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Wer zahlt denn nun die rückständige Miete?

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farger4711

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#1
Hallo ihr Lieben,

nun habe ich eine Frage für meine Schwiegereltern. Ist alles ziemlich verfahren, aber ich gebe mir Mühe es zu entdrüseln.

Meine Schwägerin hat von der Bagis eine Maßnahme auf dem 2ten Arbeitsmarkt auf's Auge gedrückt bekommen. Nun ist sie schon ewig krankgeschrieben. Die wollen sie aber nicht aus der Sache rauslassen.

Nun ist sie so sauer, dass sie alles hängenläßt. Sie bewohnt eine Einliegerwohnung bei ihren Eltern. Seid 2 Monaten hat sie keine Miete bezahlt.
Entsprechend sind die sehr sauer. Meine Schwägerin läßt auch nicht mit sich reden.
Meine Schwiegereltern haben bei der Bagis angerufen, um an die Miete zu kommen. Dort sagte man ihnen, dafür wären sie nicht mehr zuständig, meine Schwiegereltern sollten sich an den "Arbeitgeber" wenden.

Nun ist "meine" Frage, wer ist denn für die Mietschulden anzusprechen?
Eine EGV hat meine Schwägerin unterschrieben.

Sollten noch Fragen sein, bitte meldet Euch.
 

Arania

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#2
Für die Mietschulden ist die Mieterin selber verantwortlich, denn sie macht ja die Schulden, nicht die Bagis und nicht der AG
 

farger4711

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#3
An wen könnte meine Schwägerin sich denn wenden?
Die Mietschulden sind ja nur die Spitze des Eisberges. Meine Schwiegereltern sind völlig fertig. Die Beiden Leutchen sind auch nicht mehr die Jüngsten und dem Ganzen nicht mehr so recht gewachsen.

Sie haben sogar einen Antrag gestellt, um einen Vormund für ihre Tochter zu bekommen. Bloß das kann dauern(Antrag heute abgegeben).
Meine Schwiegereltern sind auch nicht bereit und in der Lage einfach auf die Miete zu verzichten. Ende des Jahres rechnet das Finanzamt die Mieteinnahmen an. Außerdem kriegen die Beiden eine kümmerliche Rente.
 

ShankyTMW

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#4
Obwohl Arania mit ihren Satz so nicht unrecht hat, fürcht ich, ist es zu einfach und muß mehr entdrüselt werden.

Nu treck erstma dien Jopke ut und led us ma in ruh schaun:

Meine Schwägerin hat von der Bagis eine Maßnahme auf dem 2ten Arbeitsmarkt auf's Auge gedrückt bekommen. Nun ist sie schon ewig krankgeschrieben. Die wollen sie aber nicht aus der Sache rauslassen.

Nun ist sie so sauer, dass sie alles hängenläßt.
Was heißt denn das jetz genau? Was läßt sei nun wie alles hängen? Wie wurde die Miete vorher entrichtet (von ihr nehm ich an)?

Die Bagis hat die Miete an Sie überwiesen? Und wie gings mit der Miete weiter mit der Maßnahme? Was steht in der EGV dazu und wo is das Geld jetzt gelandet?

Weshalb ist die BAGIS nciht mehr verantwortlich:
- a) weil sie die KDU an Deine Schwägerin schon entrichtet haben?
- b) oder dazu irgendwas neues in besagter EGV stand?

Sorry, aber das fällt mir jetzt spontan erstmal an Fragen ein.
 

farger4711

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#5
Aaalso, die Miete wurde bis zur Aufnahme dieser Maßnahme von der Bagis direkt an meine Schwägerin gezahlt. Hat auch immer alles geklappt.

Die Maßnahme hat sie im Oktober begonnen. Seit dem bekommt sie das Geld vom "Arbeitgeber".
Die EGV habe ich leider nicht, meine Schwägerin hat die irgendwo verbuddelt.
Sie kümmert sich um NICHTS mehr. Hält keine Termine mit der Bagis ein, die telefonieren schon hinter ihr her, ohne Erfolg.
Sie geht nicht mehr an's Handy.

