Welche Gründe gibt es für ein Hausverbot als Beistand?

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romeo1222

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Hallo,

welche Gründe gibt es für ein Hausverbot als Beistand? Natürlich Bedrohung, Beleidigung, Gewalt usw., aber gibt es noch mehr?

Hintergrund ist, das ich heute als Beistand beim Termin meiner Mitbewohnerin mit war. Sie mag ihn von Anfang an schon nicht, da er sehr arrogant und unfreundlich ist. Hatte ihr einige unpassende Stellenvorschläge mit RFB ausgedruckt (Qualifikationen werden gefordert, die sie nicht hat und ähnliches), ein Antrag bezüglich Maßnahmefahrtkosten, ein Antrag womit sie passende Kleidung für Bewerbungsgespräche beantragen kann (Natürlich nur mit mündlicher Zusage), sowie angebliche Zuweisung und eine EGV.

Ich hatte sie lediglich per flüstern an 1-2 Dinge erinnert, die sie ansprechen wollte, aber vergessen hatte. Waren also nur 1-2 Sätze.

Dann wurde die EGV vorgelegt, und sofort eine Unterschrift verlangt. Ich flüsterte zu, nicht unterschreiben, mitnehmen zum prüfen, woraufhin der SB laut und richtig wütend geworden ist, dass es ja nicht angehen kann, dass ich so dekonstruktiv wäre und blablabla.

Er drohte mir mit Hausverbot beim nächsten Termin, woraufhin dann die Frau einen kleinen Nervenzusammenbruch bekam, nachdem er eine Unterschrift von ihr zu sofort verlangte (Unterlagen würde sie nicht mitbekommen!), er sie unter Druck setzte, laut und richtig arrogant wurde, sowie mir mit Hausverbot drohte.

Wäre es theoretisch möglich, jemandem Hausverbot zu geben, weil er angeblich dekonstruktiv wäre? Dem dekonstruktiv hatte ich ja widersprochen, und insgesamt hatte ich nur 2 kleine Sätze per flüstern zu ihr gesagt.
 

gelibeh

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AW: Gründe für Hausverbot?

Hat sie unterschrieben?
Ein SB kann Dich als Beistand nur schriftlich ablehnen und alles was Du sagst ist so, als ob die zu begleitende Person das gesagt hat. Mit dem Hausverbot weiß ich jetzt nicht so genau, ob man da eine Begründung abgeben muss.
Sollte sie die EGV unterschrieben haben, hast Du ja mitgehört, dass sie genötigt wurde. Dann könnte sie dagegen was unternehmen.
 

HajoDF

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Hi romeo,
als Beistand muss man nicht flüstern, sondern sagt laut, dass man die EGV erst einmal mitnimmt, um sie zu prüfen. Fertig.
Sollte der SB ausfallend werden, wird das Gespräch sofort beendet.
Droht er gar mit Hausverbot ohne Grund, begibt man sich schnurstracks zum Teamleiter.

Deshalb rate ich dazu, das gemeinsame Vorgehen beim SB vorher genau zu besprechen.
 
S

silka

Gast
welche Gründe gibt es für ein Hausverbot als Beistand? Natürlich Bedrohung, Beleidigung, Gewalt usw., aber gibt es noch mehr?
Wäre es theoretisch möglich, jemandem Hausverbot zu geben, weil er angeblich dekonstruktiv wäre? Dem dekonstruktiv hatte ich ja widersprochen, und insgesamt hatte ich nur 2 kleine Sätze per flüstern zu ihr gesagt.
Warum flüstert ein Beistand? Du kannst das, was du meinst, erinnern zu müssen, doch laut und deutlich sagen. Das gilt dann so, als hätte es der LB selbst gesagt.
Theoretisch und praktisch wird es dafür kein Hausverbot geben.
Der SB hat sich aufgeplustert.
So seh ich das.
"dekonstruktiv sein" ----der SB hat wohl im Workshop ein neues Wort gelernt ?
Man muß seinen Vermittler nun auch wirklich nicht mögen;-)
 

Sprotte

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AW: Gründe für Hausverbot?

Mit dem Hausverbot weiß ich jetzt nicht so genau, ob man da eine Begründung abgeben muss.

Aber sicher....so einfach Hausverbot in öffentlichen Räumen ist nicht.
Ausserdem musst du dazu die Befugniss übertragen bekommen haben.....trotzdem gilt,mündlich ohne schriftliche Begründung ist kaum durchsetzungsfähig.



