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Welche Pflichten hat überhaupt noch ein Aufstocker mit 401€ Brutto ?

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Nicht offen für weitere Antworten.

bengel

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#1
Hallo bin neu hier,

meine Frage lautet: Welche Pflichten hat überhaupt noch ein Auftocker mit 401€ Brutto der ARGE gegenüber ?

lg
Bengel
 

Hotti

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#2
Alle Pflichten, so lange Du bei der Arge bist, so lange steckst Du in der Schei..e
 

xanathar

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#3
Kann ich so bestätigen. Ich habe mich gerade entschieden, meinen Hut bei dem Laden zu nehmen deswegen. Ich erhalte noch ca. 200 Euro ALG II, werde aber gerade von meinem SB ähnlich in die Mangel genommen wie damals, als ich als "Neukunde" dort erschien: neue EGV, sanktionsbewehrte Stellen"angebote" (ggf. soll ich auch einen relativ sicheren Teilzeitjob für eine deutlich schlechter bezahlte befristete Stelle dran geben), Verpflichtung zur Bewerbung bei Zeitarbeitsfirmen etc. pp. Meldepflichten gelten natürlich sowieso weiter.
 
E

ExitUser

Gast
#4
Kann ebenfalls bestätigen: Alle Pflichten. Selbst als in unserer "BG" nur noch die Kinder aufzahlende Hilfen benötigt haben da kein Kindesunterhalt, ich mit EK von über 1100 Euro netto, wurde an mir herumgepresst und -drangsaliert wie an einer Zitrone.

Gruss
Emily
 

Ingvar

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#5
(ggf. soll ich auch einen relativ sicheren Teilzeitjob für eine deutlich schlechter bezahlte befristete Stelle dran geben), Verpflichtung zur Bewerbung bei Zeitarbeitsfirmen etc. pp. Meldepflichten gelten natürlich sowieso weiter.
War bei mir mit meinem 600.- Brutto Job auch so, konnte mich aber erfolgreich dagegen wehren. Nix mehr mit Leiharbeit und befristete Stellen!:icon_evil:
Der erste Arbeitsmarkt geht nun mal vor. Die ARGE kann nicht verlangen eine unbefristete Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt aufzugeben für Leiharbeit oder befristete Stellen. No Way!!!:icon_evil:
 

dragonflyer

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#6
Als Aufstocker, insbesondere mit einem sozialversicherungspflichtigen Job, wird man noch mehr schikaniert, als wenn man voll Hartz4 ist.

Meine Erfahrung, je geringer die Aufstockung, umso größer die Schikanen. Wir sind ein Auftstockerhaushalt mit 2 Kindern, mein Mann arbeitete vor seiner aktuell beginnenden beruflichen Reha Vollzeit auf Fernmontage. Und da waren die Schikanen riesig....
 

bengel

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#7
Hallo,

die Argumentation bezüglich Pflichten kann ich teilweise so nicht bestätigen.

Mit 401€ Brutto ist man sozialversicherungspflichtig beschäftigt und damit nicht mehr Arbeitslos. Netto wären das etwa 360€. Hierbei handelt es sich nicht um einen Minijob, das wäre nämlich etwas anderes.

Zumindest eines weiss ich dadurch werden die Pflichten beschränkt, aber die Frage ist inwieweit ? Inwieweit, nenne es mal, können diese Blutsauger dann noch einen auf den Sack gehen und inwieweit kann man denen am Besten einhaltgebieten ?:icon_neutral:

b) Hat hier jemand mal davon gehört das jemand seelich davon so krank wurde, das das Amt damit auf Schmerzensgeld verklagt wurde ?:icon_neutral:
Das Schmerzensgeld würde doch bestimmt wieder angerechnet werden ?:icon_neutral:

lg

bengel:icon_neutral:
 
E

ExitUser

Gast
#8
Hartz 4 - Einkommen - Anrechnung - Freibetrag
Nicht anrechenbares Einkommen

Nicht als Einnahmen anrechenbar sind etwa Schmerzensgeld, Zuwendungen der freien Wohlfahrtspflege, die nicht dem Lebensunterhalt dienen. Auch einmalige Einnahmen und Einnahmen in größeren als monatlichen Zeitabständen, die jährlich 50 Euro nicht übersteigen, werden nicht berücksichtigt.
Ebenso sind nicht anrechenbares Einkommen die nicht steuerpflichtigen Einnahmen einer Pflegeperson und bei Soldaten der Auslandsverwendungszuschlag und der Leistungszuschlag.
Nicht angerechnet wird auch das Kindergeld für ein volljähriges Kind, das nicht im Haushalt des Hartz IV Empfängers lebt, wenn das Kindergeld in vollem Umfang weitergeben wird (an das Kind).
Daneben gibt es noch andere Einkommensarten, die für den Hartz IV Anspruch nicht berücksichtigt werden.
LG
Emily
 

xanathar

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#9
Hallo bengel,

was die möglichen Druckmittel der ARGE angeht, macht es keinen Unterschied, ob man noch als arbeitslos gilt oder nicht. Sicher ist es schön für deren Statistik - man kann sich wieder dafür feiern lassen, einen Arbeitslosen "vermittelt" zu haben -, aber für den Betroffenen ändert sich dadurch relativ wenig. Solange die ARGE einem Geld überweist, muß man all den Pflichten nachkommen, die einen aus dem Bezug herausführen sollen. Und ich denke, gerade in den Fällen, wo es für den Betroffenen nicht mehr um sehr viel Geld geht, ist der Anreiz für die ARGE groß, den "Kunden" vollständig wegzuekeln.
 

bengel

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#10
Hallo Xanathar,

ja aber Deine Argumentation liest sich so, als ob die Arge den gleichen zugriff auf einen hat, wie wenn man garnicht arbeitet !

Nichtsdestotrotz ist die Arge dadurch Beschränkungen unterworfen, so der Willkür ist man auch nicht mehr auszuliefern.

Oder willst Du mir ernsthaft erzählen, das ein 1 € Job da noch zulässig wäre oder irgendeine hirnrissige ganztags 3 Monatsmaßnahme oder diese unbefristete Tatigkeit gegen Leiharbeit .... ?:icon_neutral:

lg

bengel:icon_neutral:
 
E

ExitUser

Gast
#11
Hallo bengel,

was die möglichen Druckmittel der ARGE angeht, macht es keinen Unterschied, ob man noch als arbeitslos gilt oder nicht. Sicher ist es schön für deren Statistik - man kann sich wieder dafür feiern lassen, einen Arbeitslosen "vermittelt" zu haben -, aber für den Betroffenen ändert sich dadurch relativ wenig. Solange die ARGE einem Geld überweist, muß man all den Pflichten nachkommen, die einen aus dem Bezug herausführen sollen. Und ich denke, gerade in den Fällen, wo es für den Betroffenen nicht mehr um sehr viel Geld geht, ist der Anreiz für die ARGE groß, den "Kunden" vollständig wegzuekeln.
Genau so. Behandelt wirst du weiterhin so, als ob du Schmarotzer per se bist, und um auf deren absurde Schikanen jeweils zu reagieren - was du nämlich weiterhin musst sonst machen sie, wie gehabt, was sie wollen - hast du dann auch noch weniger Zeit und Energie zur Verfügung, weil du ja "nebenbei" rein zufällig auch noch arbeitest.

Gruss
Emily
 

xanathar

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#12
Hallo bengel,

EEJ und Maßnahmen natürlich nicht, das stimmt schon. Aber befristete (Vollzeit-)Leiharbeit gegen unbefristete Teilzeitstelle, das können sie schon verlangen, wenn der Bezug dadurch reduziert wird. Und was das Sanktionieren angeht, haben sie ja fast das ganze Reservoir weiter zur Verfügung.

