• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen,

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

narssner

Neu hier...
Mitglied seit
1 Nov 2005
Beiträge
150
Bewertungen
1
eine Detailfrage zu einem Beitrag, den ich irgendwo gelesen habe. Muß es sich ein Arbeitslosengeld zwei Empfänger inzwischen wirklich gefallen lassen, daß bei einer an sich zulässigen Untersuchung eines Amtsarztes Blut und Urin entnommen und untersucht werden?
narssner
 
E

ExitUser

Gast
Mal kurz geagt :
Urinabgabe stellt keine körperliche Verletzung im Sinne des Gesetzes dar, Blutstabnahmen aber schon. Blutabnahmen sind dann immer eine Körperverletzung, da hier gestochen werden muss und ein Risiko ist, sich etwas einzufangen oder sonst zu schaden zu kommen. Urin muss - normalerweise eh abgelasen werden. :mrgreen:
Auch die Polizei darf genau genommen erst dann Blutabnahmen veranlassen wenn ein Richter dies angeordent hat.- Zum Beispiel wegen Unfall im Suff mit dem Auto oder so-. (Zuerst kommen aber die
berühmeten Pustegeräte zum Einsatz , die keine Körperverletzung sind, und derer sich auch 99% nicht verweigern )

Das Arbeitsamt selbst hat weder medizinisch geschulte Leute und schon gar keine Richter, die mal eben anberaumen können, dass hier Blut abgenommen wird.
Man sollte dem energisch wiedersprechen und nach den Gründen fragen, die dann bitte schriftlich darzulegen sind. Wenn dann eine Leistungskürzung droht , dem nicht nur wiedersprechen, sondern ob dieser wllkür direkt gleich mnal die Geichte anrufen.
Es kann ja wohl nicht sein, dass in unserem Staat Arbeitslose noch schechter als mutmassliche Kriminelle gestellt werden.

Nun ist es aber so: Blutabnahmen können durchaus erforderlich sein, um den allgemeinen Zustand zu eruieren, aber die Art und er Umfang der vorgenommenen Untersuchungen sollte sich darauf beschränken. Zusätzlicher Untersucheungen solte man nur zustimmen, wen es einem sinnvoll erscheint und alles andere ausschliesen auf dem Zettel dazu.Da unrechtmässig erhobene Indizien an sich von zeiffelhaften wert sind, bewegt sich eine Behörde auf dünnem Eis, die sich auf etwas beruft, was sie eigentlich nicht wisen dürfte- < GERICHT.


Ich pers, warte noch auf den Tag, wo von solchen Proben "Beweismaterial" von Kindern abgenommen wird zum Nachweis von Bedarfsgemeinschaften.
Kostenpunkt : 4500 Euro pro Fall mal X zu Lasten es Steuerzahlers.
Schöne neue Welt.
 
E

ExitUser

Gast
Blutabnahmen können durchaus erforderlich sein
Da jeder vernünftige Hausarzt bei seinen kranken Patienten regelmäßg Blutuntersuchungen macht, dürfte es reichen, wenn man die letzen Ergebnisse zur Untersuchung mit bringt. Es werden ja ohnehin Arztberichte von den Ärzten der (Arge) gefordert. Angeblich will man ja Doppeluntersuchungen meiden :p
 

harzallerliebst

Neu hier...
Mitglied seit
5 Nov 2005
Beiträge
43
Bewertungen
0
nur der Übermittlung funktioneller Diagnosen zustimmen

Dann darf der Arzt im Grunde lediglich deine Einschränkungen, nicht aber Befunde oder Krankheitsbilder weitergeben. Könnte man zumindest versuchen. Würde mich wundern, wenn die damit nicht zufrieden sind.
Bei der Sacharbeiterfluktuation kann man das mit der Vertraulichkeit in der ARGE wohl getrost vergessen!
Wer weiß wo man denen später wieder begegnet und was die Aushilfskräfte dort in 1-2 Jahren sind.
Ob der wenn er woanders jobbt, sich dann noch an irgendwelche Vertraulichkeitserklärungen erinnern will oder kann? Die Zeiten wo man es mit seriösen vertrauenswürdigen Beamten auf Lebenszeit abgesichert mit Eid auf die Verfassung etc. zu tun hat scheinen vorbei.
 

hummellinge

Neu hier...
Mitglied seit
8 Dez 2005
Beiträge
93
Bewertungen
0
zum Thema Amtsarztuntersuchung

Hallo,

ich kenne die Sachen und durfte an so einer Untersuchung auch schon teilnehmen und war erschrocken über die Verfahrensart bei dieser "Veranstaltung"....

1. Einladung unter Mitbringen aller Beipackzettel der Medikamente die man einnimmt....
2. alle Röntgenbilder, CT´s und MRT´s! da reichten nicht die Befunde wohl gemerkt


Bei der Untersuchung dann vor Ort war ich erschüttert über den Doktor (also ich kenne solche medizinischen Gutachten und der Arzt war davon weit entfernt...).

Als erstes stellte dieser Mensch die Medikation in Frage - wobei ich dabei nicht mal schmerzfrei war. Dann folgte die Beschau der Bilder - die dazu abgegebenen Kommentare fand ich beleidigt, aber naja jeder hat das Recht auf seine Meinung. Als letztes und schlimmstes kam die Untersuchung. Dieser Mensch, der sich da wohl als Arzt bezeichnet hat, hat mich so toll untersucht, das ich am gleichen Tag noch ins Krankenhaus zur Notbehandlung musste... Mein Doc, der froh war, das ich soweit einigermaßen an den Krücken gehen konnte ist bald geplatzt.

Dann hat mein Neurochirug (also ich muss dazu erklären meine Lendenwirbelsäule ist hin und hab schon einige Jahre einen SChwerbeschädigtenausweis) das Gutachterergebnis angefordert, weil ich es nicht bekommen habe. Ich dachte er geht wie eine V1 durch die Decke. Er hat sich dann um den Doc gekümmert und meinte nur zu mir, wenn ich dieses Gutachten in der Form anerkenne, kann ich mir schon mal einen Rollstuhl zulegen....

So viel zu einem Amtsarzt vom Arbeitsamt. Ich stehe diesen Menschen vom Amt mit sehr großer Distanz gegenüber und hoffe jeder der da untersucht wird, passt auf sich aus. Ich bin auch unvoreingenommen hingegangen und bin im Krankenhaus gelandet.... Aber diese Kosten, die durch das Amt verursacht worden sind mir bis heute nicht erstattet worden....

Hummel
 

MarcoW75

Neu hier...
Mitglied seit
6 Dez 2005
Beiträge
18
Bewertungen
0
@Hummellinge

Und was macht man,wenn man weder Röntgenbilder,noch CTs oder MRTs hat ? Ich bin mit ´ner krummen Wirbelsäule geboren,kriege sofort tierische Rückenschmerzen,wenn ich mehr als ein paar Minuten eine körperlich anstrengende Arbeiten erledige. Die dauern dann meist 3-4 Tage an. Beim Doc war ich deswegen zwar schon mehrmals,aber der meinte,daß das wohl mit meinem Wirbelsäulenschaden zusammenhängt.Mehr als ein paar Schmerztabletten hat der nicht verschrieben. Ergo geh ich gar nicht mehr hin,wenn ich Probleme mit dem Rücken hab,sondern schmeiße selbst Schmerzmittel ein. Geröntgt wurde ich deswegen vor ca 8 Jahren bei der Musterung und nochmal vor 6 Jahren im Auftrag des Amtsarztes,allerdings hab ich von beiden Untersuchungen davon keine Bilder. Langer Rede,kurzer Sinn: Ich hab zwar regelmäßig Rückenprobleme,kanns aber nicht wirklich nachweisen,da ich deswegen nicht in dauerhafter ärztlicher Behandlung bin. Weil mir die Besuche dort außer Umständen nichts bringen. Und DAS muss man erstmal einem Amtsarzt beibringen.
Über das Thema unfähiger Amtsarzt kann ich auch was erzählen.Hingeschickt wurde ich wegen ´ner Atemwegserkrankung und (zusätzlich) den erwähnten Rückenproblemen. Hauptgrund waren aber die Atemwegserkankungen. Ich bin also hingetrabt und hab dem als Arzt verkleideten Schlipsträger Rede und Antwort gestanden. Hat sich Erlaubsnis eingeholt,von Orthopäde und Wehrdienstverwaltung meine Unterlagen zu besorgen. Gott,was der alles wissen wollte. Sogar welche Krebsarten es in der Verwandtschaft gab,wollte er wissen. Und als er wissen wollte,wie sich meine Penicillin-Allergie auswirkt,hab ich ihm wahrheitsgemäß gesagt,daß ich das sicher nicht ausprobieren werde,nur damit er´s erfährt. Daraufhin ist er fast explodiert,weil ich so unverschämt gewesen sei,ihm nicht ernsthaft zu antworten. Ach ja..der praktische Teil der Untersuchung lief dann so ab,daß ich gewogen und vermessen wurde. Als Atemwegsuntersuchung wurde lediglich das Lungenvolumen gemessen. Und als Rückenuntersuchung durfe ich mich einmal nach rechts und links beugen und mit ´ner Art Handmuskeltrainer meine Kraft in der linken Hand unter Beweis stellen. Dann war die Untersuchung beendet,wurde allerdings noch in eine externe Röntgenpraxis geschickt,von wo er die Bilder anfordern wollte. Nur:von dort hat er die Bilder nie angefordert,wie mir eine Sprechstundenhilfe in der Röntgenpraxis später erklärte. Das erklärt auch,wieso das Gutachten schon 1 Tag später fertig war. Offenbar hat die Atemwegserkrankung ausgereicht,um ein passendes Gutachten für den Zweck der Anforderung auszustellen. In dem Gutachten stand allerdings nur was von einer Atemwegserkrankung,nix von einem Rückenschaden.Und das Ende vom Lied:In der Anforderung des Gutachtens steht was von Rückenschaden,im Gutachten jedoch nicht. Und das fällt mir immer wieder auf die Füße,denn das Amt ist der Meinung,daß das dann nicht vorhanden ist. Widerspruch ist abgelehnt worden,da ein amtsärztliches Gutachten kein Verwaltungsakt ist. Ach ja..und aktuell hat ein Amtsarzt eben aufgrund dieses Gutachtens entschieden,eben wegen dieser Rückengeschichte. Morgen muss ich deswegen hin,weil mir das Ergebnis mitgeteilt werden soll. Mal schauen,was rauskommt. Da die Untersuchung damals nur am Rande ablief und nicht im Gutachten besprochen wurde,könnte ich mir schon vorstellen,daß das Amt das zu meinem Nachteil auslegen will....sonst hätten die mich neu untersucht.

