Wer hilft mir bei der beruflich Umorientierung, wenn LTA abgelehnt (1 Betrachter)

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FrauRossi

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Hallo, ich bin neu hier. Ich bin chronisch Gelenkkrank und hatte schon einige Rehas nach Operation. Die letzte Operation ist gründlich schief gegangen. Ich hatte eine Schulteroperation und seit dem luxiert das Gelenk ständig und ich kann den Arm gar nicht mehr verwenden. Zusätzlich hab ich noch diverse andere Dinge Jedenfalls hab ich die letzte Reha arbeitsunfähig beendet und später sollte ich einen Antrag auf Teilhabe zum Arbeitleben bei der Rentenversicherung stellen. Dieser ist abgelehnt worde, da ich nicht 3 h täglich belastbar bin. So weit, so schlecht. Denn ich dachte ja, das wir bei diesen Prozess ja gerade darüber reden, ich welchen anderen Beruf ich denn einsatzfähig bin. Das ist nicht wieder in meinen Beruf als Altenpflegerin mit diesen Arm zurück kann, ist ja logisch. Aber ist dachte auch, das die Beratung und Gespräche und das Suchen eines geeigneten Platzes ja auch einige Monate in Anspruch nehmen. Ich rief dann noch mal bei der RV an, weil ich es gar nicht glauben konnte. Die Beraterin sagte dann nur, ich könnte den Antrag gern noch mal stellen, wenn ich den Eindruck hab, ich sei gesünder als jetzt. Ähhhhh......Also, gesünder als jetzt werde ich nicht mehr. Eher schlechter. Allerdings möchte ich unbedingt noch arbeiten, so lange es noch geht. Ich habe noch 4 Monate Krankengeld und ich habe meinen Arbeitsplatz noch. Muss ich jetzt alles alleine machen? Muss ich mir einen Arbeitsplatz komplett ohne Hilfe suchen oder hab ich noch irgendwelche Ansprüche? Vom Arbeitsamt bekomme ich auch keine Hilfe, da ich ja nicht arbeitslos bin. Wie sind da meine Rechte? Oder hab ich keine? Widerspruch hatte ich eingereicht, ist aber auch abgelehnt worden.
 

AndreasB

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Jedenfalls hab ich die letzte Reha arbeitsunfähig beendet und später sollte ich einen Antrag auf Teilhabe zum Arbeitleben bei der Rentenversicherung stellen. Dieser ist abgelehnt worde, da ich nicht 3 h täglich belastbar bin. So weit, so schlecht. Denn ich dachte ja, das wir bei diesen Prozess ja gerade darüber reden, ich welchen anderen Beruf ich denn einsatzfähig bin.
Wenn die DRV eine LTA-Maßnahme mit der Begründung ablehnt, dass der Betreffende weniger als 3 Stunden leistungsfähig ist, dann ist sie verpflichtet, den LTA-Antrag in einen EM-Rentenantrag umzudeuten (§116 SGB VI).

Hat die Beraterin nichts davon erwähnt? Unter dieser Voraussetzung wird niemand Hilfe bei einer beruflichen Umorientierung geben, da die DRV keine Erfolgsmöglichkeit sieht.
 

Doppeloma

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Hallo FrauRossi,

Dieser ist abgelehnt worde, da ich nicht 3 h täglich belastbar bin. So weit, so schlecht. Denn ich dachte ja, das wir bei diesen Prozess ja gerade darüber reden, ich welchen anderen Beruf ich denn einsatzfähig bin.
Wann hast du denn diesen Bescheid bekommen, wenn sich die Ablehnung wegen Erwerbsfähigkeit (UNTER 3 Stunden täglich) auf den "allgemeinen Arbeitsmarkt" (also nicht nur auf die letzte Tätigkeit) bezieht, dann solltest du diesen Bescheid noch einmal genauer durchlesen.

Da kann ich meinem Vorschreiber nur zustimmen, das würde eine "Umdeutung" in EM-Rente erfordern, leider wird das für den Betroffenen oft so unklar ausgedrückt, dass man das nicht direkt verstehen muss.

