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Wer kann mir einen Rat geben?

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floehchen

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Hallo Leute, ich bin hier neu und muß euch gleich mein Problem schildern. Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben.

Zuerst meine Situation: ich bin Studentin und lebe derzeit von einer Studienabschlußhilfe als volles Darlehen.
2005 wurde bei mir eine Zöliakie diagnostiziert. Seit 2006 lebe ich mit meinem Freund zusammen in einer Wohnung, schon aus dem Grund, das mein Geld sehr knapp bemessen ist. Jeder ist für seinen Unterhalt selbst verantwortlich. Wir sind weder verheiratet noch haben wir gemeinsame Kinder.
Mitte letzten Jahres habe ich dann beim Sozialamt nachgefragt wo ich Unterstützung erhalte. Da ich weder vom BAföG-Amt noch von der Krankenkasse etwas für meinen Mehraufwand erhalte. Dazu kommen Fahrtkosten in eine größere Stadt um meine glutenfreien Lebensmittel wie Brot und Brötchen einzukaufen. Inner meiner Umgebung gibt es keinen Bäcker oder sonstiges in dieser Richtung. Das Sozialamt verwies mich zur ARGE, da ich ja in einem Erwerbsfähigen Alter bin.
Bei der ARGE habe ich dann einen Antrag auf SG II bzw. auf Mehrbedarf gestellt. Denn als Studentin bekomme ich ja kein SG II. Mit dem BAföG ist es ja dann doppelt gemoppelt. Nach einem halben Jahr (also jetzt Anfang Januar) bekam der ablehnende Bescheid. Aber der ging nicht an mich sondern an meinen Freund. Mit der Begründung, das ich als Studentin bei der ARGE rausfalle und damit keine Leistungen beantragen darf bzw. erhalten würde. Automatisch geht der Bescheid an den anderen der Bedarfsgemeinschaft. Da mein Freund arbeitet ist er nicht berechtig so einen Antrag zu stellen. Es zählt auch nicht das er mich unterstützt. Für die ARGE gelte ich nicht als Erwerbstätig hilfebedürftig.
Ich habe das so verstanden, das ich einen Antrag beim Sozialamt auf Sozialhilfe stellen müßte.

Wo muß ich denn nun hin, um ein Antrag zustellen, damit ich die Lebensmittel für meine Zöliakie bezahlen kann. Oder gibt es noch andere Stellen, wo ich hin gehen kann?

Zur Zeit ist es eine Ablehnung nach der anderen. Langsam hab ich das Gefühl, das ich nicht richtig beraten wurde bzw. ich von einem Amt zu anderen geschickt werde. Niemand fühlt sich zuständig. Das macht es für mich nicht gerade leicht. Meine Gesundheit leidet dadurch auch. Nervlich und körperlich. Eigentlich muß ich wieder an Gewicht zunehmen, aber wie soll das mit einem sehr begrenzten "Gehalt" gehen. Und für die Leistungsfähigkeit ist das auch keine gute Vorraussetzung. Zwischenzeitlich hatte ich mich mal bei einigen Stellen beworben. Letztendlich mußte ich einsehen es geht nicht. Meine Gesundheit noch auf ziemlich wackligen Beinen und das Studium und dann noch jeden Tag ne 3/4 h zur Arbeit fahren bzw. zu Kunden. Es geht nicht.

Ich stehe kurz vor dem Diplom. Aufgrund meiner Zöliakie muß ich nun alle versäumten Klausuren nachholen und das sind nicht wenige. Leider. :| :cry:
 

Heiko1961

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Erst einmal herzlich willkommen hier im Forum.
Also meine Tochter fängt im März mit ihrem Schauspielstudium an. Kostet 400 € im Monat. Sie will nebenbei jobben gehen. aber wie sie es genau hinkriegen will, weiß ich auch noch nicht genau. Wahrscheinlich auch mit einem Darlehen.
Sie lebt auch mit ihrem Freund zusammen. Er ist noch in der Koch- Lehre.
In deinem Fall, kann ich leider nicht weiterhelfen.
Nur, wieso bekommt dein Freund deine Post? :kinn:
 

Arco

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.... ich mache mich nicht gern unbeliebt

aber ich sehe leider für Dich keine Möglichkeit von der Arge (SGB II-Alg2) und auch leider vom Sozialamt eine Unterstützung zu bekommen.