Marco
 
E

ExitUser

Gast
Medien-Information Nr. 26/05



Weigerung des Arbeitslosen, sich amtsärztlich untersuchen zu lassen - allein kein Grund, Bewilligung von Arbeitslosenhilfe wegen Änderung der Verfügbarkeit aufzuheben


Der 1949 geborene, in Südbaden lebende Kläger bezog seit Jahren Lohnersatzleistungen wegen Arbeitslosigkeit, als ihm das Arbeitsamt die Teilnahme an einer Maßnahme der Eignungsfeststellung anbot. Zwei Tage nach Beginn der Maßnahme meldete sich der Kläger arbeitsunfähig krank; nach Genesung setzte er die Maßnahme trotz einer Aufforderung des Arbeitsamts nicht fort. Das Arbeitsamt veranlasste daraufhin die Klärung der Leistungsfähigkeit des Klägers durch ein amtsärztliches Gutachten. Der Kläger erschien zwar bei der Gutachterin, erklärte jedoch, sich momentan nicht untersuchen lassen zu wollen. Das Arbeitsamt hob daraufhin die Bewilligung von Arbeitslosenhilfe auf, weil der Kläger der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung stehe. Diese Entscheidung wurde in den Vorinstanzen bestätigt. Nach Auffassung des Landessozialgerichts war die Leistungsaufhebung wegen Änderung der Verhältnisse gerechtfertigt. Eine rechtserhebliche Änderung sei hier darin zu sehen, dass beim Kläger nach seiner Weigerung, sich untersuchen zu lassen, die Verfügbarkeit für die Arbeitsvermittlung und damit eine wesentliche Voraussetzung für den Anspruch auf Lohnersatzleistungen wegen Arbeitslosigkeit nicht mehr vorgelegen habe.

Auf die Revision des Klägers wurde die zweitinstanzliche Entscheidung aufgehoben und die Sache an das LSG zur erneuten Verhandlung und Entscheidung zurückverwiesen. Das LSG hat die nach § 48 SGB X erforderliche Änderung der Verhältnisse als Voraussetzung für die Aufhebung der Bewilligung von Arbeitslosenhilfe nicht festgestellt. Es hat, wie bereits das Arbeitsamt (heute: Agentur für Arbeit), den Wegfall der Verfügbarkeit, dh der Fähigkeit zur Ausübung einer versicherungspflichtigen Tätigkeit (objektive Verfügbarkeit) und der Arbeitsbereitschaft (subjektive Verfügbarkeit) zu Unrecht allein aus der Weigerung des Klägers gegenüber dem Arbeitsamt abgeleitet, sich amtsärztlich untersuchen zu lassen. Dies stellt in Bezug auf die Verfügbarkeit keine Änderung der Verhältnisse dar, sondern allenfalls ein Aufklärungshindernis. Verwaltung und Sozialgerichte sind aber grundsätzlich verpflichtet, das Vorliegen der maßgebenden Anspruchsvoraussetzungen von Amts wegen aufzuklären. Kommen wegen des Verhaltens des Arbeitslosen weitere Ermittlungsmöglichkeiten nicht in Betracht, so kann sich dies im Rahmen der Beweiswürdigung zu Lasten des Arbeitslosen auswirken. Diese Voraussetzung ist vom LSG jedoch nicht festgestellt worden. Das LSG hat nicht wegen Beweislosigkeit eine Beweislastentscheidung getroffen. Es hat vielmehr, wie schon die Beklagte, statt der nach dem Untersuchungsgrundsatz notwendigen eigenen Aufklärung des Sachverhalts Rechtsfolgen der Regelungen über Mitwirkungspflichten nach den §§ 62, 66 SGB I herangezogen, die jedoch andere, hier nicht vor­liegende Voraussetzungen haben (ua Ermessensentscheidung der Verwaltung, schriftlicher Hinweis auf die Folgen fehlender Mitwirkung).

Az.: B 7a/7 AL 102/04 R T. ./. Bundesagentur für Arbeit
http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=ps&Datum=2005&Sort=3&nr=9125&anz=32&pos=6&Frame=2
 

miknuth1

Neu hier...
Mitglied seit
19 Okt 2005
Beiträge
34
Bewertungen
0
Re: @Hummellinge

MarcoW75 schrieb:
Und was macht man,wenn man weder Röntgenbilder,noch CTs oder MRTs hat ? Ich bin mit ´ner krummen Wirbelsäule geboren,kriege sofort tierische Rückenschmerzen,wenn ich mehr als ein paar Minuten eine körperlich anstrengende Arbeiten erledige. Die dauern dann meist 3-4 Tage an.
marco, das gleiche problem habe ich auch, habe deshalb einenen schwerbeschädigtenauswweis, trotzdem haben die mich in eine maßnahme mit schwerer körperlicher arbeit gesteckt - nun gut, ich habe gesagt, dass ich es zumindest versuchen werde.

nach drei tagen war feierabend, die schmerzen waren nur im suff zu ertragen, der arzt schreibt mir nun aber keinen krankenschein, weil ich ja kein arbeitsverhältnis habe und selbst einschätzen müsse, inwieweit ich meine wirbelsäule belasten kann - das hat man nun von seiner gutmütigkeit.

nun morgen habe ich gleich zwei termine bei meiner arge, sollen die sich ein platte machen, wie sie weiter mit mir verfahren, auf jeden fall sollen die sich nicht wagen, meine leistungen zu kürzen. :uebel:
 

Koschka

Neu hier...
Mitglied seit
12 Okt 2005
Beiträge
39
Bewertungen
0
Ich konnte aus den Beiträgen nicht deutlich erkennen, warum diese Untersuchungen durch Amtsärzte gefordert wurden. Ging es in diesen Fällen darum, dass bestimmte Arbeiten abgelehnt oder dass körperliche Einschränkungen bewiesen werden sollten ?

Wehret den Anfängen, sonst heisst es bald wieder: Links raus, rechts raus
ala Dr. Mengele.
 
E

ExitUser

Gast
Koschka schrieb:
Ich konnte aus den Beiträgen nicht deutlich erkennen, warum diese Untersuchungen durch Amtsärzte gefordert wurden. Ging es in diesen Fällen darum, dass bestimmte Arbeiten abgelehnt oder dass körperliche Einschränkungen bewiesen werden sollten ?

Wehret den Anfängen, sonst heisst es bald wieder: Links raus, rechts raus
ala Dr. Mengele.
das ist ganz einfach, die Arge gibt den Auftrag raus, das du zum med. Dienst geladen wirst. Der soll feststellen, ob du noch täglich 3 Std. arbeitet kannst. Wenn ja drückt man dir einen 1 € Job aufs Auge. Wenn nicht- versucht man dich aus dem Leistungebezug zu werfen.
Diese Spiel treibt man gerne mit Arbeitslosen, die eine körperliche oder gesundheitliche Einschränkung haben.
 
E

ExitUser

Gast
Guten Morgen alle miteinander.
Den Beitrag von bschlimme kann ich nur bestätigen,da es mir auch so erging.
Bevor man zur amtsärztlichen Untersuchung geht,sollte man sich gut vorbereiten und sich selber fragen,welche Tätigkeiten sind auf Grund meines Krankheitsbildes noch auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt möglich.
 

medea

Neu hier...
Mitglied seit
27 Feb 2006
Beiträge
95
Bewertungen
0
Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen ?

Hallo Leute

habe mit Spannung eure schreiben zu diesem thema gelesen und habe auch ne frage dazu.
Mein Freund war auch gerade zu einer solchen Untersuchung u. zwar beim Gesundheitsamt. Er war vor etlichen Jahren mal in einem substituitionsprogramm ist aber seit 3 J. clean u. jetzt soll er urin u. blut abgeben. um 1. zu prüfen ob er doch noch was nimmt oder noch substituiert wird u. sie wollen sehen wie seine leberwerte sind ob er nicht vielleicht auf alk umgestiegen ist. Die vom Gesundheitsamt waren nicht mal fähig blut abzunehmen daher soll er jetzt zu seinem Hausarzt der diese untersuchungen dann machen soll und die ergebnisse der ARGE mitteilen soll.
Sind diese untersuchungen rechtmässig ?
Geht hier nur ums prinzip.
:stern: bey medea
 