Diese Maßnahme wurde irgendwo hier mal diskutiert. Die geht ein Jahr, aber meine Schwägerin kann am Ende kein ALG I beantragen.

Ich hoffe das hilft ein wenig:confused:
 

gelibeh

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#6
Das dürfte so ein Entgeltvariante-Dings sein. Bekommt sie nach 6 Wochen denn noch "Lohn" oder Krankengeld? Bei mir war das damals in der ABM so. Und da das Krankengeld nicht reichte, hab ich aufgestockt.
 

ShankyTMW

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#7
Aaalso, die Miete wurde bis zur Aufnahme dieser Maßnahme von der Bagis direkt an meine Schwägerin gezahlt. Hat auch immer alles geklappt.

Die Maßnahme hat sie im Oktober begonnen. Seit dem bekommt sie das Geld vom "Arbeitgeber".
Seh ich so wie Gelibeh und dann bleits tatsächlich bei Aranias Aussage. Wegen der Miete eben Sie ansprechen. Wenn da gar kein normaler Kontakt mehr zustande kommt bleibt echt nur noch Mahnungen, Inkasso und "waht ever" bis hin zur Mietklage (Traurig, da auch noch innerhalb der Familie, echt doof :icon_sad:)

Gibts da niemanden vor Ort an dem man sonst noch reden kann und der Kontakt zu Deiner Schwägerin hat? Ich hab den Eindruck sie hängt voll durch und braucht eher moralisch/sselische Unterstützung als Druck und Behörden & AG Maßnahemprobleme plus Elternknartsch wegen der Miete.

Die EGV habe ich leider nicht, meine Schwägerin hat die irgendwo verbuddelt.
Hat ich jetzt nur nachgehakt wegen den Begriffen "Bagis (= Bremer JobCenter)" und "Maßnahme" - aber wenn das so klar ist können wir uns die wahrscheinlich schenken. Wobei...

Diese Maßnahme wurde irgendwo hier mal diskutiert. Die geht ein Jahr, aber meine Schwägerin kann am Ende kein ALG I beantragen.
...dafür dann wieder interessant (Nur aus persönlciher Neugier jetzt: welche wars? - aber ist nicht eilig mit der Antwort :wink:).

Zuallererst braucht ihr wieder einen normalen Stressfreien Kontakt zu ihr wo ihr auch darüber helfen könnt. Sonst wird das vermutlich eh nix.

So leids mir tut, mehr fällt mir da gerade auch nicht ein für den Moment.
 

Erolena

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#8
Wenn es eine Entgelt-Maßnahme ist (also ähnlich wie ehemals ABM),
dann konnte sie bis zur Erkrankung vermutlich ihre Ausgaben
aus dem Entgelt decken. (also kein aufstockendes ALG2).

Man müßte den Maßnahmeträger anrufen und/oder die Krankenkasse.
Sie muss ja
entweder Lohnfortzahlung bekommen
oder Krankengeld. Und davon die Miete bezahlen.

Oder sie hat den Krankenschein nicht abgegeben
beim Arbeitgeber oder bei der Krankendasse.

Dann haben sie vielleicht die Lohnzahlung eingestellt bzw.
die Krankengeldzahlung kam nicht in Gang.
Das läßt sich sicher auch erfragen.
 

Arania

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#9
Aber selbst wenn das alles so sein sollte, ist sie noch immer selber in der Pflicht die Miete zu zahlen, weder die Krankenkasse, noch der Massnahmenträger wird das für sie tun

Und wenn sie dieses Geld für sich behält gibt es halt nur den Rechtsweg bis zur Räumung
 
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#10
Sie haben sogar einen Antrag gestellt, um einen Vormund für ihre Tochter zu bekommen. Bloß das kann dauern(Antrag heute abgegeben).
Also wenn die Schwägerin sich plötzlich verändert hat und sich um nichts mehr kümmert, dann lässt das auf schwerwiegende psychische Probleme schließen. Jetzt kann man auf einen offenbar nicht mehr ganz rund laufenden Menschen nicht auch noch mit einer Räumungsklage draufdreschen. Sonst passiert evtl. Schlimmeres.

