Wer hat Erfahrungen mit Erbwerbsunfähigkeit/ Rente und so weiter?

FloFlo

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Hallo, gibt es hier Nutzer, die mir vielleicht ihre Erfahrungen und vielleicht sogar eine Einschätzung/einen Ratschlag mitgeben können?

Ich selbst bin 26 Jahre alt, leide seit ich 15 bin an psychischen Erkrankungen. Erst schwere Depressionen und das hat sich dann zur Borderline Persönlichkeitsstörung entwickelt und hinzu kam dann wieder später noch Substanzmissbrauch.
Therapeuten sehen immer VIEL Potential in mir. Ich bin recht intelligent und in guten Phasen definitiv lern- und leistungsäfhig. Das Problem ist, dass bei Belastung meine Erkrankung wieder ausbricht. Ich fühle mich dann auch total dämlich. Ich hab so viel Therapie hinter mir und weiß im Prinzip "alles", aber verhalte mich wieder wie nie in Therapie gewesen. Bei geringer Belastung bin ich stabil. Heißt konkret:
ich kann gewisse 450€ Jobs (oder sogar etwas mehr) ohne Probleme ausführen. Bei Ausbildungen/Studiengängen oder Vollzeitjobs drehe ich immer am Rad.

Also passiert jedesmal dasselbe.
1. Ich jobbe rum. Es geht mir gut.
2. Ich fühle mich gesund. Ich suche mir eine neue Ausbildung/einen neuen Studiengang oder sonst was
3. Ich drehe entweder vorher schon durch oder einige Wochen/Monate nach Beginn der Vollzeittätigkeit
4. Ich bin wieder voll im Borderline-Muster drin

So. Das Amt will, dass ich nichts mache. Ich wurde schon mehrfach ewerbsunfähig geschrieben. Das hab ich nicht eingesehen und wie gesagt zumindest auf 450€ Basis gearbeitet. Meine Therapeuten und Freunde und Familie motivieren mich jedesmal wieder weiter zu gehen. Dann breche ich zusammen.

Nun habe ich sogar offiziell eine Schwerstbehinderung ausgestellt bekommen. 50%. Das ist heute passiert.
Und nächste Woche beginnt eine neue Ausbildung und mir geht es wieder hundeelend... und ich frage mich: WARUM tue ich mir das JEDESMAL wieder an? Es ist JEDESMAL derselbe Mist!
Jedesmal mache ich wohl irgendwas falsch. Ich weiß das auch. Aber mein Kopf hängt. Ich bekomme die größte Panik.
Ich möchte vielleicht auch Vollzeit Zeitungen austeilen oder so. Das klappt als Nebenjob wunderbar. Da kann ich alleine arbeiten. Machen was ich will (solange die Zeitungen in der angegebenen Zeit da sind). Sogar Musik hören. Klar, man verdient nicht viel, aber das ist mir mittlerweile so egal. Oder eben Reha-Zeugs oder Integrationsfachdienst-Zeugs (keine Ahnung was es da gibt) mit meinem heute angekommenen Schwerstbehindertenausweis starten.

Aber darf ich das? Sollte ich das? Ich weiß es nicht. Ich wechsele STÄNDIG meine Meinung. Und jetzt frage ich wieder um Rat, statt eine EIGENE Meinung zu bilden. Darum geht's ja eigentlich, oder? Und die Meinung der anderen, ja... keine Ahnung. Jeder rät mir dazu Ausbildungen oder Studiengänge zu machen, damit aus mir noch was wird. Ich kann mich sehr gut präsentieren und will immer so erscheinen, als würde ich alles hinkriegen. Tja. Meine Schwester nennt mich auch schon Hartzer und Faulenzer und sonst was, weil ich nichts hinkriege.