markofreak

Neu hier...
Mitglied seit
26 Jul 2005
Beiträge
18
Bewertungen
0
Re: @Hummellinge

MarcoW75 schrieb:
Und was macht man,wenn man weder Röntgenbilder,noch CTs oder MRTs hat ? Ich bin mit ´ner krummen Wirbelsäule geboren,kriege sofort tierische Rückenschmerzen,wenn ich mehr als ein paar Minuten eine körperlich anstrengende Arbeiten erledige. Die dauern dann meist 3-4 Tage an. Beim Doc war ich deswegen zwar schon mehrmals,aber der meinte,daß das wohl mit meinem Wirbelsäulenschaden zusammenhängt.Mehr als ein paar Schmerztabletten hat der nicht verschrieben. Ergo geh ich gar nicht mehr hin,wenn ich Probleme mit dem Rücken hab,sondern schmeiße selbst Schmerzmittel ein. Geröntgt wurde ich deswegen vor ca 8 Jahren bei der Musterung und nochmal vor 6 Jahren im Auftrag des Amtsarztes,allerdings hab ich von beiden Untersuchungen davon keine Bilder. Langer Rede,kurzer Sinn: Ich hab zwar regelmäßig Rückenprobleme,kanns aber nicht wirklich nachweisen,da ich deswegen nicht in dauerhafter ärztlicher Behandlung bin. Weil mir die Besuche dort außer Umständen nichts bringen. Und DAS muss man erstmal einem Amtsarzt beibringen.
Über das Thema unfähiger Amtsarzt kann ich auch was erzählen.Hingeschickt wurde ich wegen ´ner Atemwegserkrankung und (zusätzlich) den erwähnten Rückenproblemen. Hauptgrund waren aber die Atemwegserkankungen. Ich bin also hingetrabt und hab dem als Arzt verkleideten Schlipsträger Rede und Antwort gestanden. Hat sich Erlaubsnis eingeholt,von Orthopäde und Wehrdienstverwaltung meine Unterlagen zu besorgen. Gott,was der alles wissen wollte. Sogar welche Krebsarten es in der Verwandtschaft gab,wollte er wissen. Und als er wissen wollte,wie sich meine Penicillin-Allergie auswirkt,hab ich ihm wahrheitsgemäß gesagt,daß ich das sicher nicht ausprobieren werde,nur damit er´s erfährt. Daraufhin ist er fast explodiert,weil ich so unverschämt gewesen sei,ihm nicht ernsthaft zu antworten. Ach ja..der praktische Teil der Untersuchung lief dann so ab,daß ich gewogen und vermessen wurde. Als Atemwegsuntersuchung wurde lediglich das Lungenvolumen gemessen. Und als Rückenuntersuchung durfe ich mich einmal nach rechts und links beugen und mit ´ner Art Handmuskeltrainer meine Kraft in der linken Hand unter Beweis stellen. Dann war die Untersuchung beendet,wurde allerdings noch in eine externe Röntgenpraxis geschickt,von wo er die Bilder anfordern wollte. Nur:von dort hat er die Bilder nie angefordert,wie mir eine Sprechstundenhilfe in der Röntgenpraxis später erklärte. Das erklärt auch,wieso das Gutachten schon 1 Tag später fertig war. Offenbar hat die Atemwegserkrankung ausgereicht,um ein passendes Gutachten für den Zweck der Anforderung auszustellen. In dem Gutachten stand allerdings nur was von einer Atemwegserkrankung,nix von einem Rückenschaden.Und das Ende vom Lied:In der Anforderung des Gutachtens steht was von Rückenschaden,im Gutachten jedoch nicht. Und das fällt mir immer wieder auf die Füße,denn das Amt ist der Meinung,daß das dann nicht vorhanden ist. Widerspruch ist abgelehnt worden,da ein amtsärztliches Gutachten kein Verwaltungsakt ist. Ach ja..und aktuell hat ein Amtsarzt eben aufgrund dieses Gutachtens entschieden,eben wegen dieser Rückengeschichte. Morgen muss ich deswegen hin,weil mir das Ergebnis mitgeteilt werden soll. Mal schauen,was rauskommt. Da die Untersuchung damals nur am Rande ablief und nicht im Gutachten besprochen wurde,könnte ich mir schon vorstellen,daß das Amt das zu meinem Nachteil auslegen will....sonst hätten die mich neu untersucht.

Marco
Hallo Marco,

ich kenne solche Amtsärztlichen Untersuchungen (Gesundheitsamt; MDK). Man liest sich kurz die Berichte durch, horcht ab und meint, sich vom Klienten eine Meinung bilden zu können. Eine objektive Untersuchung ist das beim Amtsarzt nicht. M.E. steht das Ergebnis schon vorher fest.

Meiner Meinung nach dient eine amtsärztl. Untersuchung nur einem Zweck: Geld sparen, wo man nur kann, auch zum Nachteil der Patienten
 

Arco

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Feb 2006
Beiträge
4.272
Bewertungen
1
ich kenne solche Amtsärztlichen Untersuchungen (Gesundheitsamt; MDK). Man liest sich kurz die Berichte durch, horcht ab und meint, sich vom Klienten eine Meinung bilden zu können. Eine objektive Untersuchung ist das beim Amtsarzt nicht. M.E. steht das Ergebnis schon vorher fest.

Meiner Meinung nach dient eine amtsärztl. Untersuchung nur einem Zweck: Geld sparen, wo man nur kann, auch zum Nachteil der Patienten
Hi markofreak,

deine Aussage kann man so nicht stehenlassen. Sie ist wieder mal zu pauschal ! !
Obwohl solche Fälle selbstverständlich auch vorkommen und über einen Prozentsatz wollen wir uns wohl nicht streiten ....

Bei meiner Frau wollte das Amt auch Mehrarbeit durchsetzen um uns damit aus der Zahlung und Statistik zu drängeln.

Also sie sollte anstatt 25 Stunden in der Woche noch einen 2. Job machen oder in ihrem Beruf eine Vollzeitstelle.
Auf dem Hinweis hin das könnte sie gesundheitlich nicht, mußte sie zum ärztlichen Dienst des Arbeitsamtes...

Dort wurde festgestellt das das blödsinn wäre und die SB/FM bekam einen gehörigen "Anschiß" von der Ärztin ! !

Also nicht immer veralgemeinern ....
 

peppino

Neu hier...
Mitglied seit
22 Apr 2006
Beiträge
30
Bewertungen
0
WICHTIG! DATENSCHÜTZER STELLEN KLAR! GESETZ GEGEN GG!

Artikel bei Telepolis. Unbedingt lesen!

Peter Nowak 29.05.2006
Während die Kritik an Hartz IV wieder zunimmt, planen Koalitionspolitiker schon weitere Verschärfungen

Kritik an dem noch immer kurz Hartz IV genannten Gesetzespaket zur Arbeitsmarktreform wurde in den letzten Zeit schon häufig geäußert. Vor allem Betroffene, aber auch Gewerkschafter und linke Gruppen haben dagegen protestiert. Doch jetzt haben sich Datenschützer in die Debatte eingeschaltet.

In einer gemeinsamen Erklärung warnen Datenschützer von 15 Bundesländern davor, dass der Arbeitssuchende vom Gesetzgeber unter Generalverdacht gestellt wird. Die Gefahr sehen sie in einer Gesetzesmaßnahme, die von der Bundesregierung eingebracht wurde, im Eiltempo verabschiedet und noch im August 2006 in Kraft treten soll ( Hartz V in Vorbereitung?).

Das Hauptziel des Gesetzes ist, die Kostenlawine der Hartz-Gesetze zu begrenzen. Während Betroffenenvertretungen die gestiegenen Kosten damit erklären, dass der Gesetzgeber bei der Verabschiedung von einem viel zu geringen Anteil von Betroffenen ausgegangen ist, sieht die Regierung vor allem den Missbrauch des Gesetzes als Ursache für die Mehrausgaben.

Mit zusätzlichen Gesetzen und Kontrollmaßnahmen soll dagegen vorgegangen werden. Die Kritik der Datenschützer setzt an mehreren Punkten an. So sollen künftig Angehörige einer Wohngemeinschaft nachweisen, dass es sich dabei nicht um eine eheähnliche Gemeinschaft handelt.

Damit wird eine Umkehrung der Beweislast vorgenommen. Bisher mussten konkrete Anhaltspunkte vorliegen, dass es sich nicht um eine Zweck-Wohngemeinschaft handelt, damit die Behörden aktiv werden konnten. Nicht nur die Datenschützer fragen sich, wie im Einzelfall festgestellt werden kann, wann eine Wohnbeziehung eine eheähnliche Gemeinschaft ist. Da ist der Kontrollphantasien, unter Umständen von aufmerksamen Nachbarn, Tür und Tor geöffnet.

Auch der automatische Datenabgleich hinter dem Rücken der Betroffenen wird von den Datenschützern als Verletzung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung kritisiert. Künftig sollen auch andere Behörden über Arbeitssuchende Auskunft geben. So kann es passieren, dass jeder Arbeitssuchende erst einmal beim Kraftfahrtbundesamt nach dem Besitz eines PKW abgefragt wird.

Außerdem wird von den Datenschützern moniert, dass Telefonabfragen von Arbeitssuchenden zur angeblichen Überprüfung von Leistungsmissbrauch an private Call-Center vergeben werden. An diesem Punkt wird der Hinweis vermisst, dass kein Antragssteller verpflichtet ist, diese Fragen zu beantworten, die Teilnahme also absolut freiwillig ist.

Weitere Unklarheiten im Gesetzestext gibt es nach Ansicht der Datenschützer bei der Regelung der amtlichen Prüfer, die Antragssteller in ihren Wohnungen aufsuchen, um etwaige falsche Angaben zu enttarnen. Auch hier wird der klare Hinweis vermisst, dass diese Außendienstmitarbeiter kein Recht haben, die Wohnung von Antragstellern ohne deren Zustimmung zu betreten.

Eine Verweigerung darf für den Betroffenen keine negativen Folgen für seinen Antrag haben. Insgesamt kommen die Datenschützer zu einen vernichtenden Urteil der Gesetzesinitiative:

Es ist mit dem Menschenbild des Grundgesetzes nicht zu vereinbaren, auf diese Weise, alle Arbeitssuchenden, die Grundsicherung beantragen, unter Generalverdacht zu stellen.
Reduzierung bis auf Null

Die Bundesregierung zeigt sich bislang allerdings von dieser Kritik noch relativ unbeeindruckt. Beim gegenwärtigen Streit zwischen der SPD und den Unionsparteien um die Zukunft der Arbeitsmarktreform spielen die Sorgen der Betroffenen und die Proteste von Datenschützern und DGB keine Rolle.

Während die SPD die Reform auf der Grundlage von Hartz IV weiter entwickeln will, favorisieren führende Unionspolitiker einen ganz neuen Ansatz. Bei beiden Konzepten aber sollen die Bestimmungen für die Erwerbslosen verschärft werden.

Dabei hat sich besonders CSU-Generalsekretär Markus Söder als Scharfmacher profiliert und Erinnerungen an die Endphase der Weimarer Republik heraufbeschworen, wo mittellose Arbeitslose mit Suppenküchen vor dem Verhungern bewahrt wurden. "Wer zumutbare Arbeit ablehnt, dem muss bis auf Null gekürzt werden können", erklärte er. Zumutbar sei jede legale Arbeit.
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
Postest Du das jetzt in jeden Thread?? :| :|
 

peppino

Neu hier...
Mitglied seit
22 Apr 2006
Beiträge
30
Bewertungen
0
ZUR INFO

@ARIANA

Es sollen möglichst viele lesen. Nicht jeder schaut in jeden Thread!

Viele denken, dass man diese Schnüffler in die Wohnung lassen muss. Das stimmt nicht. Auch die Sanktionen sind verboten. Das ganze Optimierungsgesetzt ist widerrechtlich.
 

Arco

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Feb 2006
Beiträge
4.272
Bewertungen
1
:shock: :pfeiff: ich glaube du hast noch welche vergessen :dampf: :dampf:

...... dann mal schnell bevor die Leser ausgehen :pfeiff: :pfeiff:
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
das nennt man auch Spam oder Zwang, möchte mir noch aussuchen dürfen was ich lese und was nicht :dampf: :dampf:
 

peppino

Neu hier...
Mitglied seit
22 Apr 2006
Beiträge
30
Bewertungen
0
MDK - Andere Erfahrung

@arco

Ich habe da andere Erfahrungen gemacht. Zwar hat auch dieser Arzt nicht viel gemacht, aber er hat doch das bestätigt, was vor ihm schon andere festgestellt hatten. Dabei ging es nicht um körperliche Krankheiten, sondern um chronische Depressionen.

