Wer hat eine "Einladung" zur Befragung -Arbeitslosigkeit u. Inklusion erhalten ?

Berenike1810

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Liebe Leute,

hier tauchte am Samstag eine Einladung der Universität Tübingen auf.

Folgender Wortlaut:

Befragung zu Arbeitslosigkeit und Inklusion

Sehr geehrter .......

mit Unterstützung durch das Jobcenter Soundso, der Stadt Hierunddort, der Hans Böckler Stiftung sowie dem DGB-Bezirk BaWü......führen wir ein Forschungsvorhaben zur Arbeitslosigkeit u. Inklusion durch.

Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens wollen wir eine Befragung von einigen Kunden des Jobcenters Soundso durchführen u. bitten Sie recht herzlich daran teilzunehmen.

(In aller Kürze geht es dann so weiter:)

- im direkten Gespräch in Form von Gruppengesprächen*

- zu Ihrer Arbeitslosigkeit und zu Ihren Problem- und Lebenslagen

- max. 3 Stunden - selbstverständlich vertraulich* - zur Auswertung wollen wir das Gespräch aufzeichnen* .....

- Geschenk (für das Nackigmachen vor versammelter Mannschaft und hunderten/tausenden wildfremden Leuten) erhalten Sie einen Geschenkgutschein einer Supermarktkette....20 Euro..."


Wie krass ist das denn ?!!!!!!?

Ich möchte Euch bitten, mir es mitzuteilen, falls Euch das bekannt vorkommt und was Ihr davon haltet.

Vielen Dank !!!!

Berenike
 

Anna B.

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AW: Wer hat eine "Einladung" zu'r Befragung -Arbeitslosigkeit u. Inklusion erhalten ?

Wer hat denn dem JC erlaubt, deine Daten ungefragt weiterzugeben?

da würde ich mal gepflegt den Datenschützer einschalten..aber schnellstens..

und den Gutschein sollen sie sich in die Haare schmieren..

unglaublich dreist sowas...
 

ZynHH

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AW: Wer hat eine "Einladung" zu'r Befragung -Arbeitslosigkeit u. Inklusion erhalten ?

Auf welchem Weg kam das Schreiben denn zu dir? Per Post an dich adressiert?
 

Texter50

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AW: Wer hat eine "Einladung" zu'r Befragung -Arbeitslosigkeit u. Inklusion erhalten ?

Da würde ich mich glatt hinsetzen und mir eine Fragenliste überlegen, die ich dann ganz fix zu Papier bringen würde.
Da die ja nix zu verbergen haben, würden se dat doch ausführlich zuvor beantworten?
Schließlich kauft man die Katze doch nicht im Sack?

Und bei 20 Euro würde ich nachhaken, wie sich das mit der Anrechnung beim JC verhält?
Sonst wäre ich ja gekniffen, wenn ich das wieder abgezogen bekomme.
Und Fahrgeld - wird das auch gezahlt? :biggrin:

Und klar, ich würd auch nachhaken, woher die meine Daten haben - der EInlader ist ja wohl nicht das JC? :icon_mrgreen:

Nur mitspielen, das würde ich sicher nicht... :icon_stop:
 

Berenike1810

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AW: Wer hat eine "Einladung" zu'r Befragung -Arbeitslosigkeit u. Inklusion erhalten ?

Vielen Dank !

Also ich dachte: die GF des JC mal fragen, wie sie dazu kommen - so ohne ein Einverständnis

- den DGB fragen, was das soll

- Datenschutzbeauftragten anschreiben (....und evtl. ein Hörspiel entwerfen - eines zum Anklicken).

Treiben die jetzt Handel mit Adressen und Sozialdaten ? - Eine Frechheit ist das !


Berenike

PS: - man kann nur ankreuzen "Ich nehme teil" ...... sonst nix.
 

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ExitUser

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Und das ohne RFB? :icon_lol:

Die wollen vermutlich Leute mit besonderen Hintergründen ansprechen, dass sie so gezielt einzelne anschreiben.

Ich kenne das eher, dass sie in Foren wie diesem hier Teilnehmer suchen. Allerdings wird das schwierig, Leute zu motivieren, die dann eine Aufwandsentschädigung nicht behalten dürfen.
 