Du beziehst Bafög, wohnst nicht mehr zu Hause und somit leider gekniffen :(

In deinem Beitrag hast Du eigentlich schon selber die Antwort mitgeliefert.

Evtl. bei der Krankenkasse einen Antrag stellen, aber ....... :kinn:
 

floehchen

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Wer kann mir enen Rat geben

Danke für eure Antworten,

ich glaube das muß ich wohl akzeptieren. Das ich auch hier von den Ämtern keine Hilfe bekomme. Ebenso von der Krankenkasse nicht.
Es war ein Versuch. Es wird nochmal geprüft. Morgen gehen ich nochmal zum Sozialamt und werde mich dort nochmal vorstellen.

Also unbeliebt macht sich hier keiner. In einem anderem Forum hab ich auch schon solche Antworten bekommen. Als Studentin haste nix und wirst auch nix bekomme, für etwas wofür ich noch nicht einmal was kann. Zumal es meine gesamte weitere Lebensplanung durcheinander gebrach hat.

Den Widderspruch habe ich eingelegt, weil ich wissen wollte, warum der Bescheid nicht an mich ging. Tja die Antwort bekam ich ja auch heut.

Ich will es halt trotzdem versuchen und ansonsten weiter machen, auch wenn ich nicht mehr kann. Solche Momente hatte ich oft im letzten Jahr. Wenn ich meinen Freund nicht hätte, ich glaub ich hätte schon längst irgendwie das Handtuch geworfen und mein Studium zum zweitenmal und endgültig den Laufpass gegeben. Ich hab schon soviel Ungerechtigkeit erfahren müssen, auf die dauer ist es einfach nicht mehr schon.

Danke nochmal allen, die mir geantwortet haben :psst:
 
E

ExitUser

Gast
floehchen schrieb:
Bei der ARGE habe ich dann einen Antrag auf SG II bzw. auf Mehrbedarf gestellt.
...
Nach einem halben Jahr (also jetzt Anfang Januar) bekam der ablehnende Bescheid. Aber der ging nicht an mich sondern an meinen Freund. Mit der Begründung, das ich als Studentin bei der ARGE rausfalle und damit keine Leistungen beantragen darf bzw. erhalten würde. Automatisch geht der Bescheid an den anderen der Bedarfsgemeinschaft. Da mein Freund arbeitet ist er nicht berechtig so einen Antrag zu stellen. Es zählt auch nicht das er mich unterstützt. Für die ARGE gelte ich nicht als Erwerbstätig hilfebedürftig.
Ich habe das so verstanden, das ich einen Antrag beim Sozialamt auf Sozialhilfe stellen müßte.

Wo muß ich denn nun hin, um ein Antrag zustellen, damit ich die Lebensmittel für meine Zöliakie bezahlen kann.

Hallo, herzlich willkommen hier im Forum.

Zu dem, was ich oben rot markiert hab: DU hst den Antrag gestellt, du hast das Recht auf einen Bescheid - nicht dein Freund.

Die Begründung, die man dir genannt hast, ist ein Witz!

Aber letztlich hilft dir das auch nicht weiter...

wie ist es denn mit deinen Eltern, können die dich nicht auch unterstützen?

Das Sozialamt wird dir wohl auch nicht helfen können, denn wenn du mit deinem Freund zusammen lebst, werden die eine eheähnliche gemeinschaft annehmen... sein und dein Einkommen zusammen rechnen und dann hast keinen Anspruch mehr...

ich würde aber so schnell nicht aufgeben.

