Welchen Sinn macht eine Präsenzpflicht beim virtuellen Klassenraum ?

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Buerosklave

Elo-User*in
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Hallo,
übermorgen darf ich wieder bei der zuständigen Arbeitsagentur antanzen, das obligatorische "Gespräch über die berufliche Situation" steht an (bin aktuell im ALG1-Bezug). Die Vermittlerin möchte von mir ein paar Vorschläge aus dem KursNet für sinnvolle Weiterbildungen genannt haben. Naja...Weiterbildung ist nie verkehrt und wenn ich sogar noch ein Mitspracherecht über die Inhalte habe, umso besser.

Was mir beim Betrachten der Angebote aufgefallen ist: viele solcher Fortbildungen bestehen eigentlich nur noch aus einem virtuellen Klassenraum, d.h. man hat eigentlich gar keinen klassischen Unterricht mehr, sondern der gesamte Unterricht erfolgt über das Internet. Interessanterweise schreiben einige Anbieter, dass dieser "virtuelle Unterricht" trotzdem in den Räumlichkeiten des Anbieters stattfindet. Sprich: man fährt zig Kilometer, um sich dann an einen fremden Computer zu hocken, was man genausogut auch von daheim aus machen könnte. Welchen Sinn soll das haben ? Irgendwie lässt das den Eindruck aufkommen, als sollte da extra Kohle vom Amt für die Raumnutzung abgegriffen werden,obwohl es eigentlich überflüssig ist.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64517

Gast
Die Anwesenheitspflicht ist einfacher zu dokumentieren. Bei uns gab es auch einige "Home-Learner", und in der Tat kam da oft die Ausrede "gerade kein Ton, sorry", oder andere Störfaktoren.

Und bei Kursen, die in eine IHK-Prüfung münden, muss diese zustimmen, was aber nicht alle tun.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64517

Gast
Ich fands ja immer ganz putzig, wenn plötzlich ein Kleinkind schreiend vor der Webcam herumturnte. Gibt natürlich auch Teilnehmer, die sich dadurch gestört fühlen, und sich beschweren. Wahrscheinlich frustrierte Kinderlose. Oder solche, die selbst nie Kind waren, und schon als Erwachsene zur Welt kamen.
 

Buerosklave

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Ich persönlich finde es inzwischen eher störend, in einem Klassenraum zu hocken, in dem noch diverse andere Leute quatschen. Ich geb es ungern zu, aber in den letzten 3-4 Jahren macht sich bei mir rapide das Alter bemerkbar (und das mit 44...), was mir nicht nur körperlich (Hörvermögen unkorrigiert weit unter 50%), sondern auch psychisch zu schaffen. Die Zeiten, wo ich problemlos mehrere Sachen gleichzeitig erfassen konnte, sind leider vorbei. Heute bringen mich schon relativ kleine Störungen vollkommen aus dem Konzept und was ich mir nicht hochkonzentriert anschaue, hab ich in kürzester Zeit wieder vergessen.
 

Buerosklave

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Hörgeräte können da oft Abhilfe schaffen.

Hab ich...ändert aber aber nichts an der anderen Sache. Ich kanns mir also aussuchen, ob ich zwar noch dem Unterricht folgen kann, mich aber dafür von Fremdgeräuschen stören lasse. Oder ich alle Fremdgeräusche (durch Weglassen der HG) ausblende, vom Unterricht aber auch nichts mehr mitkriege. Deswegen kommt m.E. nur der Unterricht von daheim aus in Frage.
 

Gaestin

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Ich kenne nur eine Sache, die wirklich gut funktioniert hat. Und zwar städtisches Kolleg, die Realschule Online angeboten haben, also die Möglichkeit, den Realschulabschluss zu machen ohne jeden Tag hin zu müssen. Man hatte zu Hause für die Unterrichtsstunden Präsenzpflicht am Computer und musste ein oder zweimal die Woche in die Schule. Und die Prüfungen waren die völlig normalen Realschulprüfungen des Kollegs, die haben auch normale Realschule mit Präsenz gehabt. Mit diesem Abschluss konnten sie dann entweder in eine Ausbildung gehen oder Abendabitur machen oder Ganztagsabitur am Kolleg.
 

ZynHH

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Was andere mit Geräuschen kennen, habe ich zum Teil mit Gerüchen.
Selbst wenn ich die Umgebung der Verursacher verlasse, habe ich den Geruch weiterhin in der Nase. Das betrifft auch und vor allem Parfüm, also auch Gerüche die andere durchaus als angenehm empfinden.
 
E

ExUser 2606

Gast
Ich hasse es , wenn andere neben mir plötzlich laut telefonieren, oder laut schmatzend ihr Essen in sich reinstopfen.
Sowas get auch echt nicht. Ich hatte das mal in einem Inhouse-Präsens-Seminar meines Arbeitgebers. Wir sitzen im Klassenraum, eine Kollegin vorne erzählt was und ein Vertriebler, der neben mir sass und der schon die ganze Zeit auf seinem Laptop mit seinen Mils beschäftigt gewesen war, holte plötzlich sein Handy raus, rief eien Kunden an und fing an, in aller Seelenruhe mit dem zu telefonieren, der ganze Raum kommte mithören. Wir haben den dann echt rausgeschmissen. Er kam auch am 2. Tag nicht wieder.

Wenn er eine eingehenden Anruf angenommen hätte, das hätte ich vielleicht gerade noch verstanden, aber slber jemanden anrufeb und die Veranstaltung komplett ignorieren, das geht gar nicht. Dazu muss man sagen, dass man den Kollegen zur Teilnahme an diesemSeminar verdonnert hatte,weil er durch zahlreice Verstösse gegen unsere Prozessregeln glänzte. Underdachte sic wohl, er setzt sic da rein, macht aber in der zeit was anderes und holt sich am Ende sie Teilnahmebescheinigung ab. Der Plan ist nicht ganz aufgegangen. Drei Prozessverstösse später, bei einem konnten wir grossen Schaden für das Unternehmen gerade noch abwenden, durfte er sich einen anderen Arbeitgeber suchen.

Heute finden bei uns fast nur noch Schulungen per Webkonferenz oder telefonisch statt, wobei die Nutzung der Kamera freiwillig ist. Da kommt es immer mal vor, das einer gerde im Zug sitzt, nebenbei ein Baby schreit oder sonstwas. Zur allgemeinen Erheiterung tragen dann solche Dloge bei: Kinderstimme aus dem Off: "Mama, ich bin fertig!" Mama: "Vergiss nicht, abzuziehen." Als nächstes ist eine Klospülung zu hören. Dabei hat jeder teilnehmer die Möglichkeit, sein Mikrofon auf stumm zu schalten und auch der Moderator kann dies zentral für alle teilnehmer erledigen. Nur sollte man das unmuten nicht vergessen, wenn man etwas sagen will. wir haben das dann auch öfter mal, das da jemand denkt, wir können alle Lippenlesen.
 

Buerosklave

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Mal eine kleine Rückmeldung: Ich hab mir bei einem Maßnahmeträger (WBS..die sind bundesweit tätig) ein Angebot eingeholt, wurde von meiner SB soweit auch schon genehmigt (muss aber den Bildungsgutschein noch abholen). Ich war richtig überrascht, dass sie gleich 2 gebündelte Einzelmaßnahmen genehmigt hat (Oracle Certified Professional, Java SE 8 Programmer + Business English kompakt mit Vorbereitung auf die LCCI-Prüfung Level 2), immerhin kostet der Spaß zusammen fast 15000€. War auch schon beim Maßnahmeträger. Die ganze Maßnahme läuft entweder über Präsenzunterricht beim Maßnahmeträger ab (d.h. man sitzt dann dort am Computer, ist aber trotzdem virtueller Unterricht). Oder aber man kriegt die Technik mit nach Hause und nimmt von dort aus teil, was ich natürlich nutzen werde, denn die Unterrichtsräume beim MT sind klein wie Käfige in der Legebatterie: 6-8 Leute dicht nebeneinandergedrängt auf kaum 16m²...ne,das muss man nicht haben.
Laut dem Berater dort beim MT haben die Rechner zwar eine Webcam, die muss man aber nicht einschalten,ist also keine Pflicht (Gottseidank :-D). Auch das Mikrofon ist nicht standardmäßig aktiviert,wenn man das nicht will, d.h. solche Dialoge wie von Kerstin_K genannt, wird es hoffentlich nicht geben. Der Unterricht findet in einer Art "Virtuellem Schulgebäude" statt...schön in 3D animiert (eigentlich ist es unnötige Spielerei), so man z.B. mit anderen Teilnehmern in andere "Büros" wechseln und dort kleine Arbeitsgruppen bilden kann.
 