Ich will nur in Frieden leben.
Es geht mir gut, wenn ich sozusagen in meiner Komfortzone bleibe. Aber alle sagen immer, Komfortzone ist schlecht. Aber ich drehe ohne ja jedesmal durch!
Ich pushe mich außerhalb des Arbeitsleben schon genug. Bin dann ehrenamtlich unterwegs, mache viel mit Freunden, versuche Partnerschaften hinzukriegen und an Hobbies arbeiten. Das braucht schon meine ganze Energie, da das mit Borderline alles sehr schwierig ist. Alleine ne Beziehung ist schon ein Full Time Job, da ich mich eigentlich permanent reflektieren muss und aufpassen muss.

Aber ich schäme mich so. "Mache ja nichts aus meinem Leben". "Bin doch so intelligent und willensstark und motiviert". "Einfach durchhalten! Einfach machen!".
Und irgendwo haben sie ja auch recht?! Aber ich kriege es nicht hin. Jedesmal falle ich zurück in die Borderline-Symptome (im Prinzip die typischsten Symptome, einfach googlen wen es interessiert, über den Mist will ich gar nicht schreiben, ich weiß dass das Mist ist). Vielleicht bin ich einfach nur faul. Und will nicht. Und bin verwöhnt. Und schwach. Vielleicht muss man mich mal in ein Boot-Camp oder so stecken. Ich hab es zu gut und bin undankbar.

Kennt das jemand?!
 

Nena

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Ja, viele.
Aber das ist hier nicht das geeignete Forum dafür. Auch wenn hier sicherlich einige Betroffene sein mögen. Die Mehrheit kennt sich nicht aus. Und wird trotzdem antworten. Es gibt Borderline-Foren, es gibt Depressionsforen. Vielleicht hilft Dir schon Lesen dort?

Um Deine Frage zu beantworten: Ja. Du bist nicht allein.
 

Ruhrpottmensch

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Nun ja... Dass sich hier die Mehrheit nicht "auskennt", kann ich zumindest in diesem Unterforum nicht feststellen... 🤷‍♂️

Zum eigentlich Thema:
Auch wenn ich fast doppelt so alt bin wie der TE, bin ich doch in einer ähnlichen Situation.
Bei mir würde sich allerdings eine EMR wohl eher "negativ" auf die Symptome auswirken. Daher habe ICH mich dagegen entschieden. Lasse diese Möglichkeit aber nicht gänzlich außen vor.

Denn eine EMR soll beeinträchtigte/kranke Menschen auch durchaus die Zeit geben, um mit & an sich zu arbeiten.
Sie ist nicht zwangsweise "in Stein gemeißelt".

Und das bringt mich zum TE @FloFlo...
Wenn Dich die gesamte Situation, diese ständigen Versuche Dich "in die Gesellschaft" einzupassen, so sehr belasten, dass im Prinzip mit einer Stabilisierung oder gar Verbesserung nicht zu rechnen ist, dann ziehe diese Möglichkeit (EMR) durchaus in Betracht. Und höre da auch wirklich auf Dich selbst, nicht auf irgendwelche "Gesellschaftsbilder" ("RENTE mit 26?! Wie kann man nur?!"), "gut gemeinte" Ratschläge oder irgendwelche Sachbearbeiter.

Im Grunde denke ich, wäre eine langfristige "DBT-Therapie" mit engmaschiger Betreuung bei Dir "von Nöten", die Dich ganzheitlich als Mensch mit "Ecken & Kanten" sieht und nicht als "schlichte Nummer" die irgendwie vermittelt/in "Gesellschaftsnormen" gepresst wird. Das ist aber auf den üblichen "Amtsstuben" wohl eher nicht möglich (bzw. bestehen diesen Möglichkeiten schlicht & ergreifend einfach nicht), daher könnte man die Zeit in einer EMR ja durchaus "nutzen", um sich solch ein "Netz" aufzubauen (Therapeutische Hilfsangebote außerhalb von irgendwelchen Amtsstuben gibt es ja durchaus).

Man "muss" an manchen Punkten im Leben halt mal wirklich "in sich gehen", drauf "horchen" was das Innere einem sagt, ggf. mit (fachlicher) Unterstützung (Du bist noch in Therapie/fachärtzlicher Behandlung?) versuchen ein etwas "deutlicheres" Gefühl zu bekommen und dann entscheiden...

