Wichtig: VerBis Arbeitshilfe der BA für die Massnahmeträger (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

kaiserqualle

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Hier mal die VerBis Arbeitshilfe der BA für die Massnahmeträger:


Bearbeiten von Bewerberdaten durch Träger
(Maßnahmen nach § 45 SGB III und Transfermaßnahmen)
23.04.2012
Version P 21


Hier kann man mal erfahren, was Massnahme-Träger über einen zugewiesenen eLb Wissen können kann, wenn dieser Zugriff auf VerBis bekommt per EGV oder EGV Ersetzender VA.

https://www.arbeitsagentur.de/zentr.../Publikation/pdf/Bearbeiten-Bewerberdaten.pdf

bitte downloaden, da sich der Versionsstand und Inhalt jederzeit ändern kann.

Anmerkung:
Der obige Link ist ein permanenter Link.
Der Dateiname ändert sich nicht, wohl aber der Datei-Inhalt von Zeit zu Zeit indem die ürsprüngliche Datei überschrieben wird.
 

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E

ExitUser

Gast
Vielen Dank für die Info!

Hab´s erstmal nur kurz überflogen und mir ist schon schlecht. Das ist erschütternd aufschlussreich und kaum zu verkraften. Das ideale Sklavenhalterinstrument.

Mensch hat damit keinerlei Würde und Privatsphäre mehr. Was wollen die mit meinen Schulnoten in Mathe, Englisch und Deutsch von vor 25 Jahren? Ich kann das alles nicht glauben, dass das Realität ist und auch tatsächlich praktiziert wird. Dagegen muss unbedingt angegangen werden!!!

Und hier das Beste auf S. 36:

"...Vergütungsinformationen:
Hier sollte beachtet werden, dass nur realistische Gehalts-/Lohnvorstellungen eingetragen werden..."

-> was die wohl mit "realistisch" meinen...
:icon_kotz::icon_kotz::icon_kotz:
 

Sonntagsmaja

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Was wollen die mit meinen Schulnoten in Mathe, Englisch und Deutsch von vor 25 Jahren?
Vielleicht um sich einen von der Palme zu wedeln:icon_kinn:

Wenn ich nämlich daran denke daß ich als ungelernt (sprich: keine Ahnung von nix) gelte wenn ich ein halbes Jahr und länger nicht in meinem erlernten Beruf gearbeitet habe, dann macht das NULL Sinn überhaupt nach Schulnoten zu fragen:icon_neutral:
Die dürfte man ja dann wohl als "antik" bezeichnen:icon_twisted:
 
E

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Gast
Könnte diese Datenverarbeitungsschleuder nicht mal irgendwo an exponierter Stelle hier im Forum in ROT fixiert oder gepinnt werden? So nach dem Motto *ACHTUNG! Diese Daten gebt Ihr preis!* oder so ähnlich.

Ich kann mir vorstellen, dass viele sich nach der Lektüre 2 mal überlegen, ob sie diesen EGV- und Maßnahmedreck unterschreiben. Viel zu viele machen sich anscheinend noch überhaupt nicht bewusst, was da hinter ihrem Rücken passiert :eek:

Ich finde das soooo wichtig! Zumal ja anscheinend immernoch fast alles unterschrieben wird :icon_neutral:

Vielleicht könnten wir auch mal ne Verhaltensstrategie für solche Gruppense...äh Unterschrifttermine entwickeln (EGV oder Maßnahme). Z.B.:

1. Bei Gruppenzwangsvorladungen Digi/Handy bereithalten und unauffällig die Situation dokumentieren. Wortwörtliches Gesprächsprotokoll mitnotieren.

2. Beim Verteilen der Unterlagen abwarten, bis alle "bedient" sind.

3. Dann SOFORT, bevor irgendjemand der Mitdelinquenten seinen Otto drunter setzen kann, ganz laut und mit selbstverständlicher Stimme höflich fragen: "Vielen Dank für die Unterlagen. Das ist ja ganz schön viel. Wie lange haben wir denn nun Zeit, um das zu Hause ausgiebig lesen und prüfen zu können? 2 Wochen wären doch in Ordnung, oder?"

4. Anschließend sofort den Papierberg einstecken, damit er nicht mehr zurückgenommen werden kann. -> Ziel der Frage ist zunächst, die anderen Teilnehmer hellhörig zu machen.

5. Daraufhin wird´s natürlich Gegenmaßnahmen in allen Facetten seitens der "Anführer" geben (sich davon keines Falls provozieren lassen, immer ruhig und höflich bleiben), welchen z.B. so begegnet werden kann: "Ja, also ich weiss ja nicht, wie SIE das machen, aber ich lese mir in der Regel grundsätzlich Verträge durch, die ich unterschreiben soll. Da ist ja manchmal auch was Kleingedrucktes drin, das man auf den 1. Blick erst garnicht bemerkt. Ich würde das schon ganz gerne zu Hause vorher mal meinem Anwalt vorlegen. Der hat halt auch nicht immer sofort Zeit. Also 2 Wochen würde ich schon für angemessen halten."

6. Je nach Situation mehr oder weniger Gas geben. Das wichtigste ist, darauf zu achten, wie die Mitleidenden reagieren. Ziel ist es, die anderen dazu zu bringen, sich zu empören und ebenfalls nicht zu unterschreiben sondern die Dinger mitzunehmen.

Schön wäre es, so viele Adressen (Zeugen) wie möglich zu tauschen. Solidarität ist das Stichwort. Noch schöner wäre es auch, die Gelegenheit dafür zu nutzen, die Flyer von hier aus dem Forum zu verteilen, am besten NACH der Sitzung, da dann schon die Neugierde geweckt ist. Der Isolation entgegentreten :icon_klatsch:

Was haltet Ihr davon?
 

PiratXD

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Habs nur bis Seite 35 geschafft. Jetzt muss ich mich in der Klapse anmelden. :icon_neutral::icon_neutral::icon_neutral::icon_neutral:
 

Pixelschieberin

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Danke für den Hinweis!
Hier mal die VerBis Arbeitshilfe der BA für die Massnahmeträger:
Ich frage, obwohl die Auskenner eventuell :icon_neutral: denken werden:
Dieses angesprochene VerBis-Profil, kann man das - falls nicht zur Gänze, dann wenigstens in Teilen - ungeschehen machen?
Ich habe längst die Löschung jedweder, NICHT vom Gesetzgeber in Stein gemeißelten, Daten gefordert und eine Bestätigung erhalten, finde jedoch keine Zugangsdaten, geschweige eine URL zu "meinem" Profil in meinen Unterlagen.

