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wg. Arbeitssuchend-Meldung vom Arbeitsamt Begutachtung angefordert

Status
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wachsam

Elo-User/in

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#1
Hallo,

ich bin noch neu hier und schreibe, weil ich bezüglich des Arbeitsamtes sehr verwundert und auch verärgert bin.

Folgender Sachverhalt:

Ich bin letzte Woche beim Arbeitsamt erschienen um mich nach 6jähriger Pause aufgrund von Krankheit arbeitssuchend zu melden. (dem Arbeitsamt ist meine Krankheit nicht bekannt, da ich selbst den letzten Job deswegen gekündigt hatte und freiwillig auf Leistungen des Arbeitsamtes damit verzichtet hatte. Ich hoffte schnell wieder auf die Beine zu kommen. Das erwies sich als schwieriger als gedacht und dauerte 6 Jahre bis ich mit meiner Erkrankung, die nicht heilbar ist, leben konnte und wieder fit wurde. Anstrengungen dazu wurden ausschliesslich von mir selbst unternommen. - Mit Erfolg.).

Auf dem Arbeitsamt wurde ich, kaum dass die Sachbearbeiterin in den Computer gesehen hatte, mit immer wieder den gleichen Fragen konfrontiert: Wann haben Sie aufgehört zu arbeiten? Was war ihr letzter Arbeitsplatz? Warum haben Sie aufgehört? -- Die Fragen wurden mir mehrmals im Gespräch gestellt, so als sei ich bescheuert.

Ich erzählte, dass ich aufgrund von Kranheit den letzten Arbeitsplatz selbst gekündigt hatte. Dann die Frage der Sachbearbeiterin: Sind Sie jetzt wieder ganz gesund? Ich: Ich bin arbeitsfähig. Sie: Sind Sie jetzt wieder ganz gesund? Ich: Ich bin arbeitsfähig. ... Es half nichts, ich nannte ihr die Krankheit aufgrund dessen ich aufgehört hatte zu arbeiten und schilderte, dass ich mich in den 6 Jahren wieder selbst fit gemacht hätte.

Sie drehte meine Bewerbung in den Händen und fragte auch da Sachen ab, die dort schon drin standen. ... Ich hatte ein komisches Gefühl.

Sie gab mir einen Termin für Mitte November und einen Qualifikationsbogen zum Ausfüllen... der auch wieder das beinhaltete, was sie gerade in ihrem Computer von mir abgefragt und von der Bewerbung abgelesen eintrug.

Zu Hause angekommen füllte ich den Bogen sofort aus und brachte ihn wieder zum Arbeitsamt zurück (eigentlich hätte ich bis Anfang November dazu Zeit gehabt).

Ich gab diesen Bogen und meine Bewerbung am Empfang des Arbeitsamtes ab. Die Dame guckte in den Computer und meinte dass ich ja in einer Woche einen Termin hätte. Erstaunt gab ich ihr die Einladung für Mitte November. Sie ging damit zur Sachbearbeiterin und kam nach 20 min. zurück. Die Einladung hatte die Sachbearbeiterin einbehalten und ich bekam diesen neuen Termin auf einem Notizzettel bestätigt. Es stand komischerweise eine andere Zimmernummer, wo ich mich zu melden hatte, drauf.

Heute finde ich Post vom Arbeitsamt in meinem Briefkasten.

Eine Bestätigung der neuen Einladung und ein umfangreicher Gesundheitsfragebogen zur Vorbereitung einer Begutachtung durch den Ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit, in dem es heisst, dass die Angaben freiwillig sind, wurden mir zugesandt.

Anbei auch Entbindungen der Schweigepflicht für behandelnde Ärzte, des Rentenversicherungsträgers, Entlassungsberichte der Kliniken, des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, der Berufsgenossenschaft, des Arztes des Gesundheitsamtes, des Sozialgerichtes.

