Wer jetzt keinen Job hat, ist selbst schuld - oder?

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Kaleika

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Arbeitslosigkeit


Wer jetzt keinen Job hat, ist selbst schuld - oder?

Ein gestandener Ingenieur. Eine junge Bürokauffrau. Sie sind nicht faul. Seit Jahren bemühen sie sich um eine neue Stelle. Bisher vergebens, obwohl die Arbeitslosigkeit sinkt. Wie kann das sein? Zwei Nahaufnahmen.

Er weiß, was es heißt, draußen zu sein, ein Jahr und länger. Dabei hat der Ingenieur Wolfgang Lechner Erfahrungen als Produktionsleiter, die sind ein wahrer Schatz. Zur Wende noch jung, Mitte 30, fand er aus dem Ostteil schnell zur Waggon Union im Berliner Westen. Bald leitete er wieder Teams, bald ganze Produktionsstrecken. Bald musste er Mitarbeiter aussieben. Aus der Waggon Union wurde ABB Henschel, dann Adtranz, dann Bombardier. Immer wurde die Produktion kleiner. Als man ihm kündigte, betriebsbedingt, 2003, war Lechner 49. Ein Scheißalter. Ein Jahr gab es noch, in einer "Transfergesellschaft". Da saß er, der Chef, neben seinen Arbeitern und sollte Briefe schreiben lernen. Jetzt ist er 53.

(…)Ältere Arbeitslose in einer vertrackte Lage
Arbeitslose über 50 kommen viel schwerer an Jobs als Jüngere. "Aber das sagt ihnen ihr Vermittler in der Agentur natürlich nicht", denn der verstehe sich nicht als Coach. Darum, sagt Schneider, gerieten "formal hoch qualifizierte" ältere Arbeitslose oft in eine vertrackte Lage. "Die Jobs, nach denen sie gucken, kriegen sie nicht. Und die Jobs, die sie kriegen könnten, nach denen gucken sie nicht."

(…)Der gestandene Mann, die junge Frau, sie verschwinden nicht aus der Statistik, sie suchen weiter und hoffen, dass der Aufschwung sie mitzieht. Vielleicht könnte er sie mitreißen, wenn sie mehr wagen würden und auch: mehr hinnehmen. Mona Neugebauer muss nun doch "auf Hartz IV", denn von 400 Euro kann sie nicht leben. Aber einen Teil ihres Geldes wieder selbst zu verdienen lässt in ihren Augen etwas leuchten. Selbstbewusstsein.
https://www.stern.de/wirtschaft/arb...itslosigkeit-Wer-Job/601989.html?p=2&nv=ct_cb

Jetzt habe ich es endlich verstanden, woran es liegt, dass so viele Erwerbslose keinen Job bekommen!
Wir orientieren uns bloß falsch am Markt mit den massenhaft vorhandenen Arbeitstellen!
Auf Stolz und falsche Vorstellungen müssten wir nur auch endlich mal verzichten!
Ach so, dann ist ja alles klar!
Kaleika
 
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