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Wenn mal wieder jemand sagt, "BGE nicht finanzierbar", dann...

Haddy

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#3
Endlich mal eine nachvollziehbare Erklärung! Danke für diesen Link!!
 

jimmy

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#4
Das BGE soll dann in den nächsten 20 Jahren um 200€ steigen? Wieso setzt man hier bei 800€ an? Beim H4 hat man auch mit 500€ begonnen, und ist sich dann bei mehr als 150€ weniger einig geworden.
 

Kaydo

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#5
Endlich mal eine nachvollziehbare Erklärung! Danke für diesen Link!!
Hallo

Wichtig fand ich auch, dass er mit verschiedenen Finanzierungsmodellen gerechnet hat. Damit wird vielen Kritikern Wind aus den Segeln genommen. :biggrin:


Mit Grüßen
 

ThisIsTheEnd

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#6
Ja schon, aber das präferierte Modell klingt doch schon etwas sehr arbeitgeberfreundlich und müffelt nach Subventionen. Das BGE soll demnach ja in das Gehalt wachsen. Also wenn ich heute 2000 Euro habe, sind dann nach dem Modell darin 800 Euro BGE enthalten und der reine Lohn würde dann nur noch 1200 Euro betragen. Außerdem spart der AG auch noch die kompletten bisherigen Sozialabgaben. Oder wie habe ich das zu verstehen?
 

Gartenfreund

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#7
Ja schon, aber das präferierte Modell klingt doch schon etwas sehr arbeitgeberfreundlich und müffelt nach Subventionen. Das BGE soll demnach ja in das Gehalt wachsen. Also wenn ich heute 2000 Euro habe, sind dann nach dem Modell darin 800 Euro BGE enthalten und der reine Lohn würde dann nur noch 1200 Euro betragen. Außerdem spart der AG auch noch die kompletten bisherigen Sozialabgaben. Oder wie habe ich das zu verstehen?
Hier geht es ja erstmal um die Finanzierbarkeit und die ist sicher gewährleistet. Das andere ist unser Gerechtigkeitsempfinden.

Aber was nützt uns das Gefühl, der "böse" Arbeitgeber wird hier in D so richtig zur Kasse gebeten, wenn er die Möglichkeit hat, zu geringeren Kosten im Ausland produzieren zu lassen?
 

jockel

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#8
Spinnerei, weil nur über theoretische Verdienste gequackt wird. Was völlig ignoriert wird - die ständig steigenden Lebenhaltungskosten und Inflationsraten, die das Leben laufend verteuern.

Was wird mit dem bGE verfolgt?

Unternehmer sollen mit ihren Profiten unkontrolliert machen lassen dürfen, was sie wollen und keinerlei gesellschaftliche Pflichten erfüllen. Am Gesellschaftssystem, an Ausbeutung und Unterdrückung dieser Gauner-Privatwirtschaft verändert sich gar nichts.

Besser ist Einstellungszwang - gegen Unternehmer gerichtet!!!

Man muß Unternehmer strafrechtlich verfolgen, die keine sv-pflichtversicherte, tarifgebundene Arbeitsplätze anbieten und mit geeigneten arbeitslosen Fachkräften besetzen, auch wenn sie das wirtschaftlich verkraften können. Bis jetzt erhalten verantwortungslose Unternehmergangster keine Sanktionen und keine Strafen, sondern haben absolute Narrenfreiheit. Ist auch kein Wunder, weil sie ihre Verwaltungsbürokraten und Politiker laufend schmieren.

Der Mensch ist keine Handelsware, was er gegenwärtig ist. Der Wert der menschlichen Arbeitskraft hat einen unveränderlichen Wert. Der Wert bestimmt sich durch den gesellschaftspolitisch anerkannten Aufwand, um die einfache und die erweiterte Reproduktion der Arbeitskraft zu finanzieren.

Und Arbeit muß auch nach dem Leistungsprinzip vergütet werden - wer un- oder angelernt berufstätig ist und über wenig Berufserfahrung verfügt, ist zu weniger Leistung fähig als eine Arbeitskraft die länger berufstätig ist, demnach über längere Erfahrung verfügt und kompliziertere Arbeitsgänge und -verrichtungen fehlerfrei ausüben kann. Dazu ist in der Regel auch eine höhere Berufsausbildung erforderlich.

Wer über die Senkung des Arbeitsablaufs, der Weiterentwicklung der Technik und Technologie sich gezielt Gedanken macht - arbeitet kreativ - also auch höherwertig.

Auf diese Fragen der stimulierenden Arbeitsbewertung geht das bGe überhaupt nicht ein. bGE fördert nur eins - das Leben von der Hand in den Mund - und keine gesellschaftliche Weiterentwicklung. Es befreit Unternehmer von ihren gesellschaftlichen Pflichten.
 

Gartenfreund

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#9
Naja, aber mit einem BGE habe ich als AN die Möglichkeit "nein" zu sagen, zu schlechten Arbeitsbedingungen und schlechten Löhnen!
 

jockel

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#10
Naja, aber mit einem BGE habe ich als AN die Möglichkeit "nein" zu sagen, zu schlechten Arbeitsbedingungen und schlechten Löhnen!
Das hast Du auch so, wenn man an kapitalistische Arbeitsbedingungen und privatwirtschaftliche Eigentumsformen nicht gebunden wäre und vor allem - wenn die Arbeitsagenturen und Jobcenter das Fördern und Fordern wechselseitig - auch gegen Unternehmer anwenden würden - also diese Herrschaften sanktionieren, wenn sie rentabel dastehen und wirtschaftlich belastbar sind, aber niemanden einstellen.

Wann wurde je ein Unternehmer von Arbeitsagenturen und Jobcenter sanktioniert im Rahmen des Fördern und Forderns?

Damit wird deutlich wessen Interessen die Politik und die Arbeitslosenverwahrlosungsanstalten verwalten.

Nicht die, die sie vertreten sollten - am Reichstag steht - dem deutschen Volke und nicht der deutschen und internationalen Wirtschaft!!!

Also wird ständig belogen und betrogen und auf dem Grundgesetz von Seiten der Politik, der Verwealtung und Wirtschaft rumgetrampelt
 

zuteuer

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#11
Sorry, Jockel, das ist doch Quatsch. Unternehmer werden, so wie es im Moment ist, nie in die Pflicht genommen werden.

Das bGE im richtigen Rahmen funktioniert und macht den Arbeitnehmer von Erwerbsarbeit unabhängig. Dann erst muss sich der Unternehmer um den Arbeitnehmer bemühen. Weil der nämlich nicht mehr für wenig Geld harte Arbeit machen muss.

"Im richtigen Rahmen" heißt aber m. Meinung nach auch: Das Zinssystem muss weg. Dann ist auch das Thema Inflation bzw. steigende Lebenshaltungskosten keines mehr.
 

jockel

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#12
Sorry, Jockel, das ist doch Quatsch. Unternehmer werden, so wie es im Moment ist, nie in die Pflicht genommen werden.

Das bGE im richtigen Rahmen funktioniert und macht den Arbeitnehmer von Erwerbsarbeit unabhängig. Dann erst muss sich der Unternehmer um den Arbeitnehmer bemühen. Weil der nämlich nicht mehr für wenig Geld harte Arbeit machen muss.

"Im richtigen Rahmen" heißt aber m. Meinung nach auch: Das Zinssystem muss weg. Dann ist auch das Thema Inflation bzw. steigende Lebenshaltungskosten keines mehr.
Also, wenn das Grundgesetz Artikel 14 Abs. 2 - eben genau die Verpflichtung an die Adresse der Unternehmer gerichtet - im Sinne des Forderns und Sanktionierens Quatsch ist, dann ist das Grundgesetz völlig sinnlos, weil es keiner Ernst nehmen muß. Schöne, schillernde Seifenblasen und ansonsten hohler Zauber - Volks v e r a r s c h u n g.

Wenn Fordern nur gegen die Arbeitslosen gerichtet ist und nicht genauso gegen die Unternehmer - dann sagt das nichts anderes, daß die Agenda 2010 und Hartzgesetzgebung nur ein menschenrechtswidriges Unterdrückungsmittel ist.

Dann soll gefälligst die Merkeln und der Gauck ihr großes Maul halten, wenn sie woanders Menschenrechtsverletzungen anprangern wie in China oder jetzt mit der zweifelhaften Figur Timoschenko in der Ukraine.

Eigentlich haben solche Kräfte wie die Merkeln mit dafür gesorgt, daß die sozialistischen Staaten zusammenbrachen und aus korrupten Politfunktionäre, Landes- und Gebietschefs, Kombinatsdirektoren und Militärchefs ein korruptes, mafiamäßiges Führungssystem mit kapitalistischen Anstrich aus den Ruinen der Sowjetunion entstand. Da ist nichts von Perestroika und Glasnost vorhanden.

Solange wie die Geschäfte der Westkonzerne mit solcher Bande gut laufen, haben Merkel und Gauck nichts auszusetzen. Aber anderseits machen beide auf Moralapostel. Richtig verlogen und falsch.
 

zuteuer

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#13
Also, wenn das Grundgesetz Artikel 14 Abs. 2 - eben genau die Verpflichtung an die Adresse der Unternehmer gerichtet - im Sinne des Forderns und Sanktionierens Quatsch ist, dann ist das Grundgesetz völlig sinnlos, weil es keiner Ernst nehmen muß. Schöne, schillernde Seifenblasen und ansonsten hohler Zauber - Volks v e r a r s c h u n g.