Denn wie Du selbst ja feststellt, eine ständige "Achterbahnfahrt" (Immer wieder hoch, dann wieder runter... Vor und zurück) ist nicht wirklich der Weisheit letzter Schluss. Und aus eigener Erfahrung: Es bringt einen auch nicht wirklich weiter. Ganz im Gegenteil. Man macht, wenn überhaupt, über Jahre nur winzige Schritte und verschwendet somit sehr kostbare Zeit "in seinem Leben". ;)
(Ich selbst hätte mir gewünscht, schon vor 15/20 Jahren an dem Punkt zu sein, an dem ich jetzt bin)

Ich drücke auf jeden Fall die Daumen für Deinen Weg
 

Nena

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Dass sich hier die Mehrheit nicht "auskennt", kann ich zumindest in diesem Unterforum nicht feststellen...
mit Borderlinern?????
Da bin ich ja mal gespannt. Aber ich halte es für möglich, dass Ratschläge, die für weniger/anders Persönlichkeitsgestörte hilfreich/sinnvoll wären, auf Borderliner anders (als gewollt) wirken könnten.
 

HermineL

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mit Borderlinern?????
Da bin ich ja mal gespannt. Aber ich halte es für möglich, dass Ratschläge, die für weniger/anders Persönlichkeitsgestörte hilfreich/sinnvoll wären, auf Borderliner anders (als gewollt) wirken könnten.
Vielleicht solltest du aber auch mal auf die Fragestellung in der Beitragsüberschrift achten die lautet nicht "Wer kennt sich mit Borderline aus" sondern "Wer hat Erfahrungen mit Erbwerbsunfähigkeit/ Rente und so weiter?"
Genau zu dem Thema gibt es hier viele die sich damit auskennen.

Wenn Dich die gesamte Situation, diese ständigen Versuche Dich "in die Gesellschaft" einzupassen, so sehr belasten, dass im Prinzip mit einer Stabilisierung oder gar Verbesserung nicht zu rechnen ist, dann ziehe diese Möglichkeit (EMR) durchaus in Betracht. Und höre da auch wirklich auf Dich selbst, nicht auf irgendwelche "Gesellschaftsbilder" ("RENTE mit 26?! Wie kann man nur?!"), "gut gemeinte" Ratschläge oder irgendwelche Sachbearbeiter.
Das ist ja soweit alles ganz richtig und schön aber du solltest nicht vergessen das der Weg zu einer EMR meist kein einfacher und kurzer ist. Die DRV tut in der Regel alles um eine EMR-Gewährung zu verhindern und wenn man dagegen in Widerspruch und/oder Klage geht gehen hier schnell einmal Jahre ohne Fortschritt ins Land. Dazu hat nicht jeder die Kraft. Ganz im Gegenteil einige zieht das noch mehr runter. Auch das gehört zum Thema EMR und das sollte man nicht verheimlichen.
 

Ruhrpottmensch

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Das ist ja soweit alles ganz richtig und schön aber du solltest nicht vergessen das der Weg zu einer EMR meist kein einfacher und kurzer ist. Die DRV tut in der Regel alles um eine EMR-Gewährung zu verhindern und wenn man dagegen in Widerspruch und/oder Klage geht gehen hier schnell einmal Jahre ohne Fortschritt ins Land. Dazu hat nicht jeder die Kraft. Ganz im Gegenteil einige zieht das noch mehr runter. Auch das gehört zum Thema EMR und das sollte man nicht verheimlichen.
Stimmt schon...
Aber genau deswegen sollte man -ganz salopp gesagt- da eben nicht noch "Jahre" drauf rumdenken.

Dass eine RV "alles" tut, um keine EMR zu zahlen... Nun ja... Auch da kann man geteilter Meinung sein.
Ich sach mal so... Ein Antragsteller, bei dem alles "reibungslos" läuft/lief, wird sich in den seltensten Fällen "Hilfe" in Foren/Gruppen/Sozialen Medien holen.
Das was man dort liest, ist (leider) oftmals genau der Teil der Betroffenen, bei den es eben nicht glatt läuft. Und wirkt dann ganz schnell wie ein ganzheitliches Bild...
 

