Weitergabe Kontaktdaten bedarf der Zustimmung des Bewerbers (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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In Bezug meines Beitrages:
https://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/81633-anonymes-bewerberprofil-arbeitsagentur-umgehbar-alle-persoenlichen-daten-einsehbar.html

Also es geht doch.

Die Nutzungsbedingungen der Jobbörse der Arbeitsagentur für Arbeit wurden geändert.
Es bedarf der Zustimmung des Bewerbers, dass die Kontaktdaten wie Anschrift, Name, E-Mail Telefonnummer etc. an den Arbeitgeber schon bei einem VV herausgegeben werden.

Quelle: Nutzungsbedingungen des Portals der Arbeitsagentur
Stand 25.04.2012

§ 6 Weitere Besonderheiten bei anonym veröffentlichten Angeboten

(1) Ein Arbeitgeber, der als Nutzer des Portals registriert wurde, hat die Möglichkeit, bestimmte Einzelheiten eines mit dem Status „anonym veröffentlicht“ im Portal eingestellten Bewerberangebotes einzusehen, wenn er ein Stellenangebot im Portal eingestellt hat, welches von der Bundesagentur für Arbeit betreut wird und einen Vermittlungsvorschlag erhalten hat. In diesem Fall kann der Arbeitgeber über die Seite „Bewerbungen“ alle Vermittlungsvorschläge einsehen und den Bearbeitungsstand der Bewerbungen abfragen. Auf diese Weise kann der Arbeitgeber Kenntnis des Namens und der Anschrift des Bewerbers erlangen; darüber hinaus ist eine Kenntnisnahme der Kontaktdaten (Telefon, E-Mail) des Bewerbers aber nur möglich, wenn dieser mit der Veröffentlichung seiner Kontaktdaten einverstanden ist.

So dürfte jede Weitergabe gegen die Nutzungsbedingungen der Arbeitsagentur verstoßen, da es der Zustimmung der Bewerbers bedarf. Es erfolgt keine Zustimmung des Bewerbers, wenn das in der Vergangenheit bisher geduldet wurde, aber dagegen nicht widersprochen wurde, da es leider nicht in den Nutzungsbedingungen so geregelt war.
Da üblicher Weise bei den Änderungen der Nutzungsbedingungen der Arbeitsagentur bei der Anmeldung eine Zustimmung bedarf, muss der SB dies tun, wenn er mit dem Profil arbeiten will.
Also dürfte der SB Kenntnis über die geänderten Nutzungsbedingungen erlangt haben.
 

TimoNRW

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Versteh das hier nicht wirklich was jetzt konkret neu sein soll?
 
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Aber die Anschrift ist von dieser Regelung nicht betroffen.
Bekommen wir also weiterhin diese ominösen Einladungen von z.B. ZAF, beor der VV raus ist.
Was bringt das also wirklich?
 

TimoNRW

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Die Anschrift wird beim VV immer den AG übersendet.

Ich denke es gibt jetzt keine Emailadresse,Telefonnummer mehr, auch wenn diese Daten eingetragen sind. Das führt dazu das die ZAFs massenhaft Einladungen per Post versenden.

Diese Vorgehensweise der Afa hab ich von Personaldienstleistern bestätigt bekommen.
 

Fotoz

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Versteh das hier nicht wirklich was jetzt konkret neu sein soll?
Dann vergleich doch mal die Nutzungsbedingungen vor dem April 2012.
Denn viele Forumsmitglieder haben "unangemeldet" und ohne Ahnung Telefonanrufe von Arbeitgeber bekommen, da bis dahin das JC diese Daten weitergeben hatte. Dieser "Kaltaquise" ist somit ein Riegel vorgeschoben.

Und den anderen Weitergabe persönlicher Daten kann man widersprechen, auch wenn sich das JC nicht daran halten will.
 
E

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Gast
Die Anschrift wird beim VV immer den AG übersendet.

Ich denke es gibt jetzt keine Emailadresse,Telefonnummer mehr, auch wenn diese Daten eingetragen sind. Das führt dazu das die ZAFs massenhaft Einladungen per Post versenden.