Gruß aus Ludwigsburg
 

floehchen

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Wer kann mir einen Rat geben

Hallo Ludwigsburg,

danke für die aufmunternden Worte. Ich kämpfe weiter, versprochen. Obwohl ich das schon mein ganzes Leben mache, um mein Recht kämpfen. Oft ist es für einen Tag entmutigend, doch am nächsten Tag wird wieder nach vorgeschaut. Auch wenn ich diese Nacht nicht wirklich geschlafen habe, mir gingen die Gedanken nicht aus dem Kopf. Heute hab ich mir eine Liste gemacht, welche Möglichkeiten ich denn noch so habe. Wer jetzt gleich mal an die frische Luft gehen, heut ist es ja nicht so stürmig wie gestern. :oops:

Ich muß jetzt erstmal abwarten, was den der Einspruch bringt.
Die ARGE hat uns beide ja auch als Bedarfsgemeinschaft angesehen. Selbst wenn wir als Bedarfsgemeinschaft gelten, so muß der Bescheid doch wenigstens an uns beide gehen, bwz. auch wenn sich das Amt nicht für mich zuständig fühlt (was ich nicht glaube, SG II nicht, aber Sozialgeld), dann muß ich doch wenigsten mal drin erwähnt werden und das verstehe ich halt nicht. Auch wenn ich ein Schreiben beilegt habe, das wir laut Gesetz es noch keine Bedarfsgemeinschaft sind, erst ab Februar 2007, leben wir 1 Jahr zusammen. Es interessiert halt nich. Trotzdem ist jeder von uns für sein Leben selbstverantwortlich, auch wenn wir uns lieben und vielleicht in ein, zwei Jahren Kinder haben werden, wenn es denn dabei bleibt.

Ich war heut nochmal auf dem Sozialamt und hab mich nochmal im Internet schlau gemacht. Also eigentlich war ich bei der ARGE schon richtig. Ausser ich werde einen Antrag auf Erwerbsminderung stellen, aber bloß wo und ob ich wirklich die Vorteile dann auszunutze ist eine andere Frage.

Erstmal einen Tee drinken und abwarten, :pause: , mmhhh ne schöne Tasse heißen Tee. Ja ds gönne ich mir jetzt einfach mal.

Gruß
 

floehchen

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Achso was vergessen, du erwähntest meine Eltern. Nun ja das ist eine eigene Geschichte. Sie haben mir schon etwas Geld gegeben, aber das ist keine Dauerlösung. Sie haben auch nicht gerade viel. Und dann möchte ich das nicht wirklich.

Du kannst zwar jetzt denken, das ich eitel bin. Aber es gibt einige Gründe dafür.

Ich hab es ja auch angenommen und bin dankbar, für mich hat es einen bitteren Beigeschmack. Nein Zurückzahlen muß ich das nicht, das weiß ich. Nur was jetzt noch evtl. dazu kommt, wenn gar nix mehr geht.

Ja so ist das halt bei uns, :idee:
 
E

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Gast
floehchen schrieb:
Achso was vergessen, du erwähntest meine Eltern. Nun ja das ist eine eigene Geschichte. Sie haben mir schon etwas Geld gegeben, aber das ist keine Dauerlösung. Sie haben auch nicht gerade viel. Und dann möchte ich das nicht wirklich.

Du kannst zwar jetzt denken, das ich eitel bin. Aber es gibt einige Gründe dafür.

Ich hab es ja auch angenommen und bin dankbar, für mich hat es einen bitteren Beigeschmack. Nein Zurückzahlen muß ich das nicht, das weiß ich. Nur was jetzt noch evtl. dazu kommt, wenn gar nix mehr geht.

Ja so ist das halt bei uns, :idee:
Nein, an Eitelkeit denke ich nicht, aber daran, daß deine Eltern dir zu Unterhalt verpflichtet sein müßten. Und das geht vor Hilfe des Staates... dein Empfinden dabei interessiert niemanden, der deine Anträge bescheidet.

Da müßte klargestellt werden, daß deine Eltern nicht leistungsfähig sind - wenn dem so ist.


Gruß aus Ludwigsburg
 
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