Susanne42

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Also bei mir ging das mit der Erwerbsminderungsrente völlig reibungslos: krank gewesen, Reha gemacht, Erwerbsminderungsrent, alles auf Erstantrag.
Ich hatte nicht das Gefühl, das es kompliziert ist
 

FloFlo

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Huhu ihr Lieben, Dankeschön für die Antworten. Heute bin ich auch wieder etwas klarer im Kopf.

Also ich denke, dass die Erwerbsminderungsrente bei mir kein Problem sein wird. Ich bin/war relativ schwer krank. Früher bestand mein Leben eigentlich nur aus Psychiatrieaufenthalten und Therapie. Mittlerweile bin ich im Alltag recht stabil und bei Belastung geht's eben oft wieder los. Das Amt will unbedingt, dass ich nichts mehr mache und gestern waren wie gesagt die 50% im Briefkasten. Klar, man weiß nie, aber da bin ich recht optimistisch. Und ohne Belastung geht's mir tatsächlich gut mittlerweile, kleine Rückschläge mit eingenommen. Auch dafür schäme ich mich dann etwas. Weil ich lerne ja nicht belastet zu werden, wenn ich nichts tue.

Ich müsste eigentlich ganz langsam meine Belastung steigern und nicht so ruckartig. Mit Ansprechpartner. Eventuell öffnen die 50% mir da ja jetzt ein paar Tore.

Bei mir ist das immer ein kompletter Perspektivwechsel. Gerade geht es mir wieder gut. Da denke ich wieder "Ach, ist doch kein Problem. Ich schaffe das!".
In 5 Stunden kann ich wieder "durchdrehen" und da geht's dann ums Überleben und darum Impulsen zu widerstehen. Ich werde zum zickigen, bockigen, sich selbst zerstörendem Kind. Da kann ich ne Zeit gegen steuern oder es ignorieren, aber bis jetzt fehlten mir die Fähigkeiten auch langfristig gegen zu steuern (mit und ohne Therapeutische Hilfe). Wenn der seelische Schmerz so heftig in mir brennt lasse ich mich irgendwann fallen und gebe den Impulsen nach und dann wird es unschön. Das kann wie gesagt Tage, aber auch Monate dauern. Je nachdem wie es halt so läuft. Ab dann "muss" ich eigentlich in die Klinik.

Vielleicht hab ich mir die Antwort hier ja auch schon gegeben. Vielleicht sollte ich mal einen Termin bei dieser Beratung für Schwerstbehinderte machen. Ob ich mich irgendwie langsam steigern kann. Ich weiß, sowas gibt es.
 

Krautkopf

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Hallo FloFlo, ich bin auch Borderliner. Aufgrund meiner Geschichte (ähnlich Deiner) bin ich auch sofort ohne Probleme in die EMR gekommen. Das war aber nicht das was mir geholfen hat. Ich glaube dass vor der Frage nach der Erwerbstätigkeit ein Sicherheitsgefühl, v.a. im sozialen Bereich, wichtig ist. Mir hat geholfen: ein langer Heimaufenthalt (!), mein Ehrenamt und eine sehr gut funktionierende lange Psychotherapie.
Das sind natürlich nur meine persönlichen Erfahrungen, aber Du wolltest ja wissen wie andere Betroffene so etwas erleben.
 