Anna B.

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ich würde dem JC, dem DGB, und auch der Uni mal gepflegt den Datenschützer bzw. die Datenschützerin auf den Hals hetzen.

Woher haben die deine Daten und wieso darf ohne dein Einverständnis weitergegeben werden, dass du alg II bezieher bist?

ist es schon so weit, dass man keine Recht mehr hat?

unglaublich sowas...
 

gardine

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Kam das per Normalpost und stand da wirklich das "Lorem ipsum" drunter - ganz unten ist noch der Rest zu sehen?

Zur Terminabstimmung der Befragung und zum Durchführungsort in xxxx setzen wir uns mit lhnen telefonisch in Verbindung.
Aha, das wollen die gerne und deine Tel-Nr. haben die auch schon?

Vielleicht das Schreiben mal hinsichtlich der Echtheit überprüfen und dort bei der Uni oder beim DGB mal mit unterdrückter Tel-Nr. anrufen und nachfragen? Wenn das echt wäre, wäre das echt der Hammer...

vielleicht könnte man sich auch einen Spaß draus machen, mit Begleitung hingehen und die Befragung ebenfalls "zur Verarbeitung" aufzeichnen - und dann veröffentlichen :icon_hihi: Dagegen können sie ja nichts haben, wenn sie selber aufzeichnen und "verarbeiten" wollen.
 

Couchhartzer

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AW: Wer hat eine "Einladung" zu'r Befragung -Arbeitslosigkeit u. Inklusion erhalten ?

Treiben die jetzt Handel mit Adressen und Sozialdaten ? - Eine Frechheit ist das !
Adresse können die auch von ganz woanders herbekommen haben (z.B. handeln auch manchmal Meldeämter, Versicherungen, die Post, usw. damit).
Aber einen Hinweis auf tatsächliche Sozialdaten sehe ich in dem Schreiben noch nicht einmal ansatzweise, so dass es durchaus im Bereich der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit liegt, dass die Ansprache mit "Bezug zum Jobcenter" auch eventuell einfach nur (wie oft bei Unis üblich) ein "Schuss ins Blaue" ist.
Zudem lässt der ausgelobte "Gutschein für eine Supermarktkette" eher darauf schliessen, das es vermutlich einen direkten Bezug zu in einer Umfrage versteckter Werbung für diese Supermarktkette mit dem versuchten Zuschieben möglicher (neuer) Kunden gibt.
Der Uni würde ich also in jedem Fall über den Datenschutz in den Hintern treten und um lückenlose Aufklärung der Verbindungen zum "Adresshändler" bitten. :wink:
 

Berenike1810

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Liebe Mitstreiter,

1.) ich sehe das jetzt so, dass ich dem Einwohnermeldeamt, ausdrücklich, verbieten muß, eine / meine, Adresse zu-verdealen.

2.) Den Datenschutz anschreibe und beauftrage, diese Angelegenheit zu überprüfen und zu beurteilen.

3.) Die BA in Nürnberg, anfragen werde.

4. Die DGB anfragen werde...... und dann ...kommen die nächsten Schritte.


> Kann mir jemand - Diesesmal - beim Texten helfen ??????

---Ich habe so viel am Hals im Moment......:icon_cry:...

Vielen Dank und Liebe Grüße !

Berenike
 

Texter50

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Punkt Einwohnermeldeamt: das gibbet doch Formulare gegen die Weitergabe von Deinen Daten! :icon_mrgreen:
 

Glatze

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Gäbe es die Möglichkeit das Original hier einzustellen? Dann würd ich damit als IGM Mitglied mal hinwackeln...
 

Berenike1810

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@Glatze,

also meine Postanschrift möchte ich nicht in's Netz stellen, sonst quillt mein Briefkasten über.....

> Treppenlifte, Versicherungen, nebulöse Jobangebote, gelangweilte JC-Mitarbeiter u.s.w. - Du verstehst :icon_cool:.

Du kannst doch mit dem anonymisierten Zettel "hinwackeln", wenn dann einer von der IGM eine Verbindung zu mir haben möchte, stehe ich selbstverständlich parat !

