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Westerwelle will "geistig-politische" Wende erreichen

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Fortunatus

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#1
Quelle: Westerwelle will "geistig-politische Wende" erreichen - Yahoo! Nachrichten Deutschland

Zitate:
Der FDP-Vorsitzende und Vizekanzler Guido Westerwelle will mit der neuen Bundesregierung eine "geistig-politische Wende" in Deutschland herbeiführen. Ziel sei es, wegzukommen "von immer stärkerer Abkassiererei bei denjenigen, die den Karren ziehen"...

...Das zurückliegende Jahrzehnt sei "eines der übertriebenen Umverteilung" gewesen. Das neue solle "für Leistungsgerechtigkeit stehen"....



Tja, liest sich für mich wieder so, dass wohl die Transferempfänger schuld am Unterang der Mittelschicht sein sollen und Guido wird aufräumen. Immer schön die Menschen gegeneinander ausspielen, eine Dolchstoßlegende generieren und die eigene falsche Ideologie vorantreiben.
 
E

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#2
Quelle:
Tja, liest sich für mich wieder so, dass wohl die Transferempfänger schuld am Unterang der Mittelschicht sein sollen und Guido wird aufräumen. Immer schön die Menschen gegeneinander ausspielen, eine Dolchstoßlegende generieren und die eigene falsche Ideologie vorantreiben.
und wo liest Du das?
 
E

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#3
Das ließt sich aber ganz deutlich aus den Worten Westerwelles heraus.

Herr Westerwelle lässt sich aber nicht darüber aus, dass diejenigen, die den "Karren ziehen", auch diejenigen waren, die den Karren vor die Wand gefahren und die Krise verursacht haben.

Erst vor wenigen Tagen noch habe ich durch einen Unternehmer gehört, dass z.B. DIE LINKE. nur die Faulen stützt und bei den Leistungsträgern abkassieren will.

Es stellt sich die Frage, wer denn eigentlich die Leistungsträger nach der FDP-Definition sind?

In meiner Ansicht sind die Leistungsträger jene, die Tag für Tag für einen geringen Lohn 8, 12, oder 16 Stunden schuften, um dann, am Monatsende, ihren Lohn auch noch durch staatliche Leistungen aufstocken zu müssen.

Aber auch jene, die derzeit keiner Arbeit nachgehen und eine vollständige Transferleistung erhalten, sind Leistungsträger. Sie schreiben, Tag für Tag, Bewerbungen, nehmen an unsinnigen Maßnahmen teil, werden in 1€-Jobs zum Zwecke ihrer Ausbeutung und der Gewinnmaximierung der Träger gezwungen. Das ist schon parasitäres Unternehmerverhalten. Ich grüße Sie, Herr Clement ...

Ich hege, nicht ganz unbegründet, die Hoffnung, dass die schwarz/gelbe Koalition ohnehin zerbrechen und es Neuwahlen geben wird. Die Wahlen in NRW werden hier von ganz entscheidender Bedeutung sein (müssen).
 
E

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#4
hallole ihr lieben,

das was fortunatus meint sagt er ja nicht so direkt der guido. aber er droht unterschwellig wo er gerne kürzen wolle.

er spricht auch einen berufsstand an, in dem ich selbst gearbeitet hab, bis 2004, dann hab ich mich weitergebildet, bekam einen vermeintlich besseren tarif. der ist inzwischen brutto niedriger als meine vergütung von vor 2004. also hab ich alles in allem weniger lohn erhalten und somit eine massive lohnkürzung erfahren in den letzten jahren :confused: der hätt doch dann steigen müßen? meine steuerlichen abgaben sind ja gesunken.

liebe grüße von barbara
 
E

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#5
Das ließt sich aber ganz deutlich aus den Worten Westerwelles heraus.

Ich lese nur irgendwelche Wortfetzen, die irgendetwas sagen sollen, aber sich keinesfalls konkret auf die Elos beziehen. Genauso könnte man herauslesen, das er die Reichen stärker zur Kasse bitten will.

Herr Westerwelle lässt sich aber nicht darüber aus, dass diejenigen, die den "Karren ziehen", auch diejenigen waren, die den Karren vor die Wand gefahren und die Krise verursacht haben.

"Fleißigen Menschen von der Krankenschwester über den Handwerker bis zum Mittelständler wird viel zu viel von ihren Einkommen abgenommen."
Die haben den Karren in den Dreck gezogen?

Erst vor wenigen Tagen noch habe ich durch einen Unternehmer gehört, dass z.B. DIE LINKE. nur die Faulen stützt und bei den Leistungsträgern abkassieren will.

Die Politik- und Medienverdummung hat hier voll gewirkt. (auch wenn ich weiterhin nichts von dieser Partei halte)

Es stellt sich die Frage, wer denn eigentlich die Leistungsträger nach der FDP-Definition sind?

siehe 2 weiter oben

In meiner Ansicht sind die Leistungsträger jene, die Tag für Tag für einen geringen Lohn 8, 12, oder 16 Stunden schuften, um dann, am Monatsende, ihren Lohn auch noch durch staatliche Leistungen aufstocken zu müssen.

siehe 3 weiter oben und "Die Politik schafft sich ihre Armen...."
:icon_wink:

Aber auch jene, die derzeit keiner Arbeit nachgehen und eine vollständige Transferleistung erhalten, sind Leistungsträger. Sie schreiben, Tag für Tag, Bewerbungen, nehmen an unsinnigen Maßnahmen teil, werden in 1€-Jobs zum Zwecke ihrer Ausbeutung und der Gewinnmaximierung der Träger gezwungen. Das ist schon parasitäres Unternehmerverhalten. Ich grüße Sie, Herr Clement ...

Ich hege, nicht ganz unbegründet, die Hoffnung, dass die schwarz/gelbe Koalition ohnehin zerbrechen und es Neuwahlen geben wird. Die Wahlen in NRW werden hier von ganz entscheidender Bedeutung sein (müssen).
Dann käme es entweder wieder zu Schwarz-Rot oder Schwarz-Rot-Grün oder Schwarz-Rot-Gelb.

Ich warte mal, bis er konkret wird, dann kann ich mir eine Meinung bilden.
 

Fortunatus

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#6
Noch ein Zitat aus dem Artikel:

"Fleißigen Menschen von der Krankenschwester über den Handwerker bis zum Mittelständler wird viel zu viel von ihren Einkommen abgenommen." Das zurückliegende Jahrzehnt sei "eines der übertriebenen Umverteilung" gewesen.


Gut, wo lese ich das raus. Mir ist aus dem Wahlkampf noch bewusst, dass sich der Herr W. darüber echauffiert hat, dass es in Deutschland "kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit" gebe. Womit er die Arbeitslosen gemeint hat. Es ist bekannt, dass die FDP am liebsten die Bundesagentur für Arbeit auflösen möchte und Gelder defacto bei den Arbeitslosen gespart werden sollen. In dem neuen Interview spricht Westerwelle davon, dass man den Fleißigen Menschen in Deutschland zu viel vom Einkommen abnehmen würde, da man das letzte Jahrzehnt zu viel umverteilt habe. Der Vorwurf von der Umverteilung kam in den letzten Jahren vor allem von den Erwerbslosengruppen, Linken, Sozialorganisationen usw. Da bekannt ist, dass Westerwelle mit der Umverteilung nicht die von unten nach oben meint, sondern seiner Meinung nach die Leistungsträger dieser Gesellschaft zu stark belastet seien (Arbeit muss sich wieder lohnen), will er den Spieß umdrehen. Also ist die negative Reallohnentwicklung wohl seiner Meinung nach darauf zurückzuführen, dass die "Transferleistungsempfänger" die Leistungsträger der Gesellschaft immer stärker belastet hätten. So werden mehrere Fliegen auf einmal geschlagen. Die Krankenschwester verdient wohl ergo nur noch so wenig, weil die Sozialabgaben für die Arbeitslosen schuld daran sind und nicht, dass in dem Bereich immer mehr Lohndumping betrieben wurde. Die Umverteilung habe wohl laut W. genau umgekehrt stattgefunden, allen Statistiken zum Trotz. Damit sollen meiner Meinung nach wieder einmal Arbeiter und Angestellte gegen Arbeitslose in Position gebracht werden.
 
