Werden Eigenbemühungen kontrolliert?

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nevermind

Elo-User*in
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Hallo,

um meine Anzahl von Eigenbemühungen voll zu kriegen, habe ich mich auf eine Teilzeitstelle (ich suche eigentlich nach Vollzeitjobs) beworben, für die ich eigentlich nicht qualifiziert bin. (Der Job geht aber in eine ähnliche Richtung, wie mein gelernter Beruf.) Da werden professionelle Kenntnisse von Programmen gefordert, von denen ich noch nie was gehört habe.

Für meinen gelernten Beruf gibt es leider kaum Stellenangebote und weil ich nichts anderes gefunden habe, habe ich mich dort beworben, mit dem Hintergedanken, dass die mir sowieso eine Absage schicken oder gar nicht erst antworten. Jetzt wurde ich aber leider zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und ich habe eigentlich keine so große Lust dort über eine Stunde hinzufahren nur damit sie feststellen, dass ich total ungeeignet bin und ich mich am Ende nur blamiere. Wäre ja auch nur eine Zeitverschwendung für den Arbeitgeber. Am liebsten würde ich das Jobangebot von vorneherein ablehnen.

Die Liste mit dem Eigenbemühungen habe ich meinem SB natürlich schon geschickt. Die Einladung zum Vorstellungsgespräch kam ein paar Tage später...
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Hallo nevermind,

der AG wird einen Grund haben, dich einzuladen oder hast du in der Bewerbung geschwindelt?

EDV-Kenntnisse kann man sich recht schnell aneignen, wenn man die Gelegenheit bekommt.

Fahrtkosten kannst du beim JC beantragen.

Sieh es als Chance.
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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... um meine Anzahl von Eigenbemühungen voll zu kriegen...
... und weil ich nichts anderes gefunden habe, habe ich mich dort beworben ...
Du solltest darauf hinwirken, daß die Anzahl der verpflichtenden Eigenbemühungen
an dem für Dich tatsächlich erreichbaren Stellenangebot angepaßt wird.
Denn früher oder später führt solch ein Mißverhältnis zu Konflikten und Sanktionen.
Hier ein Beispiel einer gerichtlichen Entscheidung zu Sinnlosbewerbungen
nach einem wirklich krassen Mißverhältnis:
SG Münster Az. S 3 AL 125/01 meinte:
RZ [ths]11[/ths] Zum einen ist nach der Auffassung des Gerichts
die Frist von drei Wochen für die Vorlage von mindestens 10 Nachweisen
und die Frist von zwei Wochen für die Vorlage von mindestens 20 Nachweisen viel zu kurz.
Durch die Aufforderung, innerhalb so kurzer Zeit so viele Bewerbungen nachzuweisen,
muss sich der Arbeitslose, der wie der Kläger seit mehr als 20 Jahren arbeitslos ist,
geradezu gedrängt sehen, auch sinnlose Bewerbungen zu schreiben,
nur um den Anforderungen des Arbeitsamtes genüge zu tun. (Quelle & Link zum Urteil)
Sieh es als Chance.
Nicht nur daß Dein Beitrag völlig an der Fragestellung vorbeischlittert.
Er hat auch den neoliberalen Anstrich, Arbeit um jeden Preis hochzuloben.
 

Arno42

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Die Frage kann dir wohl nur dein SB beantworten!

Musst immer damit rechnen das der vielleicht mal Stichprobenartig kontrolliert aber ob der die Zeit und/oder die Lust dazu hat/findet!?
 

DoppelPleite

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Werden Eigenbemühungen kontrolliert?

Davon ist auszugehen, wenn zB in der Einladung steht bringen sie Ihre Bewerbungsbemühungen mit. Aber es bleibt Deine private Sammlung und man muss sie nicht aus der Hand geben, vorzeigen hingegen schon.

Bedenke SB ist im Such/Findmodus, um irgendwas zu entdecken das Dir eine Maßnahme bescheren kann.

Was SB jedoch nicht einfach so darf ist deinen Aktivitäten hinterher zuschnüffeln, sprich sich mit dem angeworbenen AG in Kontakt zu setzen. Das geschieht nur in Verbindung eines VV (Vermittlungsvorschlages).
 

Holler2008

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Es kann auch sein dass der AG nur schauen will, was für ein "Vogel" sich auf eine so völlig unpassende Stelle bewirbt.