Zwar bin ich heute kein Hartz-IV-Empfänger, aber ich war lange arbeitslos und der Amtsarzt hat damals bestätigt, dass ich lediglich in meinem tatsächlichen Beruf eingesetzt werden darf. Also - von wegen jede "zumutbare" Arbeit.
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht und weigere mich gegen jede Pauschalisierung
 

Arco

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Feb 2006
Beiträge
4.272
Bewertungen
1
Re: MDK - Andere Erfahrung

peppino schrieb:
@arco

Ich habe da andere Erfahrungen gemacht. Zwar hat auch dieser Arzt nicht viel gemacht, aber er hat doch das bestätigt, was vor ihm schon andere festgestellt hatten. Dabei ging es nicht um körperliche Krankheiten, sondern um chronische Depressionen.

Zwar bin ich heute kein Hartz-IV-Empfänger, aber ich war lange arbeitslos und der Amtsarzt hat damals bestätigt, dass ich lediglich in meinem tatsächlichen Beruf eingesetzt werden darf. Also - von wegen jede "zumutbare" Arbeit.
Richtig, jeder macht seine Erfahrungen und die sind logischer weise nicht alle gleich .....

Nur in meinem obigen älteren Beitrag habe ich mich gegen diese Pauschalierungen gewandt " alle Amtstierärzte " seien Diener ihrer Herren .....

Das stimmt so nicht - OK ??
 

eisbaer

Elo-User/in
Mitglied seit
19 Mai 2006
Beiträge
275
Bewertungen
10
bschlimme schrieb:
Da jeder vernünftige Hausarzt bei seinen kranken Patienten regelmäßg Blutuntersuchungen macht, dürfte es reichen, wenn man die letzen Ergebnisse zur Untersuchung mit bringt. Es werden ja ohnehin Arztberichte von den Ärzten der (Arge) gefordert. Angeblich will man ja Doppeluntersuchungen meiden :p

In meinem Falle ist das definitiv nicht so. Vorliegende MRT-Befunde, CT-Befunde, Blut etc., bereits gemachte Gutachten von Ärzten im Rahmen der Feststellung durch das Landesversorgungsamt (SB-Ausweis) - alles das zählt für das AA nicht! Alle Untersuchungen werden durch eigens vom AA beauftragten Ärzten nochmals vorgenommen und gegebenfalls revidiert - so der letzte Stand der Dinge in meinem Falle. Ein MDK-Arzt hat schon vom Schreibtisch aus festgestellt, dass ich eigentlich gesund wäre. Gesehen hat der mich nie, die Unterlagen wurden von meinem Arzt auch nie angefordert, der Arzt wurde auch nie konsultiert.
Tut mir leid, wenn sich einige wieder aufregen, wegen meines angeblichen Zynismus - aber die folgende Szene ist Realität gewesen, als mich auf meine Behinderungen wagte, hinzuweisen:
Sie werden sich wundern, bei uns lernen Lahme wieder Gehen und Blinde wieder Sehen - Zitat einer jungen Arbeitsvermittlerin (jünger als meine jüngste Tochter!), bei meinem ersten Antrittsbesuch als ich die Kündigung hatte, die damit meinte etwas ganz besonders Cooles von sich gegeben zu haben
 

ofra

Neu hier...
Mitglied seit
18 Jul 2006
Beiträge
1.924
Bewertungen
2
bestimmt wird die ganze prozedur in zukunft gestrafft, um aufwand und kosten zu sparen. da darf man dann gleich direkt beim SB in den papp-becher pieseln :mrgreen: (hoffe, dass es dabei nicht zu verwechslungen mit dem :pause: becher kommt ...) :lol:
 

eisbaer

Elo-User/in
Mitglied seit
19 Mai 2006
Beiträge
275
Bewertungen
10
ich bin jetzt soweit, dass ich mich erstmal runtergetourt habe und mich nicht verrückt mache, ob dem, was da kommen könnte. Jetzt habe ich erstmal noch etwas Zeit, vielleicht fällt mir was ein - na und wenn nicht - 5,1 Milliionen andere müssen da auch durch. Zeit zum aufregen ist dann immernoch.
 

ofra

Neu hier...
Mitglied seit
18 Jul 2006
Beiträge
1.924
Bewertungen
2
ja es ist immer wieder ein trost, wenn man sich bewusst macht, dass tausende andere das gleiche schicksal erleiden.
was uns nicht umbringt, macht uns nur härter. solange wir nicht gefoltert werden, können wir uns glücklich schätzen. und falls das doch irgendwann mal kommen sollte, gibt es immer noch den freitod, den wir aus freien stücken wählen ...
:party:
 

eisbaer

Elo-User/in
Mitglied seit
19 Mai 2006
Beiträge
275
Bewertungen
10
:stop:
eine derartig fatale Schicksalsergebenheit meinte ich eigentlich nicht.
Mehr die Tatsache, dass man, so man es in Ruhe angeht, mehr Wirksames dagegen tun kann.
 

Hensen

Neu hier...
Mitglied seit
28 Aug 2006
Beiträge
11
Bewertungen
0
Den Hausarzt von der Schweigepflicht entbinden...?

Hallo, ich weiss nicht ob ich in diesem Forum richtig bin, wäre aber für einen Tipp sehr dankbar....ich leide schon seit vielen Jahren an Angststörungen, Eßstörungen und Depressionen. Jetzt musste ich Hartz 4 beantragen....habe auch ein Attest von Hausarzt vorgelegt und soll jetzt auch zum medizinischen Dienst.....mein Arbeitsvermittler hat mir einen Fragebogen mitgegeben, den ich ausfüllen soll. Da muss ich meine Hausarzt von der Schweigepflicht entbinden. Es ist freiwillig, ich möchte auch kooperieren... ich makiere ja nicht....aber ich habe schon soviel Schlimmes gehört, dass ich mich frage, ob es gut ist, den Hausarzt von der Schweigepflicht zu entbinden? Oder kann ich das ohne Sorge machen?

Danke

Hensen
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
wenn Du Deinen Arzt nicht von der Schweigepflicht entbindest kann er der ARGE keine Auskunft über Deinen Gesundheitszustand geben, das aber ist wichtig für eine Arbeitsvermittlung oder Eingliederungsvereinbarung, also ich selber habe da nie Probleme mit gehabt.

Du musst es aber selber entscheiden, wenn Du es nicht tust musst Du halt damit rechnen das Du Arbeiten angeboten bekommst die Deinem Gesundheitszustand nicht entsprechen
 

Müllemann

Neu hier...
Mitglied seit
14 Apr 2006
Beiträge
298
Bewertungen
0
Re: Den Hausarzt von der Schweigepflicht entbinden...?

Hensen schrieb:
Hallo, ich weiss nicht ob ich in diesem Forum richtig bin, wäre aber für einen Tipp sehr dankbar....ich leide schon seit vielen Jahren an Angststörungen, Eßstörungen und Depressionen. Jetzt musste ich Hartz 4 beantragen....habe auch ein Attest von Hausarzt vorgelegt und soll jetzt auch zum medizinischen Dienst.....mein Arbeitsvermittler hat mir einen Fragebogen mitgegeben, den ich ausfüllen soll. Da muss ich meine Hausarzt von der Schweigepflicht entbinden. Es ist freiwillig, ich möchte auch kooperieren... ich makiere ja nicht....aber ich habe schon soviel Schlimmes gehört, dass ich mich frage, ob es gut ist, den Hausarzt von der Schweigepflicht zu entbinden? Oder kann ich das ohne Sorge machen?

Danke

Hensen

das Schlimme bestätigt sich tagtäglich wieder.

Aufgrund meiner kürzlich gemachten Erfahrung kommt ein klares NEIN
- lege statt dessen das Attest des Hausarztes vor, wenn schon älter, eben ein neues

Datenschutz wird in den ARGEn ganz klein geschrieben (erinnere an den Witz d. Tages)
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
Dann rechne damit wenn Du das nicht machst das Du alle möglichen Jobs angeboten bekommst und auch annehmen musst weil Dein Gesundheitszustand ja nicht berücksichtigt wird.

Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, ausserdem wenn man möchte das Krankheiten berücksichtigt werden dann muß man sie auch nachweisen können, ein Gutachten vom Hausarzt reicht da nicht aus
 

Müllemann

Neu hier...
Mitglied seit
14 Apr 2006
Beiträge
298
Bewertungen
0
es geht doch, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, um die Schweigepflichtsentbindung für die Ärzte oder habe ich etwas überlesen, weil meine Brille einer gründlichen Reinigung bedarf
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
richtig und wozu? Um festzustellen wofür der Arbeitslose einsatzfähig ist, oder? ;)
 

Müllemann

Neu hier...
Mitglied seit
14 Apr 2006
Beiträge
298
Bewertungen
0
Arania schrieb:
Dann rechne damit wenn Du das nicht machst das Du alle möglichen Jobs angeboten bekommst und auch annehmen musst weil Dein Gesundheitszustand ja nicht berücksichtigt wird.

Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, ausserdem wenn man möchte das Krankheiten berücksichtigt werden dann muß man sie auch nachweisen können, ein Gutachten vom Hausarzt reicht da nicht aus
.....aber ein Gutachten vom Ärztl. Dienst d. Agentur oder Gesundheitsamt?

Was die Amtsärzte nach 1/2 oder 1 Std. Untersuchung entscheiden, ist -glücklichweise nicht immer - aber oftmals fatal; nicht umsonst werden sie auch Gefälligkeitsgutachter genannt

keiner außer d. Hausarzt oder den anderen behandelnden Fachärzten kennt d. Patienten besser .... und weiß dessen Einschränkungen am besten einzuschätzen

nach meiner Untersuchung stellte ich mir die Frage, was war nun wirklich d. Auftrag: Untersuchung auf Erwerbsfähigkeit oder Ausspionieren ???
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
Tja das ist DEINE Erfahrung, meine war eindeutig positiv, nix Gefälligkeitsgutachten, im Gegenteil sogar ein wütender Anruf beim SB, warum man noch mal ein Gutachten haben möchte wo bereits ein gültiges vorlag ;)
 

eisbaer

Elo-User/in
Mitglied seit
19 Mai 2006
Beiträge
275
Bewertungen
10
diese Entbindung von der Schweigepflicht ist m.E. das Gleiche, wie bei der Beantragung eines SB-Ausweises. Dort sehe ich kein Problem, eher in den ARGEn selbst, wie mit den Daten umgegangen wird.
 

