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Wer hat Erfahrung mit französischem Sozialgeld (RSA)?

Martin1974

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Hallo,

kennt sich jemand mit der französischen Grundsicherung aus?

Ich bin derzeit berufstätig und überlege meinen Wohnsitz ins französische Grenzgebiet zu verlagern. Ich arbeite seit kurzem auf deutscher Seite im Grenzgebiet. Habe eine lange Anfahrt dorthin. Auf französischer Seite spart man wohl etwas Steuern. Zudem schmeckts Baguette besser. ;-)

Vor dem Job bezog ich Hartz 4. Sollte ich den Job verlieren siehts in der BRD düster aus. Bei weniger als 12 Monaten Beschäftigung falle ich ins ALG2 zurück. Der Job ist super bis jetzt. Leider hat man heute für nichts mehr Garantien und ist schneller weg vom Fenster als man schauen kann.

Was geschieht bei erneuter Arbeitslosigkeit? Frankreich müsste doch dann für einen zuständig sein. Geldmäßig wird sich gegenüber Hartz4 wohl nicht viel ändern, aber wie sieht es mit dem "Druck" aus?

Dieser ist ja hier in Deutschland aufgrund Eingliederungsvereinbarung und 8 Eigenbemühungen nicht ohne.

Wer sogar eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit hat, wenn das Jugendamt den Unterhaltsvorschuss übernimmt, weil man selbst nicht kann, darf sich sogar über 20 Eigenbemühungen pro Monat "freuen".

Es geht mir nicht darum auf der faulen Haut zu liegen, aber ich denke, dass langfristig einem Arbeitslosen nur geholfen werden kann, wenn er sich nicht "irgendwo" bewirbt (bewerben muss), sondern nur dort wo er auch mit dem Herzen dabei ist. Leider sehen das unsere Sozialbehörden anders.

Wie ist hierzu der Stand in "La grande Nation"?

Oder sollte man von einem Umzug lieber die Finger lassen?
 
E

ExitUser

Gast
Hier zum nachlesen.

Frankreich - Soziale Mindestsicherung - TK-Lex

weiterhin, Du bist verpflichtet dir eine sog Sozialwohnung zu suchen. Eine 6 monatige Kulanzzeit falls die Wohnung unangemessen sein sollte, gibt es nicht. Heizung gibt es als Pauschale, Strom dein Problem.

EGVs werden rigorios durchgesetzt, d. h. im Zweifel Heranziehung zum Sozialdienst (Arbeitsbrigarden).

Auto darf nur haben, wer selbst etwas an Einkommen hat und "quasi aufstockt". Insgesamt sind Lebensmittel und Bekleidung gut 1/3 teuerer als in D-Land.

Im grenznahen Raum schaust dir am besten die Sozialwohnungen in Strassburg an.....:icon_frown: und viel Glück beim "überleben" als deutscher in der franz. Unterschicht.

Weiterhin bitte genau lesen:

http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/tk_sec.cgi?chosenIndex=UAN_nv_1005&xid=229701

Sie wollen in Frankreich kein Geld verdienen, sondern dort von Ihren Ersparnissen leben. Deshalb gelten für Sie strengere Regeln. Ihr Aufenthaltsrecht wird an zwei Bedingungen geknüpft. Ihr "Finanzpolster" muss ausreichen, um Ihren Lebensunterhalt in Frankreich bestreiten zu können, und Sie müssen krankenversichert sein.

Da Sie aber nach Frankreich umziehen wollen, ohne erwerbstätig zu sein, müssen Sie den französischen Behörden glaubhaft nachweisen, dass Sie dort keine Sozialhilfe in Anspruch nehmen werden. Die Meßlatte ist dabei der örtliche Sozialhilfesatz: Sie müssen belegen, dass Sie Ihre Einkünfte in der Zeit des geplanten Aufenthalts so hoch sind, dass Ihnen nach französischem Recht keine Sozialhilfe zusteht. Eine Zusicherung reicht dabei nicht aus, man wird von Ihnen schriftliche Bestätigungen erwarten.









Der europäische Gesetzgeber wollte bewusst bei den Sozialleistungen ein "Europa à la carte" verhindern. Er hat deshalb die Zuständigkeit für die soziale Sicherung und Nothilfe dem Land der "Erwerbstätigkeit" zugewiesen.