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#7
Lieber Sancho,

dass Herr Westerwelle Handwerker und Krankenschwestern benannt hat, habe ich durchaus gelesen. Er hat sie aber nicht gemeint. Und deswegen mein Satz, dass er sich nicht darüber ausgelassen hat.

In der politischen Diskussion steht der Begriff Leistungsträger ganz klar für die Elite. Das war schon immer so gewesen. Damit sind faktisch die von Herrn Westerwelle benannten Berufsgruppen ausgeschlossen, bzw. von ihm nur vorgeschoben.
 
E

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#8
Lieber Sancho,

dass Herr Westerwelle Handwerker und Krankenschwestern benannt hat, habe ich durchaus gelesen. Er hat sie aber nicht gemeint. Und deswegen mein Satz, dass er sich nicht darüber ausgelassen hat.

In der politischen Diskussion steht der Begriff Leistungsträger ganz klar für die Elite. Das war schon immer so gewesen. Damit sind faktisch die von Herrn Westerwelle benannten Berufsgruppen ausgeschlossen, bzw. von ihm nur vorgeschoben.
Es ist aber nichts handfestes, denn es ist zu Oberflächlich was in dem Artikel steht, keine richtigen Aussagen usw.

Wenn jetzt (mal wieder) eine Kampagne gestartet wird, kann er seine Aussagen mit genau dem Gegenteil "konkretisieren" und was wäre dann gewonnen?

Es wird z. B. geschrieben, das die Mittelschicht. die Arbeiter und die Elos für die Krise zahlen sollen, weil Westerwelle es angeblich so gemeint hat. Dann kommt Westerwelle und sagt "nö, ich meinte, das die Mittelschicht, die Arbeiter und die Elos eben nicht dafür bezahlen sollen, was die Reichen und Superreichen verschuldet haben".

Der Artikel gibt nichts her, ist Oberflächlich und sagt somit auch garnichts aus.

Aber als Wahltaktik kann man es sehen.
 
E

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#9
Noch ein Zitat aus dem Artikel:

"Fleißigen Menschen von der Krankenschwester über den Handwerker bis zum Mittelständler wird viel zu viel von ihren Einkommen abgenommen." Das zurückliegende Jahrzehnt sei "eines der übertriebenen Umverteilung" gewesen.


Gut, wo lese ich das raus. Mir ist aus dem Wahlkampf noch bewusst, dass sich der Herr W. darüber echauffiert hat, dass es in Deutschland "kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit" gebe. Womit er die Arbeitslosen gemeint hat. Es ist bekannt, dass die FDP am liebsten die Bundesagentur für Arbeit auflösen möchte und Gelder defacto bei den Arbeitslosen gespart werden sollen. In dem neuen Interview spricht Westerwelle davon, dass man den Fleißigen Menschen in Deutschland zu viel vom Einkommen abnehmen würde, da man das letzte Jahrzehnt zu viel umverteilt habe. Der Vorwurf von der Umverteilung kam in den letzten Jahren vor allem von den Erwerbslosengruppen, Linken, Sozialorganisationen usw. Da bekannt ist, dass Westerwelle mit der Umverteilung nicht die von unten nach oben meint, sondern seiner Meinung nach die Leistungsträger dieser Gesellschaft zu stark belastet seien (Arbeit muss sich wieder lohnen), will er den Spieß umdrehen. Also ist die negative Reallohnentwicklung wohl seiner Meinung nach darauf zurückzuführen, dass die "Transferleistungsempfänger" die Leistungsträger der Gesellschaft immer stärker belastet hätten. So werden mehrere Fliegen auf einmal geschlagen. Die Krankenschwester verdient wohl ergo nur noch so wenig, weil die Sozialabgaben für die Arbeitslosen schuld daran sind und nicht, dass in dem Bereich immer mehr Lohndumping betrieben wurde. Die Umverteilung habe wohl laut W. genau umgekehrt stattgefunden, allen Statistiken zum Trotz. Damit sollen meiner Meinung nach wieder einmal Arbeiter und Angestellte gegen Arbeitslose in Position gebracht werden.
"kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit"
sowas hatte auch mal ein Herr Klaus Ernst gesagt und der ist nicht von der FDP.
 

Arania

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#10
Bevor die schwarz-gelbe Koalition zerbricht friert die Hölle ein, die sind es gewohnt Sachen auszusitzen
 

Paolo_Pinkel

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#11
Dazu auch ein treffender Artikel vom SF mit dem Titel: Zahltag. Man beachte die Passage "schwarze Liste". Das Logo der besagten Partei, sowie der Slogan. Passt m.M.n.
 

Mario Nette

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#13
@Sparks
Nachdem, was ich so verfolgt habe, haben einige Vertreter unterschiedlicher Parteien - auch und gerade von Die.Linke - versucht, den Begriff "Leistungsträger" umzudeuten, nämlich auf die Menschen, die man gern auch als "qualifizierte Arbeiter" bezeichnen kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Herr Westerwelle, wo doch die Unterstützung der "Elite" in Diskussionen momentan wegen Wirtschafts- und Finanzkrise politisch nicht korrekt ist, sich derart geistlos an den Pranger stellt. Und wir können uns auch gern an den Schlachtgesang "Mehr Netto vom Brutto" erinnern, der natürlich nicht zwangsweise nur die Elite meint (ja meinen kann, denn woher bekommen die ihr Geld - aus Lohnarbeit?), sondern alle, die Arbeitnehmer sind.

Mario Nette
 
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#14
Darauf wollte ich hinaus. Die Regierung ist auf NRW "angewiesen". Da bietet es sich an, schon mal "Lieb Kind" zu machen.

Es darf nicht vergessen werden, dass Herr Westerwelle noch im September härtere Sanktionen bei Hartz IV gefordert hat.
Die Linken werden zwar wahrscheinlich in den Landtag einziehen, aber keine größere Rolle in der Politik dort spielen.
 
E

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#15
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Herr Westerwelle, wo doch die Unterstützung der "Elite" in Diskussionen momentan wegen Wirtschafts- und Finanzkrise politisch nicht korrekt ist, sich derart geistlos an den Pranger stellt.
Das ist ja der Punkt. Herr W. wird sich hüten, die sog. "Elite" öffentlich zu unterstützen. Deswegen bietet es sich ja förmlich an, Arbeitnehmer in einem Atemzug mit dem Begriff "Leistungsträger" zu nennen. Von der Elite selbst hört man zu diesem Verhalten entsprechend wenig bis gar nichts. Und gerade das sollte doch einem zu denken geben.

Nein, Herr Westerwelle und seine FDP sind Lichtjahre davon entfernt, Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Deutschland zu entlasten. Aber das geht ja auch schon aus dem von Paolo Pinkel verlinkten Artikel hervor ...
 
E

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#16
Die Linken werden zwar wahrscheinlich in den Landtag einziehen, aber keine größere Rolle in der Politik dort spielen.
Du wirst es mir wahrscheinlich nicht glauben. Aber auch mit nur geringer Anzahl können Abgeordnete einer Fraktion durchaus beachtliches erreichen.

Ich will hier keine Werbung für DIE LINKE. machen. Aber ich sage ganz klar, dass Schwarz-Gelb in NRW verhindert werden muss.
 
E

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#17
Du wirst es mir wahrscheinlich nicht glauben. Aber auch mit nur geringer Anzahl können Abgeordnete einer Fraktion durchaus beachtliches erreichen.

Ich will hier keine Werbung für DIE LINKE. machen. Aber ich sage ganz klar, dass Schwarz-Gelb in NRW verhindert werden muss.
Was haben die bisher in Nds erreicht oder in anderen Bundesländern?