Müllemann

Neu hier...
Mitglied seit
14 Apr 2006
Beiträge
298
Bewertungen
0
Jede Medaille hat zwei Seiten - mene Erfahrungen mit dem Ärztl. Dienst d. Arbeitsamtes war auch gut, aber die mit dem Gesundheitsamt spottet jeder Beschreibung

aus gegebenem Anlass Widerruf d. Schweigepflichtsentbindung f.d. ARGE, was passierte?
VM wurde vorab telefonisch informiert! Toll was?

Nicht zu vergessen, dass d. VM dem Ärztl. Dienst Daten übermittelte, die einen eklatanten Verstoß gegen den Datenschutz sind, damit meine ich z.B. nicht nur die Weitergabe meiner Handy-Rufnummer
 

Hensen

Neu hier...
Mitglied seit
28 Aug 2006
Beiträge
11
Bewertungen
0
Danke für eure Antworten.......werde dem wohl mit Bauchschmerzen zustimmen und aufs beste hoffen. :(
 

eisbaer

Elo-User/in
Mitglied seit
19 Mai 2006
Beiträge
275
Bewertungen
10
@Hensen
Du hast gar keine andere Wahl. Welche Probleme sind denn grösser? Die, wenn Du ablehnst, oder die, wenn Du es hinnimmst? Ich denke wohl die ersteren.
 

Hensen

Neu hier...
Mitglied seit
28 Aug 2006
Beiträge
11
Bewertungen
0
Danke Arania :hug: :)

Und da hast du Recht, Eisbär........*seufz*


Ich schreib dann mal wies mir ergangen ist.......
 
E

ExitUser

Gast
Habe heute auch so einen Bogen bekommen für eine amtsärztliche Untersuchung. Hintergrund ist wohl aber meine Beantragung für ein Umzugsunternehmen, siehe : Dreiste Lügen. Der Teamleiter sagte, dieses sei nötig für eine entsprechende berufliche Integration. So ein Witz, ich bin seit 2 Jahren ,Kunde, der Arge. Das hätte man dann schon längst tun müssen. Denke, dass hat was mit einer eventuellen Übernahme der Kosten fürs Umzugsunternehmen zu tun. Um das Geld dann rechtfertigen zu können.
Georg
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
auch wenn sie erst nach 2 Jahren darauf kommen, wirst Du da wohl nicht herumkommen, wenn Du gesundheitliche Einschränkungen nachweisen möchtest
 
E

ExitUser

Gast
auch wenn sie erst nach 2 Jahren darauf kommen, wirst Du da wohl nicht herumkommen, wenn Du gesundheitliche Einschränkungen nachweisen möchtest
Nachgewiesen sind die ja schon im Bescheid des Versorgungsamtes(30%).
Denk schon, dass die plötzlichen Gründe in meiner Darstellung liegen.
Georg
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
im Bescheid des Versorgungsamtes steht nichts drin was Deine Arbeitsfähigkeit betrifft, in meinem jedenfalls nicht, das steht nur in den ärztlichen Gutachten
Ich kenne Leute die 30% haben und todkrank sind und andere die 100% haben und sind mopsfidel
 
E

ExitUser

Gast
Ich kenne Leute die 30% haben und todkrank sind und andere die 100% haben und sind mopsfidel
Wenn man einen Behinderungsgrad bekommst, ist es eigentlich schon so, dass man eine Einschränkung hat. Es wird einem in der Regel kein Grad geschenkt. Die sind sehr genau bei der Einstufung, war jedenfalls bei mir so. Will aber nicht bestreiten, dass es auch Ausnahmen gibt. Wie die zustandekommen, weiss ich nicht. Aber man bekommt eher zu wenig als zuviel zugesprochen.
Aber wie gesagt, dieses nach 2 Jahren, ist für mich schon sehr merkwürdig. Aber egal, wichtig ist für mich, dass das Umzugsunternehmen vom Amt finanziell übernommen wird. Laut SGB2 steht mir das eindeutig zu. Und vor der Untersuchung muss ich keine Angst haben, hab nichts zu verbergen.
Georg
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
Wie die das errechnen weiss ich nicht, vielleicht würfeln sie, ich weiss aber defintiv das es so ist, es werden einem bei bestimmten Krankheiten sogar wieder Prozente abgenommen wenn eine Gewöhnung - keine Besserung- an die Krankheit eingetroffen ist, bzw. angenommen wird
 

HEXENWEIB

Neu hier...
Mitglied seit
15 Mai 2007
Beiträge
32
Bewertungen
0
im Bescheid des Versorgungsamtes steht nichts drin was Deine Arbeitsfähigkeit betrifft, in meinem jedenfalls nicht, das steht nur in den ärztlichen Gutachten
Ich kenne Leute die 30% haben und todkrank sind und andere die 100% haben und sind mopsfidel
Also jetzt muß ich mich auch mal einklicken hier. Ich kämpfe seit über zwei Jahre herrum, mittelerweilen sogar per Sozialgericht, das ich meinen Schwerbehindertenausweis, meine Pflegestufe und meine Erwerbsminderungsrente durchbekomme!
Aber das ist bei diesen Amts- und Gutachterärzten gar nicht so einfach und ich habe in der Zeit bereits mehr als 20 Stück hinter mir!
Ich habe Bandscheibenschäden, WS-Verkrümmung, Rheuma, Herzerkrankung usw....
Aber laut der Ärzte fehlt mir nix außer ein psychischer Schaden! Das ich nicht lache.
Bei mir haben jeweils mindestens drei voneinander unabhängige Spezialisten diese Diagnosen gestellt!
Also was soll`s, wenn Dir der Gutachter mitten ins Gesicht sagt: Ich müßte Ihnen zwar 40% für die eine Erkrankung geben, aber ich darf nur 20% aufschreiben, sonst bekomme ich Ärger mit den Ämtern!!!
Wo bitteschön ist dann da der unabhängige Gutachter bei der Sache????
Kopf hoch und durch kann ich da nur sagen, auch wenn es noch so weh tut und man den Kopf schon unterm Arm trägt!!!
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
Ich sehe jetzt zwar den Zusammenhang zu meinem Zitat nicht, aber recht hast Du natürlich, da muss man durch wenn man etwas erreichen will
 

Hensen

Neu hier...
Mitglied seit
28 Aug 2006
Beiträge
11
Bewertungen
0
wie es mir erging...und vielleicht bald wieder ergeht...

So, es ist eine Weile her, aber mit dem Gutachter beim Gesundheitsamt habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht. Er fand meine Darstellung glaubhaft und hat mich für ein halbes Jahr aus dem Verkehr gezogen, mit der Auflage, eine Therapie zu machen. Das war im Dezember 06.
Nach langem Suchen (mit Wartezeiten von bis zu 6 Monaten) habe ich einen Therapeuten gefunden und mache die Therapie.

Jetzt bin ich vom Amt vorgeladen worden. Man will mit mir meine beruflichen Perspektiven besprechen.
Also werde ich wieder ein Attest vorlegen, aber jetzt bin ich etwas besorgt, dass der Typ von der Arge mich wieder zum Gesundheitsamt schicken will, denn der Arzt damals hatte auch klipp und klar gesagt, dass er mich eigentlich nicht nochmal sehen möchte, und wenn doch und es wäre noch keine besondere Besserung eingetreten, würde er einen Klinikaufenthalt befürworten...

Ich habe mich hier schlau gemacht und gesehen, dass ich einer erneuten Untersuchung wohl widersprechen kann. Sie hat ja auch wenig Sinn, da ich die Therapie mache. Man kann nach ein paar Monaten wohl noch keine so wahnsinnige Verbesserung eines über 20 Jahre währenden Zustandes verlangen.

Jetzt bin ich wegen dieses Termins (29.6.) schon wieder mit den Nerven zu Fuß. Das wird meinen Zustand jedenfalls nicht gerade verbessern...
 

Sammy24

Neu hier...
Mitglied seit
18 Mai 2008
Beiträge
2
Bewertungen
0
Hallo,
ich habe das Thema durch Google gefunden und mich hier angemeldet.

Ich bin 24 Jahre alt und habe mit 15 eine Ausbildung zum Bürokaufmann gemacht sowie abgeschlossen. Jetzt habe ich 9 Jahre durchgehend gearbeitet und bin seit Februar 2008 arbeitslos, weil die Firma geschlossen hat, in der ich gearbeitet habe.

Also habe ich mich im Februar 2008 arbeitslos gemeldet und hatte im März 2008 meinen allerersten Termin mit meinem Sachbearbeiter. Ich muss dazu sagen, dass ich leicht übergewichtig bin und wahrscheinlich hat mein Sachbearbeiter das gestört. Schließlich nannte er mich gleich fettes Schwein und ich würde mit meinem Gewicht nie mehr eine Arbeit finden.

Er hat mich die ganze Zeit beschimpft und fande es schon sehr originell, wie man behandelt wird, wenn man nicht mal 4 Wochen arbeitslos ist.

Zumindest habe ich mir das nicht gefallen lassen und eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht. Im April 2008 hatte ich ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Timmendorfer Strand. Er hat sich für alles entschuldigt und erzählte mir, dass ich noch eine Antwort von der Agentur für Arbeit Kiel kriegen werde.

Anscheinend weiss nun der gute Herr von der Agentur für Arbeit Timmendorfer Strand nicht, was er Kiel erzählen soll und jetzt wird systematisch versucht mir einzureden, ich wäre durch mein Übergewicht erkrankt.

Nun bekam ich vor zwei Wochen ein Schreiben vom Ärztlichen Dienst, ich soll am 19. Mai 2008 um 15 Uhr zu einer medizinischen Untersuchung. Bin sofort zu meinem Hausarzt, der mit mir alle noch mal alle Teste gemacht hat und mir ausgestellt hat, dass ich kerngesund bin. Bin mal gespannt, was der Arzt nun Morgen sagen wird.

Mein Hausarzt sagte auch, dass normalerweise nur Menschen zum Ärztlichen Dienst müssen, die von sich aus sagen, dass sie erkrankt sind und nicht arbeiten können. Aber nicht umgekehrt.

Jetzt habe ich nur Angst, dass dieser Amtsarzt nicht neutral ist, sondern dem Sachbearbeiter und Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Timmendorfer Strand Recht geben, damit die einen tollen Bericht für die Hauptverwaltung Kiel schreiben können. Weil wenn ich kerngesund bin, dann ist es für die ein Nachteil.