Also, "die gleichen Pflichten" ist sicherlich etwas überspitzt. Aber VIEL besser steht man als Aufstocker jedenfalls auch nicht da.
 

dragonflyer

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#13
Der Transferleistungsempfänger hat alles zu unternehmen, um seine Hilfsbedürftigkeit zu beenden oder zumindest zu verringern....

Praktisch kann es auch bedeuten, dass man einen sozialversicherungspflichtigen Job für einen besser bezahlten Job aufgeben muss....

Mein Mann ist sozialversicherungspflichtig in Vollzeit beschäftigt, vor seiner langfristigen AU überwiegend auf Auslandsmontage mit teilweise bis zu 60 Stunden die Woche. Trotzdem war er verpflichtet, sich auch woanders zu bewerben.
Gescheitert sind die Vermittlungsvorschläge im Endeffekt daran, dass die Kündigungsfrist meines Mannes bei mehr als 6 Monaten lagen *g* Er ist seit 14 Jahren bei seiner Firma(die übrigens eine Zeitarbeitsfirma ist).

Auch jemand in Vollzeit kann daneben noch verpflichtet sein, sich zusätzlich noch eine geringfügig entlohnte Beschäftigung(400€-Job) zu suchen, um damit die Hilfsbedürftigkeit zu beenden oder zumindest zu verringern.

P.S. Tatsache ist, je geringer die Aufstockung, umso schneller ist auch jemand durch Schikanen aus dem ergänzenden Bezug zu drängen...
 

redfly

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#14
Als Aufstocker, insbesondere mit einem sozialversicherungspflichtigen Job, wird man noch mehr schikaniert, als wenn man voll Hartz4 ist.

Meine Erfahrung, je geringer die Aufstockung, umso größer die Schikanen. Wir sind ein Auftstockerhaushalt mit 2 Kindern, mein Mann arbeitete vor seiner aktuell beginnenden beruflichen Reha Vollzeit auf Fernmontage. Und da waren die Schikanen riesig....
Das ist doch klar!

Schliesslich hat die ARGE viel mehr Arbeit, allein mit den monatlichen Abrechnungen. Ein "Standart Hartzer" ohne Job ist da viel einfacher.
 

Kaulquappe

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#15
:eek: Booooooooooh !!!!!!!! DANKE für eure Infos, hab's mir fast gedacht, dass es so ist .... :icon_kotz2: :icon_cry:
 

dragonflyer

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#16
Das ist doch klar!

Schliesslich hat die ARGE viel mehr Arbeit, allein mit den monatlichen Abrechnungen. Ein "Standart Hartzer" ohne Job ist da viel einfacher.
Genau so sieht es aus.

Und eine schöne Schikane für Aufstocker ist auch, einfach das Einkommen so falsch anzurechnen, dass trotz sogenannter Freibeträge ein Aufstocker noch UNTERHALB des regulären Hartz4-Satzes gehalten werden. Und genauso beliebt ist es, genau darauf bezogene Widersprüche einfach nicht zu bearbeiten....
 

redfly

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#17
Mensch, endlich mal ein User aus der Nachbarschaft. Frohnhausen grüßt Borbeck. Das ist ja ein Ding, wir haben uns am gleichen Tag registriert.
 
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#19
Moin allerseits,

endlich mal ein Thread der auch zu mir passt. Ja, die schikanen sind noch schlimmer. Da hilft nur eine Rechtschutzversicherung, das SGB und verwaltungsrecht auswendig lernen und dann Widerstand. So richtig lustig wird es wenn man (Frau) mehr verdient als der SB... und dann viele Kinder hat ...


bis später


Familenvater
 

redfly

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#20
Ich denke eine Rechtsschutzversicherung zahlt in Sozialrechtsangelegenheiten erst bei einer Klage. In einer Beratungsangelegenheit oder im Widerspruchverfahren besteht daher noch kein Versicherungsschutz.
 
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