Wenn Fordern nur gegen die Arbeitslosen gerichtet ist und nicht genauso gegen die Unternehmer - dann sagt das nichts anderes, daß die Agenda 2010 und Hartzgesetzgebung nur ein menschenrechtswidriges Unterdrückungsmittel ist.
Jockel. Wir wissen das alles.
Was gedenkst du dagegen zu tun?
 

jockel

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#14
Jockel. Wir wissen das alles.
Was gedenkst du dagegen zu tun?
Falsche Frage:

Was gedenken wir alle gemeinsam dagegen zu tun?

Wir brauchen wieder Montagsdemos - flächendeckend, gleichzeitig wie 1989 und dann weg mit diesem Ausbeuterstaat und weg mit der Privatwirtschaft, denn von der geht die Verelendung des Volkes aus.

Aber das wird nie passieren, weil der bundesdeutsche Michel Demos anmelden will und dafür Eintrittskarten drucken muß, die die Teilnehmer zu kaufen haben. Im Herrenmenschengermanien muß alles seinen geordneten Gang gehen, denn sonst hat die kapitalistische Staatsgewalt das Volk nicht im Griff.

Lenin:
„Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas, wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!“

 

zuteuer

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#15
Wo du Recht hast, hast du recht.
Morgen gehts weiter mit nachdenken. Gute Nacht.
 

Kaydo

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#16
Ja schon, aber das präferierte Modell klingt doch schon etwas sehr arbeitgeberfreundlich und müffelt nach Subventionen. Das BGE soll demnach ja in das Gehalt wachsen. Also wenn ich heute 2000 Euro habe, sind dann nach dem Modell darin 800 Euro BGE enthalten und der reine Lohn würde dann nur noch 1200 Euro betragen.

Hallo

Also wenn ich ehrlich bin, hatte ich das auch erst am Anfang nicht verstanden. Und ich war sehr enttäuscht, als ich sah, dass das Grundeinkommen nicht obendrauf kommt, sondern mit einem bestehenden Einkommen verrechnet wird. Allerdings habe ich mich jetzt daran gewöhnt, und ich sehen auch keinen Nachteil mehr darin. Im Gegenteil, ich habe die Idee erkannt. :icon_wink:

Das Bedingungslosen Grundeinkommen (bGE) muss in bestehende Einkommen hineinwachsen, sonst wären es ja zusätzliche Kosten, die niemals von der Gemeinschaft zu bewältigen wären.

Man kann sagen, um den Betrag des Grundeinkommens wächst die Freiheit der Menschen. Wenn dein Arbeitgeber dir bisher 2000 Euro netto zahlte, so wären es nach Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommen in Höhe von 800€, noch 1200 €, die dir dein Arbeitgeber zahlen müsste. Dadurch sinken beim Arbeitgeber die Produktionskosten um die besagten 800€ und du wirst um 800€ unabhängiger von deinem Chef. :smile:


Außerdem spart der AG auch noch die kompletten bisherigen Sozialabgaben. Oder wie habe ich das zu verstehen?

Viele Menschen stellen sich unter „Arbeitgeber“ kleine Gangster vor. Der raffinierte Bursche „spart“ Sozialabgaben, die er sich heimlich in die Hosentasche steckt und damit abhaut. :eek:

Die meisten Unternehmer haben aber für so einen Schwachsinn gar keine Zeit. Sie sind mit der Versorgung der Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen beschäftigt. Fällt ein Kostenposten weg, sinkt der Endpreis, was die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen stark erhöht und die Einkaufspreise für die Konsumenten senkt. In dem Fall aber werden die Kosten nur an anderer Stelle verbucht. Am Endpreis ändert sich nichts.


Gezahlt wird immer am Ende des Herstellungsprozesses das fertige Produkt (die fertige Dienstleistung) an der Kasse. Und zwar von Privatpersonen. Seien sie nun reich oder arm.

Dies ist eine Hauptschwierigkeit bei der Erklärung des Bedingungslosen Grundeinkommen. Ich kann da immer nur auf das Latte Macchiato-Beispiel verweisen. Schaue dir die beiden Gläser an. In einem sind die Sozialabgaben beim Unternehmer aufgeführt als „Lohnnebenkosten“. Hier wird suggeriert, er zahle sie. Aber sie sind im Preis des Latte Macchiato drin! Also zahlt sie der Kunde. In dem anderen Glas sind sie in der Mehrwertsteuer drin. Der Clou dabei ist, dass in beiden Fällen der Konsument die Abgaben trägt. Auch heute schon. Nur ist heute der Umstand versteckt im „Nettopreis“, während er nach Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommen bei der Mehrwertsteuer klar ausgewiesen wird, dass der Konsument den Betrag trägt. Übrigens entsteht dadurch für uns Menschen kein Nachteil, dass der Konsument alles trägt. Es liegt in der Natur des Wirtschaftens. Nur ist das bis heute den meisten Menschen nicht bewusst gewesen.

Und falls es jemand ansprechen will: Das Problem der Reichen und Superreichen wird nicht mit der Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens gelöst. Dazu bedarf es anderer Instrumente (Finanztransaktionssteuer, Geldhaltesteuer, Zinseszins abschaffen, Geldschöpfung in öffentliche Hand, Grund und Boden besteuern, um ein paar Punkte zu nennen). Das bGE hat eine sofortige positive Wirkung auf die Situation der Armen im Lande. Sie würden sofort einen riesen Vorteil von der Umstellung haben. Allein aus diesem Grunde brauchen wir das bGE sofort.


Und noch was zum Lohn. Nach Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommen:


Das bGE ist immer existenzsichernd! Das heißt, jeder Mensch könnte auch ohne Lohn arbeiten gehen, wenn ihm die Arbeit so wichtig wäre, dass er sie auf alle Fälle machen will. Ansonsten werden Löhne nach Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommen wie auch bisher zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgehandelt. Der Unterschied nach Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommen ist aber der, das die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer tausendfach besser ist, als heute ohne bGE.

Denn dann sind die Menschen nicht mehr wie heute existenziell abhängig von irgendeinem lumpigen Job, etwa bei der Zeitarbeit, Call-Center Outbound, und sie müssen sich nicht mehr das Gemaule der Behördenmitarbeiter anhören und deren Anweisungen befolgen, wie kleine Kinder, um die lächerlichen Kröten zu bekommen, die ihnen die von der Leyen zugesteht. Der ganze Horror dieses jetzigen Staates wäre zu Ende. :icon_cool:


Mit Grüßen
 

zuteuer

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#17
Dies ist eine Hauptschwierigkeit bei der Erklärung des Bedingungslosen Grundeinkommen. Ich kann u dabei ist, dass in beiden Fällen der Konsument die Abgaben trägt. Auch heute schon. Nur ist heute der Umstand versteckt im „Nettopreis“, während er nach Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommen bei der Mehrwertsteuer klar ausgewiesen wird, dass der Konsument den Betrag trägt. Übrigens entsteht dadurch für uns Menschen kein Nachteil, dass der Konsument alles trägt. Es liegt in der Natur des Wirtschaftens. Nur ist das bis heute den meisten Menschen nicht bewusst gewesen.
Man sollte es den Menschen eben immer wieder bewusst machen, dass sie, wenn sie etwas kaufen, immer ca 40 % an "Abgaben" zahlen; woraus auch immer sich diese "Abgaben" zusammensetzen.

Und falls es jemand ansprechen will: Das Problem der Reichen und Superreichen wird nicht mit der Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens gelöst. Dazu bedarf es anderer Instrumente (Finanztransaktionssteuer, Geldhaltesteuer, Zinseszins abschaffen, Geldschöpfung in öffentliche Hand, Grund und Boden besteuern, um ein paar Punkte zu nennen). Das bGE hat eine sofortige positive Wirkung auf die Situation der Armen im Lande. Sie würden sofort einen riesen Vorteil von der Umstellung haben. Allein aus diesem Grunde brauchen wir das bGE sofort.
Ja, ist richtig.
Nur wollen die Reichen und Superreichen keine unabhängige Bevölkerung, sondern eine Bevölkerung, die sie weiterhin über Arbeit und Konsum (Kredite) ausbluten/verarmen können.

Und noch was zum Lohn. Nach Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommen:
Das bGE ist immer existenzsichernd! Das heißt, jeder Mensch könnte auch ohne Lohn arbeiten gehen, wenn ihm die Arbeit so wichtig wäre, dass er sie auf alle Fälle machen will.
800 Euro - um mal nur eine hier kursierende Zahl zu nennen - sind nicht existenzsichernd. Es wurden aber auch schon niedrigere Zahlen genannt. :rolleyes: Ich frage mich, wo diese Zahlen herkommen.

Ich finde die Nennung solch niedriger Zahlen nicht förderlich für die gute Idee des bGE. Ein bGE kann nur ab mindestens ca 1000 E (in D, derzeit), funktionieren, dh. es müsste mindestens auf Höhe des Pfändungsfreibetrages eines Landes liegen.
 

Kaydo

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#18
800 Euro - um mal nur eine hier kursierende Zahl zu nennen - sind nicht existenzsichernd. Es wurden aber auch schon niedrigere Zahlen genannt. :rolleyes: Ich frage mich, wo diese Zahlen herkommen.

Ich finde die Nennung solch niedriger Zahlen nicht förderlich für die gute Idee des bGE. Ein bGE kann nur ab mindestens ca 1000 E (in D, derzeit), funktionieren, dh. es müsste mindestens auf Höhe des Pfändungsfreibetrages eines Landes liegen.

Hallo


Da hast du natürlich recht. Aber aufgepasst. Die Zahlen habe ich oben verwendet. Man braucht sie als Rechenbeispiele. Als ich unten im Text von „existenzsichernd“ geschrieben habe, habe ich keine Zahlen genannt. Aus gutem Grund.

Das, was existenzsichernd ist, ergibt sich aus den Zugriffsmöglichkeiten auf die notwendigen Güter. Und die müssen in ausreichendem Maße gegeben sein.