Diese Vorgehensweise der Afa hab ich von Personaldienstleistern bestätigt bekommen.
Genau das meine ich!
Timo, du hattest bereits einen solchen Fall und meinereiner auch.

Die Adresse dürfte meiner Meinung auch nicht übermittelt werden,
könnte es ja begründen, dass ich als Frau Ängst haben muss, dass nachher einer dieser Schluffis mich vor meiner Haustür abpasst:icon_twisted:
 

TimoNRW

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Da sollten wir doch jetzt mal genauer hingucken:

Arbeitgeberservice bzw. SB hat die Aufgabe Vermittlungsvorschläge zu machen. Ein VV ohne Adresse ist kein VV.

Wie geht das in der Praxis?
 
E

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Gast
Ironie ON:
VV abschaffen, sind eh nur Dreck
Bin ich jetzt weltfremd? Das wird man, wenn man gezwungenermaßen den Umgang mit dieser Behörde pflegen muss
Ironie OFF

Ich weiß, Timo, das ist nicht möglich. Aber ich stehe nun mal auf dem Standpunkt, dass auch meine Adresse zu schützen ist.
 

TimoNRW

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Fakt ist: Mit der Nichtübermittlung von Telefon, E-Mail

bei anonymen Profil (denkt dran es gibt immer noch die Möglichkeit: nur interne Veröffentlichtung) macht man den ZAFs ein Tick bürokratischer Aufwand und Portokosten.

Mehr wird nicht kommen.

Wir sollten jetzt aber mal im Hinblick auf die Adresse schauen
 

TimoNRW

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Hier die Personaldienstleister dazu:

Der Amtsschimmel wiehert weiter ...[/URL]

Es ist noch keine vier Wochen her, dass die Bundesagentur für Arbeit die äusserst fragwürdige Entscheidung getroffen hat, aus Datenschutzgründen die Telefonnummern der gegenüber Arbeitgebern mit Vermittlungsvorschlag empfohlenen Bewerber nicht mehr bekannt zu geben.

Von den Problemen, die dadurch nicht nur bei Zeitarbeitsunternehmen, sondern auch ganz allgemein bei Arbeitgebern auf der Personalsuche entstanden sind, möchte ich an dieser Stelle noch gar nicht sprechen.

Aber es ist interessant aus der BA recht kleinlaute Stimmen zu hören, nach denen gerade den bisher sehr erfolgreichen und arbeitgebernah agierenden Arbeitgeberserivice-Teams die Vermittlungszahlen geradezu dramatisch eingebrochen sind.

Wir sind inzwischen von verschiedenen Agenturen um Stellungnahme zu unseren Erfahrungen mit der neuen Programmversion der Jobbörse bzw. der neuen Handhabungsweise gebeten worden.

Mein Vorschlag:

Wenn schon die Telefonnummer ein schützenswertes Sozialdatum ist, dann ist es der Name und die Anschrift umso mehr.

Lassen Sie also die Adressen weg, schwärzen Sie die Realnamen oder nennen Sie nur Pseudonyme - und geben Sie uns nur die Telefonnummer.

Die Bewerberinnen und Bewerber, die für uns arbeiten wollen, werden ohnehin unsere Geschäftsstellen aufsuchen und ihre Daten dort angeben - und auf den Personenkreis, der uns nicht zum Zwecke der Bewerbung besuchen möchte, werden wir gerne verzichten.

Schauen wir mal, wie es weiter geht.

Bei den Vermittlungszahlen wird die BA immer grantig und seit Bernhard Jagoda´s Weggang traut man sich nicht mehr, so arg wie früher zu schum .... äh .... zu korrigieren

Sehr geehrter Herr ..........,

ich sehe die Problematik ähnlich!
Ein nicht nachvollziehbarer Schritt, bürokratisch und nicht zielführend!
Ich war so naiv und dachte, dass das oberste Ziel der BA sein müsse Arbeitlose wieder
in Lohn und Brot zu bringen!
Mit dieser Entscheidung wird vor allem einem Unternehmen geholfen, der Deutschen Post! :)

Ansonsten greifen wir als Konsequenz vermehrt zu ausländischen Arbeitskräften.

