Welche Kosten müssen für Umzug übernommen werden? Wie Antrag stellen

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Jerrycat2

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Hallo,
da wir ja von der Arge aufgefordert wurden uns eine günstigere Wohnung zu suchen,stelle ich mir natürlich die Frage welche Kosten denn dafür übernommen werden müssen.

Eine neue Wohnung haben wir zwar noch nicht aber kann man schon vorher einen Antrag für die Kosten die auf uns zukommen werden, stellen?

Laut unserem jetzigen Mietvertrag müssen die Tapeten bei Auszug wieder runter, Laminat bzw.Bodenbelag entfernt sein, bezahlt die Arge die Entsorgungskosten?

Dann durften wir aus einer 3 Zimmerwohnung eine 4 Zimmerwohnung machen, sprich wir haben eine Wand gezogen die jedoch auch wieder bei Auszug entfernt werden muß. Dies wurde auch schriftlich im Mietvertrag festgehalten.
Also bedeutet dies für uns wir bräuchten einen Container zur Entsorgung der Wand.Muß die Arge die Kosten dafür übernehmen?

Wie sieht es eigentlich damit aus, ich habe ja wie fast jeder ein Telefonanschluß, bei Umzug müßte ja wieder ein neuer her, wer bezahlt dafür denn die Kosten für einen neuen Anschluß???
Und wie sieht es aus wenn ich in einen anderen Kreis ziehe, das Auto, welches ich ja zu Arbeit brauche muß auch umgemeldet werden, kann ich dieses auch mit beantragen?

Was kann man alles beantragen?

Dann interessiert es mich noch wie das mit unserer Kaution aussieht.Darf die Arge diese behalten obwohl wir die selbst gezahlt haben, zu diesem Zeitpunkt standen wir nicht im Leistungsbezug.Würden davon unsere Nebenkostennachzahlung bezahlen, welche die Arge ja nicht bezahlen wollten.

Da wir ja gezwungen werden umzuziehen,möchte ich ja auch die Mehrbelastungen die uns dadurch entstehen von der Arge bezahlt bekommen.:icon_party:


Über Antworten freue ich mich immer
LG
 

penelope

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Was kann man alles beantragen?

den Möbelwagen, und vieleicht die Tapeten/ Farbe fürs neue Heim.

Das sehe ich aber anders, die Arge will doch das wir als 5 köpfige Familie umziehen, das ist unverschämt.Habe erst vor 2 Monaten meine Wohnung renoviert und soll jetzt umziehen.

auch ins kalte Wasser geschmissen:icon_sad: lies dich doch bitte mal hier ein bissel ein.

 

Drueckebergerin

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Stell doch einfach alle zu erwartenden Kosten auf und bitte die Arge um eine Wirtschaftlichkeitsprüfung.
Wie hoch ist denn der Betrag um den Du Deine angemessene Miete überschreitetst?
 

Jerrycat2

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Hi
hier ein Auszug aus dem Schreiben der Arge, was unsere Miete kostet:

Unter Berücksichtigung Ihrer derzeitigen persönlichen Verhältnisse ( Zahl der Familienangehörigen, Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand) und unter Beachtung des örtlichen Mietniveaus sowie der Möglichkeiten des ötlichen Wohnungsmarktes ist im Bereich der hiesigen Kommune bzw. des Kreises Wesel eine Bruttokaltmiete inklusive Betriebs-/Nebenkosten (ohne Heizkosten) maximal i Höhe von 639,45€ anzuerkennen.

Sie machen jedoch Unterkunftskosten in Höhe von 665,70€ inklusive Betriebs-/Nebenkosten ( ohne Heizkosten) geltend.Diese sind somit unangemessen.

Dieser Betrag ergibt sich aus der Jahresrechnung 2007

Verbrauch: 2109,17€ / 12 Monate = 175,76€ zzgl 490,00€ Kaltmiete

Der angegebene Abschlag von 80,00€ entspricht nicht annähernd den tatsächlichen Gegebenheiten, so das auch bei der nächsten Abrechnung mit erheblichen Nachzahlung zu rechnen ist., die zur Unangemessenheit des Wohnraumes führen.

Wie hier zu erkennen hat die Arge unsere Nachzahlung genommen und durch 12 geteilt dann diesen Betrag auf unsere Miete wie im Mietvetrag angegeben,aufgeschlagen.
ein Umzug wird sie sicherlich teurer kommen.
LG
 

Kikaka

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-Offensichtlich sind hier Heizkostennachforderungen die Ursache.
- 80 Euro für Heizkosten im Mietvertrag angegeben, tatsächlicher Verbrauch ist 175,76 Euro ...........?

Sie machen jedoch Unterkunftskosten in Höhe von 665,70€ inklusive Betriebs-/Nebenkosten ( ohne Heizkosten) geltend.Diese sind somit unangemessen.

- ? Könnt Ihr mal mitteilen was für einzelne Daten im Mietververtrag da angegeben sind ?

Was kann man alles beantragen?

