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WG - und wie siehts aus?

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Nicht offen für weitere Antworten.

doppelpack

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#1
Nachdem ich mich hier ein bisschen durchs Forum gelesen habe, haben sich bei mir neue Fragen aufgetan.


Folgende Sitation:
Zwei Schwestern (beide erhalten Hartz 4) teilen sich eine 74 qm (3 1/2 Zimmer) große Wohnung. Bei beiden werden nicht die ganzen KdU übernommen. Beide Schwestern haben bei der ArGe einen Wisch unterschrieben das keine für die andere aufkommt. Jede hat ihr eigenes Fach im Kühlschrank, geht für sich einkaufen etc. Das einzige was sie teilen ist eben die Wohung. Beide werden auch als jeweils eine BG geführt.


Jetzt zu meinen Fragen.

Wenn doch jede von beiden eine BG ist, dann sind sie doch nur eine Wohngemeinschaft, oder?
Wenn sie nur eine WG bilden, wie werden dann die 74 qm aufgeteilt? Wenn man das durch 2 teilt, hätten ja beide nur 37qm Wohnraum zur Verfügung- wären also somit nicht über der 45qm Grenze für eine Einzelperson.
Müssten dann nicht auch die ganzen KdU bzw. die Höchstgrenze übernommen werden?
 

doppelpack

Elo-User/in

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#2
Der Hauptmieter legt die Miete für den Untermieter fest.
Beide Schwestern sind Hauptmieter. Sie stehen beide im Mietvertrag als Mieter drin.
 

redfly

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#3
Wozu? Jede Partei kann einen Mietvertrag vom "Hauptvermieter" vorlegen. Es handelt sich hier um eine Wohngemeinschaft. Die Miete wird dann gleichmäßig auf 2 Personen verteilt.
 
E

ExitUser

Gast
#5
Würde ich ja auch so sehen, sehe aber auch, daß die Arge das wahrscheinlich ganz anders sieht.:icon_eek:
Dann ist gegen diesen Leistungsbescheid ein Widerspruch einzulegen.
 

jane doe

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#6
AW: nebel

Ich nehme mal an, daß die 74 qm das Problem sind. Dadurch ergeben sich höhere Kosten, als wenn man die Höchstgrenze der qm für einen 2 Personenhaushalt zugrunde legt - das wären ja höchstens 60 bis 65 qm.
eine annahme ist keine begründung. bei wg-en wird immer pro kopf verteilt, dh qm und miete. wenn beides angemessen ist, ist auch die whg angemessen.
 
E

ExitUser

Gast
#7
Das ist eine mögliche Erklärung.

Aber auch hier gilt, einen Widerspruch einzulegen und rechtsanwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Den ganzes Kappes habe ich hier vor 4 Jahren durchgezogen.
 

redfly

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#9
Der Wohnraum liegt bei 37 m² pro Person. Die Miete wird auf 2 Personen verteilt. Aber da die ARGE anscheinend nicht die volle Miete übernimmt, hilft hier nur ein Widerspruch. Den muß aber jeder für sich einlegen. Alles klar. Ich denke jetzt dürften alle Fragen geklärt sein.
 
E

ExitUser

Gast
#10
@garnichtgut:

Redfly und ich haben doch das Procedere beschrieben und auch der Rat um rechtsanwaltliche Hilfe wurde gegeben.

Es bringt ja nun gar nichts, die Flinte ins Korn zu werfen, wenn die Erfolgsaussichten gerade sehr hoch sind.
 
E

ExitUser

Gast
#11
@garnichtgut:

Ich bezog mich hierauf:
Das denke ich nicht. Wir kennen doch die FM Tünnesse.
Und da wir sie kennen, sollten wir sie auch in die Schranken weisen. :icon_smile:

Kann die Arge gesetzlich (mit Erfolg) dagegen vorgehen wenn man einen Mietvertrag vorlegt in dem die Vermieterangaben - Name, Adresse etc. - geschwärzt sind?
Dieser Mietvertrag wäre ja dann völlig unsinnig, da ja Dein Vertragspartner aus dem Vertrag nicht hervorgeht.
 
E

ExitUser

Gast
#12
In dem Thread "ARGE fordert Vermieterbescheinigung" geht es ja nicht um das Schwärzen eines Mietvertrages. :icon_smile:
 
E

ExitUser

Gast
#13
@garnichtgut:

Ich habe es gelesen und auch dementsprechend geantwortet.