In deinem Fall,romeo, reicht ein Blick in den 13ner :

(6) Bevollmächtigte und Beistände können vom Vortrag zurückgewiesen werden, wenn sie hierzu ungeeignet sind; vom mündlichen Vortrag können sie nur zurückgewiesen werden, wenn sie zum sachgemäßen Vortrag nicht fähig sind. Nicht zurückgewiesen werden können Personen, die nach § 73 Abs. 2 Satz 1 und 2 Nr. 3 bis 9 des Sozialgerichtsgesetzes zur Vertretung im sozialgerichtlichen Verfahren befugt sind.

....mündlich reicht nicht :

(7) Die Zurückweisung nach den Absätzen 5 und 6 ist auch dem Beteiligten, dessen Bevollmächtigter oder Beistand zurückgewiesen wird, schriftlich mitzuteilen. Verfahrenshandlungen des zurückgewiesenen Bevollmächtigten oder Beistandes, die dieser nach der Zurückweisung vornimmt, sind unwirksam.Quelle

....wegen "flüstern" Hausverbot ? Weil der Beistand,das tut was er (nach Absprache) soll : beratend zur Seite stehen ?
......als "Begründung" sehr dürftig und ganz sicher für ein "Hausverbot" absolut nicht ausreichend.
 

JürgenK

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Also...


Das nächste mal sagen,das das Gespräch hiermit beendet ist.Und das auf dieser Grundlage nicht verhandelt werden kann.

Das Gespräch ist hiermit beendet.

Aufstehen,sich verabschieden...und den Raum verlassen.

Macht ein Kollege von mir immer,wenn der Sachbearbeiter blöd kommt.Kann nichts passieren wenn ihr das Gespräch abbrechen tut...da ihr ja zum Termin erschienen seid.


Obendrauf würde ich noch eins setzen...deine Mitbewohnerin sollte sich in Ärztliche Behandlung begeben.

Nervenzusammenbruch...Deppresiv...e.t.c.
 

kelebek

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AW: Gründe für Hausverbot?

Macht Ihr Beiden erst einmal ein Gesprächsprotokoll - von Euch Beiden zu datieren + zu unterschreiben. --> Kommt in ihre (der begleiteten Persons) persönliche Akten (daheim).

Es ist möglich, den SB im Rahmen der Auskunftspflicht von Amts wegen darum zu bitten (eigentlich aufzufordern, man kann das auch als Antrag formulieren; der würde m.E. vom SB dann umgehend zu den Akten genommen werden müssen und auch innerhalb einer angemessenen Frist beschieden werden müssen), ...also: ...zu bitten, das angedrohte Aussprechen eines Hausverbotes zu begründen.


(Man mag dabei bedenken, dass dies das Gesprächsklima kaum verbessern wird; abzuwägen ist da deswegen m.E. auch im Rahmen der ureigensten Interessen der geladenen LE.)
 

romeo1222

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AW: Gründe für Hausverbot?

Hat sie unterschrieben?
Ein SB kann Dich als Beistand nur schriftlich ablehnen und alles was Du sagst ist so, als ob die zu begleitende Person das gesagt hat. Mit dem Hausverbot weiß ich jetzt nicht so genau, ob man da eine Begründung abgeben muss.
Sollte sie die EGV unterschrieben haben, hast Du ja mitgehört, dass sie genötigt wurde. Dann könnte sie dagegen was unternehmen.

EGV hatte sie nicht unterschrieben, besonders toll meinte ich das es Gesetze und Gerichtsurteile, sogar vom BSG gibt, darauf meinte der Fallmanager das interessiere ihn nicht :icon_kotz2:
 
E

ExitUser

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AW: Gründe für Hausverbot?

Hat sie unterschrieben?
Ein SB kann Dich als Beistand nur schriftlich ablehnen und alles was Du sagst ist so, als ob die zu begleitende Person das gesagt hat. Mit dem Hausverbot weiß ich jetzt nicht so genau, ob man da eine Begründung abgeben muss.
Sollte sie die EGV unterschrieben haben, hast Du ja mitgehört, dass sie genötigt wurde. Dann könnte sie dagegen was unternehmen.


das muss der garnicht
er kann einfach das Hausverbot aussprechen da der SB im stellvertreten das Hausrecht der Geschäftsführung vertritt

so einfach ist das
 

romeo1222

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Hi romeo,
als Beistand muss man nicht flüstern, sondern sagt laut, dass man die EGV erst einmal mitnimmt, um sie zu prüfen. Fertig.
Sollte der SB ausfallend werden, wird das Gespräch sofort beendet.
Droht er gar mit Hausverbot ohne Grund, begibt man sich schnurstracks zum Teamleiter.