Ansonsten ist folgendes ganz wichtig:
Du solltest darauf hinwirken, daß die Anzahl der verpflichtenden Eigenbemühungen
an dem für Dich tatsächlich erreichbaren Stellenangebot angepaßt wird.
EGVs werden verhandelt, nicht sofort unterschrieben.
Mit den Worten, das werde ich 14 Tage prüfen einstecken (nicht sagen "ich unterschreibe nicht").
In der Prüfzeit Gegenvorschlag schicken.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Nicht nur daß Dein Beitrag völlig an der Fragestellung vorbeischlittert.
Er hat auch den neoliberalen Anstrich, Arbeit um jeden Preis hochzuloben.

Die neoliberale Keule lassen wir mal schön stecken.
n. hat sich freiwillig auf diese Stelle beworben und wenn er eine Einladung bekommt, wird der AG nicht ganz uninteressiert sein.

Die Zahl der Eigenbemühungen braucht man nicht einhalten, wenn es keine geeigneten Stellen gibt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Richtig, ich habe Bewerbungszahlen immer ganz rausnehmen lassen. Der AG-Service wollte mich aber überzeugen, dass doch zu unterschreiben, da man mir ja nichts anhaben könne, wenn es keine Stellen gebe.

@nevermind, wenn der AG im Kontakt mit der AfA steht, könnte es schon sein, dass er auch Rückmeldungen über Bewerber gibt. Dass ein SB von sich aus AG anspricht, ist wohl eher selten. Das würde von vielen (seriösen) AG wohl auch als störend empfunden werden.
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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n. hat sich freiwillig auf diese Stelle beworben ...
:doh: Klar doch ...
...weil ich nichts anderes gefunden habe, habe ich mich dort beworben,
mit dem Hintergedanken, dass die mir sowieso eine Absage schicken...
Am liebsten würde ich das Jobangebot von vorneherein ablehnen.
Die Zahl der Eigenbemühungen braucht man nicht einhalten, wenn es keine geeigneten Stellen gibt.
Kennst Du die EGV bzw. den ersetzenden VA des TE und deren RFB?
Oder willst Du Mitleser vorsätzlich in die Sanktionsfalle schicken?
Wenn Du schon solche Behauptungen aufstellst, dann unterschlage nicht die Bedingungen.
 

Pixelschieberin

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@ nevermind
Ehe du in die Grauzonen-Trickkiste greifst, mit der du dir ein Bein stellst, falls SB Wind von deiner Vermeidungsstrategie bekommt, lies dir erst mal im Leitfaden durch, was eine BewerbungsBEMÜHUNG ist.
Die ist nicht gleich zu setzen mit einer Bewerbung.
Wer das begriffen hat, kann schon Druck abbauen.

Soweit mir bekannt, hat der SB zu erhebende Daten beim HE selbst abzurufen.
Deshalb zeigst du freiwillig, was du zu zeigen bereit bist.

Ellenlange URLs, die auf online-Formulare verweisen, wird kein SB gerne abtippen wollen.
Telefonnummern, die in Übersee beim CEO des Global Players landen, der garantiert keinen Schimmer haben wird, was SB in radebrechendem Ton in Erfahrung zu bringen sucht.

Meine allererste SB sagte, es sei ihr gar nicht gestattet, den Bemühungen hinterher zu telefonieren als ich hinterfragte, wozu sie diese Daten wolle, ich patronisierendes Verhalten nämlich nicht wünsche. Ich sei voll geschäftsfähig und verbäte mir, daß SB durch Hinterhertelefoniererei den Anschein erwecke, daß ich dem Kindergarten nicht entwachsen sei.
Als sie einräumt, daß ihr das verboten sei, verkniff ich mir die Frage, die jeder Logiker stellen würde.

Da ich dem Braten trotzdem nicht traue, machte ich es potentiellen Schnüfflern nicht so leicht, gegen den Datenschutz zu verstoßen.
Auf meiner Liste standen nur selten Telefonnummern, da Online-Bewerbung, Adressat wünschte ausdrücklich keine telefonische Kontaktaufnahme.
Zahlendreher, Angabe der Callcenter-Nummern des Unternehmens, wo Bestellungen abgegeben werden, bitte ich, mir nachzusehen. :wink:
Namen der Chefs finde ich im Impressum.
Wenn dann lamentiert werden sollte, kann ich gegenfragen, wie es denn kommt, daß...

