Werden die Umzugskosten bei Kündigung durch den Vermieter vom Sozialamt übernommen?

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Anna1

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Hallo, wir sind in eine schlimme Lage gekommen wegen Wohnungskündigung durch Vermieter. Wir müssen notgedrungen ungewollt, gezwungenermaßen umziehen.
Frage hierzu. Wer weiß darüber Bescheid: Umzugskosten, Wohnungssuchanzeigen, Renovierung usw. - wird das vom Amt übernommen, oder muss man das Schonvermögen aufwenden/aufbrauchen?
Danke im Voraus
 

Seepferdchen 2010

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Guten Morgen @Anna1

Gut Danke ..............wenn du eine Wohnung gefunden hast, dann reiche bitte das Mietangebot beim deinem Amt ein
und achte auf die örtliche Richtlinie deiner Stadt, dazu mal der Link dazu:


Zum Mietangebot erstellst du bitte ein Anschreiben und fügst dem Anschreiben in Kopie die Kündigung bei um gleichzeitig
auf die Dringlichkeit zu verweisen.

Und zur Information stelle ich dir folgenden § 35 SGB XII zum nachlesen rein, hier bitte Absatz 2 und ab Satz 2
steht wie das Amt vorgeht und was du beachten mußt.
Bei einer erheblichen gesundheitlichen Einschränkung können 10% mehr zur angemessen Miete zugerechnet
werden.

Wenn du die schriftliche Zusicherung bekommst zum Mietangebot, dann bitte reiche einen Antrag für die Umzugskosten
ein, hier beachte das du min. 3 Kostenvoranschläge von Umzugsfirmen einreichst,

Du mußt nicht dein Schonvermögen aufbrauchen und zu der Renovierung schreibe ich dir etwas später, dazu schau
bitte falls vorhanden in das Übergabeprotokoll deiner jetzigen Wohnung, dort muß stehen in welchen Zustand du die
Wohnung bei Einzug übernommen hast.
 

Anna1

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Du mußt nicht dein Schonvermögen aufbrauchen und zu der Renovierung schreibe ich dir etwas später, dazu schau
bitte falls vorhanden in das Übergabeprotokoll deiner jetzigen Wohnung, dort muß stehen in welchen Zustand du die
Wohnung bei Einzug übernommen hast.
Vielen Dank. Ich muss nun noch einen extra Thread für meinen Sohn eröffnen. Bei ihm schaut es anders aus. Er muss den Umzug zahlen, die Kosten werden zwischen uns beiden hälftig vom Amt geteilt. Das heißt bei ihm geht das Schonvermögen drauf, der arme, mit so jungen Jahren verliert er sein Erspartes für einen erzwungenen Umzug, den wir gar nicht wollen. Das ist so ungerecht. Und das wird ganz schön teuer, Wohnungsrenovierungen gleich 2x , in der jetzigen Wohnung laut Mietvertrag bei Auszug, und bei Einzug in eine andere Wohnung vermutlich auch(weil es bei den meisten Wohnungen bei Éinzug ist) Umzugskosten, Wohnungsbeschaffungskosten, Kaution (gut, die Kaution geht ihm nicht verloren). Und das nur, weil er mit seinem Einkommen Kindergeld und Unterhaltsvorschuss überm Hartz IV-Satz ist und daher Wohngeld bekommt :((
Und das Schlimmste, in ca. 3 Jahren erneut Umzugszwang.
Unter welchem Thema kann man denn hier Fragen wegen Wohngeld stellen? Kann nichts finden.

Wohnungsrenovierung der alten Wohnung. Das schaut so aus. Bei Einzug vor 51/2 Jahren haben wir die Küche und einen Teil des Schlafzimmers frisch gestrichen, das andere brauchten wir nicht streichen, weil die Vormieter nicht lange drin waren und alles noch gut ausgesehen hat. Im Mietvertrag heißt es, alle 5 Jahre Schönheitsreparaturen, Streichen der Wände. Die 5 Jahre sind vorbei. Deshalb müssen wir bei Auszug alles neu streichen.

