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Wer arbeitet, der soll auch mehr Geld haben?

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E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Mitnichten.

Meine Schwägerin ist alleinerziehend. Sie bezieht vom Staat einen minimalen Betrag an Sozialgeld.

Sie verdient sich in der Altenpflege (6x Nachtdienst im Monat) zum Sozialgeld etwas hinzu. Sie ist von der GEZ befreit und bezahlt keine Müllgebühren.

Damit der geringe Betrag von Sozialgeld wegfällt wird sie von der Sozialbehörde nun angehalten 8 Nächte im Monat zu arbeiten. Damit wäre sie gezwungen wieder die GEZ und die Müllgebühren aus eigener Tasche zu bezahlen. Wer die beiden Kleinkinder (5 und 7 Jahre) versorgen kann oder will ist bis dato noch nicht geklärt. Die Kostenübernahme sowieso nicht.

Schlußendlich wird es sich so verhalten: Meine Schwägerin wird zwei Schichten im Monat mehr übernehmen. Aber das Geld, was sie und die Kinder im Monat dann zur Verfügung haben, wird weniger sein als vorher.

Aha, wer arbeitet, der hat mehr Geld zum Leben? Weit gefehlt!
 

Arco

Forumnutzer/in

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#2
Catweazle sagte :
Mitnichten.

Meine Schwägerin ist alleinerziehend. Sie bezieht vom Staat einen minimalen Betrag an Sozialgeld.

Sie verdient sich in der Altenpflege (6x Nachtdienst im Monat) zum Sozialgeld etwas hinzu. Sie ist von der GEZ befreit und bezahlt keine Müllgebühren.

Damit der geringe Betrag von Sozialgeld wegfällt wird sie von der Sozialbehörde nun angehalten 8 Nächte im Monat zu arbeiten. Damit wäre sie gezwungen wieder die GEZ und die Müllgebühren aus eigener Tasche zu bezahlen. Wer die beiden Kleinkinder (5 und 7 Jahre) versorgen kann oder will ist bis dato noch nicht geklärt. Die Kostenübernahme sowieso nicht.
Schlußendlich wird es sich so verhalten: Meine Schwägerin wird zwei Schichten im Monat mehr übernehmen. Aber das Geld, was sie und die Kinder im Monat dann zur Verfügung haben, wird weniger sein als vorher.

Aha, wer arbeitet, der hat mehr Geld zum Leben? Weit gefehlt!
.... wegen der Kinderbetreuung der Kinder über 3 Jahre steht folgende Regelung im SGB II § 10
§ 10 1 Zumutbarkeit
(1) 1 Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass
1. er zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,
2. die Ausübung der Arbeit ihm die künftige Ausübung seiner bisherigen überwiegenden Arbeit wesentlich erschweren würde, weil die bisherige Tätigkeit be-sondere körperliche Anforderungen stellt,
3. die Ausübung der Arbeit die Erziehung seines Kin-des oder des Kindes seines Partners gefährden würde; die Erziehung eines Kindes, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, ist in der Regel nicht ge-fährdet, soweit seine Betreuung in einer Tagesein-richtung oder in Tagespflege im Sinne der Vor-schriften des Achten Buches oder auf sonstige Weise sichergestellt ist; die zuständigen kommuna-len Träger sollen darauf hinwirken, dass erwerbs-fähigen Erziehenden vorrangig ein Platz zur Ta-gesbetreuung des Kindes angeboten wird.........t.
.... also ist die Unterbringung der Kinder sichergestellt, wobei die Arge hier helfend eingreifen muß, dann ist eine Arbeit oder die Erweiterung anzunehmen. Ansonsten nach meiner Meinung nicht.
 
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#3
Catweazle sagte :
Mitnichten.

Sie verdient sich in der Altenpflege (6x Nachtdienst im Monat) zum Sozialgeld etwas hinzu. Sie ist von der GEZ befreit und bezahlt keine Müllgebühren.
@arco
und welche KiTa hat Nachts geöffnet????

ein ähnliches Problem hatte ich vor ein paar Jahren. Trotz eines Kindes von noch nicht 3 Jahren wurde mir vom AA eine Stelle im Nachdienst angeboten. :|
 

Arco

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#4
strümpfchen sagte :
Catweazle sagte :
Mitnichten.

Sie verdient sich in der Altenpflege (6x Nachtdienst im Monat) zum Sozialgeld etwas hinzu. Sie ist von der GEZ befreit und bezahlt keine Müllgebühren.
@arco
und welche KiTa hat Nachts geöffnet????

ein ähnliches Problem hatte ich vor ein paar Jahren. Trotz eines Kindes von noch nicht 3 Jahren wurde mir vom AA eine Stelle im Nachdienst angeboten. :|
... :pfeiff: Strümpfchen ;)

upsssss - da habe ich doch wirklich mal nicht richtig gelesen (war trotz meiner Hundejahre mal zu schnell) ENTSCHULDIGUNG :hug: :hug:

Wobei das dann das Problem der Arge wäre wenn die für die Zeit keine Betreuung anbieten kann :pfeiff: :pfeiff: (ich weiß eigentlich Ironie)
 

hartzhasser

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#5
die haben doch echt einen an der Klatsche bei den Ämtern, ich hätte die beiden Kinder genommen hätte Sie beim Amt auf den Schreibtisch gesetzt und gesagt so dann sehen Sie mal zu das meine Kinder versorgt werden wärend ich nachts meine schicht fahre.

lg hartzhasser
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#6
hi
also ich bekomme 620 Gehalt bin alleinerziehend und bekomme ergänzend vom Amt. Ich habe einen Mehrbedarf von fast 200 Euro. Ich denke es kommt ganz darauf an wieviel man verdient.
Hartz 4 ist vielleicht keine tolle Erfindung und ich bin sicher kein Fan, aber andersrum gesehen sollte man versuchen es positiv zu sehen. Ich denke mir nicht: oh son dreck die ziehen mir was ab, sondern super die zahlen was dazu.
Liebe Grüße und Kopf hoch
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#7
Catweazle sagte :
Aha, wer arbeitet, der hat mehr Geld zum Leben? Weit gefehlt!
Ja, Cat. Genau deshalb soll doch der ALG-II-Regelsatz gekürzt werden. Damit dann die Leute, die arbeiten, mehr haben, als die Hartz-Drückeberger. ;)

Gruß, Luna
 
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