Tacheles Forum: Alllso...
 

Jerrycat2

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-Offensichtlich sind hier Heizkostennachforderungen die Ursache.
- 80 Euro für Heizkosten im Mietvertrag angegeben, tatsächlicher Verbrauch ist 175,76 Euro ...........?



- ? Könnt Ihr mal mitteilen was für einzelne Daten im Mietververtrag da angegeben sind ?



Tacheles Forum: Alllso...
Nein, diese Berechnung sind ohne Heizkosten, für Heizkosten wurden 50€ vom Vermieter in der Abrechnung pro Monat genommen.Wir wohnen in einem Neubau und unsere Heizkosten waren sehr gering haben noch nichtmal diese 50€ im Monat verbraucht.Es sind die anderen Nebenkosten wie Müllabfuhr, Wasser, Fahrstuhl, Gartenpflege Versicherung Allgem.Hausstrom usw.



Ja sobald ich den Mietvertrag zur Hand habe( Männe hat ihn verlegt) werde ich die Kosten hier mal auflisten.

Lg Jerrycat2
 

Mario Nette

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639,45 € zu 665,70 € = 26,25 € über der Grenze. KdU (also kalt) müssen bis zur Grenze übernommen werden, Heizkosten im vollen Umfang, soweit angemessen. 26,25 € * 12 (Monate) = 315 €. Ich denke, ein Umzug ist gerade bei einer so großen Familie wesentlich teurer und damit weniger wirtschaftlich, als die Familie in der Unterkunft weiter wohnen zu lassen.

Wie das mit der Nebenkostenabrechnung hier jetzt aussieht, verstehe ich noch nicht ganz.

Mario Nette
 
G

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Gast
26,25 € x 24 Monate = 630 € Hiervon müssen alle Kosten des Umzuges finanzierbar sein, ansonsten muss ARGE die Umzugskostenübernahme verweigern.

Die Heizkosten der Zukunft sind hier nicht zu berücksichtigen, da diese in ihrer Höhe doch unbekannt sind.
Zudem werden diese Kosten in ähnlicher Höhe auch bei anderen in Größe und Bauqualität etwa vergleichbarem Wohnraum anfallen.


Da ein ALG II Kunde sein Nicht schonvermögen bereits aufgebraucht hat, bleiben alle mit dem Wohnungswechsel verbundenen Kosten bei ARGE. Im Regelsatz ist dafür nix berücksichtigt.
 

Kikaka

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Wie das mit der Nebenkostenabrechnung hier jetzt aussieht, verstehe ich noch nicht ganz.
Mario Nette

Es sind die anderen Nebenkosten wie Müllabfuhr, Wasser, Fahrstuhl, Gartenpflege Versicherung Allgem.Hausstrom usw.
Jerrycat

- Wohl wieder mal das Thema Bruttokaltmiete..........
-Die Betriebskosten, die in die Bruttokaltmiete einfliessen, stehen fast alle unter dem direkten Zugriff der Kommune. Grundsteuer über den Hebesatz, Müll, Abwasser,..
- Das Problem ist das von den SG´S dieses überwiegend akzeptiert wird.


Mietobergrenzen - Willkür ohne Gnade! - Der Sozialticker

Der Sozialticker rät daher allen Betroffenen gegen die Bescheide, welche sich an der neuen Mietobergrenze orientieren, Widerspruch einzulegen und durch die Sozialgerichte entscheiden zu lassen und ob diese Praxis der Regelsatzkürzung, was dieses für viele Mieter bedeutet, in letzter Instanz rechtens ist.

-Achtung : Widerspruch nur gegen Bescheid möglich ........
- Wenn möglich Anwalt einschalten
-ab sofort Dokumentation über Wohnungssuche anlegen
 

Jerrycat2

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vielen dank für die Antworten, jedoch weiß ich immer noch nicht so genau was übernommen werden muß. Werde wohl noch was mehr lesen müssen.
Nun nochmal zu den Kosten der Wohnung:
490,00 Kalt
20,00 stellplatz
50,00 Heizung
80,00 nebenkosten wie Wasser usw.

Verheitzt haben wir gerade mal ca.38,00€ im Monat, also daran liegt es nicht
sondern wie schon mal geschrieben an den Müll, Kanalgb. usw.

Unsere Wohnung darf nur 639,00€ inkl. Nebenkosten jedoch ohne Heizkosten kosten.
Die Arge hat unsere letzte Abrechung genommen und diese Nachforderung durch 12 geteilt und diesen Betrag auf unsere Miete ohne Heizkosten aufgeschlagen und daher ist sie nun zu teuer.

Na ja wenn die meinen, dann werden wir mal fleißig suchen.
LG
 
E

ExitUser

Gast
Die Kostensenkungsaufforderung stellt einen Hinweis dar. Erst wenn gekürzt wird, entsteht ein VA.

Hier vor Ort sachkundige, fachliche Hilfe holen (Initiativen), denn es gilt, mehreres zu hinterfragen.