Als Opposition hat man kaum Einfluss auf die Landespolitik, vielleicht in den Kommunen, wenn man eine größere Fraktion oder den OB stellt.

Ich denke aber trotzdem, das die in NRW mehr an Prozenten erreichen als z. B. in Bayern. (da lag aber aber eher an denen selbst)
 
E

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#18
hallole ihr lieben,

so wie spark sagt, fühle ich mich in meinem beruf nicht als "leistungsträger" angesprochen. mich meint er definitiv nicht! und die handwerker und facharbeiter auch nicht! der meint ab 100 000€ jährlich aufwärts mit seiner klientel an "leistungsträgern"

wie schon gesagt meine sozialabgaben sind gesunken, mein bruttolohn aber auch, und zwar mehr als die steuerliche und soziale belastung.

liebe grüße von barbara
 
E

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#19
hallole ihr lieben,

so wie spark sagt, fühle ich mich in meinem beruf nicht als "leistungsträger" angesprochen. mich meint er definitiv nicht! und die handwerker und facharbeiter auch nicht! der meint ab 100 000€ jährlich aufwärts mit seiner klientel an "leistungsträgern"

wie schon gesagt meine sozialabgaben sind gesunken, mein bruttolohn aber auch, und zwar mehr als die steuerliche und soziale belastung.

liebe grüße von barbara
Du trägst eben Deinen Beitrag zur "weltweiten Finanzkrise" und sorgst auch mit weniger Lohn dafür, das Deutschland international wettbewerbsfähig bleibt.

:icon_wink:
 

Volker

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#20
Was haben die bisher in Nds erreicht oder in anderen Bundesländern?
Sie haben etliches erreicht, Abschaffung der Unigebühren in gewissen Bundesländern. Das es die wieder gibt, haben wir der SPD zu verdanken.

Weiteres, die soziale Diskussion, ist nicht mehr einseitig, sie haben etliche Verschlechterungen verhindert. Es wird andere diskutiert
auch im Bezug Afganisthan.
 

spin

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#21
Mal ein Wort zu den Leistungsträgern.

Was benötigt eine Bevölkerung?

Na klar, Produktion.

Wer liefert den größten Teil der Produktion?

Na klar, Maschinen.

Wer sind also die größten Leistungsträger?

Die größten Leistungsträger sind die, die kenen Lohn bekommen und auch nichts ausgeben. Das Ganze ist ein riesiges Ablenkunkungsmanöver. Mit der Diskussion um die angeblichen Leistungsträger wird vertuscht, daß ein ständig steigender Anteil der Produktion von Maschinen erbracht wird und daß ein Verteilungsproblem daraus resultiert. Die Waren existieren, die Menschen bekommen sie aber nicht bzw. nicht ausreichend und müssen in zunehmender Armut leben.

Fallt doch nicht auf diesen Mist - diese unsinnige Diskussion - herein!
 

spin

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#23
Zitat:
Was viele bei der Diskussion um die Wirtschaftskrise vergessen: Unser gegenwärtiges System kann schon deshalb nicht länger funktionieren, weil uns ganz einfach die Arbeit ausgeht. Endlich wird die Arbeit knapp! Denn mit der technischen Entwicklung und der Steigerung der Arbeitsproduktivität haben sich die Voraussetzungen für Arbeit fundamental verändert.


In einem Interview mit der Stuttgarter-Zeitung brachte US-Ökonom Jeremy Rifkin die Entwicklung jüngst auf den Punkt:
"Wir sind mitten in einer Umwälzung, die die industrielle Revolution noch übertrifft. Durch die ersten Mechanisierungsschübe verloren Millionen von Menschen ihre Jobs und wanderten vom Land in die Städte, um dort mit den Maschinen zusammen zu arbeiten. Aber die Computer und Informationstechnik von heute machen immer mehr Menschen ganz überflüssig. [...] Wir vollziehen gerade einen Wandel hin zu einem Markt, der zum allergrößten Teil ohne menschliche Arbeitskraft funktioniert. Bis 2010 werden nur noch zwölf Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Fabriken gebraucht. Bis 2020 werden es weltweit nur noch zwei Prozent sein."


Sein Fazit: "Langfristig wird die Arbeit verschwinden."
 

pinguin

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#24
Wer ist bzw. sind Leistungsträger?

Leistungsträger, also der Träger einer Leistung, also jener, der sie schleppt, sind all jene, die etwas schaffen und zur positiven Entwicklung des Allgemeinwohls beitragen. Es ist dabei völlig unerheblich, ob es sich um eine geistige Leistung handelt, (Wissenschaft und Forschung etc.), oder ob diese Leistung über körperliche Arbeit erbracht wird; (Bauarbeiter, Postbote etc).

Nicht zu den Leistungsträgern gehören jene, die gar nichts tun, obschon sie gesundheitlich könnten, oder jene, die es allein verstehen, einzureißen.
 

Fortunatus

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#25
Tja, ich fürchte, dass die meisten Politiker einem Hartz IV-Empfänger nicht zugestehen, dass er ein "Leistungsträger" sein kann. In den letzten Jahren habe ich genügend arbeitslose Menschen kennen gelernt, die sich ehrenamtlich engagiert haben. Derartiges Engagement wurde wohl auch schon damit abgetan, dass sie sich lieber eine anständige Arbeit suchen sollen, wenn sie schon so viel Zeit haben, sich zu engagieren. Dabei werden Wahrheiten gerne nicht mehr gesehen, dass wirklich nicht mehr genügend Arbeit vorhanden ist. Vor kurzem habe ich mit dem Sekretär einer Politikgröße darüber diskutiert, was durch Hartz IV angerichtet wurde und ihn gefragt, warum es nicht möglich ist, statt der 1-Euro-Jobs, die alles in allem teilweise den Staat mit Alg II um die 1400 - 1800 Euro monatlich kosten, reguläre Arbeit zu schaffen. Die Antwort war, dass diese Arbeit nicht benötigt werde. Ich habe dann entgegnet, wenn der Politik bekannt ist, dass nicht mehr jeder in Arbeit gebracht werden kann, 1-Euro-Jobs fast nur zu Statistikzwecken missbraucht werden und das System durch derartige Arbeitsgelegenheit nur noch teurer wird, er sich doch bitte mal überlegen soll, warum durch die Einführung der Hartz-Gesetze in gleichem Zuge Menschen als Faulenzer diffamiert wurden und warum derartiges weiterhin fortgeführt wird? Ich habe keine Ahnung, ob er dieses Gespräch an seine Chefin weitergeben wird.
 

sickness

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#26
naja, eine "geistig- politische wende" wünsch ich mir auch. aber mit sicherheit anders, als sich die schwesterwelle ausseneule das so vorstellt...:icon_rolleyes:
 
E

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#27
In den letzten Jahren habe ich genügend arbeitslose Menschen kennen gelernt, die sich ehrenamtlich engagiert haben.
Asche auf mein Haupt. Gerade die Ehrenamtlichen unter den Arbeitslosen habe ich in meinem ersten Beitrag in diesem Thread vergessen zu erwähnen. Das war keine Absicht, denn beim Schreiben bin ich durch ein Telefonat abgelenkt worden.

Fortunatus sagte :
Ich habe dann entgegnet, wenn der Politik bekannt ist, dass nicht mehr jeder in Arbeit gebracht werden kann, 1-Euro-Jobs fast nur zu Statistikzwecken missbraucht werden und das System durch derartige Arbeitsgelegenheit nur noch teurer wird, er sich doch bitte mal überlegen soll, warum durch die Einführung der Hartz-Gesetze in gleichem Zuge Menschen als Faulenzer diffamiert wurden und warum derartiges weiterhin fortgeführt wird?
Das ist ein politisches Ablenkmanöver. Der Politik ist sehr wohl bewusst, dass nicht jeder in Arbeit gebracht werden kann.

