Welche Beitragsbemessungsgrenze wird zur Alg1-Berechnung verwendet? Monatsgehalt oder Jahresgehalt durch zwölf?

Ewald67

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Moin Moin,
mir wurde der Bewilligungsbescheid zum Alg1 zugestellt, wonach ich erheblich zu wenig erhalte. Daher meine Frage, wonach sich die Beitragsbemessungsgrenze richtet.
Ich bekam 12 feste Gehälter plus Urlaubsgeld im Juni. Meines Wissens nach wird das alles zusammengezählt und dann durch zwölf geteilt. Mit diesem Ergebnis wäre ich dann ganz knapp an der Beitragsbemessungsgrenze.
Die AfA hat allerdings nur die einzelnen Monate bemessen und mir somit das Urlaubsgeld im Juni fast komplett weggeschnitten, soweit halt, wie ich damit über der monatliche Beitragsbemessungsgrenze lag. Das kann ja nicht richtig sein. Wenn jemand z.B. immer nur 1.500 € Brutto im Monat verdient und nur in einem Monat 60.000 als Urlaubsgeld beziehen würde, hätte er im Jahr 78.000, das durch zwöf wären 6.500 im Schnitt und somit unter der Beitragsbemessungsgrenze. Also müsste sich das Alg auf dei 6.500 beziehen. Die AfA würde jedoch 11 mal die 1.500 nehmen und im Juni die 61.500 (1.500 + 60.000) auf 6.900 (aktuelle Beitragsbemessungsgrenze) abschneiden. Das ergäbe ja nur (1.500 * 11) + 6.900 = 23.400 / 12 = 1.950 als Basis fürs Alg.
Daher die Frage, ob die einzelnen Monate auf die Beitragsbemessungsgrenze reduziert werden dürfen.
Besten Dank,
Ewald67
 

TazD

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Hallo @Ewald67 ,

überlege dir bitte noch eine aussagekräftigere Überschrift. Du kannst deinen Thementitel noch gut 55 Minuten bearbeiten.

Ein ganzer Satz verbunden mit einer vollständigen Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte auch sein - ergänzend führe ich die Forenregel #11 nochmal an:
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder "Beitragsbemessungsgrenze: zählt jährlich durch zwölf, oder nur monatlich" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/B]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passen deutlich mehr als drei Worte rein ... und im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu auch den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:
 

TazD

Super-Moderation
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Da der obige hinweis ignoriert wurde, schließe ich an dieser Stelle. Wenn der TE sein Thema fortführen möchte, kann er sich hier Klick! mit einer aussagekräftigen Überschrift melden.
 

hierundjetzt

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Für mich klingt das logisch: für alle Beträge über der Beitragsbemessungsgrenze hast du doch auch
keine Beiträge gezahlt, also kann sich daraus keine Zahlung ergeben.
 

specht59

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Es wird nicht jeder Monat einzeln gekappt, sondern der durchschnittliche Verdienst, zu dem auch Weihnachts- und Urlaubsgeld zählen. Es muss natűrlich auch auf der Arbeitsbescheinigung des Arbeitgebers angegeben worden sein.
 

Ewald67

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Erst mal Danke. Auf der Arbeitsbescheinigung sind die einzelnen Gehälter der letzten 14 Monate angegeben (war da 28 Jahre beschäftigt) und in einer Spalte darunter steht halt unter "Einmalig gezahltes Beitragspflichtiges Bruttoarbeitsentgelt" mein Urlaubsgeld, wurde dort allerdings nicht explizit als solches bezeichnet.
Habe daher heute bei der AfA angerufen. Der Berater konnte es mir nicht sagen, hat selbst nachgefragt und meinte dann, dass mich die Leistungsabteilung diesbezüglich heute oder Montag anrufen wird. Bin mal gespannt, was die sagen und werde das hier direkt mitteilen.
Wenn Urlaubs- und Weihnachtsgels mit einbezogen werden müssen, gilt das dann auch für eine jährliche Erfolgsprämie, welche anstelle von Weihnachts- und Urlaubsgeld ausgezahlt wird??