Deshalb rate ich dazu, das gemeinsame Vorgehen beim SB vorher genau zu besprechen.

Ja, das mit dem laut sprechen traue ich mich noch nicht so. Werde aber daran arbeiten.
Ich meinte zu dem Fallmanager, wenn er mir jetzt Hausverbot geben würde, würden wir beide sofort gehen. Was er darauf geantwortet hatte, weiß ich leider nicht, da ich auch sehr angespannt war und leider kein selbstbewusster Mensch bin, sodass es mich auch mit nahm.

Teamleiter haben wir morgen ein Gespräch, waren auch direkt nachdem Gespräch unten an der Rezeption, und wollten jemanden sprechen. Da meine Mitbewohnerin noch andere Behördentermine hatte, und es bis zu einer weiteren Stunde Wartezeit gedauert hätte, ehe wir Gehör gefunden hätten, nahmen wir den morgigen Termin an.

Zum Abschluß des "Gesprächs" meinte der FM, dass ich noch nie was konstruktives beigetragen habe (War bestimmt schon 10mal als Beistand bei ihm dabei), und er mit seinem Teamleiter absprechen wird, inwiefern man mir ein Hausverbot als Beistand erteilen kann.

Wenn es hierfür keine Rechtsgrundlage gibt, umso schöner. Um dem entgegen zu wirken, wollten wir auch direkt seinen Vorgesetzten sprechen.
 

romeo1222

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AW: Gründe für Hausverbot?

....wegen "flüstern" Hausverbot ? Weil der Beistand,das tut was er (nach Absprache) soll : beratend zur Seite stehen ?
......als "Begründung" sehr dürftig und ganz sicher für ein "Hausverbot" absolut nicht ausreichend.


Eher weil ich dekonstruktiv mich in die Termine einmische. Und ein 2maliges flüstern mit 2 Sätzen in ca. 20 Minuten, kann man wohl kaum Gesprächsklima sprengen nennen.
 
J

James Bond 07

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Hallo,

welche Gründe gibt es für ein Hausverbot als Beistand? Natürlich Bedrohung, Beleidigung, Gewalt usw., aber gibt es noch mehr?

Hintergrund ist, das ich heute als Beistand beim Termin meiner Mitbewohnerin mit war. Sie mag ihn von Anfang an schon nicht, da er sehr arrogant und unfreundlich ist. Hatte ihr einige unpassende Stellenvorschläge mit RFB ausgedruckt (Qualifikationen werden gefordert, die sie nicht hat und ähnliches), ein Antrag bezüglich Maßnahmefahrtkosten, ein Antrag womit sie passende Kleidung für Bewerbungsgespräche beantragen kann (Natürlich nur mit mündlicher Zusage), sowie angebliche Zuweisung und eine EGV.

Ich hatte sie lediglich per flüstern an 1-2 Dinge erinnert, die sie ansprechen wollte, aber vergessen hatte. Waren also nur 1-2 Sätze.

Dann wurde die EGV vorgelegt, und sofort eine Unterschrift verlangt. Ich flüsterte zu, nicht unterschreiben, mitnehmen zum prüfen, woraufhin der SB laut und richtig wütend geworden ist, dass es ja nicht angehen kann, dass ich so dekonstruktiv wäre und blablabla.

Er drohte mir mit Hausverbot beim nächsten Termin, woraufhin dann die Frau einen kleinen Nervenzusammenbruch bekam, nachdem er eine Unterschrift von ihr zu sofort verlangte (Unterlagen würde sie nicht mitbekommen!), er sie unter Druck setzte, laut und richtig arrogant wurde, sowie mir mit Hausverbot drohte.

Wäre es theoretisch möglich, jemandem Hausverbot zu geben, weil er angeblich dekonstruktiv wäre? Dem dekonstruktiv hatte ich ja widersprochen, und insgesamt hatte ich nur 2 kleine Sätze per flüstern zu ihr gesagt.


