Weiterzahlung auf Erwerbsminderungsrente abgelehnt, was kann ich tun, einen Widerspruch einreichen, wer kann mir einen Tip geben?

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wlad2002

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Guten Tag,

ich habe mich heute bei euch hier im Forum angemeldet, weil ich heute nach einem Jahr bearbeitung eine Ablehnung von der DRV zur Weiterzahlung bekommen habe und wollte euch fragen wie ich drauf reagieren soll.

Zur meiner Person:

Ich bin 31 Jahre alt und hatte mit 10 Jahren ein Hirntumor der nur teilweise entnommen werden konnte, seit dem kommen regemäßig neue Beschwerden dazu.

Ich habe 2011 trotz körperlichen Einschränkungen in einem Berufsbildungswerk meine Ausbildung zum Elektroniker abgeschlossen. Nach einem Jahr arbeit, begin ich plötzlich an zu Schielen und doppelt zu sehen worauf ich nicht mehr arbeiten konnte und zwei mal an meinen Augen operiert wurde. Bei der zweite OP wurde mir am linken Auge die Hornhaut beschädigt die seit dem öfters wieder aufgeht und ich dann alles nur trüb sehe für paar Stunden. Deswegen habe ich die Erwerbsminderungsrente bekommen.

Da meine Doppeltbilder und der allgemeine Zustand sich nicht verbessert haben, verstehe ich nicht ganz warum die Rente abgelehnt wurde.

Ich lebe zur Zeit nur von 250€ Hartz4 im Monat, aber habe das Glück das meine Eltern keine Miete von mir verlangen und nur 100€ Nebenkosten wollen.

Gerne lade ich auch den Bescheid hier hoch wenn es nötig ist.

Da ich nicht weis was ich jetzt tuen soll, wollte ich euch nach Rat fragen und bin für jede Hilfe dankbar.

Gruß

Wladi
 

karuso

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In erster linie will die DRV erstmal Geld sparen du bist denen erstmal egal.Ich glaube wenn du weiter Geld von die haben willst wirst du dich wohl über einen Anwalt erstmal eine Rechtsauskunft holen müssen und notfalls vor Gericht gehen müssen.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo wlad2002 und :welcome:

Gerne lade ich auch den Bescheid hier hoch wenn es nötig ist.

Es wäre hilfreich den Bescheid zu lesen, also die Seite wo die Begründung der Ablehnung zu entnehmen ist, es gibt hier einige user die sich im Bereich EM - Rente gut aus Erfahrung auskennen.

Bestimmt kann man dir einige Hinweise geben wie du weiter verfahren kannst, also
etwas Geduld...............................

Bitte beachte das du den Bescheid mit folgenden Angaben unkenntlich machst:

- Ortsbezeichnungen, Straßen
- Namen (Deinen wie auch der vom Sachbearbeiter)
- Barcodes bzw. QR-Codes (das sind diese viereckigen Barcodes)
- Telefonnummern
- Emailadressen

Ich wünsche weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum
 

wlad2002

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Hier der Bescheid
 

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Seepferdchen 2010

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Wie forder ich das Gutachten den an?

Das machst du bitte schriftlich und du legst dem Schreiben eine Kopie vom Ausweis bei, das
ist wichtig, es belegt, das nur du das Gutachten anforderst, hinzu kommt, versende deine Schreiben
per Einschreiben/Einwurf, so kannst du dann auf der Web-Seite der Post dir den unterschriebenen
Einwurf ggf. ausdrucken, der Postbote hat hier mit Unterschrift den Einwurf vom Schreiben bestätigt.
 

saurbier

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Hallo wlad2002,

nun es scheint das aktuell bei der DRV alles auf Ablehnung steht, bei mir leider auch.

Nun zuerst einmal muß du ja erfahren, was die DRV überhaupt dazu bewegt hat, deinen Weiterbewilligungsantrag abzulehnen.

Dazu brauchst du schon das Gutachten und das kannst du dir ja dort wie schon zuvor von meinen Vorrednern erwähnt schriftlich unter Verweis auf § 25 SGB X jederzeit anfordern.

Das solltest allerdings jetzt auch zügig machen, denn für einen Widerspruch bleiben dir ja nur 4 Wochen Zeit (wenn du den Ablehnungsbescheid am 28.05.2019 erhalten hast). Wohlgemerkt für den Widerspruch nicht für eine mögliche Widerspruchsbegründung die dann vielleicht dein Rechtsanwalt vornehmen müsste. Du brächtest ja auch einige Zeit um einen möglichen rechtsanwalt zu finden und sobald du mal einen schriftlichen Widerspruch per Einschreiben mit Rückschein eingelegt hast, wird die DRV versuchen dich unter zeitlichen Druck zu setzen (Erfahrungen anderen Forenteilnehmer) damit du den auch begründest.