Gruß und bis bald, Sammy.
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
Solange Dein Hausarzt hinter Dir steht, brauchst Du Dir nicht soviele Gedanken machen, geh erstmal hin und schau was die machen wollen, brauchst aber auch nicht alles machen zu lassen, das entscheidest Du ganz alleine

Falls Dein SB wirklich so etwas zu Dir gesagt hast wie Du schreibst hätte ich keine Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt sondern eine Anzeige wegen Beleidigung erstattet, okay, das hätte wegen Mangels an Beweisen nichts gebracht, aber Du solltest nicht mehr alleine zur ARGE gehen
 
E

ExitUser

Gast
Falls Dein SB wirklich so etwas zu Dir gesagt hast wie Du schreibst hätte ich keine Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt sondern eine Anzeige wegen Beleidigung erstattet, okay, das hätte wegen Mangels an Beweisen nichts gebracht, aber Du solltest nicht mehr alleine zur ARGE gehen
Nicht unbedingt. Man kann in einer Angelegenheit mit schwerer Beweislage ein Glaubwürdigkeitsgutachten erstellen lassen. Der Weg ist nur nicht sehr bekannt.
 

Sammy24

Neu hier...
Mitglied seit
18 Mai 2008
Beiträge
2
Bewertungen
0
Ich war heute nun bei der Untersuchung. Mir wurden ein paar Fragen gestellt, ob ich rauche oder Alkohol trinke. Beides tue ich nicht. Dann wurde Blutdruck und Puls gemessen, auf die Waage musste ich noch und die Körpergröße wurde gemessen.

Danach normales abtasten, ein paar Kniebeugen sowie auf Zehenspitzen musste ich gehen.

Dann gabs noch ein Hör- und Sehtest. Ganz zum Schluss musste ich mein Urin noch abgeben.

Es war gar nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe, die waren da alle voll nett, was ich von unserer Dorfarbeitsagentur gar nicht kenne. Zumindest hat der Arzt mich voll arbeitstauglich eingestuft und mehr wollte ich ja auch nicht.

Einen neuen Sachbearbeiter habe ich schon bekommen und freue mich jetzt richtig, dass ich da war. Nun können die wenigstens nicht sagen, dass ich nicht kooperiere oder so. =)
 

ALGohol

Neu hier...
Mitglied seit
2 Aug 2008
Beiträge
20
Bewertungen
0
In meinem Falle ist das definitiv nicht so. Vorliegende MRT-Befunde, CT-Befunde, Blut etc., bereits gemachte Gutachten von Ärzten im Rahmen der Feststellung durch das Landesversorgungsamt (SB-Ausweis) - alles das zählt für das AA nicht! Alle Untersuchungen werden durch eigens vom AA beauftragten Ärzten nochmals vorgenommen und gegebenfalls revidiert - so der letzte Stand der Dinge in meinem Falle. Ein MDK-Arzt hat schon vom Schreibtisch aus festgestellt, dass ich eigentlich gesund wäre. Gesehen hat der mich nie, die Unterlagen wurden von meinem Arzt auch nie angefordert, der Arzt wurde auch nie konsultiert.
Tut mir leid, wenn sich einige wieder aufregen, wegen meines angeblichen Zynismus - aber die folgende Szene ist Realität gewesen, als mich auf meine Behinderungen wagte, hinzuweisen:
Sie werden sich wundern, bei uns lernen Lahme wieder Gehen und Blinde wieder Sehen - Zitat einer jungen Arbeitsvermittlerin (jünger als meine jüngste Tochter!), bei meinem ersten Antrittsbesuch als ich die Kündigung hatte, die damit meinte etwas ganz besonders Cooles von sich gegeben zu haben
Das ging mir auch so, wurde von der Rentenkasse umgeschult, dann in ALG II Bezug, und gleich in eine MAE, täglich 6 Std am Bildschirm, Daten eingeben. Mit Bandscheibenprollaps an der Halswirbelsäule und Lendenwirbelsäule! Nach 6 Wochen abgebrochen, ging nicht mehr, völlig verspannt, usw. Das konnten die im Jobcenter nicht verstehen, zur amtsärztlichen Untersuchung, die Ärztin sagte noch, das wird sehr schwer einen Job zufinden! Im Jobcenter wurde das so interpretiert, hatte eine Zumutbare Tätigkeit abgelehnt, es wird sofort Sanktioniert! Nur hatte ich nach der Umschulung einen Job bei BMW, dort werden in der Großlackiererei in den Betriebsferien immer die Anlagen mit Putzlappen entstaubt, total einfache Arbeit und leicht! Das allein gab den Anlass in jedem Schreiben, bis zum Sozialgericht, und Regionaldirektion ich hätte doch kürzlich noch bei BMW in einer KFZ-Werkstatt gearbeitet, obwohl ich das längst geklärt hatte, das es nicht so war, mich mit der Lüge als völlig arbeitstauglich darzustellen! In meinem Schlußsatz der Klage beim Sozialgericht schrieb ich dann, nach Aussagen des Jobcenters bin ich mir garnicht mehr sicher, ob ich in den letzten 5 Jahren vielleicht ein Doppelleben geführt habe, von dem ich kürzlich selbst erst erfahren habe, weil ich hier soviele Sachen lese, mit denen ich nie in Verbindung zubringen bin, oder die Akte wurde vertauscht!! Das Gericht entschied für mich. weil die Angelegenheit zum ersten völlig verschleppt wurde, nach fast einem Jahr konnte für die Sache nicht Sanktioniert werden, das hat Zeitnah zuerfolgen! Die hörten trotzdem nicht auf das Geld zu kürzen! Da ich wegen einer Überzahlung noch was zurück zahlen mußte, schrieb ich sofort wieder zu Regionaldirektion, mit Gerichtsurteil, ich kann nicht zahlen weil mir Geld abgenommen wird, ohne Grund. Die hatten sofort zum Jobcenter geschrieben, dass die sofort das Geld an mich auszahlen sollen, 7 Tage später war es auf dem Konto!!
Jetzt stehe ich wieder vor dem Problem, bin auf eine Mogelpackung reingefallen, 400,00 Euro Job Regalservice, entpuppte sich als Getränkelager-Tätigkeit, täglich 100 - 200 Vollekisten stemmen, mußte ich aufgeben, mache jetzt Inventurhilfe. Laß mich überraschen. Nur kampflos geht bei mir nie!!!
 

ALGohol

Neu hier...
Mitglied seit
2 Aug 2008
Beiträge
20
Bewertungen
0
Ich sehe jetzt zwar den Zusammenhang zu meinem Zitat nicht, aber recht hast Du natürlich, da muss man durch wenn man etwas erreichen will
Also das hatte ich auch erlebt, wie ich in der Umschulung saß, finanziert von der Rentenkasse. Die Hälfte der Teilnehmer waren so fit, einige waren dabei, die sofort wieder in ihrem alten Beruf als LKW-Fahrer arbeiten wollten, wenn die Umschulung nicht zum Erfolg führt! Das war garnicht einfach, Hilfe zur Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt zubekommen, weil das auch was kostet!
Verpflegung, Physiotherapien, Fahrkarten, alles in einem Programm!! Entweder haben die sich vor Frust zu solchen Äußerrungen hinreissen lassen, oder die hatten es wirklich geschafft so zu simulieren.
Wie wird den nun wirklich ein Gutachten erstellt, Kassenlage, Tagesform der Ärzte, Sympathie des Betroffenen!!?? Es weiß niemand in diesem Land, dass ist ja dass Kuriose. Ich bin heute noch Sprachlos, weil ich davon Überzeugt bin, dass es Absprachen gibt unter den Verantwortlichen, sonst würde es nicht bei gleichem Gesundheitszustand soviele Unterschiedliche Ergebnisse geben. Oder man muss eine Schauspielschule besucht haben, um sich mit seinen Gebrechen so in Szene setzen zu können, dass man fast für einen Oscar in Frage kommt! Ich weiß es nicht????
 

Meta

Neu hier...
Mitglied seit
31 Mai 2008
Beiträge
8
Bewertungen
0
Vor kurzem bekam ich einen Bescheid vom JobCenter, ich solle mich einer psychologisch-psychiatrischen Begutachtung unterziehen lassen, um Sanktionen gegen mich zu prüfen.


Mir wurde mitgeteilt, dass nur dann - wenn der Gutachter ein psychisches bzw. psychiatrisches Leiden findet - ich von diesen Sanktionen verschont würde.

Darüber hinaus konnte ich in Erfahrung bringen, dass der Arzt, der mich untersuchen soll, früher Oberstabsarzt bei der Bundeswehr war.

Ich werde deshalb gegen diese Zumutung Widerspruch einlegen. Wie stehen meine Chancen in dieser Geschichte beim Sozialgericht?

Sofern ich dazu gezwungen werde, doch diese Prozedur über mich ergehen zu lassen, werde ich ein Filmteam zum Termin mitnehmen.

Was haltet Ihr davon?
 

Braeburn1977

Neu hier...
Mitglied seit
22 Aug 2008
Beiträge
168
Bewertungen
0
Vor kurzem bekam ich einen Bescheid vom JobCenter, ich solle mich einer psychologisch-psychiatrischen Begutachtung unterziehen lassen, um Sanktionen gegen mich zu prüfen.


Mir wurde mitgeteilt, dass nur dann - wenn der Gutachter ein psychisches bzw. psychiatrisches Leiden findet - ich von diesen Sanktionen verschont würde.

Darüber hinaus konnte ich in Erfahrung bringen, dass der Arzt, der mich untersuchen soll, früher Oberstabsarzt bei der Bundeswehr war.

Ich werde deshalb gegen diese Zumutung Widerspruch einlegen. Wie stehen meine Chancen in dieser Geschichte beim Sozialgericht?

Sofern ich dazu gezwungen werde, doch diese Prozedur über mich ergehen zu lassen, werde ich ein Filmteam zum Termin mitnehmen.

Was haltet Ihr davon?
Du bist gesetzlich verpflichtet. Keine Chance.

Du kannst höchstens verweigern,dass du dich ausziehen willst, blutabnahme etc.
Dann muss er dich durch reine "Menschenkentniss" einschätzen... so wie bei ner Musterung - was ja dessen früherer Job war.. also kennt der Mann das doch sogar :)

Aber ich verstehe nicht, was du dich aufregst.. sei doch froh dass das Amt dir so eine eselsbrücke bauen will, um sankt. zu verhinden.