D. h. Du wirst nichts bekommen dort....
 

dellir

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Kommen die Wohnkosten zu den 492€ zusätzlich oder was kommt am Ende raus für einen Alleinstehenden?
 

Don Vittorio

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Kommen die Wohnkosten zu den 492€ zusätzlich oder was kommt am Ende raus für einen Alleinstehenden?
Steht doch im Link :


Darüber besteht für alle Bezieher von Sozialhilfe Anspruch auf den Zuschuss für Sozialwohnungen (allocation logement social).
Und auch dieses :

Grundsätzlich wird Sozialhilfe nur für 3 Monate gewährt. Die Bezugsdauer kann aber um jeweils 3 Monate ohne weiteres bis zu 1 Jahr verlängert werden. Dauert die Bedürftigkeit an, kann auch nach Ablauf der 1-Jahres-Frist Sozialhilfe bewilligt werden.
Und auch dieses :

Sozialhilfebezieher erhalten wie alle Langzeitarbeitslosen für die Dauer von mindestens 3 Monaten einen persönlichen Berater, mit dem er mindestens 2 Gespräche pro Monate führen muss.
 

dellir

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Ja gut, und wieviel ist dieser Wohnzuschuss? Abgeshen davon, sieht das französische Hartz4 wesentlich schlimmer als in Deutschland aus. Da scheint man ja noch mehr schikaniert zu werden...

P.S Da esse ich lieber noch deutsche Baguetts...:icon_mrgreen:
 
E

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Der Wohngeldzuschuss ist pauschaliert, und richtet sich nach den Wohnkosten der Departements. District Weißenbourg/Hagenau und Biche liegen ungefähr bei 170€ bei 35-40 qm. Eine "Vollwohnung" wird für einen Single nicht finanziert. Was als "bewohnbar" gilt ohne Sozialbindung - nun ja der Begriff ist weit gesteckt...6 Personen in 60qm Zweizimmerwohnung ist dort nix besonderes.

Ein Single bekommt also ungefähr 660-670€ incl. Wohngeld (492€ Satz und eben den Zuschuss). Heizhilfen werden auf Antrag gewährt und liegen bei 30 bis 40€. ansonsten der Verweis auf Holzofen und die Holzhilfe, die ist umsonst. Das ist sinnigerweise das Holz das von den Brigarden gemacht wird. Alles was teuerer ist soll aus dem Sozialsatz finanziert werden. Alles in allem ist der Lebensstandard nicht so hoch wie in D-Land. Kleine Sozial-Wohnungen haben zumeist ein Gemeinschaftsbad/Toilette und noch ein Kartentelefon im Hausgang. Dasselbe bei Gas oder Strom, Waschmaschine per Münzeinwurf.
 

Martin1974

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Okay. Überzeugt! Ich bleib dann wohl doch lieber in Deutschland. Oder machs wie Gérard Depardieu und haue einfach ab und werde Russe :icon_lol:
 

Martin1974

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Ja gut, und wieviel ist dieser Wohnzuschuss? Abgeshen davon, sieht das französische Hartz4 wesentlich schlimmer als in Deutschland aus. Da scheint man ja noch mehr schikaniert zu werden...

P.S Da esse ich lieber noch deutsche Baguetts...:icon_mrgreen:
Oder der zuständige Jobcentermitarbeiter stopft einem die deutschen Baguettes so lange in den Hals bis man dran erstickt! Er schmunzelt noch lustvoll dabei ... :icon_klatsch:
 
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Sorry Martin1974,

ich weiß es aus eigener Anschauung. Ohne Verwandte, gute freunde und "Vetternwirtschaft ist Sozialhilfe in Frankreich ziemlich hart, die Behörden fragen auch hart nach. Besser sieht es aus bei Rentnern oder bei Invaliden. Die sind tatsächlich besser dran in der Grundsicherung als in D-Land. Aber das Mehr an finanzieller Leistung geht schnell drauf für Gesundheit und Wohnen.
 

dellir

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Eine "Vollwohnung" wird für einen Single nicht finanziert. Was als "bewohnbar" gilt ohne Sozialbindung - nun ja der Begriff ist weit gesteckt...6 Personen in 60qm Zweizimmerwohnung ist dort nix besonderes.
Oh man, das ist ja wie in Afrika dort. Jetzt geht's mir etwas besser...:icon_mrgreen:


P.S Hätte nicht gedacht, dass sich Franzosen sowas andrehen lassen. Die sind doch sonst auf 180...
 