Ich staune jedesmal wieder, was hier für unsensible, teilweise unmenschliche Reaktionen kommen, hauptsächlich von gewissen Pseudojuristen.

Der Ansatz mit der Betreuung war sicher der richtige. Wo und wie wurde der Antrag gestellt? Falls noch nicht geschehen, würde ich mal beim Sozialpsychiatrischen Dienst (Gesundheitsamt) vorsprechen und um Unterstützung bitten. Ich selbst habe damit die besten Erfahrungen gemacht, auch deshalb, weil der SD Betreuungsverfahren sehr beschleunigen kann.
 
E

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#11
@REM: Bevor mit "unmenschlichen Reaktionen" argumentiert wird, sollte vielleicht farger4711 schreiben, welche Zusammenhänge bestehen und warum ein Antrag auf Vormundschaft gestellt wurde.

Meine Schwägerin hat von der Bagis eine Maßnahme auf dem 2ten Arbeitsmarkt auf's Auge gedrückt bekommen. Nun ist sie schon ewig krankgeschrieben. Die wollen sie aber nicht aus der Sache rauslassen.

Nun ist sie so sauer, dass sie alles hängenläßt. Sie bewohnt eine Einliegerwohnung bei ihren Eltern. Seid 2 Monaten hat sie keine Miete bezahlt.
Entsprechend sind die sehr sauer. Meine Schwägerin läßt auch nicht mit sich reden.
Sie haben sogar einen Antrag gestellt, um einen Vormund für ihre Tochter zu bekommen.
 
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#12
@REM: Bevor mit "unmenschlichen Reaktionen" argumentiert wird, sollte vielleicht farger4711 schreiben, welche Zusammenhänge bestehen und warum ein Antrag auf Vormundschaft gestellt wurde.
Nun rat mal, warum man üblicherweise einen Antrag auf Betreuung stellt.

Übrigens: Mit der gleichen "Argumentation" hättest Du den sehr fragwürdigen Hinweis mit der Räumungsklage angreifen können. Dir scheint es aber weniger um die Sache als solche zu gehen, als Deine Sympathien für bestimmte Personen auszuleben.
 
E

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#13
Was scheint und was nicht scheint, scheint in diesem Hilfethread wohl unerheblich zu sein. :cool:

Zum Thema: Ich habe nach dem Zusammenhang der beiden Zitate gefragt.
 

farger4711

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#14
Hallo ihr Lieben,

erstmal vielen lieben Dank für die Antworten. War arbeitstechnisch gesehen unterwegs. Und dann hatten meine Jungs noch gaaanz viel Hausaufgaben.:icon_rolleyes:

So,nun muß ich mich durchlesen.
ShankyTMW(hab die Jacke ausgezogen und in Ruhe geschaut:biggrin:): wenn meine Schwägerin wieder einigermaßen ansprechbar ist, werde ich sie fragen, wie die Maßnahme genau heißt. Ich glaube gelibeh liegt mit dieser Entgeltvariante schon ganz dicht.

Erolena: Da mit ihr z. Z. nicht gut zu reden ist, kann ich nicht sagen, wie das mit Krankengeld oder Aufstockung ist.
Wenn sie durch's krankschreiben weniger Geld hat, hätte sie locker mit ihren Eltern sprechen können. Dann wäre eine Lösung gefunden worden.

Meine Schwägerin hat immer schon für "Heiterkeit" gesorgt. Mit jedem Mal wurde es schlimmer. Meine Schwiegereltern haben dem Ganzen nie Einhalt geboten und waren auch nicht in der Lage ihr wirklich zu helfen. Ich war eigentlich die Einzige, die immer an sie rangekommen ist. Nur macht sie z. Z. halt völlig dicht. Und ich bin nicht in der Lage ihr so professionelle Hilfe , wie sie sie bräuchte zu geben. Der Grundgedanke der Betreuung ist meines Erachtens nach der Richtige.
Mein Mann hat mit seiner Mutter telefoniert und ihr den Tip mit dem SD gegeben. Also läuft das an. Gut.