In der PDF finde ich diverse "Pflichtfelder", bezogen auf die VerBis-Maske und vermute, daß man sich dagegen nicht verwahren kann?
Mir dämmert's, weshalb meine SB mehrfach mündlich forderte, jedweden meiner bisherigen Arbeitgeber detailliert mit Beschäftigungszeiten aufzulisten, damit sie es im "Netzprofil" eintragen könne.
Hatte ich stets vergessen, da mit derartigen Einträgen meine Anonymität keinesfalls gewahrt bleiben kann. (Branche mit 2-5 Angestellten pro Betrieb, jeder kennt jeden.) Das will ich nur dem AG mitteilen - wenn ich eingeladen werden sollte.

Aufschlußreich ist die Passage:
Gemeinsam mit dem Kunden können Sie Bewerbungsmappen bzw. Bewerbungsvorlagen erstellen. Um diese Funktion nutzen zu können, ist es erforderlich, dass das Einverständnis des Kunden vorliegt (siehe Kapitel 5.1 - Reiter „Beauftragung“).
Das dürften die Träger wahrscheinlich gut abgetarnt im Vertrag zu erlangen suchen.
 
E

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Gast
Danke für den Hinweis!
Ich frage, obwohl die Auskenner eventuell :icon_neutral: denken werden:
Dieses angesprochene VerBis-Profil, kann man das - falls nicht zur Gänze, dann wenigstens in Teilen - ungeschehen machen?
Ich habe längst die Löschung jedweder, NICHT vom Gesetzgeber in Stein gemeißelten, Daten gefordert und eine Bestätigung erhalten, finde jedoch keine Zugangsdaten, geschweige eine URL zu "meinem" Profil in meinen Unterlagen.

In der PDF finde ich diverse "Pflichtfelder", bezogen auf die VerBis-Maske und vermute, daß man sich dagegen nicht verwahren kann?
Mir dämmert's, weshalb meine SB mehrfach mündlich forderte, jedweden meiner bisherigen Arbeitgeber detailliert mit Beschäftigungszeiten aufzulisten, damit sie es im "Netzprofil" eintragen könne.
Hatte ich stets vergessen, da mit derartigen Einträgen meine Anonymität keinesfalls gewahrt bleiben kann. (Branche mit 2-5 Angestellten pro Betrieb, jeder kennt jeden.) Das will ich nur dem AG mitteilen - wenn ich eingeladen werden sollte.

Aufschlußreich ist die Passage:Das dürften die Träger wahrscheinlich gut abgetarnt im Vertrag zu erlangen suchen.
VerBis ist die Saftware, mit der BA & Co arbeiten. Das dort angelegte Profil wird tatsächlich für die Vermittlung und Maßregelung (div. Maßnahmen) benötigt, lässt sich also nicht vollständig löschen. Zugangsdaten erhält man nur, wenn man sich als Nutzer der Jobbörse registriert hat.
Die Zustimmung zur Veröffentlichung der Daten des LBauf Startseite - www.arbeitsagentur.de, also im Internet (Jobbörse) bekommt man entweder mit dem Eingliederungs-VA oder über die EinV untergejubelt.

Je mehr Angaben man zu seinem Profil macht, desto intensiver die "Betreuung", sprich, Maßnahmen zu hauf. Denn wenn's auch keine freien Stellen auf dem Arbeitsmarkt gibt, MT werden immer gefördert.

Bea bekommt Brderchen: VerBIS soll interne EDV-Systeme der BA ersetzen Zusammenarbeit mit Accenture wird fortgesetzt

https://www.bfdi.bund.de/bfdi_forum/showthread.php?2417-Software-VerBIS-datenschutzsicher

ABES/Objects - Unternehmenslsung fr Bildungstrger
 

Pixelschieberin

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Danke für die schnelle Antwort.
Je mehr Angaben man zu seinem Profil macht, desto intensiver die "Betreuung", sprich, Maßnahmen zu hauf. Denn wenn's auch keine freien Stellen auf dem Arbeitsmarkt gibt, MT werden immer gefördert.
Womit sich die Katze in den Schwanz beißt!
Das zur Sinnlosmaßnahmen-Vermeidung heranzuziehende Profil, was belegen soll, daß man dies und das bereits im Schuh hat... führt zu genau dem, was man zu verhindern beabsichtigte.
Smart move.
Ok, ich such mir jetzt mal im Forum zusammen, wie man dieses Profil zurück auf Berufsangaben und Abschlüsse "eindampfen" kann.
 

Archimdes

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Hallo, ich habe gerade mit einigem Schmunzeln diesen Thread gelesen.

Dieser kleine Verbis-Leitfaden ist noch das geringste ;)
Jeder Bildungsträger hat bündelweise Unterlagen darüber wie jede Maßnahme durchzuführen ist.

Es gibt Ausschreibungen der Kurse, auf die wird dann mit einer Leistungsbeschreibung oder Zustimmung zu den geforderten Leistungen geantwortet.

Das traurige daran ist, dass die Konzepte meist sogar recht gut klingen. Lieder scheitert es allzuoft bei der Umsetzung.

Grund dafür sind dann zu große Gruppen, zu wenig oder unterbezahltes Personal, zu viele "Kunden" mit vielen Problemen etc.

Beispiel gefälligst? ;)
Das so "beliebte" Bewerbertraining.
Das sind rund 2 Wochen in denen idR etwa 15 Leute mit 1 Lehrkraft verbringen. In der Zeit sollen für jedn Bewerbungsunterlagen entstehen und je Woche min. 3 Bewerbungen generiert werden.
Das klingt toll auf dem Papier, klappt aber nicht wenn 10 von 18 Leuten noch nie am PC waren und sich nicht auskennen, der Rest die Landessprache nicht oder nur brechend beherrscht.
Man kann die Leute dann ja nicht an den PC setzen und sich selbst überlassen, sondern es wird etwas arbeitsintensiver, leider mit imme festen Zeitvorgaben.

Nebenbei sollen dann noch Gespräche mit jedem Teilnehmer geführt werden aus denen sich dann die aktuelle Situation und eine Handlungsempfehlung für das Amt ergeben.

Bei dem mir bekannten Anbieter sieht das meist so aus, dass lobenswerterweise die Dozenten oft auch in Pausen und nach dem Kurs für die Betroffenen da sind - aber das ist eben wohl nicht gerade üblich ....


