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klusil

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#1
hallo zusammen,
erst mal super, daß es so ein forum gibt indem man von anderen geholfen bekommt!!! in dem ganzen dschungel von info`s nicht mehr so einfach durchzusteigen.....:icon_klatsch:

nun kurz zu mir:
bin weiblich, 46 Jahre, ohne anhang, bankkauffrau, 2004 aus gesundheitlichen gründen aus der bank ausgeschieden, damals krank geschrieben und 2004 noch eine reha gemacht, gesundgeschrieben entlassen, jedoch mit einigen einschränkungen. einige zeit arbeitslos, danach selbständigkeit, aufgrund kündigung der räume durch den vermieter mußte mein geschäft schließen, weil kein notwendiges kapital für neue räumlichkeiten. aufgrund der ständigen existenzangst (hat immer gerade so gereicht) bin ich nach der schließung psychisch abgestürzt.
bin seit ca 1 jahr krankgeschrieben.
stehe vor der frage, wie`s weitergeht, damit ich mich richtig vorbereiten kann...

nun zu meinen fragen:
1. Fall: wenn gesundet ist der weg für mich klar:icon_party:

2. Fall: wenn ich aus der geplanten reha nicht vollständig gesundet entlassen werde, ist mir noch nicht ganz klar, wie`s weitergeht, dann bin ich ja ausgesteuert aus der krankenkasse

wer ist dann für mich zuständig?
grundsätzlich habe ich ja noch anspruch auf alg1

wenn zwischen 3-6 stunden arbeitsfähig, wie geht`s weiter,
bescheinigt mir die reha dann ob 3 oder 4 oder 5 oder 6 stunden oder wer legt die effektive stundenanzahl fest bzw. hat dann die bei der reha festgelegten einschränkungen mehr gewicht?

muß ich dann nochmal zum gutachter?

ab wann gelten dann die einschränkungen, auch rückwirkend?

welche tätigkeiten muß ich annehmen

wenn eine weiterbildung o.ä. angesetzt ist, die bis 8 stunden täglich beinhaltet, muß ich da mitmachen oder nicht?

wenn die genau feststellung der zeitlichen einschränkung getroffen und bestätigt wurde, kann/muß ich dann teilrente beantragen. das ist mir soweit klar, aber kann die auch rückwirkend gelten?

meine frage bzgl. dem rückwirkend beinhaltet den hintergrund, ich habe noch anspruch auf alg1 für ca. 4 monate aus einer zusatzersicherung für selbständige. durch meine derzeitige krankheit (kalendarisch länger als 1 jahr, aber noch nicht 1 jahr bei kk) würde ich erneut einen normalen anspruch von 360 tagen erwerben. sollte irgendwas rückwirkend gelten, habe ich ggf. keinen neuen bzw. einen kürzeren anspruch bzw. bisher gezahlte gelder werden dann ja ggf. umverteilt.

wenn ich eine teilrente bekommen sollte, die ja dann zeitlich begrenzt sein wird, bekomme ich dann soweit mein anspruch alg1 ist die noch anteilig obenauf ? gilt dann auch das jahr und dann h4?

3. Fall: erwerbsunfähigkeit

hier geht ja jetzt die richtige umverteilung los. wer legt den zeitpunkt des beginns der eu fest?

möchte dann gern: (verzeihung über den kleinen eigennutz) den anspruch 360 tage behalten

ich weiß, habe viele fragen, würde mich sehr über hilfreiche antworten freuen, damit ich überhaupt weiß, was so die rechtslage hergibt...

vielen vielen dank
klusil
 

blinky

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#2
Wenn Du weniger als 3 Stunden am Tag arbeiten kannst wirst Du über kurz oder lang in die Sozialhilfe fallen (SGB XII). Kannst Du aber mindestens 3 Stunden am Tag arbeiten kommste in ALG II (SGB II).

Was die Rente betrifft kann ich Dir nicht helfen.

