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Werde ohne Wohnung nach Süddeutschland ziehen, geht der ALG-Antrag durch?

exspes

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#1
Guten Tag,

am 01.09.2014 werde ich, 28 Jahre und seit 9 Monaten obdachlos, mich in den Zug nach Süddeutschland setzen, versuchen dort eine Unterkunft im Obdachlosenheim zu bekommen und dort mein ALG2 "ummelden". Ich ziehe sozusagen "ohne Wohnung" um.
Bisher wohnte ich in meinem jetzigen Wohnort im hiesigen Obdachlosenheim, trennte mich jedoch von meiner Freundin mit der ich dort wohnte, und weitere Plätze sind nicht vorhanden. Mir ist bekannt, das man mir eine Unterkunft stellen muss, jedoch möchte ich die Gelegenheit nutzen, endlich hier wegzukommen und dies ist gerade ein günstiger Moment.

Wisst Ihr ob ich dabei irgendwelche Probleme bekommen könnte? Zur Zeit mache ich mir Sorgen, das die mir ein Rückfahrticket in die Hand drücken oder mich an meinen letzten Wohnort verweisen.

Meine Fallmanagerin sagte mir in einem e-Mailverkehr das, aufgrund von Obdachlosigkeit, ein "spezieller Fall" vorhanden ist und das ich sozusagen die Genehmigung habe bundesweit umzuziehen..

Sehe ich das richtig, das ich zuerst zum Einwohnermeldeamt im neuen Ort gehen muss um mich obdachlos zu melden, mit diesem Schein dann zum Jobcenter gehe und meinen Antrag stellen kann?
 

Lilastern

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#2
@exspes;1

Du brauchst unbedingt eine Meldeadresse, wo du täglich deine Post abholen kannst. Ohne Meldeadresse ist keine Leistung gewährleistet.

Hast du das schriftlich vom Jobcenter, dass du die Genehmigung hast, bundesweit umziehen?


Wende ich doch mal an Caritas, AWO, oder Diakonie vor Ort.

Und mache dir doch schon einmal Gedanken, wo du in etwa hinziehen willst, damit du mit der Wohnungsuche beginnen kannst.

So eine Obdachlosenunterkunft ist auch nur eine vorübergehende Lösung für eine Bleibe.

Angemessene kleine Wohnung.

Warte mal, es kommen sicherlich noch hilfreiche Antworten.
 
E

ExitUser

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#3
Hallo exspes!

Es gibt ein Urteil, ich glaube mittlerweile mehrere, dass Dir Leistungen nach dem SGB II zustehen.

Ebenso stehen dir Mittel für die Erstausstattung zu!

Vielleicht kennt hier jemand die Fundstelle?

Viel Glück!
 
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#4
Melde dich bei deiner neuen Obdachlosen Unterkunft und gebe deren Adresse beim Amt an. So würde ich es machen...
 

exspes

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#5
@exspes;1
Hast du das schriftlich vom Jobcenter, dass du die Genehmigung hast, bundesweit umziehen?.
Zitat aus der eMail: "Sie dürfen (!!!!) bundesweit umziehen. Es muss ja ein wichtiger Grund für den Umzug vorliegen (Das wäre bei Ihnen alleine schon gegeben, weil Sie sich in einer Obdachlosenunterkunft aufhalten oder sie bessere Arbeitsmarktchancen in der neuen Region hätten.)"

Soetwas habe ich sozusagen schriftlich in einer eMail.

Zuerst eine Wohnung dort zu suchen würde noch Monate bis Jahre dauern, bei meinen Qualifikationen, Schufaeinträgen, etc... Selbst die Wohnungsbaugesellschaften am jetzigen Ort, wo der Boden schon hoch kommt, lehnen mich ab. (Gepflegtes Äußeres, jedoch schlechte Vergangenheit)
 

Caso

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#7
Guten Tag,

am 01.09.2014 werde ich, 28 Jahre und seit 9 Monaten obdachlos, mich in den Zug nach Süddeutschland setzen, versuchen dort eine Unterkunft im Obdachlosenheim zu bekommen und dort mein ALG2 "ummelden". Ich ziehe sozusagen "ohne Wohnung" um.
Bisher wohnte ich in meinem jetzigen Wohnort im hiesigen Obdachlosenheim, trennte mich jedoch von meiner Freundin mit der ich dort wohnte, und weitere Plätze sind nicht vorhanden. Mir ist bekannt, das man mir eine Unterkunft stellen muss, jedoch möchte ich die Gelegenheit nutzen, endlich hier wegzukommen und dies ist gerade ein günstiger Moment.