Fakt ist, dass solche Kurse duchaus was bewirken können.
Solange sie ordentlich durchgeführt werden
Solange die Teilnehmer mitmachen und nicht mauern
Sofern die Teilnehmer nicht mehr Probleme haben als man lösen kann.

Bestes beispiel wäre dann wohl ein Bauarbeiter Mitte 50 mit morschen Knochen, Herzfehler und massig Schulden bei der Bank.
--> da wird es echt schwer zu helfen, selbst wenn Bewerbungsunterlagen erstellt werden, ist es kompliziert eine passende Stelle zu finden und die anderen Probleme zu lösen.


uff nun habe ich doch wieder mehr getippt als ich wollte
aber ich freue mich auf Kommentare zu meinem ersten Posting hier.

Grüße

Archimedes
 
E

ExitUser

Gast
sorry aber dem muss ich mal wieder sprechen ^^

bewerbungstraining was die da anbieten
werden nicht mal ansatzweise nach din 5008 gelehrt

im punkto papier laut ausschreibung geb ich dir recht
das klingt alles super aber es obliegt den massnahmen träger wieviele persohnen er zuläst für eine schullung
sei es 10 oder 20 persohnen

um so mehr persohnen er annimmt desto mehr geld verdiehnt dieser
darum gehts am ende das schnelle geld verdiehnen nicht mehr und nicht weniger
dem träger ist das egal ob er sich an der ausschreibung dran hält solang die teilnehmer die klappe halten und ihre zeit absitzten das man dann abrechnen kann

anders siehts bei den akademikern aus
da hat der träger das nicht so leicht schnelles geld zu verdiehnen
da gibt es aussreichend PCs und persohnal
weil man da angst hat das sich ein teilnehmer beschwert beim AA
die diese massnahmen einkaufen
und einen akademiker glaubt mehr als ein normaler elo mit facharbeiterbrief

diese träger egal wie sie heissen mögen sind nur entstanden
weil man mit armut+sanktionen gegen den elo schnelles geld machen kann da die breite masse halt vertretten ist die nicht den akademischen bereich angehören und nicht zu befürchten ist
das die normalen elos was dagegen unternehmen könnten bei diversen zuständen
da man diesen ehh nicht glaubt wenn eine beschwerde oder auch sammelbeschwerde eingereicht wird

so sieht das aus und nicht anders
das war zu ALG zeiten so und verschärft zu h4 zeiten
damals gab pro grossstadt mal eben 4 träger die diverse schullungen angeboten haben
heute zu h4 zeiten sieht man pro haubtstrasse mindes 20 trägerbüros

alles nur abzocke ist das nix anderes
 

Hamburgeryn1

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Vielleicht könnten wir auch mal ne Verhaltensstrategie für solche Gruppense...äh Unterschrifttermine entwickeln (EGV oder Maßnahme). Z.B.:

3. Dann SOFORT, bevor irgendjemand der Mitdelinquenten seinen Otto drunter setzen kann, ganz laut und mit selbstverständlicher Stimme höflich fragen: "Vielen Dank für die Unterlagen. Das ist ja ganz schön viel. Wie lange haben wir denn nun Zeit, um das zu Hause ausgiebig lesen und prüfen zu können? 2 Wochen wären doch in Ordnung, oder?"
Ich finde deine Idee grundsätzlich gut :icon_daumen: - nur würde ich den MT nicht durch irgendwelches Gerede auf mich aufmerksam machen, sondern abwarten, bis ich meinen Packen Unterlagen zusammen hätte, um ihn kommentarlos in die zu Tasche schieben.

Je nach Situation würde ich entweder bemerken, dass ich die Papiere zwecks Überprüfung prüfen ließe, oder gar nichts sagen.
Eine Zeitangabe würde ich weder machen noch mir vorschreiben lassen.

Fragen, ob ich etwas mitnehmen darf, und ob das für den MT in Ordnung ist - niemals!
 

Archimdes

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Hallo sumse,

ich kann dir nicht zustimmen - nicht in dem mit bekannten Fall.

Das mag daran liegen, dass die dort eingesetzten Dozenten überwiegend aus Büroberufen kommen. DIN ist also immer ein Thema. Es kommt aber oft vor, dass Schüler dann die Vorlagen die sie erhalten selber umbauen und dann weit weg von der DIN sind.

Ganz nebenbei muss ich sagen, daß ich an der ganzen DIN Sache bestenfalls die Position des Adressfeldes und die korrekte Adressierung wichtig finde (Fensterkuverts...).

Ob nun ein Bauarbeiter, Produktionshelfer, eine Raumpflegerin etc unbedingt eine DIN gerechte Bewerbung bzw ein DIN Anschreiben haben muss wage ich in Frage zu stellen.

Da ist sich selbst die Fachliteratur uneinig (Hesse Schrader vs. Bewerbung für Dummis, u.a.)


Was die PC Zeiten angeht liegt das weniger am Träger denn am JC. Das JC gibt in der Auschreibung vor wieviel PC Anteil drin sein darf damit die Leute nicht nur am Pc geparkt werden (siehe andere Threads hier im Forum).

Meiner ehrlichen Meinung nach ist da die vom JC bewilligte Zeit her zu knapp; aber die Kurse sind auch vom Umfang her zu kurz für das was laufen soll. Bis ca 2005 waren es noch rund 3 Wochen nun sind es nur noch zwei ...bei gleichem Ziel ...

Deine einung über Akademiker vs. Facharbeiter vs ungelernte teile ich nicht. In so einer Schulung sind oft alle vertreten - vom Schulabbrecher über den Berufsneuling bis zum kranken Rentenanwärter.

Wenn der Unterricht mir Herz und Hirn geleistet wird, dann werden alle gut behandelt und bedient.

Es ist aber realistisch wenn ich dem zustimme, dass die Ergebnisse unterschiedlich ausfallen.

Einem Akademiker am PC etwas zuumuten ist meist leichter, der kommt mit enigen Hinweisen zum Zeil, da er ja gelernter Schreibtischtäter ist.

Dem Facharbeiter das gleiche zu sagen wäre meist zu wenig. Ich habe einige Handwerker im Bekanntenkreis. Die sind super in ihrem Job, aber wenns an den PC geht, dann streiken die ;) was ich aus deren Sicht verstehen kann.

Beschwerden kenne ich eigentlich aus beiden "Schichten" gleichermaßen - und zum Glück auch den einen oder andern "Lobgesang" ... da sind alle Menschen gleich....
 

