Welche Möglichkeiten gibt es, das Kindergeld auf mein Konto auszuzahlen? Kontakt zu Vater ist abgebrochen.

Beebug

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Hallo,

ich bin in Ausbildung und werde noch etwa 2 Jahre weiter Kindergeld beziehen. Ich lebe alleine in einer Wohnung in Stadt A, mein Vater, der das Kindergeld bezieht, lebt ebenfalls in Stadt A. Aufgrund diverse Vorkommnisse habe ich den Kontakt zu meinem Vater abgebrochen und möchte daher, dass das Kindergeld auf mein Konto direkt ausgezahlt wird.

Mein Vater hat schon desöfteren Andeutungen gemacht, ob es zB reicht, wenn er mir das Kindergeld am Monatsende auszahlt, wenn sein Gehalt kommt. Also, dass er davon leben kann. Ich bin nicht zwingend auf das Kindergeld angewiesen, da ich mit 900€ netto nicht schlecht verdiene für eine Lehre.

Dennoch lege ich es für Anschaffungen bei Seite, zudem mein Gehalt manchmal erst am 2-3 des Monats kommt und die ersten Posten bereits am 29/30 des Vormonats abgehen.

Er meinte auch, dass er nicht weiss, wie lange er mir das Geld noch pünktlich auszahlen kann.
Nun heiratet er bald eine neue Frau, die dann auch über sein Konto verfügen wird und generell eine grosse Antipathie gegen mich hat (daher auch der Kontaktabbruch) und schon angekündigt hat, die Zahlungen einzustellen.

Gut, dann habe ich einen Nachweis, dass ich keine Zahlungen erhalte. Klingt alles wie das Mittagsprogramm auf den privaten Programmen, ist aber leider die Realität.

Welche Möglichkeiten habe ich, das Kindergeld direkt an mich auszahlen zu lassen? Die Familienkasse sagte plump: keine, da ich als Kind nicht berechtigt bin. Kann meine Mutter, die in Stadt B -etwa130km weit weg- lebt, das Geld für mich beantragen und an mich überweisen? Bei ihr weiss ich, dass ich mein Geld pünktlich bekommen würde.

Ich möchte ausserdem den Kontakt zu meinem Vater so minimal bis gar nicht zu halten, auch nicht, dass er Gelder „für mich“ bezieht.

Liebe Grüsse an euch.
 
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Cantina

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Kein Problem.

Kindergeld kann aber auch direkt an das Kind gezahlt werden. Voraussetzung dafür ist, dass das Kind einen eigenständigen Haushalt führt und sich selbst versorgt. Es bekommt also keinen Unterhalt von den Eltern.

Die Einstellung Deines Vaters finde ich schlimm! Ist selbst offenbar nicht wohlhabend, überlässt aber der neuen Frau den Zugriff auf sein Konto. Sowas käme mir niemals in den Sinn.
 

Kerstin_K

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Die Einstellung Deines Vaters finde ich schlimm! Ist selbst offenbar nicht wohlhabend, überlässt aber der neuen Frau den Zugriff auf sein Konto.
In einer Ehe sollte man sich schon vertrauen, das hat nichts mit wohlhabend zu tun.

Schlimm finde ich eher den Umgang mit dem Kindergeld durch den Vater. Der scheint zu denken, dass das für seinen Lebensunterhalt gedacht ist.
 

Kerstin_K

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Alle Ehepaare, die ich kenne, haben einGeinschaftskonto oder wechselseitige Vollmachten.
 

Nena

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Ich kenne schon auch "getrennte". Aber ich verstehe sie nicht...
 

Georg1975

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Wegen einer neuen Frau riskiere ich nicht den Kontakt zu meinen Kindern. Da ist die Olle schneller wieder draußen wie se gucken kann.
 

gila

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Alle Ehepaare, die ich kenne, haben einGeinschaftskonto oder wechselseitige Vollmachten.
Niemals! In meiner 1. Ehe habe ich dir diese Dummheit noch Jahre danach gezahlt 😡

(nur ne Anmerkung, soll jetzt nicht wieder zu langwierigen Diskussionen fernab von der Thematik führen, das passiert schon wieder seit Tagen in anderen Themen 🙄🙄)

Die Auskunft der Familienkasse war so nicht richtig oder auch unvollständig. Du hast ja hier schon einige Tipps bekommen wie es aussieht wenn du einen eigenen Haushalt hast. Dein Vater zahlt kein Unterhalt, Mutter zahlt kein Unterhalt, könnte dich notfalls mit diesen Aussagen aber auch unterstützen. Habe ich mit meinen Töchtern auch so gemacht da der Vater nichts beigetragen hat ...
Antrag stellen, Situation schildern, abwarten, gegebenfalls Widerspruch einreichen.

