Wer muß zahlen ?

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ExitUser

Gast
Hallo !
Meine Freundin lebt in Scheidung.
Laut Gerichtsurteil soll sie 300 Euro Unterhalt bekommen.
Ihr Mann zahlt jedoch nur 100 Euro..kann anscheinend nicht mehr zahlen.
Zur Zeit ist sie in der Psychiatrie untergebracht.
Ihr Mann hat ihr den Zugang zur Wohnung gerichtlich verbieten lassen.
Nun hat sie keine Wohnung.
Zu allem Übel hat sie auch einen Betreuer bekommen.
Der hat anscheinend auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht.
Der will sie in ein betreutes wohnen stecken, das sie aber nun gar nicht will.
Auf Anfrage hieß es,sie würde kein Hartz 4 Geld bekommen.
Kann denn das sein ? Von irgendwas muß sie doch leben ?
Das geht doch von 100 Euro gar nicht !
 

Dopamin

Priv. Nutzer*in
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Hallo Angsthase,

wenn Deine Freundin einen bestellten Betreuer hat, dann wird ein Arzt ihr die Unfähigkeit (aus gesundheitlichen Gründen) bescheinigt haben, diese Entscheidungen selbst zu treffen.

Dieser Betreuer wird, wenn er schon das Aufenthalts- Bestimmungsrecht hat, auch für ihre Finanzen zuständig sein - also wird ER für ihren Unterhalt entsprechende Schritte einleiten (müssen)...

Da sie nicht erwerbsfähig ist bekommt sie kein ALGII , sondern Sozialgeld. Auch DARUM wird sich der Betreuer kümmern, nehme ich an...

Dopamin
 

Familienglück

Elo-User*in
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Hallo Angsthase,

wenn deiner Freundin laut Urteil 300 Euro Unterhalt zustehen,
dann müssten diese theoretisch auch pfändbar sein.

Das müsste sie höchstwahrscheinlich über einen Anwalt regeln. Soviel ich weiß kann sie auch auf das Amtsgericht zur kostenlosen Beratung, die dann weiter vermitteln. Telefonnummer müsste im Telefonbuch stehen. Die Öffnungszeiten können per Telefon erfragt werden. (weiß ich von einer Bekannten)

Falls sie kein Anrecht auf Arbeitslosengeld I hat, falls erwerbsfähig und nicht krankdann müssten ihr theoretisch 345,- Euro plus ca. 250,- (+-) Miete (von Arge ) minus Unterhalt (vom Mann) zustehen.

Wenn sie eine Wohnung möchte, dann müsste sie sich erst auf der Arge melden und Antrag stellen sowie dort fragen bzw. sich eine Wohnung genehmigen lassen wie auch immer. (schriftliche Bestätigung).

Erst dann kann sie theoretisch auch sicher sein das die Miete gezahlt wird.

Wenn es vom Mann nichts gibt (da er nichts hat), dann könnte sie vielleicht sogar Erstausstattung erhalten. Wenn Sie keine Gütertrennung haben, dann müssten ihr theoretisch die Hälfte des Hausrates und des Autos usw. zustehen.

Ist sie momentan voll zurechnungsfähig (also darf sie Geschäfte selbst tätigen z.B. Mietsvertrag unterschreiben)?

Wenn sie einen Betreuer hat, dann wird das ja Gründe haben.

Ist sie so schwer krank das sie Rente beantragen kann?

Der (neutrale seriöse) Arzt kann darauf auch Antwort geben, ob sie eine Chance auf Rente hätte.

Soviel ich weiß erhalten sehr viele Menschen z.B. mit psychotischen Schüben (Psychose) und schwerer Depression vorzeitig Rente bei Erwerbsunfähigkeit.

In der Klinik müsste es theoretisch auch Sozialarbeiter geben die solche Dinge klären.

Bevor sie sich abschieben lässt sollte sie für sich prüfen was möglich ist bzw. möglich wäre.

Ich schreibe theoretisch,
da das momentan von Stadt zu Stadt und Sachbearbeiter zu Sachbearbeiter anders gehandhabt wird.

Also an den richtigen Stellen nachfragen und dann handeln.

Ja, ansonsten gute Besserung und Erholung.

Schöne Grüße Heike
 

Arania

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Ich schliesse mich der Meinung von dopamin an, wenn ein Betreuer bestimmt ist, kenne ich das nur so, das dieser sich um alle finanziellen Angelegenheiten kümmert, ein anderer kann das gar nicht, also alles mit ihm besprechen
 

Familienglück

Elo-User*in
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Der hat anscheinend auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Was steht im richterlichen Beschluss genau?

Also ich kannte damals einen jungen Mann der hatte einen Betreuer und trotzdem eine eigene Wohnung und sein eigenes Geld (Sozialhilfe), das Geld holte er auch selbst ab. Ein paar Stunden ging er arbeiten, also war er zum Teil arbeitsfähig. Der Betreuer hat nur überprüft ob alles in Ordnung war (Hausbesuche). Es wußte niemand warum er einen Betreuer hatte, nur das er vorher in einer Klinik war. Das ist aber schon ein paar Jahre her.