Also : hin musst du - Beistand kannst du mitnehmen. Fernsehsender aber nicht!

was du dann da mitmachst oder nicht, bleibt dein bier. Hauptsache du warst da.
 

Meta

Neu hier...
Mitglied seit
31 Mai 2008
Beiträge
8
Bewertungen
0
Du bist gesetzlich verpflichtet. Keine Chance.

Du kannst höchstens verweigern,dass du dich ausziehen willst, blutabnahme etc.
Dann muss er dich durch reine "Menschenkentniss" einschätzen... so wie bei ner Musterung - was ja dessen früherer Job war.. also kennt der Mann das doch sogar :)

Aber ich verstehe nicht, was du dich aufregst.. sei doch froh dass das Amt dir so eine eselsbrücke bauen will, um sankt. zu verhinden.

Also : hin musst du - Beistand kannst du mitnehmen. Fernsehsender aber nicht!

was du dann da mitmachst oder nicht, bleibt dein bier. Hauptsache du warst da.
Klar können die ein medizinisches Gutachten verlangen und dass ich zu dem Gutachter muss, ist im Rahmen der Mitwirkungspflicht gesetzlich im SGB verankert. Zumeist wird es aber gemacht, um Vermittlungschancen und gesundheitliche Beeinträchtigungen zu prüfen. Die Verknüpfung mit Sanktionen geht aber in folgende Richtung: "Entweder bist Du meschugge - oder Du bekommst 'ne Strafe".
Das ist doch wie 'ne Musterung. Bleibt mir also nix anderes übrig als "defekt" zu sein, um "ausgemustert" zu werden?

Was aber ist, wenn ich arbeiten will ? Tatsächlich versuche ich mir eine Stelle für Kulturarbeit - die auf zwei bis drei Jahre angelegt ist - zu schaffen. Ich würde etwas arbeiten, was mich ausfüllt und bekäme ca.
950 € monatlich netto.
Mitten in meine Zukunftsplanung kommt nun diese Untersuchung und angedrohte Sanktionierung. :icon_neutral:

Ich ahne den Grund und hätte gern Akteneinsicht. Akteneinsicht bekomme ich aber nur über den Weg der Klage.

Ich bin - da Gewerkschaftsmitglied - im Rechtsschutz und werde mich von verschiedenen Seiten beraten lassen. Da ich einen guten Freundeskreis und Unterstützer habe, sehe ich dem eigentlich recht gelassen entgegen.

Ich habe meinen Casus hier in dieses Forum gesetzt, um zu erfahren, ob schon mal jemand aus ähnlichen Gründen wie ich (d.h.: Prüfung ob Sanktionen oder 'mildernde Umstände') "begutachtet" worden ist.

Mit herzlichen Grüßen,
Meta
 

Braeburn1977

Neu hier...
Mitglied seit
22 Aug 2008
Beiträge
168
Bewertungen
0
Klar können die ein medizinisches Gutachten verlangen und dass ich zu dem Gutachter muss, ist im Rahmen der Mitwirkungspflicht gesetzlich im SGB verankert. Zumeist wird es aber gemacht, um Vermittlungschancen und gesundheitliche Beeinträchtigungen zu prüfen. Die Verknüpfung mit Sanktionen geht aber in folgende Richtung: "Entweder bist Du meschugge - oder Du bekommst 'ne Strafe".
Das ist doch wie 'ne Musterung. Bleibt mir also nix anderes übrig als "defekt" zu sein, um "ausgemustert" zu werden?

Was aber ist, wenn ich arbeiten will ? Tatsächlich versuche ich mir eine Stelle für Kulturarbeit - die auf zwei bis drei Jahre angelegt ist - zu schaffen. Ich würde etwas arbeiten, was mich ausfüllt und bekäme ca.
950 € monatlich netto.
Mitten in meine Zukunftsplanung kommt nun diese Untersuchung und angedrohte Sanktionierung. :icon_neutral:

Ich ahne den Grund und hätte gern Akteneinsicht. Akteneinsicht bekomme ich aber nur über den Weg der Klage.

Ich bin - da Gewerkschaftsmitglied - im Rechtsschutz und werde mich von verschiedenen Seiten beraten lassen. Da ich einen guten Freundeskreis und Unterstützer habe, sehe ich dem eigentlich recht gelassen entgegen.

Ich habe meinen Casus hier in dieses Forum gesetzt, um zu erfahren, ob schon mal jemand aus ähnlichen Gründen wie ich (d.h.: Prüfung ob Sanktionen oder 'mildernde Umstände') "begutachtet" worden ist.

Mit herzlichen Grüßen,
Meta
es ist so wie Du schreibst.. entweder das jiddische Wort oder die Sanktion.

Was spekulierst Du denn, warum man Dir solches angedeihen lassen will ?
Irgendwelche Meldeversäumnisse, und Du hast erklärt "ich vergesse alle Termine .." dann läge der verdacht auf Demenz natürlich nahe :icon_knutsch:

In einem anderen Forum mehren sich in letzter Zeit solche Fälle, also "zum Arzt zwecks Sanktionsprüfung" .. evtl. eine neue Strategie der BA, um alle Hartzis amtlich für bekloppt zu erklären ? :cool:
 
E

ExitUser

Gast
Hallo ihr Lieben.

Habe am Donnerstag einen Brief der Arge bekommen, wegen meiner Gesundheit (bin siehe meinem Thread bei Alg2, erkrankt...), Link kann ich geben.

Habe kein Problem damit, aber bin etwas durcheinander, was die Freigaben der Ärzte angeht.

Da meine Orthopädin mir nur Krankengymnastik aufschrieb zweimal, mir darauf hin noch einen Stromheimmachding mitgab bis Dezember und darauf hin meinte, das bessert sich sicher bis dahin, bin ich zu meiner Hausärztin, die mich seit gut 1 Monat krank schreibt deswegen (soll eine Maßnahme samt Praktikum antreten), wir also meine Hausärztin und ich haben beschlossen noch einen anderen Orthopäden zu Rate zu ziehen, sie gab mir eine Adresse und Telefonnummer, welchen ich sofort Donnerstag anrief, dieser Arzt ist aber erst ab morgen wieder da, so die SB schreibt, ich soll die Schweigepflichtsentbindung bis 30. abgeben, okay, meine Hausärztin sagt ich soll die 1. Orthopädin dort reinschreiben, nun bin ich da etwas verwirrt, weil sie mir ja nicht hilft. Soll ich meiner Sb mitteilen, dass ich den Termin nicht einhalten kann (nehme an bis 30. werd ich keinen Termin bei Orthopäde 2 kriegen) oder abgeben mit Vermerk 2. Arzt, weil 1. nicht hilft?!

Ich soll meine Beschwerden niederschreiben, weiß nur nicht sorecht wie ich das machen soll, soll ich schreiben wie es ist, kann kaum sitzen, kaum stehen oder laufen? Oder lieber verschlimmern, was ja blöd ist, kann ja so 5 m ca gehen und ca 10 minuten sitzen, oder halt nur eine andere wortwahl, weil kaum kann man ja auch anders ausdrücken oder? Will ja nicht, dass die denken ich spinne oder sowas. Weiß ja nicht was die so von mir denken.
 

Meta

Neu hier...
Mitglied seit
31 Mai 2008
Beiträge
8
Bewertungen
0
es ist so wie Du schreibst.. entweder das jiddische Wort oder die Sanktion.

Was spekulierst Du denn, warum man Dir solches angedeihen lassen will ?
Irgendwelche Meldeversäumnisse, und Du hast erklärt "ich vergesse alle Termine .." dann läge der verdacht auf Demenz natürlich nahe *smile*

In einem anderen Forum mehren sich in letzter Zeit solche Fälle, also "zum Arzt zwecks Sanktionsprüfung" .. evtl. eine neue Strategie der BA, um alle Hartzis amtlich für bekloppt zu erklären ?
Hi "Braeburn1977",

von welchem "Hatzi-Bekloppten-Forum :cool:" sprichst Du?

Ich habe keinen Termin vergessen oder versäumt. Statt dessen habe ich Widerspruch beim JobCenter und eine Feststellungsklage sowie eine einstweilige Anordnung beim Sozialgericht eingeleitet/beantragt.

In der Rechtsantragsstelle des Sozialgerichtes wollten sie es auch erst nicht glauben, dass eine Sachbearbeiterin des JobCenters eine Kundin zwecks "Prüfung einer Sanktion" zu einem Arzt schickt, aber nachdem ich ihnen das Schreiben vorlegte, mussten sie es glauben.

Mir wird einfach von dieser Fallmanagerin vorgeworfen, dass mir ein Träger innerhalb der Probezeit einer ABM grundlos gekündigt hatte. Aber das ist vertraglich festgelegt: d.h. in den zwei Monaten Probezeit kann jeder Vertragspartner grundlos kündigen. Und ich habe den Vertrag nicht aufgekündigt, sondern der Träger. Das habe ich übrigens alles schriftlich.

Nur soll mir ein Strick daraus gedreht werden und dieser geht in die Richtung: Wem ein vom JobCenter vermitteltes Arbeitsverhältnis aufgekündigt wird, muss schwer psychisch krank sein.

Ich frage mich gerade, ob diese Sachbearbeiterin, wäre sie in der Administration der US-Regierung, um den weiteren Wirtschaftskollaps aufzuhalten, die Entlassenen von Lehmann Brothers alle zum Psychiater schicken würde...:icon_twisted:

Es sieht übrigens ganz danach aus, als müssten die Arbeiter_innen aller Welt (damit auch wir) über kollabierende Ölpreise die Pleite des in den Abgrund stürzenden "Casino-Kapitalismus" "auffangen":
http://www.finanzen.net/nachricht/_Short_Squeeze_und_starke_Dollarverluste_loesen_Oelpreisrallye_aus__Heizoelpreise_und_Getoil_de_Report_vom_23_09_2008_783466

Deshalb sage ich ganz klar:
In einer kranken und verrückten Weltwirtschaft ist jeder ein Simulant, der so tut, als wäre er gesund ! :icon_daumen:

Es ist nur die Frage: Wie gehen wir mit all den Ärzten am Krankenbett des Kapitalismus um? Denn die Medizin, um dem Sterbenden simulativ am Leben zu erhalten, kostet vielen, allzu vielen von uns das Leben!

Ein vor-sich-hin-Krepieren auf Basis des "Existenz-Minimums" im maroden Kapitalismus kann wohl keinesfalls als "Leben" bezeichnet werden.

