Wenn man nach AU einen Job doch nicht schafft...

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Jackey

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Guten Abend,

ich bin seit einiger Zeit krank geschrieben. Was könnte passieren, wenn ich mir jetzt wieder einen Job suche und es dann doch nicht klappt?
Würde ich dann sofort wieder ins Krankengeld gehen und würde das dann nach dem Gehalt berechnet, was ich bei dieser neuen Stelle bekäme? Sie ist, wenn ich sie bekäme, nur für 5 Monate, aber ich bekäme weniger Geld, als bei meinem letzten Job, nach dem das jetzige KG berechnet wurde.
...und kann dann sein, dass die KK, die mir bisher meine Zeit lässt, dann doch um Beantragung einer Reha. bittet? Ein Antrag bei der RV wurde abgelehnt.
...und bleibt die Regelung, dass man erst 6 Wochen weiter Arbeitsentgelt bekommt und danach erst das KG zu Tragen kommt auch dann, wenn man bis vor Kurzem mehrere Monate AU war?
Ich überlege grade, ob es Sinn macht, es mit dem Arbeiten auszuprobieren, oder ob ich mir damit noch mehr Schwierigkeiten schaffe, weil dann das Geld (KG bzw. ALG I) geringer sein könnte, als das, was ich jetzt bekomme und ich Sorge habe, was nach den 5 Monaten ist.
Das Geld, was ich für den Job bekäme, wäre etwa genauso hoch wie das KG. Keine Ahnung, in wie weit es mich belasten würde, in ein paar Monaten wieder ohne Job (und ggf. mit geringeren KG/ALG I) dar zu stehen.

Einen guten Abend wünsche ich.
 
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ALGler

Gast
Hallo Jackey,

wenn du krank bist solltest du auch weiterhin AU geschrieben bleiben. Einen neuen Job mit deinem jetzigen Gesundheitszustand zu beginnen halte ich für verfrüht.

Du solltest auch erst einmal mit deinem Arzt besprechen was für dich zumutbar ist und was nicht.

Nun kurz zu deiner Frage zum Krankengeld.

Du bist ja bereits länger als 6 Wochen krankgeschrieben - richtig ?
Fängst du wieder an zu arbeiten und wirst innerhalb der nächsten drei Jahre wieder aufgrund dergleichen Erkrankung AU geschrieben, wird sofort Krankengeld bezahlt. Eine Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber findet in diesem Fall nicht statt.

Wenn du wegen einer anderen Erkrankung AU geschrieben wirst sieht es anders aus. Dann werden die ersten sechs Wochen vom Arbeitgeber bezahlt.

Gruß vom ALGler
 

Jackey

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Hallo und danke für die Antwort.

Ja, ich bin länger als 6 Wochen krank geschrieben. Meine Ärztin spricht von Reha. und dennoch bewerben, da der Antrag erstmal abgelehnt wurde.
Ich hab echt Sorge, dass ich wieder mit dem Arbeiten anfange, dass dann nicht klappt und ich danach dann weniger KG bekomme, als jetzt, weil die nächste Stelle weniger Stunden haben wird.
Im Grunde genommen brauche ich mehr Zeit. Ich weiß nur nicht, wie lange man "krankgeschrieben sein darf" (für die KK und den Arbeitsmarkt). Andererseits: Wenn das so weiter geht, mit diesen Stellenwechseln (weil ja immer mehr kurzfristig ist, also nur für 6-24 Monate), sehe ich sowieso Schwierigkeiten, wie ich dauerhaft arbeitsfähig bleiben soll. Das macht einen echt "kaputt", diese ganzen Wechsel, grade auch, wenn man älter wird. Dann ist man schneller platt, als so manch junger Mensch, der damit noch weitgehend umgehen kann, weil er noch am Anfang des Arbeitslebens steht.

(Und krank? Wann ist man krank? Wenn man sich so fühlt oder wenn man eine Diagnose hat?)
 

Tica

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Krank bist du, wenn Du Dich gesundheitlich so weit eingeschränkt fühlst, dass du nicht arbeiten kannst.
Das dies nicht immer mit der Meinung der Mediziner oder der DRV übereinstimmt, kommt sehr häufig vor. :bigsmile:
Nur weil die Ärzte immer wieder im Dunkeln tappen oder es nicht für "richtig krank" einstufen, heißt das nicht, dass Du nicht krank wärst.

Meine richtige Diagnose kam erst nach 6 Jahren nach der ersten Rentenbewilligung. Bis dahin wurde es auf die Psyche geschoben. Letztere Bemerkung disqualifiziert nicht psychische Krankheiten, sondern soll nur zeigen, wie weit manchmal die Ärzte von der Lösung entfernt sind.
 

