Welchen Rentenanspruch erwirbt man nach nur fünf Arbeitsjahren?

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InaElena

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Hallo Ihr Lieben,

eine Nachbarin hat mich um Rat und Hilfe gebeten.
Da ich auf diesem Gebiet keine Erfahrung habe, hoffe ich, dass Ihr mir hier einige Infos geben könnt.

Es handelt sich um eine Polin, die bereits mehrere Jahre in Deutschland ist.
Nachdem sie sich von ihrem Lebensgefährten getrennt hat, muss sie jetzt finanziell alleine klar kommen.

Sie arbeitet seit 4 ½ Jahren als Hausangestellte, bzw. Putzfrau und erhält mtl. € 436,31. Für dieses Geld putzt sie nicht nur, sondern macht auch noch Gartenarbeiten, muss eine Fassade streichen, Handwerkerarbeiten ausführen etc. etc. – m.E. ist das Ausbeutung.
Ein weiteres Einkommen hat sie durch eine polnische Rente in Höhe von etwas über € 300,--

Sie erhält jetzt jedoch ergänzende Sozialhilfe.

Im Oktober wird sie 65 Jahre alt.

Gesundheitlich geht es ihr sehr schlecht. Sie muss jetzt an der Schulter operiert werden, auch beide Knie sind kaputt und müssen auch operiert werden. Sie schluckt täglich starke Schmerztabletten, damit sie überhaupt arbeiten kann.

Ich habe ihr geraten, dass sie ihren Job kündigen soll, wenn sie nur noch unter Schmerzen arbeiten kann.

Sie ist der Meinung, dass sie nicht kündigen kann, denn sie würde dann keine Sozialhilfe erhalten, wenn SIE kündigen würde.
Außerdem müsse sie mindestens bis Mai nächsten Jahres arbeiten, da sie dann einen deutschen Rentenanspruch nach 5 Jahren Arbeit hätte.

Ich bin der Meinung, dass sie durchaus kündigen kann, wenn sie nicht mehr in der Lage ist, zu arbeiten. Ich denke auch, dass sie dann den vollen Sozialhilfesatz, abzüglich ihrer polnischen Rente, erhalten würde.
Ist das richtig ?

Okay, nach 5 vollen Arbeitsjahren hätte sie einen Rentenanspruch. Habt Ihr eine Ahnung, wie viel deutsche Rente sie denn nach 5 Jahren, bei einem Arbeitslohn von mtl.
€ 436,31 erhalten würde ???

Ganz herzlichen Dank für Eure Antworten !

Liebe Grüße
Ina-Elena
 
G

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Gast
AW: wieviel Rente nach nur 5 Arbeitsjahren ?

Genau kann man sowas von der DRV erfahren.

Aber um Dir mal eine Hausnummer zu nennen und ohne Berücksichtigung der jeweiligen jährlichen Bezugsgrößen, bezogen auf 2018:

Bruttolohn: 436,31€ / Monat ( davon gehe ich aus, dass da überhaupt Beiträge fließen)

Bezugsgröße 2018 West RV: 36.540€/a

RP (Rentenpunkte) = (436,31€ x 12) / 36.540€ = 0,14

Rentenwert West 2018: 32,03€/ RP

Rente für 5 Jahre bei gleicher Annahme:

32,03€/RP x 0,14 RP x 5 (Jahre) = 22,42€

22,42€ Rente pro Monat Brutto aus der Beitragszahlung
 

saurbier

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AW: wieviel Rente nach nur 5 Arbeitsjahren ?

Ich würde mal sagen, daß sie sich da keine großen Hoffnungen machen sollte.

Wer nur als Minijobber arbeitet und dazu nur eine bezahlte Stelle hat, der wird auch nicht viel Rente erwirtschaften können (siehe mal zuvor RobbyRob).

Einziger Vorteil ist bei einem gemeldeten Job, daß damit auch eine Absicherung im Falle eines Unfalles gegeben ist und das man damit neben der kaum zählende Rente dennoch Anspruch auf eine Reha mit ihren Auswirkungen hätte.

Als Altervorsorge betrachtet und bei lediglich 5 Jahren bringt das nichts.

Sie dürfte da wohl auch weiterhin als Sozialfall gelten.


Grüße saurbier
 

InaElena

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AW: wieviel Rente nach nur 5 Arbeitsjahren ?

