Welche Fragen könnten im Vorstellungsgespräch Helfer - Reinigung kommen?

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no idea

Elo-User*in
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Leider brauche ich noch einmal Hilfe.

Eben habe ich eine Mail bekommen, dass ich morgen früh 09:00 Uhr ein Vorstellungsgespräch habe.

Die letzten Wochen habe ich zwar schon im Internet etliche Fragen gefunden, die generell in Vorstellungsgesprächen drankommen können. Da es aber mehr als 200 sind, hinke ich mit den Antworten noch immer gewaltig hinterher.

Kein Gedanke, dass ich bis morgen früh die Antworten auf alle Fragen herausfinden und die Antworten auswendig lernen könnte.

Deshalb wäre es gut, wenn mir vielleicht jemand sagen könnte, was bei Helfertätigkeiten so im Vorstellungsgespräch gefragt werden könnte. Dann könnte ich mich jetzt auf diese Fragen konzentrieren. Hoffe, dass ich dann bis morgen früh auch alles auswendig gelernt kriege. Knapper geht es echt nicht mehr...
 

qwertz123

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Also wenn die Stelle wirklich "nur" als Reinigungshelfer ist, würde ich mir da weniger Gedanken machen, da werden sicherlich kaum Fragen kommen wo du nachdenken musst oder stark überlegen musst nichts falsches zu sagen, du bewirbst dich ja nicht als Manager oder stellvertretender Chef etc..., das ist aber nur meine Meinung.
Geh da locker rein dann machst du das Ding und kein Streß, wie gesagt ist "nur" ein Helferjob und nicht zuviel Gedanken machen einfach locker bleiben.
 

no idea

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Problem in meinem Fall ist, dass ich keinerlei Erfahrung mit irgendwelchen Gesprächen habe und eigentlich bei jeder Frage ewig überlegen müsste. Gespräche mit Personen außerhalb meiner Familie belaufen sich auf maximal 3 bis 4 Stunden pro Jahr. Je nachdem, wie oft ich vom Jobcenter vorgeladen werde.

Vor allem, weil es im Vorstellungsgespräch auch noch wichtig ist, dass meine Antwort nicht irgendwie negativ ausgelegt werden kann. Mir fallen positive Antworten generell sehr schwer.

Hätte ja schon damit angefangen, dass ich zum Beispiel mit "Nein, danke" abgelehnt hätte, falls mir etwas zu Trinken angeboten würde. Im Internet habe ich aber gelesen, dass man annehmen sollte.

Fragen würde ich am Ende des Vorstellungsgesprächs auch nicht stellen, was auch schon wieder ein Fehler gewesen wäre. Dabei finde ich persönlich es total albern, wenn man sich irgendwelche Fragen ausdenken muss, obwohl man eigentlich gar keine hat. Nach Arbeitszeiten darf man ja auch wieder nicht fragen, weil das negativ ankommen könnte.

Gelesen habe ich auch, dass man nicht zu früh ankommen sollte. Da ich aber momentan noch nicht einmal genau weiß, wo das Vorstellungsgespräch stattfindet, kann ich das gar nicht planen. Habe nur die Firmenadresse. Mache ich mich bestimmt auch gleich ganz beliebt, wenn ich die Leute von der Arbeit abhalte, um nach Person X zu fragen.
 

Ramteid

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Hallo,

selbstverständlich kannst du nach den Rahmenbedingungen des Jobs fragen. Dafür ist ein Einstellungsgespräch ja da.
Wenn du Mühe hast pünktlich (dazu gehört auch nicht allzufrüh zuerscheinen) am Ziel anzukommen, kannst du dich von jemanden aus deiner Familie/Freunde bis zum Ort begleiten lassen. 15 min früher dazu sein ist kein Problem.

Fragen must wirklich nicht stellen, wenn du keine hast. Nimm doch ein Getränk an wenn du es benötigst und lehne es ab wenn nicht.