Wisst Ihr ob ich dabei irgendwelche Probleme bekommen könnte? Zur Zeit mache ich mir Sorgen, das die mir ein Rückfahrticket in die Hand drücken oder mich an meinen letzten Wohnort verweisen.

Meine Fallmanagerin sagte mir in einem e-Mailverkehr das, aufgrund von Obdachlosigkeit, ein "spezieller Fall" vorhanden ist und das ich sozusagen die Genehmigung habe bundesweit umzuziehen..

Sehe ich das richtig, das ich zuerst zum Einwohnermeldeamt im neuen Ort gehen muss um mich obdachlos zu melden, mit diesem Schein dann zum Jobcenter gehe und meinen Antrag stellen kann?
Dir ist doch die Freizügigkeit noch nicht genommen---und in deinem Falle sogar wörtlich. Du setzt dich einen Zug und fährst nach freier Wahl in einen dir hoffentlich angenehmen Ort.
Du benötigst eine Meldebestätigung und zwar mit der Adresse der dortigen Notunterkunft. Dort müsstest du dich melden, bekommst eine Bescheinigung und bei der Meldebehörde/Einwohnermeldeamt/Bürgeramt/Landratsamt, Abtl. Meldewesen---dann den Zettel Meldebestätigung. Adresse =Notunterkunft XY.
Damit kannst du zum zuständigen Jobcenter gehen und Leistungen nach SGB II beantragen.Das wäre dann der Regelbedarf 391,- für Alleinstehende und dazu der KDU-Anteil für die Notunterkunft.

Beim Wohnungsamt und dort bei der Fachstelle Wohnraumsicherung o.s.ä kannst du einen Antrag zur Wohnungssuche stellen, falls du dort in dem Ort bleiben willst.
Du kannst dir auch sofort selbst eine Unterkunft suchen und falls du ein Angebot von einem Vermieter bekommst, dieses dem JC vorlegen und die Zusicherung zur Kostenübernahme beantragen.
Also daß das JC diese Wohnkosten bezahlt---wenn ja, dann kannst du einen Mietvertrag schließen.
Auch eine Erstausstattung für diese Wohnung kannst du beantragen. Wie und wieviel da gewährt wird, entscheidet jede Kommune selber.
 

exspes

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#8
Dir ist doch die Freizügigkeit noch nicht genommen---und in deinem Falle sogar wörtlich. Du setzt dich einen Zug und fährst nach freier Wahl in einen dir hoffentlich angenehmen Ort.
Du benötigst eine Meldebestätigung und zwar mit der Adresse der dortigen Notunterkunft. Dort müsstest du dich melden, bekommst eine Bescheinigung und bei der Meldebehörde/Einwohnermeldeamt/Bürgeramt/Landratsamt, Abtl. Meldewesen---dann den Zettel Meldebestätigung. Adresse =Notunterkunft XY.
Damit kannst du zum zuständigen Jobcenter gehen und Leistungen nach SGB II beantragen.Das wäre dann der Regelbedarf 391,- für Alleinstehende und dazu der KDU-Anteil für die Notunterkunft.

Beim Wohnungsamt und dort bei der Fachstelle Wohnraumsicherung o.s.ä kannst du einen Antrag zur Wohnungssuche stellen, falls du dort in dem Ort bleiben willst.
Du kannst dir auch sofort selbst eine Unterkunft suchen und falls du ein Angebot von einem Vermieter bekommst, dieses dem JC vorlegen und die Zusicherung zur Kostenübernahme beantragen.
Also daß das JC diese Wohnkosten bezahlt---wenn ja, dann kannst du einen Mietvertrag schließen.
Auch eine Erstausstattung für diese Wohnung kannst du beantragen. Wie und wieviel da gewährt wird, entscheidet jede Kommune selber.
Vielen herzlichen Dank für diese ausführliche Antwort, nun mache ich mir eindeutig weniger Sorgen. Danke!