Hallo, wir haben eine unglückliche Konstellation bei meinem 16 jährigen Sohn. Ich bin in Grundsicherungsaufstockung. Aber er ist in Wohngeldbezug, weil er für Hartz IV-Bezug mit seinem Einkommen, welches aus Kindergeld und Unterhaltsvorschuss besteht, einige Euro drüber ist , daher ist er aus Hartz IV rausgefallen, und er bekommt Wohngeld. Nun soll er bluten. Denn wegen Eigenbedarfskündigung , erzwungener Auszug sozusagen aus der Mietwohnung, soll nun sein Schonvermögen für Umzugskosten und Wohnungsrenovierung drauf gehn. Denn das wird zwischen mir und ihm hälftig aufgeteilt, und meine Hälfte übernimmt das Sozialamt, seine Hälfte aber soll er selber zahlen. Das ist ganz schön heftig für einen Jugendlichen, nur weil er einige Euro über dem Hartz IV Bedarf liegt. Gibt es denn da keine Beihilfen für ihn? Schließlich ist das nicht einmal ein gewollter Umzug, sondern ein erzwungener für uns.
 

Seepferdchen 2010

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Guten Tag Anna1

Nun soll er bluten. Denn wegen Eigenbedarfskündigung , erzwungener Auszug sozusagen aus der Mietwohnung, soll nun sein Schonvermögen für Umzugskosten und Wohnungsrenovierung drauf gehn. Denn das wird zwischen mir und ihm hälftig aufgeteilt, und meine Hälfte übernimmt das Sozialamt, seine Hälfte aber soll er selber zahlen.

Nun mal eine Frage, liegt dir das schriftlich vor vom Sozialamt, wenn ja mit welcher Begründung?
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Anna1

ich habe gesehen du hast noch ein Thema eröffnet, wegen deinem Sohn und den Kosten.
Liegt dir jetzt vom Sozialamt eine schriftliche Zusicherung vor für die Übernahme der neuen Mietkosten?
Hast du einen Antrag gestellt auf Übernahme der Umzugskosten?

Und was steht im Übergabeprotokoll deiner jetzigen Wohnung und von wann ist er Mietvertrag, diese Fragen beziehen
sich im Hinblick auf die Klausel der Schönheitsreparaturen?

Und schau bitte mal in diesen Faden zum Thema Schönheitsreparaturen, wichtig!

 
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Anna1

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Nun mal eine Frage, liegt dir das schriftlich vor vom Sozialamt, wenn ja mit welcher Begründung?
ja, mündlich, aber das wurde bislang schon immer so gehandhabt, wenn was mit der jetzigen Wohnung war, zB bei Müllgebühren und Müllmarken. Da hat das Sozialamt nur die Hälfte für mich übernommen. Genauso Miete und Nebenkosten, wurde hälftig auf uns beide aufgeteilt. Und Nebenkostennachzahlungen wurden auch hälftig aufgeteilt. Mein Sohn hat dafür vom Wohngeldamt nichts bezuschusst oder übernommen bekommen. Beim Wohngeld war es so, dass er etwas mehr bekommen hat, als wenn er Hartz IV bekommen hätte. Davon konnte man, wenn man das vorab jeden Monat weggelegt hat, dann solche Nachzahlungen, die er hälftig bezahlen musste, begleichen. Aber wenn ein Umzug kommt, das wird hart., weil Umzug mit Möbelabbau und Möbelaufbau, Küche montieren, usw. immer teuer ist, wenn man eine voll eingerichtete Wohnung mit Mobiliar usw. hat. Dann muss er wirklich dafür das Gesparte aufbrauchen, weil sein hälftiger Anteil von keinem Amt übernommen wird. Im Wohngeldbezug ist das Schonvermögen davor nicht geschützt.
Mein Sohn ist ja weder Grundsicherungs- noch Hartz IV-Bezieher. Er bekommt Wohngeld, und da gibst nichts zusätzlich.
Beim letzten Umzug hat das Amt wenigstens auch die Wohnungsbeschaffungskosten übernommen, /Wohnungssuchanzeigen in der Zeitung), wird heute nicht mehr übernommen. So sehe ich gar keine Chance eine Wohnung zu bekommen. Amt sagt, man soll auf Onlineportalen kostenlos inserieren. Nur bekommt man da null Angebote. Das war vor 5 Jahren schon so und hat sich heute nicht verändert. Ich hatte vor 5 Jahren auch keine Chance, als ich mich auf Wohnungsanzeigen beworben habe, es war aussichtslos. Ich war oftmals mit 50 und mehr Bewerbern in einer Schlange vorm Haus der jeweiligen Vermieter, und habe auf diese Weise nie eine Wohnung bekommen. Auch nicht über Makler, die haben sich immer die besten Leute ausgesucht, Alleinstehende mit hohem Einkommen, tollem Beruf und so. Und wenn man sich heute für eine Wohnung , die in einer Zeitung steht, bewirbt, ist es noch schlimmer als vor 5 Jahren. Heute bekommen die Vermieter 500-1000 und mehr Zuschriften von Bewerbern. Haben mir welche erzählt, bei denen ich mich vor kurzem vorgestellt habe. Null Chance für unsereins, für Allein Erziehende mit Kind sowieso nicht. Die einzige Chance , die mir damals vor 5 Jahren geholfen hat, waren Anzeigen in der Tageszeitung, und zwar wöchentlich. Da hat dann aber eine Anzeige ca. 35 Euro gekostet. Damals hatte ich Glück, das Amt hat es übernommen. Heute sagt das Amt, dass das nicht mehr übernommen wird.
Schade dass es kein Gesetz gibt, wo in solchen Fällen die Vermieter Schadensersatz leisten müssen.Eine Zumutung, jetzt auszuziehen, und in ca. 3 Jahren müssen wir schon wieder umziehen. Mein Sohn ist erst 16, und es ist jetzt noch zu früh, dass er von zuhause wegzieht, er ist auch gar nicht dazu bereit und hat sich noch nicht abgenabelt., hab das Thema mit ihm besprochen.