Wer aufmerksam die letzten 5 Jahre verfolgt hat, dem wird nicht entgangen sein, dass durch die widerliche Berichterstattung diverser Medien Arbeitnehmer und Arbeitslose gegeneinander aufgehetzt wurden.

Hinter der Hetze steckt politisches Kalkül. Die Hartz-IV-Parteien, die von sich aus immer behauptet haben, dass sie die "Rahmenbedingungen" für die Arbeit schaffen, haben tatsächlich die Bedingungen für die Verarmung eines immer größer werdenden Teils der Bevölkerung geschaffen. Die neue Regierung hält auch weiterhin daran fest. Tatsächlich aber wissen sie nicht, was sie machen sollen, um den Absturz aufzuhalten.
 

Archibald

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#28
Die Linken werden zwar wahrscheinlich in den Landtag einziehen, aber keine größere Rolle in der Politik dort spielen.
Das glaube ich auch, aber genau das ist das Problem. Auch ich traue der Linken nicht zu alle Probleme zu lösen, geschweige denn dass dort jeder Politiker mehr "Engel" ist als in anderen Parteien.

Allerdings traue ich dieser Partei als einziges zu, endlich Umstände wie die, dass ein Gutverdienender, der in 1998 p.a 50.000 Euro verdiente, in 2008 rund 9.000 Euro weniger Steuern bezahlte als 1998, wieder zu revidieren!

Die FDP macht hier das Gegenteil und pumpt durch Verzicht immer mehr Steuergelder in die Ebene der besser Verdienenden! Steuergelder die an kleinen Arbeitern/Angestellten, deren Zuschlägen für Sonntags und Nachtarbeit, sowie durch Einsparungen im Sozialsystem, die den Zenit des unerträglichen schon zuvor überschritten hatten, fehlen und den Binnenmarkt noch weiter strangulieren. Die Folgen des kollabierenden Binnenmarktes sind letzlich immer mehr Großkonzene wie Lidl, Aldi und Co. die ihre Filialen mit immer weniger Personal betreiben können. Noch "besser" wird es, wo wie in BaWü diese Bonusmärkte, Zwangsverarmte riesige Gewinne für den Rewekonzern generieren und in diesen Märkten 1 Euro Jobber "glücklich sein dürfen noch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten".

PS: Wer sich ständig darüber aufregt, welche Chaoten doch in der Linken sind, der ist trefflich auf beabsichtigte Meinungsmanipulation hereingefallen, denn er übersieht völlig, dass in all den anderen Parteien genau die selben Chaoten vorhanden sind - nur ist es derzeit eben "wichtiger" jene zu diskreditieren, die den Neofeudalen Geld- und Machtvampiren die Grundlage ein wenig eingrenzen wollen.

LG, Archibald
 
E

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Gast
#29
Die werden weder eine geistige, noch eine politische Wende machen, die Leute vielleicht durch neue Jammereien über die ach so leere Haushaltskasse weiter verdummen, aber ändern wird sich nichts.

Mit den ganzen Vorhaben und Versprechungen treiben sie D vollends in den Ruin, aber selbst da werden sie immer wieder Schuldige dafür finden, sie wären es natürlich nicht, immer Andere.

Immer neue Ausreden, weil man unbedingt die Steuern erhöhen muss, unterstützt von Medien und einige Professoren von "tollen" Wirtschaftsinsituten und

Das Volk ist wiederum zufrieden und denkt nicht weiter darüber nach!
:icon_kotz:

Jetzt können sie ja alles auf die Weltfinanzkrise schieben, aber ich glaube kaum, das alle Jobs in D vom Export abhängen.
 
E

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#30
hallole ihr lieben,

selbst die linken werden nicht alles gradebiegen können was im moment alles schief läuft. aber überall wo sie einzug halten kommt es zu debatten die so nie öffentlich geführt werden würden, das ist auch schon mal wichtig. rom wurd auch nicht in einem tag erbaut.

liebe grüße von barbara
 
E

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Gast
#31
Das glaube ich auch, aber genau das ist das Problem. Auch ich traue der Linken nicht zu alle Probleme zu lösen, geschweige denn dass dort jeder Politiker mehr "Engel" ist als in anderen Parteien.

Hier wird auch über vieles gesprochen und was hat es bisher bewirkt?


Allerdings traue ich dieser Partei als einziges zu, endlich Umstände wie die, dass ein Gutverdienender, der in 1998 p.a 50.000 Euro verdiente, in 2008 rund 9.000 Euro weniger Steuern bezahlte als 1998, wieder zu revidieren!

Wer sich auf die Politik oder Parteien verlässt, ist dann verlassen.

Die FDP macht hier das Gegenteil und pumpt durch Verzicht immer mehr Steuergelder in die Ebene der besser Verdienenden! Steuergelder die an kleinen Arbeitern/Angestellten, deren Zuschlägen für Sonntags und Nachtarbeit, sowie durch Einsparungen im Sozialsystem, die den Zenit des unerträglichen schon zuvor überschritten hatten, fehlen und den Binnenmarkt noch weiter strangulieren. Die Folgen des kollabierenden Binnenmarktes sind letzlich immer mehr Großkonzene wie Lidl, Aldi und Co. die ihre Filialen mit immer weniger Personal betreiben können. Noch "besser" wird es, wo wie in BaWü diese Bonusmärkte, Zwangsverarmte riesige Gewinne für den Rewekonzern generieren und in diesen Märkten 1 Euro Jobber "glücklich sein dürfen noch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten".

Hat sie schon immer gemacht.

PS: Wer sich ständig darüber aufregt, welche Chaoten doch in der Linken sind, der ist trefflich auf beabsichtigte Meinungsmanipulation hereingefallen, denn er übersieht völlig, dass in all den anderen Parteien genau die selben Chaoten vorhanden sind - nur ist es derzeit eben "wichtiger" jene zu diskreditieren, die den Neofeudalen Geld- und Machtvampiren die Grundlage ein wenig eingrenzen wollen.

Fühle ich mich nicht angesprochen.


LG, Archibald
Warum sich auf irgendwelche Gewerkschafter, Sozialpädagogen usw verlassen und dann jammern, das sich doch nichts ändert?

Einige versuchen es auch ohne Parteien, sie stellen sich vor ARGEn oder machen irgendwelche Aktionen, andere versuchen zumindest mit anderen Mitteln etwas erreichen zu wollen, je nachdem was einem besser liegt, aber alles sind nur Einzelaktionen, die dann wenig bis nichts bringen. Das Schönreden, das "man wieder ein paar Leute überzeugen konnte", ändert auch nichts daran, das der Rest der 80 Mio Einwohner nichts merkt und lässt sich weiter von den Medien einlullen. Wenn Du Dich jetzt in Badehose auf den Marktplatz stellst, laufen viele Leute vorbei, schauen vielleicht etwas dumm, aber es bewirkt nichts, auch nicht mit Schild "Hartz IV muss weg". Würden sich aber 100 Menschen in Badehose auf den Marktplatz stellen, alle mit einem Schild, erregt das eher Aufmerksamkeit und man schaut nach, warum.

Die Zukunft ist nicht dieLinke, die Zukunft können nur die Menschen selbst schaffen.

Gleiches gilt für den gerne beschworenen Zusammenhalt. Wenn es nicht mal einen Zusammenhalt unter den Elos gibt, wie soll man einen Zusammenhalt im Rest der Bevölkerung schaffen?

Alles wird kritisiert, alles wird schlecht gemacht und trotzdem bleibt Ihr weiter alleine, denn einen "Zusammenhalt" fordern und gleichzeitig alles, was nicht in das Weltbild vieler hier passt schlecht zu machen und zu verurteilen, schafft eher mehr Feinde, als einen Zusammenhalt.
 

spin

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#32
Auch eine Partei ist ein Zusammenhalt. Aber immer wird alles kritisiert und schlechtgemacht. :icon_lol:
 

spin

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#35
Noch ein Zusatz zu @Sparks. In der Linken sind tatsächlich auch Menschen. Man soll's kaum glauben.
 

spin

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#36
Ein Zusammenhalt von Machtgierigen und Volksverdummern, eben.

