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Wer hat Erfahrung mit einem 1,50€ Job im Einzelhandel und kann meine Fragen beantworten?

curiosity

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Thematiker*in
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Hallo zusammen,

ich wollte hier mal von meinem 1,50€ Job erzählen. Bundesland, Stadt und Namen lasse ich weg, da ich nicht erkannt werden möchte. Ich bin seit einigen Monaten dort und am liebsten würde ich hinschmeißen. Mein Vertrag läuft bis zum 28.02. und dann wird er automatisch verlängert bis das Datum was in der EGV steht erreicht wird.

Die Kollegen Lügen, drehen die Dinge so zu ihren gunsten rum, dass sie gut dastehen und man selbst die Dumme ist. Sie sind faul und teilweise grenzt es schon an Mobbing (letztes Jahr wurden zwei bereits heraus gemobbt) was dort abgeht. Jede Schicht ist mit 4-5 Leuten besetzt (+ die Freundinnen einiger Kollegen, die morgens/mittags für 1-2 Stunden da mit rumhängen). Wenn die Spätschicht beginnt, wird erstmal ordentlich gegessen, egal ob/wieviel zutun ist, das übernehme ich weil ich an den Essenszeremonien nicht teilnehme. Der Tisch im Pausenraum ist immer gefüllt mit haufenweise Süßigkeiten, Keksen oder Kuchen. Und dann wird herumgeheult, dass Frau zunimmt. Ja, sowas kann passieren wenn man sich 4 - 5 Stunden fünfmal in der Woche nur von Süßkram und Zuckerwasser ernährt.

Die normale Arbeitszeit „sollte“ 30 Stunden von Montag - Freitag betragen, aber in der Realität sieht dies jedoch ganz anders aus. Da kommt man nur auf knapp 25 Stunden pro Woche. Täglich früher Feierabend machen und selten wird man von der Verbingungsfrau (zwischen Verwaltung und Laden) auch schon vormittags nach Hause geschickt. Für 4-5 Leute ist der Laden definitiv zu klein und es ist insgesamt eher wenig los, sodass wir dumm rumtehen/rumsitzen und mit den Handy beschäftigt sind, was mich zurzeit sehr nervt.

Wenn Ferien sind, ist die kleine Tochter der Verbingungsfrau von morgens bis mittags im Laden oder auch teilweise mal den ganzen Tag. Ab und an kommen dann auch ihre Cousine und/oder eine Freundin der beiden mit und „belegen“ den Pausenraum/das Lager.

Die eine oder andere oder auch mal zu zweit, gehen während der Arbeitszeit gerne mal für 1-2 Stunden Einkaufen, zum Nagelstudio oder ins Restaurant. Gefühlt wird alle 15 Minuten eine 10 minütige Raucher/Kaffee/Essenspause gemacht. Man wird von der Verbingungsfrau für Privateinkäufe, zum Essen kaufen oder für Einkäufe für die Verwaltung losgeschickt, wenn man „nein“ sagt, wird man blöd angeguckt und man wird als „faul“ betitelt und gleichzeitig wird gesagt, dass das zu meinem Job gehört.

Wie ist das, wenn ich während oder kurz vor Arbeitsbeginn ein Vorstellungsgespräch habe? Die Verbingungsfrau meinte, ich sollte die Einladung vorzeigen wenn ich eins habe, aber ich möchte unter keinen Umständen, dass die dort wissen wo und von wem ich eingeladen wurde. Ich habe keine Lust auf hinterher telefoniererei und dummes gerede von denen. Wie löse ich sowas am besten?

Und wie sieht es mit dem Krankenschein aus? In der EGV steht, er sollte zum Jobcenter und in meinem „Arbeitsvertrag“, dass ich den in der Verwaltung abzugeben hätte. Im Jobcenter einwerfen und auf die verweisen, wenn die AGH nachfragt/ärger macht?

