Welche Auswirkungen hat die Pflege der eigenen Mutter auf den Bezug von SGB II ? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Stefanastisch

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 April 2019
Beiträge
21
Bewertungen
5
Hallo liebe Mitglieder,

seit fast 4 Jahren bekomme ich (mitte/ende 50) Zahlungen nach SGB II.
Vor 2 Jahren hatte meine Mutter (mitte/ende 80) eine Krebs-OP. Seither Betreue und Pflege ich sie.
In diesem Jahr habe ich für sie einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt. Sie bekam einen GdB von 80. Vor einem Monat wurde die Feststellung eines Pflegegrades beantragt. Es wurde der Pflegegrad 2 von der Dame vom MDK, die meine Mutter begutachtet hat, diagnostiziert. Einen endgültigen Bescheid von der Kasse haben wir noch nicht.

Jetzt bekam ich von der Pflegekasse diesen Fragebogen:

„Fragebogen zur Zahlung der Beiträge zur sozialen Sicherung für nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen.“

Hat von euch schon jemand, solch einen Bogen ausgefüllt? Ich weiß nicht, welche Auswirkungen die Beantwortung dieser Fragen auf meinen SGB II Bezug haben.

Dies sind Beispiel-Fragen aus dem Bogen:

- seit wann Pflegen sie (Datum) und wie viele Stunden?
- werden sie von der zu pflegenden Person Geld bekommen? Wieviel?
- haben sie während der Zeit der Pflegetätigkeit einen Anspruch auf eine Entgeltersatzleistung nach dem SGB III?

Mein SB vom Jobcenter weiß, dass ein Antrag auf Pflege für meine Mutter von mir gestellt wurde und dass ich die pflegende Person bin. Ich bin selber Schwerbehindert und habe aktuell einen Vermittlungs-Gutschein für ein „soziales Coaching“ bekommen. Einen Träger muss ich mir noch suchen. Dauer: Erstmal 6 Monate, erweiterbar um weitere 6 Monate. Weiß noch nicht was mich da erwartet (2 Termine pro Woche).

Da ich keine Fehler machen will, würde ich gerne wissen, wie ich mich verhalten soll.

LG Stefan
 

FrauRatFrag

Elo-User*in
Mitglied seit
14 Januar 2016
Beiträge
63
Bewertungen
14
Wenn du diesen Bogen erhalten hast, bist du iwo als pflegende Person genannt.

Wenn ihr einen Bescheid erhaltet, zahlt die Pflegekasse evtl. Rentenbeiträge. Dazu musst du mindestens 10 Wochenstunden an 2 Tagen pflegen und dein evtl vorhandener Arbeitsvertag darf nicht über mehr als 30 Std gehen.

Der Betrag, der bezahlt wird (minimal) berechnet sich aus deiner Leistung, die du erhältst (Bescheid mitschicken).

Ich habe das, als ich arbeitslos wurde auch gemacht (unterstütze ein Familienmitglied mit Pflegegrad 2) . Denn diese einbezahlten Monate zählen kurz vor der Rente mit.

Hinweise und Tipps findest du auf entsprechenden Internetseiten DRV, Pflege von Angehörigen etc.

10 Wochenstunden kann man auch abends oder am WoE erbringen...

LG
 

Mona Lisa

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
15 Januar 2008
Beiträge
1.084
Bewertungen
1.444
Was ist soziales Coaching? Nur mal so aus Neugierde gefragt. Für mich hört sich das nicht nach etwas an, was ich erstreben würde.

LG Mona Lisa
 
Zuletzt bearbeitet:

Stefanastisch

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 April 2019
Beiträge
21
Bewertungen
5
Was ist soziales Coaching?
So wie ich es verstanden habe, sind das Sozialarbeiter die mit dir deine Probleme besprechen und versuchen Lösungen zu finden.
Die kommen zu mir nach Hause oder man trifft sich irgendwo anders. Das kann ich selber entscheiden.
Ich kam mit einem Psychotherapeuten nicht klar, da hat mir mein SB diesen Vorschlag gemacht.

Wenn ihr einen Bescheid erhaltet, zahlt die Pflegekasse evtl. Rentenbeiträge. Dazu musst du mindestens 10 Wochenstunden an 2 Tagen pflegen und dein evtl vorhandener Arbeitsvertag darf nicht über mehr als 30 Std gehen.
Danke für den Tipp. Der Bescheid ist heute noch gekommen. Sie hat 38 Punkte erreicht.
 