Ich bin ehrlich gesagt total frustriert und wütend, weil das Ersparnis für meinen Sohn draufgehen soll- für einen Umzug, für den wir nichts können, den uns die Vermieter aufzwingen.Wir wären ja irgendwann sowieso hier ausgezogen, aber eben erst in ca 3 Jahren, wenn mein Sohn volljährig ist und auszieht. Denn dann wäre der Umzug vom Amt aus erzwungen, weil mir allein eine so große Wohnung und hohe Miete nicht zusteht. Aber so lange bis es soweit ist, wären wir gern hier wohnen geblieben. Und mein Sohn hat dann später kein Startkapital mehr, wenn er von mir wegzieht. Von seinem Sparbuch hätte er sich dann später wenigstens was finanzieren können, was kein Amt übernimmt.

Wurde die Eigenbedarfskündigung denn schonmal von einem Fachanwalt für Mietrecht überprüft? Eigenbedarfskündungen werden manchmal auch von Vermietern gemacht, nur um sich unliebsame Mieter zu entledigen.
Jedenfalls gibt es dafür einen Beratungsschein vom Amtsgericht.
Danke. Beratungsschein hab ich schon längst geholt und war vor zwei Tagen beim Anwalt. Der Vermieter hat uns eine Kündigungsfrist gegeben, weil wir schon über 5 Jahre in der Wohnung wohnen. Wenn wir bis zwei Monate vor Ablauf nichts gefunden haben, können wir Widerspruch einlegen und unsere Situation erklären. Dann entscheidet der Richter, was höherwertig ist: unser Anliegen oder das Anliegen der Vermieter. Wenn die Vermieter gewinnen, wovon ich ausgehe, denn sie sind einfach in der besseren Position,sie sind
überall bekannt und angesehen, auch geschäftlich, und wir sind "niemand", zudem noch welche, die von staatl. Aufstockung leben und die daher bei vielen wegen ihren Vorurteilen eh nicht beliebt sind - dann können die Vermieter Räumungsklage machen.
 

Seepferdchen 2010

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Guten Tag Anna1

ja, mündlich, aber das wurde bislang schon so gehandhabt, wenn was mit der jetzigen Wohnung war, zb Nebenkostennachzahlunt. Da hat das Sozialamt nur die Hälfte der Nachzahlung für mich übernommen.

Das sind die Kosten der Unterkunft diese werden natürlich anteilmäßig berechnet und auch richtig aber jetzt steht der Umzug an und hier kann von einem minderjährigen Kind nicht verlangt werden, das er sein erspartes zu den Umzugskosten beiträgt.
Nun meine Frage in welcher Höhe ist denn seine Ersparnis gewesen, was hatte er bei Beantragung als du Sozialhilfe
nach SGB XII stellen mußtest und wann wurde der Antrag gestellt, meine Frage daher, das sich im Schonvermögen
etwas geändert hat.
Wichtig auch alles was man schriftlich hat, mündlich ist "Schall und Rauch"
Zum Thema Schonvermögen im Rechtskreis vom SGB XII lies bitte in diesem Link:


Das ist leider richtig, vom Wohngeldamt bekommt er keine Unterstützug.
Er bekommt Wohngeld, und da gibst nichts zusätzlich.
 

