Wer bekommt Ergebnis vom Gutachten? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Jackey

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Hallo,

ich wollte einmal fragen, wer das Ergebnis eines Gutachtens bekommt? Nur der ärztliche Dienst bei der RV oder auch man selber? Ich meine, macht ja eigentlich Sinn, dass man weiß, was dieser Gutachter von einem denkt...und ob sich das mit dem deckt, was man selber und die eigene Ärztin denkt.
Eine Schweigepflichtsentbindung wurde nicht unterschrieben, aber auch die Unterlagen, die an die RV geschickt wurden, lagen schon in Kopie beim Gutachter auf dem Tisch.

Danke für die Antworten und einen schönen Nachmittag noch.
 
E

ExitUser

Gast
Grundsätzlich bekommt das Gutachten der Auftraggeber.
Hattest Du einen Antrag zur Teilhabe am Arbeitsleben gestellt und musstest Du deshalb zum Gutachten?

Wenn ja, stellt sich die DRV gerne quer und verweigert Dir die Zusendung des Gutachten.
Du kannst aber foden, dass das Gutachten zu deinem hausarzt geschickt wird. Er kann es Dir dann ja aushändigen.
So ist es damals bei mir gewesen.
 

Jackey

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Hallo ExitUser,

es ging um einen Reha-Antrag (freiwillig gestellt). Auf diesem wurde nicht unterschrieben, dass einer Schweigepflichtsentbindung und Datenweitergabe zugestimmt würde (genauen Wortlaut auf dem Antrag weiß ich nicht mehr). Der Antrag wurde abgelehnt. Es wurde ein Widerspruch geschrieben. Es gab einen (seltsamen) Gutachtertermin. Dort lag die Kopie des Antrags, der an die RV geschrieben wurde. Ich würde gerne wissen, was jene Gutachterin der RV geschickt hat, einschließlich Untersuchungsergebnisse. Wie kann ich das bekommen?

Wenn die Variante über die Hausärztin die einzigste Möglichkeit ist, werde ich mir ihr demnächst darüber sprechen. Selbst die Endokrinologin, bei der ich letztens war, hat gefragt, ob ich das Ergebnis nach Hause geschickt bekommen möchte oder ob sie es zu meiner Hausärztin schicken soll.
 
E

ExitUser

Gast
Anfordern kannst du das Gutachten (Kopie) jederzeit. Bei mir war es so das ich erst die Kopierkosten für mein doch recht umfangreiches Gutachten (EM-Rentengutachten) überweisen musste ehe ich die Kopie zugeschickt bekam.

Manchmal (aber bei weitem nicht immer) ist bei psychiatrischen Gutachten ein Vermerk vorhanden das selbiges nur im Beisein des behandelnden Arztes dem Patienten eröffnet bzw. zum lesen verfügbar gemacht werden sollte, das wird dir dann die DRV so mitteilen und auf Wunsch zu dem Arzt deiner Wahl schicken welcher dann wie oben beschrieben verfährt.


liesa
 

Muzel

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Du hast einen einklagbaren Anspruch auf Übersendung des Gutachtens von der DRV.
 
A

ALGler

Gast
Hallo Jackey,

ich würde an deiner Stelle den Weg über deine Hausärztin wählen zumal Gutachten sehr oft für Laien schwer zu interpretieren sind. Wie liesa schon geschrieben hat

Manchmal (aber bei weitem nicht immer) ist bei psychiatrischen Gutachten ein Vermerk vorhanden das selbiges nur im Beisein des behandelnden Arztes dem Patienten eröffnet bzw. zum lesen verfügbar gemacht werden sollte, das wird dir dann die DRV so mitteilen und auf Wunsch zu dem Arzt deiner Wahl schicken welcher dann wie oben beschrieben verfährt.
liesa
falls vorhanden, würdest du diesen Teil übrigens auch nicht per Klage ausgehändigt bekommen.

Gruß vom ALGler
 

Muzel

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Wenn dein Gutachten einen Sperrvermerk hat, bekommt es dein Anwalt oder dein Arzt.
 