Ich denke du hast das was man Lampenfieber nennt, alles halb so wild :)

möge dein Gespräch so laufen wie gewünscht,

grüsse Ram
 

Wutbuerger

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Ich finde das auftreten mancher Arbeitgeber schon unverschämt .bei meiner letzten Stelle die ich dann auch bekam ,lautete dann die Kardinalfrage : "warum wollen sie ausgerechnet bei uns arbeiten ?"
Reicht es nicht das man Geld verdienen will , die Firma in Nähe des Wohnorts ist , und einem die tätigkeit liegt ?
Muß man sich auch noch in den Laden verlieben ? Ist ja fast fernöstlich ....
Ich würde auf die psychospielchen nicht so fixiert ansprechen ,wenn du denkst was soll ich antworten ist es schon falsch - egal ob du ja oder nein sagst , man kann alles interpretieren .Bleib locker , antworte eher kurz und schnell , als 2 Minuten zu überlegen oder eine Geschichte aus deiner Kindheit vorzutragen
Wird schon - und wenn nicht wars der falsche Laden ...
 

qwertz123

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Mein Tipp bleib einfach locker und du selbst, wenn du die Stelle nur bekommst weil du vorgibst ein anderer zu sein ist es sowieso wertlos und nicht von dauer. Und denk nicht zuviel nach was du sagen könntest oder nicht, tu es einfach. Solange du dieses Vorstellungsgesprächnicht aufgrund eines VVs mit Rechtsfolgebelehrung hast brauchst du dir auch keine Gedanken machen wenn es negativ ausgelegt wird, dann ist es eben so. Sind alles nur Menschen, sowie du.
 

no idea

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Nimm doch ein Getränk an wenn du es benötigst und lehne es ab wenn nicht.

Momentan hoffe ich ja noch, dass man mir gar nicht erst was anbietet.

Ich denke du hast das was man Lampenfieber nennt, alles halb so wild :)

Milliardenmal lieber würde ich irgendwas vor einem großen Publikum rezitieren, als dieses Vorstellungsgespräch zu versauen. Da könnte ich mich wenigstens vernünftig vorbereiten.

möge dein Gespräch so laufen wie gewünscht,

In dem Fall würde man mich wieder wegschicken, weil die Person, die mich eingeladen hat, krank geworden ist ;-)

Ich finde das auftreten mancher Arbeitgeber schon unverschämt .bei meiner letzten Stelle die ich dann auch bekam ,lautete dann die Kardinalfrage : "warum wollen sie ausgerechnet bei uns arbeiten ?"

Vor dieser Frage graut mir auch richtig. Hoffe inständig, dass sie nicht gestellt wird. Eigentlich ist es im Anschreiben und Lebenslauf ersichtlich, dass ich keinerlei Ahnung von dem Job habe und es ein VV war. Man sollte also wissen, dass ich auf eine solche Frage gar nicht antworten kann, weil es ja nicht wirklich zutrifft.

Andernfalls komme ich bis jetzt immer nur auf die Antwort: "Weil ich Geld brauche!"

Mal angenommen, dass ich diese Antwort tatsächlich gäbe: Könnte man im Jobcenter daraus irgendein negatives Bewerbungsverhalten konstruieren?

Könnte sonst höchstens noch behaupten, dass ich gerade ein Buch schreibe und mir spezifisches Wissen über diese Tätigkeit sehr weiterhelfen würde.
 

Wutbuerger

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Andernfalls komme ich bis jetzt immer nur auf die Antwort: "Weil ich Geld brauche!"

Negativ ist das nicht .Ein Personalchef wird denken --und wenn sie was gespart haben sind sie wieder weg ...
Deswegen würde ich eher antworten du findest Sauberkeit wichtig , und das auch du dich in einer gepflegten Umgebung wohl fühlst, machst du das gerne auch für andere.
Bindung zum Job und zum Unternehmen..Anlernen und Einarbeiten kostet die Firma Geld-deswegen schielt man auf treue Mitarbeiter
 

no idea

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MrXY

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Welche Fragen kommen werden, wird dir hier niemand sagen können. Es gibt keinen einheitlichen Fragenkatalog, der in jedem Vorstellungsgespräch Anwendung findet.

Wenn du die zwei folgenden Fragen für dich selber mit ja beantworten kannst, ist aus meiner Sicht zumindest schon mal ein gutes Fundament da. Erste Frage: Hast du eine halbwegs genaue Vorstellung davon, wie deine Arbeitstage ablaufen würden, was du zu tun hättest? Zweite Frage: Glaubst du selber daran, dass du das du den Job gut hinbekommen würdest?

Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg für morgen! :icon_daumen:
 

no idea

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Welche Fragen kommen werden, wird dir hier niemand sagen können. Es gibt keinen einheitlichen Fragenkatalog, der in jedem Vorstellungsgespräch Anwendung findet.

