Wenn die Blockfrist der ersten Krankheit "abgelaufen" ist, beginnt dann für die hinzugetretene Krankheit eine eigene Blockfrist, die nur noch diese 2. Krankheit berücksichtigt? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

SeptemberSun

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Hallo und eine Frage an die Krankengeldexperten....

wenn die Blockfrist der ersten Krankheit "abgelaufen" ist, beginnt dann für die hinzugetretene Krankheit eine eigene Blockfrist, die nur noch diese 2. Krankheit berücksichtigt?

Hintergrund: Krankengeldanspruch Krankheit 1 bis auf wenige Tage ausgeschöpft. Ende der Blockfrist im November 2019. Hinzugetretene Krankheit in 03/19. Nur wenige Wochen Krankengeldbezug. Ich arbeite wieder seit Anfang 2018, die Frage ist daher hypothetisch, aber aktuell.

Läuft dann nur noch die neue Blockfrist für Krankheit Nr 2? Also, wäre eine AU auf Diagnose 1 wieder einen neuen Krankengeldanspruch begründend?
Und noch wichtiger, hätte Krankheit 2 einen von Krankheit 1 unabhängigen Krankengeldanspruch?

Danke für's lesen und Gedanken machen 😊

LG
 

Curt The Cat

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Moinsen SeptemberSun ...!
Ich war mal so frei und hab den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer nett und - soviel Zeit sollte sein. Ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen.Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder Krankengeld Blockfristen, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf ausreichend Zeichen erweitert und zudem einen deutlichen Hinweis im Texteingabefeld hinterlassen. Da passt deutlich mehr als zwei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

saurbier

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Hallo SeptemberSun,

wenn du in der Blockfrist deiner 1. Krankheit das KG ausgeschöpft hast, hast du mit dieser Diagnose in der Bockfrist (Zeitfenster 3 Jahre) keinen Anspruch mehr auf KG bezüglich Krankheit 1. .

Wenn du dann im Zeitfenster der Blockfrist der Krankheit 1. eine neue Krankheit (2.) mit einer völlig anderen Diagnose erhalten hast, gilt diese nur dann als sozusagen hinzugetreten, wenn sie während der AU-Zeit der Krankheit 1. hinzu getreten ist. Anderenfalls begründet die Krankheit 2. eine neue (eigenständige) Blockfrist mit ebenfall 78 Wochen KG-Anspruch.

Nach Ablauf der Blockfrist (3 Jahre) von Krankheit 1. kann man durchaus wieder eine AU mit dem Diagnoseschlüssel auf Krankheit 1. erhalten und würde demzufolge darauf erneut 78 Wochen KG erhalten.


Grüße saurbier
 

SeptemberSun

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Hallo saurbier und herzlichen Dank für die ausführliche Antwort. In meinem Fall ist es so, dass Krankheit 1 (KG fast ausgeschöpft) eigentlich nicht mehr au-begründend war, ich war auch schon längst wieder arbeiten. Dann jedoch kam ich Anfang des Jahres mit einer völlig anderen Diagnose (Krankheit 2) ins Krankenhaus, und dort stellte man die AU-Bescheinigung, wie ich später erfuhr, auf Krankheit 2 UND Krankheit 1 aus. Obwohl Krankheit 1 im Krankenhaus weder behandelt, geschweige denn auch nur thematisiert wurde. Der einzige Anhaltspunkt für das Krankenhaus kann eigentlich nur gewesen sein, dass ich während des stationären Aufenthalts dort Medikamente für Krankheit 1 gestellt bekam.

Und jetzt bin ich halt beunruhigt, ob ich in dieser Konstellation Anspruch auf KG wegen Krankheit 2 hätte..... falls nötig.

LG SeptemberSun
 

saurbier

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Hallo SeptemberSun,

nun hier gilt es aufzupassen, was du offensichtlich ja gemacht hast.

Sofern die KK jetzt kommen sollte das du wegen krankheit 2. keinen KG Anspruch hast, weil diese als Hinzugetreten zu krankheit 1. zu betrachten ist, muß du halt für entsprechende Sachaufklärung sorgen. Ist irgendwie schon blöd, aber so ist es nun mal, wenn eine AUB mit falschen Diagnosen ausgestellt wurde.

Bei alledem darfst du aber auch nicht vergessen, es könnte ja auch so sein, das deine Krankheit 2. eine Ursache in Krankheit 1. hat, oder im Zusamenhang mit dieser stehen könnte. Das darf man nicht außer acht lassen.

Obwohl Krankheit 1 im Krankenhaus weder behandelt, geschweige denn auch nur thematisiert wurde. Der einzige Anhaltspunkt für das Krankenhaus kann eigentlich nur gewesen sein, dass ich während des stationären Aufenthalts dort Medikamente für Krankheit 1 gestellt bekam.
Nun ja, wenn man dir Medikamente im KH verordnet hat, dann stehen die aber in der Krankenakte. Also ich mußte damals meine bereits verordneten Medikamente immer mitbringen, aber das waren auch immer geplante Aufendhalte.

Wenn das bei dir jetzt vielleicht ein ungeplanter Aufendhalt war, dann solltest du das Notfalls der KK gegenüber ja auch nachweisen können, das dort keine Behandlung bezüglich einer AU Notwendigkeit zu Krankheit 1. erfolgte.

Dafür dürfte dann auch der Krankenhausbericht einiges Aussagen.


Grüße saurbier
 

Kerstin_K

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Seit wann stellen Krankenhaeuser AUBs aus? War das im Rahmen des Entlassmanagements?
 

SeptemberSun

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Hallo Saurbier und wieder danke für deine Rückmeldung.

Das heißt, sollte ich mit Krankheit 2 nochmals au werden, müsste ich beweisen, dass die AU-Bescheinigung des Krankenhauses fehlerhaft war?
Im Abschlussbericht des Krankenhauses steht natürlich nichts zu einer Diagnose oder Behandlung bzgl Krankheit 1. Der Arzt im Krankenhaus hätte nicht einmal die Qualifikation dafür.

"Verordnet" wurde mir das Medikament im Krankenhaus nicht- ich bin notfallmäßig ins Krankenhaus gekommen, und als ich fragte, ob ich mir meine Medikamente von zu Hause bringen lassen soll, wurde dies verneint. Statt dessen sollte ich mitteilen, was ich regelmäßig nehme, und diese wurden mir dann im Krankenhaus gestellt. Nicht nur das Medikament für Krankheit 1, sondern noch ein weiteres, ganz anderes.

Nein, Krankheit 2 hat ihre Ursache nicht in Krankheit 1. Bei Krankheit 1 handelt es sich um rez. Depressionen und bei Krankheit 2 um Thrombose mit Lungenembolie. Anders herum hätte man vielleicht noch eine Verbindung konstruieren können, aber eine depressionsbedingte Thrombose wäre wohl abwegig.


Seit wann stellen Krankenhaeuser AUBs aus? War das im Rahmen des Entlassmanagements?
Kerstin, das war auch mir neu. Ich habe von Anfang an vom Krankenhaus eine AU-Bescheinigung erhalten, und zur Entlassung sogar über den Entlassungstag noch ein paar Tage hinaus, damit ich nicht am Tag nach der Entlassung sofort zum Hausarzt musste. Ich dachte eigentlich auch, dass das Krankenhaus nur "Liegebescheinigungen" (ich weiß nicht, wie die offiziell heißen), ausstellt.
 

Kerstin_K

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Also die über die Entlassung hinaus, das war das Enlassungsmangement. Das dürfen die Krankenhäuser seit eineiger Zeit für Maximal eine Woche. Genaso wie du vom Krankenhaus ein Rezeot für die ersten Medikamente nach der Entlassung bekommen kannst oder schon Physio oder so verordnet und orhisiert werden kann. eben damit man nach der Entlassng nicht gleich die Rennerei hat. eine AUB für die zeit des Krankenhaisaufeenthaltes ist unnötig.
 
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