Beistand § 13 Abs 4 SGB X - Teil 1 Text:Auszug: von Wulffen, SGB X, 7. Aufl.:



Der Beistand ist eine Person des Vertrauens, die nicht für (wie der Bevollmächtigte - § 164 Abs 1 BGB), sondern neben dem Beteiligten auftritt. Die daraus unter Umständen resultierenden Schwierigkeiten - wenn der Beteiligte und der Beistand nämlich etwas Unterschiedliches oder Gegensätzliches vorbringen, werden durch Satz 2 vermieden. Danach gilt das von dem Beistand Vorgetragene als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht. Der Beistand bedarf keiner besonderen Legitimation. Es genügt, dass der Beteiligte „mit ihm" zu Verhandlungen und Besprechungen „erscheint". Er muss jedoch geschäftsfähig sein, da er Verfahrenshandlungen neben dem Beteiligten vorzunehmen hat (§ 11 Abs 1 Nr 1). Handlungsfähigkeit nach § 11 Abs 1 Nr 2 dürfte dagegen nicht ausreichen, da diese höchstpersönlichen Charakter hat (vgl Rdnr 4). Dagegen spricht auch, dass der Beistand im Allgemeinen wegen seines größeren Fachwissens hinzugezogen wird. Fraglich ist, ob der Beistand auch zum schriftlichen Vortrag zuzulassen ist. Dagegen spricht einerseits der Wortlaut des Abs 4 und andererseits die Rechtsunsicherheit, die durch die fehlende unverzügliche Widerspruchsmöglichkeit des Beteiligten eintritt. Denn anders als beim Bevollmächtigten kann beim schriftlichen Vortrag des Beistandes keine Vollmacht bzw Zustimmung vermutet werden. Dafür spricht allerdings, dass Beistände nach Abs 5 S 1 auch vom schriftlichen Vortrag zurückgewiesen werden können, woraus im Umkehrschluss folgt, dass sie bei Eignung zum schriftlichen Vortrag zuzulassen sind. Diesem Umkehrschluss kann im Hinblick auf die Begründung zu § 13 Abs 6 des ursprünglichen Entwurfs (BT-Drucks 8/2084, S 31) jedoch nicht beigetreten werden. In dieser Fassung des Abs 6 S 1 waren die Beistände nicht aufgenommen worden, „weil diese nach Abs 4 nur bei mündlichen Verhandlungen und Besprechungen tätig werden können".
7. Zurückweisung
14
Nach Abs 5 sind Bevollmächtigte und Beistände zurückzuweisen, wenn sie entgegen § 3 des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG v 12.12.2007 - BGBl I 2840 -, zuletzt geändert durch Ges v 30.7.2009 - BGBl I 2449, 2472 -) Rechtsdienstleistungen erbringen. Das RDG regelt seit dem 1.7.2008 die Befugnis, außergerichtliche Rechtsdienstleistungen zu erbringen. Bevollmächtigte und Beistände sind zurückzuweisen, dh die Behörde muss sie zurückweisen, wenn sie erkennt, dass keine Befugnis vorliegt. Geschäftsmäßig ist weniger als gewerbs- oder berufsmäßig, es muss auch nicht entgeltlich sein, öftere Wiederholung oder Absicht hierzu reicht aus (Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, SGG, Rn 10 zu § 73 SGG). Die mehrfache Betätigung innerhalb eines Verwaltungsverfahrens erfüllt nicht das Merkmal der Geschäftsmäßigkeit. Prozessagenten müssen - anders als im gerichtlichen Verfahren (§ 157 Abs 3 ZPO) - nicht zusätzlich zum mündlichen Verhandeln zugelassen werden. Das RDG enthält keine umfassende Rechtsdienstleistungsbefugnis, sondern regelt - anders als das Rechtsberatungsgesetz - nur die Befugnis von außergerichtlichen Rechtsdienstleistungen, wenn sie zum Einen als Nebenleistung zu einer anderen Tätigkeit gehören (§ 5 RDG). Zulässig sind auch unentgeltliche außergerichtliche Rechtsdienstleistungen (§ 6 RDG), außerdem die (auch entgeltliche) außergerichtliche Rechtsdienstleistung für Mitglieder bestimmter Vereinigungen durch die jeweilige Vereinigung (zB Gewerkschaft). Diese Rechtsdienstleistungen dürfen nur durch eine Person mit Erlaubnis zur entgeltlichen Erbringung von außergerichtlichen Rechtsdienstleistungen oder Befähigung zum Richteramt oder unter ihrer Anleitung erbracht werden (§ 7 RDG). lediglich innerhalb familiärer, nachbarschaftlicher oder ähnliche enger persönlicher Beziehungen ist die Erbringung von unentgeltlichen Rechtsdienstleistungen für jedermann erlaubt.
 

romeo1222

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Also...