Hätte ja sein können, dass gewisse Fragen bei Helferstellen zum Beispiel immer drankommen oder so.
Gehe davon aus, dass in diesem Bereich nicht Fragen nach Stärken/Schwächen kommen oder was mich an dieser Tätigkeit interessieren würde. Geschweige denn dieser Unsinn, wo man sich in fünf Jahren sehe.

Aber da ja nun einmal ein Vorstellungsgespräch stattfindet, scheint man sich auch bei solchen Tätigkeiten ein Bild vom Bewerber machen zu wollen. Also muss es ja irgendwas geben, was man auch von angehenden Helfern erfahren möchte.

Wenn du die zwei folgenden Fragen für dich selber mit ja beantworten kannst, ist aus meiner Sicht zumindest schon mal ein gutes Fundament da. Erste Frage: Hast du eine halbwegs genaue Vorstellung davon, wie deine Arbeitstage ablaufen würden, was du zu tun hättest? Zweite Frage: Glaubst du selber daran, dass du das du den Job gut hinbekommen würdest?

Und weil eben dieses Fundament nicht da ist, habe ich ja solche Panik vor dem Gespräch.

Was ich über die Arbeit weiß: Die Aufgabe besteht im Sortieren und Legen von sauberer Kleidung. 2-Schicht-System, 40 Stunden pro Woche.

Mir ist nicht einmal bekannt, wann die Schichten jeweils beginnen und enden und ob es eine 5- oder 6-Tage-Woche ist.

Momentan würde ich auch arg dran zweifeln, dass ich den Job könnte. Bin am Überlegen, ob ich die ersten Tage eine Kamera mitnehme und darum bitte, alles filmen zu dürfen, was man mir zeigt. Dann könnte ich zu Hause etwas üben oder mir einprägen welche Knöpfe und Schalter eventuell an irgendwelchen Maschinen in welcher Reihenfolge zu bedienen sind.

Das Mitschreiben per Hand würde ewig dauern.
 

MrXY

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Ich gucke jetzt mal ein wenig in die Glaskugel und versuche mich in die Situation eines Arbeitgebers zu versetzen. Was wäre mir bei einem Mitarbeiter, für eine von dir beschriebene Tätigkeit am wichtigsten.

1. Zuverlässigkeit. Ich müsste mich darauf verlassen können, dass er regelmäßig pünktlich zur Arbeit erscheint.
2. Es müsste ein Interesse, ein gewisser Ehrgeiz vorhanden sein, dass er sich die vielleicht noch nicht gegebenen, jedoch erforderlichen Fertigkeiten aneignet.
3. Er soll eigentlich nur seinen Job machen und nicht das Rad neu erfinden wollen (zumindest nicht gleich am Anfang).

Der erste Eindruck beim Vorstellungsgespräch wäre auch wichtig. Das heißt: Pünktlich (zehn Minuten zu früh ist okay, eine Minute zu spät ist Mist), halbwegs ordentliches Auftreten (nicht die Klamotten mit den meisten Kaffee- oder Ketchupflecken anziehen), ein etwas schüchternes und zurückhaltendes Auftreten würde mir besser gefallen als ein Großmaul das versucht mir zu erklären wo es langgeht.

Zuverlässig bist du doch. Wenn ich mich recht entsinne trägst du doch schon seit geraumer Zeit Zeitungen aus. Und gewillt dich einzuarbeiten bist du doch auch. Hättest sonst ja sicherlich nicht die Idee mit der Kamera gehabt (wirst du nicht brauchen, wenn du zwei Tage lang Wäsche zusammengelegt hast, wirst du zuhause nicht noch zusätzlich üben müssen). Ich kann dich bis jetzt nur ein ganz klein wenig einschätzen, kann mir vorstellen, dass du eine echte Bereicherung für die Firma sein könntest.

Fragen nach den Rahmenbedingungen (Arbeitszeiten, Bezahlung, Urlaubstage, ...) kannst du stellen. Hat der Arbeitgeber mit solchen Fragen ein Problem, ist es ein ********** und die Wahrscheinlichkeit in dessen Betrieb glücklich zu werden tendiert gegen null.