Beispiel Wohnen:
Egal wo man wohnt, jeder Mensch braucht eine Wohnung oder Unterkunft. Das heißt, auch der sogenannte Preis ist egal. Um dies aber umsetzen zu können, müssen wir Bürger auf das Angebot und den Preis Einfluss nehmen! Entweder indirekt durch Parlamente oder direkt über Volksentscheide.

Heute hat diese Aufgabe die Politik. Aber sie tut nichts! Seit mindestens 20 Jahren hätten massiv preisgünstige Wohnungen gebaut werden müssen (sogenannter Sozialer Wohnungsbau). Aber alle Parteien, die an der Macht waren, haben nichts gemacht.


Beispiel Energie:
Die Energiekosten sind ständig gestiegen und die Energiekonzerne und ihre Bonzen haben sich die Taschen voll Geld gestopft. Bürgerschutz-Organisationen wie der „Bund der Energieverbraucher“ haben seit Jahren darauf hingewiesen, dass ohne Not die Preise für Strom und Gas so massiv in die Höhe gingen.

Und wieder waren die Politiker schuld
. Sie hätten den Oligopolen durch scharfe Gesetze die Macht beschneiden können, damit die Gewinne zu einem großen Teil an die Bevölkerung weitergegeben werden, und sie haben es nicht gemacht.

Bei den zwei anderen existenzsichernden Gütern "Nahrung und Kleidung" ist die Situation noch nicht so dramatisch.



Mein Fazit: Wir Bürgerinnen und Bürger müssen uns zusehens unabhängig von den Parteien machen, weil die nicht die Interessen der Menschen vertreten. Die Piraten haben bei mir als Partei „eine letzte Chance“. Wenn die auch wieder versagen, nachdem sie wo an der Regierung waren, wähle ich die dann auch nicht mehr. :mad:


Mit Grüßen
 

zuteuer

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#19
Ja, und?

Da hast du zwar schön viel geschrieben, aber leider ist das alles nicht sonderlich hilfreich.

Sogar ich verstehe das nicht. Obwohl ich eigentlich nicht dumm bin.

Was soll denn der Bürger noch alles machen? So geht das nicht. So bekommst du die gute Idee des bGE nicht unter die Leute, die verstehen einfach nicht, was du meinst. Und wenn du dann mit so niedrigen Zahlen (800 E z.B,) argumentierst, auf meine Rückfrage aber mit solchen unverständlichen Sätzen kommst, schüttelt jeder Interessierte nur verständnislos mit dem Kopf und wendet sich ab.

Ich decke dir mal einen Widerspruch auf:

Du schreibst zuerst das:

Beispiel Wohnen:
Egal wo man wohnt, jeder Mensch braucht eine Wohnung oder Unterkunft. Das heißt, auch der sogenannte Preis ist egal. Um dies aber umsetzen zu können, müssen wir Bürger auf das Angebot und den Preis Einfluss nehmen! Entweder indirekt durch Parlamente oder direkt über Volksentscheide.
und dann das:

Wir Bürgerinnen und Bürger müssen uns zusehens unabhängig von den Parteien machen, weil die nicht die Interessen der Menschen vertreten. Die Piraten haben bei mir als Partei „eine letzte Chance“. Wenn die auch wieder versagen, nachdem sie wo an der Regierung waren, wähle ich die dann auch nicht mehr.
Der Satz "Der Preis der Wohnung ist egal", lässt jeden armen Menschen nur den Kopf schütteln. Ihm ist der Preis eben nicht egal. Und er kann auch keinen Einfluss nehme auf die Höhe der Miete, wie soll er das denn machen? Volksentscheide gibt es in D nicht. Und wird es auch nie geben.

Erst schreibst du was von "Einfluss nehmen", du schreibst aber nicht, wie. Dann schreibst du was von "wählen gehen tue ich dann, wenn die PPartei dich auch enttäuscht, auch nicht mehr".

Wie willst du dann Einfluss nehmen?
Wie willst du arme Menschen von deiner Idee überzeugen, wenn sie so unausgegoren rüberkommt, wie hier?
Die Leute wollen nackte Zahlen, weil sie nämlich Angst haben vor Hunger und Obdachlosigkeit, weil sie in echter Not sind, sie wollen nicht hören: "ihr müsst erst das und das und wählen geht dann auch nicht mehr aber irgendwie müsst ihr trotzdem Einfluss nehmen und idealerweise die Höhe eurer Miete selbst gestalten aber wie ihr das macht, weiß ich auch nicht".

So oder so ähnlich kommt das hier rüber. Sorry, ist leider so.
 

Kaydo

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#20
Hallo

Entschuldige, wenn ich dich verärgert habe.

Der Satz "Der Preis der Wohnung ist egal", lässt jeden armen Menschen nur den Kopf schütteln.
Nun, wenn er aber eine bekommt. Warum soll er dann den Kopf schütteln? Es geht um die Wohnung! Nicht um den Preis.

Schon heute bekommt jede Person, die in Not ist, kein Dach über dem Kopf hat, von den Kommunen eine Unterkunft. Jährlich kommen ca. 20 000 Menschen nach Deutschland, als Flüchtlinge und Asylbewerber. Meinst du die haben vorher gefragt, was bei uns eine Wohnung kostet und ob sie den Preis bezahlen können? Das ist egal! Sie brauchen eine Unterkunft und bekommen sie. Und so ist das auch richtig. Deswegen geht die Preisdiskussion am Thema vorbei. Nicht das Geld muss da sein, sondern die Güter, die wir brauchen.


Volksentscheide gibt es in D nicht. Und wird es auch nie geben.
Nur auf Bundesebene gibt es keine. Sonst schon. Und es gibt (zurecht) Bestrebungen auch auf Bundesebene Volksentscheide einzuführen. Ich selbst halte in vielen Fällen Volks- oder Bürgerentscheide für sinnvoller als die Entscheidungen von Parteien. Zum Beispiel 90% aller kommunalpolitischen Entscheidungen könnten von den Bürgern direkt selbst getroffen werden. Und ich bin überzeugt, dass die Entscheidungen tausendmal besser sind, als die von den Parteipolitikern.

Mehr Demokratie e.V.: Bundesweite Volksentscheide



Wie willst du dann Einfluss nehmen?
Nun das betrifft ja erstmal die, die überhaupt Einfluss nehmen wollen. Die die etwas ändern wollen, müssen sich zusammenschließen! Aber bitte ohne linke oder rechte Ideologien.


Wie willst du arme Menschen von deiner Idee überzeugen, wenn sie so unausgegoren rüberkommt, wie hier?
Hupps. Jetzt läuft da was schief. Das ist nicht meine Idee, das Bedingungslose Grundeinkommen! :rolleyes: Sondern ich finde diese Idee gut und unterstütze den Ansatz die Gesellschaft in der Weise zu verändern. Das ist was anderes. Auch willl ich nicht „arme Menschen“ von dieser Idee „überzeugen“.

Ich denke armen Menschen muss geholfen werden. Und das geht am besten durch ein bGE. Und überzeugen muss die Idee die Menschen, nicht ich. Die Menschen müssen sich selbst davon überzeugen, dass diese Idee einen guten Weg in die Zukunft beschreibt.

Ich kann ja nur über das, was ich von der Idee verstanden habe berichten und informieren. Falls ich die Idee falsch wiedergebe, lasse ich mich gerne korrigieren. :biggrin:


Mit Grüßen
 

zuteuer

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#21
Hallo Kaydo,

du hast mich nicht verärgert.

Nun, wenn er aber eine bekommt. Warum soll er dann den Kopf schütteln? Es geht um die Wohnung! Nicht um den Preis.

Schon heute bekommt jede Person, die in Not ist, kein Dach über dem Kopf hat, von den Kommunen eine Unterkunft. Jährlich kommen ca. 20 000 Menschen nach Deutschland, als Flüchtlinge und Asylbewerber. Meinst du die haben vorher gefragt, was bei uns eine Wohnung kostet und ob sie den Preis bezahlen können? Das ist egal! Sie brauchen eine Unterkunft und bekommen sie. Und so ist das auch richtig. Deswegen geht die Preisdiskussion am Thema vorbei. Nicht das Geld muss da sein, sondern die Güter, die wir brauchen.
ich weiß nicht. Beim ersten Lesen deiner Zeilen habe ich dir innerlich zugestimmt. Die Wohnungen sind ja auch da. Oder was auch immer an Gütern.

Letzten Endes geht es aber um den Preis, ob sich das jemand erlauben kann. Jetzt stimme ich dir nicht mehr zu.
Klar kriegt jeder eine Unterkunft, auch Obdachlose, Asylbewerber und so weiter... also jeder, der in Not ist. Nur, man will doch lieber die eigenen vier Wände, die man sich selbst ausgesucht hat, oder nicht?
Bsp: Ich war mal auf ner Demo gegen Wohnungsnot. Einer der Betroffenen berichtete, dass meine Heimatstadt lieber über 600 Euro monatlich für sein - wechselndes - Hotelzimmer zahlt als ihm eine Wohnung zu vermitteln. Dem Mann ging es sichtbar schlecht. Er hätte liebend gerne eine eigene Wohnung gehabt. - Es fehlen in Köln 50.000 Sozialwohnungen.

Ist dem Mann also der Preis egal? Nein, ist ihm nicht egal. Auch mir ist der Preis einer Wohnung nicht egal, denn davon hängt ab, ob ich mir die Wohnung leisten kann.