Blinky
 
E

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Gast
#3
hallo zusammen,

auch hi und herzlich willkommen im Forum :icon_smile:
erst mal super, daß es so ein forum gibt indem man von anderen geholfen bekommt!!! in dem ganzen dschungel von info`s nicht mehr so einfach durchzusteigen.....

nun kurz zu mir:
bin weiblich, 46 Jahre, ohne anhang, bankkauffrau, 2004 aus gesundheitlichen gründen aus der bank ausgeschieden, damals krank geschrieben und 2004 noch eine reha gemacht, gesundgeschrieben entlassen, jedoch mit einigen einschränkungen. einige zeit arbeitslos, danach selbständigkeit, aufgrund kündigung der räume durch den vermieter mußte mein geschäft schließen, weil kein notwendiges kapital für neue räumlichkeiten. aufgrund der ständigen existenzangst (hat immer gerade so gereicht) bin ich nach der schließung psychisch abgestürzt.
bin seit ca 1 jahr krankgeschrieben.
stehe vor der frage, wie`s weitergeht, damit ich mich richtig vorbereiten kann...

nun zu meinen fragen:
1. Fall: wenn gesundet ist der weg für mich klar

2. Fall: wenn ich aus der geplanten reha nicht vollständig gesundet entlassen werde, ist mir noch nicht ganz klar, wie`s weitergeht, dann bin ich ja ausgesteuert aus der krankenkasse

wer ist dann für mich zuständig?
grundsätzlich habe ich ja noch anspruch auf alg1


Wenn Du den Krankengeldanspruch ausgeschöpft hast, dann wird Dir die Krankenkasse mitteilen, daß Du Dich umgehend an die Bundesagentur für Arbeit wegen ALG I zu wenden hast.

Bist Du weiterhin krank geschrieben erhältst Du kein ALG I, weil Du ja nicht vermittelbar bist.

wenn zwischen 3-6 stunden arbeitsfähig, wie geht`s weiter,
bescheinigt mir die reha dann ob 3 oder 4 oder 5 oder 6 stunden oder wer legt die effektive stundenanzahl fest bzw. hat dann die bei der reha festgelegten einschränkungen mehr gewicht?

muß ich dann nochmal zum gutachter?

Wenn Du nur einige Stunden arbeitsfähig wärest, dann schickt Dich die Bundesagentur für Arbeit mit Sicherheit zum eigenen med. Dienst.

ab wann gelten dann die einschränkungen, auch rückwirkend?

Diese Frage verstehe ich nicht so ganz. Bitte schreib nochmal deutlich wie Du das meinst.

welche tätigkeiten muß ich annehmen

Vermittelbar bist Du für Jobs, die Du mit Deinen gesundheitlichen Einschränkungen verrichten kannst.

wenn eine weiterbildung o.ä. angesetzt ist, die bis 8 stunden täglich beinhaltet, muß ich da mitmachen oder nicht?

Du bist vermittelbar, immer unter Berücksichtigung Deiner gesundheitlichen Einschränkungen.

wenn die genau feststellung der zeitlichen einschränkung getroffen und bestätigt wurde, kann/muß ich dann teilrente beantragen. das ist mir soweit klar, aber kann die auch rückwirkend gelten?

Die Bundesagentur für Arbeit wird Dir mitteilen, ob Du EU-Rente (Erwerbsminderungsrente) beantragen sollst. (Ich würde da an Deiner Stelle abwarten bis Du darauf hingewiesen wirst.)

meine frage bzgl. dem rückwirkend beinhaltet den hintergrund, ich habe noch anspruch auf alg1 für ca. 4 monate aus einer zusatzersicherung für selbständige. durch meine derzeitige krankheit (kalendarisch länger als 1 jahr, aber noch nicht 1 jahr bei kk) würde ich erneut einen normalen anspruch von 360 tagen erwerben. sollte irgendwas rückwirkend gelten, habe ich ggf. keinen neuen bzw. einen kürzeren anspruch bzw. bisher gezahlte gelder werden dann ja ggf. umverteilt.