Das ist nicht wieder in meinen Beruf als Altenpflegerin mit diesen Arm zurück kann, ist ja logisch. Aber ist dachte auch, das die Beratung und Gespräche und das Suchen eines geeigneten Platzes ja auch einige Monate in Anspruch nehmen.
Ich rief dann noch mal bei der RV an, weil ich es gar nicht glauben konnte.
Mit Anrufen klärt man solche wichtigen Dinge ohnehin nicht, wenn es so ist wie wir gerade vermuten, dann gibt es aktuell KEINE Tätigkeit mehr die du gesundheitlich ausüben könntest, jedenfalls nicht im Zeitumfang (6 und mehr Stunden täglich) der für ein ausreichendes Einkommen erforderlich ist. :icon_evil:

Da wird natürlich auch keine berufliche Förderung bezahlt, wenn es keine Aussichten gibt, dass du damit dann was anfangen könntest ... zumal man auch für solche LTA belastbar genug sein muss ...

Es geht (besonders bei anhaltenden gesundheitlichen Problemen) nicht immer danach was man gerne möchte, man darf auch zu einer vollen EM-Rente monatlich bis zu 450 € in einem Minijob dazu verdienen.

Den musst du dir dann allerdings nach deinen gesundheitlichen / örtlichen Möglichkeiten selbst suchen, zunächst ist aber abzuklären, ob wir mit unserer Vermutung richtig liegen.:icon_kinn:

Dafür solltest du mit dem LTA-Ablehnungs-Bescheid mal eine DRV-Beratungsstelle aufsuchen, die können dir mitteilen, ob du dazu noch weitere Informationen (Schriftliche bitte) bekommen wirst oder direkt die EM-Rente beantragen solltest.

Denn ein regulärer Formular-Antrag auf EM-Rente muss meist noch gestellt werden, der geht dann aber auch problemlos durch, gegen die Ablehnung der LTA aus gesundheitlichen Gründen kommst du mit einem Widerspruch auch nicht weiter. :icon_evil:

AU-Entlassungen aus Rehas haben nur begrenzte Bedeutung dafür, wenn dir die Reha-Berichte vorliegen solltest du mal nachlesen, was da zu deiner Erwerbsfähigkeit (aktueller Beruf /allgemeiner Arbeitsmarkt) geschrieben wurde, eine AU-Entlassung bedeutet zunächst nur, dass man nicht sofort wieder arbeiten gehen kann, nach Abschluss der Reha ...

MfG Doppeloma
 

FrauRossi

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Erstmal vielen Dank. EM Rente möchte ich definitiv nicht. Ich bin erst Ende 40 und möchte noch arbeiten. Das Problem ist ( zB) mit LTA wäre mein Arbeitgeber unter Umständen verpflichtet gewesen mir einen leidensgerechten Arbeitsplatz zu geben ( zB Telefon, mit den Senioren singen und bastel oder ähnliches). Diesen Anspruch hab ich nun nicht. Außerdem habe ich, wie gesagt, nur noch 4 Monate Zeit. Das ist zu kurz um jetzt noch etwas großartiges zu Planen. Achso, laut der Begutachtung bin ich Arbeitsunfähig in allen Bereichen und eben ein Ende ist noch nicht absehbar.
 

FrauRossi

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Wenn die DRV eine LTA-Maßnahme mit der Begründung ablehnt, dass der Betreffende weniger als 3 Stunden leistungsfähig ist, dann ist sie verpflichtet, den LTA-Antrag in einen EM-Rentenantrag umzudeuten (§116 SGB VI).

Hat die Beraterin nichts davon erwähnt? Unter dieser Voraussetzung wird niemand Hilfe bei einer beruflichen Umorientierung geben, da die DRV keine Erfolgsmöglichkeit sieht.
Ich hatte gar keine Beratung! Nich einen einzigen Termin bisher
 

AndreasB

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Ich hatte gar keine Beratung! Nich einen einzigen Termin bisher
Dann habe ich das wohl falsch interpretiert?
Die Beraterin sagte dann nur, ich könnte den Antrag gern noch mal stellen, wenn ich den Eindruck hab, ich sei gesünder als jetzt.
Dann solltest Du das dringend nachholen, also als nächstes telefonisch einen Termin ausmachen und dann mit dem LTA-Ablehnungsbescheid zur nächsten DRV-Beratungsstelle.
 