Hallo Ihr Lieben,

ganz herzlichen Dank für Eure Antworten.

Also würde meine Nachbarin, wenn sie noch bis Mai 2019 "durchhalten" würde, eine Rente in Höhe von ca. € 22,42 erhalten.
Bei der Rentenversicherungsanstalt hatte ich schon angefragt, aber es hieß, man könnte zu der Rentenhöhe noch keine Aussage machen.

Wenn sie aber jetzt, bevor sie die 5 Jahre erreicht hat, ihren Job kündigen würde, würde sie keine Rente erhalten, ist das richtig ?
Sie meinte, sie müsse eben bis Mai arbeiten, um eine Rente zu erhalten.
Ich hatte ihr schon gesagt, dass eine Rente bei 5 Jahren, bei diesem Mini-Job, mit Sicherheit nicht viel ausmachen würde und hatte vielleicht € 20,-- geschätzt; damit lag ich also nicht so falsch.
Sie will aber "durchhalten" da ihr auch € 20,-- mtl. helfen würden.

Wenn sie jetzt doch ihren Job kündigen würde, erhält sie keine deutsche Rente, aber sie würde dann doch den Sozialhilfe-Satz erhalten, ist das richtig ?

Ich würde ihr dann empfehlen zu kündigen, denn jeden Tag starke Schmerzmittel einzunehmen, nur damit sie sich zur Arbeit schleppen kann und ab Mai dafür € 22, 42 Rente zu erhalten, ist für mich einfach Unsinn.

Würde sie beim Sozialamt Schwierigkeiten bekommen, wenn SIE den Job kündigt ? Arzt-Berichte über ihre Erkrankungen sind natürlich vorhanden.
Die Familie, bei der sie arbeitet, wird sie nicht kündigen, da solch ein "gutmütiges Schaf" nicht wieder zu finden ist.
Sie arbeitete sogar mit gebrochenem Arm, fiebriger Grippe etc. etc. obwohl sie krank geschrieben war.

Liebe Grüße
Ina-Elena
 

Doppeloma

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AW: wieviel Rente nach nur 5 Arbeitsjahren ?

Hallo InaElena,

einige Antworten hast du ja schon bekommen, denen ich mich überwiegend auch anschließen kann aber es sind bei mir noch Fragen aufgekommen, die ich dir gerne stellen würde.

Es handelt sich um eine Polin, die bereits mehrere Jahre in Deutschland ist.
Nachdem sie sich von ihrem Lebensgefährten getrennt hat, muss sie jetzt finanziell alleine klar kommen.

Soweit klar, du schreibst von einer kleinen Rente die sie bereits bekommt, ist das eine Witwenrente und warum schreibst du immer vom Sozial-AMT ???

Sie arbeitet seit 4 ½ Jahren als Hausangestellte, bzw. Putzfrau und erhält mtl. € 436,31. Für dieses Geld putzt sie nicht nur, sondern macht auch noch Gartenarbeiten, muss eine Fassade streichen, Handwerkerarbeiten ausführen etc. etc. – m.E. ist das Ausbeutung.

Bei dem Einkommen ist das mit Sicherheit Ausbeutung, besonders wenn du davon schreibst, dass sie für dieses Geld täglich arbeitet, da bekommt sie ja nicht mal den gesetzlichen Mindestlohn. :icon_evil:
Dafür (aktuell mindestens 8,50 € die Stunde) muss man jedenfalls NICHT täglich arbeiten, um dieses monatliche Einkommen zu erreichen.

Die Frage wäre also schon mal zu stellen ob und welche Beiträge da überhaupt geleistet wurden, bis 450 € ist dafür aktuell nur der AG zuständig, jedenfalls meiner Kenntnis nach.
Ist sie bei der Minijob-Zentrale gemeldet damit, bekam sie Lohnfortzahlung bei Krankheit, bezahlten Urlaub wie es gesetzlich vorgeschrieben ist ???

Ich denke mal da liegt sehr viel mehr "im Argen", als nur ihr Gesundheitszustand ... mit einer Rente von der DRV kann sie da auch nicht mehr viel werden.

Das sollte sie aber in einer DRV-Rentenberatungsstelle trotzdem mal klären lassen, zumal sie sicher noch Nachweise benötigen wird, ich fürchte das ganze Rentenkonto ist dort noch völlig ungeklärt.

Sie erhält jetzt jedoch ergänzende Sozialhilfe.

Und genau das verstehe ich gerade NICHT, denn wenn sie Erwerbsfähig ist (offiziell zumindest) bekommt man KEINE Sozial-HILFE sondern ALG II (Hartz 4) vom JobCenter (SGB II) und wenn das der Fall ist DARF sie die Arbeit gar nicht so einfach aufgeben.

Das Erwerbs-Einkommen wird ja auch angerechnet, bei Sozial-HILFE (SGB XII) bleibt da übrigens kaum was von übrig, da geht sie für das Sozial-AMT arbeiten :icon_neutral:.

Bei ALGII / SGB II darf man mehr davon behalten aber dafür auch den Job nicht einfach aufgeben, sie kann (sollte) sich aber vom Arzt AU schreiben lassen und dann muss sie ja auch nicht zur Arbeit und bekommt auch bald kein Geld mehr.

Ich denke NICHT, dass ihre "Ausbeuter" noch lange an ihr "hängen" werden wenn sie wegen Krankheit nicht mehr zur Arbeit kommen wird, dann hat man sicher auch bald kein Problem mehr ihr die Kündigung zu schicken.

Sowas klappt nur so lange, bis sich der Betroffenen nicht weiter ausbeuten lässt ... :icon_evil:

Im Oktober wird sie 65 Jahre alt.

Das bedeutet aber noch nicht, dass sie bereits die gesetzliche Regel-Altersgrenze erreicht haben wird, jedenfalls nicht für eine Rente von der DRV. :icon_evil:

Da würde man sie auch vom Amt her schon darauf hinweisen (auffordern) eine Altersrente zu beantragen (egal wie gering die sein würde, spart sie staatliche soziale Gelder), dazu wird man ihr auch bei der DRV eine genauere Auskunft geben können und MÜSSEN, das können wir hier nicht leisten. :icon_evil:

Ich habe ihr geraten, dass sie ihren Job kündigen soll, wenn sie nur noch unter Schmerzen arbeiten kann.

Dieser Rat muss nicht unbedingt gut sein wenn sie (was ich stark annehme) Geld vom JobCenter bekommt, da darf sie nämlich einen vorhandenen Job nicht einfach kündigen, bei Krankheit gibt es den Krankenschein vom Arzt und dann muss man auch nicht mehr zur Arbeit gehen.

Das muss auch vom JC dann akzeptiert werden, zumal sie aus einem Minijob dann auch kein Geld mehr bekommen wird, muss ihre Geld-Leistung (vom AMT) dann auch entsprechend erhöht werden, bis klar ist wie es weitergehen wird.

Sie ist der Meinung, dass sie nicht kündigen kann, denn sie würde dann keine Sozialhilfe erhalten, wenn SIE kündigen würde.

Darum gehe ich ja davon aus, dass sie Leistungen aus dem SGB II bezieht und da ist das leider richtig, dass sie nicht einfach selber kündigen darf.

Außerdem müsse sie mindestens bis Mai nächsten Jahres arbeiten, da sie dann einen deutschen Rentenanspruch nach 5 Jahren Arbeit hätte.

Da kann sie versuchen zu arbeiten so viel sie will, ein langes Arbeitsleben (30 - 40 Jahre) mit regelmäßigen Beiträgen (aus einem regulären Arbeitsverhältnis) für eine (halbwegs) brauchbare Altersrente KANN sie NICHT in wenigen Monaten nachholen können ... :icon_evil:

Mit genau 65 Jahren kann sie aber nach deutschem Recht auch bei Anspruch noch NICHT in Altersrente gehen ...

Ich bin inzwischen seit Juni in regulärer Altersrente und "durfte" auch gesetzlich erst mit dann 65,5 Jahre in diese Rente gehen ...
Diese Überlegungen dürften aber für deine Bekannte völlig irrelevant sein, weil sie einen generellen Renten-Anspruch schon gar nicht mehr erwirtschaften kann.

Ich bin der Meinung, dass sie durchaus kündigen kann, wenn sie nicht mehr in der Lage ist, zu arbeiten.

Deine Meinung genügt aber nicht, wenn nicht bekannt ist von welchem konkreten sozialen Geld sie aktuell schon abhängig ist, ALGII ist eine soziale Leistung für "Langzeit-Arbeitslose".
Da wird erwartet, dass man sich um Arbeit kümmert und eine vorhandene Arbeit zumindest NICHT selber aufgeben wird ... dafür gibt es dann Sanktionen ( = Abzug für 3 Monate als Strafe).

Ich denke auch, dass sie dann den vollen Sozialhilfesatz, abzüglich ihrer polnischen Rente, erhalten würde.
Ist das richtig ?

Soweit (rein theoretisch) richtig aber sie bekommt aktuell (vermutlich) noch KEINE reguläre Sozial-HILFE (SGB XII) ... :icon_evil:

Dafür müsste sie entweder (von der DRV) anerkannt VOLL Erwerbsgemindert auf Dauer sein ODER bereits im regulären Renten-Alter für Altersrente, bis dahin gibt es KEINE Sozial-HILFE.

Bitte jetzt keine Anmerkungen, dass es bei EM-Rente mit Befristung auch was aus dem SGB XII (nach Kapitel 3) geben könnte, darum geht es HIER absolut NICHT ...
Die Frage nach EM-Rente braucht gar nicht erst erörtert werden bei dieser Konstellation.

Zu klären ist also der aktuelle Sozial-Leister um zu wissen, ob sie wirklich einfach selbst kündigen könnte oder besser eine AU-Bescheinigung beim Amt abgibt bis sie dann die (persönliche) Regel-Altersgrenze erreicht haben wird.

Das entsprechende Amt wird es sicher nicht versäumen sehr bald die Klärung ihrer generellen Renten-Ansprüche durch die DRV zu verlangen und sie dann auffordern rechtzeitig den Übergang in das SGB XII / Kapitel 4 (Grundsicherung im Alter) zu organisieren.

Dort wird natürlich eine vorhandene Rente auch mit einberechnet und den Rest muss dann eben das Amt beisteuern.

MfG Doppeloma
 

InaElena

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Hallo,
ganz herzlichen Dank für Eure Antworten,
liebe Doppeloma,
ganz herzlichen Dank für deine RIESIGE Mühe !!

Rente:
erhält sie aus Polen durch xy Jahre dortige Arbeit

Sozialamt:
Sorry, ich bin in diesem Bereich nicht sehr bewandert.
Sie erhält „Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB XII“ in Höhe von € 409,--. Die Miete inkl. Neben+Heizkosten wird übernommen. Ihre poln. Rente und ihr Netto-Gehalt werden natürlich abgezogen. Allerdings werden € 130,-- wieder dazu addiert aufgrund „allgemeiner Erwerbstätigkeit“. (?) Überwiesen bekommt sie ca. 348,-- Die Monatskarte für den Bus kostet schon € 81,50.

Arbeitslohn:
Sie arbeitet dort nicht jeden Tag, ich meine es sind 3 Tage fest und nach Bedarf.
Lt. Arbeitsvertrag verdient sie € 500,-- brutto, erhält dann
€ 436,31 netto; sie erhält eine Lohnabrechnung von der Buchhaltung ihrer Arbeitgeber.
Bei meinem Eingangspost hätte ich das Brutto-Gehalt angeben müssen, sorry. Die eventuell zu erhaltende Rente wird also vom Brutto-Gehalt berechnet und würde dann ca. € 25,60 betragen (?)

DRV:
dort wird Sie geführt. In der letzten „Wartezeitauskunft“ vom 05.09.17 steht, dass die Wartezeit mit 37 Monaten nicht erfüllt ist und noch 23 Monate fehlen, eine evtl. zu erwartende Rente ist nicht angegeben. Auf meine Anfrage wurde nur mitgeteilt, dass man hierzu nichts sagen könnte.

Arbeitsunfähig:
Ich habe ihr schon x-mal gesagt, dass sie sich krankschreiben lassen soll, sie hat wirklich Schmerzen. Ihre Arbeitgeber hatten jedoch die Meinung, dass sie dann die versäumten Stunden „nacharbeiten“ soll. Das hat sie tatsächlich auch getan. Ich habe ihr gesagt, dass sie dies auf gar keinen Fall tun soll/darf. Ich hoffe, sie hält sich daran, aber sie lässt sich ja nicht krankschreiben, „kriecht“ lieber zur Arbeit und jammerst nachher über ihre Schmerzen.
Okay, jetzt stehen Operationen an, Schulter und beide Knie. Ich bin mir sicher, dass sie jew. mind. 4 Wochen krankgeschrieben wird, d.h. nicht arbeiten darf.

Kündigung:
Wenn ihre Arbeitgeber, ihr nun kündigen würden (oder sie selbst), würden natürlich auch keine Rentenversicherungsbeiträge mehr gezahlt. Die „Wartezeit“ wäre mit einschließlich Mai 19 erfüllt, sie wäre dann 65 + 7 Monate.
Die Frage, soll sie noch so lange „durchhalten“ ?? Für € 25,60 mtl. würde sie das tun.
Könnte sie denn selbst kündigen, oder gäbe es Probleme ?

Einkommen:
So wie ich es verstehe, würde sie dann (ohne Arbeit) volle Leistungen nach SGB XII erhalten. Aber die € 130,-- für „allgemeine Erwerbstätigkeit“, würde sie dann nicht mehr bekommen, d.h. keine € 348,--, sondern nur noch € 218,--. Und sollte sie eine Rente von € 25,60 erhalten, wird dieser Betrag doch auch abgezogen. Das wären € 192,40 Sozialleistungen. Mit ihrer polnischen Rente hätte sie dann mtl.
€ 492,40 + deutscher Rente € 25,60 = € 518,--
Stimmt meine Rechnung, oder mache ich einen Fehler ?

Die deutsche Rente würde m.E. nur Sinn machen, wenn sie nach Polen zurück ginge, dann hätte sie € 25,60 mehr, denn ich denke, die deutsche Rente wird auch gezahlt, wenn sie in Polen lebt.
Aber mit den € 325,60 (poln. Rente € 300,--) kann sie auch in Polen nicht existieren.

Liebe Grüße
Ina-Elena
 

saurbier

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Hallo InaElena,

also deine Rechnung stimmt so natürlich nicht.

Wenn sie es schaft bis zum regulären Rentenalter durch zu halten, dann bekäme sie natürlich nach dem SGB XII die volle Leistung unter Anrechnung ihrer Witwenrente.

Da werden dann keine Einkünfte für ein etwaiges Einkommen (130,-€) abgezogen und die paar Euro für ihre dann mit 60 Monaten selbst erwirtschaftete Rente werden allerdings berücksichtigt.

Vom Grundsatz her dürfte sie dann Grundsicherung (409,-€ plus Zuwachs 2019) plus Miete + Nebenkosten erhalten, bei der dann wie gesagt die Witwenrente sowie eine mögliche eigene Rente angerechnet werden.

Schau mal hier: https://www.bmas.de/DE/Themen/Soziale-Sicherung/Sozialhilfe/grundsicherung-im-alter-und-bei-erwerbsminderung.html

Das hilft ihr allerdings nur, wenn sie hier weiterhin lebt. Für Polen bliebe ihr wohl weit weniger, zumal da die Frage nach einer fortlaufenden gesundheitlichen Absicherung auch nicht unerheblich sein dürfte, die hier von gesetzes wegen ja gewährleistet ist.

Ihr bliebe jetzt eher, tatsächlich bis zur Regelaltersrente (65+7) noch so weiter zu machen, natürlich sollte sie sich dabei medizinisch behandeln lassen. Nur darf nicht vergessen werden, das ihr im Krankheitsfall (also mit AU) lediglich 6 Wochen Lohnfortzahlung lt. Gesetz (Minijobgesetz) zustehen. Da sollte man sich mal im Netz dies näher anschauen: https://www.minijob-zentrale.de/DE/...MIhKvkn-u33QIVi813Ch2mfA5sEAAYASAAEgK6xfD_BwE



Grüße saurbier
 

saurbier

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Hallo Kerstin_K.,

tja das ist die frage.

Laut der Minijobzentrale https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/03_haushalt/01_grundlagen_minijobs_im_privathaushalt/02_450_euro_minijobs_imph/01_entgeltgrenze/node.html darf sie ja lediglich 5.400,-€/jährl. verdienen und das klappt natürlich nicht bei mtl. 500,-€ Brutto.

Da wäre sie bereits im Bereich der Midijobber und hätte sogar weit mehr Ansprüche als nur KG im Rahmen der Lohnfortzahlung.

Deshalb muß man leider immer wieder so viel nachbohren, damit man nicht wohlmöglich auch noch eine falsche Hilfe gibt.

Leider wissen viele Menschen gar nicht wirklich um die vielen Hürden und Grenzen aber auch Rechte und Pflichten im Umgang mit einem Mini-/ Midijob etc..


Grüße saurbier
 
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