Kann ich nicht beantworten ... ABER:
Nicht Du entscheidest, ob Du Anspruch auf ALG I hast, sondern die Bundesagentur für Arbeit entscheidet dies. Ansonsten klopft recht schnell HartzIV bei Dir an. :icon_rolleyes:


wenn ich eine teilrente bekommen sollte, die ja dann zeitlich begrenzt sein wird, bekomme ich dann soweit mein anspruch alg1 ist die noch anteilig obenauf ? gilt dann auch das jahr und dann h4?

"Obendrauf" auf Deine evtl. Teilrente bekommst Du gar nichts. Ausser Du hast eine sehr geringe Teilrente - dann müsstest Du "Grundsicherung zum Lebensunterhalt" (Sozialhilfe) beantragen.

3. Fall: erwerbsunfähigkeit

hier geht ja jetzt die richtige umverteilung los. wer legt den zeitpunkt des beginns der eu fest?

Die Deutsche Rentenversicherung.

möchte dann gern: (verzeihung über den kleinen eigennutz) den anspruch 360 tage behalten

tja .... was Du gerne möchtest ist den Behörden sch.... egal. :icon_rolleyes:

ich weiß, habe viele fragen, würde mich sehr über hilfreiche antworten freuen, damit ich überhaupt weiß, was so die rechtslage hergibt...

vielen vielen dank
klusil

SIEHE rot ....

Würde Dir eine Beratung bei einem Sozialverband (z.B. VDK) empfehlen. Die vertreten Dich auch in o.g. Dingen und setzen Deine Rechte für Dich durch. Desweiteren erklären Dir Dir ganz genau wie das bei Dir ist. (Hat ja auch immer etwas Individuelles ... bei jedem ist alles ein bisschen anders).

LG und alles Gute
 

klusil

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#4
hallo an alle,
danke für die antworten. habe mir schon den antrag für den vdk ausgedruckt und werde mich dort eintragen vorher bekomme ich sowieso keine auskünfte von denen. habs schon versucht...
schönen abend noch an alle
gruß klusil
 

Muzel

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#5
Hallo Krusil! Dann hast du aber einen Mitarbeiter an der Strippe gehabt, dessen Schwiegermutter den Besuch angesagt hat. Aber der VdK hat auch Konkurrenz, meine Selbsthilfegruppe empfiehlt den SoVD. Andere empfehlen die Caritas (Kostet auch Mitgliedsbeitrag, aber du musst nicht katholisch sein). Wenn dich der VdK am Telefon so angestoffelt hat, wäre ich etwas skeptisch. Ich bin im VdK. Aber deine Erfahrungen musste ich zum Glück noch nicht machen.
 
E

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Gast
#6
Hallo Krusil! Dann hast du aber einen Mitarbeiter an der Strippe gehabt, dessen Schwiegermutter den Besuch angesagt hat. Aber der VdK hat auch Konkurrenz, meine Selbsthilfegruppe empfiehlt den SoVD. Andere empfehlen die Caritas (Kostet auch Mitgliedsbeitrag, aber du musst nicht katholisch sein). Wenn dich der VdK am Telefon so angestoffelt hat, wäre ich etwas skeptisch. Ich bin im VdK. Aber deine Erfahrungen musste ich zum Glück noch nicht machen.
@ Muzel

Lies bitte mal richtig.

Krusil hat lediglich mitgeteilt, daß er vor Anmeldung keine Auskunft erhalten hat. Von "anstoffeln" konnte ich im Beitrag von Krusil nichts lesen. :icon_frown:

Guggst Du:
habe mir schon den antrag für den vdk ausgedruckt und werde mich dort eintragen vorher bekomme ich sowieso keine auskünfte von denen. habs schon versucht
 

Muzel

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#7
Wenn der VdK "den Hörer nicht abnimmt", ohne das Mitgliedsantrag unterschrieben ist, finde ich das unfreundlich.
 

klusil

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#8
Hallo zusammen,

nun bin ich schon etwas schlauer.
Danke für die Antworten.

Bin bei VdK gewesen, war soweit alles i.O. bin soweit gut beraten worden (hoffe ich zumindest;-)

Nein, unfreundlich war keiner, hab`s einfach zur Kenntnis genommen, daß ich halt keine weitreichenden Auskünfte bekomme, wenn ich kein Mitglied bin.