Martin1974

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Sorry Martin1974,

ich weiß es aus eigener Anschauung. Ohne Verwandte, gute freunde und "Vetternwirtschaft ist Sozialhilfe in Frankreich ziemlich hart, die Behörden fragen auch hart nach. Besser sieht es aus bei Rentnern oder bei Invaliden. Die sind tatsächlich besser dran in der Grundsicherung als in D-Land. Aber das Mehr an finanzieller Leistung geht schnell drauf für Gesundheit und Wohnen.
Ich pack bei der Gelegenheit passenderweise mal wieder einen Klassiker aus: "Lieber arm dran, als Arm ab!"
:wink:

Liebe Freunde, ich denke insgesamt waren Eure Antworten hier sehr ernüchternd. Man bekommt also auch in Frankreich nichts geschenkt neuerdings. Europa funktioniert also und wird eins :icon_cry:

Ich bleib hier und kauf nun doch wieder deutsches Baguette, auch wenns teurer ist und n bissl im Hals kratzt :icon_hihi:
 

Martin1974

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Oh man, das ist ja wie in Afrika dort. Jetzt geht's mir etwas besser...:icon_mrgreen:


P.S Hätte nicht gedacht, dass sich Franzosen sowas andrehen lassen. Die sind doch sonst auf 180...
Naja, ich glaub ein paar wollten es sich dann doch nicht so recht andrehen lassen und haben dann mal kurz 20 oder 30 Peugeots angesteckt!

Mancher fragt sich wann das deutsche Volk mal aufsteht und sich wehrt? Die Wahl der Mittel sollte dabei aber besser gewählt werden als in den Pariser Vororten. Sowas geht ja gar nicht.

Dem deutschen Michel kann man leider alles verkaufen. Schmeiß ihm ein paar Brotkrumen hin und sagst in Afrika haben sie gar nichts zu essen. Ungeachtet dessen, dass er in einer starken Industrienation lebt, schnappt er sich die Krümmel, geht wieder heim und legt sich hin. Prost! :icon_eek:
 

n2ame22

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Und wie siehts in anderen Ländern mit der Grundsicherung aus? Gibts etwas vergleichbares wie hier? Man wird als Deutscher dort kaum Leistungen erhalten (soviel ist mir schon klar) - nur der Neugier wegen....
 

Bakunin

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dellir

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Dem deutschen Michel kann man leider alles verkaufen. Schmeiß ihm ein paar Brotkrumen hin und sagst in Afrika haben sie gar nichts zu essen. Ungeachtet dessen, dass er in einer starken Industrienation lebt, schnappt er sich die Krümmel, geht wieder heim und legt sich hin. Prost! :icon_eek:
Hallo? Du wolltest doch bis vor 2 Stunden nach Frankreich auswandern und nun kommst du mit dem deutschen Michel. Na dann fahr doch nacH Frankreich, leb dort zu 6 in einer Wohnung, erzähl 2x im Monat über deine berufliche Situation, such nach Holz im Wald und und und...:icon_motz:
 
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Was mir in Dänemark gefäööt, ist, dass man dort als erwerbsgeminderter Mensch die Möglichleit hat, eine Zuverdienststelle auszufüllen.
Hier gibt es als berenteter Mensch zig Hürden- je nach Bundesland- um für diesen Zuverdienst überaupt in Betracht zu kommen.
Allerdings sind in DK die Lebenshaltungskosten enorm hoch. Ebenso die Luxussteuer.
 
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Was mir in Dänemark gefällt, ist, dass man dort als erwerbsgeminderter Mensch die Möglichleit hat, eine Zuverdienststelle auszufüllen.
Hier gibt es als berenteter Mensch zig Hürden- je nach Bundesland- um für diesen Zuverdienst überaupt in Betracht zu kommen.
Allerdings sind in DK die Lebenshaltungskosten enorm hoch. Ebenso die Luxussteuer.
 