Wenn du allerdings meinst, es müssten dann eben einfach nur genug Sozialwohnungen verfügbar sein, dann stimme ich dir zu. Dem ist aber fast nirgendwo so. Ich habe ja nur die echte Wahlfreiheit, wenn ich die Auswahl habe zwischen Gütern oder Produkten/Wohnungen - und das preisunabhängig. Wenn ich gezwungen bin, aufgrund des zu niedrigen Einkommens, in einer Wohnung zu leben, die mir nicht gemäß ist, habe ich auch keine Wahlfreiheit. Ergo wird mir auch der Preis nicht egal sein.

Ich selbst halte in vielen Fällen Volks- oder Bürgerentscheide für sinnvoller als die Entscheidungen von Parteien. Zum Beispiel 90% aller kommunalpolitischen Entscheidungen könnten von den Bürgern direkt selbst getroffen werden. Und ich bin überzeugt, dass die Entscheidungen tausendmal besser sind, als die von den Parteipolitikern.
Bin ich auch von überzeugt.

http://www.mehr-demokratie.de/volksabstimmung.html
Nun das betrifft ja erstmal die, die überhaupt Einfluss nehmen wollen. Die die etwas ändern wollen, müssen sich zusammenschließen! Aber bitte ohne linke oder rechte Ideologien.
Das wird schwierig.

Hupps. Jetzt läuft da was schief. Das ist nicht meine Idee, das Bedingungslose Grundeinkommen! :rolleyes: Sondern ich finde diese Idee gut und unterstütze den Ansatz die Gesellschaft in der Weise zu verändern. Das ist was anderes.
weiß ich ja.

Auch willl ich nicht „arme Menschen“ von dieser Idee „überzeugen“.

Ich denke armen Menschen muss geholfen werden. Und das geht am besten durch ein bGE. Und überzeugen muss die Idee die Menschen, nicht ich. Die Menschen müssen sich selbst davon überzeugen, dass diese Idee einen guten Weg in die Zukunft beschreibt.
Ich wollte versuchen, klar zu machen, dass das so, wie du es oben beschrieben hast, sehr unausgegoren rüber kommt. Z.Bsp, die Aussage, dass der Preis einer Ware/Produkt/Wohnung egal sei. Also was Wohnungen angeht, funktioniert das so nicht, weil es eben nicht genug Sozialwohnungen/preiswerte Wohnungen gibt. Vielleicht war das aber auch nur ein schlechtes Beispiel.

Die Idee eines bGE wird jeden abschrecken, wenn darin von einem tendenziell zu niedrigen bGE die Rede ist, oder eben wenn dann jemand sagt, dass "die Höhe des bGEs ja egal sei, hauptsache, sie sei existenzerhaltend". Diese Aussagen sind, glaube ich, zu abstrakt. Da kann keiner was mit anfangen. Das schreckt dann eher ab.
 

jockel

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#22
...
Viele Menschen stellen sich unter „Arbeitgeber“ kleine Gangster vor. Der raffinierte Bursche „spart“ Sozialabgaben, die er sich heimlich in die Hosentasche steckt und damit abhaut. :eek:

Die meisten Unternehmer haben aber für so einen Schwachsinn gar keine Zeit. Sie sind mit der Versorgung der Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen beschäftigt. ...


Mit Grüßen
Wer an eine soziale Marktwirtschaftseinstellung der Unternehmer glaubt, der irrt gewaltig. Unternehmer sind wegen ihrer privatwirtschaftlichen Unternehmensführung ausschließlich nur auf das Dickerwerden ihrer eigenen Brieftasche asozial orientiert und gehen deswegen regelrecht über Leichen.

Die richtigen sich nicht nach Vorbildergedichten wie von Goethe:

Das Göttliche

Edel sei der Mensch,
hilfreich und gut!
Denn das allein
unterscheidet ihn
von allen Wesen,
die wir kennen.

Heil den unbekannten
höhern Wesen,
die wir ahnen!
Ihnen gleiche der Mensch!
Sein Beispiel lehr' uns
jene glauben.

Denn unfühlend
ist die Natur:
Es leuchtet die Sonne
über Bös' und Gute,
und dem Verbrecher
glänzen wie dem Besten
der Mond und die Sterne.

Wind und Ströme,
Donner und Hagel
tauschen ihren Weg
und ergreifen
vorübereilend
einen um den andern.

Auch so das Glück
tappt unter die Menge,
faßt bald des Knaben
lockige Unschuld,
bald auch den kahlen
schuldigen Scheitel.

Nach ewigen, ehrnen,
großen Gesetzen
müssen wir alle
unseres Daseins
Kreise vollenden.

Nur allein der Mensch
vermag das Unmögliche
Er unterscheidet,
wählet und richtet;
er kann dem Augenblick
Dauer verleihen.

Er allein darf
den Guten lohnen,
den Bösen strafen,
heilen und retten,
alles Irrende, Schweifende
nützlich verbinden.

Und wir verehren
die Unsterblichen,
als wären sie Menschen,
täten im großen,
was der Beste im kleinen
tut oder möchte.

Der edle Mensch
sei hilfreich und gut!
Unermüdet schaff' er
das Nützliche, Rechte,
sei uns ein Vorbild
jener geahneten Wesen!

Unternehmer belügen, betrügen und bereichern sich maßlos an ihren Lieferanten, Betriebsbelegschaften und Kundschaften. Wenn Unternehmer das unter Ihresgleichen nicht genauso machen, werden sie von ihren Unternehmerkonkurrenten in den Ruin getrieben. Da ist jeder dem anderen sein Teufel.

Das A und O, was daran was ändern, ist die Änderung der Eigentumsverhältnisse an den Produktionsmitteln von Privateigentum auf Genossenschafts- und Volkseigentum und der Entzug der politischen Macht der Unternehmehmerparteien, ihrer Lobbyisten und Unternehmerverbände, denn sie beweisen es immer wieder:

Wenn sie an der wirtschaftlichen und politischen Macht sind, hinterlassen sie flächendeckende soziale Flurschäden großen Ausmaßes.

Privatwirtschaftende Unternehmer sind Volksfeinde.
 

Kaydo

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#23
Hallo Kaydo,
Ich wollte versuchen, klar zu machen, dass das so, wie du es oben beschrieben hast, sehr unausgegoren rüber kommt. Z.Bsp, die Aussage, dass der Preis einer Ware/Produkt/Wohnung egal sei. Also was Wohnungen angeht, funktioniert das so nicht, weil es eben nicht genug Sozialwohnungen/preiswerte Wohnungen gibt. Vielleicht war das aber auch nur ein schlechtes Beispiel.

Die Idee eines bGE wird jeden abschrecken, wenn darin von einem tendenziell zu niedrigen bGE die Rede ist, oder eben wenn dann jemand sagt, dass "die Höhe des bGEs ja egal sei, hauptsache, sie sei existenzerhaltend". Diese Aussagen sind, glaube ich, zu abstrakt. Da kann keiner was mit anfangen. Das schreckt dann eher ab.

Hallo

Jetzt glaube ich zu verstehen, was du meinst.

Du meinst die Sache viel konkreter. Also jemand sucht jetzt eine passend große Wohnung und stellt fest, die bekäme er nur für, sage ich jetzt mal 2 Zimmer, 45 qm, 600€ warm. Also das ist teuer, wäre aber nicht ungewöhnlich. Und derjenige sagt, ich habe aber das Geld nicht. Wie komme ich konkret an so eine Wohnung.

Und jetzt sage ich, das Bedingungslosen Grundeinkommen würde dir die Existenzsicherung (inklusive Wohnung) ermöglichen. Und derjenige denkt jetzt, er bekommt mindestens 600€ für die Wohnung, ja und die 3 anderen Faktoren ( Nahrung, Kleidung und Energie) kommen noch geldlich oben drauf.

Also bei uns hier in Frankfurt am Main war es jetzt so, dass die Kommune eine Anzeigenkampagne machte und um Hausbesitzer warb, die sollten einen Exklusiv-Mietvertrag mit der Stadt machen und die Mieter würde die Stadt reinsetzen. Was glaubst du wohl, welche Mieter das waren, die die Stadt da in die Häuser vermitteln wollte?

Ich bin eher von meiner Argumentationsweise überzeugt. Je konkreter man wird mit Zahlen, um so mehr läufst du in eine Falle. Konkrete Zahlen sind immer nur für den Moment. Ein halbes Jahr später sind sie wieder wertlos, weil es andere gibt. Und so weiter.

Aber sei es drum. Ich bin eh für verschiedene Ansätze. Und vielleicht hast du eine Erklärung des bGE-Gedankens, die besser rüber kommt. :rolleyes:


Mit Grüßen
 

zuteuer

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#24
Ich bin eher von meiner Argumentationsweise überzeugt. Je konkreter man wird mit Zahlen, um so mehr läufst du in eine Falle. Konkrete Zahlen sind immer nur für den Moment. Ein halbes Jahr später sind sie wieder wertlos, weil es andere gibt. Und so weiter.
das ist doch klar. Alles wird teurer (Zins und Zinseszinseffekt).
Aber um etwas zu berechnen, braucht man erst mal konkrete Zahlen.

Und, Menschen, die sich fürs bGE interessieren, wollen diese Zahlen auch. Wenn die dann hören: Partei XY hat 600 E als bGE vorgeschlagen, ist in deren Augen das bGE für die Tonne. Weil der Betrag irreal und zu niedrig ist.
Es sollten deshalb konkrete Aussagen über die Höhe des bGE gemacht werden. Und sei es nur, dass es mindestens so hoch sein sollte, wie der Pfändungsfreibetrag.

Ich habe schon viel übers bGE gesehen und gelesen. Nichts davon ist mir hängen geblieben. Das hat diverse Gründe. Das Modell der mit der Konsumsteuer war z.B. gut verständlich und würde auch funktionieren, glaube ich.