Doppeloma

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Hallo Jackey,

es ging um einen Reha-Antrag (freiwillig gestellt). Auf diesem wurde nicht unterschrieben, dass einer Schweigepflichtsentbindung und Datenweitergabe zugestimmt würde (genauen Wortlaut auf dem Antrag weiß ich nicht mehr).
Den genauen Wortlaut solltest du aber kennen, denn wenn du komplett keine Schweigepflichtentbindung gegeben hast, um deinen Gesundheitszustand und somit die gesundheitliche Notwendigkeit einer Reha überhaupt prüfen zu können, dann ist es (wahrscheinlich) nicht so sehr verwunderlich, dass eine Reha abgelehnt wurde.

Der Gutachter (welche Fachrichtung war das, Sperrvermerke gibt es meist nur bei psychiatrischen Gutachten) hat den Auftrag von der DRV bekommen und dann hat die DRV auch Anspruch auf das Gutachten, wäre ja sonst ziemlich sinnlos.

Der Antrag wurde abgelehnt.
Mit welcher konkreten Begründung wurde der Reha-Antrag abgelehnt ???

Es wurde ein Widerspruch geschrieben. Es gab einen (seltsamen) Gutachtertermin. Dort lag die Kopie des Antrags, der an die RV geschrieben wurde. Ich würde gerne wissen, was jene Gutachterin der RV geschickt hat, einschließlich Untersuchungsergebnisse. Wie kann ich das bekommen?
Es wäre angebracht gewesen zunächst mal das Gutachten einzufordern und dann den Widerspruch auch an Hand des Inhaltes und eventueller Fehler begründen zu können, was hast du denn im Widerspruch geschrieben wenn du das Gutachten noch nicht mal kennst ???

Was verstehst du unter einem "seltsamen" Gutachter-Termin, hast du ein Gedächtnisprotokoll geschrieben, möglichst kurzfristig nach diesem Termin ?

Wenn die Variante über die Hausärztin die einzigste Möglichkeit ist, werde ich mir ihr demnächst darüber sprechen. Selbst die Endokrinologin, bei der ich letztens war, hat gefragt, ob ich das Ergebnis nach Hause geschickt bekommen möchte oder ob sie es zu meiner Hausärztin schicken soll.
Ist ja nicht so, dass die Anforderung über einen Arzt laufen muss, in der Regel hast du einen eigenen Rechtsanspruch auf "Akteneinsicht", besonders wenn du gegen einen Bescheid (für den ein solches Gutachten gemacht wurde) Widerspruch einlegen willst.

Es kann aber sein, dass der Gutachter einen "Sperrvermerk" gemacht hat, dass dir das Gutachten "nur im Beisein eines Arztes eröffnet werden darf", dann ist es sicherer auch einen Arzt deines Vertrauens direkt mit zu benennen, wo das dann hingeschickt werden soll.

Deine Ärzte dürfen solche Gutachten auch nur bekommen wenn du dafür eine Einwilligung unterschreibst, mit den Befunden bei Fachärzten hat das wenig zu tun, die kannst du generell auch verlangen für deine private Akte oder auch um sie deinen anderen Ärzten zur Verfügung zu stellen.

Das hat mit Patienten-Rechten zu tun, die schreiben ja Befunde und Arztberichte, das sind keine "Gutachten" im üblichen Sinne. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Jackey

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Hallo,

danke für die Antworten. "Sperrvermerk" fände ich schräg, für eine freiwillige Sache. Ich werde das Ganze beim nächsten Mal mit der Ärztin vor Ort besprechen und gucken, was sie meint. Ich denke, ob ich die Untersuchungsergebnisse nun heute oder morgen bekomme, ist egal. ....oder gibt es da Fristen, wo man wiedersprechen kann, wenn da etwas reingeschrieben wurde, was nicht stimmt?
Was passiert eigentlich mit den Daten, die die RV dann hat? Bleiben die auf Dauer irgendwo eingetragen?
Eigentlich muss man sich ja dann da Gedanken macht, ob man so einen Antrag stellt bzw. wo (KK, RV).