FrauRatFrag

Elo-User*in
Mitglied seit
14 Januar 2016
Beiträge
63
Bewertungen
14
Bitte überprüfen aber vorher noch einmal die Regeln im ALG Ii-Bezug. Ich mache die Pflege unentgeltlich, damit keiner auf dumme Ideen kommt.
 

Fabiola

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
12 Mai 2015
Beiträge
2.208
Bewertungen
3.347
@FrauRatFrag
Wenn Du als Pflegeperson bei der Kasse eingetragen bist, dann darfst Du auch das Pflegegeld, dass Dir die zu pflegende Person für Deine Aufwendungen gibt behalten, ohne dass dieses vom JC angerechnet werden darf!

Das Pflegegeld erhält die zu pflegende Person von der Kasse. Und sie entscheidet, was sie damit macht. Sie kann es (unter o.g. Bedingungen) JC-unschädlich an Dich weiter geben. Wird Dir nicht angerechnet.

Und noch was: Wenn Du bei der Kasse die offizielle Pflegeperson bist, wirkt sich das positiv für Deine Rentenansprüche aus.
Also überprüfen auch Du mal die Regeln im ALG II-Bezug.
 

Mona Lisa

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
15 Januar 2008
Beiträge
1.084
Bewertungen
1.444
So wie ich es verstanden habe, sind das Sozialarbeiter die mit dir deine Probleme besprechen und versuchen Lösungen zu finden.
Die kommen zu mir nach Hause oder man trifft sich irgendwo anders. Das kann ich selber entscheiden.
Ich kam mit einem Psychotherapeuten nicht klar, da hat mir mein SB diesen Vorschlag gemacht.
Gut, die Maßnahme ist freiwillig. Ich bin nur immer skeptisch, wenn ich Maßnahme höre.

Einen Therapeuten zu finden, bei dem die Chemie stimmt, ist wirklich schwer. Hast Du mehrere versucht?

Ich drücke Dir die Daumen, daß es mit der Maßnahme besser klappt.

LG Mona Lisa
 

Stefanastisch

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 April 2019
Beiträge
21
Bewertungen
5
Gut, die Maßnahme ist freiwillig. Ich bin nur immer skeptisch, wenn ich Maßnahme höre.
Einen Therapeuten zu finden, bei dem die Chemie stimmt, ist wirklich schwer. Hast Du mehrere versucht?
Ich glaube ich versuche es doch nochmal mit einem Therapeuten. Ich bin ja nicht der redselige Typ.
Zweimal in der Woche (mit einem Vermittlungsgutschein) und das ein halbes Jahr lang, mit Sozialarbeitern reden, das wird mir zu viel.
Letztes Jahr war ich 6 Wochen in einer psychologischen Reha, da bin ich nach drei Wochen die Decke hochgegangen.

Wenn ihr einen Bescheid erhaltet, zahlt die Pflegekasse evtl. Rentenbeiträge. Dazu musst du mindestens 10 Wochenstunden an 2 Tagen pflegen und dein evtl vorhandener Arbeitsvertag darf nicht über mehr als 30 Std gehen.
Das heißt ja auch, dass ich mich gar nicht mehr auf eine Vollzeitstelle bewerben kann. Im Monent muss ich ja 6 Bewerbungen im Monat schreiben.
Wenn ich mir die aktuellen Arbeitsangebote in meinem Bereich anschaue, sind da nur 2-3 keine Vollzeitstellen.
 

Stefanastisch

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 April 2019
Beiträge
21
Bewertungen
5
Bin mir nicht mehr sicher, ob ich die Coaching-Maßnahme durchziehen soll.
Vielleicht bin ich bei einem Psycho-Therapeuten besser aufgehoben. Der kann ja auch Medikamente verschreiben, die ich seit einiger Zeit einnehme.
Was meint ihr? Welche Vorteile hätte eine Psycho-Therapie gegen über einem Coaching?

