Wichtige Fragen zum Errechnen des Einkommen aus Selbstständi

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BlueMK1

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Moin Moin Leutz,

hätte da mal wichtige Fragen:

Ich bin Ich AGer und wohne in einer BG.

Um vom Jahr 2005 mein Nettogewinn aus selbstständiger Tätigkeit zu ermitteln habe ich der ARGE meinen Steuerbescheid 2005 vorgelegt.

Nun wird zusätzlich eine Summern/Saldenliste und eine Gewinnermittlung 2005 von mir verlangt.

Kann die ARGE das ???
Langt den nicht schon der Steuerbescheid ???
Wo steht das im Gesetz ??

Über Antworten freue ich mich jetzt schon und sage DANKE

Gruß BlueMK1
 

kalle

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Hallo BlueMK !
Erstmal Willkommen im Forum. Auch Lübeck wird ja langsam mehr.

Zu Deiner Frage:
Normalerweise sollte die Steuererklärung reichen. Ist ja ne amtliche Bestätigung.
Da aber die Lübecker Arge gern ihre eigenen Gestze macht, gibt es 2 Wege:
Da Du als Selbstständiger ja eh nix besseres zu tun hast, reichst Du die geforderten Unterlagen ein und Ruhe ist.

Oder Du bestehst auf die hochoffizielle Meinung, das Finanzamt wird ja wohl richtig rechnen und gibst nix wweiter ab.
Ob es dann aber Sanktionen hagelt wage ich nicht zu sagen, vermute es bei der Arge aber.

Da kenne ich mich aber nicht so aus wegen Ich AG. Aber als ehemals selbst mal Selbstständiger meine ich, das Finanzamt wäre eigentlich ausreichend.

Gruß
Kalle
 

BlueMK1

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Hallo Kalle,

danke für Deine Antwort.

Es ist ja nunmal so, dass im Gesetz steht, dass am Ende eines Jahres abgerechnet wird, mit Steuerbescheid.

Warum die nun noch dies und jenes haben möchten, verstehe ich nicht ganz, normalerweise sollte das von Finanzamt, wie Du selbst auch schon sagst ja ausreichen...

Kannst Du mir vielleicht noch eine Frage beantworten:

Ein Kollege von mir hat sich vor kurzem auch selbstständig gemacht und bezieht das Einstiegsgeld.

Bei ihm ist es so, dass nichts von seinem Einkommen, was er erzielt hat, beim ALG II angerechnet wird. Er hat Frau und ein Kind zu Hause, die beiden bekommen ganz normal ihr ALG II plus 2 Drittel der Miete.

Er muss aus seinen Einnahmen ein Drittel der Miete tragen.

Wie kann das angehen, dass nichts bei ihm angerechnet wird ? (Er musste damals ein Schreiben unterschreiben, dass er komplett auf ALG II verzichtet) Kann man sich das einfach so mal aussuchen oder wie läuft das ab ? :kinn:

Habe schon von vielen ähnlichen Fällen gelesen, wo nichts angerechnet wird....

Danke im Vorraus.
 

kalle

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Also wegen der Steuererklärung sag ich einfach mal: Lübecker Besonderheiten.

Und wie gesagt, bei Ich AG bin ich nicht so firm. Mein Gebiet sind mehr die Schwerbehinderten.
Da werden Dir die anderen sicherlich mehr sagen können.
 

Quirie

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Doch, sie darf das verlangen. Die Gewinn-und Verlustrechnung auf jeden Fall.

Auch in anderen Fällen, in denen Selbständige Auskunft über ihr Einkommen erteilenmüssen, reicht die Vorlage des Steuerbescheides und die Gewinn-und Verlustrechnung allein nicht immer aus.

Das ist wie bei einer Steuerprüfung oder einer familienrechtlichen Unterhaltsberechnung.

Nur durch den Einblick in die Buchhaltungsunterlagen selbst läßt sich zum Beispiel sehen, welche Beträge für Privatentnahmen darin enthalten sind oder Eigenanteile von Telefon, Auto etc. und einiges mehr.
Außerdem kann ein Selbständiger steuerliche Rücklagen bilden, die vom Gewinn bei der Steuerberechnung abgezogen werden.

Damit kann sich aus Sicht der Arge ein ganz anderes Eingkommen darstellen als dasjenige, dass Du auch bei ganz korrekten Angaben dem Finanzamt gegenüber letzlich versteuern mußt.

Allerdings habe ich meine Bedenken, dass sie die Buchhaltungsunterlagen unbedingt komplett und undifferenziert einsehen darf. Aus der Gewinn-und Verlustrechnung müßten diese geübten Fachleute dort eigentlich auf den ersten Blick sehen können, ob da etwas auffällig ist, etwa bei den Privatentnahmen. Mit der Summen-und Saldenliste hätte ich auch noch keine Bedenken. Wenn sie aber in die einzelnen Buchungskonten gucken wollen, dann würde ich schon auf einer (schriftlichen) Begründung bestehen.
 

BlueMK1

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Hallo,

danke, jetzt ist mir einiges klar ! Möchte mich ganz herlich dafür bedanken !

Gruss BlueMk1
 

kalle

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Quirie meinte:
Aus der Gewinn-und Verlustrechnung müßten diese geübten Fachleute dort eigentlich auf den ersten Blick sehen können,
Da setzt Du aber was voraus. :lol:
Wenn Du die Lübecker kennen würdest, dann würdest Du das nicht mehr sagen.

Mitarbeiter vom Friedhofsamt und vor allem die alten Sozimitarbeiter stellen das Personal der arge. Und das Lübecker Sozi galt schon immer als das schlimmste Amt in Schleswig-Hohlbein.
Intellenz war noch nie eine Einstellungsvoraussetzung in Lübeck.
[Ironie on] Parinson war voraussetzung, da schüttelt sich der Kopf leichter.[Ironie off]
Ich weiß, das war gemein den Parkinsonkranken gegenüber und ich ziehe es auch demutsvoll zurück. :oops: Aber was stimmt, das stimmt.
 

Quirie

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:lol: :lol: :lol:
Ich hab ja nicht gesagt, in was sie geübt sind. Erst wollte ich es auch in Anführungszeichen setzen.

Um nach Lübeck zu kommen muss ich zwar diese fürchterliche Strecke quer durch Schleswig-Holstein fahren, das allerdings habe ich schon ziemlich häufig getan. Die Lübecker sind nun mal Hanseaten vom ganz alten Schlag. Da hat alles seine eigenen Regeln.

:party: :party:
 
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