Aber der Hauptgrund, dass es kein bGE geben wird, liegt woanders. Nämlich dass ich glaube, dass die Machthaber keine unabhängige, vom Quasi-Arbeitszwang befreite Bevölkerung wollen.

Man muss erst den Hauptgrund beseitigen, sonst kann man das bGE nicht einführen, glaube ich. Der Hauptgrund, die Machthaber, kann man aber nicht einfach so beseitigen. Man muss das gesamte System verändern/beseitigen ... wie auch immer. Sonst kriegen wir nur die nächste Wirtschaftskrise und dann geht das Elend wieder von vorne los.

Wie willst du das bGE gegen die Machthaber einführen? Es geht schlicht nicht.
 

Kaydo

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#25
Unternehmer belügen, betrügen und bereichern sich maßlos an ihren Lieferanten, Betriebsbelegschaften und Kundschaften. Wenn Unternehmer das unter Ihresgleichen nicht genauso machen, werden sie von ihren Unternehmerkonkurrenten in den Ruin getrieben. Da ist jeder dem anderen sein Teufel.


Privatwirtschaftende Unternehmer sind Volksfeinde.

Hallo

Jetzt sehe ich aber gerade wo du her kommst. Schmunzel, schmunzel. Und ich überlege, ob du wohl in der Propaganda-Abteilung der „Partei“ warst. :icon_confused:

Aber mal davon abgesehen, die Zustände im Frühkapitalismus waren ja wirklich fürchterlich und Marx und Engels haben das in ihren Schriften beschrieben und zurecht angeprangert.

Nur ist das schon lange, lange her und die Bösen sind heute nicht mehr die Unternehmer, sondern die Kollegen, die mit Mobbing Konkurrenten um Einkommen und Arbeitsplätze aus der Firma rausekeln, damit sie ihre Verwandtschaft und Kumpels auf die freigeboxten Stellen bugsieren können. Das ist heute der Alltag. Neee, nee, nee. Die heile Schwarz-Weiß-Welt des Kommunismus gibt es schon seit 200 Jahren nicht mehr.

Apropos. Die LINKE, früher PDS. In Schleswig-Holstein haben sie jetzt 2,3% bekommen. Ja die Menschen schauen sich die Heilsprediger schon genau an. - Und besser machen es die Piraten. Die wollen aber auch ein Grundeinkommen. :icon_hihi:


Mit Grüßen
 

jockel

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#26
Hallo

Jetzt sehe ich aber gerade wo du her kommst. Schmunzel, schmunzel. Und ich überlege, ob du wohl in der Propaganda-Abteilung der „Partei“ warst. :icon_confused:

Aber mal davon abgesehen, die Zustände im Frühkapitalismus waren ja wirklich fürchterlich und Marx und Engels haben das in ihren Schriften beschrieben und zurecht angeprangert.

Nur ist das schon lange, lange her und die Bösen sind heute nicht mehr die Unternehmer, sondern die Kollegen, die mit Mobbing Konkurrenten um Einkommen und Arbeitsplätze aus der Firma rausekeln, damit sie ihre Verwandtschaft und Kumpels auf die freigeboxten Stellen bugsieren können. Das ist heute der Alltag. Neee, nee, nee. Die heile Schwarz-Weiß-Welt des Kommunismus gibt es schon seit 200 Jahren nicht mehr.

Apropos. Die LINKE, früher PDS. In Schleswig-Holstein haben sie jetzt 2,3% bekommen. Ja die Menschen schauen sich die Heilsprediger schon genau an. - Und besser machen es die Piraten. Die wollen aber auch ein Grundeinkommen. :icon_hihi:

Mit Grüßen
Ich war zu Sozialismuszeiten nicht in der SED, sondern wie jeder Normal-DDR-Bürger Mitglied

  • im Gewerkschaft Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB)
  • in der Freien Deutschen Jugend (FDJ)
  • in der Deutsch-Sojetischen Freundschaft (DSF) und eine zeitlang während der Studentenzeit
  • in der Kammer der Technik (KdT)
Nach der Wende war ich sehr, sehr tolerant, was auf mich zukommen wird und hatte Vieles der sozialen Marktwirtschaftsmärchen gelten lassen.

Aber die 20 Jahre Nachwende sind entschieden zuviel, denn arbeitsmäßig und sozial gings ständig bergab. Da kann man sich mit viel Einfallreichtum und Kreativität bewerben wie Du willst. Millionen Menschen werden von allen 4 Parteien, die wechselseitig an der Macht waren ins soziale Elend getrieben, damit paar 100.000 im Luxus schwelgen können. Das diese Verhältnisse so bleiben dafür stehen diese 4 Schmierfilzparteien CD/CSU, FDP, SPD und Grüne. Geschmiert, korrumpert und bestochen werden sie über das Parteispendengesetz und die geschenkten Posten in der Bürokratie und Wirtschaft am Ende ihrer Politkarriere. Eine dreckige Pfote wäscht die andere.

Das Volk darf deren Scheibenhaufen wegräumen und die Schäden bezahlen, die sie während ihrer Machtausübung hinterlassen.

Die Piraten sind Spinner und quatschen anderen nach dem Maul.

Das bGe ist eine Luftnummer und überhaupt nicht vertrauenswürdig. Es dient nur den Unternehmern von ihren bisherigen gesellschaftlichen Verpflichtungen zu entlasten. Sie werden nicht mehr kontrolliert, was sie mit ihrem zusammengerafften Kapital und Profiten und volksfeindlicher Weise anstellen.

Wie wollt Ihr denn mit dem bGE die staatlichen und die kommunalen Pflichtaufgaben finanzieren und wie die Sozialsysteme am Funktionieren erhalten.

Mit dem bGE kann man sich kein seriöses Leben im Krankheits-, Plfegefall, in einer Situation von Berufskrankheit, Reha, Invalidität, Alter leisten.

Eine Bürgerversicherung für alle ist vernünftig, aber über Jahrzehnte verschlampt worden durch alle 4 Parteien, dito der Mindestlohn. Also sind all diese Mittel für den kommenden Ansturm der prekär Lebenden nicht verfügbar, weil nicht vorausschauend geschaffen. Es wird so oder so ein unmenschliches Dahinvegetieren und Krepieren.

Und das bGE gibt keine Antwort auf das menschenwürdige Überleben unter kapitalistische Finanz-, Wirtschafts- und Staatskrisen, auf steigende Lebenshaltungskosten, Inflation usw.

Seit der Wende sind auch die Westparolen von

  • der Sozialpartnerschaft und
  • der Humanisierung der Arbeit verschwunden.
Ist doch auch auffällig, weil man Marktradikalismus, grenzen- und maßlose Raffsucht und Machtsucht gegen die Bevölkerung verfolgt.

Wer diese Sozialabbaubedingungen von angeblichen "blühenden Landschaften und "keinem wird es schlechter, aber allen besser gehen" 20 Jahre Nachwende ertragen muß, der glaubt kein Stück mehr an solche Dampf- und Seifenblasen.

Man rechnet jeden Tag mit noch schlechteren Lebensverhältnissen und gar keinem Licht am Ende eines Tunnels. Belogen und betrogen wurde ich nicht nur einmal, sondern ständig immer wieder. Das Vertrauen ist weg und Lebensfreude ist westdeutsch erfolgreich zerstört worden.

Euer Rechtssystem kann man in die Tonne treten, denn Recht bekommt nur Derjenige, der es sich finanziell leisten kann und Anwälte, Richter und Gerichte schmiert.
 

zuteuer

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#28
Apropos. Die LINKE, früher PDS. In Schleswig-Holstein haben sie jetzt 2,3% bekommen. Ja die Menschen schauen sich die Heilsprediger schon genau an. - Und besser machen es die Piraten. Die wollen aber auch ein Grundeinkommen. :icon_hihi:
Die Linken haben das bGE auch im Programm. Mit seriösen Zahlen. Die Piraten sind von einem lächerlich niedrigen bGE von 400, 500 Euro ausgegangen. Völlig unausgegoren, wie alles, was sie vertreten.

Na ja gut, solange jemand die Unternehmer, diese Volksausbluter und Menschenzerstörer, diese Raffgierer und Profitgeier, die über Leichen gehen, um abzusahnen, noch als "gut" bezeichnet, kann man mit demjenigen nicht wirklich diskutieren. Du solltest dich wirklich mal mit den Realitäten, mit dem Geldsystem und Marktwirtschaft beschäftigen, anstatt die wirklich gute Idee des bGE so idealistisch und weltfremd von allen diesen uns umgebenden Realitäten getrennt zu vertreten. Keiner bis auf ein paar wenige esoterische Menschen, die es sich finanziell leisten können, Zukunftsgedanken zu spinnen, will wirklich ein bGE. Es ist m. Meinung nach unrealistisch, so über ein bGE zu diskutieren.
Schade drum.
 

zuteuer

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#29
An was erinnert mich das bGE?

An Sozialmärchen wie an einen Sonnenstaat "Utopia" von Thomas Morus oder an die Ideen vom utopischen Sozialismus
...

Da kann ich auch ans untergegange Atlantis oder Vineta glauben.
nein Jockel, das bGE ist gut.

Nur, es lässt sich in unserem System niemals durchsetzen. Es gibt zuviele Leute, die es nicht wollen. Das zu leugnen, bringt der Diskussion hier nichts und schadet der an sich guten Idee des bGEs noch mehr. Wir haben halt keine "gute Bevölkerung" und "gute Unternehmer " und "gute Banker", wir haben eine rücksichtlsose, egoistische Ellenbogengesellschaft, jeder gegen jeden, die Gier der Konsum,das Haben-Wollen und Mehr-haben-Wollen auf Kosten der anderen herrscht, und alle haben Angst. In solch einer Gesellschaft vom bGE zu träumen, mutet schon ein bisschen verzweifelt an - verständlich zwar, aber verzweifelt. Und unrealistisch. Es wird nicht kommen, so, wie es im Moment ist, nie.
 