Meine Schwiegermutter ist zwar wahnsinnig sauer, aber ob sie den Weg der Räumungsklage geht, kann ich im Moment echt nicht beurteilen.

Auf jeden Fall bin ich sehr froh, dass ihr mich mit Tips und Moralisch unterstützt.
 

farger4711

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#15
Ich habe eben erfahren, dass meine Schwägerin jetzt 4 Wochen krankgeschrieben ist, hat jetzt noch 2 Wochen gekriegt. Sie war vorher auch schon krankgeschrieben, ist dann aber wieder ein paar Tage arbeiten gegangen.

Sie verdient 1200 € brutto und kriegt 800€ netto.Miete beträgt 250€.
Wenn sie noch 2 Wochen krank ist bekommt sie ja Krankengeld. Mein Mann meinte das wären dann 70%.
Wenn ich jetzt richtig gerechnet habe ist ihr Bedarf 359€ Lebensunterhalt+ 250€ Miete=609€
70% von 800€= 560€.
Das heißt dass sie eigentlich aufstockend ALGII beantragen könnte.
Wäre dann die Bagis für die Mietschulden "zuständig"? Zumindest Darlehensweise?
 

Arania

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#16
Ein Darlehen könnte sie eventuell bekommen, normalerweise berücksichtigen die aber keine Schulden die vor Bedürftigkeit entstanden sind
 
E

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Gast
#17
Wäre dann die Bagis für die Mietschulden "zuständig"? Zumindest Darlehensweise?
Nach § 22 Abs. 5 SGB II:

Sofern Leistungen für Unterkunft und Heizung erbracht werden, können auch Schulden übernommen werden, soweit dies zur Sicherung der Unterkunft oder zur Behebung einer vergleichbaren Notlage gerechtfertigt ist. Sie sollen übernommen werden, wenn dies gerechtfertigt und notwendig ist und sonst Wohnungslosigkeit einzutreten droht. Vermögen nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 ist vorrangig einzusetzen. Geldleistungen sollen als Darlehen erbracht werden.
Wann die Schulden entstanden sind, spielt dabei keine Rolle. Die drohende Wohnungslosigkeit werden die argen Gesellen aber zunächst mit aller Kraft bestreiten. Man muss sich also auf längere "Diskussionen" einstellen.
 

farger4711

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#18
Die Diskussionen werden sich sicherlich nicht vermeiden lassen. Die "Herrschaften" werden erstmal davon ausgehen, dass die Eltern der Tochter schon nicht die Koffer vor die Tür stellen werden.

Aber so einfach ist das nicht. Das Finanzamt interessiert nicht, ob die Miete gezahlt wurde oder nicht. Da wird angerechnet.
Und aus eigener Tasche ausgleichen können Schwiegereltern das Geld auch nicht. Wovon auch?
Auf jeden Fall habe ich die Beiden über ihre Möglichkeiten, egal wie gut oder schlecht, in Kenntnis gesetzt.

Mal schaun wie es weitergeht.
 

farger4711

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#19
So, da bin ich nochmal.

Meine Schwiegermutter hat heute mit dem SD telefoniert. Die sagen sie können erst tätig werden, wenn meine Schwägerin gewalttätig wird. Na Prima! Muß es denn erst soweit kommen?
Dann bin ich mal gespannt, was aus dem Eilantrag zur Entmündigung wird.
Ich finde das so schrecklich!

Melde mich sobald es was Neues gibt.
 