Würde mich freuen, wenn du berichtest, wie es denn so war. Würde mich echt interessieren.
 

no idea

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Fragen wurden eigentlich gar nicht gestellt. Außer die am Schluss, ob ich noch Fragen hätte.

Da aber so darauf hingewiesen wurde, wie dringend man Mitarbeiter benötige, konnte ich meine Frage nach Teilzeit schlecht bringen.

Heute nachmittag soll ich anfangen. Das Jobcenter hat natürlich dann gleich beim Arbeitgeber angerufen und aus der eventuell bezahlten heutigen Arbeit eine Maßnahme gemacht. Dabei gäbe es ab 22 Uhr Nachtschichtzuschlag.
Wie lange die Arbeit heute geht, weiß ich noch nicht.

Jobcenter hat aber schon gesagt, dass man auch mehr Probetage finanzieren würde. Mir reicht es schon, dass ich diesen Tag jetzt quasi unbezahlt habe.

Wie ist das eigentlich bei diesem Fahrtkostenantrag?

Im Jobcenter wurde gesagt, dass ich da "Mitfahrer" ankreuzen soll, wenn ich gebracht und abgeholt werde. Gibt es dann wirklich trotzdem die vollen 20 Cent pro Kilometer? Auf den doppelten Betrag werde ich wohl keinen Anspruch haben, obwohl die Person, die mich bringt, ja zwei Leerfahrten hat, oder?

Kenne mich absolut nicht aus.
 

Ramteid

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Moin,

Na hat doch geklappt :), glückwunsch!

Unterschreib das mit der Massnahme aufkeinen Fall! Das JC will sich nur auf deine Kosten statistische Vorteile verschaffen. Du hast davon nur den Nachteil eben umsonst arbeiten zu müssen obwohl du ja den Job bereits hast!

Finde ich mal wieder total JC typisch das man obwohl der Arbeitsplatz schon vermittelt ist, noch mal rumzicken muss. schei*s Statistikbetrüger.

Und das mit Mitfahrer würde ich auch nicht tun, voll abrechnen die KM sonst bescheissen Sie dich.
 

Ramteid

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Wenn es dir möglich ist, so lade diese EGV-VA doch bitte hoch. Wirklich einen VA, oder nur einen EGV vorschlag?
 

Wutbuerger

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Die wollen doch so dastehen als hätten sie dich vermittelt .Wenn du einen Arbeitsvertrag unterschrieben hast ohne das der AG nach förderungsmaßnahmen gefragt hat dann würde ich mir den Tag auch bezahlen lassen .
Wo hast du nun so schnell einen VA her ?
 

no idea

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Ich war gestern nach dem Vorstellungsgespräch noch beim Jobcenter, weil ich unter anderem einen Antrag auf Einstiegsgeld stellen wollte und weil man so einen Arbeitstag ja eigentlich melden muss.

Dort hat man die Maßnahme dann in die EGV aufgenommen. Da in dieser Eingliederungsvereinbarung Dinge drinstehen, die ich so nicht akzeptieren kann und das auch nicht ewig diskutieren will, habe ich gleich einen VA verlangt.

Ich weiß, man soll zum Prüfen mitnehmen und Zeit schinden, aber ich wollte vor der Arbeit noch nach Hause und einige Dinge erledigen und das schien mir die schnellste Möglichkeit.

Muss aber zugeben, dass sich diese "Maßnahme" in gewisser Weise als meine Rettung erwiesen hat.

AV hat nämlich nicht geschrieben, dass ich die Schicht machen soll, sondern Maßnahmedauer vom 08.04.2016 bis 08.04.2016.

Das habe ich auf der Arbeit dann auch so mitgeteilt, als ich gefragt wurde, ob irgendwas zu meiner Arbeitszeit vom anderen Schichtleiter (vom Vorstellungsgespräch) gesagt wurde. Damit hätte ich mir fast die zweite Pause verscherzt. Wenn ich schon Mitternacht gehen wolle/dürfe, dann brauche ich eigentlich keine Pause mehr...

Man bedenke dabei: Um 09:00 Uhr das Vorstellungsgespräch. 15:00 Uhr Arbeitsbeginn. 3 Stunden arbeiten im Stehen in unbequemen Schuhen!, dann eine halbe Stunde Pause, dann wieder drei Stunden stehen und dann sollte ich ohne Pause die restlichen 2,5 Stunden noch dranhängen.