Prinzipiell kann dir diese Frage der Datenschützer deines Bundeslandes beantworten.
Da dieser zahnlos-träge Tiger auch kein Beamten-Mikado mag, solltest du deine Frage sehr präzise hinsichtlich deiner Bedenken stellen, was Briefgeheimnis und die Vertraulichkeit der Worte bei einem sich anbahnenden Verhältnisses angeht.
Du möchtest wissen, was genau Dritten - hier ein wildfremder SB beim JC - offenbart werden müsse, ohne sich selbst dabei ins Unrecht zu setzen.

Guckst du hier, was ein RA dazu meint, der sich Arbeitsrecht auf die Fahne geschrieben hat.
Die Anbahnung zähle ich zum Bewerbungsprozeß dazu.

Der Datenschützer sollte mit deiner Fragestellung zum Jagen getragen werden.
Wenn du so freundlich bist, diese Korrespondenz (deine Frage und seine Antwort) hier ausreichend anonymisiert einzustellen, hätten wir schon wieder eine schicke PDF, mit der sich die selbe Frage beantworten ließe.
 
E

ExUser 2606

Gast
Cibernauta,

ich war letztes Jahr drei Monate während eines Kündigungschutzverfahrens drei Monate bei der AfA gemeldet. Hatte eine wirklich gute SB erwischt.

Im Ersttermin legte sie mir eine EGV vor. Stand nicht viel drin, hatte nichtmal eine Rechtfolgebelehrung, ichhab das Ding eingesteckt und wir haben nie wieder darüber gesprochen (gab uch nur diesen einen Termin). Ichhätte diese EGV aber nicht unerschrieben und ich will Dir auch sagen warum:

Da standen 3 Bewerbungen monatlich drin. an sich eine niedrige Zahl aber: Die SB sagte mit schon im Gespräch, dass sie die Zahl da nur hinschreibt, weil ihr Chef das so verlangt. Wenn es mal einen Monat nur 2 Bewerbungen wären oder auch mal keine , wäre das für die kein Problem. Ausserdem sagte sie mir, in der Jobbörse gäbe es keine passenden Stellen für mich, ich solle besser wo anders suchen. (Habe eine recht hohes Gehalt, dazu GdB 100 G aG B und nen Rollstuhl.) VVs würde sie auch nur ohne Rechtsfolgebelehrung verschicken (Habe nie einen bekommen). Mir war klar, dass es ganz schwierig wird, was neues zu finden, ert recht ohne grosse Abstriche beim Gehalt.

Jetzt kommt noch dazu, dass ich eruflich Angebote erstelle, also habe ich täglich mit Vertragstexten zu tun.

Ich weigere mich einfach, einen Vertrag zu unterschreiben, von dem ich im Voraus weiss, dass ich ihn nicht erfüllen kann. Ich weiss doch gar nicht, ob diese nette SB nächste Woche noch da ist und ob sie sich an ihre Aussagen noch erinnern kann.

Nicht umsonst steht in fast jedem Vertrg, dass mündliche Nebenabreden nicht bestehen.
 

Holler2008

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Da wir uns hier im ALG II befinden gibt es keine ungeeigneten Stellen. Werden weniger Bewerbungen geschrieben als vereinbart, folgt eine 30% Sanktion.
Was für ein Quatsch.
Es kann sein, dass er die Anforderungen nicht erfüllt, denn da habe ich schon z.B. als Anforderung "nur Schwerbehinderte" gesehen.

Außerdem gibt es zig Möglichkeiten, wie eine Stelle unzumutbar sein kann.
- zu lange Pendelzeit
- körperliche Voraussetzungen vom AG
- körperliche Einschränkungen vom AN
usw.
 
E

ExUser 2606

Gast
Schon dass bei den VVs für die AfA oder das JC steht "sowit Stellen vorhanden" und der elo muss immer auf de volle Zahl kommen stört mich massiv. sowas sit nicht ausgewogen und daher nicht unterschriftsfähig.

Aber meine SB wusste gllaub ich, dass ich das Ding nicht unterschreibe. sie hat mir auch nur ein Exemplar (mit ihrer Unterschrift mitgegeben.
 
Status

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