Ich würde dir ebenfalls empehlen dich mit deinen behandelnden Ärzten zu besprechen, wie die überhaupt deinen Gesundheitszustand bezüglich einer Arbeitsaufnahme/Arbeit beurteilen, denn für ein sich wohl abzeichnendes Klageverfahren brauchst du schon Ärzte die hinter einem stehen. Wer weiß was die DRV im Rahmen deines Weiterbewilligungsverfahren von den Ärzten an Unterlagen angefordert hat und was die dann angegeben haben. Da müßte man vielleicht auch mal klären.

Ich lebe zur Zeit nur von 250€ Hartz4 im Monat, aber habe das Glück das meine Eltern keine Miete von mir verlangen und nur 100€ Nebenkosten wollen.

Klingt irgendwie merkwürdig, denn dir müßte doch wenn schon ALG-II der volle Satz zustehen, oder nicht. Warum bekommst du nicht ALG-I, denn aus der vollen EMR heraus stünde dir doch ALG-I zu zumal du doch vor der Rente gearbeitet hast. Genauso wie du aus dem ALG-I nach mindestens 6 Monaten wieder einen Anspruch auf KG erworben hättest, dich also auch hättest AU schreiben lassen können, merkwürdig.

Solltest du durch die Ablehnung des Weiterbewilligungsantrages seitens der DRV jetzt in finanzielle Nöte geraten (müßte dem Gericht über Kontoauszüge aber nachgewiesen werden), dann könntest du bzw. dein Rechtsanwalt auch über eine eA Klage nach §§ 86a/86b SGG einmal nachdenken.

Vielleicht wäre es angeraten du würdest dich von einem kompetten Fachanwalt für Sozialrecht mal beraten lassen, dafür kannst du dir ja einen Beratungsschein beim Gericht holen, wenn du ALG-II bekommst.


Grüße saurbier
 

Muzel

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Warst du aufgrund deines Schielens und deiner Doppelbilder mal in der Sehschule? Der Befund und der von deinem Augenarzt wären sicher hilfreich für deinen Widerspruch, Welcher Arzt hat dich überhaupt begutachtet?
 
E

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Gast
und sobald du mal einen schriftlichen Widerspruch per Einschreiben mit Rückschein eingelegt hast, wird die DRV versuchen dich unter zeitlichen Druck zu setzen (Erfahrungen anderen Forenteilnehmer) damit du den auch begründest.
DIesen Druck kann man genz leicht aushebeln.
"Zur Begründung des Widerspruches benötige ich das Gutachten Ihres sozialamedizinischen Dienstes. Bitte senden sie mir dieses zu."

Dann muss die DRV erstmal liefern und nach meinen Erfahrungen kann das durchaus etwas dauern.
 
Zuletzt bearbeitet:

saurbier

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Hallo Kerstin_K,

da geb ich dir recht.

Leider ist es ja so, daß noch zuviel auf die Tricks der DRV bzw. anderen Behörden einfach zu leicht herein fallen.


Grüße saurbier
 
E

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Gast
Man darf aber die Widerspruchsfrist nicht vergessen.
DAzu ist aber nur der fristwahrende Widerspruch nötig. Die Begründung kann man auch noch viel süäter nachreichen. Bei mir hat es zum Beispiel Fast 2 Jahre gedauert, bis ich endlich alle Seiten des Gutachtens hatte. Und vorher gab es eben keine Begründung, da half es auch nichts, dass mir die DRV drohte und meinte, die Widerspruchsbegründung unterliege der Mitwirkungspflicht.
 

saurbier

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Hallo Kerstin_K,

da half es auch nichts, dass mir die DRV drohte und meinte, die Widerspruchsbegründung unterliege der Mitwirkungspflicht.

Daran kann man doch wieder einmal erkennen, wieviel Ahnung da so manche in der Rechtsabt. von der Materie überhaupt haben - eine Widerspruchsbegründung unterliege der Mitwirkungspflicht -. Die Herrschaften sitzen einfach Geistig immer noch auf einem viel zu hohen Ross.

Lt. Gesetz bedarf es zu einem Widerspruch nicht einmal einer Begründung, denn alleine der Widerspruch setzt bei einem Verwaltungsakt automatisch eine grundsätzliche Überprüfung in gang.