Hier ein Auszug von der Internet-Seite: gsm-group.de

Mobiles Coaching mit psychologischer Betreuung

Vertrauen und Mobilität werden bei uns großgeschrieben. Damit sich unsere Teilnehmenden rundum wohlfühlen, finden ihre Coachings an einem von ihnen ausgewählten Ort oder auch bei ihnen Zuhause statt. Für den gesamten Zeitraum ihrer Teilnahme steht ihnen eine feste Bezugsperson mit Rat und Tat zur Seite – ihr persönlicher Coach. Er unterstützt sie direkt dort, wo sie gerade Hilfe benötigen, sich ratlos oder alleingelassen fühlen. Dazu gehören Behördengänge, genauso wie Schuldnerberatung oder Wohnungscoaching. Zentrale Unterstützung erhalten die Teilnehmenden in diesem Projekt durch spezialisierte Psychologen.
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.163
Hallo Stefanastisch,

seit fast 4 Jahren bekomme ich (mitte/ende 50) Zahlungen nach SGB II.
Vor 2 Jahren hatte meine Mutter (mitte/ende 80) eine Krebs-OP. Seither Betreue und Pflege ich sie.
In diesem Jahr habe ich für sie einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt. Sie bekam einen GdB von 80. Vor einem Monat wurde die Feststellung eines Pflegegrades beantragt. Es wurde der Pflegegrad 2 von der Dame vom MDK, die meine Mutter begutachtet hat, diagnostiziert. Einen endgültigen Bescheid von der Kasse haben wir noch nicht.
Dann sollte der Bescheid dazu aber auch in den nächsten Tagen eintreffen, denn ohne Bewilligung (mindestens Pflegegrad 2) besteht kein Anspruch auf diese Beiträge für die pflegende Person, dann schicken die auch keinen Fragebogen dafür.

Jetzt bekam ich von der Pflegekasse diesen Fragebogen:
„Fragebogen zur Zahlung der Beiträge zur sozialen Sicherung für nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen.“
Das ist also völlig korrekt und von dir auszufüllen, ganz unabhägig davon welche Einkünfte du hast (nur Arbeitszeiten dürfen höchstens bei 30 Wochenstunden sein), es besteht ein Rechts-Anspruch auf diese Pflicht-Beiträge von der Pflegekasse wenn privat (also OHNE offizielle Bezahlung) Angehörige gepflegt werden.

Hat von euch schon jemand, solch einen Bogen ausgefüllt? Ich weiß nicht, welche Auswirkungen die Beantwortung dieser Fragen auf meinen SGB II Bezug haben.
Ja, ich habe diesen Bogen auch schon ausgefüllt, für die Pflege meines Ehepartners und ich war im Bezug von EM-Rente ...
Es ist nicht korrekt, dass es nur Bedeutung für die spätere Altersrente hat, auch die EM-Rente wird dadurch jährlich, um einen kleinen Betrag ansteigen bzw. wird damit auch ein Anspruch auf eine EM-Rente (für pflegende Angehörige) gesichert.

Auf deinen Anspruch an das JC hat das keinerlei Auswirkungen und bei Pflegegrad 2 (für deine Mutter) wird auch vom JC trotzdem weiter erwartet, dass du dich um eine Arbeit bemühst ..., um deinen Leistungsbezug mal zu beenden (oder wenigstens zu verringern).

- seit wann Pflegen sie (Datum) und wie viele Stunden?
- werden sie von der zu pflegenden Person Geld bekommen? Wieviel?
- haben sie während der Zeit der Pflegetätigkeit einen Anspruch auf eine Entgeltersatzleistung nach dem SGB III?
Diese Angaben machst du so wie es in der Realität eben ist, seit wann du schon deine Mutter pflegst ca. sollte dir ja bekannt sein, es ist erstmal unabhängig davon, ob sie da schon einen Pflegegrad hatte, die Beiträge beginnen erst dann zu laufen, wie es im Bescheid stehen wird.
Die Stunden kannst du "schätzen", es sollten aber wenigstens 10 in der Woche sein an wenigstens 2 Tagen ...man kann sich die Pflege ja auch mit anderen Angehörigen / Nachbarn teilen ... die müssen nicht alle im Antrag auf Pflegegeld stehen.
Ich hatte 30 - 40 Stunden eingetragen (an 7 Tagen die Woche), immerhin wohnten wir ja zusammen, da schaut man ja nicht auf die Uhr wenn man was für den pflegebedürftigen Partner macht.