In dem Fall schickst Du mir einfach eine PN.

Berenike
.
 

Glatze

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Hatte nur übersehen dass du diesen Schrieb bereits anonymisiert
hier eingestellt hattest, da es nicht im ersten Beitrag war :)

Danke
 

Doppeloma

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Hallo Berenike,

also den Geber der Adressen sehe ich durchaus als eindeutig an, es gibt ja den Bezug auf die "Zusammenarbeit" mit dem JobCenter , was ja nicht bedeutet, dass die berechtigt sind Kundendaten an Unis zu Befragunszwecken weiter zu geben.

Der Schluss-Satz ist auch "nett", man wird sich dann "telefonisch melden" zur Terminvereinbarung, haben die also auch deine Telefon-Nummer schon oder wird ganz selbstverständlich vorausgesetzt, dass sie die von dir bekommen werden ... :icon_kinn:

Richtig, zur Übernahme von Kosten um dort hin zu kommen gibt es keine Informationen, im Regelsatz ist das nicht enthalten ... :icon_evil:

Ganz ehrlich wäre ich persönlich nicht bereit in irgendeiner "Gruppe" wildfremder Menschen über meine Probleme als Arbeitsloser und mit Hartz 4 zu berichten ... die kann man schließlich nicht alle zum "Schweigen" verpflichten ...

Für die Meldestellen gibt es tatsächlich ein Formular wo man die Weitergabe von vorliegenden Daten verbieten kann, jedenfalls wenn es sich nicht um Polizei oder Staatsanwalt handelt, die bekommen immer Auskunft.

Aber die Meldestelle weiß in der Regel nicht von welchen Geld man gerade lebt ... die kennen nur die Meldeadresse und das Geburtsdatum / Geburtsort, sonst nichts ... noch nicht mal die Telefon-Nummer ... :icon_evil:

Ich erinnere mich nur mal an so einen Fragebogen der einem WBA beigelegen hatte, wo man um Auskunft zum "Migrations-Hintergrund" gebeten wurde ... war aber freiwillig und meine "Rundablage" hat das auch freiwillig aufgenommen ... :wink:

MfG Doppeloma
 
E

ExitUser

Gast
An @all, wegen Datenschutz.

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_10/__75.html
(1) Eine Übermittlung von Sozialdaten ist zulässig, soweit sie erforderlich ist für ein bestimmtes Vorhaben

1.
der wissenschaftlichen Forschung im Sozialleistungsbereich oder der wissenschaftlichen Arbeitsmarkt- und Berufsforschung oder
2.
der Planung im Sozialleistungsbereich durch eine öffentliche Stelle im Rahmen ihrer Aufgaben

und schutzwürdige Interessen des Betroffenen nicht beeinträchtigt werden oder das öffentliche Interesse an der Forschung oder Planung das Geheimhaltungsinteresse des Betroffenen erheblich überwiegt. Eine Übermittlung ohne Einwilligung des Betroffenen ist nicht zulässig, soweit es zumutbar ist, die Einwilligung des Betroffenen nach § 67b einzuholen. Angaben über den Familien- und Vornamen, die Anschrift, die Telefonnummer sowie die für die Einleitung eines Vorhabens nach Satz 1 zwingend erforderlichen Strukturmerkmale des Betroffenen können für Befragungen auch ohne Einwilligungen übermittelt werden.
Hier geht es um Forschungsarbeiten.
 

Glatze

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Eine Übermittlung ohne Einwilligung des Betroffenen ist nicht zulässig, soweit es zumutbar ist, die Einwilligung des Betroffenen nach § 67b einzuholen.
Ich würde sagen in so einem Fall dürfte es zumutbar gewesen sein den Betroffenen nach der Einwilligung zu fragen?

Wie oben bereits gesagt wurde, nehme ich auch an dass man den Schuldigen bereits eindeutig erkennen kann.


Übrigens: Erste Antwort vom DGB im persönlichen Gespräch war dass eben genau solche Studien mit Böckler Stiftung, Uni Tübingen etc am laufen sind. Die Frage woher die betreffenden Daten stammen will man mir im Laufe dieser Woche beantworten...

Mal gespannt ob Wort gehalten wird.
 
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