Ich war erstaunt und sauer. Ich denke gar nicht daran so etwas auszufüllen, geschweige denn zu unterschreiben.

Ist das nicht rechtswidrig?

Was kann passieren, wenn ich mich weigere dieses Machwerk auszufüllen und zu unterschreiben?

Ausserdem möchte ich jetzt auch mal meine Akte beim Arbeitsamt sehen. Habe ich ein Recht darauf?

Das Verhalten der Sachbearbeiterin war doch mehr als merkwürdig.

Zusätzliche Info:
Ich bin seit meiner Kindheit schwerbehindert (Ausweis).
Ich habe eine Ausbildung für Führungspositionen und auch in solchen gearbeitet.
 

Muzel

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#2
Ich würde an deiner Stelle mit den Ärzten deines Vertrauens über diese Situation sprechen und diese dann von der Schweigepflicht entbinden. Verpflichtet bist du nicht irgendeinen Arzt von der Schweigepflicht zu entbinden. Aber du bist verpflichtet, wenn du von deinem Arbeitsamtsarzt eingeladen wirst, zu erscheinen.
 

wachsam

Elo-User/in

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#4
Da ich sowieso keine Leistungen kriege und auch keine beantragt habe, habe ich nicht vor zum Amtsarzt zu gehen!

Da führt kein Weg rein!

Ich lasse mich nicht vergewalten!


Ich wollte von denen ein Jobangebot - mehr nicht!

Was passiert, wenn ich mich weigere??

Da ich keine Leistungen vom Arbeitsamt beziehe, können die wohl nichts tun.
 

alvis123

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#5
Hi, wachsam..

ich denke, wenn Du von denen was willst, musste auch nach deren Pfeife tanzen. Der SB muss sich halt an die Anweisungen halten. Was ist, wenn er Dich in was vermittelt, wozu Du nicht fähig bist oder Dir sogar schadet? Mir an dessen Stelle wäre die Gefahr auch zu gross und ich würde mich auch via Amtsarzt absichern.
Auch ich bin behindert.
Da Du ja schreibst, Du bräuchtest nur ein Stellenangebot, so steht es Dir doch frei, Dich in den Stellenangeboten vom Amt umzusehen. Ich verstehe hier Deine Aufregung nicht ganz. Sicher, Du bezahlst Steuern und Abgaben, von denen der SB bezahlt wird. Aber ich denke mal, der wird einen Teufel für Dich tun, wenn Du nicht kooperierst.

MfG
 

Muzel

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#6
Wachsam, ich hatte das gleiche Problem wie du. Ich habe die Tante auf dem Amt gefragt, wieso man mich als Nichtleistungsbezieherin zum Amtsarzt schicken kann. Da wurde mir erklärt, die Anrechnungsjahre für die Rentenversicherung wären auch Leistungen und deshalb könnte man mich auch zum Amtsarzt schicken. Schön, nicht, ich war auch total glücklich.
 

Martin Behrsing

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#7
Die haben wenig Interesse daran, dich zu vermitteln - und das müssen sie, wenn Du dich Arbeit suchend meldest. außerdem bist du dann in der Statisitk verzeichnet.
Leider musst Du auch der Vermittlung zur Verfügung stehen, sonst kann die eingestellt werden. Und dabei gelten dann die mitwirkungspflichten.
Allerdings muss die Arbeitsagnetur das geringste Mittel anwenden und da dürften Bescheinigungen von Ärzten reichen, dass du wieder erwerbsfähig bist und keinerlei Einschränkungen für deinen Beruf hast.
Da ich sowieso keine Leistungen kriege und auch keine beantragt habe, habe ich nicht vor zum Amtsarzt zu gehen!

Da führt kein Weg rein!

Ich lasse mich nicht vergewalten!


Ich wollte von denen ein Jobangebot - mehr nicht!

Was passiert, wenn ich mich weigere??

Da ich keine Leistungen vom Arbeitsamt beziehe, können die wohl nichts tun.
 
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