Weitergabe persönlicher Daten durch das Jobcenter an Zeitarbeitsfirmen ohne vorherige Absprache kann man dagegen vorgehen?

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Humanity

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Sehr geehrte ELO-Forum-Community,

ich habe eine Einladung von einer Zeitarbeitsfirma erhalten, ohne vorher eine Bewerbung an diese Firma versandt zu haben.
Darin stand, dass sie aufgrund eines Vermittlungsvorschlages der Bundesagentur für Arbeit mit mir ein persönliches
Gespräch führen möchten.
Nach der Einladung der Zeitarbeitsfirma kam auch einen Tag danach ein Vermittlungsvorschlag vom JC ohne Rechtsfolgenbelehrung bezüglich der gleichen Firma.
Meine Telefonnummer hatte ich schon löschen lassen und eine E-Mail-Adresse hat das JC auch nicht.
Jetzt reicht man ohne vorherige Absprachen mit mir, meine persönlichen Daten an Zeitarbeitsfirmen weiter.
Mein Jobbörsenprofil dürfte anonym sein, muss ich aber noch einmal bei meinen SB nachfragen.
Meine Frage ist, darf die Bundesagentur für Arbeit bzw. das Jobcenter meine Daten an Firmen ohne mein Einverständnis weiter
geben?
Lässt sich gegen eine solche von mir unkontrollierte Weitergabe meiner Daten etwas unternehmen?

Mit freundlichen Grüßen
 
E

ExUser 2606

Gast
Immer wenn du einen Vermitttlungsvorschlag bekommst, bekommt der Arbeitgeber Deine DAten auf einem Rückmeldebogen. Das ist datenschutzrechtlich abgesegnet und dagegen kannst du nichts machen.
 

jwd1

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Darin stand, dass sie aufgrund eines Vermittlungsvorschlages der Bundesagentur für Arbeit mit mir ein persönliches
Gespräch führen möchten.
Was die wollen kann dir schnuppe sein. Die Art der Bewerbung ist deine Entscheidung. Lese dich zum Thema antiZAF Bewerbung durch. Da du eine VV bekommen hast, wirst du dich da Bewerben müssen. Eine persönliche Vorsprache wäre für mich die allerletzte Option. Die VV musst du ernst nehemen, das Schreiben von der Zaf kannst du als Werbepost abheften und würde es auch bei einer schriftlichen Bew. nicht erwähnen.
 

jwd1

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ohne RFB hab ich nicht geschrieben und weis ich auch nicht. Bei ALG II kann es aber eine schlitter-Partie werden, da das JC gerne mal sanktioniert, Durch die nichtgeschriebene RFB hat Humanity jedoch dann gute Aussichten, diese über das SG rückgängich zu machen. Sollte man im Hinterkopf behalten.
 
E

ExUser 3363

Gast
Man kann den Umpfang der Weitergabe von Anschrifts-Daten nur eingrenzen.
Ganz unterbinden geht nicht, da die Vermittlungsfähigkeit eine Voraussetzung
von ALG-Bezug ist..

Dazu am besten beim nächsten JC-Termin ein sogenannten Datenabgleich zu
deinen Bewerberprofil in der Mobbörse klar machen. Oft sind darin Infos enthalten,
die nicht wirklich zu deiner Berufsbiografie passen könnten, da jeder SB ne andere
Auffassungsgabe zu den Berufsbezeichnungen etc. hat.

Maximale Eingrenzung zur Weitergabe von Daten ist die Einstellung "Intern"
in der Mobbörse.. Machen sie ungern aber nach Spam, dessen Ursache durch den
Mobbörseneintrag plausibel ist, geht das natürlich doch.. A bissel K(r)ampf tut Not..

Bei Erfolg können dich Leihbuden nur noch per Klick auf "Zur Bewerbung auffordern"
erreichen. In dem Fall setzt die JC-EDV den Ausdruck eines VV ohne RFB im Gange.
Weiter kann der Arbeitgeberservice des JC auf alles berufliche zugreifen und ein VV
fertigen. Dies erkennt man an einem anderen SB-Namen im VV.

Fazit: Ohne Bewerberprofil in der Mobbörse kein ALG. Es sei denn Elo ist in einem
Sonderstatus wie z.B. Berufsausbildung / Umschulung oder gesundheitlicher
Begutachtung durch den ÄD etc..

Dann kann vorläufig die Veröffentlichung des Bewerberprofil gesperrt werden, was
jedoch für den Arbeitgeberservice kein Hindernis darstellt.. Der will ja am liebsten
einen Azubi / Umschüler gleich am nächsten Tach nach der Abschlussprüfung Elo
in Arbeit vermitteln..

Datenschutztechnich auf dem Busch zu kloppen, geht am besten dann, wenn der
Datenabgleich gewuppt wurde und darüber ein Ausdruck zu den Einzelheiten und
Inhalten nachweisbar auf Tasche sind..
Ohne dem gibbet viiiiele haltbare Ausreden des JC, Verantwortung zu tragen..
 

abcabc

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Hey,
ich habe eine Einladung von einer Zeitarbeitsfirma erhalten, ohne vorher eine Bewerbung an diese Firma versandt zu haben.
Darin stand, dass sie aufgrund eines Vermittlungsvorschlages der Bundesagentur für Arbeit mit mir ein persönliches
Gespräch führen möchten.
Das ist doch perfekt, wenn die ZAF einlädt BEVOR der VV da ist, weil du dann Trick 17 anwenden kannst:
Wenn die Einladung kommt, prüfst du kurz in deinen Unterlagen, ob du für die Stelle einen VV hast oder dich dort beworben hast (ist noch nicht der Fall) --> damit ist die Einladung wie jeder andere Werbemüll zu behandeln: offiziell wegschmeißen und vergessen (inoffiziell abheften).
Kommt dann irgendwann der VV mit RFB, hast du die Einladung schon wieder vergessen und shickst deine Anti-ZAF Bewerbung per Post (nur 0815 Anschreiben und Lebenslauf, kein Foto, keine Telefonnummer, keine Mailadresse, keine Anhänge) im 80 Cent Umschlag gefaltet.
Die ZAF glaubt, dass sie dich eingeladen hat und wird vergeblich warten --> super 1. Eindruck. Aber nicht sanktioniertbar, da du du die Einladung ohne entsprechenden VV mit RFB als Werbemüll wegschmeißen konntest. ;)

VVs ohne RFB können in seltenen Fällen auch verbindlich sein, wenn was entsprechendes in der EGV oder VA steht..... aber das ist eher die Ausnahme.....
 

serg

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Man muss sich auf Vermittlungsvorschläge nur dann bewerben, wenn auf der Rückseite des Schreibens eine Rechtsbelehrung steht.
 
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