Allimente

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Bei WBS war ich auch mal. War sehr locker ohne Probleme. Ich habe halt ziemlich oft Pause gemacht und bin in die Stadt lecker essen gegangen oder spazieren. Den Stoff kannte ich schon zum großen Teil und der Lerneffekt in einem virtuellen Klassenzimmer ist dann doch recht zweifelhaft. Habe dann nach 4 Monaten mít 1 bestanden, was mich aber auch nicht in Arbeit gebracht hat. Immerhin habe ich einige nette Leute kennengelernt und hatte mal wieder etwas zu tun. Usere Räume waren allerdings recht großzügig, da kann ich nicht meckern. Wenn ich mal etwas anderes vor hatte, habe ich da einfach angerufen und die Sachlage erklärt. Eine Rückmeldung ans JC wegen Fehlzeiten gab es nicht, ich habe mich nur in der Anwesenheitsliste nachgetragen und der Drops war gelutscht.
 

Buerosklave

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Das größte Problem, dass ich bei Weiterbildungen generell sehe, ist der Umstand,dass manche MT nicht auf eine bestimmte "Einstiegsqualifikation" schauen, sondern die Teilnehmerstruktur bunt gemischt ist. Das Ergebnis ist dann das, was du beschrieben hast, Allimente: Einige Teilnehmer kennen den Stoff schon zu großen Teilen und für andere ist es komplettes Neuland. Da stellt man sich dann die Frage: auf wen richtet man den Unterricht aus...auf den Anfänger oder auf den Fortgeschrittenen ? Denn beides gleichzeitig funktioniert nicht. Richtet man den Unterricht auf die Neulinge aus, fallen die Fortgeschrittenen hinten runter und man hat zum Schluß lauter Fortgeschrittene, die vorher auch schon keinen Job fanden. Oder macht man es umgekehrt und richtet es an den Fortgeschrittenen aus: dann kommen die weiter und erhöhen vielleicht tatsächlich ihre Jobaussichten, aber dafür verstehen die Anfänger nur Bahnhof.
Ich war vor etlichen Jahren mal in einer Weiterbildung zum Datenbankadministrator, da hatten wir auch ein paar Leute dabei, die den Rechner bislang nur zum Zocken und Internetsurfen benutzt hatten. Da war der Unterricht tatsächlich mehr auf die fortgeschritteneren Teilnehmer ausgerichtet, weil wir das als sinnvoller erachteten. Ich für meinen Teil fands aber echt nervig, wenn ständig Unterbrechungen der "Anfänger" zu Fragen kamen, die man für so eine Fortbildung als Basiswissen voraussetzen sollte. Ich hoffe, dass WBS das bei "meiner" Maßnahme halbwegs so handhabt, auch wenn ich nach deiner Schilderung noch nicht so dran glaube, denn augenscheinlich warst du ja eigentlich schon überqualifiziert.
 

Allimente

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Das größere Problem ist, dass man mit einem Zertifikat eines Maßnahmenträgers besser den Grill anzünden kann, als einen Job damit zu finden. Potentielle Arbeitgeber interessieren solche Zertifikate rein gar nicht. Alles ohne abschliessede IHK-Prüfung kann man getrost in die Tonne kloppen.
 

Buerosklave

Elo-User*in
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Da ich sowieso ins Ausland abwandern will, sind die diversen Zertifikate sowieso sinnlos. Selbst hier in lege ich Bewerbungen höchstens irgendwelche herstellerinternen Zertifikate bei, aber keinesfalls die Zertifikate der Sinnlosbranche. Bei meiner kommenden Maßnahme ist zum Schluß tatsächlich ein offizielles Oracle-Zertifikat vorgesehen.
 
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