Das nächste mal sagen,das das Gespräch hiermit beendet ist.Und das auf dieser Grundlage nicht verhandelt werden kann.


Obendrauf würde ich noch eins setzen...deine Mitbewohnerin sollte sich in Ärztliche Behandlung begeben.

Nervenzusammenbruch...Deppresiv...e.t.c.

Einfach zu gehen, da hatten wir Angst vor, also in Bezug auf Sanktion. Hätte er mich aus dem Raum verwiesen, wäre es einfacher zu gehen.

Vielleicht ist ein kleiner Nervenzusammenbruch zu arg beim Namen benannt. Aber nachdem ich sah, dass sie kein Wort mehr rausbekam, nachdem der FM meinte sofort unterschreiben, flüsterte ich ihr das mit dem nicht unterschreiben. Aber schon so, dass er es auch mithören konnte. So leise kann ich dann doch nicht flüstern. Jedenfalls, darauf weinte sie dann.

Ein Therapie wird auch demnächst endlich begonnen, nach ca. 2 Jahren Wartezeit.
 

gelibeh

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Hier geht das nicht um Beistände, das ist, denke ich, ausreichend geklärt. Aber wenn das wirklich so sein sollte, wie @sumse hier behauptet, dann kann der SB jedem beistand ein Hausverbot aussprechen, wenn ihm die Anwesenheit nicht passt. Da zieht dann der §13 SGBX auch nicht.
@sumse hat doch bestimmt auch eine Rechtsgrundlage für seine Aussage, das man mal so ganz willkürlich ohne Begründung ein Hausverbot erteilen kann.
 

romeo1222

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AW: Gründe für Hausverbot?

Macht Ihr Beiden erst einmal ein Gesprächsprotokoll - von Euch Beiden zu datieren + zu unterschreiben. --> Kommt in ihre (der begleiteten Persons) persönliche Akten (daheim).

Ich bin leider nicht so schnell im schreiben, und multitaskingfähig leider auch nicht so. Sprich zuhören und bei Zeiten was sagen / flüstern ist ok, muss mir schließlich auch Gedanken darüber machen, was da gesagt wird, und ob es der Wahrheit entspricht usw.
 

kelebek

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AW: Gründe für Hausverbot?

Macht Ihr Beiden erst einmal ein Gesprächsprotokoll - von Euch Beiden zu datieren + zu unterschreiben. --> Kommt in ihre (der begleiteten Persons) persönliche Akten (daheim).

...

Ich bin leider nicht so schnell im schreiben, und multitaskingfähig leider auch nicht so. Sprich zuhören und bei Zeiten was sagen / flüstern ist ok, muss mir schließlich auch Gedanken darüber machen, was da gesagt wird, und ob es der Wahrheit entspricht usw.

Ein Gedächnisprotokoll der wesentlichen beim Meldetermin zur Sprache gekommenen Punkte ist hier sinnvoll, angemessen und machbar.

Setzt Euch halt jetzt hin. Habt Ihr so etwas, könnt ihr im Zweifel Eure Glaubwürdigkeit erhöhen. Macht Ihr das nicht, kann Eure Glaubwürdigkeit insofern angezweifelt werden, als dass Ihr keine Gesprächsnotizen oder unmittelbar nach dem Gespräch angefertigte Notizen aus der (unmittelbaren!) Erinnerung schriftlich und datiert vorweisen könnt.

Denn zu bedenken ist, dass auch der SB während oder unmittelbar nach dem Gespräch die wesentlichen Gesprächsbestandteile in Verbis zu protokollieren hat.
 

HajoDF

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Hallo romeo,
ein Gespräch bei dem SB kann man jederzeit abbrechen - sofern es nicht angemessen läuft -, ohne dass Sanktionen möglich sind. Der Meldepflicht wurde ja genügt.
Als Beistand empfliehlt sich immer, ein kurzes Protokoll zu schreiben während des Gesprächs... und wenn es nur Stichworte sind. Ein Gedächtnisprotokoll zuhause stützt dann das Kurzprotokoll.

