Wenn in Vertrag festgelegt wird das kein Urlaubsanspruch besteht (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

annna

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Hallo,

ich bin neu hier und brauche einmal euren Rat. Ich arbeite z. zt. halbtags und möchte nun einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. Heute hat man mir meinen Vertrag gemailt. Dort steht das ich damit einverstanden bin das ich keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub habe und auch im Krankheitsfall kein Anspruch auf Lohnfortzahlung besteht. Ich weiss sehr wohl, daß gesetzlich festgelegt ist das ich Anspruch auf Urlaub und auch Lohnfortzahlung habe. Ich überlege nun ob ich den Job annehmen soll und spiele mit dem Gedanken meinen zukünfigen AG mitzuteilen dass ich sehr gern für ihn tätig werden möchte, aber das mit seinen Klausel nicht gefällt und ich ihn bitte das noch mal zu überdenken, oder ganz frech schreibe das es sich in seinem Vertrag doch um einen "Tippfehler" handeln muß und das der Urlaub etc. doch gesetzlich festgelegt sind und ich doch annehme das in seinem renomierten Unternehmen solche Regelungen zwingend (gesetzlich) vorgeschrieben ist. Was haltet ihr davon?

Vielen Dank für Eure Mühe mir zu antworten und meine Nachricht zu lesen.................................. :icon_klatsch:
 
S

Spitzbart

Gast
Hallo,
Heute hat man mir meinen Vertrag gemailt. Dort steht das ich damit einverstanden bin das ich keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub habe und auch im Krankheitsfall kein Anspruch auf Lohnfortzahlung besteht.
"Wenn etwas aussieht wie Fisch, riecht wie Fisch, schmeckt wie Fisch dann ist es auch Fisch."

Ich würde die Finger davon lassen.
 

TickTack

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Du kannst den Job annehmen und den Arbeitgeber auflaufen lassen. Aber ob das einen Sinn ergibt? Das Arbeitsverhältnis ist spätestens dann gestört und sicher nicht mehr viel zu erwarten.

Die Version mit dem Schreibfehler klingt mir da noch am besten. Vielleicht ist es ja nur der Versuch eines "Dummfanges". Seriös klingt das Ganze aber nicht unbedingt.

So richtig einen Rat geben kann man da nicht.
 
E

ExitUser

Gast
@ annna . so ein Vertrag ist sittenwidrig und fernab jeglicher gesetzlichen Bestimmungen !

Urlaubsanspruch hat man gesetzlich zwei Tage im Monat . Gilt auch für 1€ Job's (wird hier allerdings nicht bezahlt ) . Sowie auch für H4 Bezieher nach Antrag . Womit hier nur für diese Zeit Reisefreiheit besteht / bewilligt wird ! (DDR läßt grüßen )

Da dir der Vertragstext vorliegt würde ich nochmal nachfragen ob der so richtig ist . Darum bitten dir den Vertrag nochmal zu schicken .

Damit hättest du einen Nachweis für das Finanzamt / Zoll .

Von den Gewerkschaften kann man leider keine Hilfe mehr erwarten .

Wenn dir das zu aufwändig ist und du nicht kämpfen möchtest , dann lass die Finger davon ! :icon_evil:
 
E

ExitUser

Gast
Wenn Du den Job machen willst, dann kannst Du den Vertrag so wie er ist kommentarlos unterschreiben. Da die Mindesturlaubsregelung und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zwingende gesetzliche Vorschriften sind, spielt es keine Rolle, was im Arbeitsvertrag steht. Wenn Du ihn jetzt schon darauf hinweist, dann wird aus dem Arbeitsverhältnis höchstwahrscheinlich nichts werden und er sucht sich ein anderes Opfer.
 

Wutbuerger

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Ich arbeite z. zt. halbtags und möchte nun einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. Heute hat man mir meinen Vertrag gemailt. Dort steht das ich damit einverstanden bin das ich keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub habe und auch im Krankheitsfall kein Anspruch auf Lohnfortzahlung besteht.
Möchtest du dieses Arbeitsverhältnis zusätzlich zu deinem bisherigen annehmen? Dann mußt du möglicherweise vorher dein Arbeitgeber um Erlaubnis fragen.
Ist festgelegt wieviele Stunden im Jahr gearbeitet wird undauf welche Zeit wird der neue Vertrag geschlossen?
Ich nehme an das es sich um eine Art Aushilfe handelt ,denkbar ist auch freiberufliche oder selbstständige Tätigkeit.
Evtl. mal hier einstellen nach entfernen der pers. Daten ?
 

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Hallo

also so ein Wichser von Arbeitgeber gehört in den Baum gehängt

sorry aber da sgeht nicht
Gesetzliche Regelungen lassen sich nicht durch Vertrag ausschalten.

Ich würde den Job machen und den dann vor Gericht verklagen

das zieht dann kosten für ihn nach

Gruß Uwe
 

Conny001

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Vertrag ist sittenwidrig. Wer angestellt ist, dem steht sowohl Urlaub als auch Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu. Du könntest es zwar darauf ankommen lassen, aber wer will sich mit so einem schon streiten.

Sinnvoll ist daher die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft, da ist Rechtsberatung etc. inklusive!
 
E

ExitUser

Gast
@ Conny001 = Sinnvoll ist daher die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft, da ist Rechtsberatung etc. inklusive!
Ist genauso sinnvoll wie die staatliche Rentenkasse . Man bezahlt viel ein und bekommt fast nichts raus !

Eine Rechtsschutzversicherung ist deutlich preiswerter !