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#30
Das Konzept wäre leicht zu finanzieren, wenn man einfach mehr Geld druckt. Dann würde durch Inflation die Kaufkraft des Grundeinkommens auf das Niveau von Hartz-IV oder darunter sinken. Aber Deutschland ist in einer Währungsunion und kann deshalb die Geldmenge nicht ausdehnen.:icon_klatsch:
 

Kaydo

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#31
Die Piraten sind Spinner und quatschen anderen nach dem Maul.
Hallo


Ich könnte jetzt Vieles zu deinen Bemerkungen schreiben, aber das macht keinen Spaß, wenn Aussagen einfach nicht stimmen. Ich greife deshalb eine Aussage heraus (siehe Zitat).


Die Piraten werden zu einem großen Teil von Menschen gewählt, die seit Jahren Nichtwähler sind. Warum? Weil die Piraten ganz anders mit Politik umgehen, mit Themen umgehen und wirklich neue Themen formulieren und eine hohe Affinität zum Umgang mit der Computer-Technik haben, was besonders bei jungen Menschen gut ankommt.


Ja soviel zu deiner Aussage zu den Piraten.

Im europäischen Ausland sieht es allerdings anders aus. Jetzt haben die Sozialisten in Frankreich einen neuen Präsidenten gestellt, der eine sozialere Gesetzgebung will. Mal sehen. Und ich lese, in Griechenland haben die linken und rechten Extrempositionen an Stimmen gewonnen, was ja nicht so schön ist, aber die Griechen wehren sich zurecht gegen diesen beschissenen Fiskalpakt und die Finanz-Oligarchie. Das bisherige weltweite Geldsystem gehört in die Mülltonne. :icon_dampf:


Mit Grüßen
 

Fairina

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#32
Also meine Meinung:

Der Typ hat schon den Brotkorb im Visier genau wie seine Partei. Da sind die Fleischtöpfe denn auch nicht mehr weit.

Jeder der nur halbwegs rechnen kann, hätte längst erkannt das das BGE in anständiger Höhe von 1500 Euro für jeden Bundesbürger der weniger als 500.000 Euro im Jahr verdient bei jetzigem Preisgefüge billiger wäre als dieses Gemenge aus Subventionen, Amigo-Geldspenden usw.

Die BA und die JC könnten das machen was ihre Aufgabe wäre: die Vermittlung von Arbeitsplätzen. ABER, dann bräuchten sie nicht mehr diese irren Haushaltsbeträge sondern kämen mit einem Bruchteil aus. Und wenn dann die ganzen Verarschungen, Amigieinkommensbeschaffungsmaßnahmen usw. weg fielen, dann wären die schulden D noch schneller abgebaut und es wäre genügend Geld für die Kinder und Jugendlichen, Kranken und Behinderten und Baumaßnahmen wie Straßenbau usw. da.

Allerdings würden dann alle diejenigen verlieren, die sich jetzt schmarotzer- und parasitenhaft am deutschen Volksvermögen und Steueraufkommen bedienen.
 

Kaydo

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#33
Es sollten deshalb konkrete Aussagen über die Höhe des bGE gemacht werden. Und sei es nur, dass es mindestens so hoch sein sollte, wie der Pfändungsfreibetrag.

Hallo

Ja da hast du recht. Ich versuche es mir mal zu merken.

Eigentlich hat Götz Werner diesen Betrag ja selbst vorgegeben, ganz dick als Titel auf seinem letzten Buch „1000€ für jeden“, aber ich getraue mich oft nicht diesen Betrag zu verwenden, weil er mir so hoch erscheint. Aber das sind nun mal die realen Kosten. Wie wahr.


Man muss erst den Hauptgrund beseitigen, sonst kann man das bGE nicht einführen, glaube ich. Der Hauptgrund, die Machthaber, kann man aber nicht einfach so beseitigen. Man muss das gesamte System verändern/beseitigen ... wie auch immer. Sonst kriegen wir nur die nächste Wirtschaftskrise und dann geht das Elend wieder von vorne los.

Wie willst du das bGE gegen die Machthaber einführen? Es geht schlicht nicht.

Das ist ein spannendes Thema und da will ich eine Lösung finden, suchen, gemeinsam mit anderen, denen das auch nicht gefällt, das wir Bürgerinnen und Bürger so machtlos sind.

Ich kann ja mal ein paar Gedanken zusammenfassen:

Organisation → Die Gegner, die "Machthaber", wie du sagst, sind meistens viel besser organisiert und das schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten. Dazu zähle ich aber nicht so sehr „dunkle Gestalten“, sondern die Mächtigen, die man jeden Tag erlebt. Zum Beispiel die Politik. Eigentlich müsste es allen Gutwilligen doch auffallen, dass die Politik, und ich nehme keine Partei davon aus, die bereits am Machttisch gesessen hat, nicht die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vertritt, denn sonst gäbe es seit 2005 (Einführung von Hartz4) nicht dieses Elend. Schuld sind hier in erster Linie die SPD, die GRÜNEN und dann die, die in der Folge diese Unrechtsgesetze beibehalten haben, die CDU/CSU und die FPD. Die LINKEN haben da, wo sie an der Macht waren, auf Landes- oder Kommunalebene nichts bewirkt und sind deshalb uninteressant.

Wenn die Macht aber durch die Politik, durch die Gesetze, die die Politiker erlassen, bestimmt wird, wie kann man es bewirken, dass andere Gesetze erlassen werden?

In den 70er, 80er Jahren haben die jungen Leute gemeint „Marsch durch die Institutionen“, das heißt in eine Partei eintreten und dort die Interessen vertreten. Aber du wirst als Normalbürger vom Parteiapparat zermalmt, du musst dich anpassen an die Parteisystematik, du musst ein Kämpfertyp und ein grober Klotz sein, um dich durchzusetzen, du musst Seilschaften aufbauen, Anhänger finden und du musst viel Zeit haben, um dich überhaupt so in eine Partei einbringen zu können, damit es Erfolg verspricht, du musst ein Entertainer sein, reden können, vor der (Welt)Presse auftreten. - Mit anderen Worten, so etwas lohnt sich nicht für den Normalbürger, für so was hat er dann auch kein Interesse, was ich verstehen kann. - Aber wie sieht denn jetzt eine Lösung aus?

Das Internet ist hinzugekommen! Vernetzung ist heute viel einfacher. Nicht mehr im Kneipenhinterzimmer sich mit anderen Parteianhängern treffen müssen, sondern sich für ein Thema interessieren und im Internet Gleichgesinnte finden, in einem Forum diskutieren, sich verbünden. Das bietet heute einen riesen Vorteil gegenüber den „alten, früheren“ Methoden sich zu solidarisieren.

Und warum klappt es trotzdem noch nicht? Eine gerechtere, solidarische Gesellschaft ist wünschenswert. Ein menschenwürdiges Leben für alle ohne Arbeitszwang, gesetzlich garantiert als Menschenrecht, bedingungslos, ist möglich, weil die Güter vorhanden sind. Sollte sich nicht für so eine Forderung eine Mehrheit in der Bevölkerung finden lassen?

Der Grund, warum es nicht klappt, ist das die Befürworter solcher Veränderungen es nicht schaffen sich so zu verbinden, so zu vernetzen, dass daraus eine Macht entsteht, die das Gewünschte bewirkt. Von der Zahl der Menschen her, denke ich, dass es genügend viele wären. Aber sie vernetzen sich nicht erfolgreich. Eine richtige Arbeit wäre jetzt, genau diese Vernetzung zu erreichen und alle Gutwilligen müssten sich bei dieser Arbeit zusammenschließen und sie erledigen.

Ein Arbeitspunkt wäre die Gründe zu benennen warum es nicht klappt mit dieser erfolgreichen Vernetzung. Ich nenne mal einen Punkt, den ich sehe:

Es ist gaaaaaaaaanz schwer für uns Menschen, bei irgendwas einer Meinung zu sein. Schaffen wir es dann doch mal bei einem Thema, zum Beispiel "Hartz4, muss weg“, kommt die Frage: was kommt dann, wenn Hartz weg ist? Die einen wollen das Bedingungslose Grundeinkommen (bGE), die anderen wollen kein Grundeinkommen. Und schon gibt es wieder einen Dissens. Und selbst wenn man für ein Bedingungsloses Grundeinkommen ist, gibt es innerhalb der Grundeinkommens-Befürworter Unterschiede. Die einen finden die Konsumsteuer fantastisch, die anderen wollen eine verbesserte Einkommenssteuer oder einen Steuermix.

(Ich hatte in einem anderen Beitrag hier im Forum zum Beispiel geschrieben, warum ich nicht bei der blockupy-Sache mitmache. Andere wieder haben Gründe, warum sie das Grundeinkommen nicht unterstützen wollen. Und so weiter. So funktioniert natürlich keine Solidarität.)

Wir schaffen es scheinbar erstmal nicht, bei Zustimmungen und Ablehnungen eine genügend große Übereinstimmung unter uns herzustellen, dass wir zusammenbleiben, dass daraus eine große Kraft werden könnte. Hier wäre unsere Aufgabe, das zu erreichen.

Ob die „Weltmachthaber“ uns letztlich dann wieder stoppen würden, und sie die eigentlichen Hinderer einer menschenwürdigen Entwicklung sind, würde man dann sehen, wenn wir erstmal eine gleichwertige Kraft unter uns herstellen könnten. Diese Aufgabe müssen wir erstmal selber lösen.