Ansonsten habe ich momentan nur das Problem, daß -sollte die Rentenbewilligung erfolgen- ein Problem mit dem Zeitpunkt des Renteneintritts bekommen könnte.
Da iczh erst ab Mai09 wieder die Vorraussetzungen für den Rentenbezug erfülle. Wenn nun der Gutachter den Rentenbeginn zum Beginn der Krankschreibung april08 legt, dann hätte ich keine Ansprüche.

Der Vdk hat mir diesbezüglich geraten, den Rentenantrag alleine zu stellen, also ohne Druck von KK bzw. AA/Bfa, dann hätte ich gute Chancen, daß das Antragsdatum als Rentenbeginn genommen wird.

Habet Ihr/Sie noch ein paar Hinweise für mich?

Danke
Gruß
Klusil
 

Linchen0307

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#9
Rentenbeginn (EM) ist der Tag der Antragstellung wurde mir bei meinem Rententräger gesagt, ich stellte den Antrag vor 2 Tagen.
 

gelibeh

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#10
Rentenbeginn (EM) ist der Tag der Antragstellung wurde mir bei meinem Rententräger gesagt, ich stellte den Antrag vor 2 Tagen.
Stimmt. Und willkommen im Club. Hoffe für Dich, dass es schnell klappt.
 

Linchen0307

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#11
Danke Geli, aber meine Aussichten stehen nicht schlecht.
Mir wäre es zwar lieber, ich könnte noch arbeiten, aber selbst der Haushalt ist schon schwer zu bewältigen.
Na ja, es hätte schlimmer kommen können.
Ich berichte, wenn die EM Rente durchgewunken wird :icon_smile:
 

klusil

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#12
Guten morgen an alle,

danke erst mal für die HILFE.

ab wann hat man denn gute Chancen die Rente bewilligt zu bekommen?

Habe nächste Woche den Gutachtertermin, konnte zu diesem Herrn aber auch im Internet nichts finden!

Gruß
Klusil
 

gelibeh

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#13

klusil

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#14
Danke Geli, aber meine Aussichten stehen nicht schlecht.
Mir wäre es zwar lieber, ich könnte noch arbeiten, aber selbst der Haushalt ist schon schwer zu bewältigen.
Na ja, es hätte schlimmer kommen können.
Ich berichte, wenn die EM Rente durchgewunken wird :icon_smile:

__________________
Hartzer Linchen:icon_stop:

Meine Frage bezieht sich auf obige Aussage, 1ter Satz.
Deshalb auch meine Frage bzgl. , ab wann hat man gute Aussichten?
Das Merkblatt habe ich mir schon durchgelesen.
Super Informationen!!!:icon_daumen:

Gruß
Klusil
 

Muzel

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#15
Hallo Klusil, ist der Gutachter ein Kh-Arzt oder ein niedergelassener? Sollte der doch niedergelassen sein, wäre es sehr ungewöhnlich im Internet nichts zu finden. Bei einem Klinikarzt ist das schon eher wahrscheinlich. Du kannst ja mal nach dem Ruf der Klinik recherchieren bzw der betreffenden Abteilung. Es wäre wichtig zu ergründen, in welchen Ausbildungsstadium er ist. Ist er FA oder ein Assistenzarzt? FAs arbeiten gewöhnlich als Oberarzt.
 

klusil

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#16
Hallo Muzel,

ich muß zum Dr. med. Psychiater und Psychotherapeut.
nach dem Namen habe ich schon gegoogelt und ihn nur in diversen Listen gefunden. Auch keine Angabe einer Hompage - auch nicht auf seinen Anschreiben. Kann ich daraus schon was schließen?