Auch das Finanzamt könnte sich über eine Mitteilung freuen, dass du keinen Unterhalt bekommst und dein Vater das Kindergeld einstreicht, denn sicherlich hat er dich auch noch auf der Lohnsteuerkarte drauf 😉
kommt auch ein wenig drauf an ob deine Mutter arbeitet und auch auf ihrer Steuerkarte oder bei der Steuererklärung einen Kinderfreibetrag geltend macht , dann steht dein Vater eh nur ein halber Kinderfreibetrag zu.
Wenn er diese Vergünstigungen in Zukunft nicht mehr einheimsen kann, wird seine offensichtlich geldgeile neue Frau sicherlich noch ein bisschen trauriger sein.. 😈
 

Beebug

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Das sind ja schon einige Antworten hier, ich danke euch! :)
Zu der Situation: ich stimme euch klar zu und lasse das aber unkommentiert. Unterhalt meiner Eltern habe ich generell keinen bekommen, meine Mutter Verdient kaum etwas und ich selbst verdiente auch immer zuviel, um welchen zu erhalten.

Beim Abzweigungsantrag muss ich allerdings seine Steueridentnr. und die Kindergeldnummer angeben. Beides Daten, die ich leider nicht habe.
 

RoxyMusic

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Diese Daten müsste doch die Familienkasse recht einfach herausfinden können, wenn du den Namen des Kindergeldberechtigten (Vater) angibst. :whistle:
 

gila

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Ganz genau, wusste ich von meinem Ex Gatten auch alles nicht, darum hat die Familienkasse sich mit einer Anfrage an das Finanzamt gekümmert
 

ZynHH

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Beim Abzweigungsantrag muss ich allerdings seine Steueridentnr. und die Kindergeldnummer angeben. Beides Daten, die ich leider nicht habe.
Da fragst du halt die sachbearbeiterin, bei der du den Antrag persönlich abgibst, ob sie das nicht auf dem Erstantrag kurz nachsehen könnte, denn dort wurden die Angaben doch auch schon benötigt.
 

Caye

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Alle Ehepaare, die ich kenne, haben einGeinschaftskonto oder wechselseitige Vollmachten.
Stimmt nicht, du kennst mich. ;) Wir haben getrennte Konten, zwar Vollmachten, aber die werden nicht benutzt, sind nur für Notfälle gedacht. ;)
 

Kerstin_K

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Okay, aber ihr habt Vollmachten. Ob man sie nutzt, das sit wieder eine andere Frage.

Ich finde es einfach nur seltsam, wenn man den Bund fürs Leben schliesst und dann andererseits do wenig Vertrauen da ist, dass man das Geld nicht zusammentut. Irgndwie seltsam, aber vielleicht bin ich da zu altmodisch.
 

gila

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Gemesssen an den Scheidungszahlen und Rosenkriegen ist gesundes Misstrauen vielleicht nicht unangebracht 🤭🤭
 

Kerstin_K

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Früher war eine Scheidung mal eine Ausnahme, heute nicht mehr. Sicher, ic möchte nicht wissen, wieviele Paare früher gezwungener Massen zusangeblieben sind, aber manchmal denke ich auch, dass ser sich heute viele mit der Entscheidung für eine Ehe oder eine Scheidung zu einfach machen.
 

Caye

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Wir misstrauen uns da nicht.
Es kommt auf beiden Konten ungefähr gleich viel an und wir haben die Haushaltsausgaben entsprechend aufgeteilt.
Wir bilden uns ein, dass wir so besser unser jeweiliges "Taschengeld" sortieren können... ;) Eigentlich denke ich, dass das unnötig ist, ein gemeinsames Konto wäre viel einfacher, aber wir haben uns beide noch nicht dazu durchgerungen, diese gefühlte "Unabhängigkeit" aufzugeben.

Das ist ein Prozess und bedeutet nicht, dass wir zu früh geheiratet haben, finde ich.