Don Vittorio

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Und wie siehts in anderen Ländern mit der Grundsicherung aus? Gibts etwas vergleichbares wie hier? Man wird als Deutscher dort kaum Leistungen erhalten (soviel ist mir schon klar) - nur der Neugier wegen....
Österreich :

Die Mindestsicherung beträgt 744 Euro für Einzelpersonen und 1,116 Euro für Paare. Pro Kind gibt es 134 Euro dazu, 18 Prozent der Mindestsicherung. Die 744 Euro bestehen aus einem Grundbetrag von 558 Euro (75 Prozent) und einem Wohnkostenanteil von 186 (25 Prozent). Bei einer Eigentumswohnung fällt dieser weg, auch wenn man bei den Eltern wohnt. Bei Bedarf können Heizkostenzuschüsse oder Wohngeldzulagen aufgeschlagen werden. Alle Bezieher werden auch krankenversichert.

Mit dem Grundeinkommen soll der Lebensunterhalt (Nahrung, Bekleidung, Miete, Heizung, Strom, etc.) für Menschen in Notlagen, die sich dauerhaft im Land aufhalten dürfen, abgedeckt und gleichzeitig vereinheitlicht werden. Betont wird, dass es sich dabei um kein bedingungsloses Grundeinkommen handelt, sondern dass die Leistungen nur diejenigen erhalten, "die über keine angemessenen eigenen Mittel verfügen, um den eigenen Bedarf bzw. den ihrer Angehörigen ausreichend decken zu können".

Eigenes Vermögen und Einkommen müssen bis auf wenige Ausnahmen eingesetzt werden, bevor eine BMS-Leistung in Anspruch genommen werden kann. Die Höhe des Schonvermögens liegt bei 3.720 Euro. Ein Auto darf nur behalten werden, wenn es aus beruflichen Gründen oder wegen einer Behinderung benötigt wird. Ähnlich wie Hartz-IV ist die Mindestsicherung an die Arbeitsbereitschaft geknüpft. Wer zumutbare Arbeit nicht annimmt, muss damit rechnen, dass die Bezüge gekürzt werden. Gedacht ist sie als vorübergehende Hilfe, als "Sprungbrett" ins Arbeitsleben. Wer die Grundsicherung länger in Anspruch nimmt und eine Eigentumswohnung besitzt, soll bei einem eventuellen Verkauf dem Staat, der sich nach 6 Monaten ins Grundbuch mit eintragen lässt, Leistungen zurückzahlen müssen. Auch Erben können hier noch herangezogen werden.
Österreich führt Hartz-IV ein | Telepolis

Italien :

Wer mindestens zwei Jahre durchgehend mit festem Arbeitsvertrag beschäftigt war, bekommt max. sechs Monate max. 30% Arbeitslosengeld vom Staat
(Großkonzerne bieten gelegentlich bessere Lösungen für Entlassungen im großen Stil an)
Krankheit/Krankenversicherung: alle Italiener sind automatisch krankenversichert, unabhängig von einem Arbeitsverhältnis oder festem Einkommen
Zahnarztkosten: sind in Italien nicht durch Krankenversicherung abgedeckt
Wohngeld: gibt es in Italien nicht
Sozialhilfe / Hartz IV: gibt es in Italien praktisch nicht, aber diverse Hilfen für Arme
Sozialwohnungen: gibt es in Italien viel zu wenige
Unterstützung vom Arbeitsamt bei der Jobsuche: gibt es in Italien praktisch nicht (man sagt allerdings: in Deutschland auch nicht)
Berufsberatung beim Arbeitsamt: gibt es in Italien nicht
Weiterbildung / Umschulung finanziert durchs Arbeitsamt: gibt es in Italien nicht


Daher bleibt dem dauerhaft arbeitslosen Italiener praktisch nur noch die Schwarzarbeit (natürlich völlig ohne soziale Absicherung) und die Unterstützung durch die Familie, die in Italien traditionell sehr hoch gehalten wird. Als letzte Hilfe springt eventuell noch die Kirche via Caritas ein.

Natürlich ist der Staat nicht völlig herzlos, er bietet diverse Hilfen und Unterstützungen an, die aber zumeist nicht den aus Deutschland gewohnten Umfang erreichen:

Unterstützung und Erleichterungen für Ältere (Contributi e agevolazioni per gli anziani)
Hilfen bei Armut (Povertà)
Familiengeld (Assegno familiare)
Mutterschaftsgeld (Assegno di maternità)
Eine Übersicht gibt es auf den Seiten für den Italienischen Bürger
Soziale Sicherheit in Italien - Italianita.de
 
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