Vielen Dank für deinen Link. Stuttgart soll es werden. Falls es dort Probleme gibt, wollte ich Richtung Karlsruhe oder weiter runter nach Freiburg.
 

KristinaMN

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#9
Und immer schön darauf achten, dass selbst in der Notunterkunft keine Kürzung des Regelsatzes von Euro 391 erfolgt !

ALG II Pauschalmiete | Sozialberatung Kiel

Falls das jetzt erfolgt mache einen Widerspruch bzw. Überprüfungsantrag. Das hierdurch "gewonnene" Geld kannst Du für Deine "Reise" bestimmt gut gebrauchen.
 

exspes

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#11
Danke! Daraus liest sich, das es eventuell besser wäre erst zum Einwohnermeldeamt zu gehen und sich den "ofW"(ohne festen Wohnsitz)-Aufkleber zu holen.
Einen Rückfahrschein abzulehnen, mit der Begründung der Rechtswidrigkeit vom Verwaltungsgericht München, sowie der Sammlung der evangelischen Obdachlosenhilfe dieser rechtswidrigen Fälle ist eine gute Referenz. Zumal die Evangelische Obdachlosenhilfe ein großes Wohnheim dort besitzt und mir dann dabei sicher weiterhelfen kann. Danke nochmals!
 

Caso

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#12
Und immer schön darauf achten, dass selbst in der Notunterkunft keine Kürzung des Regelsatzes von Euro 391 erfolgt !
Der *Regelsatz*, der schon seit 2005 Regelleistung und seit 2011 Regelbedarf heißt, und derzeit 391,- für Alleinstehende beträgt, wird garantiert nicht gekürzt. Weder in der Notunterkunft noch in einer Wohnung.
Was gemindert werden könnte, wären dann die von dir genannten KDU (zb. als Pauschalmiete).
Dagegen kann man dann vorgehen---mit den gegebenen Rechtsmitteln.
Merke bitte:
Regelbedarf für den Lebensunterhalt
KDU für die Aufwendungen für die Unterkunft und Heizung.
Beides zusammen ist Alg2.

Außerdem würde ein JC niemals eine Rückfahrt anbieten.
Was du da als Altertümchen ausgegraben hast, erhitzte die Gemüter vor 10 Jahren. Und seit fast 10 Jahren gibts ja das SGB II. Was soll also dein Link? Bist du Archäologe?
 

KristinaMN

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#13
@caso, da liegst Du leider falsch. In München tägliche Praxis:

Das JC der Franziskanerstr., Bahnhofsmission, usw. bieten im Auftrag der Stadt unverändert Rückfahrkarten an. Was glaubst Du was mit den vielen Bulgaren und Rumänen gemacht wird?!

In Münchner Frauenhäusern, Obdachlosenunterkünften, etc., erfolgt ebenso unverändert der pauschale Abzug für Strom etc.

Nur wer sich wehrt setzt sich durch. :wink:

P.S.: Auch Dr. Ahmed hat für die Revision Mollath´s ein Urteil aus dem Jahre 1970 ausgekrammt. Manche Sachen bleiben lange erhalten so lange sich nichts verändert.

Ob das nun Regelbedarf oder Regelsatz nun heißt ist dann nebensächlich, so lange das Geld korrekt kommt.

@exspes

Du solltest Dich über die seziellen Regelungen in Stuttgart informieren. In manchen Städten geht man direkt in die Obdachlosenunterkünfte, in München z.B. erfolgt eine "Einweisung" durch die Zentrale Wohnungslosenhilfe aufgrund von gemeldeten freine Plätzen.
 