Heiraten ist sowieso ne total krasse Sache (ist bei uns ja noch relativ frisch, 14 Monate her). Die ganzen Folgen, die daraus entstehen... Ich für meinen Teil hatte in den Monaten vor der Hochzeit die ein oder andre Panikattacke. Mein Mann hat das natürlich viel cooler genommen (manchmal ist er ne echte Schlaftablette... ;) ).
Ich hab das vorher so nicht erwartet und ich bin mir auch nicht sicher, wie ich mich daran in vielen Jahren noch erinnern werde - und ob das vielleicht auch eine Generationssache ist, dass so eine Heirat einen mächtig einschüchtert, weil da so ein Rattenschwanz an Verantwortung, aber gleichzeitig auch eine Aufgabe von Selbstständigkeit dran hängt.

So. Ich glaub das ursprüngliche Thema war ausreichend beantwortet, oder? :D
Ist glaub ich schöner den Thread mit dem Thema Ehe zu schreddern als mit der Frage, was fürn doofer Vater das ist... ;)
 

Beebug

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So, jetzt sitze ich am Laptop und habe mal Zeit, ausreichend zu antworten :)

Erstmal: Kurze Info, diese Frau ist eine Narzisstin durch und durch, das wissen alle - nur er nicht. Was haben diverse Leute (auch meine Wenigkeit) schon auf ihn eingeredet, dass es mehr schadet als nutzt. Aber, taube Ohren - daher nun mein Kontaktabbruch. Die Hochzeit ist kommenden Monat, wir (sprich meine Wenigkeit+ Familie) sind nicht eingeladen.

Back to Topic: Leider wird es schwer werden, diesen Antrag pers. einzureichen, die Familienkasse hat hier sowasvon bescheidene Öffnungszeiten, die kollidieren meistens mit meinen Arbeitszeiten. Kommenden Donnerstag haben sie lange auf, da ist mein Tag aber bereits mit Arztterminen voll bis oben hin. Sprich es wird auf einen Einwurf hinauslaufen. Wie werde ich nun vorgehen? Den Antrag auf Abzweigung werde ich ausfüllen, sollte ich dazu vielleicht einen Wisch schreiben von wegen ich bin 23, lebe seit 7 Jahren nicht mehr im Elternhaus (bzw. seit 4 Jahren entgültig nicht mehr, die 3 Jahre davor lediglich 3 Tage die Woche) und möchte aufgrund der schwerwiegenderen werdenden Umstände das Kindergeld ab Monat X auf mein Konto überwiesen haben?

Wo ihr gerade zwecks Finanzamt schreibt. Meines Wissens nach bin ich bei beiden Elternteilen nicht mehr auf die Steuerkarte, beide sind in Klasse1 (meine Mutter regt sich häufig darüber auf, ihr fehlen nun etwa 150€ zum Leben) Nun weiss ich auch nicht, ob mein Vater lügt. Wie erwähnt: ich habe nie Unterhalt erhalten, meine Mutter hat keine 900€ netto, mein Vater verdient recht gut, musste aber an mich nicht zahlen, da ich zu viel verdient habe (vorher etwa 870€ netto nun 1150€ netto, zeitweise auch 800€ wegen Krankengeld) und er daher keinen Pflichtunterhalt zahlen muss. Er kündigte zwar freiwillige Zahlungen nach Tilgung seiner Kreditschulden an, aber daraus wurde nichts. Eventuell tut da eine Meldung an die Kindergeldstelle/Finanzamt ganz gut, sollte ich noch über seine Steuerkarte laufen (geht das denn mit 23 noch?)
 

ela1953

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Steuerklasse 1 ist schon korrekt.
Würdest du noch beim Vater wohnen, hätte er 2.

Du musst einen Abzweigungsantrag stellen.
Als Grund gibst du an, dass dir dein Vater weder Unterhalt zahlt, noch das Kindergeld an dich weiter leitet.

Wenn er bereit wäre, dir das Kindergeld zu geben, bräuchtest du nicht mal einen Abzweigungsanteag. Dein Vater könnte auch deine Kontonummer bei der Familienkasse angeben.
Er könnte das aber wieder ändern, so dass du mit der Abzweigung besser dran bist.

Dein Vater ist zwar der Kindergeldberechtigte, hat aber die Pflicht, das Kindergeld für dich auszugeben.

Wenn die Familienkasse deinen Antrag erhalten hat, wird aber erst mal dein Vater zu einer Stellungnahme aufgefordert.

So war das bei mir und meinem Sohn.
Ich bekam einen Fragebogen, dabei hatte ich in den Antrag meines Sohnes vermerkt, dass ich mit der Abzweigung einverstanden bin.

Nachdem ich den Fragebogen ausgefüllt hatte ging das mit der Abzweigung schnell.
 
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