Und für alle, die eher gegen den "Wahnsinn der Normalität" - auch psychologisch - argumentieren wollen: Arno Gruen lesen!
Arno Gruen ? Wikipedia
[722] Arno Gruen

MfG,
Meta
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
Wie gehen wir mit all den Ärzten am Krankenbett des Kapitalismus um?
Vielleicht solltest Du Dich erst mal auf Deinen eigenen konkreten Fall konzentrieren, die ganze Welt zu heilen dürfte schwierig sein
 

Meta

Neu hier...
Mitglied seit
31 Mai 2008
Beiträge
8
Bewertungen
0
Vielleicht solltest Du Dich erst mal auf Deinen eigenen konkreten Fall konzentrieren, die ganze Welt zu heilen dürfte schwierig sein
Arania,

ich leide aber doch gar nicht unter Megalomanie und ich gedenke auch nicht, den "Ärzten am Totenbett des Kapitals" meine Hilfe anzubieten!

Ich halte ich es im Zeitalter der Globalisierung und der Weltfinanzkrise nur für angebracht, die damit verbundenen "Nebenwirkungen" auf unser Leben zu berücksichtigen. Denn auch dabei hilft uns weder ein Arzt noch ein Apotheker.

Ich fand im Hartz IV Forum noch einen interessanten Beitrag zum Thema, in dem es heisst:

Ich gehe deshalb konform mit der Feststellung von Erich Fromm:

„ Die Kranken das sind die Gesunden.
Und die Gesunden, das sind in Wirklichkeit
die Kranken.“
Das ist in etwa das, was Arno Gruen auch schreibt. Außerdem halte ich viel davon, sich die Definition von Gesundheit gemäß der WHO zu vergegenwärtigen:

(...) „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen" (...)
Gesundheit ? Wikipedia

Es ist ein interessantes Thema, findet Ihr nicht? Man könnte sich ja mal die Frage stellen: Ist Gesundheit - ähnlich wie z.B. "Frieden" - ein ideeller/ideologischer oder materieller Begriff? Hat er Realitätsgehalt, d.h. existieren Rudimente davon in der bestehenden gesellschaftlichen Konzeption der Gesundheitsversorgung? Deutet sich in der WHO-Definition ein noch anzustrebendes Ziel an, was noch keinen verallgemeinerten und für alle gesellschaftlichen Individuen gültigen Realitätsgehalt hat, aber haben sollte (nun ja, der "Sollizitismus"...)...???

Ich behaupte: In der heutigen Gesellschaft dominiert die Krankheit über die Gesundheit, weshalb wir ja auch von kranken Kassen versorgt werden... :icon_rolleyes:

MfG,
Meta
 

Meta

Neu hier...
Mitglied seit
31 Mai 2008
Beiträge
8
Bewertungen
0
In einem anderen Forum mehren sich in letzter Zeit solche Fälle, also "zum Arzt zwecks Sanktionsprüfung" .. evtl. eine neue Strategie der BA, um alle Hartzis amtlich für bekloppt zu erklären ? :cool:
Bitte setze doch den Link zu diesem Forum hier rein, damit ich darin auch mal lesen und mich kundig machen kann. Vielen Dank im vorab.

MfG,
Meta
 

Meta

Neu hier...
Mitglied seit
31 Mai 2008
Beiträge
8
Bewertungen
0
Hi Braeburn1977,

seit fast einem Monat warte ich nun auf den Link zu dem Forum in dem ich angeblich noch einige weitere Leidensgenoss_innen finden kann.

Allerdings ist bei mir das JobCenter gleich eingeknickt, d.h. meinem Widerspruch wurde statt gegeben. Dies bedeutete, dass ich nicht zu dem Arzt gehen musste. Ich bin aber zwecks Öffentlichkeitsarbeit sehr daran interessiert, weitere solcher "Fälle" zu finden.

LG,
Meta
 

Querulantin

Neu hier...
Mitglied seit
5 Feb 2009
Beiträge
5
Bewertungen
0
Ich bin ALGI-Empfänger und privat krankenversichert, muss also für ärztliche Untersuchungen Zuzahlungen leisten. Heute hatte ich eine Aufforderung zu einer Untersuchung im Briefkasten, nachdem ich einen vorangegangenen telefonischen Versuch, mich zu einer Untersuchung zu bitten, abgewimmelt habe. Erst mal habe ich beiliegende Email geschickt:
"Ich bin nicht in ärztlicher Behandlung und bitte um Information, welchen Arzt ich für einen Ihnen vorzulegenden Bericht aufsuchen soll (Facharzt oder praktischer Arzt). Ich pflege mir bei kleineren Erkrankungen einen Arzt über die Arztrufzentrale zu bestellen und habe daher wegen der wechselnden Bereitschaftsdienste der dort tätigen Ärzte jeweils sehr viele unterschiedliche Behandler. Ferner bitte ich Sie, mich über den vorgesehenen Umfang der Untersuchung bei Frau Dr. X zu informieren. Aus Ihrem Schreiben vom ...geht lediglich hervor, dass ich zum Erscheinen verpflichtet bin. Bitte schicken Sie mir kurzfristig eine Kostenzusage für die Erstellung von Befund- und Behandlungsberichten und eine Begründung für die Anordnung dieser ärzlichen Untersuchung. " Ich glaube nicht, dass man diese ärztliche Untersuchung aus Sorge um meinen Gesundheitszustand anberaumt hat, sondern weil man mir mein Arbeitslosengeld nehmen will. Stimmt es, dass ich keiner Blutabnahme zustimmen muss? Ich habe zu dünne Adern und bekomme davon Hämatome. Auch ist das Ganze irgendwie entwürdigend, zumal ich mich bislang nie krank gemeldet oder eine Vermittlung abgeschlagen habe (gab auch keine)
 

Querulantin

Neu hier...
Mitglied seit
5 Feb 2009
Beiträge
5
Bewertungen
0
Hi Braeburn1977,

seit fast einem Monat warte ich nun auf den Link zu dem Forum in dem ich angeblich noch einige weitere Leidensgenoss_innen finden kann.

Allerdings ist bei mir das JobCenter gleich eingeknickt, d.h. meinem Widerspruch wurde statt gegeben. Dies bedeutete, dass ich nicht zu dem Arzt gehen musste. Ich bin aber zwecks Öffentlichkeitsarbeit sehr daran interessiert, weitere solcher "Fälle" zu finden.

LG,
Meta
In meiner Rechtsbehelfsbelehrung stand drin: "Auch wenn Sie Widerspruch gegen diese Meldeaufforderung erheben, sind Sie verpflichtet, der Aufforderung nachzukommen. Der Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung" Ist komisch, gegen "mich melden" hätte ich ja nichts, aber ich habe keinerlei Beschwerden, bin nicht krank geschrieben und habe im Gesundheitsfragebogen keinerlei gesundheitliche Einschränkungen angegeben.
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
Um was genau geht es denn eigentlich? Soll es eine amtsärztliche Untersuchung sein?
 

Querulantin

Neu hier...
Mitglied seit
5 Feb 2009
Beiträge
5
Bewertungen
0
Auf dem Schrieb steht: "Einladung zu einer ärztlichen Untersuchung" in der Agentur in Köln. Sechster Stock. Dann kommen drei Seiten Paragrafen und ein Papier, mit dem man sich vom Bezug von Arbeitslosengeld abmelden kann. Mache ich aber nicht: habe mal gut verdient.
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
Klingt nach einer amtsärztlichen Untersuchung zur Feststellung der Erwerbsfähigkeit, die musst Du wahrnehmen, es sei denn Du hast einen sehr wichtigen Grund der das verhindert, dann wird allerdings ein neuer Termin gemacht
 

puluxx

Neu hier...
Mitglied seit
25 Okt 2005
Beiträge
11
Bewertungen
0
hier möchte ich mich mal einklinken und fragen, gibt es denn auch ein recht auf eine untersuchung ?
ein bekannter von mir wurde vom amtsarzt nicht untersucht, lediglich musste er sich bücken und wurde dann voll arbeitsfähig geschrieben.
gegen diese untersuchung hat er widerspruch eingelegt und um eine richtige untersuchung gebeten. den widerspruch hat auch sein SB weiterleitete.
nun muss er am dienstag zu seinem SB wegen der möglichkeit eines EEJ.
er rief seinen SB an und fragte nach der erneuten untersuchung und dieser sagte ihm, sowas wäre vom gestz her nicht vorgesehn.
meine frage nun, gibt es ein recht auf eine richtige untersuchung ?
wenn ja, wäre es möglich einen § zu nennen.

ich bedanke mich.
 

DieKleineMaus

Neu hier...
Mitglied seit
13 Apr 2009
Beiträge
25
Bewertungen
0
Was passiert denn wenn man Nierenkrank ist, da müsste ja Blut und Urin abgenommen werden um das richtig festzustellen ?
Das würde der Arzt ja nicht erkennen, indem er mich in alle Richtungen verbiegt.
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
Das sollte aber schon der Hausarzt gemacht haben
 

Argekritiker

Neu hier...
Mitglied seit
12 Jul 2009
Beiträge
214
Bewertungen
0
Genau. Und man sollte schon genau schildern, was man hat. Die Gefahr von "Fehldiagnosen" von "oben verordnet" soll hoch sein. :eek:
 

Tanja35hh

Neu hier...
Mitglied seit
11 Mrz 2013
Beiträge
1
Bewertungen
0
Ich bin eine 35-Jährige Verheiratete Frau und wurde vom Arbeitsamt dazu aufgefordert mich bei einem durch das Arbeitsamt genannten Allgemeinmediziner sowie Gynäkologen zur Körperlichen Untersuchung sowie notwendigen Zusatzuntersuchungen, Begutachtungen, aber auch Eignungstesten einzufinden.

Muß ich das und wenn ja was muß ich zulassen um keine Saktionen zu bekommen?
 

wommi

Neu hier...
Mitglied seit
18 Feb 2010
Beiträge
844
Bewertungen
230
Es ist immer schlecht, in einen mehr als 3 Jahre alten Beitrag reinzuschreiben !
 
Mitglied seit
20 Feb 2011
Beiträge
1.899
Bewertungen
443
Sofern das Amt ein Gutachten erstellen lassen will zwecks Feststellung der Erwerbsfähigkeit können sie dich zum ärztlichen Dienst schicken.Dieser Aufforderung musst du dann Folge leisten.Würde aber entsprechende Befunde mitnehmen von deinen Ärzten damit das nicht ausartet.

Wenn du dazu was schriftliches hast, dann bitte mal anonymisiert einscannen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten