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Wenn "Chefvolkswirte" dem Herrn nach dem Munde reden

Archibald

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#1
Ich verkneife es mir den ganzen Artikel zu kommentieren, einen Ausschnitt daraus, einem sogenannten Fallrückzieher des besonders "Kruden" kann ich mir jedoch nicht verkneifen.

Ökonomentagung in Lindau: Nobelpreisträger Joseph Stiglitz auf Irrwegen - Konjunktur - Politik - Wirtschaftswoche
...Abhilfe könne eine weltweite progressive Steuer auf Kapitaleinkommen schaffen. Wandere das Geld so von den sparsamen Reichen zu den konsumfreudigen Armen, so stimuliere dies die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.

Doch das ist eine krude Behauptung. Schon die Klassiker der Nationalökonomie haben gewusst, dass die Ersparnis die Basis für die Investitionen ist.
Nicht erst ab hier zeigt der Autor des Artikels zumindest eine gewisse Betriebsblindheit und bestätigt indirekt den Herrn, den er doch fast schon verzweifelt zu widerlegen sucht.

Gibt ein Reicher Geld aus, so erwirtschaftet er damit immer auch einen Gewinn, gibt ein Armer Geld aus, so bezahlt er zugleich derlei Gewinne mit.
Die Wirtschaft jedoch funktioniert nur solange die, die Gewinne einfahren, in einem gesunden Verhältnis zu jenen stehen die permantent "Draufzahlen". Das sind in der Regel abhängig Beschäftigte die (Wertmäßig gesehen) immer mehr ausgeben müssen, als sie selbst erwirtschaften dürfen.

Das gilt auch dann, wenn die Ersparnis von den Reichen stammt.
Falsch und nachfolgend belegt der Autor das auch gleich...

Die durch Ersparnisse finanzierten Investitionen kurbeln die gesamtwirtschaftliche Nachfrage an,
passt bis dahin...
erhöhen den Kapitalstock der Wirtschaft
Grottenfalsch. Der Kapitalstock ist der Gesamtmsatz, nicht aber Gewinn und daraus resultierende Investition.

Der Gewinn, den der "Investor" mit Investitionssumme X erzielten "muss", muss ja von Dritten (Käufern/Abnehmern) finanziert werden.
Also jeweils Invest+Gewinnmarge was sich dynamisch steigert.
Dabei beißen den letzten die Hunde. Den abhängig Beschäftigten, der einerseits bereits mit seiner Arbeitskraft für einen "Investor", durch diesen gesteuert, Gewinne erarbeitet, dann aber andererseits die Produkte, die er selbst einmal erzeugt hat, zu einem weit höheren Preis wieder erstehen muss.

Letztlich resultiert der Umstand, dass Reiche immer Reicher werden und Arme immer ärmer, aus genau dem Prinzip und es wird unübersehbar, sobald das Gleichgewicht gestört ist.

Das hierbei eigentlich ausgleichend agierende Korrektiv, der Staat, ist heute leider ebenso zum billigen nur noch gewinnorientierten "Investor" verkommen und macht das Problem damit erst wirklich schlimm. Er verteilt seit ca. 2000 nicht mehr um und korrigiert somit, sodass dem zu viel Kapital-Zufluss "Oben" der Weg über Steuern wieder nach Unten geebnet wird und somit wieder zurückfließen kann, er sorgt im Gegenteil dafür dass "oben", durch falsche "Investitionen" wie erosive Steuererleichterungen, ein Kapitalstau der sich Kontraproduktiv auswirkt entsteht, weil Kapital in Reinform immer mehr Kapital (Zinsen etc.) benötigt bzw. ansaugt, um sich selbst zu finanzieren. Dieses Kapital zu finazieren benötigt aber immer jemanden der es "verliert", bevor es ein anderer einnehmen kann. Wobei wir im besten Fall wieder bei (immer weniger) abhängig Beschäftigten wären, im schlimmsten Fall bei "Blasen", Badbanks und Steuerzahlern.

und steigern so das langfristige Wachstumspotenzial. Dass Stiglitz diese Zusammenhänge verschweigt, gibt Anlass zu der Vermutung, dass es ihm weniger um Wachstum als um Umverteilung geht.
LOL!
Der Autor des Artikels missdeutet das weil Stiglitz derlei bereits "eingepreist" hat und sodann zwangsläufig wieder beim Umverteilen landet, denn genau das ist neben der Staatsfinanzierung auch eine der Hauptaufgaben des Steuersystems und trägt dazu bei dass das System möglichst lange friedlich und relativ ausgeglichen funktioniert.

Das Macht kaufende Vorgehen seit Schröder in Sachen Steuergeschenken zeigt, da es ja weltweit Schule macht, derzeit immer anschaulicher was passiert wenn sich zu viel Kapital in zu wenigen Händen ansammelt.

Immer mehr Hunger, Not und Arbeitslosigkeit auf der einen und immer mehr unverhohlene Machtgier auf der "Shareholder"-Leader Seite.
Staaten ,bzw. deren Regierungen, werden immer machtloser bzw. zum Spielball finanziell potenter Interessen, Interessen die ohne jegliche "Grundgesetze" oder Ordnungen außerhalb einer die Völker, die Menschen insgesamt immer mehr entrechtenden und nur Monetär interessierten Kapitalmafiaverbundes, aGIERen.

Letzteres zeigt auch warum Grund- und Menschenrechte real derzeit in Deflation befindlich, immer mehr kapitalen Interessen geopfert werden, was letztlich nur in Kriegen und/oder Lohnsklaverei münden kann.

Ja, Herr Fischer, Despoten und ihre Wasserträger bemerken ihre Betriebsblindheit nicht, die Geschichte hat sie aber immer eingeholt :icon_mrgreen:

LG, Archibald
 
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