Anna1

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Bei einer erheblichen gesundheitlichen Einschränkung können 10% mehr zur angemessen Miete zugerechnet
werden.
Danke,aber wo kann ich das finden, dass bei erheblicher Gesundheitlicher Einschränkung 10% zur angemessenen Miete dazu gerechnet werden können? Betrifft das die Warmmiete oder die Kaltmiete?

Das ist leider richtig, vom Wohngeldamt bekommt er keine Unterstützug.
Ja das war zuerst so, dass wir beide Leistungen bekommen habe, ich Sozialhilfe wegen Erwerbsminderungsrente, und er war früher in Hartz IV. Dann habe ich einen Pflichtteil geerbt und wir mussten den bis aufs Schonvermögen aufbrauchen. Meinem Sohn standen dann nach Verbrauch des Pflichtteils laut Jobcenter an Schonvermögen 3100 + einmalige Anschaffungskosten 750= 3850 zu. Davon hat er mittlerweile schon was verbraucht, weil er was davon für sich gekauft hat.
Als also alles aufgebraucht war bis auf mein Schonvermögen und das Schonvermögen von ihm, habe ich neu Sozialhilfe für mich und für ihn Hartz IV beantragt. HartzIV wurde dann für ihn abgelehnt und aufs Wohngeldamt verwiesen, weil er wegen seinem Einkommen (Kindergeld und Unterhaltsvorschuss) etwas drüber lag. Das war letzten Herbst.

Du hast geschrieben: "Aber jetzt steht der Umzug an und hier kann von einem minderjährigen Kind nicht verlangt werden, das er sein erspartes zu den Umzugskosten beiträgt."
Ja aber welche Lösung gibt es denn für ihn im Wohngeldbezug? Und steht das irgendwo, dass ein minderjähriges Kind sein Schonvermögen nicht aufbrauchen muss? Dann muss meins dafür aufgebraucht werden, ich muss es bezahlen. Darauf läuft es hinaus, denke ich. Ich denke nicht , dass ein Amt das für ihn übernimmt. Hat man mal ein Notpolster,
worauf man zurück greifen kann, geht es verloren für einen erzwungenen Umzug.
 
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Ich würde das erstmal schriftlich beantragen. Vieles an den Umzugskosten word ja nichtteuerer, weil ihr zu zweit seit, von daher ist es nicht ganz kosgisch, dass dein Sohn die Häfte der Kosten tragen soll.
 

Anna1

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Du meinst, ich soll es für meinen Sohn schriftlich beim Sozialamt beantragen? Stimmt da hast Du recht, vieles an Umzugskosten wird ja nicht teurer, weil wir zu zweit sind. Das ist eine gute Begründung. Es wär fast genauso teuer, wie wenn ich allein umziehen würde. Das Inventar seines 11qm-kleinen Kinderzimmers ist lächerlich gegen all das andere, was eh anfällt, wenn ich allein umziehen würde.
Was zusätzlich für ihn anfällt, ist das Streichen seines 11qm-Zimmers bei Auszug und bei Einzug.
Aber meinst Du, dass das Amt so eine Begründung akzeptieren wird?
Schade dass man in so einem Fall nicht die Vermieter auf Schadensersatz verklagen kann.
Eigentlich ist das ja schon eine unzumutbare Härte, wenn ein minderjähriges Kind, nur weil es einige Euro überm ALGII-Bedarf liegt, mit seinem Schonvermögen bluten soll.
 
E

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Ich würde die gesamten Umzugskosten erstmal schriftlich beantragen und dann abwarten, was da kommt. Wenn siedas dan halbieren wollen, dann würe ich im Wiederspruch gegenargumentieren.
 

Seepferdchen 2010

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Anna1 bitte stelle ganz normal einen Antrag wenn du ein Mietangebot dem Amt vorlegen kannst und die schriftliche Zusage wegen der Übernahme der Kosten der Unterkunft vom Amt dir vorliegt.

Dann wie bereits geschieben werden die Umzugskosten beantragt schriftlich, wenn du dazu Hilfe brauchst, dann schreibe bitte.