Mit Grüßen
 

druide65

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#34
Die Piraten werden in erster Linie von Menschen gewählt die von anderen Parteien entäuscht sind.
Das hat erst mal gar nichts mit BGE oder einer Affinität zur IT zu tun.Twittern,bloggen,Facebook usw.machen andere Parteien auch.
Ja man mag es kaum glauben aber auch die anderen Parteien haben mittlerweile PC´s.

Auch das BGE haben die Piraten nicht für sich alleine besetzt.Auch wenn das in der Öffentlichkeit immer so wahrgenommen wird.
Da haben ja alle Parteien mittlerweile ihre Vorschläge in den Ring geworfen sogar die Biene Maja.
Und bei jedem Vorschlag wird alles neu aufgedröselt und berechnet und wieder verworfen usw.

Selbst wenn die Praten den/die Kanzler/in stellen, wir werden in 10 Jahren noch kein BGE haben.
 

Kaydo

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#35
Da haben ja alle Parteien mittlerweile ihre Vorschläge in den Ring geworfen sogar die Biene Maja.

Hallo

Alles was die Piraten machen/haben, haben die anderen Parteien nicht oder höchstens nachgemacht. (Liquid Democracy, Piraten-Pad; Interne Partei Mailing-Listen für alle Bürger offen; Mitgliedschaft, auch wenn man bei einer anderen Partei bereits Mitglied ist; Mitarbeit, auch wenn man kein Parteimitglied ist)

Dass die Piraten einen großen Teil der bisherigen Nichtwähler für sich gewonnen haben, hat der Geschäftsführer der Piraten gerade in einem Fernsehinterview gesagt.

Die Piraten sind die Einzigen, die das bGE im Parteiprogramm haben. Andere sind ausdrücklich gegen das Bedingungslose Grundeinkommen, wie die LINKEN und die GRÜNEN (beschlossen auf dem Parteitag von 2008)

Ja und mit deiner Sig ist es ja auch nicht weit her, bei den Wahlergebnissen. :icon_cry:

:icon_smile:
Mit Grüßen
 

druide65

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#36
Hallo

Alles was die Piraten machen/haben, haben die anderen Parteien nicht oder höchstens nachgemacht. (Liquid Democracy, Piraten-Pad; Interne Partei Mailing-Listen für alle Bürger offen; Mitgliedschaft, auch wenn man bei einer anderen Partei bereits Mitglied ist; Mitarbeit, auch wenn man kein Parteimitglied ist)

Dass die Piraten einen großen Teil der bisherigen Nichtwähler für sich gewonnen haben, hat der Geschäftsführer der Piraten gerade in einem Fernsehinterview gesagt.

Die Piraten sind die Einzigen, die das bGE im Parteiprogramm haben. Andere sind ausdrücklich gegen das Bedingungslose Grundeinkommen, wie die LINKEN und die GRÜNEN (beschlossen auf dem Parteitag von 2008)

Ja und mit deiner Sig ist es ja auch nicht weit her, bei den Wahlergebnissen. :icon_cry:

:icon_smile:
Mit Grüßen
Abgeschrieben?Na:icon_mrgreen:
Es war die CDU die im letzten Jahrtausend über ein sogenanntes Bürgergeld diskutiert hatte.Dann kamm die FDP.
Ich glaube da gabs die Piraten noch gar nicht:icon_kinn:

Die Linken haben es im Parteiprogramm drin,nennt sich hier bedarfsdeckende und Sanktionsfreie Mindestsicherung.
Mitarbeiten kann man hier auch wenn man kein Mitglied ist(Schon immer)und Mailinglisten für alle Bürger gibts es auch.KV ansprechen.


Und woher weiß der Geschäftsführer das die meisten Wähler aus dem Nichtwählerlager kamen?Glaskugel?:icon_kinn:
Wenn ich die Presse nämlich so verfolge ergeben sich da ganz andere Sachen.
Nun ja.

Und das mit der Liquid Democracy ist ja eine schöne Sache,aber wenn ein Großteil der Mitglieder sich anoymisiert weiß ich nicht wie das funzen soll.Was ja auch dem obersten Gebot der Piraten widerspricht:Transparenz.

Was meine Sig mit den Wahlergebnis in SH zu tun erschließt sich mir nicht.
Aber du wirst es mir ja bestimmt sagen.
 

jockel

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#37
Hallo


Ich könnte jetzt Vieles zu deinen Bemerkungen schreiben, aber das macht keinen Spaß, wenn Aussagen einfach nicht stimmen. Ich greife deshalb eine Aussage heraus (siehe Zitat).


Die Piraten werden zu einem großen Teil von Menschen gewählt, die seit Jahren Nichtwähler sind. Warum? Weil die Piraten ganz anders mit Politik umgehen, mit Themen umgehen und wirklich neue Themen formulieren und eine hohe Affinität zum Umgang mit der Computer-Technik haben, was besonders bei jungen Menschen gut ankommt.


Ja soviel zu deiner Aussage zu den Piraten.

Im europäischen Ausland sieht es allerdings anders aus. Jetzt haben die Sozialisten in Frankreich einen neuen Präsidenten gestellt, der eine sozialere Gesetzgebung will. Mal sehen. Und ich lese, in Griechenland haben die linken und rechten Extrempositionen an Stimmen gewonnen, was ja nicht so schön ist, aber die Griechen wehren sich zurecht gegen diesen beschissenen Fiskalpakt und die Finanz-Oligarchie. Das bisherige weltweite Geldsystem gehört in die Mülltonne. :icon_dampf:


Mit Grüßen
Beim neuen französischen Präsidenten bin ich vorsichtig. Solche Leute versprechen viel und halten hinterher sehr wenig, weil sie in diesem Ausbeutersystem eingebunden sind und von der kapitalistischen Privatwirtschaft eingekauft werden.

Statt dem Kaputtsparen von Ganzeuropa gehören die Börsen- und Kapitalmarktsspekulanten endlich hinter Schloß und Riegel und auf die Anklagebank. Die sind unter dem Merkelschutz bis jetzt von jeglichen Belastungen verschont geblieben, obwohl sie für die Krisen als Täter die Verantwortung tragen.

Außerdem braucht Europa einen kontinentalweiten Marshallplan statt einem Rettungsplan für die Verbrecherwirtschaft und das Bankensystem.

So wie es für die Alg-II-Empfänger unter 25 Jahren eine Stallpflicht bei den Eltern gibt, so gehört ein Anlageverbot der Reichen außerhalb der Landesterritorien.

Das Schengener Abkommen ist aufzuheben, weil durch die gefallenen Grenzkontrollen viel zuviel Kriminalität sich in Europa unkontrolliert breitmacht.

Das alles ist wichtiger als über das Phantom bGe zu philosophieren. Am liebsten wäre mir die Rückkehr zu einer basisdemokratisch geführten DDR zu Zeiten der Runden Tische. Nur waren die Runden Tische kein Demokratieinstrument der Volkskammer - des DDR-Parlaments, sondern nur eine Diskussionsplattform für die Neugestalltung gesellschaftspolitischer Vorhaben.

Mit dieser Basisdemokratie zu Wendezeiten war die DDR jedenfalls volksverbundener weiter als es die heutige Gauner-BRD ist.
 

jockel

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#38
Mal eine andere Form - eine vernünfige Sozialsicherung der Linken:

Die Wiedereinführung von Arbeiterwohnungsbaugenosschaften (AWG) (hier in Merseburg mit dem Namensvorschlag TLG Fairwohnen) als Gegenreaktion des Knallkopps Schäuble, der treuhandgehändelte Neubausiedlungen der Breuel an Heuschrecken privatwirtschaftlich international verschachern will.

So die Meldung in der MDR-Sendung MDR um zwölf | MDR.DE vom 07.05.2012, 11:45 Uhr.

Die Linke Sachsen-Anhalts: Was zählt sind Selbstbestimmung und Eigenwirtschaftlichkeit

TreuhandliegenschaftsGenossenschaft FAIRWOHNEN i.G.

Die Werbe-Tourdaten der Linken, wo weitere AWG-TLG-Faiwohnen-Wiedergründungen denkbar sind:

http://www.tlg-fairwohnen.de/TLG-Info-Tour-26-04-2012.pdf

So was wie die TLG Faiwohnen sollte es im gesamten Bundesgebiet lückenlos geben. Auf alle Wohnungen muß eine Bindung an eine Sozialcharta draufliegen, denn Wohnen ist ein zu schützendes Menschenrecht.

Außerdem ist der Heuschrecken-Gagfah-Wohnungsverkauf der Dresdner WOBA nun endlich asozial an die Wand gefahren.

Gagfah erwägt Verkauf von 38.000 Wohnungen | DerWesten

Dresdner Lokalfernsehen: Verkauf der GAGFAH - Was sagen die Stadträte dazu? - DRESDEN FERNSEHEN - Alle Videonachrichten für Dresden!

So was trifft die Menschen sofort statt daß das bGe-Palaver eine Lebensverbesserung bringt. Und das soziale Elend in der BRD nimmt spürbare Ausmaße an und nicht erst in 10 bis 30 Jahre noch vor weit weg liegend.
 

zuteuer

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#39
Organisation → Die Gegner, die "Machthaber", wie du sagst, sind meistens viel besser organisiert und das schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten. Dazu zähle ich aber nicht so sehr „dunkle Gestalten“, sondern die Mächtigen, die man jeden Tag erlebt. Zum Beispiel die Politik. Eigentlich müsste es allen Gutwilligen doch auffallen, dass die Politik, und ich nehme keine Partei davon aus, die bereits am Machttisch gesessen hat, nicht die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vertritt, denn sonst gäbe es seit 2005 (Einführung von Hartz4) nicht dieses Elend. Schuld sind hier in erster Linie die SPD, die GRÜNEN und dann die, die in der Folge diese Unrechtsgesetze beibehalten haben, die CDU/CSU und die FPD. Die LINKEN haben da, wo sie an der Macht waren, auf Landes- oder Kommunalebene nichts bewirkt und sind deshalb uninteressant.
Klar fällt es fast jedem auf. Die schlechte Nachricht ist: Sehr viele von denen haben resigniert und wählen nicht mehr. Die paar, denen es noch relativ gut geht, die wählen eben wie gehabt.