Gruß
Klusil
 

Muzel

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#17
Wenn er FA für Psychiatrie und Psychosomatik ist, dann ist das in Ordnung. Wichtig ist, dass er mit Adresse im Netz steht.
 

klusil

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#18
Ein Hallo an alle,
ich wollte allen nur eine kurze Rückmeldung geben.
Ich habe gestern meinen Rentenantrag bewilligt bekommen und zwar unbefristet.:icon_party:
Ich bin noch ganz aufgeregt und natürlich auch sehr dankbar, daß alles so problemlos bei mir abgelaufen ist. Ich kann`s noch gar nicht richtig fassen...
Ich bin so froh, daß dieser Streß nun endlich ein Ende hat...
Die Entscheidungsfindung bei der DRV hat schlappe 6 Monate gedauert :icon_klatsch:
Ich hoffe, diese Nachricht macht vielen anderen auch Mut (also nicht die 6 Monate Wartezeit, sondern das es auch mal jemanden gibt, bei dem es problemlos durchgelaufen ist) durchzuhalten!!!
Herzliche Grüße an alle
lg
Klusil
 

Muzel

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#19
Krusil, kannst du mir bitte erzählen wie deine Untersuchung gelaufen ist! Hat der Arzt irgendwelche psychologische Test gemacht?
 

klusil

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#20
Hallo Muzel,

natürlich sehr gern.
Kurz noch zur Vorgeschichte, da ich denke, nur die Untersuchung alleine hat nicht ausschließlich die Entscheidung herbeigeführt, sondern alle Komponenten zusammen.
2004 gesundheitsbedingte Kündigung durch mich
2004 psychsomatische Klinik 6 Wochen + 1 Woche Verlängerung
2008 ab April Krankschreibung durch Psychiater bis Aussteuerung November 2009
2008 Juli Antragstellung bei DRV
2008 August 4 Wochen psychiatrische Tagesklinik ohne option der Verlängerung, da Klinik keinen Sinn darin gesehen hat
nach Entlassung ca. 1 Woche später Begutachtung
der Vor-Klinikbericht der psychiatrischen Klinik war ja ganz frisch und wurde auch vom Gutachter zu den Unterlagen genommen, ob er den ausführlichen Bericht eingefordert hat, weiß ich nicht, aber gesagt hat er`s

Ich hatte jemanden als Begleitung, der durfte jedoch nicht beim Gespräch dabei sein. Der hat aber für mich die Terminierung der Begutachtung übernommen und dem Gutachter gegenüber diese auch durch meine Erkrankung auch begründet.

Mein Gespräch hat ca 1 Stunde gedauert. Ich war bei einem psychologischen Psychotherapeuten.
Vom Gutachter kamen keine provozierenden Fragen, sondern nur Fragen zur Geschichte und zur Entwicklung der Problematik.
Als Psychotherapeut darf er ja keine medizinische Untersuchung durchführen, es erfolgten keine Fragebögen o.ä.
Ich hatte den Eindruck, daß er sich bemüht hat, lediglich die Krankengeschichte gut aufzunehmen, um sie dann entsprechend als Bericht zu formulieren.
Ich habe mich trotzdem bemüht, sehr klar und deutlich meine Dinge zu formulieren und nicht verwirrt zu sein.
Es kamen weniger Fragen zum Tagesablauf, da ich ja vorher einen Kurzbericht von der psychiatrischen Tagesklinik mitbekommen habe, in der die Diagnosen und auch meine Belastbarkeit genau beschrieben wurden. Ich hatte ja schon in der Klinik genauestens mit dem Psychiater den Vor-Bericht durchgesprochen. Die Empfehlungen der Klinik waren auch in meinem Sinne und für die anstehende Begutachtung auch in meinem Sinne.

Allerdings muß ich sagen, ich habe mich sehr genau mit der Begutachtung und mit dem Ziel meiner Darstellungen vorher befaßt, so daß für mich keine Frage wirklich überraschend kam.

Er hat aber auch sehr auf mein äußeres geschaut und natürlich auf meine Fingernägel, aber ich habe keinen Ansatzpunkt geliefert...

Ich kann mich in keiner weise negativ äußern, er war sehr korrekt und zuvorkommend, hatte einen Anzug an und mich in keiner weise auch nur ansatzweise provoziert...