Wie gesagt, mir wurde das von meiner SB mündlich telefonisch auf Anfrage mitgeteilt, dass nur die Hälfte der Umzugskosten für mich übernommen werden.

Das muß schriftlich im Bescheid begründet werden, erst dann können wir weiter sehen, inwieweit ggf. man dir hier einen Hinweis geben kann,
 

Anna1

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Von meinem Schonvermögen wird für den Umzug eh viel draufgehn. Und zwar mitunter deshalb, weil ich die Umzugsarbeiten nicht mehr allein bewältigen kann. Mein Rücken ist nämlich fertig. Nach einem Umzug bin ich monatelang zugang, mich gesundheitlich wieder so hinzukriegen, wie ich vor dem Umzug war. Wenn überhaupt. ´Weiß das vom letzten Umzug vor ca 5 Jahren.
Daher muss ich für Dinge investieren, die kein Sozialamt übernimmt, zb Leute, die mir helfen zu packen. Leute, die mir helfen die Wohnung zu renovieren (muss die jetzige bei Auszug komplett renovieren, und die neue evtl. bei Einzug) - ja und auch bez Renovierungen sollen die Kosten hälftig für mich und meinen Sohn aufgeteilt werden. Das Amt erwartet, dass meine Kinder und ihre Kumpels das machen, auch Möbel ab- und aufbauen, wenn ich es nicht selber machen kann. Die Vorbereitungen für den Umzug mit dem Möbelwagen und danach die Möbel wieder zusammenbauen, große Teile wie Schränke, Küchenhängeschränke etc. zahlt kein Amt. Meine Große, die schon einige Jahre ausgezogen ist, ist mitten in der Ausbildung, und es ist stressig bei ihr. Sie ist nicht belastbar und muss achtgeben nicht wieder in Depression und Burnout zu verfallen, und daher lass ich sie lieber mal in Ruhe mit Umzugsarbeiten. Und mein Sohn muss die Schule schaffen und sich darauf konzentrieren. Ich kann die Kinder gar nicht richtig in einem Umzug einbeziehen. Und wie kann man schon von Freunden der Kinder verlangen, dass sie umsonst helfen sollen? Nene , das wäre Ausbeutung auf Kosten anderer. Also muss ich Helfer suchen, die ich dann entsprechend aus eigener Tasche bezahle. Damit mein Rücken geschont ist. Krankenkasse zahlt so was auch nicht. Sonst bin ich hinterher gesundheitlich erst recht fertig.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Vielen Dank, also in der Reihenfolge. OK, mach ich. Ich brauch dann zur gegebenen Zeit bestimmt mit Sicherheit wieder Eure Hilfe. Ich will halt schon vorher immer alles genau abklären und zermartere mir den Kopf darüber, aus Sicherheitsgründen und zur Beruhigung, sonst macht mir das Angst und erschlägt mich. Bin kaum noch belastbar, Nerven sind auch fertig, und so ein Umzug erschlägt mich bin völlig überfordert damit.
 
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Wenn du eine ärztliches Attest bekommst, dass du aus gesundheitlichen Gründen den Umzug nicht alleine machen kannst, dann hast du eine Chance, Umzugshelfer bewilligt zu bekommen.
 

Seepferdchen 2010

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@Anna1

ich stelle dir mal zum lesen und zur Information folgendes Urteil rein und es gibt noch einige Hinweise bzw. Urteile dazu,
ich möchte dir nur aufzeigen welche Möglichkeiten es gibt:

Familienangehörige und Freunde sind grundsätzlich nicht verpflichtet, für einen Leistungsberechtigten einen Umzug durchzuführen.
Quelle:
1. Sozialgericht Detmold, Beschluss vom 17.10.2014 - S 8 SO 237/14 ER

Umzugskosten - Hilfe von Verwandten - gewerbliches Umzugsunternehmen - Erforderlicher Umzug - Abschluss des Mietvertrages nicht relevant bei der Beantragung zur Zustimmung der Umzugskosten

Anordnungsanspruch auf Übernahme der Umzugskosten für ein gewerbliches Umzugsunternehmen

Leitsatz ( Redakteur )
Familienangehörige und Freunde sind grundsätzlich nicht verpflichtet, für einen Leistungsberechtigten einen Umzug durchzuführen ( Anlehnung an BSG, Urt. v. 15.11.2012 - B 8 SO 25/11 R).
Anmerkung und Hinweise auch zum SGB II:

Der Leistungsberechtigte muss bei Vorbereitung und Durchführung eines Umzugs auf möglichst geringe Kosten achten (BSG vom 6.5.2010 - B 14 AS 7/09 R: »Die in § 2 SGB II zum Ausdruck gekommene Obliegenheit zur Eigenaktivität kann als Auslegungshilfe bei der Allwendung und Interpretation aller Regelungen, die Rechte und Pflichten der Leistungsberechtigten normieren, herangezogen werden.«).