Ich wusste nicht (an Doppeloma), dass es schon vor dem Widerspruch ein Gutachten gegeben haben soll. Ich war bei keinem Arzt von denen. Meine Ärztin meinte, wir sollten den Widerspruch einlegen.

Der Termin bei der Gutachterin (für den Widerspruch) fand in einem Privathaus statt. Der Raum war zugig und sie redete viel von sich. Was sie nun an die RV geschickt hat, weiß ich nicht.
 
E

ExitUser

Gast
Was sie nun an die RV geschickt hat, weiß ich nicht.
Und deshalb kannst du das ja anfordern...:wink: Dann weisst du was drin steht.

Das mit dem Sperrvermerk ist mMn schon eher selten, wie schon geschrieben würdest du sollte einer bestehen es ja erfahren bei der Bitte dir selbiges zuzusenden.

Und widersprechen kannst du einem Gutachten nicht! Sondern immer nur der Entscheidung die daraufhin getroffen wurde also zB in einem Rentenverfahren bei Ablehnung und darauffolgenden Widerspruch (da natürlich unter Einhaltung der Frist!) kann man dann einzelne Feststellungen in dem Gutachten welches ev. zur Enscheidung geführt hat in Frage stellen bzw. versuchen diese zu widerlegen mit fachkundiger Hilfe.


liesa
 
Zuletzt bearbeitet:

Doppeloma

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Hallo Jackey,

danke für die Antworten. "Sperrvermerk" fände ich schräg, für eine freiwillige Sache.
Du verstehst es nicht, oder ?
Den "Sperrvermerk" kann JEDER Gutachter machen, wenn er das für nötig halten möchte, dass dir ein Arzt das Gutachten erst erklären soll, ehe du eine eigene Kopie davon erhalten wirst.

Das hat nichts damit zu tun, ob du was freiwillig beantragt hast oder nicht, dabei geht es NUR um den Inhalt des Gutachtens und mögliche "Missverständnisse" zu medizinischen Angaben und Diagnosen z.B., es soll ja viele Leute geben die was Medizinisches lesen und dann gar nicht verstehen was es bedeutet.

Es gab hier schon Jemanden, der sich darüber aufgeregt hat, dass in seinem MRT-Bericht was von "sichtbarer" HWS/ BWS und LWS gestanden habe und der Orthopäde dann meinte es sei soweit alles in Ordnung mit seinem Rücken ... konnte er gar nicht fassen ...

Wäre wohl schlimmer gewesen wenn man KEINE Wirbelsäulen-Abschnitte (vom Hals bis zur Lende) mehr gefunden hätte in seinem Rücken ... :icon_kinn:

Was passiert eigentlich mit den Daten, die die RV dann hat? Bleiben die auf Dauer irgendwo eingetragen?
Eigentlich muss man sich ja dann da Gedanken macht, ob man so einen Antrag stellt bzw. wo (KK, RV).
Das bleibt da lebenslang, was die einmal haben ist in deiner Renten-Akte und wird immer wieder aus dem DRV-Archiv geholt wenn du einen Antrag stellst auf med. / berufliche Reha oder gar mal auf Rente wegen Erwerbsminderung.

Welche "Gedanken" machst du dir darum, die DRV ist nicht besonders fleißig damit, solche Unterlagen auch richtig zu deuten wenn Jemand Reha oder EM-Rente benötigen würde ...

Mich würde sehr viel mehr interessieren, wo meinen umfangreichen Datensammlungen der AfA und des JC so bleiben und wann die mal gelöscht werden ... :bigsmile:

Leider beantwortest du ja die Frage nicht welchen konkreten Grund die DRV (im Bescheid) für die Reha-Ablehnung benannt hat, dann kann man dir auch schlecht Tipps geben, wie du dich dagegen wehren könntest.