Kerstin_K

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Aber darf ich das?
Du darfst alles. Keiner kann dir verbieten, zu arbeiten, wenn du dir das zutraust.
Aber ich schäme mich so. "Mache ja nichts aus meinem Leben". "Bin doch so intelligent und willensstark und motiviert". "Einfach durchhalten! Einfach machen!".
Und irgendwo haben sie ja auch recht?! Aber ich kriege es nicht hin. Jedesmal falle ich zurück in die Borderline-Symptome (im Prinzip die typischsten Symptome, einfach googlen wen es interessiert, über den Mist will ich gar nicht schreiben, ich weiß dass das Mist ist). Vielleicht bin ich einfach nur faul. Und will nicht. Und bin verwöhnt. Und schwach. Vielleicht muss man mich mal in ein Boot-Camp oder so stecken. Ich hab es zu gut und bin undankbar.
Und genau diese Einstellung musst du ablegen. Du bist krank. Unddann geht eben manches nicht. Wenn du für dich akzeptierst, dass es Grenzen gibt und aufhörst, dir selber Druck zu machen, dann hast du es viel leichter.

Ich erzähle dir mal was: Ich bin von Geburt an behindert, GdB 100, G, aG, B. erzogen wurdeich nach dem Motto: "Du kannst nict gut Laufen, okay, aber dafür musst du ei den Sachen, die du kannst, doppelt so gut sein wie die Nichtbehinderten, damit du akzeptiert wirst." Klar habe ich vieles errreicht. in geschlossenen Räumen und auch auf kurzen Strecken draussen kann ich laufen, obwohl Ärzte meinen Eltern gesagt haben, dass ich nie euf meinen Beinen werde stehen können. Ich war die erste in meiner Familie , die Abi gemacht hat. Alles gut und schön. Aber ich habe mich ganz lange Zeit auch selber unter Druck gesetzt. Ich wollte alles perfekt machen, habe mir selber keinen Fehler verziehen. Oft habe ich meinen Rollstuhl zu Hause gelassen, weil ich damit ja im Weg rumstehen könnte. Ich habe Behindertentoiletten nicht benutzt, weil ich die dann ja für die Menschen blockiere, die diese wirklich brauchen, ich doch nicht... Seit ich diese Einstellung abgelegt habe, lebt es sich entspannter. Das heisst, ich stelle meine Behinderung nicht in den Vordergrund, aber mich und meinen Rollstuhl, uns gibt es nur im Doppelpack und wem das nicht passt, der hat halt Pech gehabt. Klar, wenn ich mit einer Gruppe von Rollifahrern zusammen bin und die stehen schon vor dem enzigen Rolliklo Schlange, dann nehme ich halt die normal Toilette, wenn es geht. Und ich habe auch schonmal mein Auto umgeparkt vom Behindertenparkplatz auf einen normalen, weil ich meinen Rollstuhl nach hinten auslade un ddas geht halt notfalls auch auf einem schmaleren Parkplatz. Aber ich kenne eben auch meine Grenzen. Und wenn etwas nicht geht, dann sage ich das und dann wird nach einer Lösung gesucht.
Wenn Dich die gesamte Situation, diese ständigen Versuche Dich "in die Gesellschaft" einzupassen, so sehr belasten, dass im Prinzip mit einer Stabilisierung oder gar Verbesserung nicht zu rechnen ist, dann ziehe diese Möglichkeit (EMR) durchaus in Betracht. Und höre da auch wirklich auf Dich selbst, nicht auf irgendwelche "Gesellschaftsbilder" ("RENTE mit 26?! Wie kann man nur?!"), "gut gemeinte" Ratschläge oder irgendwelche Sachbearbeiter.
Auch bei einer EMR könntest du noch bis zu drei Stunden am Tag arbeiten. Und eine EMR muss auch keine Endstation sein.wenn ess dir besser geht und du mehr arbeiten kannst, dann gibt es auch sowas wie eine teilweise EMR zum Beispiel.

Und vom GdB musst du dich gar nicht beeindrucken lassen. Ich arbeite Vollzeit, trotz GdB 100.
 

Ozymandias1

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Ab wann ist der Schwerbehindertenausweis gültig?

Ggf. Widerspruch einlegen und auf ältere Behandlungen verweisen, dass die Behinderung vor 25 vorlag.
Dann könnte auch noch Kindergeld gezahlt werden. Das bringt vielleicht nicht unbedingt mehr Geld, aber eventuell mehr Gestaltungsmöglichkeiten.
 
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