Wenn man eine Arbeit kündigt, die man selbst gefunden hat (ohne Vermittlungsvorschlag), kann man dann sanktioniert werden? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

dominikB

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Zählt das als Weigerung eine Arbeit fortzuführen im Sinne des § 31 SGB II?
Eine RFB läge zwar nicht vor, aber eventuell die Kenntnis über die Pflichten. Könnte daraus ein Strick gedreht werden?
 

Kerstin_K

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Wenn du meine Arbeit, die du dir delber gesucht hast, gar nicht erst antrittst, dann kan nichts passieren, aber erst anfangen zuarbeiten und dann selber kündigen ist problematisch.
 

Helga40

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Zählt das als Weigerung eine Arbeit fortzuführen im Sinne des § 31 SGB II?
Eine RFB läge zwar nicht vor, aber eventuell die Kenntnis über die Pflichten. Könnte daraus ein Strick gedreht werden?
Du bist im falschen Abschnitt des § 31 SGB II. Es gibt im Absatz 2 Sanktionsnormen, die keiner vorherigen Rechtsfolgenbelehrung bedürfen.

Die anzuwendende Sanktionsnorm wäre hier die sogenannte "Sperrzeitfiktion":

(2) Eine Pflichtverletzung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist auch anzunehmen, wenn

1....

4. sie die im Dritten Buch genannten Voraussetzungen für das Eintreten einer Sperrzeit erfüllen, die das Ruhen oder Erlöschen eines Anspruchs auf Arbeitslosengeld begründen.

 

charly0915

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um das mal ganz einfach zu sagen... du kannst 20 Jahre in deinem Job arbeiten und wenn du von heute auf morgen keinen Bock mehr hast und sogar deine Kündigungsfrist einhälst… gibt's eine Sperre auch im ALG I weil du selber gekündigt hast... einfach mal eben selber kündigen und dann Leistung beziehen geht nicht ohne Sperre/ Sanktion...
 

dominikB

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frage schon geklärt. da kein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, keine Sperrzeit und kein SGB III
 

Helga40

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Das ist nicht ganz richtig. Theoretisch käme da § 31 Abs. 2 Nr. 1 SGB II in Betracht. Jedoch müsste das JC die Absicht, das Einkommen zu mindern, damit es mehr Alg 2 gibt, nachweisen.
 
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