Ich war irre froh, dass ich Mitternacht aufhören konnte.

Dort ist es nämlich so: Die Spätschicht geht so lange, bis die Arbeit erledigt ist! Das kann auch bis 02:00 Uhr oder 03:00 Uhr morgens sein. Und ich konnte vorher nicht mal wirklich ausschlafen.

Außerdem kommt noch das klitzekleine Problem dazu, dass mich jemand abholen muss. Wenn ich nicht weiß, wann die Schicht endet, ist das nicht gerade ideal. Brauche also neben bequemen Schuhen auch noch mindestens einen zweiten Surfstick, damit ich der betreffenden Person mailen kann, wann ich Schluss habe.

Wenn ich den Antrag auf Einstiegsgeld stelle, dann bedeutet das ja nicht, dass er auch positiv beschieden wird und am Ende bleibe ich auf allen Kosten sitzen. Die Person, die mich zur Arbeit bringen und abholen muss, verbraucht ja nebenbei auch Sprit.

Das vom AV vorgeschlagene Fahrrad wird sicherlich keine Alternative sein. Meine Füße schmerzen höllisch. Nach 12 Stunden Arbeit und mit schmerzenden Füßen noch kilometerweit Fahrad fahren?

Ich bin absolut unschlüssig, ob ich diese Arbeit annehmen soll. Habe jetzt noch etwas Zeit rausgeschlagen. Man wollte mich schon für Montag einteilen! Bis dahin kriege ich weder bequeme Schuhe noch sonst irgendwas vom AV. Außerdem wäre es mir ganz lieb, wenn sich meine Füße wenigstens minimal erholen könnten. Wie soll man denn testen, ob Schuhe bequem sind, wenn die Füße sowieso noch wehtun?

Das Austragen der Zeitungen heute wird auch noch einmal richtig lustig...

Andererseits... 23 Tage Urlaub im ersten Jahr. Überstunden können abgebummelt werden. Ich müsste also wahrscheinlich nur 10 Monate durchhalten und bekäme etwa 12.000 Euro. Eher mehr, da es nach zwei Monaten eine minimale Gehaltserhöhung gibt und ab 22:00 Uhr Nachtschichtzuschlag. Die etwa 220 Tage würden auch irgendwie vergehen. Hatte den Eindruck, dass das Betriebsklima ganz in Ordnung ist. Gut, da jede einzelne Sekunde gearbeitet werden muss, hat man auch gar keine Zeit, jemanden zu mobben.

Von den Schmerzen abgesehen ist die Arbeit auch durchaus machbar.

Bin echt total unschlüssig. Auf der einen Seite, das viele Geld und die Aussicht darauf, nach 10 Monaten wieder aufhören zu können. Auf der anderen Seite: 220 Tage extreme Schmerzen, die natürlich auch zu Schlafproblemen führen. Aber diese riesige Geldsumme...

Und der zweite Grund, der für diese Stelle spräche wäre, dass sie wenigstens relativ in der Nähe ist. Im allerschlimmsten Notfall könnte ich zu Fuß hinkommen. Alle anderen Vermittlungsvorschläge, die ich jetzt erhalte, gehen mit mindestens 5 Stunden Pendelzeit einher, wenn die Arbeit zu vollen Stunden beginnt und endet. Da bliebe also nur ein Umzug und dann erhöhen sich meine KdU so sehr, dass vom Einkommen kaum was bleibt.

Naja, etwas Zeit zum Überlegen habe ich ja noch. Selbst wenn ich Montag ins Jobcenter gehe, wird wohl kaum alles in ein paar Minuten geklärt sein. Und Einstiegsgeld für 6 Monate müsste schon wenigstens drin sein.
 

Wutbuerger

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Du hast eine Maßnahmedauer von einem Tag ? Hast du in dem Job 5 oder 6 Tagewoche ? 23 Tage Urlaub bei 6 Tage Woche wäre schon arg wenig .Lohnenswert sind die Aussichten , sich wieder einen Anspruch auf ALG1 zu sichern ...
 

Diplomjodler

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Was bedeutet Arbeit denn in deinem Fall hier genau, mir wird das nicht so ganz klar. Handelt es sich dabei um einen Ein-Euro-Job oder hast du einen wirklichen Arbeitsvertrag mit wem eingegangen?
 

no idea

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Ich habe noch keinen Arbeitsvertrag. Es handelt sich um einen echten Job, der mit Mindestlohn bezahlt wird. Nach zwei Monaten gibt es eine kleine Gehaltserhöhung.