FrauRossi

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Ich hatte nur einen Anruf getätigt, und da ist es zu dieser Aussage gekommen. Ok, das mit den Beratungstermin werde ich mal versuche, durchzusetzen
 

Doppeloma

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Hallo FrauRossi,

EM Rente möchte ich definitiv nicht. Ich bin erst Ende 40 und möchte noch arbeiten.
Das glaube ich dir gerne und so geht es wohl Allen, die immer gearbeitet haben und von der Gesundheit irgendwann einfach "ausgebremst" werden, es wird dir auf die Dauer nicht weiterhelfen, die EM-Rente nicht zu "wollen", wenn es keinen gangbaren Weg am Arbeitsmarkt (oder bei deinem AG) mehr gibt. :icon_evil:

Das Problem ist ( zB) mit LTA wäre mein Arbeitgeber unter Umständen verpflichtet gewesen mir einen leidensgerechten Arbeitsplatz zu geben ( zB Telefon, mit den Senioren singen und bastel oder ähnliches).
Diesen Anspruch hab ich nun nicht.
Dafür kannst du dir auch einen Schwerbehinderten-Ausweis beantragen, dafür brauchst du keine LTA, die "zwingt" einen AG übrigens auch zu gar nichts. :icon_evil:
Daraus "kann" er sich finanzielle Unterstützung beantragen, das muss er aber nicht ...

Wenn es ein "sozial" eingestellter AG wäre sollte er von selber Interesse (Fürsorgepflicht für die Mitarbeiter) haben dich "leidensgerecht" beschäftigen zu können, eine Schwerbehinderten-Vertretung könnte dich dabei unterstützen.

Auch die Integrationsämter sind nicht erst bei Schwerbehinderung zuständig, sondern schon bei "drohender Behinderung" und das ist alles ohne offizielle LTA von der DRV möglich.
Die Rentenkasse gibt nur Geld für Fortbildung aus, wenn es auch auf längere Sicht möglich erscheint, dass du dann vorerst keine EM-Rente benötigen wirst.

Mit Senioren singen und basteln machen in der Regel Ehrenamtliche ohne Bezahlung, was meinst du mit Telefon ???

Außerdem habe ich, wie gesagt, nur noch 4 Monate Zeit. Das ist zu kurz um jetzt noch etwas großartiges zu Planen. Achso, laut der Begutachtung bin ich Arbeitsunfähig in allen Bereichen und eben ein Ende ist noch nicht absehbar.
Wenn es bei deinem AG Möglichkeiten geben würde, dann hätte auch die KK längst mehr Druck gemacht, damit das Krankengeld beendet werden kann, die zahlen auch nicht so gerne wenn es andere Möglichkeiten geben würde, dass du deine (oder eine andere) Arbeit wieder aufnehmen kannst.

Bitte unterscheide die rechtliche Bedeutung von "Arbeits-Unfähig" (Krankenkassen-Recht) und Erwerbs-Unfähig / Erwerbsgemindert nach dem Rentenrecht.
AU kann man jahrelang sein, ohne von der DRV auch als Erwerbsgemindert angesehen zu werden in DRV-Reha-Kliniken oder von DRV-Gutachtern.

Wenn die eine EM-Rente (aktuell) für angebracht halten sollten, dann sollte man schon darüber nachdenken, warum die das wohl annehmen, so leicht entschließen die sich nicht dazu, das so zu sehen und eine EM-Rente wird in der Regel nur befristet (bis höchstens 3 Jahre am Stück) bewilligt und wenn es dir dann besser geht kannst du versuchen wieder voll zu arbeiten.

Ehrenamtlich mit Senioren singen und basteln kannst /darfst du auch im EM-Rentenbezug ... das wird in der Regel nicht als Vollzeit-Job bezahlt von dem man leben könnte ... :icon_evil:

Wenn dein Krankengeld verbraucht ist (Aussteuerung), dann hast du Anspruch auf ALGI (Nahtlosigkeit nach § 145 SGB III) an die AfA ... dort wird man dich letztlich auffordern EM-Rente zu beantragen, wenn der ÄD (Med. Dienst der AfA) dort den aktuellen Leistungsstand geprüft hat ...
Ein bestehendes Arbeitsverhältnis ist kein Hinderungsgrund, das wird "ruhend" weiter bestehen bleiben.

Wenn du dort meinst "irgendwie" an deinen Arbeitsplatz zurück zu können, wird man sehr glücklich darüber sein und kein ALGI zahlen wollen, dann soll dein AG dich "leidensgerecht" weiter beschäftigen (müssen) ... ob er das dann tun wird / kann ist der AfA ziemlich egal, die helfen dir dabei dann auch nicht weiter ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 
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