Eine Angemessenheitsprüfung setzt immer die Einzelfallprüfung voraus.
Wir wissen natürlich, dass die sich in den seltesten Fällen daran halten.

Letzlich unterliegt es der gerichtlichen Überprüfung. Immer und immer wieder, obwohl das BSG, ich erinnere hier nur mal an Eicher, bereits dazu mehrfach geurteilt hat.

Muss dann trotzdem umgezogen werden, geht man strategisch und taktisch klug vor.

Es wird eine Unterkunft gesucht, die den Angemessenheitskriterien entspricht.
Diese Wohnung läßt man sich schriftlich genehmigen. Noch nicht einziehen und auch noch keinen Mietvertrag unterzeichnen.

Jetzt sind die Brüder gefangen, denn nun müssen alle Kosten im Zusammenhang mit dem Umzug übernommen werden.

Die da sind, Wohnungsbeschaffungskosten, Umzugskosten, eventuelle Einzugs- und Auszugsrenovierungen (s. aber dazu die BGH-Rechtsprechung), Kaution (rückzahlungsfreies Darlehen, solange man Sozialleistungen erhält) und Erstaustattung.

S.a.: www.elo-forum.org
 

Amelie-Sophie

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@ Mambo

"
Es wird eine Unterkunft gesucht, die den Angemessenheitskriterien entspricht.
Diese Wohnung läßt man sich schriftlich genehmigen. Noch nicht einziehen und auch noch keinen Mietvertrag unterzeichnen.

Jetzt sind die Brüder gefangen, denn nun müssen alle Kosten im Zusammenhang mit dem Umzug übernommen werden.

Die da sind, Wohnungsbeschaffungskosten, Umzugskosten, eventuelle Einzugs- und Auszugsrenovierungen (s. aber dazu die BGH-Rechtsprechung), Kaution (rückzahlungsfreies Darlehen, solange man Sozialleistungen erhält) und Erstaustattung."

klingt gut ist aber leider nicht (immer)so.mir wollen sie nur die kosten eines transporters bezahlen.den fahrer muß ich selber stellen.renovierungskosten -gar nicht und auch alles andere nicht.auch die kaution nicht.
 
E

ExitUser

Gast
Leutz ich bitte euch, wir können doch nicht von hier aus eure Rechte durchsetzen. Das müsst ihr schon selbst übernehmen. Wir können nur Hilfestellung geben. Würdet ihr in Köln wohnen, wäre direkte Hilfe möglich.

Die schriftliche Zusicherung stellt einen VA i.S.d. §§ 31, 34 SGB X dar. Die Übernahme der Kosten ist somit zwingend.

Natürlich soll der Umzug selbst mit Verwandten und Bekannten organisiert werden. Ausnahme sie sind nicht vorhanden, bzw. man ist alt, krank, gebrechlich etc.

Nach 2 bis 3 Kostenvoranschlägen muss dann der Sozialleistungsträger die Kosten für den Mietwagen mit Fahrer, Benzin, eventuelle Versicherungen, Kaution usw. bezahlen.
Aber auch hier greift vor Abschluss des Vertrages mit dem Umzugsunternehmen die Antragserfordernis.

Die Kaution ist als tilgungsfreies Darlehen zu übernehmen. Die Einbehaltung von monatlichen Raten vom ALG II zur Tilgung eines Darlehens für eine Mietkaution ist nicht vereinbar mit den Vorschriften des SGB II.

Das Forum ist voll von Hinweisen.

Abschleßend: Wo kein Kläger - da kein Richter.
 
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Hallo

Kann nur erfahrungsgemäß was sagen zu Ummeldung des KFZ.

Bei mir wurde erst die Zuständigkeit der alten Arge auf die neue geschoben.
Dann lehnte die alte Arge meinen Widerspruch ab mit der Begründung KFZ- Ummeldekosten hätten nichts mit dem Umzug (der in dem Schreiben sinngemäß als „Akt von beweglichen Gütern“ bez. wurde) zu tun.
(Das klingt schon wie aus einem Gesetzestext abgeschrieben)

Mein Anwalt (Fachanwalt Sozialrecht) kennt kein Urteil über diese Sache.
Er sagte auch auf meine Frage zur Prozesskostenhilfe, ich müsste damit rechnen wenn ich klage und verliere, dass ich auf den Schulden der Prozesskostenhilfe sitzen bleibe.
(diese x…Jahresfrist in der man bei einem bestimmten Einkommen diese nachzahlen muss)

Ich könne nur versuchen ohne Anwalt zu klagen.
Aber er sah wenig Hoffnung und er kannte keine Klagen diesbezüglich.

Wenn ich mir aber die „Nebenkosten“ diesbezüglich ausmahle und die Dauer der Geschichte bei den heutigen Zeiträumen der Gerichtsentscheidungen im Gegensatz zu den ca. 70 € KFZ-Ummeldung,(und nicht mal ein/e bekannte/s Klage/Urteil) …“ so long“…

mfG
 
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