Pixelschieberin

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Hallo, ich habe gerade mit einigem Schmunzeln diesen Thread gelesen.
Das vergeht mir genau in dem Moment, wo ich zu "Basis" Kursen verdonnert werde, die meine Kenntnisse nicht ansatzweise berücksichtigen.
Nebenbei sollen dann noch Gespräche mit jedem Teilnehmer geführt werden aus denen sich dann die aktuelle Situation und eine Handlungsempfehlung für das Amt ergeben.
Soll jedem selbsternannten Dozenten das Recht eingeräumt werden - dem Teilnehmer zugetan oder nicht -
ohne seinerseits seine Qualifikationen darlegen zu müssen (!!!),
über Zwangs-Kursteilnehmer urteilen!? Stichwort VA.
Wer will Spielball zwischen Trägerinteressen und JC werden und dem SB die "Wattebällchen" liefern,
die der sicher nicht auf den Kollegen im Nachbarzimmer zu werfen beabsichtigt?

Ich hoffe inständig, daß Geplapper über meinen Kopf hinweg Einhalt geboten ist, wenn man keiner Weitergabe zusätzlicher Daten - per "freiwilliger" Unterschrift - zustimmt.
Fakt ist, dass solche Kurse duchaus was bewirken können.
Unklare Formulierungen wie "was" und "können" rufen bei mir stets Klärungsbedarf hervor.
Sorry, das klingt für mich nach SB-Worthülsen, die jeder mit seinem Wunschdenken befüllen darf.

Um glaubhaft zu sein, sollte diese von SBs und Trägern oft vorgetragene These, besonders wenn sie als Fakt in den Raum gestellt wird,
durch Zahlen aus seriösen Quellen belegt und untermauert sein.

Bei den und den Eingangsvoraussetzungen, z.B. Ausbildung, LEBENSALTER, etc.
Erfolgs-, Vermittlungsquote in %?

Genau DIE Informationen, die jeder vorausplanende Mensch einholt EHE er sich einen Vertragspartner anvertraut,
habe ich trotz hartnäckigem Nachfragens noch NIE genannt, geschweige belegt, bekommen.
Ein Schelm....
Solange sie ordentlich durchgeführt werden
Solange die Teilnehmer mitmachen und nicht mauern
Es sollte VORHER geklärt sein, OB überhaupt Bedarf einer derartigen Betreuung besteht.
Solange Prognose, Sinn, Zielführung, die daraus resultierende Wirtschaftlichkeit nicht glaubhaft dargelegt werden (SB verweigert Beantwortung der offenen Fragen),
sehe ich keine Veranlassung, Statistik-Manipulation durch kooperatives Absitzen zu fördern.
Warum sollen eigenverantwortliche, mündige Erwachsene ohne "mauern" an experimentellen Feldstudien teilnehmen?
Ohne nachgewiesene Verbesserung in wohlweislich undokumentierten "Einzelfällen"?
 

Hamburgeryn1

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Das traurige daran ist, dass die Konzepte meist sogar recht gut klingen. Lieder scheitert es allzuoft bei der Umsetzung.
Ich möchte dich ja nicht in deinem Optimismus stören, aber die "guten Konzepte" dienen nicht, um optimale Wege zu finden, Erwerbslose sinnvoll und zielorientiert zu zu qualifizieren; sondern dazu, dem Steuerzahler über die BA eine Menge Geld aus dem Kreuz zu leiern, um das eigene Überleben als Träger zu sichern.
Beispiel gefälligst? ;)
Das so "beliebte" Bewerbertraining.
Das sind rund 2 Wochen in denen idR etwa 15 Leute mit 1 Lehrkraft verbringen. In der Zeit sollen für jedn Bewerbungsunterlagen entstehen und je Woche min. 3 Bewerbungen generiert werden.
Das klingt toll auf dem Papier, klappt aber nicht wenn 10 von 18 Leuten noch nie am PC waren und sich nicht auskennen, der Rest die Landessprache nicht oder nur brechend beherrscht.
Man kann die Leute dann ja nicht an den PC setzen und sich selbst überlassen, sondern es wird etwas arbeitsintensiver, leider mit imme festen Zeitvorgaben.
Der tiefere Sinn eines Bewerbungstrainings liegt darin, ein großes Kontingent an beliebig zusammengewürfelten Leuten 14 Tage in einen Raum zu pferchen und sie vor einen PC aus der elektronischen Antike zu setzen, wo sie dann acht Stunden lang - je nach Programm des MT - auf untersten Niveau Bewerbungen schreiben, Vorstellungsgespräche üben und Rollenspiele veranstalten.

Die Informationen, die dadurch preisgegeben werden, sammelt der Träger, sortiert sie, wertet sie aus, und macht sie für sich zu Nutze, am Ende werden die Probanden zur weiteren Verwertung beliebig in Tochtergesellschaften durchreicht.

Solange der SB auf dem JC seine Statistik-Bilanz sauber hält, ist es ihm völlig egal, was seine Zwangskunden da fabrizieren - sie sind raus! Und das allein zählt!
Nebenbei sollen dann noch Gespräche mit jedem Teilnehmer geführt werden aus denen sich dann die aktuelle Situation und eine Handlungsempfehlung für das Amt ergeben.
Oh, ja - am liebsten die Vier-Augen-Gespräche. :icon_rolleyes:

Oder es werden Pseudo-Psychokurse veranstaltet mit einer Morgenrunde wie im Kindergarten.
Da sollen dann die Teilnehmer berichten, wie es ihnen mit ihrer Arbeitslosigkeit geht, und was sie so alles unternehmen, um sie zu beenden.
Wie es um ihr Privatleben bestellt ist.

Und am Ende haben sich alle lieb und es wird ein bißchen gebastelt..... :icon_neutral:
Bei dem mir bekannten Anbieter sieht das meist so aus, dass lobenswerterweise die Dozenten oft auch in Pausen und nach dem Kurs für die Betroffenen da sind - aber das ist eben wohl nicht gerade üblich ...
Sehr lobenswert - diese Verbrüderungstendenzen zu den Betroffenen.
Dient alles nur der Vertrauensgewinnung und Datensammlung. :icon_kotz:
Fakt ist, dass solche Kurse duchaus was bewirken können.
Klar bewirken solche Kurse etwas. Sie füllen die Taschen vieler Leute, senken die Arbeitslosenstatistik, verbessern das Raumklima zwischen SB und TL; sammeln, erfassen und leiten Daten; sorgen für eine bessere Überwachung der Arbeitslosen, bringen Merkel, Alt und Weise dazu Sonntagsreden zu schwingen, usw.
Solange sie ordentlich durchgeführt werden
Solange die Teilnehmer mitmachen und nicht mauern
Sofern die Teilnehmer nicht mehr Probleme haben als man lösen kann.
Eine Maßnahme dient einzig der Kontrolle, Überwachung und Verwahrung von Arbeitslosen.
Niemand der gesunden Verstandes ist, kann annehmen, dass sie ein Weg raus aus der Arbeitslosigkeit sein sollen.
Dabei ist es auch völlig egal, was und wie da etwas angeboten wird; ob da dreißig Leute aus vierzig Ländern und fünfzig unterschiedlichen Berufen hocken - wichtig ist: Sie sind da, und sie kommen wieder!