Absurd, dass 3000 km Entfernung unbürokratischer gehen als 5 km...

Bewerber, die keine telefonische Kontaktaufnahme wünschen können dies so lange wünschen, wie sie nicht im Bezug von Lohnersatzleistungen stehen.

Wer hingegen auf öffentliche Kasse lebt - sei dies nun Versicherungs- oder Fürsorgeleistung - hat auch Pflichten.

Dazu zählt heute nicht nur die Residenzpflicht und die postalische Erreichbarkeit, sondern auch die kurzfristige Erreichbarkeit - z.B. eben per Telefon.

Es zeichnet sich sehr schnell ab, dass die meisten Bewerber, die einen Job suchen, froh um telefonische Ansprache und die damit mögliche schnelle Klärung sind.

Wer hingegen Mühe hat, seine Ablehnungen von Jobangeboten zu begründen .... aber immerhin: Ich bin froh, wenn man schon einmal diesen Personenkreis aus den vorgeschlagenen Bewerbern entfernt; das spart Aufwand und Arbeitszeit!
Die Aufgabe der BA und die Aufgabe des Lohnersatzleistungsbezieher liegen nach gesundem Menschenverstand und weitesgehend auch aus dem Gesetz heraus in Kombination eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu finden.

Hierbei ist Datenschutz auch kein wirkliches Argument, wenn man ersatzweise den gesamten Wohnort öffentlich zugänglich macht!

Warum sollte man hier künstliche bürokratische Hürden bei der Kontaktaufnahme Bewerber mit einem potenziellen Arbeitgeber aufbauen?
Es gibt hier kein schlüssiges Argument!
Ein wirklich Arbeitssuchender kann doch nur an einem unkomplizierten Verfahren interessiert sein!

Wenn man schon mit Datenschutz argumentiert, könnte man den Namen und die Adresse komplett weglassen und ersatzweise eine 0180 Nummer hinterlegen, damit hätte ich kein Problem.
 

Lilastern

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Aber die Anschrift ist von dieser Regelung nicht betroffen.
Bekommen wir also weiterhin diese ominösen Einladungen von z.B. ZAF, beor der VV raus ist.
Was bringt das also wirklich?
Ja, weil diese Zeitfirmen sehr oft diese VV vom Amt per Mail an die ZAF weitergeben.
 
E

ExitUser

Gast
Danke, Timo
Krass, besonders dieser Satz
Bewerber, die keine telefonische Kontaktaufnahme wünschen können dies so lange wünschen, wie sie nicht im Bezug von Lohnersatzleistungen stehen.

Wer hingegen auf öffentliche Kasse lebt - sei dies nun Versicherungs- oder Fürsorgeleistung - hat auch Pflichten.

Dazu zählt heute nicht nur die Residenzpflicht und die postalische Erreichbarkeit, sondern auch die kurzfristige Erreichbarkeit - z.B. eben per Telefon.
 

TimoNRW

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Hab ich den schon gegeigt das es keine Rechtsgrundlage dafür gibt.

neu ist das jetzt nicht mehr zwischen komplett anonym oder alle Daten anzeigen unterschieden wird, sondern das veröffentlichen der Telefonnummern nochmal separat gesteuert ist, hatte zur folge das bei ca. 80% unserer Vermittlungsvorschläge keine Nummern mehr angezeigt wurde
 

TimoNRW

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(2) Der Bewerber kann einer telefonischen Kontaktaufnahme durch einen Arbeitgeber zustimmen, indem er ein entsprechendes Kontrollfeld markiert bzw. – bei von der Bundesagentur für Arbeit betreuten Nutzern – eine Markierung auf Wunsch durch Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit erfolgt. Der anonyme Veröffentlichungsstatus des Bewerberangebots im Portal wird davon nicht berührt.
Stand 25.04.2012

Also das läuft schon einige Monate so
 
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