Jackey

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Hallo Tica,

danke schön.

Ich denke, man muss soviel arbeiten können, dass man davon leben kann. Das kommt dann wieder herum darauf an, was der jeweilige Arbeitgeber zahlt. Im Moment fühle ich mich nicht in der Lage, noch oft diese Stellenwechsel auszuhalten und mehr zu verdienen, als ich in der Krankheitsphase bekomme. Dafür fühle ich mich dann doch schon zu beeinträchtigt, durch das,..was ich bei Arbeit erlebt habe... .
 

Doppeloma

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Hallo Jackey,

Ja, ich bin länger als 6 Wochen krank geschrieben. Meine Ärztin spricht von Reha. und dennoch bewerben, da der Antrag erstmal abgelehnt wurde.

Wenn du krank bist, dann bist du krank, was redet da deine Ärztin von Bewerbungen, das geht die doch gar nichts an, wenn du aktuell gar nicht Arbeits-FÄHIG bist, liest sich ja als wärst du schon bei der "Arbeitsvermittlung".

Was es genau ist, was dir fehlt sollte ja deine Ärztin herausfinden können, du bist krank, wenn du dich so fühlst, für die Diagnosen und die zielgerichtete Behandlung sind die Ärzte zuständig.
Kann aber sein, dass sie hintenrum schon vom MDK (med. Dienst der Krankenkassen) genervt wird, dass sie dich (vermeintlich) schon zu lange AU schreiben würde ... das Anraten von Reha deutet auch darauf hin.

Hat sich denn dein Befinden durch die Behandlung bisher schon so gebessert, dass eine Reha dir nur noch den letzten "Schliff" für die Rückkehr in den Arbeitsmarkt verpassen braucht ???

Habe ja in deinem anderen Thema schon gefragt, welche konkreten Gründe die DRV genannt hat, um deine Reha abzulehnen, was erwartest du denn selbst von so einer Reha-Maßnahme ???

Seit wann bist du denn jetzt arbeitslos, es klingt ja danach als ob du aus der letzeten Tätigkeit während der AU entlassen wurdest oder war das auch ein Zeitvertrag der inzwischen abgelaufen ist.

Da sind die KK immer sehr hinterher, dass die Arbeitslosen nicht zu lange Krankengeld kassieren und sich bald wieder von der AfA in andere Arbeit vermitteln lassen.

Ich hab echt Sorge, dass ich wieder mit dem Arbeiten anfange, dass dann nicht klappt und ich danach dann weniger KG bekomme, als jetzt, weil die nächste Stelle weniger Stunden haben wird.

Diese Sorge ist nicht unbegründet, denn Krankengeld wird IMMER nach dem letzten Erwerbseinkommen berechnet, davon gibt es keine Ausnahmen. :icon_evil:

Solltest du keine 4 Wochen am Stück durchhalten nach der Neueinstellung hast du auch keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung, der beginnt erst wenn man wenigstens 4 Wochen in der neuen Firma (aktiv) beschäftigt war.

Im Grunde genommen brauche ich mehr Zeit. Ich weiß nur nicht, wie lange man "krankgeschrieben sein darf" (für die KK und den Arbeitsmarkt).

Bis dahin müsste also direkt die KK zahlen und die werden das wieder sehr ungerne machen wenn du gerade erst AU gewesen bist, rein gesetzlich gesehen kannst du bis zu 78 Wochen Krankengeld bekommen für die selber Krankheit und dann erfolgt die "Aussteuerung", wegen Anspruchs-Ablauf.

Soweit die Theorie, denn die Praxis sieht eher so aus, dass viele KK (besonders Arbeitslose Kranke) lieber an die AfA "abgeben" möchten, dort gibt es dann noch weniger Geld (als von der KK aktuell) und wenn du dann wieder krank wirst, schickt dich die AfA (Arbeitsamt) zurück zur KK nach 6 Wochen Leistungsfortzahlung.

Denn Kranke können nicht in Arbeit vermittelt werden und darum muss die KK dich dann wieder übernehmen, allerdings gibt es dann nur noch Krankengeld in Höhe des monatlichen Arbeitslosengeldes. :icon_neutral:

So versucht man an den Kranken noch etwas Geld einzusparen, dass es denen davon nicht unbedingt besser gehen kann, ist den Behörden eigentlich völlig egal ... den "Arbeitsmarkt" stört es nicht besonders, ob du gesund oder krank bist. :icon_evil:

Die AfA (Agentur für Arbeit / Arbeitsamt) muss dich spätestens behalten wenn dein Krankengeld abgelaufen ist (also nach den 78 Wochen) und deine Aussichten am Arbeitsmarkt wieder "Fuß zu fassen" dürften dann inzwischen (je nach Lebensalter und Ausbildung / Berufserfahrungen) gegen NULL tentieren ...