Wenn die Freundin so schwer krank ist, dann kann sie vielleicht Rente beantragen.

Wenn die Wohngemeinschaft in der Klinik oder nebenan, dann stehen ihr vielleicht sowieso nur Taschengeld zu.

Schöne Grüße Heike
 

Xaninchen

Elo-User*in
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Zunnächstmal kann sie KEINE Betreuuung haben, wenn sie dieser nicht selber zugestimmt hat.... Betreuungsrecht.
Was der Betreuer zu verwalten hat, steht in der Bestelllungsurkunde. Wenn er nun auch die Bestellung für Finanzen und Wohnraum hat, dann ist es richtig, dass er dieses zu entscheiden hat. Arbeitet er aber gut, so wird er dieses nicht ohne Zusammenarbeit mit der Klientin tun. Sollte er dieses doch tun, dann soll sich deine Freundin vor allem an den zuständigen Richter wenden (der hat die Bestellungsurkunde unterschrieben). Weiterhin kann eine Zustimmung zur gestzlichen Betreuung auch wiederrufen werden....
 

Dopamin

Priv. Nutzer*in
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Xaninchen meinte:
Was der Betreuer zu verwalten hat, steht in der Bestelllungsurkunde. Wenn er nun auch die Bestellung für Finanzen und Wohnraum hat, dann ist es richtig, dass er dieses zu entscheiden hat. Arbeitet er aber gut, so wird er dieses nicht ohne Zusammenarbeit mit der Klientin tun. Sollte er dieses doch tun, dann soll sich deine Freundin vor allem an den zuständigen Richter wenden (der hat die Bestellungsurkunde unterschrieben). Weiterhin kann eine Zustimmung zur gestzlichen Betreuung auch wiederrufen werden....
Allgemein mag das Stimmen Xaninchen, fest steht ohne mehr Details bleibt nicht mehr als Spekulation...

Fakt ist, es gibt Erkrankungen psychischer Art, bei dem der Patient der Fähigkeit verlustig geht Entscheidungen dieser Art zu treffen und er auch weder krankheitseinsichtig, noch einsichtig ist in wie weit er alleine für sich sorgen kann.

Eine gerichtliche Betreuung kann auch der behandelnde Arzt anstrengen, wenn dieser Attestiert, dass der Patient nicht in der Lage ist, das für sich selbst zu organisieren. Das alles läuft mit entsprechender Hilfe von Sozialarbeitern, die in den Kliniken vor Ort sind. Für den Widerruf einer Betreuung reicht allerdings kein "Ich will das nicht mehr" sondern muss dann auch auf Seiten des Betreuers der Eindruck da sein, ob der Betreute sein Leben alleine geregelt bekommt...

Ein verantwortungsvoller Betreuer wägt genau ab was das Beste für den Betreuten ist.

Ich denke wir sollten auf mehr Details der Threadersteller(in) warten...

Dopamin
 

Familienglück

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Allgemein mag das Stimmen Xaninchen, fest steht ohne mehr Details bleibt nicht mehr als Spekulation...

Fakt ist, es gibt Erkrankungen psychischer Art, bei dem der Patient der Fähigkeit verlustig geht Entscheidungen dieser Art zu treffen und er auch weder krankheitseinsichtig, noch einsichtig ist in wie weit er alleine für sich sorgen kann.

Eine gerichtliche Betreuung kann auch der behandelnde Arzt anstrengen, wenn dieser Attestiert, dass der Patient nicht in der Lage ist, das für sich selbst zu organisieren. Das alles läuft mit entsprechender Hilfe von Sozialarbeitern, die in den Kliniken vor Ort sind. Für den Widerruf einer Betreuung reicht allerdings kein "Ich will das nicht mehr" sondern muss dann auch auf Seiten des Betreuers der Eindruck da sein, ob der Betreute sein Leben alleine geregelt bekommt...

Ein verantwortungsvoller Betreuer wägt genau ab was das Beste für den Betreuten ist.

Ich denke wir sollten auf mehr Details der Threadersteller(in) warten...

Dopamin

Ja :icon_daumen: Dopamin denk ich auch, sonst denken wir hier alle möglichen Krankheitsbilder und theoretischen Möglichkeiten durch. Es gibt auch Menschen die ihr ganzes Leben in einer Wohngemeinschaft (Klinik) verbringen müssen und ohne Hilfe nicht mehr herauskommen.

Schade das wir sie nicht selbst fragen können.

Schöne Grüße Heike

Den Unterhalt vom Mann werden sie sich schon irgendwie holen, unabhängig davon ob sie gesund wird oder in einer Wohngemeinschaft leben muss. Das ist nun mal Gesetz.
 
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