:icon_twisted:
Ich frage mich immer wieder, was sind das eigentlich für Menschen, die alles dafür tun, die Opposition zu zersplittern. wem dient das?

Halt, halt, noch einmal geändert, wem dienen sie?
 
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#37
Das ist völlig korrekt. DIE LINKE. kann aber dazu beitragen, dass es wieder gerecht wird in Deutschland.

Wann denn?

Sie leidet genauso wie alle anderen Parteien an Glaubwürdigkeit und der weiter wachsenden Politikmüdigkeit.

Sich öfters mal in den Bundestagsdebatten zu präsentieren hat bisher auch nichts gebracht.

Ihren Anspruch als "Protestpartei" hat sie seit dem Einzug in den Bundestag verloren und sonst wird auch nicht viel gemacht. Die paar PMs die erscheinen, bringen auch keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor.

Die Wahlprogramme sind ....naja.....als ob es ein paar Zehntklässler geschrieben hätten, mit viel "Wünsch Dir was" aber ohne richtige Lösungsansätze (bevor gefragt wird, ich habe das Programm aus NRW gelesen)

Also wann will sie etwas verändern? Vor Allem wie?
 
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#38
Ich frage mich immer wieder, was sind das eigentlich für Menschen, die alles dafür tun, die Opposition zu zersplittern. wem dient das?

Halt, halt, noch einmal geändert, wem dienen sie?
und ich frage mich immer wieder, wem die dienen, die so einen Quatsch schreiben.
 

spin

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#39
und ich frage mich immer wieder, wem die dienen, die so einen Quatsch schreiben.
Es geht eben nichts ohne politische Mehrheiten. Zersplittern dient dem System. Das ist doch eine wirklich einfache Logik. Lieber 12% als 12 mal 1%, alles klar?

Und das mit dem Einzug in den Bundestag die Glaubwürdigkeit verloren wurde, ist der absolute Blödsinn überhaupt. Also besser Stammtischgeschwätz?:icon_pause:
 

Archibald

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#42
Warum sich auf irgendwelche Gewerkschafter, Sozialpädagogen usw verlassen und dann jammern, das sich doch nichts ändert?
"Verlassen" allein ist der Fehler, involvieren eine Lösung! Viel zulange haben sich Bürger darauf verlassen dass Politiker noch das tun was sie eigentlich sollten. Seit Schröder gab es einen prolligen Paradigmenwechsel, nicht nur in der Sozialpolitik sondern eben auch in der Politik insgesamt. Es herrschen Lug und Trug unter ständiger Vortäuschung falscher Tatsachen und Schönfärberei. Doch die Bürger, die Masse bekommt die Kurve nicht, ja selbst die Masse der Betroffenen steckt noch in einer Art "Fressnarkose", in der Hoffnung, "einer da Oben wird es schon richten", das war ja immer so...

Je länger es dauert, dass wir uns in Parteien integrieren und dem "Saustall" entgegenwirken, desto wahrscheinlicher wird die Aussicht auf ein explosives und blutiges Erwachen der Betroffenen. (Bitte jetzt nicht die üblich Sprüche im Bezug auf Bahnsteigkarten etc.)

Einige versuchen es auch ohne Parteien, sie stellen sich vor ARGEn oder machen irgendwelche Aktionen, andere versuchen zumindest mit anderen Mitteln etwas erreichen zu wollen, je nachdem was einem besser liegt, aber alles sind nur Einzelaktionen, die dann wenig bis nichts bringen.
Begreifst du eigentlich dass du es bist der gute Anfänge schlecht redet und so somit demotiviert? Die Aktionen mögen noch nicht von Massen begleitet sein, dazu aber wird es spätestens dann kommen, wenn in den nächsten 5 Jahren immer mehr erwachen, weil sie ihre Arbeit verlieren. Das ist unvermeidbar, das fordert in letztlicher Konsequenz das Börsendiktat dieses "Querschlägers" von Neoliberalismus in Verbindung mit Kleingeistigkeit und Verrohung.

Das Schönreden, das "man wieder ein paar Leute überzeugen konnte", ändert auch nichts daran, das der Rest der 80 Mio Einwohner nichts merkt und lässt sich weiter von den Medien einlullen.
So wie du hier Argumentierst hast du weder die Demokratie an sich verstanden, noch die Kraft in einer Demokratie etwas zu ändern. Du würdest Rom an einem Tag erbaut haben? Kümmere dich doch nicht darum, dass sich "die Anderen" einlullen lassen, es sind für zu viele immer "die Anderen" maßgeblich - darin liegt ein der Fehler unserer Zeit - lass dich selbst nicht einlullen und bedenke was du öffentlich wie sagst.

Darin sind uns die Neolibs im weitesten Sinne voraus! Sie gründeten Netzwerke, sie arbeiten seit Jahrzehnten an der Umgestaltung dieser Gesellschaft und Jammern auch nicht, dass sie am Anfang wenig Erfolge, ja unter Kohl sogar noch Rückschläge erlitten.

Erst der Proll Schröder und ähnliche geistige Tiefflieger die unerwartet an Macht kamen/kommen, lief in Verbindung mit einer neuen Zeit, die er nicht überblicken konnte diesen Neolibs ins offene Messer.

Wenn Du Dich jetzt in Badehose auf den Marktplatz stellst, laufen viele Leute vorbei, schauen vielleicht etwas dumm, aber es bewirkt nichts, auch nicht mit Schild "Hartz IV muss weg". Würden sich aber 100 Menschen in Badehose auf den Marktplatz stellen, alle mit einem Schild, erregt das eher Aufmerksamkeit und man schaut nach, warum.
Die Zukunft ist nicht dieLinke, die Zukunft können nur die Menschen selbst schaffen.
Eben, mein Lieber, dann sei doch du der, der die Hundert in Badehose aquiriert, anstatt dich nur über das "Versagen" jener aufzuregen, die wenigstens etwas machen.

Gleiches gilt für den gerne beschworenen Zusammenhalt. Wenn es nicht mal einen Zusammenhalt unter den Elos gibt, wie soll man einen Zusammenhalt im Rest der Bevölkerung schaffen?

Alles wird kritisiert, alles wird schlecht gemacht und trotzdem bleibt Ihr weiter alleine, denn einen "Zusammenhalt" fordern und gleichzeitig alles, was nicht in das Weltbild vieler hier passt schlecht zu machen und zu verurteilen, schafft eher mehr Feinde, als einen Zusammenhalt.
Du darfst nicht Zusammenhalt erwarten wo du nicht bereit bist ihn zu schaffen und dabei auch Rückschläge hinzunehmen.
Sancho, ich kenne dich nicht persönlich, ich will dich auch nicht persönlich angreifen! Was ich allerdings oft hier im Forum von dir lese, das trägt genau zu dem bei, was du oben bemängelst.

Keiner von uns ist Perfekt, keiner von uns allein wird etwas bewegen. Wenn sich jeder einzelne für sich jedoch bewusst wird dass überall nur mit Wasser gekocht wird, es niemals jedem Recht gemacht werden kann, man immer auch Kröten schlucken muss und sich in diesem Bewusstsein im Rahmen seiner Möglichkeiten einer Gruppe anschliesst - oder selbst eine gründet, dann, erst dann werden wir den Neolibs Paroli bieten können. Es muss uns allen auch immer bewusst sein, dass der "Feind" nicht Dumm ist und Situationen herbeiführt, oder solche in ein falsches Licht stellt, die ihm bei seinen Zielen dienlich sind. Dabei gilt es auch zu bedenken, dass uns die Neolibs um Jahre voraus sind. Allerdings muss ein Anfang gemacht werden ohne dabei zu erwarten dass man die Nation in ein zwei Jahren nach seiner Fasson ändert.