Würde jeder Teilnehmer, der eine solche Maßnahme durchlitten hat, tatsächlich in Arbeit kommen - du meine Güte! - die Mitarbeiter der JC und MT wären arbeitslos!

Unsere Arbeitslosigkeit sichert ihnen schließlich den Arbeitsplatz.
Deshalb ist auch so wichtig, dass wir nicht so viel verdienen und immer noch ein bißchen aufstocken müssen - dass sorgt für stetigen Arbeitsfluss in der BA-Verwaltung!
Bestes beispiel wäre dann wohl ein Bauarbeiter Mitte 50 mit morschen Knochen, Herzfehler und massig Schulden bei der Bank.
Was hat ein herzkranker Bauarbeiter in einer Maßnahme zu suchen? Richtig! Gar nichts.
--> da wird es echt schwer zu helfen, selbst wenn Bewerbungsunterlagen erstellt werden, ist es kompliziert eine passende Stelle zu finden und die anderen Probleme zu lösen.
Die Sache ist ganz einfach:

  • Wenn es genügend Arbeitsplätze gibt, brauchen wir keine Bewerbungstrainings - man ruft an, geht hin, stellt sich vor - und gut
  • Wenn es nicht genügend Arbeitsplätze gibt nützen die Bewerbungstrainings nicht - diese Tatsache ändert sich auch dann nicht, wenn man 100mal die goldene Bewerbungsmappe auf dem Silbertablett serviert
 

Heikesu

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@Archimdes

Hier werden schon wieder Nebelkerzen gezündet! Diese Kurse ohne sie jetzt in ihrer Qualität bewerten zu wollen sind einzig und alleine nur dazu gedacht um bessere Kontrollmechanismen ausüben zu konnten.

In der herrschenden Klasse herrscht einhellig die Meinung, dass man diesem Drohpotenzial was durch die Arbeitslosigkeit sich entwickeln kann, in den Griff zu bekommen sein muss. Im Grunde genommen ist man nicht an eine individuelle Weiterbildung der Arbeitslosen interessiert, sondern vielmehr – ich zitiere einmal Professor Dr. Gunnar Heinsohn – in dieser verwahrlosten Unterschicht kein Druck aufkommt und es besser sei den Geldhahn ganz unideologisch abzudrehen, denn nur ein ungeborenes Kind aus diesem Milieu schlägt einem schon keinen Baseballschläger über den Kopf.

Ein Jobcenter auf Augenhöhe, den gibt es für die Arbeitslosen nicht. Diese Maßnahmen bauen nicht auf Freiwilligkeit auf, sondern es wird mit juristisch und physischem Druck die noch mit der Politik des Hungers ergänzt wird. Manchmal kann man auch den Spruch lesen: Man bringt die Menschen mit sanftem Druck dazu.

Warum kann man den Arbeitslosen nicht einen Bildungsgutschein geben, indem sie sich in der freien Marktwirtschaft selbst nach adäquaten Bildungseinrichtungen Ausschau halten, die für sie geeignet sind. Und das selbstverständlich auf freiwilliger Basis. Nein man deportiert sie in die Armutsindustrie, damit dieser Industriezweig sich so richtig schön die Taschen vollmachen kann. Dieses System widert mich nur noch an. Lobbyisten verstehen es mit ihrer neoliberalen Sprache Dinge so in die Öffentlichkeit zu transportieren, dass es bei der arbeitenden Bevölkerung als ein "Rundumwohlfühlpaket" ankommt – die es noch politisch akzeptieren. Konfrontiert mit Tatsachenberichten von Arbeitslosen schütteln dann die, die noch in Lohn und Brot stehen den Kopf und äußern sich dazu wie: Alles Lügen was ihr erzählt, ihr seid nur zu faul zu arbeiten ...

Heike, der schon wieder schlecht wird ...


Ps:ein Zitat eines ehemaligen hessischen Justizministers:

Hessischer Justizminister Dr. Christean Wagner meint: Die elektronische Fußfessel bietet damit auch Langzeitarbeitslosen und therapierten Suchtkranken die Chance, zu einem geregelten Tagesablauf zurückzukehren und in ein Arbeitsverhältnis vermittelt zu werden. Viele Probanden haben es verlernt, nach der Uhr zu leben, und gefährden damit gerade auch ihren Arbeitsplatz oder ihre Ausbildungsstelle. Durch die Überwachung mit der elektronischen Fußfessel kann eine wichtige Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden."
 

Archimdes

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Hallo Pixelschieberin,

also ich kann dir sagen, dass Statsitiken geführt werden und einige Kurse sogar eine prozentuale Erfolgsquote vorweisen müssen.

"Fakt ist, dass solche Kurse duchaus was bewirken können."
Bitte zitiere mich da vollständig. Ich hatte Angaben dazu gemacht warum ich das in Konjunktiv setze.

Sprichwort "Ein jeder ist seines eigenen Glückes Schmied" ....

Ärgerlich bei den Kursen ist, da stimme ich vollauf zu, dass die Gruppen teils massiv gemischt sind. Da kann dan immer nur auf einen Aspekt auf einmal eingegngen werden.
Entweder man bedient den 20 jährigen der eine Ausbildung sucht oder den 55 jährigen der wegen Rheuma nicht mehr in die Montage kann ...

Das ist ein Problem das durch die Zuweisung des JC verursacht wird. Auf die Zusammensetzung der Gruppen hat der ausführende Veranstalter keinen Einfluss.

"Soll jedem selbsternannten Dozenten..."
:icon_evil: nein so einfach ist es nicht. Das Personal muss Qualifikationen nachweisen, für jeden Dozent gibt es eine Meldung an die Verwaltung über dem JC und die prüfen dann ob ein Dozentz in Frage kommt oder nicht.


... leider sind wir in DE ein Bürokratiestaat.
Ergo zählt was auf dem Papier steht. Ob die menschliche Eignung eines Dozenten gegeben ist ergibt ggf das Feedback der Teilnehmer nach dem Kurs

Gruß

A.
 