Danke fürs lesen und danke, dass ich mich hier mal „auskotzen“ durfte.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hyana

Elo-User*in
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Oh das klingt ja nach einem Traumjob . . . habe damals auch in einem Sozialkaufhaus angefangen, später meine Ausbildung dort gemacht, aber da wurden ganz andere Seiten aufgezogen.
Unser Chef ließ die Zügel zwar etwas lockerer, zog aber ansonsten streng durch.
Seine Meinung: Trotz das wir zum "2. Arbeitmarkt" gehören, sind wir in einer öffentlichen Position und haben uns wie in einem normalen Betrieb zu benehmen. Schließlich wollten wir ja alle wieder auf den 1. Arbeitsmarkt.
(Auch wenn es wieder Diskussionen über die Zusätzlichkeit geben sollte, mir persönlich hat es echt weitergeholfen)

Wer sich so was erlaubte, wie deine Bagade dort, hätte es schon mehr als nur 1 Gespräch gegeben - alleine und vor versammelter Runde (in diesem Punkt dann kein Vorführen, sondern nochmals ein Machtwort von oben ans ganze Team).

Leider ist grade dein "Arbeitgeber" einer von denen, die für den schlechten Ruf der 1€ Jobs und der Sozi-Läden führen.

Wenn du Einladungen hast, kannst du das noch immer ganz trocken schwärzen, und nur z.B. den Firmennamen lassen.
Wenn die dann doof fragen, würde ich ganz trocken antworten, dass das Briefgeheimnis gelte, oder ob sie dass dann als gemeintschaftlichen Ausflug geltend machen wollen (Picknick vor der Tür des Arbeitgebers, um bloß nix zu verpassen)?

AU gehen am besten immer gleich ans JC, denn das ist dein "richtiger Chef". Zumal es ja immer noch vorkommen kann, dass die AU vom Büro, über den Pausenraum, bis zum Postausgang gerne mach weg kommen könnte.

Wenn du "Spass" haben möchtest, kannst du natürlich dem Träger des Ladens mal ein paar Nachrichten zukommen lassen. Denn ich habe schon erlebt, dass Infos wie z.B. was genau dort passiert, nie bis dorthin gelangen.
Wer sorgt denn dafür, dass man ins eigene Messer läuft (damit meine ich die Verbindungsfrau).
Weiß der Träger eigentlich, dass seine Mitarbeiter während der Arbeitszeit ins Nagelstudio gehen? Ins Restaurant?
Ich wünsche es niemanden, aer ich würde doch zugern das Kartenhaus zusammenfallen sehen, wenn jemanden was passiert.

Arbeitsunfall?
Sie sagen ernsthaft, sie hätten sich das Bein gebrochen, weil sie eine betriebliche Erledigung im Hong Lung Nadelstudio, während ihrer Arbeitszeit, zu erledigen hatten? Was haben sie denn bitte dort erledigen sollen?
(da packt keine Versicherung, weil so was kein Arbeitgeber auftragen würde. Da wäre Holland in Not!)
 

Onkel Tom

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Zusammengefasst ist das ganz einfach.. Dem Masnahmenträger ist das "Kopfgeld"
das wichtigste, was jeder Teilnehmer beim MT einbringt.
Käme ein Arbeitsverhältnis, egal ob MT daran vermittlungstechnich beteiligt war oder
nicht, wollen die sich eine sogenannte Vermittlungsprämie einstreichen..
Arbeitsverträge gehen den MT einen feuchten Kehricht an.. In HH wurden dazu schon
von Masnahmenträgern Bargeld oder Sachleistungen im Wert von bis zu 500 Eur
angeboten.. (2007).

Daher Du ja schon im EEJ drin steckst, würde ich die "Lockerheit" genießen. Ein Job
oder Vorteile, die der Behauptung in den Arbeitsmarkt dienlich sein könnte, gibt es beim
EEJ nicht. Zumindest findet dies beim AG kaum Berücksichtigung.

Willkommen in der Erwerbslosenverwahranstalt..
 
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