Aus diesem Grunde stehe ich z.B. zu 100% hinter Herrn Behrsing. Ich bin mir dabei durchaus bewusst dass auch er nur ein Mensch ist, der auch Fehler machen kann. Ich erwarte keine "göttlich reine, fehlerlose Erscheinung", sondern einen Menschen, dessen Richtung und Ziel in die richtige Richtung gehen. Wir alle haben Glück dass es jemanden gibt, der die Kraft zu diesen Aktionen aufbringt und dem damit unausweichlich im Zusammenhang stehenden Aushalten des Gegenwindes aufbringt.

Wir können auch in ELO-Zockerforen abhängen und jammern - jeder wie er meint, das ist das Schöne an Freiheit und Demokratie. Ich allerdings ziehe die Linie von Herrn Behrsing vor und folge ihr ohne die Erwartung, dass alles immer nach meinem Kopf geht und Rom schon morgen steht. Was ich dabei nach meinen Möglichkeiten tue, ist den richtigen Menschen bekannt, ich rede also hier keinesfalls nur von "Jeder nach seinen Möglichkeiten" und hänge selbst nur rum... :icon_knutsch:

Imho - warum in die Ferne schweifen wenn das Gute zum Greifen nahe liegt :icon_daumen:

LG, Archibald
 
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#43
"Verlassen" allein ist der Fehler, involvieren eine Lösung! Viel zulange haben sich Bürger darauf verlassen dass Politiker noch das tun was sie eigentlich sollten. Seit Schröder gab es einen prolligen Paradigmenwechsel, nicht nur in der Sozialpolitik sondern eben auch in der Politik insgesamt. Es herrschen Lug und Trug unter ständiger Vortäuschung falscher Tatsachen und Schönfärberei. Doch die Bürger, die Masse bekommt die Kurve nicht, ja selbst die Masse der Betroffenen steckt noch in einer Art "Fressnarkose", in der Hoffnung, "einer da Oben wird es schon richten", das war ja immer so...

Je länger es dauert, dass wir uns in Parteien integrieren und dem "Saustall" entgegenwirken, desto wahrscheinlicher wird die Aussicht auf ein explosives und blutiges Erwachen der Betroffenen. (Bitte jetzt nicht die üblich Sprüche im Bezug auf Bahnsteigkarten etc.)

Dann müsste man sich in alle Parteien "integrieren" um auch in allen Parteien entgegenwirken zu können. Eine Partei ist dann zu wenig.



Begreifst du eigentlich dass du es bist der gute Anfänge schlecht redet und so somit demotiviert? Die Aktionen mögen noch nicht von Massen begleitet sein, dazu aber wird es spätestens dann kommen, wenn in den nächsten 5 Jahren immer mehr erwachen, weil sie ihre Arbeit verlieren. Das ist unvermeidbar, das fordert in letztlicher Konsequenz das Börsendiktat dieses "Querschlägers" von Neoliberalismus in Verbindung mit Kleingeistigkeit und Verrohung.

Ich bin Wähler und im Gegensatz zu den Parteimitgliedern darf ich alle Programme kritisch lesen. Da hier mehrheitlich über die Linken durch Linke geschrieben wird, kann ich auch deren Programm kritisch lesen und mir fällt vor Allem auf, das sehr wenige eigene Ideen von denen kommen. Vieles von den Grünen, einiges Altes von Gewerkschaften und was Übrig bleibt, sind Versprechungen oder Ankündigungen, die nicht erfüllbar sind. Zudem würden sie auch einige Mrd. an Kosten verursachen. Woher soll das Geld kommen und wie soll es dann zurückgezahlt werden?

So wie du hier Argumentierst hast du weder die Demokratie an sich verstanden, noch die Kraft in einer Demokratie etwas zu ändern. Du würdest Rom an einem Tag erbaut haben? Kümmere dich doch nicht darum, dass sich "die Anderen" einlullen lassen, es sind für zu viele immer "die Anderen" maßgeblich - darin liegt ein der Fehler unserer Zeit - lass dich selbst nicht einlullen und bedenke was du öffentlich wie sagst.

Eben weil ich das schreibe, was ich schreibe, habe ich mich nicht einlullen lassen, oder sind bestimmte Parteien "jeden Zweifels erhaben"?


Darin sind uns die Neolibs im weitesten Sinne voraus! Sie gründeten Netzwerke, sie arbeiten seit Jahrzehnten an der Umgestaltung dieser Gesellschaft und Jammern auch nicht, dass sie am Anfang wenig Erfolge, ja unter Kohl sogar noch Rückschläge erlitten.

Erst der Proll Schröder und ähnliche geistige Tiefflieger die unerwartet an Macht kamen/kommen, lief in Verbindung mit einer neuen Zeit, die er nicht überblicken konnte diesen Neolibs ins offene Messer.

Jo, Geldgier hält zusammen.


Eben, mein Lieber, dann sei doch du der, der die Hundert in Badehose aquiriert, anstatt dich nur über das "Versagen" jener aufzuregen, die wenigstens etwas machen.

Mache ich, eben auf meine Weise.

Du darfst nicht Zusammenhalt erwarten wo du nicht bereit bist ihn zu schaffen und dabei auch Rückschläge hinzunehmen.
Sancho, ich kenne dich nicht persönlich, ich will dich auch nicht persönlich angreifen! Was ich allerdings oft hier im Forum von dir lese, das trägt genau zu dem bei, was du oben bemängelst.

Zusammenhalt mit wem? Ich bevorzuge lieber einen parteiübergreifenden Zusammenhalt in dem auch Parteilose ihre Vorschläge und Ideen einbringen können, auch solche Gruppen/Vereinigungen etc. die nicht weiter auf ausgetretenen Wegen weiter laufen, sondern sich auch mal auf neue Wege traut, denn das bewirkt mehr.

Keiner von uns ist Perfekt, keiner von uns allein wird etwas bewegen. Wenn sich jeder einzelne für sich jedoch bewusst wird dass überall nur mit Wasser gekocht wird, es niemals jedem Recht gemacht werden kann, man immer auch Kröten schlucken muss und sich in diesem Bewusstsein im Rahmen seiner Möglichkeiten einer Gruppe anschliesst - oder selbst eine gründet, dann, erst dann werden wir den Neolibs Paroli bieten können. Es muss uns allen auch immer bewusst sein, dass der "Feind" nicht Dumm ist und Situationen herbeiführt, oder solche in ein falsches Licht stellt, die ihm bei seinen Zielen dienlich sind. Dabei gilt es auch zu bedenken, dass uns die Neolibs um Jahre voraus sind. Allerdings muss ein Anfang gemacht werden ohne dabei zu erwarten dass man die Nation in ein zwei Jahren nach seiner Fasson ändert.

Naja, mit Jammern und über das menschenverachtende Hartz IV zu sinnieren wird keinen außerhalb der Bezüge interessieren, erst recht nicht die Mittelschicht. Hier wird aber eher ausgegrenzt, wer "nicht betroffen ist", das ist falsch.

Aus diesem Grunde stehe ich z.B. zu 100% hinter Herrn Behrsing. Ich bin mir dabei durchaus bewusst dass auch er nur ein Mensch ist, der auch Fehler machen kann. Ich erwarte keine "göttlich reine, fehlerlose Erscheinung", sondern einen Menschen, dessen Richtung und Ziel in die richtige Richtung gehen. Wir alle haben Glück dass es jemanden gibt, der die Kraft zu diesen Aktionen aufbringt und dem damit unausweichlich im Zusammenhang stehenden Aushalten des Gegenwindes aufbringt.

Wir können auch in ELO-Zockerforen abhängen und jammern - jeder wie er meint, das ist das Schöne an Freiheit und Demokratie. Ich allerdings ziehe die Linie von Herrn Behrsing vor und folge ihr ohne die Erwartung, dass alles immer nach meinem Kopf geht und Rom schon morgen steht. Was ich dabei nach meinen Möglichkeiten tue, ist den richtigen Menschen bekannt, ich rede also hier keinesfalls nur von "Jeder nach seinen Möglichkeiten" und hänge selbst nur rum... :icon_knutsch:

Imho - warum in die Ferne schweifen wenn das Gute zum Greifen nahe liegt :icon_daumen:

LG, Archibald
Und deshalb sollte man auch akzeptieren, wenn man nicht "mit der Meute heult". Wenn ich etwas anders sehe, dann schreibe ich auch warum.
 