Ich wusste nicht (an Doppeloma), dass es schon vor dem Widerspruch ein Gutachten gegeben haben soll. Ich war bei keinem Arzt von denen. Meine Ärztin meinte, wir sollten den Widerspruch einlegen.
Dann drücke dich bitte klarer dazu aus wenn du hier Hilfe erwartest, "ich Doppeloma wußte das auch nicht", habe es angenommen, du hast ja nichts dazu geschrieben WANN dieses Gutachten gemacht wurde ... ob für den Antrag oder jetzt erst wegen dem Widerspruch.

Dann ist das doch schon am Laufen, wir sind hier aber nicht in der "Ratestunde", die zutreffenden Infos müssen schon von dir kommen.

Der Termin bei der Gutachterin (für den Widerspruch) fand in einem Privathaus statt. Der Raum war zugig und sie redete viel von sich. Was sie nun an die RV geschickt hat, weiß ich nicht.
Das wirst du ja sicher bald erfahren wenn der Widerspruchsbescheid kommt, vorher weiß man meist noch nicht wie sich Gutachter geäußert haben könnten.

MfG Doppeloma
 

Jackey

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Danke Euch.

Ich werde jetzt erstmal abwarten, was von der RV kommt und dann gucken, wie ich reagiere. ...und mit meiner Ärztin sprechen.

Ins Detail mit Allem gehen mag ich hier nicht, denn ich habe in Foren oft genug erlebt, dass manchmal die Dinge ganz genau gewusst werden wollten und am Ende gab es dann keine Antworten mehr oder das Thema war plötzlich ganz woanders. Von daher macht es wohl Sinn, nicht alles genau zu erzählen, zumal das für meine beiden Fragen wohl auch nicht notwendig war das Forum von Außen einsehbar ist.

Es wurde ein Antrag gestellt. Er wurde abgelehnt. Die Ärztin meinte, Widerspruch schreiben. Widerspruch wurde geschrieben, es gab einen Gutachtertermin. ...und jetzt heißt es warten.

Welche "Gedanken" machst du dir darum, die DRV ist nicht besonders fleißig damit, solche Unterlagen auch richtig zu deuten wenn Jemand Reha oder EM-Rente benötigen würde ...
Wie meinst Du das? Die RV sammelt alle Daten, die sie von einem hat (dann sollte man sich wohl wirklich überlegen, was man bei denen warum beantragt und was Ärzte und Therapeuten da rein schreiben), kann sie aber nicht richtig deuten?

Mich würde sehr viel mehr interessieren, wo meinen umfangreichen Datensammlungen der AfA und des JC so bleiben und wann die mal gelöscht werden ...
Das ist ein Gruselthema: Datenschutz.

Für mich stellt sich, ausgehend von den beiden Threadverläufen, grade auch die Frage, ob es am Ende so einen großen Unterschied macht, ob man ALG II bezieht, Teilwerbsfähigkeit ist oder EM-Rente bekommt, oder? ...Läuft alles auf Armut hinaus, es sei denn, man hat vorher gut verdient, etc.?

Einen schönen Abend noch,

Jackey.



edit
Hallo Jackey,
ein Hinweis in eigener Sache, schaue Dir bitte mal diesen Thread an
zum Thema richtiges zitieren, hier wird das Schritt für Schritt erklärt.
https://www.elo-forum.org/technisch...itung-richtiges-zitieren-beitraegen-mehr.html
Danke !
 

Muzel

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Für mich ist das eine Riesenerleichterung, dass ich Dauer-Em-Rente beziehe. Ich brauche keinen Verlängerungsantrag mehr stellen und damit fällt die quälende Warterei und die Gutachterbesuche weg. Zum Amt muss ich auch nicht mehr. Das ist auch eine Erleichterung. Bezüglich der Armut ist dein Statement völlig zutreffend.
 

Jackey

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Wie alt bist Du denn? Bekommst Du jetzt genauso viel Geld, wie beim ALG II bzw. Sozialgeld?...und wie lange dauerte der Weg, bis Du zur dauerhaften EM-Rente gelangt bist? Viele Gutachtertermine durch, Therapien, Kliniken und immer mal wieder gearbeitet und dann immer wieder AU?
 
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