VG, Ewald67
 

Ewald67

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Ok, danke. Danach würden Erfolgsprämien also auch mit angerechnet. Jetzt bleibt nur noch zu klären, ob alles einer einmaligen Zahlung unberücksichtigt werden darf, was in diesem Monat über der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Wenn ja, würden ja bei den meisten Leuten Urlaubs- oder Weihnachtsgeld bei der AlG1-Berechnung nicht angerechnet werden.:unsure:
 

Silvia123

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Hmmmm wo ist deiner Meinung nach die Beitragsbemessungsgrenze? Meiner Meinung nach erreichen die die meisten nicht ansatzweise, oder ich verstehe was falsch, was ich nicht ausschließen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ewald67

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JahrBeitragsbemessungsgrenze
2020West: 6.900 €/Monat (= 82.800 €/Jahr)
Ost: 6.450 €/Monat (= 77.400 €/Jahr)
2019West: 6.700 €/Monat (= 80.400 €/Jahr)
Ost: 6.150 €/Monat (= 73.800 €/Jahr)
 

Ewald67

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Alles seeehr seltsam. Es hat also paar Tage bis zum Anruf der Leistungsabteilung gedauert. Die Sb erklärte mir, dass die Anerkennung von Urlaubsgeld etc. eigentlich nur für Leute mit geringerem Einkommen gedacht wäre :oops: . Insofern könne die Sonderzahlung von Juni 2018 (durch Werksschließung wurde ich zum 28.02.2019 arbeitslos und war bis jetzt krank) nicht auf das ganze Jahr 2018 aufgeteilt werden, um unter der monatlichen Bbg (Beitragsbemessungsgrenze) zu bleiben. Sie könnte mir nur anbieten, auch noch die Monate Januar bis Mai 2018 mit der Juni-Sonderzahlung jeweils bis zur Bbg anzufüllen. Diese sechs Monate bis zur Bbg plus der Restverdienst von Juli bis Dezember 2018 bilden dann die durch zwölf zu teilende Jahressumme.
Ich dachte, da gibt es klare Richtlinien, wie Jahresbrutto max bis zur Bbg und das dann durch zwöf. Oder halt wie es zuerst gerechnet wurde, also alles, was in einem Monat über der Bbg liegt, wird nicht anerkannt, auch wenn man damit unter der Jahres-Bbg liegen sollte. Das ein Sb entscheidet, was anerkannt und wie etwas aufgeteilt wird oder nicht, und einem dann noch nach Gutdünken ein paar Monate bis zur Bbg auffüllt, klingt für mich nach Willkür und nicht nach klaren Vorgaben.
Insofern weiß ich jetzt auch nicht, wie ich da weiterverfahren soll. Der monatliche Unterschied der Berechnung durch die Sb zu meiner Berechnung auf der Homepage der AfA beträgt ca. 90 Euro, welche ich nun zu wenig bekomme. Was soll man da machen??
Viele Grüße,
Ewald67
 

Fox29

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Wenn du mit der Berechnung nicht zufrieden bist und die Meinung vertrittst, dass die Rechnung fehlerhaft ist bleibt dir nur der Widerspruch gegen den Bewilligungsbescheid.
Achte drauf, dass du den schriftlich und nachweisbar einreichst.
 

Ewald67

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Tja, mal sehen, ob ich da noch richtig gegen angehe. Muss zuwenig gezahltes Alg1 eigentlich nachgezahlt werden, wenn dies z. B. auch erst nach über einem Jahr von Alg1-Bezug festgestellt wird? Ist ja eigentlich ne Versicherungsleistung.
 

Kerstin_K

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Tja, mal sehen, ob ich da noch richtig gegen angehe. Muss zuwenig gezahltes Alg1 eigentlich nachgezahlt werden, wenn dies z. B. auch erst nach über einem Jahr von Alg1-Bezug festgestellt wird? Ist ja eigentlich ne Versicherungsleistung.
Ein Wierspruch macht nicht vielArbeit und verursacht kaum Kosten. Du könntest zum Beispeil als Begründung schreiben, dass die berechnung des ALG für dich nicht nachvollziehbar iat und du sie deshalb anzweifelst. Für die weitere Begründung bittest du um eine schriftliche Erklärung.

Wenn der Widerspruch durchgeht, wird dir das ALG nachgezahlt, dass ist Sinn der Aktion.
 

specht59

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Normalerweise kommt es auf das Einkommen der letzten 12 Monate an. Aber nach dem, was du nun zuletzt geschrieben hast, bist du du ja kein 0815-Fall. Dass das Urlaubsgeld "nur für kleine Einkommen gedacht" ist, halt ich für eine merkwürdige Aussage. Und das man die Höhe des Arbeitslosengeldes mit seinem Sachbearbeiter aushandelt, ist mir auch neu. Insofern finde ich den Vorschlag von Kerstin_K auch gut.
 
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