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#44
Dann kann es aber noch lange dauern, wenn sich nicht endlich was ändert.
Die Bundestagswahl war erst am 27. September 2009. Sie liegt also gerade mal 3 Monate zurück. Die Legislatur-Periode dauert 4 Jahre. Was erwartest du?
 
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#45
Die Bundestagswahl war erst am 27. September 2009. Sie liegt also gerade mal 3 Monate zurück. Die Legislatur-Periode dauert 4 Jahre. Was erwartest du?
die vorletzte war 2005, seitdem hat sich auch nichts geändert, nur mind. 2 Verschärfungen der Hartz IV Gesetze, einige mehr oder weniger verlorene Landtagswahlen und immer wieder die gleichen Parolen.

Wann wird mal weiter gedacht?

Wäre zumindest mal nötig, um mehr Zustimmung zu erhalten.
 

Die Antwort

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#46
Er bedenkt nicht, daß wenn man sich zu oft wendet, man am Ende wieder am Ausgangspunkt ankommt. Wie viele Wenden hatten wir denn bisher in der deutschen Politik? Genug um sich darüber klar zu sein, daß eigentlich keiner der Politiker so richtig weiß wohin man sich eigentlich wenden will.
 

Curt The Cat

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#47
... Genug um sich darüber klar zu sein, daß eigentlich keiner der Politiker so richtig weiß wohin man sich eigentlich wenden will.
Na ja... wohl oft genug jedenfalls, um den Deutschmichel vollends zu desorientieren...


:icon_wink:

 
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#48
die vorletzte war 2005, seitdem hat sich auch nichts geändert, nur mind. 2 Verschärfungen der Hartz IV Gesetze, einige mehr oder weniger verlorene Landtagswahlen und immer wieder die gleichen Parolen.

Wann wird mal weiter gedacht?
Eben!

Du vergisst, dass sich nach der Wahl nicht nur die Regierung, sondern eben auch die Opposition markant verändert hat. Politik bedeutet auch, Mehrheiten zu finden, um Forderungen durchsetzen zu können.

Das gilt eben auch für eine Opposition. Und die ist seit September Rot-Rot-Grün.
 
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#49
hallo sparks,

wobei ich im moment sagen muß das ich von der oppositionsarbeit mehr als enttäuscht bin. nun ja SPD und Grüne müßen sich ja auch erst mal darin üben, wobei grad die grünen ja schon einige zeit mehr an gelegenheit dazu hatten, um üben.

liebe grüße von barbara
 
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#50
wobei ich im moment sagen muß das ich von der oppositionsarbeit mehr als enttäuscht bin. nun ja SPD und Grüne müßen sich ja auch erst mal darin üben, wobei grad die grünen ja schon einige zeit mehr an gelegenheit dazu hatten, um üben.
Die Konstellation der Opposition hat sich grundlegend geändert, da die FDP dort nicht mehr vorhanden ist.

Die Grünen werden sich schon daran gewöhnen (müssen), dass sie durchaus auch auf DIE LINKE. angewiesen sein werden. Von daher müssen sie wieder neu üben.
 
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#51
wieso will er eine geistig politische "Wende" erreichen, er wurde doch mehrheitlich für seine Art Politik gewählt, oder etwa nicht? Es gibt jede Menge Menschen die die Abkassierer in den Reihen sehen, die jetzt von Abkassierern reden. Meine ich mal.
 

Woodruff

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#53
Seit dem Regierungswechsel erwecken die Liberalen den Eindruck, als gebe es keine Banken, die dem Staat Milliarden abgepresst haben. Sie tun so, als gebe es keinen Rückgang der Wirtschaftsleistung um fünf Prozent; als gebe es keine gewaltigen Konjunkturprogramme, die viel Geld kosten.

Die Krise: Sie passt nicht in die schöne Welt von Freiheit, Minimalstaat und Stufentarif, die sich die Liberalen in der Oppositionszeit zurechtgelegt haben und die sie nun in die Regierungszeit übertragen wollen.

Von daher ist es auch nur konsequent, dass die Liberalen für ihre Steuerreform mit den gleichen Argumenten trommeln wie schon vor zehn Jahren: Man müsse die Leistungsträger entlasten, die Bürger vom Zugriff des Staats befreien, ihnen ihr Geld lassen. Westerwelle und die FDP begehen damit jedoch einen strategischen Fehler.

Die Argumente vom Staat, der sich zurückziehen soll, klingen nämlich hohl in einer Krise, in der der Staat mehr gefragt ist denn je. Sie erscheinen wie aus einer längst vergangenen Zeit, und Westerwelles Spruch von der "geistig-politischen Wende" bestätigt dies nur: [...]

Dabei könnte die Weltwirtschaftskrise den Liberalen Argumente zuhauf liefern, um nun die Steuern zu senken. Sie könnten sich, wie es Finanzminister Wolfgang Schäuble mal getan hat, auf John Maynard Keynes berufen, den großen Ökonomen, der dem Staat bereits in den Dreißigern empfohlen hatte, in Krisenzeiten nicht zu sparen, sondern Geld auszugeben. Der Außenminister Westerwelle könnten darauf verweisen, dass auch andere Staaten, die er besucht, auf diese Weise ihre Wirtschaft ankurbeln.

Allerdings müsste der FDP-Chef Westerwelle auch darauf hinweisen, das die schwarz-gelbe Koalition später, wenn die Wirtschaft sich erholt hat, die Steuern wieder erhöhen muss, um die Schulden zu tilgen. So hat es schon Keynes gefordert. Doch ein Keynes passt nicht in das Weltbild des Liberalen Westerwelle, der an weniger Staat glaubt, nicht aber an den steuernden Staat.
Vollständiger Artikel: FDP - Westerwelles heile Welt - Politik - sueddeutsche.de


Tja, nur leider dürften die Steuersenkungen kaum zu dem versprochenen Wachstum führen:

ZEIT-ONLINE-Lügendetektor: Mit niedrigeren Steuern den Haushalt sanieren | Politik | ZEIT ONLINE

Reform-Reibach-Mythos: Westerwelles verführerisches Steuer-Märchen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft


Das hat sogar Mutti Merkel erkannt:

Merkel räumte ein, dass der Erfolg einer vor allem auf Wirtschaftswachstum setzenden Strategie zur Krisenbewältigung nicht garantiert sei.
Quelle: Nach Kritik - Bundesregierung verteidigt Steuerpläne - Politik - sueddeutsche.de
 

Fortunatus

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#55
Klar, "anstrengungslose Einkommen", er meint damit bestimmt Vermögen aus Hedgefonds oder will die Erbschaftssteuer erhöhen, weil der Erbe sich ja oft dafür nicht anstrengen musste. Ach so, die will er entlasten, weil sich irgendwer angestrengt hat, auch durch Ausbeutung von Arbeitern, diese Gelder zu erwirtschaften.
Wenn wir schon bei anstrengungslos sind, WW gehört zu den Leuten, den ich wünschen würde, dass sie selbst mal einen Alg II-Antrag stellen müssen. Die Schikanen der Behörde ertragen und dann in einem 1-Euro-Job einen sinnlosen Schwachsinn zu machen, der als einzigen Zweck nur hat, dass der Maßnahmeträger Reibach macht und man aus der Statistik ist. Aber jeder Bürger kann sich dann darüber erleichtern, dass der Faule Kerl jetzt jeden Tag um Punkt 8 Uhr dort sein muss. Jeden Euro mehrfach umdrehen müssen und überlegen, kann ich mir dieses Stück Wurst wirklich leisten? Wieder einmal eine Zahlung für irgendwas haben, wo man nicht weiß, woher das Geld nehmen. Wirklich, absolut anstrengungslos, das Paradies auf Erden für alle die ja nur nicht arbeiten wollen. Zum Teufel mit dieser Partei der Besserleister!

