kümmern SOLLTE und hier auch einwirken KANN, wenn man ihn ANSCHREIBEN würde - was dort ausdrücklich erwünscht ist wie ich selbst aus mehreren Kontakten weiß, ist der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Herr Brauksiepe aktuell ...

dann tut sich auf lange Sicht hoffentlich auch was.

Siehe: https://www.krankenkassen-direkt.de/news/pr/mitteilung.pl?id=1896208

Leider lese ich auch gerade, dass Herr Brauksiepe sein Amt niedergelegt hat ???
 
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