Caso

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#14
@caso, da liegst Du leider falsch.
Ob das nun Regelbedarf oder Regelsatz nun heißt ist dann nebensächlich, so lange das Geld korrekt kommt.
Das finde ich nicht, daß es egal ist, wie es heißt. Der Regelsatz ist nämlich gar nicht 391,- Ich würde also nicht nur den Regelsatz haben wollen---sondern den derzeitig gesetzl. geregelten Regelbedarf. Der ist viel höher als der Regelsatz.
Und es ist weiterhin bei dir falsch, daß vom Regelbedarf der pauschale Abzug vom Strom etc. erfolgt. Wenn überhaupt, wird er rechtswidrigerweise aus den KDU herausgerechnet. Denn auch in Notunterkünften wohnende LB haben ja KDU.

Stehst du denn evtl. heute auf dem Kopf?:icon_mrgreen:

Dein Link von vor 10 Jahren ist und bleibt ein altes, verjährtes Ding! Der Hinweis auf gegenwärtige Praxis tuts doch als Warnhinweis auch.
Überdies nehme ich an, das der TE weder Rumäne noch Bulgare noch psychisch belastet ist. Er fragt hier ganz gut und deutlich nach.
Soll er doch möglichst gute und richtige und aktuell gültige Antworten bekommen, oder? Das SGB II gilt nun mal *neu* seit 2005.

Was hat da zb der Mollath wieder hier zu suchen? Mach doch einen Mollath-Thread auf, wenns denn magst, das Thema.
Schreddern ist nicht gewünscht, nicht hilfreich und nicht zielführend.
 

KristinaMN

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#15
@caso, Du scheinst keine Praxiserfahrung zu besitzen; so hilft Du exspes nicht ....

Bei Notunterkünften erfolgt keine Erfassung des Stromverbrauches über Stromzähler. Deshalb ist keine Abrechnung möglich.

Die JC ziehen aber trotzdem den Betrag für Strom von rd. Euro 33 aus dem Warenkorb des Regelbedarfes von Euro 391,00 ab.
Hartz 4 Regelsatz - 391 ? Regelbedarf 2014 beim Arbeitslosengeld II

Der Link von der Sozialberatung Kiel hat somit seine Berechtigung.

Das BSG-Urteil ist somit auch ein Vorteil für alle Leistungsbezieher mit Pauschalmiete, insbesondere Wohnungs- und Obdachlose !
 

exspes

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#16
@KristinaMN In Stuttgart ist es die Fachberatungsstelle Zuffenhausen, danke für den Hinweis.
 

Charlot

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#17
Das finde ich nicht, daß es egal ist, wie es heißt. Der Regelsatz ist nämlich gar nicht 391,- Ich würde also nicht nur den Regelsatz haben wollen---sondern den derzeitig gesetzl. geregelten Regelbedarf. Der ist viel höher als der Regelsatz.
Und es ist weiterhin bei dir falsch, daß vom Regelbedarf der pauschale Abzug vom Strom etc. erfolgt. Wenn überhaupt, wird er rechtswidrigerweise aus den KDU herausgerechnet. Denn auch in Notunterkünften wohnende LB haben ja KDU.
Einem Obdachlosen dürfte es ziemlich wurscht sein, ob es nun Regelsatz oder Regelbedarf heißt

Und der Anteil für Strom hat mit der KdU überhaupt nichts zu tun.
Sondern wird aus dem Regelsatz von derzeit 391,- bezahlt.
Deshalb zieht die Stadt München diesen Stromanteil auch davon ab.
 

KristinaMN

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#18
Und der Anteil für Strom hat mit der KdU überhaupt nichts zu tun.
Sondern wird aus dem Regelsatz von derzeit 391,- bezahlt.
Deshalb zieht die Stadt München diesen Stromanteil auch davon ab.
NEIN ! :icon_stop:

Bei Pauschalmiete ist dieser Abzug vom Regelsatz aber unzulässig wie das BSG und RAe festgestellt haben. Hier greifen Regelbedarf und KdU ineinander. Der Leistungsbezieher hat keinen Einfluss auf seinen Stromverbrauch.