 
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#56
Klar, "anstrengungslose Einkommen", er meint damit bestimmt Vermögen aus Hedgefonds oder will die Erbschaftssteuer erhöhen, weil der Erbe sich ja oft dafür nicht anstrengen musste. Ach so, die will er entlasten, weil sich irgendwer angestrengt hat, auch durch Ausbeutung von Arbeitern, diese Gelder zu erwirtschaften.
Wenn wir schon bei anstrengungslos sind, WW gehört zu den Leuten, den ich wünschen würde, dass sie selbst mal einen Alg II-Antrag stellen müssen. Die Schikanen der Behörde ertragen und dann in einem 1-Euro-Job einen sinnlosen Schwachsinn zu machen, der als einzigen Zweck nur hat, dass der Maßnahmeträger Reibach macht und man aus der Statistik ist. Aber jeder Bürger kann sich dann darüber erleichtern, dass der Faule Kerl jetzt jeden Tag um Punkt 8 Uhr dort sein muss. Jeden Euro mehrfach umdrehen müssen und überlegen, kann ich mir dieses Stück Wurst wirklich leisten? Wieder einmal eine Zahlung für irgendwas haben, wo man nicht weiß, woher das Geld nehmen. Wirklich, absolut anstrengungslos, das Paradies auf Erden für alle die ja nur nicht arbeiten wollen. Zum Teufel mit dieser Partei der Besserleister!

:biggrin: :icon_twisted: :biggrin:

Kannst Du das mal als Pressemitteilung schreiben?

Finde ich gut. :icon_daumen:
 

Die Antwort

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#58
Westerwelle meinte nicht umsonst, daß für ihn und seine Partei nur wichtig ist, was hinten 'rauskommt...und was das ist, darüber müssen wir wohl kaum reden...
 

Volker

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#59
Westerwelle meinte nicht umsonst, daß für ihn und seine Partei nur wichtig ist, was hinten 'rauskommt...und was das ist, darüber müssen wir wohl kaum reden...
Er meint die "vollkommene geiste-politische Umnachtung".

volker
 

Woodruff

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#60
Dreikönigstreffen: „Jetzt regiert die FDP“

Auch beim traditionellen Dreikönigstreffen der FDP gehörte es wieder einmal zu den Eigenheiten der Reden Westerwelles, dass er höchst selten Probleme konkret benennt. Das erspart ihm sie zu analysieren und aus einer gründlichen Auseinandersetzung Lösungen abzuleiten. Seine rhetorische Welt ist die ständige Wiederholung von abgegriffenen Phrasen. Wo ihm seine Ideologie keine Sprüche anbietet, ist er sprachlos. Westerwelle ist eine Marketing-Figur für eine Ideologie, deren Scheitern wir soeben erleben. Das ist das Raffinierte und zugleich Gefährliche. Er redet von einer „geistig-politischen Wende“, dabei trimmt der politische „Leichtmatrose“ (Stoiber) nur die Segel für die Beibehaltung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Crash-Kurses.
Wolfgang Lieb


Westerwelle geht er in seiner neuen Rolle als Mitglied der Regierung bestenfalls implizit auf die anstehenden Herausforderungen an die deutsche Politik ein. Er spricht weder über die Finanzkrise, noch über die Wirtschaftskrise, noch darüber, wie die Regierung den Haushalt in Ordnung bringen will, das ist für ihn „Gegenwartsfixierung“:

[...]

Westerwelle versucht wie ein Schauspieler, der die immer gleiche Rolle schon seit Jahren spielt, seinem immer gleichen Text bei jedem Auftritt immer wieder neues Leben einzuhauchen. Westerwelle deklamiert in gespreizter Pose über „mehr Freiheit zur Verantwortung“, über die „Mitte“, über die „Lust am Wettbewerb“, über mehr Wachstum, mehr Export, über mehr „Chancen für das Neue“, über „mehr Zukunft wagen“, über eine „neue Haltung“, selbst die Phrase von der Leistung, die sich wieder lohnen müsse, durfte in Stuttgart nicht fehlen.

Das Raffinierte dabei ist, dass er die Regierungszeit von Rot-Grün und der Großen Koalition als ein „Jahrzehnt der bürokratischen Staatswirtschaft“ karikiert, dass er selbst die CDU und die Kanzlerin in eine sozialdemokratische Ecke stellt. Westerwelle tut also so, als sei nicht schon mit der Durchsetzung der Lambsdorff-Agenda unter den 16 Jahren Helmut Kohls und vollends mit der Agenda 2010 Schröders die einschneidendste marktliberale Wende in der Nachkriegsgeschichte vollzogen worden, und zwar mit allen Elementen die nun Westerwelle als seine „geistig-politische Wende“ ankündigt.

Wurde etwa nicht unter dem Schlagwort „Eigenverantwortung“ die gesetzliche Rente ruiniert und die private Eigenvorsorge eingeführt? Wurde nicht etwa mit der Föderalismusreform, aus „Lust am Wettbewerb“ der kooperative Föderalismus zugunsten des wettbewerblichen Gegeneinanders abgeschafft, dessen folgen wir nun im Chaos der Bildungspolitik erfahren müssen? Wurden nicht aus „Lust am Wettbewerb“ die Löhne und die sog. „Lohnnebenkosten“ gedrückt, um unsere Nachbarländer nieder zu konkurrieren? [...]

Man könnte die Aufzählung beliebig fortsetzen und man könnte Westerwelles Rede Punkt für Punkt durchgehen und man würde – wenn man die Verheißungen auf ihre Substanz reduziert - nur feststellen, dass Westerwelle nichts anderes anstrebt, als eine Erhöhung der Dosis der gescheiterten Medikation. Um sich als Wunderheiler aufzuspielen gaukelt er vor, als habe er eine neue Medizin anzubieten. Und das ist das Gefährliche an dieser „geistig-politischen Wende“.

Anders als noch bei Kohls „geistig-moralischer“ Wende, braucht sich Westerwelles „geistig-politische Wende“ nicht einmal den Anschein von Moral zu geben, denn sie kann auch keine für sich in Anspruch nehmen. Denn Westerwelle und seine FDP müssen nicht lügen, um Wortbrüche zu begehen. Sie deuten schon die ursprüngliche Bedeutung der Worte so um, dass sie eine Lüge enthalten. So geht es etwa bei dem Slogan „Arbeit muss sich wieder lohnen“, keineswegs darum dass Arbeit wieder gut be-„lohnt“ wird, sondern ausschließlich darum, dass die Steuern und Abgaben auf den Lohn gesenkt werden.
[...]
Quelle und vollständiger Artikel: NachDenkSeiten - Die kritische Website Dreikönigstreffen: ?Jetzt regiert die FDP?
 

Mario Nette

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#61
Hier noch ein paar Eindrücke der Fürsorglichen Dreikönigstreffen Partei: Die FDP schlägt neue Töne an: Mehr Fairness soll Armut verhindern - Südwest Presse Online

*

Die privaten Gerichtsvollzieher der FDP
Geschrieben von Jochen Hoff
Donnerstag, 7. Januar 2010

Das Großkapital, dem die FDP gehört, bzw. das die Richtlinienkompetenz für die FDP hat, ärgert sich schon seit langem über die Schwierigkeiten, die es beim Eintreiben ihrer Forderungen hat. Zwar hat das automatisierte Mahnverfahren die Arbeit der Abzocker schon sehr erleichtert, weil viele Leute falsch, zu spät oder gar nicht reagieren, kommt es zu den abstrusesten Vollstreckungsbescheiden. Dazu kommen noch viele überhaupt nicht zugestellte Mahnbescheide, die einfach so wirksam werden.

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Mario Nette
 
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