Als Ausnahmen werden Alter, Krankheit oder Behinderung und das Vorhandensein von Kleinkindern aufgeführt.
Aber auch sonstige in der Person liegenden Gründe: Wenn man nicht im Besitz eines entsprechenden Führerscheins ist und weder Verwandte, Freunde oder Bekannte zur Verfügung stehen, ist ein Umzug in Eigenregie nicht möglich und die Kosten für einen gewerblichen Umzug sind vom Jobcenter zu übernehmen (vgl. BSG, Urt. v. 15.11.2012 - B 8 SO 25/11 R, Rn 21; SG Lüneburg, Beschl. v. 11.02.2013 - S 45 AS 50/13 ER, Rn 11 u. 12).

Soweit möglich und zumutbar, kann das Jobcenter daher auf Selbsthilfeleistungen verweisen (eigener Abbau, Einpacken und Aufstellen der Möbel in der neuen Wohnung). Der Leistungsberechtigte ist auch gehalten, Familienmitglieder, Angehörige oder Freunde ernsthaft um Hilfe zu bitten (LSG Sachsen-Anhalt vom 27.11.2012 - L 5 AS 902/12).

Allerdings sind Angehörige oder Freunde nicht verpflichtet, für einen Leistungsberechtigten einen Umzug durchzuführen. Familienmitglieder sind nur als BG-Mitglieder zur Umzugshilfe verpflichtet. Die Notwendigkeit professioneller Hilfe kann deshalb nicht allein mit Verweis auf Freunde und Angehörige abgelehnt werden (BSG vom 15.11.2012 - B 8 SO 25/11 R; SG Lüneburg vom 11.2.2013 - S 45 AS 50/13 ER). (Vgl.Geiger in Unterkunfts- und Heizkosten nach dem SGB II - Das Handbuch, §. Aufl., Stand: 01.05.2015, S. 308 f.)
 

Paula Panter

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war vor zwei Tagen beim Anwalt
Und was hat der Anwalt genau gesagt? Bestehen Chancen?

Der Vermieter hat uns eine Kündigungsfrist gegeben
Der Vermieter muss immer eine Kündigungsfrist geben bei Eigenbedarf. Es kommt dabei auf die Länge der Mietdauer an.

Wenn wir bis zwei Monate vor Ablauf nichts gefunden haben, können wir Widerspruch einlegen und unsere Situation erklären. Dann entscheidet der Richter, was höherwertig ist: unser Anliegen oder das Anliegen der Vermieter.
Das ist so nicht richtig. Erstmal du kannst Widerspruch einlegen, und ggf. Härtegründe anführen. Erkundige dich mal im Internet darüber. Dann kann der Vermieter den Widerspruch entweder aktzeptieren oder es kommt zur Räumungsklage. Dann wird in einem längeren Verfahren geprüft, ob der Eigenbedarf wirklich nachvollziehbar ist und falls ja, dann wird über deinen Widerspruch wegen deiner Härtegründe entschieden. Bis dahin vergeht aber noch viel Zeit. Du solltest vorallem jetzt einen klaren Kopf behalten. Nur weil die Kündigungsfrist endet, heißt das nicht, dass am nächsten Tag der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht. Der Richter kann z. B. auch entscheiden das der Mietvertrag befristet weitergeht. Zumal durch die Corona Pandemie die Wohnungssuche zusätzlich erschwert wird.

Was du jetzt auch machen könntest, wenn ihr eh vorhatet dort irgendwann auszuziehen. Du könntest dem Vermieter anbieten bis zum Tag X gegen eine angemessene Summe auszuziehen. Manchmal kann man mehrere Tausende Euro dabei herrausschlagen. Das kannst du deinen Vermieter jederzeit anbieten, auch wenn die Sache schon beim Gericht ist.