Nur noch kleine Gewerkschaften kämpfen für ihr Klientel . Weil diese meist an Schaltstellen arbeiten . Wo man die Forderungen auch durchsetzen kann .
------------------------
Ansonsten wird nur noch abkassiert für Verwaltung und dicke Vorstandsgehälter ! :cool:
 
R

Rounddancer

Gast
Na komm,- daß die Gewerkschaften zahnlose Tiger sind, liegt an uns,- besser, an den vielen, die leider nicht in der Gewerkschaft sind.
Dch die, die, wie ich, drin sind, können auch von innen her Druck machen darauf, was sich in den Gewerkschaften tut. Aber je mehr Mitglieder da wären, desto besser wäre auch wieder die Kampfkraft der Gewerkschaften.

Solche Sachen wie den Mißbrauch der "geringfügigen Beschäftigungen", die ja eigentlich für Hausfrauen, etc. gedacht waren, die sich ein Zubrot verdienen wollten,- und erst recht, wie im Fall des TO, daß Arbeitgeber sklaventreiberhaft und rechtswidrig Urlaubsanspruch und Lohnfortzahlung ausschließen wollen, kämen dann nicht ungestraft vor, wenn auch geringfügig Beschäftigte in der Gewerkschaft wären und sich wehrten.

Sonst geht es immer weiter mit, wie es bei "Rich Dad - poor Dad" formuliert ist: "Mitarbeiter arbeiten nur gerade so viel, daß sie nicht gekündigt werden,- und Arbeitgeber zahlen nur gerade soviel, daß die Mitarbeiter nicht kündigen!"
 

ela1953

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Na komm,- daß die Gewerkschaften zahnlose Tiger sind, liegt an uns,- besser, an den vielen, die leider nicht in der Gewerkschaft sind.
Dch die, die, wie ich, drin sind, können auch von innen her Druck machen darauf, was sich in den Gewerkschaften tut. Aber je mehr Mitglieder da wären, desto besser wäre auch wieder die Kampfkraft der Gewerkschaften.

Solche Sachen wie den Mißbrauch der "geringfügigen Beschäftigungen", die ja eigentlich für Hausfrauen, etc. gedacht waren, die sich ein Zubrot verdienen wollten,- und erst recht, wie im Fall des TO, daß Arbeitgeber sklaventreiberhaft und rechtswidrig Urlaubsanspruch und Lohnfortzahlung ausschließen wollen, kämen dann nicht ungestraft vor, wenn auch geringfügig Beschäftigte in der Gewerkschaft wären und sich wehrten.

Sonst geht es immer weiter mit, wie es bei "Rich Dad - poor Dad" formuliert ist: "Mitarbeiter arbeiten nur gerade so viel, daß sie nicht gekündigt werden,- und Arbeitgeber zahlen nur gerade soviel, daß die Mitarbeiter nicht kündigen!"
Der AG meiner Tochter meinte auch, dass Urlaub und Lohnfortzahlung nur den Festangestellten zustehen würden. Bei 8 Wochen Betriebsferien hätte sie keinen Anspruch auf Geld. Er würde sich da auskennen und meine Tochter müsse sich mit dem zufrieden geben.

Auf mein Anraten hat sie das beim Arbeitsgericht gemeldet und hat sofort Recht bekommen. Der AG kam nicht mal zur Verhandlung, sondern hatte sich von einem Mitarbeiter der Gehoga vertreten lassen.

Sie hat eine Nachzahlung bekommen, aber die vielen Putzfrauen haben immer noch keine Ahnung davon, was ihnen zusteht. Bzw. trauen sich nicht vor Gericht.
 

flowerpowe

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Hi,

natürlich ist das rechtlich nicht ok.......

aber ich kenn mehrere Leute, die bei 400Euro Jobs keinen Urlaub bekommen, zumindest nicht bezahlt.

Und ich kenn Firmen, die auch solche Verträge machen.

Wie gesagt, nicht ok - aber so ist leider die Lage.

Ich würd nachfragen, denn die wissen bestimmt, was dir wirklich zusteht. Ob du den Job auch so dann annimmst, mußt du natürlich selbst entscheiden.
 
E

ExitUser

Gast
So einen Vertrag würde ich NIEMALS unterschreiben.

Aber gibt leider genug Leute, die sowas mit Kusshand tun und dann über die "faulen" Elos schimpfen, weil sie kaum Geld bekommen und vom AG vorne und hinten besch*issen werden.

Es besteht auch bei geringfügigen Jobs ein Urlaubsanspruch und die Regelung im Krankheitsfall ist ebenfalls gesetzlich geregelt.
 
E

ExitUser

Gast
@ Rounddancer = Sonst geht es immer weiter mit, wie es bei "Rich Dad - poor Dad" formuliert ist: "Mitarbeiter arbeiten nur gerade so viel, daß sie nicht gekündigt werden,- und Arbeitgeber zahlen nur gerade soviel, daß die Mitarbeiter nicht kündigen!"
Du bist ein Träumer . Willst gewollt Wahrheiten nicht erkennen ! :eek:

Die psychischen Krankheiten steigen deutlich an . Ein Anzeichen dafür das sehr viele dem Arbeitsdruck nicht mehr gewachsen sind !

Aktuell möchte ich auf den Streik von UFO hinweisen = Auslagerung von Arbeitsplätzen / Leiharbeit .

Mitarbeiter sind immer nur die Füßabtreter der Aktionäre !

Wenn die Dividende nicht stimmt ist es den geldgeilen Junkies egal was mit denen passiert !

Der Geldhandel agiert weiterhin ungebremst !
 
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