Werkverträge – 1,02 Euro pro Schwein

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wolliohne

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In der Schlachtindustrie gehört es zum Alltag, Arbeit zu Dumping-Konditionen an Subunternehmer auszulagern. Langsam greift das Modell auch auf andere Branchen wie den Einzelhandel über.
Quelle: Böckler Stiftung Anmerkung Orlando Pascheit: In dem Artikel heißt es, genaue Zahlen gäbe es im Gegensatz zur Leiharbeit nicht. Werkverträge würden wie Büromaterial als Sachkosten abgerechnet, Rückschlüsse auf die Zahl der Werkvertragsmitarbeiter seien so nicht möglich. Doch wie der Artikel indirekt aufzeigt ist dies sehr unwahrscheinlich. Nicht nur Missbrauch treibende Firmen werden sehr genaue Unterlagen dazu führen, was ihnen das Outsourcing von Kernfunktionen auf Dienstleister über Werkverträge bringt. – Das Dezemberheft des Magazins Mitbestimmung bietet einen Schwerpunkt zu Leiharbeit und Werkverträgen.

Atypische Beschäftigung

Der gespaltene Arbeitsmarkt

Wenn es nicht gelingt, die wachsende Prekarität zu vermeiden, wird Altersarmut das Schicksal von Millionen sein. Für die Kostenvorteile der Betriebe werden die Steuerzahler erhöhte Transferleistungen aufzubringen haben. Von Hartmut Seifert
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JulieOcean

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(...)In dem Artikel heißt es, genaue Zahlen gäbe es im Gegensatz zur Leiharbeit nicht. Werkverträge würden wie Büromaterial als Sachkosten abgerechnet,(...)

:eek: Verträge, egal welcher Art, werden mit MENSCHEN gemacht.
Wir hier die "Ware Mensch" verschachert?
 

Heidschnucke

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Ich bin selber Fleischermeister und habe vor nun genau ein Jahr meinen Job als Fleischermeister/Schichtleiter mit ca. 70 Mitarbeitern an den Nagel gehängt.

Mein Stundenlohn 5,11€/h Brutto keine Zulagen kein Urlaubsgeld kein Weihnachtsgeld nix, dafür Mitarbeiter aus Ländern da wusste ich nicht mal das es sie gibt, es gab Tage (Nächte) da war ich der einzige im Betrieb der der Deutschen Sprache mächtig war, für mich konnte es so nicht weiter gehen und so habe ich den Beruf den ich so gern gemacht habe an den Nagel gehängt und mir was anderes gesucht!

Schaft es ab die Leiharbeit; die Werksverträge; die Befristungen!

Führt ein einen Flächendeckenden Mindestlohn; Tarifpflicht; Fachkräftezwang!
 

XxMikexX

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5,11 €/Std als Schichtleiter:eek:, ist ja krass, unglaublich was in Deutschland alles möglich ist.

Das ist doch schon sittenwidriger Lohnwucher oder?
 
E

ExitUser

Gast
Genau Heute darf jeder als Metzger arbeiten der ein Messer halten kann,und so nebenbei das was man heute Gesundheitszeugnis nennt ist eine kurze Hygieneschulung ganz ohne irgent eine Untersuchung.:icon_party:

Na dann Mahlzeit:icon_twisted:

Kleine Anekdote aus meiner Zeit am Fließband einer Convenience Fabrik (Salatcups ) .

Die alljährliche Hygieneschulung wurde gemacht eigentlich alles so wie ich es kenne aber dann wurde gesagt das es verboten ist sich die Nase zu putzen :icon_eek: ich habe mir immer die Nase geputzt (Einmal Handschuhe aus/Nase geputzt /Hände gewaschen //und neue Handschuhe wieder an .)

Es waren immer Minus Grade die Nase lief einfach ....und dann habe ich die Kollegen beobachtet ...sie haben einfach laufenlassen :icon_kinn:
Die Nasen waren am dauertropfen und wo tropfte es rein ? Richtig in die Fertigsalate :icon_kotz:
Also Naseputzen ist Unhygienisch ...aber Salat mit Rotze nicht :icon_klatsch:
 

hemmi

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Das nennt sich dann soziale Marktwirtschaft.
Ich nenn sowas Raubtierkapitalismus.:icon_evil::icon_neutral:
 

redfly

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5,11 €/Std als Schichtleiter:eek:, ist ja krass, unglaublich was in Deutschland alles möglich ist.

Das ist doch schon sittenwidriger Lohnwucher oder?

Ich kann da auch nur noch den Kopf schütteln, unglaublich der Verdienst als Meister.
 

XxMikexX

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Was ich noch bemerken will, durch dieses krasse Lohndumping im Fleischerhandwerk sind doch Fleischprodukte nicht billiger geworden, sondern ganz das Gegenteil muß ich als Verbraucher feststellen.

Das wird ja oft als Gegenargument für Lohnerhöhungen ins Feld geworfen, daß Produkte dann teurer werden.

Stimmt aber nicht zwangsläufig.


Wer was anderes sagt, muß mich überzeugen.:biggrin:
 
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