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wenn ein Aufstocker ne Sanktion bekommt - wie wird gerechnet?

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Serena

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#1
Hallo,
ich habe eine ziemlich spezielle Frage zum Thema Sanktionen. Wie wird gerechnet, wenn ein Aufstocker eine Sanktion bekommt? Folgende Situation:
Ehepaar mit Kind - SIE, berufstätig (selbstständig plus Minijob), verdient ca. 650,- im Monat, Tendenz steigend. ER arbeitslos, nun kein ALG I mehr, darum jetzt ALG II-Antrag. Kind 8 Jahre alt, bekommt Kindergeld.
Nehmen wir mal rein hypothetisch an, SIE würde von der ARGE sanktioniert. (Weil sie absolut keinen Nerv hat, sich von irgend einem Klappspaten der ARGE in ihr Geschäft reinreden zu lassen, von Termin zu Termin gescheucht, oder gar über irgendwelche unsinnigen Maßnahmen „aktiviert“ zu werden ...)
Darf sie ihren Arbeitslohn in der Situation zuerst mal für ihren eigenen Lebensunterhalt einsetzen, ohne dass er, wie vor der Sanktionierung, der kompletten Familie als Einkommen angerechnet (und vom ALG 2 abgezogen) wird? Mit ihrem Einkommen könnte sie schließlich ihren eigenen Bedarf (plus ihren KdU-Anteil) locker abdecken ...
Oder müsste sie sich erst von ihrem Mann trennen, damit nicht alle unter ihrer Aufmüpfigkeit leiden müssen? (... Sie und das Kind könnten mit ihrem Einkommen, Kindergeld, Kinderzuschlag und Wohngeld ganz gut über die Runden kommen ...)
Danke für jede hilfreiche Antwort!
 

Serena

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#3
Danke für den tollen Link! Das ist ja hochinteressant!
Dann könnten die Klappspaten der ARGE sie also mal kreuzweise - und sie kann nicht mal sanktioniert werden, solange sie brav alle leistungsrelevanten Auskünfte erteilt/Dokumente vorlegt! :icon_twisted: Und abgestimmte Termine wahrnimmt, natürlich.

Nur mal neugierigkeitshalber: wie sähe es denn aus, wenn ihr Einkommen knapp unter dem eigenen Bedarf inkl. KdU bliebe (aber ohne vollen KdU-Anteil hinkäme)? Hat sie dann die vollen Pflichten aller "100%"-ALG II-Bezieher?
Und wenn sie es dann auf eine Sanktion ankommen ließe? Würde z.B. bei einer 100%-Sanktion dennoch ihr Einkommen für die gesamte BG gerechnet werden, oder könnte sie durchsetzen, dass sie in dem Fall ihr Einkommen zuerst mal für sich selbst braucht? Gibt es da gar Urteile zu? Wäre toll, wenn das noch jemand wüsste ...:icon_knutsch:
 

biddy

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#4
Ich warte mit Dir auf Antworten :icon_smile: ... bin nämlich selbst knapp an einer eigenen Bedarfsdeckung vorbei und trau' dem "Braten", also dem Link, nicht so recht. Wenn ich z.B. 40 Euro Alg II bekäme (nach Individualberechnung, also vertikal), wären 100 % Absenkung/Sanktion 40 Euro, nehme ich an. Würde das Einkommen auf die BG verteilt werden, hätte ich künstlich Anspruch auf mehr Alg II und im Umkehrschluss würden meine Kids mit sanktioniert werden.

Wie gesagt, ich geselle mich zu Dir ... *einhak*
 

Serena

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#5
Hmmm, scheint wohl ziemlich selten vorzukommen, dass Aufstocker damit zu tun haben(?!) ...
Urteile dazu konnte ich bisher auch nicht finden, aber wahrscheinlich habe ich nur nicht mit den richtigen Suchwörtern gegoogelt ...
Kein Aufstocker unter uns, der mal eine Sanktion erlebt hat und uns verraten könnte, wie bei ihm der Sanktionsbetrag errechnet wurde?
 
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