Welche Auswirkungen hat die Pflege der eigenen Mutter auf den Bezug von SGB II ? (3 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 1, Gäste: 2)

Stefanastisch

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Hallo liebe Mitglieder,

seit fast 4 Jahren bekomme ich (mitte/ende 50) Zahlungen nach SGB II.
Vor 2 Jahren hatte meine Mutter (mitte/ende 80) eine Krebs-OP. Seither Betreue und Pflege ich sie.
In diesem Jahr habe ich für sie einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt. Sie bekam einen GdB von 80. Vor einem Monat wurde die Feststellung eines Pflegegrades beantragt. Es wurde der Pflegegrad 2 von der Dame vom MDK, die meine Mutter begutachtet hat, diagnostiziert. Einen endgültigen Bescheid von der Kasse haben wir noch nicht.

Jetzt bekam ich von der Pflegekasse diesen Fragebogen:

„Fragebogen zur Zahlung der Beiträge zur sozialen Sicherung für nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen.“

Hat von euch schon jemand, solch einen Bogen ausgefüllt? Ich weiß nicht, welche Auswirkungen die Beantwortung dieser Fragen auf meinen SGB II Bezug haben.

Dies sind Beispiel-Fragen aus dem Bogen:

- seit wann Pflegen sie (Datum) und wie viele Stunden?
- werden sie von der zu pflegenden Person Geld bekommen? Wieviel?
- haben sie während der Zeit der Pflegetätigkeit einen Anspruch auf eine Entgeltersatzleistung nach dem SGB III?

Mein SB vom Jobcenter weiß, dass ein Antrag auf Pflege für meine Mutter von mir gestellt wurde und dass ich die pflegende Person bin. Ich bin selber Schwerbehindert und habe aktuell einen Vermittlungs-Gutschein für ein „soziales Coaching“ bekommen. Einen Träger muss ich mir noch suchen. Dauer: Erstmal 6 Monate, erweiterbar um weitere 6 Monate. Weiß noch nicht was mich da erwartet (2 Termine pro Woche).

Da ich keine Fehler machen will, würde ich gerne wissen, wie ich mich verhalten soll.

LG Stefan
 

FrauRatFrag

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Wenn du diesen Bogen erhalten hast, bist du iwo als pflegende Person genannt.

Wenn ihr einen Bescheid erhaltet, zahlt die Pflegekasse evtl. Rentenbeiträge. Dazu musst du mindestens 10 Wochenstunden an 2 Tagen pflegen und dein evtl vorhandener Arbeitsvertag darf nicht über mehr als 30 Std gehen.

Der Betrag, der bezahlt wird (minimal) berechnet sich aus deiner Leistung, die du erhältst (Bescheid mitschicken).

Ich habe das, als ich arbeitslos wurde auch gemacht (unterstütze ein Familienmitglied mit Pflegegrad 2) . Denn diese einbezahlten Monate zählen kurz vor der Rente mit.

Hinweise und Tipps findest du auf entsprechenden Internetseiten DRV, Pflege von Angehörigen etc.

10 Wochenstunden kann man auch abends oder am WoE erbringen...

LG
 

Mona Lisa

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Was ist soziales Coaching? Nur mal so aus Neugierde gefragt. Für mich hört sich das nicht nach etwas an, was ich erstreben würde.

LG Mona Lisa
 
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Stefanastisch

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Was ist soziales Coaching?
So wie ich es verstanden habe, sind das Sozialarbeiter die mit dir deine Probleme besprechen und versuchen Lösungen zu finden.
Die kommen zu mir nach Hause oder man trifft sich irgendwo anders. Das kann ich selber entscheiden.
Ich kam mit einem Psychotherapeuten nicht klar, da hat mir mein SB diesen Vorschlag gemacht.

Wenn ihr einen Bescheid erhaltet, zahlt die Pflegekasse evtl. Rentenbeiträge. Dazu musst du mindestens 10 Wochenstunden an 2 Tagen pflegen und dein evtl vorhandener Arbeitsvertag darf nicht über mehr als 30 Std gehen.
Danke für den Tipp. Der Bescheid ist heute noch gekommen. Sie hat 38 Punkte erreicht.
 

FrauRatFrag

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Bitte überprüfen aber vorher noch einmal die Regeln im ALG Ii-Bezug. Ich mache die Pflege unentgeltlich, damit keiner auf dumme Ideen kommt.
 

Fabiola

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@FrauRatFrag
Wenn Du als Pflegeperson bei der Kasse eingetragen bist, dann darfst Du auch das Pflegegeld, dass Dir die zu pflegende Person für Deine Aufwendungen gibt behalten, ohne dass dieses vom JC angerechnet werden darf!

Das Pflegegeld erhält die zu pflegende Person von der Kasse. Und sie entscheidet, was sie damit macht. Sie kann es (unter o.g. Bedingungen) JC-unschädlich an Dich weiter geben. Wird Dir nicht angerechnet.

Und noch was: Wenn Du bei der Kasse die offizielle Pflegeperson bist, wirkt sich das positiv für Deine Rentenansprüche aus.
Also überprüfen auch Du mal die Regeln im ALG II-Bezug.
 

Mona Lisa

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So wie ich es verstanden habe, sind das Sozialarbeiter die mit dir deine Probleme besprechen und versuchen Lösungen zu finden.
Die kommen zu mir nach Hause oder man trifft sich irgendwo anders. Das kann ich selber entscheiden.
Ich kam mit einem Psychotherapeuten nicht klar, da hat mir mein SB diesen Vorschlag gemacht.
Gut, die Maßnahme ist freiwillig. Ich bin nur immer skeptisch, wenn ich Maßnahme höre.

Einen Therapeuten zu finden, bei dem die Chemie stimmt, ist wirklich schwer. Hast Du mehrere versucht?

Ich drücke Dir die Daumen, daß es mit der Maßnahme besser klappt.

LG Mona Lisa
 

Stefanastisch

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Gut, die Maßnahme ist freiwillig. Ich bin nur immer skeptisch, wenn ich Maßnahme höre.
Einen Therapeuten zu finden, bei dem die Chemie stimmt, ist wirklich schwer. Hast Du mehrere versucht?
Ich glaube ich versuche es doch nochmal mit einem Therapeuten. Ich bin ja nicht der redselige Typ.
Zweimal in der Woche (mit einem Vermittlungsgutschein) und das ein halbes Jahr lang, mit Sozialarbeitern reden, das wird mir zu viel.
Letztes Jahr war ich 6 Wochen in einer psychologischen Reha, da bin ich nach drei Wochen die Decke hochgegangen.

Wenn ihr einen Bescheid erhaltet, zahlt die Pflegekasse evtl. Rentenbeiträge. Dazu musst du mindestens 10 Wochenstunden an 2 Tagen pflegen und dein evtl vorhandener Arbeitsvertag darf nicht über mehr als 30 Std gehen.
Das heißt ja auch, dass ich mich gar nicht mehr auf eine Vollzeitstelle bewerben kann. Im Monent muss ich ja 6 Bewerbungen im Monat schreiben.
Wenn ich mir die aktuellen Arbeitsangebote in meinem Bereich anschaue, sind da nur 2-3 keine Vollzeitstellen.
 
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