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WG Mitbewohner KÜndigunsfrist?

neudus

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Hallos zusammen !

Ich und mein Mitbewohner haben zusammen den Mietvertrag unterschrieben.
Der Mitbewohner zieht jetzt aus. Kann er sofort ausziehen oder muss er eine Kündigungsfrist einhalten?

Ich beziehe SGB 2 Leistungen und möchte um Kostenübernahme bitten solange ich einen neuen WG Partner gefunden habe bzw. eine neue Wohnung.

Danke :)
 
E

ExitUser

Gast
Wenn es kein befristeter Mietvertrag ist, muss er sich auch an die Kündigungsfristen halten. Wieso willst du aber seine Miete übernehmen, wenn er selbst im Mietvertrag steht? Da müsste man Vertrag sehen, aber eher ist es doch dann eine Sache zwischen ihm und dem Vermieter.

Fairerweise schlägt er dir drei Kandidaten für seine Nachfolge vor und gut ist ...
 

Fritz Fleißig

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Nur mal vom Mietrecht her betrachtet und die Kostenübernahme nach SGB II völlig außen vor gelassen:

Ihr macht es euch wahrscheinlich ein bißchen zu einfach. Wenn ihr beide den Mietvertrag unterschrieben habt, seid ihr beide gleichberechtigte Hauptmieter und haftet gesamtschuldnerisch für die gesamte Miete gegenüber dem Vermieter. Eine Kündigung können nur beide Hauptmieter gemeinsam aussprechen, nicht aber einer der beiden Mieter für "seinen Teil" des Mietvertrages. Ein Mieter kann zwar jederzeit ausziehen, dennoch bleibt er im Mietvertrag und haftet weiterhin für die Miete.

Ein Mieterwechsel, also die Entlassung eines der Hauptmieter aus dem Vertrag und gegebenenfalls die Aufnahme einer anderen Person in diesen, ist nur mit Zustimmung des Vermieters möglich. Ich nehme mal nicht an, daß so etwas schon vorab im Mietvertrag geregelt ist - sonst würdest du nicht fragen. Ob der Vermieter dem überhaupt zustimmt und zu welchem Termin, solltet ihr zunächst mit diesem aushandeln und nach Möglichkeit schriftlich festlegen.
 

neudus

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Ich möchte nicht seine Miete übernehmen. Es geht darum das ich hier wohnen bleiben möchte und einen neuen WG Partner suche. Wenn er nur ausziehen möchte dann kann er es ja auch, meinte der Vermieter. Der Vermieter möchte nur seine Miete haben wie und von wo ist ihm egal. Er ist sehr locker....

Also muss ich jetzt auch Kündigen? Was sage ich dem jobcenter ?
 

Fritz Fleißig

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@neudus

Solange ihr mit dem Vermieter eine Einigung treffen könnt, ist alles problemlos. Dann kann auch jeder beliebige Wechseltermin ausgehandelt werden. Eine Kündigung ist dann überhaupt nicht notwendig.

Eine Vereinbarung könnte dann etwa so aussehen: "Mieter X wird mit Wirkung zum ... aus dem Mietvertrag entlassen, Person Y wird zum selben Termin neu aufgenommen". So eine Vereinbarung sollten alle Beteiligten (du, der ausscheidende Mieter X, der Vermieter und später auch der Neumieter Y) unterzeichnen. Eventuell auch regeln, wie das mit der Nachzahlung/Erstattung für Betriebskosten für die Zeit, in der X noch dort wohnte, gehandhabt werden soll.

Nur muß der Vermieter damit einverstanden sein. Die "Lockerheit" kann sehr schnell zu Ende sein, wenn der Vermieter fürchten muß, sein Geld nicht mehr regelmäßig zu bekommen. Beispielsweise wenn der neue Mieter nicht so zahlungskräftig ist wie der alte. Deswegen hat der Vermieter da auch ein Wörtchen mitzureden, beziehungsweise ihr könnt das nicht ohne ihn einfach so entscheiden.
 
E

ExitUser

Gast
Also muss ich jetzt auch Kündigen? Was sage ich dem jobcenter ?
Wieso? Findest du keinen Nachmieter?

Dann kannst du die Übernahme der Umzugskosten beantragen.

Das Amt wird sich auf den Mietvertrag berufen und sicher nicht den Mietanteil deines Mitbewohners übernehmen.
 

Pendlerin

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Wenn der Vermieter so tolerant ist: Stelle deine WG doch bei WGgesucht ein. Wann dann wer ein oder auszieht kann ja der/die neue Bewohnerin dann mit dem jetzigen Auszugswilligen bekackeln.

Grüssle von der Pendlerin
 
E

ExitUser

Gast
Wenn der Vermieter so tolerant ist: Stelle deine WG doch bei WGgesucht ein. Wann dann wer ein oder auszieht kann ja der/die neue Bewohnerin dann mit dem jetzigen Auszugswilligen bekackeln.
Du hast den Eingangsbeitrag offenbar nicht gelesen oder nicht verstanden. Das geht nur, wenn im Mietvertrag nur ein Hauptmieter steht, der untervermieten darf. Dann haftet der für alle Zahlungen und alle Schäden an der Sache und kannsich seine VErtragspartner allein aussuchen.

Stehen - wie hier - beide Bewohner gleichberechtigt als Hauptmieter im Mietvertrag, dann kann der sich verpfeifende nicht bestimmen, mit wem die übrigen Parteien - Vermieter und Mitbewohner - eine neue Vereinbarung zu schließen haben.

Wenn er nur ausziehen möchte dann kann er es ja auch, meinte der Vermieter. Der Vermieter möchte nur seine Miete haben wie und von wo ist ihm egal. Er ist sehr locker ...
Kann man so sehen. Mit dem Auszug alleine wird keiner der Bewohner aus dem Mietvertrag entlassen und kann weiterhin für die gesamte Miete in Anspruch genommen werden.
Zieht der Bewohner nicht nur aus, sondern kündigt auch den Mietvertrag, dann hat auch der verbleibende Mieter ein Problem, sofern der Vermieter in Anbetracht der wirtschaftlichen Verhältnisse den Vertrag nicht mit ihm allein geschlossen hätte. Dann ist auch mit ihm in der Regel keine Einigung über den Abschluß eines neuen Mietvertrages zu erzielen. Dazu kommt noch, daß für Dich allein die Wohnung möglicherweise unangemessen ist ...

Das sind so Probleme, auf die man sich mit dem Abschluß eines solchen Vertrages einläßt. Wenn man Glück hat, darf man als solchen Erfahrungen nicht nur klug werden, sondern diese auch beim nächsten Vertragsschluß berücksichtigen.

Also muss ich jetzt auch kündigen?
Nein. Wie denn, solange Du keine neue Wohnung hast?

Was sage ich dem jobcenter ?
Dort solltest Du schnellstmöglich aufschlagen und die Situation darlegen:
Mitbewohner ist ausgezogen. Sofern er nicht gekündigt hat ist anzunehmen, daß er seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen wird und Du über kurz oder lang mit Mietschulden dasitzt. Und da die Vermieter heutzutage eine Bescheinigung des Vorvermieters verlangen, daß Du solche nicht hast, kriegst Du dann auch keine neue Wohnung ...

Will das JC also nicht mehr KdU zahlen, bis Du dem Vermieter einen neuen Vertragspartner schmackhaft gemacht hast, muß es wohl oder übel zur Vermeidung von Obdachlosigkeit der Wohnungssuche und einem Umzug zustimmen und die Kostenübernahme zusagen.
 
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