Andererseits: Wenn das so weiter geht, mit diesen Stellenwechseln (weil ja immer mehr kurzfristig ist, also nur für 6-24 Monate), sehe ich sowieso Schwierigkeiten, wie ich dauerhaft arbeitsfähig bleiben soll. Das macht einen echt "kaputt", diese ganzen Wechsel, grade auch, wenn man älter wird.

Dann lohnt es sich ja vielleicht für dich wirklich mal eine med. Reha durchzusetzen, das könnte möglicherweise auch in eine EM-Rente führen, es wäre wirklich sehr interessant zu erfahren WARUM dir die Reha abgelehnt wurde ...:icon_kinn:

Dafür gibt es durchaus viele verschiedenen Gründe, von "zu gesund dafür" bis "zu krank dafür" und die Erwerbsfähigkeit ist damit auch nicht mehr zu bessern ...
Leider kann man das oft nur sehr schwer orten und verstehen, was die so in ihre Bescheide schreiben.

MfG Doppeloma
 

Jackey

Elo-User*in
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Hallo,

der Vorschlag mit der Reha. kam, weil ich manche Themen schon länger habe und aktuell ohne Job bin.
Ich selber war mir nicht so sicher, ob ich das machen soll, zumal man ja auch nicht weiß, wo man landet.
Zudem dachte ich an die Dauer, bis das durch ist. Nun bin ich seit einigen Monaten AU und entweder warte ich weiter auf das Ergebnis der RV oder bewerbe mich einfach. Ich weiß nur nicht, ob ich das auf Dauer packe. Ich hab so den Gedanken, weniger zu arbeiten, aber es fühlt sich auch schräg an, dann weniger Geld zu bekommen, als wie ich jetzt habe, mit dem Hintergedanken, dass ich bei erneuter AU oder Arbeitslosigkeit dann auch weniger habe, eben weil das neue Gehalt weniger ist, als was ich vorher hatte.
Von daher ist auch schon rein finanziell die Frage: Was lohnt sich eher?
Ich selber brauche vor allen Dingen Stärkung und mehr....Stabilität. Auch beruflich. Ob man die durch ne Reha. bekommt?
Wie soll denn eine KK jemanden zur AfA schicken können, wenn man AU ist?

Wie meinst Du dass, dass die Chancen auf den Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen, irgendwann gegen null tendieren? Für welchen Fall meinst Du das?

Wie sieht das überhaupt mit EM-Rente aus? Mal abgesehen davon, dass das nicht mein Ziel ist, vermute ich jetzt mal, dass "Alles" auf Armut hinausläuft, oder? Also ob jemand ALG II bezieht, Teilwerbsfähigkeit oder EM-Rente bekommt, oder?
Was bringt es, teilerwerbsfähig genannt zu werden, genau?

...und was würde passieren, wenn ich wieder arbeiten gehe und es nicht packe bzw. bevor ich was von der RV höre, wieder arbeiten gehe? Kann ich dann "ganz einfach" wieder ins KG oder meldet sich die KK dann irgendwie und man soll über die eine Reha. machen, o.Ä.?

Also Ziel ist eigentlich, möglichst lange, möglichst gut zu leben. Gesundheitlich, finanziell, etc. . Mit oder ohne Arbeit.
 

Jackey

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Sagt mal,....wenn man einen Reha-Widerspruch laufen hat...und dann während dessen Arbeit aufnimmt,...muss man dann der RV Bescheid sagen...und der Agentur für Arbeit?
 

Birt1959

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Sagt mal,....wenn man einen Reha-Widerspruch laufen hat...und dann während dessen Arbeit aufnimmt,...muss man dann der RV Bescheid sagen...und der Agentur für Arbeit?

Natürlich musst Du der Agentur Bescheid geben, wenn Du wieder arbeitest. Bei den e-services der Bundesagentur ist irgendwo dieses Änderungsformular zu download.

Der Widerspruch bei der RV hat mit der Agentur nichts zu tun - auch wenn die gerne mal das behaupten.
Meine Agentur durfte sich vom Sozialgericht eines Besseren belehren lassen und zahlen...

Du kannst den Widerspruch wegen Arbeitsaufnahme zurücknehmen, solltest das Schreiben aber so formulieren, dass du auf eine eventuelle Reha-Maßnahme in Zukunft nicht verzichten willst.

Man weiß ja nie, was mal im Leben so kommt...
 

Curt The Cat

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Moinsen Birt1959 ...

danke für Deinen Beitrag, aber der Drops ist offenbar gelutscht - der Themenstarter war seit dem 28. März 2017 nicht mehr online ...


:icon_wink:
 
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