Für die Wohnungssuche kann ich dir am besten Ebay Kleinanzeigen oder WG gesucht empfehlen ;)

Wenn die Vermieter gewinnen, wovon ich ausgehe, denn sie sind einfach in der besseren Position
Ach das ist Quatsch, du bekommst bei Eigenbedarf Prozesskostenhilfe, schau nur das du einen vernünftigen Fachanwalt für Mietrecht beauftragst. Außerdem solltest du dir auch überlegen, welche Gegenargumente für einen vorgetäuschten Eigenbedarf sprechen, das hilft dem Anwalt.
 

Anna1

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Wenn du eine ärztliches Attest bekommst, dass du aus gesundheitlichen Gründen den Umzug nicht alleine machen kannst, dann hast du eine Chance, Umzugshelfer bewilligt zu bekommen.
Danke, das Attest bekomm ich auf jeden Fall. Aber meine gesundheitliche Einschränkung hab ich schon der SB erwähnt , und sie weiß ja, dass ich krank und schwerbehindert bin. Sie sagte, die Kinder und ihre Kumpels können die Arbeiten machen, die ich nicht mehr selber machen kann. Meine Große muss dann halt auch ein Attest vorlegen. Mein Sohn wird sicher keins wegen schulischer Belastung bekommen.

. Zumal durch die Corona Pandemie die Wohnungssuche zusätzlich erschwert wird.

Was du jetzt auch machen könntest, wenn ihr eh vorhatet dort irgendwann auszuziehen. Du könntest dem Vermieter anbieten bis zum Tag X gegen eine angemessene Summe auszuziehen. Manchmal kann man mehrere Tausende Euro dabei herrausschlagen. Das kannst du deinen Vermieter jederzeit anbieten, auch wenn die Sache schon beim Gericht ist.
Für die Wohnungssuche kann ich dir am besten Ibäh Kleinanzeigen oder WG gesucht empfehlen ;)

Ach das ist Quatsch, du bekommst bei Eigenbedarf Prozesskostenhilfe, schau nur das du einen vernünftigen Fachanwalt für Mietrecht beauftragst. Außerdem solltest du dir auch überlegen, welche Gegenargumente für einen vorgetäuschten Eigenbedarf sprechen, das hilft dem Anwalt.
Was? Durch die Corona-Pandemie wird die Wohnungssuche erschwert? Wieso denn das?

Du meinst der Vermieter soll eine Entschädigung zahlen? Das sackt das Amt dann ein. Gilt als Einnahmen. Werden angerechnet. Was soll uns das helfen?
ibäh Kleinanzeigen ist gar nicht hilfreich - tote Hose. Diese Erfahrung in Sachen Wohnungssuche hab ich schon immer gemacht. Es werden Wohnungen angeboten, aber sie sind zu teuer.
Wir müssen uns nach den Mietobergrenzen ausrichten.
WG ist nichts für uns.Oder meinst Du mit anderen Zusammen ein Haus mieten, in dem mehrere Wohnungen sind? Das ist eine Idee, aber in meinem Fall aus Gründen der Schwerbehinderung sehr schwierig. Zumal wir ab jetzigem Zeitpunkt in drei vier Jahren eh wieder den nächsten Umzug planen müssen.
Vorgetäuschter Eigenbedarf- das glaube ich in dem Fall nicht. Der eine der beiden Vermieter, der durch Todesfall am Haus mitgeerbt hat und Mitvermieter geworden ist, hat tatsächlich vor, in die Wohnung zu ziehen. Gegenargumente für einen vorgetäuschten Eigenbedarf - was meinst Du damit?
 

grün_fink

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WG heißt hier sicher Wohnung und nicht Wohngemeinschaft.

Frage: Könnte der Sohn, da er ja schon 16 ist, nicht für den Monat des Umzuges leistungsberechtigt werden durch Umzugskosten, zumindest für den Betrag oberhalb seines ALG II-Schonvermögens?
 
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Danke, das Attest bekomm ich auf jeden Fall. Aber meine gesundheitliche Einschränkung hab ich schon der SB erwähnt , und sie weiß ja, dass ich krank und schwerbehindert bin. Sie sagte, die Kinder und ihre Kumpels können die Arbeiten machen, die ich nicht mehr selber machen kann.
Nochmal: Was Deien SB sagt, ist gegenstandslos. Und deine Tochter muss auch lein Attest vorlegen, die wohnt doch gar nicht mehr bei dir. Wenn du mit einem Sohn den Umzug gesundheitlich nicht schaffst, dann steht dir Hilfe zu.
 
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