Welche Kündigungsfrist bei Kleinunternehmen

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ela1953

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Ein Bekannter war nach Weihnachten zwei Wochen krank. Dann hat er sich zurück gemeldet und bekam gesagt, dass er seinen Resturlaub nehmen soll. Heute hat er gefragt, wann er Montag anfangen soll. Antwort des Chefs. "Du brauchst nicht zu kommen. Am Liebsten wäre mir, wenn du kündigst."

Selber kündigen macht der Bekannte aber nicht. Sein Arbeitsvertrag war befristet bis August 2012, hat aber weiter dort gearbeitet. Im Vertrag steht die gesetzliche Kündigungsfrist.

Jetzt hab ich bei gesetzlicher Kündigungsfrist nachgelesen und festgestellt, dass diese erst bei Unternehmen ab 10 Mitarbeitern greift. Das Unternehmen hat aber nicht so viele Mitarbeiter.

Noch kam keine schriftliche Kündigung, aber welche Frist gilt denn für so ein Kleinunternehmen? Kann der Chef von heute auf morgen kündigen?
 

obi68

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Jetzt hab ich bei gesetzlicher Kündigungsfrist nachgelesen und festgestellt, dass diese erst bei Unternehmen ab 10 Mitarbeitern greift. Das Unternehmen hat aber nicht so viele Mitarbeiter.

Da verwechselst du Kündigungsschutz mit Kündigungsfrist. Die gesetzlichen (oder vertraglichen) Kündigungsfristen sind natürlich auch in Kleinbetrieben einzuhalten.
 

hemmi

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Die gesetzlichen Fristen gelten überall, ob im Dax Betrieb oder einer Zweimann Klitsche ist dabei unerheblich.:icon_daumen:
 

Hartzeola

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§622 BGB

2) Für eine Kündigung durch den Arbeitgeber beträgt die Kündigungsfrist, wenn das Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen
1.zwei Jahre bestanden hat, einen Monat zum Ende eines Kalendermonats,
2.fünf Jahre bestanden hat, zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats,
3.acht Jahre bestanden hat, drei Monate zum Ende eines Kalendermonats,
4.zehn Jahre bestanden hat, vier Monate zum Ende eines Kalendermonats,
5.zwölf Jahre bestanden hat, fünf Monate zum Ende eines Kalendermonats,
6.15 Jahre bestanden hat, sechs Monate zum Ende eines Kalendermonats,
7.20 Jahre bestanden hat, sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats.

Die gesetzlichen Fristen gelten überall, ob im Dax Betrieb oder einer Zweimann Klitsche ist dabei unerheblich.:icon_daumen:


(5) Einzelvertraglich kann eine kürzere als die in Absatz 1 genannte Kündigungsfrist nur vereinbart werden,

1.wenn ein Arbeitnehmer zur vorübergehenden Aushilfe eingestellt ist; dies gilt nicht, wenn das Arbeitsverhältnis über die Zeit von drei Monaten hinaus fortgesetzt wird;

2.wenn der Arbeitgeber in der Regel nicht mehr als 20 Arbeitnehmer ausschließlich der zu ihrer Berufsbildung Beschäftigten beschäftigt und die Kündigungsfrist vier Wochen nicht unterschreitet.
 

Holger01

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Was für den Bekannten von TE Ela1953 eher zutreffen dürfte, bei Arbeitsdauer seit Befristungsbeginn unter 2 Jahren, ist dies:

"(1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden."

Ebenfalls § 622 BGB, Absatz 1.
 

Muzel

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Ich würde immer dazu raten einen Anwalt einzuschalten. Eine Kündigung funktioniert nur nach dem Ultima ratio Prinzip und ob die eingehalten wurde kann nur ein Gericht feststellen.
 
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