E

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H... Entweder man bedient den 20 jährigen der eine Ausbildung sucht oder den 55 jährigen der wegen Rheuma nicht mehr in die Montage kann ...

Das ist ein Problem das durch die Zuweisung des JC verursacht wird. Auf die Zusammensetzung der Gruppen hat der ausführende Veranstalter keinen Einfluss. ...
"Der Veranstalter ..." :biggrin::biggrin:

Fakt ist, auch das Arbeitsamt kann sich nicht die passenden Teilnehmer schmieden. Wenn der MT 20 Plätze à 5 Euro anbietet und das Amt kauft, muss es sehen, dass die 20 Stühle auch besetzt werden. Oder gibt der MT das Geld zurück?
 

Hamburgeryn1

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Entweder man bedient den 20 jährigen der eine Ausbildung sucht oder den 55 jährigen der wegen Rheuma nicht mehr in die Montage kann ...
Diese Frage lässt mich einfach nicht los:

Was genau haben ein Ausbildungssuchender oder ein Rheumakranker in einer Maßnahme zu suchen? :cool:
 

Pixelschieberin

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Hallo Pixelschieberin,
also ich kann dir sagen, dass Statsitiken geführt werden und einige Kurse sogar eine prozentuale Erfolgsquote vorweisen müssen.
Komisch, MIR wird diese Information stets vorenthalten.
Ist sie m.E. sogar im öffentlichen Interesse. Im statistischem Jahrbuch finde ich nichts. (Hat jemand einen Link dazu gefunden?)
Wenn sie dir vorab rausgerückt wurde, bin ich sehr am Zauberwort interessiert.
Ist schließlich kein Staatsgeheimnis, oder?
"Soll jedem selbsternannten Dozenten..."
:icon_evil: nein so einfach ist es nicht. Das Personal muss Qualifikationen nachweisen,
Welche genau?
"Dozent" ist eine ungeschützte Bezeichnung. Mehr als dieses Wörtchen habe ich nicht erfahren.
Tibetanische Gebetsmühle:
ICH will wissen, WELCHE Qualifikationen diejenigen haben, die über mich urteilen sollen dürfen.
ICH will wissen, wird MIR inhaltlich Neues offeriert oder findet ein Downgrade statt.
Bei jeder staatlichen Lehrstätte ist bekannt, welche Spezialitäten die Lehrbeauftragten "bedienen".
Bei privaten Trägern wird MIR gegenüber genau das verschwiemelt.

Der Affinität zu handwerklich geprägten Sprichwörtern will ich mich gerne anpassen:
Soll der Bock zum Gärtner gemacht werden?
für jeden Dozent gibt es eine Meldung an die Verwaltung über dem JC und die prüfen dann ob ein Dozentz in Frage kommt oder nicht.
Soso.
Betrachte ich deren Schreiben, werfen sich gleich neue Fragen auf...
Nochmals:
Der mündige Bürger fragt Informationen bezüglich seiner "Betreuer" SELBER ab und wird mit Aneinanderreihung von unbelegten Thesen nicht zu überzeugen sein, daß es sich nicht um eine Parkmaßnahme handelt.
Wer erwartet ernsthaft, daß ein - Platzhalter für nicht bekanntgegebene Qualifikation - sich in den von Fachleuten beackerten Berufsfeldern auskennt?
Die SB kennt das Einmaleins der Deutschen Handwerksordnung nicht...
Wenn von der Trägerbeauftragten, mit ihrer Unwissenheit kokettierend, erklärt wird, daß sie nur das erste Drittel des geschiderten Lebenslaufs kapiere, fällt mir wenig ein, was ich von der geplanten Aktion "intensive Betreuung" halten soll.
Vielleicht?:
Da werden Sie geholfen...
... ergibt ggf das Feedback der Teilnehmer nach dem Kurs
Gibt's nach schlechtem Feedback durch Teilnehmer etwa ein Payback?
Womit wir wieder bei der nicht enden wollenden experimentellen Feldstudie wären, die der HE als Betatester abzusitzen und der Steuerzahler zu finanzieren hat...
Sollte das nicht VORHER analysiert werden?!

Bisher sieht's doch so aus, daß der Teilnehmer aus Furcht vor schlechtem "Feedback" durch den "Betreuer" seine Füße still hält.
Erinnert das irgendjemanden an den Geschichtsunterricht?
 

Heikesu

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„[FONT=Arial, sans-serif]Das Leben auf den Plantagen ist für den Neger ein wahrhaftes Paradies im Vergleich zu seiner[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Existenz in Afrika.“[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Lord St. Vincent[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]In die Neuzeit übertragen:[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]"Die Schulungen in den Zentren ist für den Erwerbslosen ein wahrhaftes Paradies im Vergleich zu seiner Existenz auf dem Sofa."[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Diese Diskussion entbehrt jeglicher Grundlage, denn solange solche Deportationen in diese Anstalten bzw. Disziplinierungsanstalten mit der Androhung der sukzessiven Zerstörung des Existenzminimums weiterhin praktiziert werden, ist dies keine Diskussionsgrundlage und PUNKT!


Heike
[/FONT]
 

Archimdes

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Die Frage nach dem Sinn under Qualifikation

Hallo nochmal, Pixelschieberin,

also hier ist es definitiv so, daß erstens geprüft wird wer als Dozent ran darf.

ja ers ist kein geschützter Berufsbezeichner und nein es gibt keine spezielle Ausbildung; gibt es meines Wissens auch nicht für Politiker.
und die können deutlich mehr Mist bauen ohne dafür belangt zu werden ...

Konkret kann ich sagen dass die mir bei Bildungsträgern bekannten Dozenten berufe haben wie Dipl. Pädagoge, Elektrotechniker, Informatiker, Presseberufe, Anwaltsgehilfin, Bürofachkräfte.
Seit meherern Jahren ist auch (fast) zwingend Unterrichtserfahrung gefordert (und sei es als VHS Dozent) und ein fachlicher Hintergrund zur Unterichtsdurchführung ebenso (zB Seminar zum Thema Vortragstechnik, ADA/AEWO Schein o.ä.)

Zugegeben die sind dann auch nur bedingt geeignet den Lebenslauf eines X-beliebigen Menschen zu beurteilen. Aber wer um himmels-willen kann schon alle Berufe kennen und beuteilen.