Ich habe schon vielen in diesem Punkt geholfen. Das JC hat dann immer nachgegeben, spätestens vor dem Sozialgericht. Aber NUR in diesen Fällen.

Es handelt sich um eine falsche interne Weisung. Dies wird auch von Herrn Torsten Franz / Stadt München / Sozialreferat / Beschlusswesen bestätigt.

Leute, lest bitte das Urteil usw.

Konsequenz:
volle Übernahme Pauschalmiete UND volle Auszahlung Regelbedarf
 

Charlot

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#20
Und das ist bei einer Pauschalmiete unzulässig.
Ganz klar ist das unzulässig.
Aber das JC tut es.
Und nur darauf habe ich hingewießen.
Dass die KdU nichts mit dem Regelsatz und den darin enthaltenen Strombedarf zu tun hat und dass das JC es oftmals aber so handhabt.
 

Caso

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#23
@charlot
In Deiner Form des Textes versteht man es aber anders.
Bei deiner versteht man es doch erst recht falsch.
Von den KDU wird der Anteil für Haushaltsenergie, der in der EVS- Abteilung 04 mit derzeit etwas über 30,- im Regelbedarf einer alleinstehenden Person enthalten ist, abgezogen.
VON DEN KDU!! Und dagegen sollte sich ein LB wehren, bei dem das gemacht wird.
Natürlich ist dem TE egal, wie es heißt. Hauptsache, er kriegt 391,-
Und eben nicht nur den Regelsatz--- der ist nämlich geringer.
Du solltest das wissen, wenn DU in der Praxis bist. Ich würde in der Praxis (also vor Ort im JC) sofort als Unwissender belächelt werden, wenn ich für jemanden den Regelsatz verlangen würde ...und mit exkrement- egal, wies grad heißt.
Aber immer und überall wär ich untendurch.
 

exspes

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#26
So nochmal ein Fazit, für Menschen die diesen Beitrag über eine Suchmaschine finden.

1: Die Caritas Stuttgart, spezifisch in der Olgastraße 46, stellt einem sofort eine Postadresse und gibt einem einen Antrag für die Übernahme der Kosten der Notunterkunft, Vermittlung in eine Notunterkunft, sowie erklärt einem weitere Schritte

2: Das Jobcenter Stuttgart in der Hohenstätter Straße nimmt den Antrag klaglos entgegen, bestätigt die Übernahme der Kosten der Notunterkunft, auch wenn einige Dinge für den Hartz4-Antrag noch fehlen, wie SV-Nummer oder gar die Abmeldung des Leistungsbezuges am vorherigen Meldeort

3: Die Notunterkunft ist leider "unter aller Sau" in Stuttgart. Dort kann man abends um 17 Uhr kommen, muss jedoch um 10 Uhr morgens wieder gehen. Es gibt keinen Backofen, keine verschließbaren Zimmer, keine verschließbaren Spinde, etc... Allgemein sehr sehr heruntergeranzt die Übernachtunsmöglichkeiten. Dagegen ist die Notunterkunft auf Fehmarn (S-H) wie ein 4****-Sterne Hotel.

Ich persönlich bin nun wieder nach Fehmarn zurückgekehrt, aufgrund der Tatsache, das es dort derartig übel aussieht, ich meinen halbkapputten 20kg-Rucksack nicht den ganzen Tag herumschleppen kann auf Dauer, weiter weil ich nicht für den Monat einkaufen kann, da man nichts zurücklassen darf in den Zimmern, etc...

Nunja, neuer Monat neues Glück. Nächsten Monat mal in den Harz schauen :D

Danke nochmal an alle, die mir hier mit überaus hilfreichen Antworten geholfen haben!
 

Lilastern

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#27
@exspes;

In Stuttgart brauchst du nicht viel erwarten. Da ist auch eine angemessene Wohnung sehr schwer.

Erst einmal solltest du dir ernsthafte Gedanken wo genau du hinziehen willst, wo es auch Arbeitsplätze und Infrastruktur gibt.

An deiner Stelle würde ich mir halt eine angemessene Wohnung suchen.

Was ist wenn es im Harz auch nicht gut genug ist?
 
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