Die "wie gehabt-Parteien" sind aber allesamt unterwandert von den wahren Machthabern. Es kommt keiner ganz nach oben, wenn er nicht linientreu ist. Hast du ja auch geschrieben. Man muss ein Kämpfertyp sein und ein grober Klotz und man muss Seilschaften haben, d.h. man muss unsensibel, rücksichtlos sein und Verbündete, sprich: Leute mit Einfluss und Geld haben.

Wenn die Macht aber durch die Politik, durch die Gesetze, die die Politiker erlassen, bestimmt wird, wie kann man es bewirken, dass andere Gesetze erlassen werden?
im Moment gar nicht. Im Moment wird ja nicht mal das Grundgesetz beachtet.

Das Internet ist hinzugekommen! Vernetzung ist heute viel einfacher. Nicht mehr im Kneipenhinterzimmer sich mit anderen Parteianhängern treffen müssen, sondern sich für ein Thema interessieren und im Internet Gleichgesinnte finden, in einem Forum diskutieren, sich verbünden. Das bietet heute einen riesen Vorteil gegenüber den „alten, früheren“ Methoden sich zu solidarisieren.
Und warum klappt es trotzdem noch nicht?
kleinere Gruppen machen das ja schon. Sich übers I-net verbinden. Leider gibt es zuviele Splittergruppen und keinen gemeinsamen Nenner.

Eine gerechtere, solidarische Gesellschaft ist wünschenswert. Ein menschenwürdiges Leben für alle ohne Arbeitszwang, gesetzlich garantiert als Menschenrecht, bedingungslos, ist möglich, weil die Güter vorhanden sind. Sollte sich nicht für so eine Forderung eine Mehrheit in der Bevölkerung finden lassen?
Schwerlich. Weil die Maxime "aber ich will doch arbeiten", oder "ich habe ein Recht auf Arbeit", oder auf der anderen Seite: "Die faulen Hartzer sollen arbeiten und die Klappe halten", ganz hoch gehalten wird.
Ich will damit sagen: Arbeit ist in D heilig. Der Deutsche muss arbeiten dürfen oder andere dazu zwingen können. Wer nicht arbeitet, gilt nicht als vollwertiger Bürger, sondern als Unterklassen-Mensch. Ich weiß nicht, wie es in anderen Ländern ist, aber hier ist es so.

Der Grund, warum es nicht klappt, ist das die Befürworter solcher Veränderungen es nicht schaffen sich so zu verbinden, so zu vernetzen, dass daraus eine Macht entsteht, die das Gewünschte bewirkt. Von der Zahl der Menschen her, denke ich, dass es genügend viele wären.
So ist es. Gibt glaube ich, ca 1150 sogenante alternative Gruppen, die größtenteils alle vor sich hin wurschteln.

Ein Arbeitspunkt wäre die Gründe zu benennen warum es nicht klappt mit dieser erfolgreichen Vernetzung. Ich nenne mal einen Punkt, den ich sehe:
Es ist gaaaaaaaaanz schwer für uns Menschen, bei irgendwas einer Meinung zu sein.
ja.:icon_daumen:


Wir schaffen es scheinbar erstmal nicht, bei Zustimmungen und Ablehnungen eine genügend große Übereinstimmung unter uns herzustellen, dass wir zusammenbleiben, dass daraus eine große Kraft werden könnte. Hier wäre unsere Aufgabe, das zu erreichen.
dann mach mal Vorschläge.
A. Popp (Wissensmanufaktur) hat in seinem neuesten Vortrag dasselbe berichtet. Leider wird auch dieser Mann hier angefeindet, weil er angeblich "rechts" ist. Es gibt zuviele Feindschaften hier. Das macht es so schwer. Es gibt mehr Streit als Einigkeit.
 

Kaydo

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dann mach mal Vorschläge.
A. Popp (Wissensmanufaktur) hat in seinem neuesten Vortrag dasselbe berichtet. Leider wird auch dieser Mann hier angefeindet, weil er angeblich "rechts" ist. Es gibt zuviele Feindschaften hier. Das macht es so schwer. Es gibt mehr Streit als Einigkeit.


Hallo

ich zitiere hier mal jemanden:


Darin sehe ich das Grundübel unserer derzeitigen Demokratie: Es ist
nicht möglich, eindeutig und mit aller Kraft für ein bestimmtes Ziel
zu stimmen und genau so eindeutig gegen ein anderes. Man muß bei
seiner Stimmabgabe für etwas so viele Kröten schlucken, dass viele
offensichtlich nicht mehr dazu bereit sind. .

Um die Nichtwähler wieder zu aktivieren, brauchen wir ein Wahlsystem,
bei dem es möglich ist, sich für bestimmte Ziele auszusprechen, ohne
gezwungen zu sein, sich gleichzeitig für andere Ziele auszusprechen,
die man komplett ablehnt. Es ist geradezu eine Verhöhnung der Wähler,
wenn ein Politiker vom Podium herab behauptet, im Wählerauftrag zu
handeln, wenn seine Partei die Stimmen für ein völlig anderes Thema
bekommen hat.



Was der Autor hier anspricht ist sehr wichtig.

Am Beispiel einer bGE-Gruppe sieht das so aus: Die bGE-Gruppe ist für die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens. Fertig. Wir sind 20 Leute. Jetzt kommt eine Person aus der Gruppe und sagt, ehh, wir haben hier ein total menschliches, humanes Projekt, wir sollten auf unserer Homepage auch einen Solidaritäts-Button für den anti-imperialistischen Kampf der Taliban in Afghanistan anbringen. Das würde gut zu uns passen.

Genau, sagt der nächste, Energiesparlampen sind ganz großer Mist. Habe letztens einen Bericht gesehen über die Gesundheitsgefahren. Das sollten wir ebenfalls auf die Homepage packen und darüber aufklären. Und zum Schluss meldet sich noch Karlchen, er macht noch mit bei der Islam-Phobie-Initiative gegen Israel und meint, dass passe auch gut zu unserer bGE-Gruppe. Das sollten wir vernetzen.

Würden wir diesen Ansinnen nachgeben, wäre unsere 20 Personen starke Anfangsgruppe in nullkommanix zusammengeschmolzen auf einen Hardcore-Kern von vielleicht 5 Leuten, die alle Themen für die wir eintreten auch nach außen repräsentieren würden. Und neue Leute werden wir mit dieser Außendarstellung kaum noch finden.

Genau das ist also das Problem: Die meisten Initiativen wollen zu viele Themen repräsentieren und das ist vom Ansatz her falsch! Vielen Leuten geht das auf den Keks und sie machen erst gar nicht mit. Und das ist auch gut so. Denn die Themen, die manche Initiativen vertreten wollen, passen oft nur scheinbar wirklich zusammen und es macht gar keinen Sinn das zusammenzupacken.

Viele Initiativen, Organisationen, Parteien wollen ganze Weltbilder an die Menschen bringen und ihren Wählern verkaufen. Was für ein Schwachsinn. Das geht doch gar nicht. In tausenden Einzelthemen sind wir Menschen unterschiedlicher Meinung.

Deshalb ist die Lösung → Nur Einzelthemen vertreten!!!!

Und sich dann Thema für Thema zusammenzuschließen und das Anliegen erfolgreich durchziehen. Das sind dann immer wieder unterschiedliche Konstellationen. So wie im richtigen Leben halt auch.


Mit Grüßen
 

zuteuer

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Genau das ist also das Problem: Die meisten Initiativen wollen zu viele Themen repräsentieren und das ist vom Ansatz her falsch! Vielen Leuten geht das auf den Keks und sie machen erst gar nicht mit. Und das ist auch gut so. Denn die Themen, die manche Initiativen vertreten wollen, passen oft nur scheinbar wirklich zusammen und es macht gar keinen Sinn das zusammenzupacken.

Viele Initiativen, Organisationen, Parteien wollen ganze Weltbilder an die Menschen bringen und ihren Wählern verkaufen. Was für ein Schwachsinn. Das geht doch gar nicht. In tausenden Einzelthemen sind wir Menschen unterschiedlicher Meinung.

Deshalb ist die Lösung → Nur Einzelthemen vertreten!!!!
Bin ich auch dafür.

Bin aber auch dafür, beim Kernthema anzufangen. Für mich ist das Kernthema Banken, Wirtschaft, Geldsystem und (heute erfahren) Ratingagenturen (die sind noch viel schlimmer als die Banker).

Wenn man das ändern könnte - ich weiß, ich träume - gäbe es kein HartzVier mehr und keine armen Rentner und keine verhungernden Kinder in der sogenannten "Dritten Welt" und keine Umweltzerstörung und und und..

Das Kernproblem für mich ist der sogenannte Kapitalismus - oder nenne es Wirtschaftliche Bereicherung einiger weniger in dieser Welt
(nein ich bin kein Kommunist und kein Sozialist).

Und deshalb engagiere ich mich nicht primär fürs bGE, weil das für mich nicht das Kernthema ist. Weil man das Gebot "bGE für alle sofort", gegen die Wirtschaftsinteressen des Kapitalismus sowieso nicht durchsetzen kann. So realistisch bin ich. Deshalb engagiere ich mich in einer anderen Gruppe, die das mein Kernthema, so wie ich es erkannt habe, zentral angeht.

Gruß zurück.
 
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