Einen Bericht habe ich allerdings nicht bekommen

Ich hoffe, ich konnte einen guten Einblick geben
gruß
klusil
 

blinky

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#22
Dein Beistand durfte am Gespräch nicht teilnehmen?

Laut Handlungsempfehlung Datenschutz im Psychologischen Dienst hätte dein Beistand am Gespräch teilnehmen dürfen:


Erscheint der Ratsuchende in Begleitung Dritter zur Auskunftserteilung, so ist vom Psychologen der Agentur für Arbeit vor der Einsichtnahme zu klären, ob der Ratsuchende ohne Zwang in die Offenbarung an den Dritten einwilligt. Bestehen hieran Zweifel, ist der Dritte von der Einsichtnahme auszuschließen. Ansonsten kann der Dritte an der Einsichtnahme teilnehmen.
 

klusil

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#24
Hallo,

ich war nicht beim Gutachter der Agentur für Arbeit sondern von der DRV.

Naja, er hat meinen Beistand nicht direkt abgelehnt, er hat mich gebeten das wir das Gespräch alleine führen.

Sprich: mein Bekannter stand mit auf und ich habe ungefähr gesagt, ich möchte meinen Bekannten bei dem Gespräch dabei haben

er: er möchte gern das Gespräch alleine mit mir führen

darauf habe ich nichts erwidert und bin mit ihm ins Behandlungszimmer mit gegangen und mein Bekannter hat sich wieder hingesetzt

Aber wir hatten dies gemeinsam vorher schon besprochen, daß wenn das Gespräch negativ wird, daß ich ihn dann dazu nehme

aber wie gesagt, ich hatte großes Glück!!!:biggrin:
 

blinky

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#25
Auch für die Deutsche Rentenversicherung gilt der § 13 SGB X, da diese auch Sozialleistungsträger ist.
 

Muzel

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#26
Blinky, wer die Macht hat hat, hat das Recht. Wer diesen Grundsatz missachtet bekommt einen Satz doofe Ohren. Ich war beim Rentengutachter und der wollte meinen Mann nicht bei der Begutachtung dabei haben. Die Geschichte ist eskaliert und der Gutachter wollte die Polizei rufen. Zum Schluss hat der Gutachter gesagt, dass er wünschte mich nicht wieder zu sehen. Die noch notwendigen Untersuchungen hat er einfach nicht mehr durchgeführt. Dafür hat er sie abgerechnet (er hat Ergebnisse in sein Gutachten geschrieben ohne die Untersuchungen durchgeführt zu haben).
 

catwoman666666

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#28
Er hat aber auch sehr auf mein äußeres geschaut und natürlich auf meine Fingernägel aber ich habe keinen Ansatzpunkt geliefert...

Hä? warum das denn?
 

Muzel

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#29
Der "ulkige" Gutachter hat befürwortet, dass ich in die stationäre psychosomatische Reha soll und da ordentlich Psychopharmaka und Neuroleptika schlucken. Mein HA hat mich vor diesem Unheil bewahrt und nun ist meine Eu- Rente für 2 Jahre durch.
 

klusil

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#30
Hallo catwoman666666,

weil, wenn man psychisch erkrankt ist und einige Dinge wie z.H. Körperpflege o.ä. nicht immer mehr so ernst genommen werden können, dann paßt es schließlich und endlich nicht ins Bild, lackierte oder verlängerte Nägel zu tragen bzw. aufwendig geschminckt zu sein.
Wer das noch kann, kann eventuell auch länger als 3 Stunden arbeiten.

Genau das ist ja auch die aufgabe des Gutachters zu prüfen, inwieweit eine Arbeitsfähigkeit noch vorhanden ist und ob evtl. noch therapeutische Maßnahmen -wie bei Muzel- die Arbeitsfähigkeit wieder herstellen können.

Hier steht nicht zu Debatte, daß es auch noch Dinge gibt, die einen freuen, daß man wenigstens sich noch zu diesem aufraffen kann, sondern da sitzt ein Gutachter, der nicht auf Deiner Seite sitzt, sondern auf Seite der Auftraggeber. Also sollte ich alles tun, damit dieser Gutachter keinen Ansatzpunkt findet. Ist zumindestens meine Ansicht, muß aber jeder für sich selbst entscheiden.