E

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#20
Meine Schwiegermutter hat heute mit dem SD telefoniert. Die sagen sie können erst tätig werden, wenn meine Schwägerin gewalttätig wird.
Das überrascht mich jetzt sehr. Aufgabe des SD ist normalerweise, den "Erkrankten" zu helfen und nicht die Allgemeinheit zu schützen. Nicht nur das, sie sollen ja gerade präventiv tätig werden. Wenn das Kind erst im Brunnen liegt, braucht kein Mensch mehr den SD, dann sind andere Stellen zuständig.

Ich sehe hier klare Indizien für selbstschädigendes Verhalten der Schwägerin. Und da gilt es Schlimmeres zu verhindern.

Was hat denn die Schwiegermutter bei dem Telefonat mit dem SD gesagt? Hat sie möglicherweise die nichtgezahlte Miete (zu sehr) in den Vordergrund gestellt, statt die Hilfebedürftigkeit und Probleme ihrer Tochter zu betonen?

Hast Du vielleicht die Möglichkeit, persönlich zum SD zu gehen?
 

Arania

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#21
[Dann bin ich mal gespannt, was aus dem Eilantrag zur Entmündigung wird./QUOTE]
Ich glaube echt es geht los, das wird nichts, in Deutschland wird so schnell nicht entmündigt , das ist schon ein langer Weg und man wird nicht entmündigt weil man mal die Miete nicht zahlt, dann wären wahrscheinlich schon Millionen Deutsche entmündigt
 

gelibeh

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#22
Das heißt dass sie eigentlich aufstockend ALGII beantragen könnte.
Wäre dann die Bagis für die Mietschulden "zuständig"? Zumindest Darlehensweise?
Darauf wollte ich hinaus. Aber ob sie das auf die Reihe bekommt?
 

farger4711

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#23
@Rapid Eye Movement:
leider kann ich nicht sagen, was meine Schwiegermutter dem SD erzählt hat.
Aber die Idee, dass ich mich mit dem SD in Verbindung setzte ist nicht schlecht.
Das werde ich nächste Woche in Angriff nehmen. Vll. haben die dort ja auch einfach den einen oder anderen Rat.

@Arania:
Das sehe ich auch so. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das was wird. Und davon mal ganz abgesehen, glaube ich auch nicht, dass so eine Aktion was bewirkt.
Ich denke meine Schwägerin braucht jemanden, der ihr hilft ihr Leben in den Griff zu kriegen.

@gelibeh:
Da wird meine Schwiegermutter sicher hinterhergehen.
 

ShankyTMW

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#24
@Rapid Eye Movement:
leider kann ich nicht sagen, was meine Schwiegermutter dem SD erzählt hat.
Aber die Idee, dass ich mich mit dem SD in Verbindung setzte ist nicht schlecht.
Das werde ich nächste Woche in Angriff nehmen. Vll. haben die dort ja auch einfach den einen oder anderen Rat.
Ist wohl das beste was Du machen kannst für den Moment.

@Arania:
Das sehe ich auch so. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das was wird. Und davon mal ganz abgesehen, glaube ich auch nicht, dass so eine Aktion was bewirkt.
Ich denke meine Schwägerin braucht jemanden, der ihr hilft ihr Leben in den Griff zu kriegen.
Mein reden (siehe weiter oben). Und neben der Menschlichen Seite bekommt man auch die Infos um die es sich dann wirklich dreht, wos dann ncoh klemmt nebenher und weiß wo man noch alles ansetzen kann um da gezielt ncoh mehr zu tun. Bremen ist von Dir ja leider ein Stück weg, aber cih denk mal das sich da auch der ein oder andere von da unten hier aus dem Forum dann mit einschalten lassen kann zwecks zusätzlicher Hilfe vor Ort.

Ist halt eien ziemlich verkniffene Situation so, aber ich drück weiter fest die Daumen das da was positives bei raus kommt.
 

farger4711

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#25
So, da bin ich wieder.