Aber unter uns, 2 Jahre bis du die Begründung nachgereicht hast, ja wieso hat die DRV sich denn überhaupt soviel zeit gelassen dir das komplette (hier) Gutachten zu schicken. Ich hoffe mal du hast diese unsinnige (ja wohl zu deinem Nachteil) Verzögerung auch zum Thema gemacht.

Da bin ich mal gespannt wie lange es bei mir dauern wird, bis die DRV mir in meinem jetzt neu abzeichnenden Klageverfahren einen alten Reha-Bericht aus 2007 zukommen läßt, denn mir fehlen da leider Seite 1 und 1a. Im letzten Verfahren haben die sich alleine für ihren Widerspruchsbescheid 1 Jahr Zeit gelassen, aber das war mir eher egal, da ging es um eine ausgesetzte Rückforderung.


Grüße saurbier
 
E

ExUser 2606

Gast
Aber unter uns, 2 Jahre bis du die Begründung nachgereicht hast, ja wieso hat die DRV sich denn überhaupt soviel zeit gelassen dir das komplette (hier) Gutachten zu schicken. Ich hoffe mal du hast diese unsinnige (ja wohl zu deinem Nachteil) Verzögerung auch zum Thema gemacht.
Naja, das war ei ziemlicher Krampf. Ichhatte nicht nur das Gutachten angefordert, sondern auch noch 2 Frage gestellt nach Rechtsgrundlgen. Dann kam erstmal eine Grottenfalsche Antwort auf eine der Fragen und die Aufforderung , jetzt doc bitte den Wiederspruch zu begründen. Ich wieder geantwortet: Gutachten bitte, Antwort auf Frage ist falsch, weil....Antwort auf Frage 2 fehlt. Dann kam Antwort auf Frage 2. Ich wieder geschrieben, dass ich das Gutachten brauche...so gin es hin und her und irgendwann kamen dann mal 2 Seiten. Ic wieder geschrieben, dass da was fehlt, dann kamen nochmal 2 Seiten, irgendwann hatten wir dann alle 6 Seiten beisammen...Ich sah, dass das Gutachten von völlig falschen Voraussetzungen ausging weil 1. Die Herrschaften den Unterschied zwischen Climatic und Climatronic nicht kannten und 2. zu blöd waren, eine Rechnung zu lesen.

Dann wurde ein neues Gutachten erstellt, das bekam ich wieder erst auf anforderung, diemal wenigstens in einem Stück. Nachdem ic den Wiedersruch dann abschliessend begründet hatte, passierte nichts mehr. Nach 6 WOchen Sachstandsanfrage, keine Reaktion. Nac weiteren 6 Wochen UTK, in der Klageerwiederung schrieb die DRV "Es kann nict mehr nachvollzogen werden, warum der Vorgang nich weiter bearbeitet wurde." Das Gerict meinete dann "Da die Beklagte den Verstoss zugegeben hat, kann das Verfahren von hier aus eingestellt werden."

Bis ich den Wiederpruchsbescheid hatte, dauerte es dann nochmal drei Monate....
 

saurbier

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Nun ja dann hats du jetzt aber auch mal Glück gehabt.

Und wieder hat sich die DRV in ihrer eigenen Dummheit verfangen - ich frag mich da warum nur -, das kostet uns allen nur unnötiges Geld.

Das hört sich doch nicht viel anders an, als ich es bei meinem Klageverfahren gegen die DRV im Herbst letzten Jahres erleben durfte. Erst sieht man keinen Fehler, dann beantragt man die Klageabweisung, dann sielt man auf Zeit weil man sich wegen neuer BSG-Urteile beraten muß und zu guter letzt nachdem der Richter fragt wie lange das noch dauern soll, ja dann kommt plötzlich ein Vergleich. Und nun, ja jetzt will man mir als Krönung des ganzen nach ü20 Jahren die Rente streichen.

Tja, die DRV.


Grüße saurbier
 

Muzel

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Es ist richtig, dass ein Widerspruch begründet sein muss. Die Erfolgsaussichten sind dann sehr gering. Man sollte schon der Behörde ihre Fehler im Bescheid unter die Nase halten.
 
E

ExUser 2606

Gast
Nun ja dann hats du jetzt aber auch mal Glück gehabt.
Im Widerspruch haben sie an einer Stelle nachgegeben. der Rest liegt beim SG.
Es ist richtig, dass ein Widerspruch begründet sein muss. Die Erfolgsaussichten sind dann sehr gering. Man sollte schon der Behörde ihre Fehler im Bescheid unter die Nase halten.
Stimmt, aber vorher sorge ich dafür, dass ich den Beweis für die Fehler in der Hand habe.
 
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