Es wäre eine 5-Tage-Woche, also sind die 23 Tage super. Steigt mit jedem Jahr Betriebszugehörigkeit um einen Tag an, bis man 29 Tage Urlaub pro Jahr erreicht hat.

Die Maßnahme ging tatsächlich nur diesen einen Tag. Probearbeit eben.

Habe so einen Zettel vom Jobcenter erhalten:

Angebot einer Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung bei einem Arbeitgeber.

[...]zur Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt nach § 16 SGB II i.V.m. § 45 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 SGB III biete ich Ihnen eine Maßnahme bei folgendem Arbeitgeber an.

Arbeitgeber:

Anschrift:

Inhalt der Maßnahme: betriebliche Erprobung zur Eignungsfeststellung

Beginn der Maßnahme: 08.04.2016

Ende der Maßnahme 08.04.2016

zeitlicher Umfang: Vollzeit

[...]Ihre Mitwirkungspflichten erstrecken sich auf die aktive Teilnahme an der Maßnahme.

Die aktive Teilnahme umfasst den Antritt der Maßnahme, das Einhalten von Terminen und die Teilnahme an der Maßnahme bis zum vereinbarten Maßnahmeende.

Nach diesem Zettel war das vereinbarte Maßnahmeende um Punkt Mitternacht erreicht. Habe sogar ein paar Minuten länger gemacht.

Vollzeit habe ich auch erfüllt, denn das sind nach meiner Meinung 8 Stunden und 15:00 Uhr bis 0:00 Uhr sind 9 Stunden, abzüglich zwei Pausen von je 30 Minuten macht das 8 Stunden.
 

Diplomjodler

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Also eine normale Arbeitsstelle.

Es gibt in Deutschland noch immer das Arbeitszeitgesetz, daran haben sich die Arbeitgeber zu halten. Das besagt im Grundsatz, dass die werktägliche Arbeitszeit nicht 8 Stunden überschreiten darf, Pausen und Arbeitsweg werden da nicht mitgerechnet.

Wenn es einen erhöhten Arbeitsbedarf gibt, dann ist eine Ausdehnung auf werktäglich 10 Stunden jederzeit zulässig, WENN innerhalb eines sog. Ausgleichzeitraums von sechs Monaten oder 24 Wochen ein Durchschnitt von acht Stunden erreicht wird.

Bedeutet: arbeitet man mal einige Zeit lang länger, dann muss danach einige Zeit lang KÜRZER gearbeitet werden. So das Gesetz.
 

no idea

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Der Durchschnitt von 8 Stunden wird dort sicher erreicht. Die Frühschicht beispielsweise endet ja immer zu einer bestimmten Zeit und an zwei Tagen die Woche besteht eine Frühschicht aus nur 7 Arbeitsstunden.

Vermutlich ist da auch nicht immer so extrem viel los. An den zwei Tagen, an denen die Frühschicht nur 7 Stunden hat, wird sicher für die Spätschicht auch nicht so besonders viel zu tun sein. Also immer noch mehr als genug, denn selbst 7 Stunden reine Arbeitszeit kosten jede Menge Überwindung, wenn jeder Schritt eine Qual ist.

Blöd finde ich, dass es immer nach drei Stunden eine halbe Stunde Pause gibt. Mir persönlich wäre es lieber, wenn man sich alle 30 Minuten mal für fünf Minuten hinsetzen und die Füße ausruhen dürfte. Käme auf die gleiche Zeit raus. Mir fiele die Arbeit dann auch irgendwie leichter. Wenn ich weiß, dass ich mich ja gleich wieder kurz ausruhen darf, kann ich den Schmerz etwas besser verkraften. Wenn ich aber nach der Pause weiß, dass ich das jetzt wieder drei Stunden irgendwie durchstehen muss...

Das gilt natürlich auch für die Spätschicht, die ich wegen der besseren Anfangszeit und des Zuschlages nach 22 Uhr sonst am liebsten machen würde. Ich persönlich muss aber wissen, wann die Tortur ein Ende hat. Wenn ich nie weiß, wann ich meine Füße endlich wieder erholen darf, kann ich auch nicht noch einmal letzte Reserven mobilisieren.
 
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