Gestern Vormittag haben Schwiegereltern Post vom Amtsgericht erhalten. (War ja auch als Eilantrag ausgefüllt).
Meine Schwägerin hat ebenfalls einen riesen Packen erhalten. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat sie ein Mitspracherecht bei der Auswahl eines Betreuers.Hab' dazu mal was rausgesucht.
Was ist der Unterschied zwischen 'Betreuung' und 'Entmündigung' ?
Ich habe gestern Abend ziemlich viel gegoogelt. Aber wie sowas dann letztendlich in der Realität aussieht, keine Ahnung.

Ich werde mich aber sicher wieder melden.
 

Arania

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#26
Natürlich hat sie ein Mitspracherecht bei einer Betreuung, sie kann zum Beispiel darauf bestehen das es jemand aus der Familie ist, aber auch das Gegenteil , das haben wir vor Jahren mit meinem Onkel auch durchgemacht
 
E

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#27
Meine Schwägerin hat ebenfalls einen riesen Packen erhalten. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat sie ein Mitspracherecht bei der Auswahl eines Betreuers.
Richtig, sie hat ein sehr umfassendes Mitspracherecht.

Alles was man hier und da von "Entmündigung" liest ist schlichter Unsinn. Gegen den erklärten Willen des Betroffenen geht gar nichts. Ein Betreuer ist eine Hilfe und kein Vormund.

Betreuung ist auch nicht gleich Betreuung. Sie wird jeweils nur für den Lebensbereich/die Lebensbereiche "angeordnet", wo es wirklich notwendig ist. Es gibt dabei verschiedene Aufgabenkreise.

Was in diesem Fall (aus der Ferne gesagt) wirklich notwenig scheint, sind imho die Aufgabenkreise "Vertretung gegenüber Behörden, Versicherungen, Renten- und Sozialleistungsträgern", "Vermögenssorge", "Wohnungsangelegenheiten" , "Entgegennahme, Öffnen und Anhalten der Post".

Das sollte es im wesentlichen sein. Insgesamt eine ziemlich milde Form der Betreuung.

Der Betreute kann, anders als immer wieder mal behauptet wird, nach wie vor selbständig handeln und braucht keinerlei Einwilligung. Wie gesagt, ein Betreuer ist eine Hilfe und kein Vormund.

Es gibt zwar schwere Fälle, z.B. wenn der Betreute jeglichen Bezug zur Realität verloren hat und beispielsweise im Cafe der Bedienung immer 100 € Trinkgeld geben möchte :icon_wink:, dann kann zusätzlich ein "Einwilligungsvorbehalt" angeordnet werden. Aber das ist nicht der Standard und passiert ehr selten.

Vielleicht noch ein Tipp am Rande: Wenn sich die Frage stellt, wer Betreuer sein soll, würde ich in dem Fall einen Berufsbetreuer einem Verwandten vorziehen. Ein Berufsbetreuer kennt sich per se schon mit der (nicht einfachen) Materie und Haftungrisiken aus, weiss was er darf und was nicht. Dazu kommt, dass eine unabhängige dritte Person gegenüber Behördern wie der Arge ganz anders auftreten kann (und ernster genommen wird) als ein Verwandter.

... aber man kann das auch privat regeln, in dem der Betroffene einen Familienangehörigen oder eine andere Person seines Vertrauens eine Vorsorgevollmacht ausstellt.
Davon würde ich hier dringend abraten.
 

farger4711

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#28
Ich habe wirklich eine ganze Zeit mit mir gerungen und überlegt, ob ich ihr nicht irgenwie helfen kann, aber da liegen dermaßen viele Dinge im argen!
No chance.

Meine Hilfe könnte niemals alles abdecken.
Davon mal abgesehen, bin ich halbtags Berufstätig und ich habe meine Kinder.
Die muß ich momentan schulisch sehr "treten".

Aber wenn sie mich als Kummerkasten oder mal so braucht, soll es daran nicht scheitern.

Ich denke auch, die Betreuung sollte keiner aus der Familie machen.
Meine Schwägerin hat vor der Familie keinerlei Respekt mehr. Sie pöbelt nur noch. ( Hat sie sich bei mir noch nie auch nur im Ansatz gewagt)
Deswegen besser Fremdbetreuung.
 
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