Welche Entfernung ist bei Bewerbungen zumutbar und kann man mich zwingen, umzuziehen

Stabilo Boss

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Wollte nur mal fragen, in welchem Umkreis verpflichtet ist, mich zu Bewerben bzw. nach Stellen zu schauen und ob einen das Amt zwingen kann, dafür umzuziehen?

Das Ding ist: ich habe keinen Führerschein, bin daher nicht mobil (hab nur ein Rad).

ÖPNV ist in Ordnung, aber nicht überragend. Wohne am Niederrhein und bis nach Duisburg bspw. sind es ungefähr 40 km von mir.

Hab gehört, 50 km sind zumutbar.
Ich mache das so, das ich immer ungefähr in diesem Umkreis gucke, ich aber dabei schaue, ob das gut mit Bus/Bahn zu erreichen ist, ohne großartige Extratouren (Fahhradmitnahme usw.).

Da wird es für mich halt manchmal schwierig, da dann Düsselddorf (Hbf.) meine absolute Grenze wäre, ich aber eigentlich nicht so weit fahren wollte. Komme ob meines mentalen Zustandes eh nicht so auf Pendellei klar und brauche auch defintiv meinen Schlaf:wink:

Würde mit dem Rad 20 Minuten zum Bahnhof bei mir fahren, dann in den Zug steigen und ab nach D´dorf. Dauert dann nochmal ne Stunde. Würde ich nicht mehr machen und ist mmn. nicht mehr zumutbar.Mal abgesehen davon, das mich dann doch keiner nimmt, wenn ich von so weit wegkomme ohne Lappen.

Meine SBs haben auch ständig meine reele und mentale unflexibilität kritisiert und haben genörgelt, warum das mit dem Lappen nicht so klappt.

Muss dazu sagen, das ich mal damit angefangen habe, aber nach 6 Monaten abgebrochen habe, weil ich schon etliche Fahtstunden genommen habe, ich nicht weiterkam, ich währenddessen schon 3 mal die Fahrschule gewechselt hatte und insgesamt 1.500€ von meinem Ersparten in den Sand setzte.

Ich kam ja schon bei meiner letzten Kurzzeitstelle in Duisburg nicht mit dem Pendeln klar ( 20 Min Rad, 30 Minuten Zug, 15 Minuten laufen, inkl. sehr früh aufstehen), obwohl das ja noch ne recht gewöhnliche Pendelzeit ist, die viele auf sich nehmen.

Meine Therapeutin ist da die ganze Zeit auf dem Trip, das ich doch von zu Hause ausziehen sollte, ich mir die Träumerei mit meiner Freundin aus dem Kopf schlagen soll (wollen schon länger zusammen ziehen; sie wohnt allerdings noch ländlicher) und in die Metropolen muss, da das sonst eh nichts gibt usw.

Hab das natürlich verneint:biggrin:

Ach ja: Bin im Moment noch in ALGI (INGA)
Wie würde das dann im ALGII aussehen?
Wird da Zumutbarkeit noch großzügiger definiert oder genieße ich Welpenschutz,da ich "einen an der Klatsche hab" und keinen Lappen?

Danke schonmal:icon_mrgreen:
 

Porks

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hi
zumutbar wären ca 2,5 Std Pendelzeit bei Vollzeit
Ländliche Gebiete sogar noch etwas mehr (sagen einige Gerichte so)
Das ist grob die Gesetzes Lage aber wer unbedingt einen Job haben will der nimmt noch ganz andere Wege in kauf.

Klar bestimmt aber nicht für ZAG und Ausbeuter.

Und was Interessiert es einen AG wie du zur Arbeit kommst außer du musst einen Führerschein für den Job haben/Voraussetzung.

Und wenn du Krank bist und dadurch keine langen strecken bewältigen kannst besorge dir ein Gutachten /Attest vom Dr.
Und wenn das angezweifelt wird dann wird das Amt dich halt von seinem MD untersuchen und feststellen ob und wie du Eingeschränkt für den Arbeitsmarkt bist .
 

Kassalla

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Wird da Zumutbarkeit noch großzügiger definiert oder genieße ich Welpenschutz,da ich "einen an der Klatsche hab" und keinen Lappen?
Was zumutbar ist und was nicht, dafür gibt es keine Regeln.

Ich kenne Leute, die pendeln täglich 300 - 400 km mit dem ICE. Und wieder zurück. Allerdings ist deren Tätigkeit dann auch entsprechend vergütet.

Wer einen eher einfachen Job hat, der nahezu überall ausgeführt werden kann, braucht auch nicht zu pendeln.
 

Onkel Tom

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Was zumutbar ist und was nicht, dafür gibt es keine Regeln.
...
Klar gibt es dazu Regeln, sonst hätten wir schon längst immer mehr "Wanderarbeiter"..

...
Ich kenne Leute, die pendeln täglich 300 - 400 km mit dem ICE. Und wieder zurück. Allerdings ist deren Tätigkeit dann auch entsprechend vergütet.
...
Solch Entscheidungen bezüglich "Hauptsache Arbeit" liegen beim Arbeitnehmer und nicht mehr beim JC.

Ein Umzug muss in einem Verhältnis zu dem neuen Job stehen.. Bei Leiharbeit stehen die
Umzugskosten gegenüber des Lohn kaum noch im Verhältnis, zumal das JC anbei die Umzugskosten
übernehmen kann/müsste.
 

faalk

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Was zumutbar ist und was nicht, dafür gibt es keine Regeln.
Muss neu sein, seit 01.06.18 :wink:

unflexibilität kritisiert und haben genörgelt, warum das mit dem Lappen nicht so klappt.
Hat SB nicht zu interessiern, da Führerschein noch keine Pflicht in Deutschland.

Wie würde das dann im ALGII aussehen?
Wird da Zumutbarkeit noch großzügiger definiert oder genieße ich Welpenschutz
Wohl eher das Gegenteil.
 
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