Weltsozialforum in Tunesien

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ethos07

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TAZ vom 25.03.2013:


Weltsozialforum in Tunesien

Die Revolution kriegt Besuch

Das Weltsozialforum findet erstmalig in einem arabischen Land statt. Viele glaubten, es sei zu früh. Nun gibt es einen Deal: Keine Kritik am tunesischen Regime. von Christian Jakob

Tunesien ist noch nicht zur Ruhe gekommen: Beerdigung des sozialistischen Oppositionellen Chokri Belaïd. Bild: reuters

Werden sie stolze Gastgeber sein? Oder bleibt am Ende nur das Gefühl, dass sie gescheitert sind und nicht mal eine einzige Konferenz abhalten können, ohne dass der Staat sie kontrolliert? Seit Wochen bereitet sich die Studentin Sinda Garziz auf das Weltsozialforum vor – jenes am Dienstag beginnende Treffen von rund 30.000 Globalisierungsgegnern. Garziz ist Teil der tunesischen Zivilgesellschaft, die der Arabische Frühling hervorgebracht hat. Mit ihrer Organisation „Article 13“ wird sie auf dem Forum über Migration sprechen.

„Eine andere Welt ist möglich“, der von den mexikanischen Zapatisten erfundene Slogan des Forums, „genau das haben wir uns damals ja auch gedacht“, sagt sie. Damals, als Garziz und Hunderttausende Tunesier eine Revolution herbeidemonstrierten und den Diktator Ben Ali gestürzt hatten. Wochenlang boten sie Polizei und Geheimdienst auf den Straßen die Stirn, rund 80 Menschen wurden dabei getötet, doch am Ende trugen sie den Sieg gegen das Regime davon.

Einige machten sich danach auf in den Senegal, zum letzten Weltsozialforum. Während in Ägypten und in Libyen noch gekämpft wurde, liefen die jungen Revolutionäre, eingehüllt in Tunesienfahnen, durch Dakar – bejubelte Stars des Arabischen Frühlings. Für die globalisierungskritische Bewegung, der die Frische schon vor einiger Zeit abhanden gekommen war, avancierten sie zu Symbolen eines neuen Aufbruchs.

Doch die Tunesier waren nicht nur gekommen, um sich feiern zu lassen. Sie verlangten, dass das nächste Forum bei ihnen stattfinden müsse: Als Verneigung vor der Arabellion, aber auch als Rückendeckung ihrer demokratischen, säkularen Bewegung. Denn die hatte zwar Ben Ali gestürzt, aber keine neue Ordnung geschaffen. „Schon damals war die Fragilität dieser Prozesse klar“, sagt Hugo Braun, der für Attac im Internationalen Rat des Weltsozialforums sitzt. „Die Entscheidung, das Forum nach Tunis zu geben, war ein Akt der Solidarität mit dieser Bewegung.“...
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Weltsozialforum in Tunesien: Die Revolution kriegt Besuch - taz.de
 
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