Wer einmal fragt ist einmal dumm, wer niemlas fragt bleibt ewig dumm. Ein GUTER Dozent zweichnet sich dadurch aus dass er den ********** in der Hose hat und den Teilnehmer fragt wenn er etwas nicht kennt - und dadurch dass er sich nebenbei (es sind ja 2 Wochen Zeit) den Rest im WWW zusammensucht.

Als Handwerkszeug gibt es neben göögle ;) auch noch vom AA die Seite BerufeNet wo alle Berufe die anerkannt sind beschrieben sind, inklusive Tätigkeiten, Verdienst, Ausbildung usw - da kommen je Beruf meist 10 und mehr Seiten zusammen und damit kann man dan auch mitreden denke ich.

Es gibt aber auch obskure Berufe die man nicht findet kann.
zB Aschnerin und Traktorist
Das sind 2 Berufe die aus dem ehemaligen Ostblock stammen und vom russischen ins deutsche übersetzt wurden, hier aber keine Entsprechung haben. - Da helfen dann nur viel Phantasie und der Mut, Fragen zu stellen.


Zum Thema Payback:
Die Umfrage und Bewertung erfolgt am letzten Kurstag und anonym.
D.h. jeder "Belehrte" *g* bekommt ein mehrseitiges Formular zum Kreuze setzen in dem er den/die Dozenten, Räume, Ausstattung, Organisation und den ganzen Krempel ANONYM bewerten darf.
IdR wird das in Abwesenheit des Dozenten ausgefüllt, von dem dann am Ende eingesammelt (alles wird als Stapel aufs Pult deponiert somit ist definitiv unklar was von wem stammt) und mitgenommen in die Zentrale.
Kommt es wiederholt zu negativen Bewertungen, dann sind Dozenten meist schnell entsorgt; da viele träge träger nur mit einem kleinen Stamm Festangestellten und vielen freiberuflichen Dozenten arbeiten. Die sind schnell entsorgt bei Bedarf.
Die Angestellten sind schnell im Büro geparkt und werten dann nur noch aus ;)

Das ist die Situation wie ich sie hier in RLP/BaWü kenne und schätze. Es kann auch daran liegen, dass die schwarzen Schafe aussterben da zu viel Kritik zum ende der Beauftragung führt.
:icon_party:

So nebenbei - selbst das JC zieht Stichproben und beurteilt dann die Qualität der Dokumentation und Bewerbungsunterlagen (und das bis hin zu Fehlern bei Rechtschreibung und Zeichensetzung).
:icon_kinn: immerhin etwas - oder?

----------------------------------------


@ Hamburgeryn1 :icon_kinn:
Zitat von Archimdes
Entweder man bedient den 20 jährigen der eine Ausbildung sucht oder den 55 jährigen der wegen Rheuma nicht mehr in die Montage kann ...
Diese Frage lässt mich einfach nicht los:

Was genau haben ein Ausbildungssuchender oder ein Rheumakranker in einer Maßnahme zu suchen?
:cool:

Nun, der Staat / das JC schickt fast jeden erstmal in einen Kurs der sich meldet .. die Ersterfassung ist damit out-ge-sourced und ein zeitfenster von 2 Wochen ermöglicht meist eine genauere Beurteilung als die 10 Minuten im JC Büro nach 1-2 Stunden Wartezeit. Die BTs dürfen dann jeden Teilnehmer sprechen und befragen und kiloweise Papier beschriften.

-----------------

@Heikesu
:confused:
wow das klingt für mich aber ultra weit links bis irendwo nahe dem was ich als halb-anachistisch und voll-unzufrieden-gefrustet bezeichnen würde ;) Hoffe es kommt übler rüber als du es meinst, somnst sollte ich dir eine Taschenlampe senden damit du die Düsternis um dich herum ein wenig erhellen kannst und wenigsten ein wenig Licht siehst.
Sorry aber dein Statement ist so extrem - ich kann und mag ihm weder zustimmen noch dazu Position beziehen.
Das würde sonst in einen Schreibkrampf ausufern .... :D
Aber Kompliment für die schöne fast wahlspruchreife Ausführung.
Es wäre fast schon interessant zu fragen wessen Geistes Kind da schreibt - soll heissen aus welcher ??Subkultur??/Strömung?? du stammst .... ich sehe das alles wesentlich weniger kritisch auch wenn ich dir in manchen Punkten nicht vollends wideersprechen würde.
-------------

@K.Lauer "Veranstalter" .. ein Schuft wer böses dabei denkt ;)
Manche kurse werden nach Köpfen bezahlt, andere pauschal gebucht also hat mal das JC und mal der "Umsetzende Dienstleister" den schwarzen Peter - je nach Sach/Vertrags/Lage



Uff oh ach ...
so vieeeeeel wolte ich doch garnicht schreiben
sondern nur ein wenig aufmuntern dass es nicht nur Dunkel gibt.
:icon_daumen:
 

Hamburgeryn1

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AW: Die Frage nach dem Sinn under Qualifikation

(...) also hier ist es definitiv so, daß erstens geprüft wird wer als Dozent ran darf.
Konkret kann ich sagen dass die mir bei Bildungsträgern bekannten Dozenten
Die Umfrage und Bewertung erfolgt am letzten Kurstag und anonym.
Manche kurse werden nach Köpfen bezahlt, andere pauschal gebucht
Hab ich es mir doch gedacht.....:cool:
 

Heikesu

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@Archimdes

Gehen die Leute in diese Weiterbildungsmaßnahmen freiwillig hinein? Oder geschieht das mittels Androhung von Sanktionen? Bitte beantworte mir diese Frage ...

Ich berufe mich auf das Bonner Grundgesetz, nicht mehr und nicht weniger. Ich bin übrigens weder links, noch rechts, noch sonst wo anzusiedeln. Ich bin eine Humanistin, die für ein besseres Miteinander kämpft. Und für mich gehören die Androhungen von Sanktionen unter die Begrifflichkeit schwarze Pädagogik.

Es geht hier um fundamentale Menschenrechte und die werden durch Zwangseinweisungen in so genannte pseudo Weiterbildungsmaßnahmen mit Füßen getreten.


Heike
 

Archimdes

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@ Heikesu - ich muss es doch kommentieren ...