Aber ich glaube, dass wir uns nun viel zu sehr von der ursprünglichen Frage von doppelpack entfernen.
 

doppelpack

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#14
Ist doch wunderbar. Dann legt jede einen Mietvertrag vor und bekommt jeweils die Obergrenze der KdU
Jede hat den Mietvertrag bei Antragsstellung abgeben und keine von beiden bekommt die Obergrenze der KdU.

Steht einem die Obergrenze der KdU überhaupt in jedem Fall zu?

warum wird nicht die ganze kdu übernommen?
Begründung der ArGe ist das die KdU nicht angemessen sei.

Aber auch hier gilt, einen Widerspruch einzulegen und rechtsanwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Das wird dann wohl auch geschehen. Geht dies denn auch wenn der Antrag schon läuft bzw. schon lange bewilligt ist?


Vielleicht noch ein paar Eckdaten.

Die Miete beläuft sich auf knapp 467 Euro Kaltmiete.
Die Obergrenze eines 1-Personenhaushaltes beträgt hier 216 Euro. Bei einem 2 Personenhaushalt beliefe sich die Obergrenze auf 270 Euro. Beide Schwestern bekommen jeweils 188 Euro irgendwas.

Da kann dann ja was nicht stimmen, oder?
 
E

ExitUser

Gast
#15
Hallo doppelpack,

Geht dies denn auch wenn der Antrag schon läuft bzw. schon lange bewilligt ist?
ich frage mal nach:

Wann wurden die Anträge gestellt und wann kamen die Bescheide?

Zunächst ist es so, dass auch wenn die KdU nicht angemessen sein sollte, diese, solange keine Aufforderung zur Senkung der KdU erfolgt, zunächst zu übernehmen ist.
 

Rounddancer

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#16
Wenn doch jede von beiden eine BG ist, dann sind sie doch nur eine Wohngemeinschaft, oder?
Wenn sie nur eine WG bilden, wie werden dann die 74 qm aufgeteilt? Wenn man das durch 2 teilt, hätten ja beide nur 37qm Wohnraum zur Verfügung- wären also somit nicht über der 45qm Grenze für eine Einzelperson.
Müssten dann nicht auch die ganzen KdU bzw. die Höchstgrenze übernommen werden?

Ja.

Ich mußt ja hier kürzlich auch umziehen,- mit meiner 2er-WG. Und anfangs versuchte der SB auch bei mir, die WG als BG mit 2 Personen runterzubrechen,- um KdU zu sparen.
Doch ich legte ihm das diesbezügliche BSG-Urteil-Aktenzeichen, das hier im Forum zu finden ist, vor, und das BSG-Urteil, das Im roten Buch Sozialhilfe/Alg II von 2008 drinsteht.
Und da steht drin, daß WG-Bewohner wie Einzelpersonen zu rechnen sind, sowohl, was Regelsatz, als auch Höchstgrenze bei den KdU angeht.

ABER: Die Flächenvorgaben im SGB II sind Maximal-Angaben, d.h. die 45-50qm, die der Einelperson zustehen, sind maximale Flächengrenzen. Entscheidend ist die sich noch immer nach den sechs Sozialhilfe-Ortsklassen richtenden Kaltmiete-Höchstgrenzen in Euro. Das bedeutet: Für jede der beiden WG-Bewohner darf die Hälfte der Kaltmiete das finanzielle lokale Limit nicht überschreiten.
Und da ist es dem Jobcenter egal, ob für man für diese Kaltmiete 2*45-50qm kriegt, oder eine Hundehütte mit begehbarem Kleiderschrank, und Etagenbett mit zusammen 15 qm,- oder irgendwas zwischendrin.
 

redfly

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#17
Sofort Widerspruch einlegen! Hier weiter zu diskutieren bringt dir auch nicht die volle Miete.
 

doppelpack

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#19
...Doch ich legte ihm das diesbezügliche BSG-Urteil-Aktenzeichen, das hier im Forum zu finden ist, vor, und das BSG-Urteil, das Im roten Buch Sozialhilfe/Alg II von 2008 drinsteht.
Und da steht drin, daß WG-Bewohner wie Einzelpersonen zu rechnen sind, sowohl, was Regelsatz, als auch Höchstgrenze bei den KdU angeht.
Ich glaube ich bin zu blöd. Kann mir jemand sagen wo ich das Urteil bzw. die Aktenzeichen finde?
 
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