Hier z. B. klare Nötigung, die EGV sofort zu unterschreiben - das ist rechtswidrig,
oder Hausverbotsandrohung an den Beistand wegen berechtigter Gesprächsbeteiligung - auch das ist rechtswidrig.
 

romeo1222

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Hallo romeo,
ein Gespräch bei dem SB kann man jederzeit abbrechen - sofern es nicht angemessen läuft -, ohne dass Sanktionen möglich sind. Der Meldepflicht wurde ja genügt.
Als Beistand empfliehlt sich immer, ein kurzes Protokoll zu schreiben während des Gesprächs... und wenn es nur Stichworte sind. Ein Gedächtnisprotokoll zuhause stützt dann das Kurzprotokoll.

Hier z. B. klare Nötigung, die EGV sofort zu unterschreiben - das ist rechtswidrig,
oder Hausverbotsandrohung an den Beistand wegen berechtigter Gesprächsbeteiligung - auch das ist rechtswidrig.

Danke, wird ab sofort gemacht.
 

hartaber4

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Besser wäre es in der Tat, war aber leider nicht möglich.


u.a. aus der PDF

SG Kassel, B.v. 12.09.2008 - S 7 AS 554/08 ER

Ein Hartz-IV-Bezieher hat das Recht, zu Terminen mit der Hartz-IV-Behörde (ARGE) bis zu 3 Personen als Beistände gemäß § 13 Abs 4 SGB X zwecks Wahrung seiner Interessen mitzunehmen.
Das Gericht entschied auch, dass der Begriff "ein Beistand" im Text des § 13 Abs 4 SGB X eben nicht als Zahlenbegriff zu werten ist, also nicht numerativ, sondern nominativ und bezog sich dabei auf die Kommentare zum SGB X von Wannagat und Hauck/Noftz.
 

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  • Beistand - von Wulffen, SGB 10, 7.Aufl.[1].pdf
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romeo1222

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u.a. aus der PDF

SG Kassel, B.v. 12.09.2008 - S 7 AS 554/08 ER

Ein Hartz-IV-Bezieher hat das Recht, zu Terminen mit der Hartz-IV-Behörde (ARGE) bis zu 3 Personen als Beistände gemäß § 13 Abs 4 SGB X zwecks Wahrung seiner Interessen mitzunehmen.
Das Gericht entschied auch, dass der Begriff "ein Beistand" im Text des § 13 Abs 4 SGB X eben nicht als Zahlenbegriff zu werten ist, also nicht numerativ, sondern nominativ und bezog sich dabei auf die Kommentare zum SGB X von Wannagat und Hauck/Noftz.

Ja, das Urteil ist mir bekannt, aber bringt ja nichts wenn man nicht mehr Leute zur Verfügung hat, mit es in dem kleinen Büro richtig kuschelig werden könnte :)
 
S

silka

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AW: Gründe für Hausverbot?

das muss der garnicht
er kann einfach das Hausverbot aussprechen da der SB im stellvertreten das Hausrecht der Geschäftsführung vertritt
so einfach ist das
Man kann nicht so einfach ein Hausverbot aussprechen. Dieser Vermittler alleine schon gar nicht.
Was erzählst du hier einem ängstlichen Beistand für aberwitzige Sachen?:mad::icon_pic:
Hast du evtl. mal eine Arbeits-oder Dienstanweisung für solche Alleingänge eines frustrierten Vermittlers?
Noch dazu im Nachhinein, denn beim Termin wurde gar nichts ausgesprochen, nur albern rumgefuchtelt und eingeschüchtert.
Wahrscheinlich wars einfach zu heiß.:icon_pfeiff:
 

CanisLupusGray

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AW: Gründe für Hausverbot?

EGV hatte sie nicht unterschrieben, besonders toll meinte ich das es Gesetze und Gerichtsurteile, sogar vom BSG gibt,darauf meinte der Fallmanager das interessiere ihn nicht :icon_kotz2:

Spätestens hier wäre das Gespräch zu beenden und der FM aus Besorgnis der Befangenheit nach §17 SGB X abzulehnen.

Eine Fachaufsichtsbeschwerde gegen den FM erhöht den Druck von der übergeordneten Seite auf ihn.
Mitunter werden solche Schreibtischtiger hiernach recht umgänglich bis handzahm und u.U. findet man sie nach der nächsten Personalumstrukturierung in anderen Bereichen wieder :icon_lol:

Und nochmal:
  • eine vorherige Absprache mit der Hilfe suchenden Person und
  • die Protokollierung des Termins
ist sehr hilfreich.
 
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