@Heikesu
ok ich muss doch was loswerden :biggrin:

Hier werden schon wieder Nebelkerzen gezündet! Diese Kurse ohne sie jetzt in ihrer Qualität bewerten zu wollen sind einzig und alleine nur dazu gedacht um bessere Kontrollmechanismen ausüben zu konnten.
Ohne Kontrolle würde aj auch jeder machen was er will. ;)
und leider wird immer vom schlechtesten fall ausgegangen.
Würden Menschen nicht Menschen töten bräuchten wir auch kein gesetz dagegen und keine Kontrollorgane dafür (um mal aus dem anderen Extrem heraus zu argumentieren)

In der herrschenden Klasse herrscht einhellig die Meinung, dass man diesem Drohpotenzial was durch die Arbeitslosigkeit sich entwickeln kann, in den Griff zu bekommen sein muss. Im Grunde genommen ist man nicht an eine individuelle Weiterbildung der Arbeitslosen interessiert, ...
Sehe ich nicht so - es wird aber mit viel zu spitzem Stift gerechnet, ob es den enormen Geldeinsatz auch lohnt.

(-) es kann nicht jeder und immer wieder kommen, die Hand aufhaltern und erwarten dass ihm die 2.3.4. Ausbildung finanziert wird - da sind wir uns hoffentlich einig. Denn was für den einen ausgegeben wird das muss man dem anderen vorher abnehmen.
Der andere ist dann die arme Sau die noch in Lohn und Brot steht und sich wundert warum Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist und sich über all die Abzüge ärgert die in alle möglichen Haushaltslöcher verschwinden - außer den eigenen :-/


Ein Jobcenter auf Augenhöhe, den gibt es für die Arbeitslosen nicht. Diese Maßnahmen bauen nicht auf Freiwilligkeit auf, sondern es wird mit juristisch und physischem Druck ... Man bringt die Menschen mit sanftem Druck dazu.
Argh - auch da gibt es beide Extreme und viel viel dazwischen.
Es gibt Sachbearbeiter im JC die geben sich echt Mühe.
Leider eine Minderheit. Denen gegenüber finde ich dein Statement aber unfair
:icon_neutral:
Es gibt JC Mitarbeiter die es nicht besser wissen, und solche die einfach glauben es besser zu wissen und dann falsch handeln.
- no comment dazu ... -

Warum kann man den Arbeitslosen nicht einen Bildungsgutschein geben, indem sie sich in der freien Marktwirtschaft selbst nach adäquaten Bildungseinrichtungen Ausschau halten, die für sie geeignet sind.


Weil die Scheine einen Haufen Geld kosten das nicht da ist?
Weil es Leute gibt die nicht aus Not heraus danach greifen würden?
Weil hoher Idealismus leider nur für Bücher und Parolen aber nciht für den Alltag taugt? Weil Menschen eben Menschen sind ...

Ich kenne Fälle da wurden Scheine bewilligt und sinnvoll genutzt und ich kenne Leute die liegen dem Staat auf der Tasche, kommen angesoffen oder bekifft in Kurse oder nehmen dann nicht am Unterricht teil und meckern später wenn sie durch eine Prüfung rasseln ...

In meinem Bekanntenkreis haben ich Selbstständie, Arbeitslose und Angestellte, ich kenne Leute die sind seit der Schule jahrelang arbeitslos und das nur weil sie den A*** nicht hochkriegen.

Es gibt Fälle da will sich einer selbstständig machen und fragt nach einem Förderprogramm und wird abgelehnt obwohl das Konzeot und die Idee gut sind, und andere bekommen füt irgendwelchen Bockmist (Imbissbude) Gründerhilfe - über Sinn oder eher Unsinn der Verteilung und Bewilligung kann man sich nicht streiten sondern nur den Kopf schütteln.
Da sind wir uns denke ich einig.

(War nicht das Konzept des Kommunismus auch eher am Menschen als am Konzept gescheitertm, auch wenn es noch so gut klang ...? - sorry wenn ich da was falsches schreibe, aber meine Fachbildung ist weit besser als meine politische ;) ....)

Und das selbstverständlich auf freiwilliger Basis. Nein man deportiert sie in die Armutsindustrie, damit dieser Industriezweig sich so richtig schön die Taschen vollmachen kann. Dieses System widert mich nur noch an. Lobbyisten verstehen es mit ihrer neoliberalen Sprache Dinge so in die Öffentlichkeit zu transportieren, dass es bei der arbeitenden Bevölkerung als ein "Rundumwohlfühlpaket" ankommt – die es noch politisch akzeptieren. Konfrontiert mit Tatsachenberichten von Arbeitslosen schütteln dann die, die noch in Lohn und Brot stehen den Kopf und äußern sich dazu wie: Alles Lügen was ihr erzählt, ihr seid nur zu faul zu arbeiten ...
Das war nun das politischste an deinem Posting ... was stimmt ist, dass man an Elend gut verdienen kann.
Das gilt für Waffenhändler, Schleuser, Rüstungsunternehmen, Drogenhändler und Zuhälter.

Dass nebenbei Schwäche und Not ausgenutzt werden um zB lohndumping zu betreiben wie es in der Startphase der Zeitarbeitsfirnen sehr sehr extrem war ... hm ja das könnte man bedingt dazu zählen.

Heike, der schon wieder schlecht wird ...
--> ich reiche dir mal gedanklich eine Spucktüte ...
 

Archimdes

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@Heikesu

ok ... Humanistin ... das ist zumindest eine angehme Sorte Mensch :D
Leider fürchte ich dass dennoch viele dieser Ideale an den Menschen scheitern

Schwarze Pädagogik ... das merke ich mir wenn ich mal wieder das Vergnügen habe eine Situation zu erleben in der mit Zwang und Druck gearbeitet wird ;)

Es gibt Menschen die gehen FREIWILLIG in Weiterbildungskurse und solche die zu ihrem "Glück" gezwungen werden.

m.E. erfolgt Zwang aber nur wenn alle anderen Mittel erschöpft sind.
Zumindest sollte es so sein, daß erst geredet wird und versucht wird zu helfen. Wer keine Hilfe aber immer Geld will und jede Arbeit ablehnt der darf -denke ich- auch gezwungen werden....

Und bitte es ist auch nicht realistisch wenn eine ungelernte Kraft für eine leichte Tätigkeit dann das selbe verdienen will wie ein Akademiker der schon durch das Studium Einkommensjahre eingebüst hat (<---- ich habe mir mein Studium selber finanziert das hat gedauert und gestresst und mich einiges an Zeit und Kraft gekostet, ich weiss dafür aber dass es aus eigener Kraft ging und bin stolz darauf es geschafft zu haben; wenn auch nicht in Rekordzeit da ich immer wieder Arbeitsphasen wegen leerer Kasse einlegen musste ... nein bitte kein Mitleid, ein Schulterklopfen reicht vollauf!)

Grüße

Archimedes
 
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