Geld darfst du offiziell dafür GAR NICHT bekommen, denn privat ist Pflege nur "unentgeldlich" ... die Antwort lautet also NEIN auf diese Frage.
Das Pflegegeld wird an deine Mutter überwiesen und sie kann selbst entscheiden was damit geschehen wird und wem sie davon was "abgeben" möchte ... in der Hinsicht solltet ihr der alten Weißheit folgen "NUR Bares ist Wahres" ... also bitte keine Überweisungen fester Beträge aus dem Pflegegeld auf dein Konto einrichten. :icon_evil:

Was sie dir persönlich für deine Aufwendungen und / oder aus "Dankbarkeit" geben wird, geht die Ämter (besonders das JC) absolut GAR NICHTS an ... das erspart dir Diskussionen (mit deiner SB), obwohl das auch nicht "angerechnet" werden dürfte.
Das Pflegegeld steht deiner Mutter zu und NICHT dir ...

Da du bereits seit Jahren ALGII beziehst, hast du KEINEN Anspruch nach dem SGB III ( ALGI) und kannst den auch durch die Pflege nicht (mehr) erwerben, bei Erwerbstätigen kann sogar ein Beitrag an die AfA mit dabei sein für den Fall der Arbeitslosigkeit.

Der Pflegebeitrag wird (je nach bewilligtem Pflegegrad) aus einem "fiktiven Einkommen" gemäß der Pflegestunden gebildet, in meinem Falle wurden rund 150 € Beiträge im Monat an die Rentenkasse überwiesen ... von der Pflegekasse bekommst du dazu dann auch noch genauere schriftliche Informationen.

"Echtes" eigenes Einkommen (und wo das genau herkommt) hat dafür KEINE Bedeutung, der Beitrag ergibt sich also auch nicht aus "Sozial-Leistungen" wie Hartz 4, sogar Hausfrauen OHNE eigenes Einkommen sollen auf diesem Wege jetzt bei der DRV Pflichtversichert sein wenn Angehörige zu Hause von ihnen (unbezahlt !!!) gepflegt werden.

Mein SB vom Jobcenter weiß, dass ein Antrag auf Pflege für meine Mutter von mir gestellt wurde und dass ich die pflegende Person bin. Ich bin selber Schwerbehindert und habe aktuell einen Vermittlungs-Gutschein für ein „soziales Coaching“ bekommen. Einen Träger muss ich mir noch suchen. Dauer: Erstmal 6 Monate, erweiterbar um weitere 6 Monate. Weiß noch nicht was mich da erwartet (2 Termine pro Woche).
Solche "zwielichtigen" Angebote (mit "Bildungs-Gutschein") sind IMMER FREIWILLIG, den Schein musst du also gar nicht einlösen.
Wenn du ärztliche / psychologische Hilfe brauchst solltest du das medizinischen Profis überlassen (ambulante Ärzte und Therapeuten suchen, die dir wirklich helfen könnten) und nicht einem windigen "Maßnahme-Träger", der nur leichtes Geld an dir verdienen will ... :icon_evil:

Du bist NICHT verpflichtet solchen Leuten was zu deiner Person und deinen persönlichen und gesundheitlichen Verhältnissen zu erzählen, deine SB hat auch gar nicht die nötigen (medizinischen) Kenntnisse, das für dich "als geeignet" einschätzen zu können ... wie hat sie dir denn diesen Vorschlag begründet ???

Es wäre das LETZTE, dass ich irgendeinem "Maßnahme-Träger" gestatten würde mich zu Hause aufzusuchen und mir in mein Privatleben reinzupfuschen ... :doh:

Frage deine SB doch mal nach den Erfolgen solcher Coachings und wie viele LE danach wieder in (gut bezahlte) Arbeit gekommen sind ???

Das dient doch nur deiner Entfernung aus der ALO-Statistik, kostet den Steuerzahler noch mehr (sinnloses) Geld und sorgt NICHT dafür deine Ansprüche an das JC zu beenden oder wenigstens zu verringern ...
Deine Gesundheit gehört NUR in die Hände von richtigen Ärzten und Therapeuten, bei diesen Trägern sind meist nur solche "Gestalten" anzutreffen, die im ambulanten Gesundheitswesen auch keiner haben möchte ... :icon_neutral:

Da ich keine Fehler machen will, würde ich gerne wissen, wie ich mich verhalten soll.
Kümmere dich im Rahmen der Notwendigkeiten um deine Mutter und lass dich nicht von deiner SB zu Dingen überreden, die dich auch nicht weiterbringen werden ... und wo du nur deine Zeit verschwenden wirst ...
Du solltest zurückhaltender werden ihr von deinen privaten und gesundheitlichen Problemen zu erzählen, das geht die ALLES so genau gar nichts an ... :icon_evil:

Hast du keinen Hausarzt, der dich AU schreiben kann auf längere Sicht, gesund bist du doch auch nicht wenn man dich in so eine Maßnahme "versenken" will ... mit einer AU vom Arzt hast du Zeit für deine Mutter, musst dich nicht bewerben und auch an keiner sinnfreien "Bildungs-Maßnahme" teilnehmen, die du dir auch noch selber suchen sollst ... mit "Option auf Verlängerung" ... o_O

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.163
Hallo FrauRatFrag,

Wenn du diesen Bogen erhalten hast, bist du iwo als pflegende Person genannt.
Ja, allerdings nicht "irgendwo" sondern wohl ganz bewusst im Antrag der Mutter ... :icon_kinn:

Wenn ihr einen Bescheid erhaltet, zahlt die Pflegekasse evtl. Rentenbeiträge. Dazu musst du mindestens 10 Wochenstunden an 2 Tagen pflegen und dein evtl vorhandener Arbeitsvertag darf nicht über mehr als 30 Std gehen.
Die Mutter wird also auch (wahrscheinlich sehr bald) den Bescheid erhalten und die Klärung, ob die Pflegekasse (ab bewilligtem Pflegegrad 2) Pflicht- Beiträge (für die benannte pflegende Person) tatsächlich an die DRV zahlen MUSS erfolgt ja gerade über diesen Fragebogen ...

Der Betrag, der bezahlt wird (minimal) berechnet sich aus deiner Leistung, die du erhältst (Bescheid mitschicken).
Woher hast du denn diesen Unsinn, die Pflegekasse geht der ALG II-Bescheid überhaupt NICHTS an und den will die auch gar nicht haben ... die will den ausgefüllten Fragebogen haben und sonst (im Falle des LE) gar nichts weiter.

Die Pflegekasse legt (je nach bewilligtem Pflegegrad) einen "fiktiven" Betrag als "Einkommen" fest und daraus ergibt sich der Pflichtbeitrag den die Pflegekasse dann an die DRV überweisen wird, als so "minimal" habe ich den Betrag (immerhin runde 150 € im Monat) bei mir gar nicht angesehen ... :icon_kinn:
Welche eigenen Einkünfte die pflegende Person tatsächlich hat ist dafür völlig irrelevant, sie darf nur nicht mehr als 30 Wochenstunden berufstätig sein ...

Ich habe das, als ich arbeitslos wurde auch gemacht (unterstütze ein Familienmitglied mit Pflegegrad 2) . Denn diese einbezahlten Monate zählen kurz vor der Rente mit.
Vermutlich musstest du da deinen Bezug von ALGI nachweisen, danach wird ja auch gefragt im Fragebogen, das trifft aber auf den TE nicht zu, der bezieht schon seit vielen Jahren ALGII ... wie man oben unschwer nachlesen kann.

Die gezahlten Pflichtbeiträge (von der Pflegekasse) wegen Pflege von Angehörigen zählen generell ab sofort bei Berentungen mit, also auch wenn eine Rente wegen Erwerbsminderung erforderlich werden würde oder bereits (an die pflegende Person) gezahlt wird.
Das kann ich dir aus eigener Erfahrung bestätigen. :icon_daumen:

Hinweise und Tipps findest du auf entsprechenden Internetseiten DRV, Pflege von Angehörigen etc.
Der TE wollte aber hier im ELO-Forum zutreffende Informationen aus Erfahrungen anderer User haben, da hilft es ihm wenig (nach einigen "Halbwahrheiten") so "allgemein" auf das große WWW verwiesen zu werden ... :icon_kratz:

MfG Doppeloma
 

grün_fink

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Juli 2019
Beiträge
2.117
Bewertungen
5.576
Der Unterschied zwischen Facharzt und Psychotherapeut wurde ja bereits genannt.
Ein Coach darf meines Wissens keine Behandlung durchführen. Irgendwo las ich einmal, dass Coaches auch keine psychisch kranken Menschen coachen dürfen.
Zu beachten bei Maßnahmecoaches ist, in wessen Auftrag die arbeiten und in welche Richtung die Beeinflussung gehen soll. Oberstes Prinzip ist immer, die Menschen schnell aus dem Leistungsbezug zu bringen, egal wohin, egal wie. Dem hat sich alles andere unterzuordnen.
 
Oben Unten