@Muzel,

genau dies wollte ich umgehen, deshalb war ich ja vor Antragstellung auch mit einem Klinikaufenthalt einverstanden und habe ich mir aber ganz bewußt eine psychiatrische Tagesklinik ausgesucht, die auch keine ansprucksvollen Therapien hatte. Da ich ja schon mal in einer psychosomatischen Klinik war, habe ich ganz klar gesagt, daß mir diese zu anstrengend ist und ich auch nichts mehr aufarbeiten möchte, da mich dieses zu stark belastet. und ich denke auch, das der Abschlußbericht der Klinik den letzten ausschlaggebenden Punkt für die Dauer-Rente gab.

Ich kann nur jedem viel Kraft wünschen, denn solange die Entscheidung noch aussteht bzw. befristet ist, hört ja der Stress nicht auf - wie`s weitergeht - und 2 Jahre sind ziemlich schnell um...
 

Muzel

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#31
Ich wollte auch eine ambulante Reha machen. Der HA hat sie befürwortet als er mir die stat. erspart hat. Auf eine Entscheidung der DRV darüber warte ich schon seit 12.08. Wenn ich jetzt im Sommer diesen Jahres die Verlängerung beantrage, wird eine Reha sicher wieder auf das Tapet kommen. Das ist wirklich Stress kann ich dir sagen, Krusil. Ich bekomme noch nicht einmal einen Therapeuten, weil sich alle weigern, so bald das Wort Rente fällt (Wir machen keine Zwangstherapie). Ich hätte wirklich gern einen Therapeuten.
 

klusil

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#32
das dauert aber lange mit der Entscheidung zur Reha!
Ich verstehe die Dinge aus Sicht der DRV so, daß die DRV-solange die Rente bewilligt ist, keinerlei größeres Interesse hat, Gelder für Maßnahmen auszugeben...und eine Reha ist sehr teuer...
Liegt dann eine Verlängerung an, dann ist Handlung ggf. notwendig um die Rentenzahlung zu beenden...

Aber, willst Du überhaupt dahin oder empfiehlt die dies Dein HA?

Mit den Therapeuten- das kann ich gut verstehen und nachvollziehen
Es ist 1. sehr schwer, jemanden gutes zu finden und 2. noch die richtige Therapie

Meistens muß man selbst suchen und probieren ob man mit dem therapeuten zu recht kommt und die Verhaltenstherapie ist in vielen Dingen auch nicht sonderlich erfolgreich...

Was denkst du denn, was dir helfen könnte?
 

Muzel

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#33
Krusil, mein HA ist ein sehr lieber Mensch, aber mit psychologischen Problemen kennt er sich nicht aus. Er steht diesbezüglich zu seinen Grenzen, was ich völlig OK finde.
Verhaltenstherapie ist bestimmt auch nicht richtig für mich. Ich möchte, wenn es überhaupt, etwas über die Ursache meiner Probleme wissen und da ist Tiefenpsychotherapie viel besser. Ich war zuletzt bei einem Verhaltenstherapeuten, was wohl ein grundlegender Fehler war. Er hat auf seiner Internethomepage gestrunzt, dass er sehr schnell und kompetent Diagnosen erstellen könnte. Meine Psychodiagnose würde ich selbst auch gern kennen. Dieser Psychotherapeut hat mich schon nach 20 min nach Hause geschickt und gesagt, dass ich keine Psychose habe. Das war wirklich nicht der Bringer.
Insgesamt habe ich große Vorbehalte gegen eine Psychotherapie, da meine Probleme chronifiziert sind und dass überhaupt etwas helfen kann, halte ich für sehr zweifelhaft.
Meine Bedenken sind folgende: Wenn ich Rente haben will, weil ich krank bin, aber nicht behandelt werde, sehe ich Schwierigkeiten auf mich zukommen.
 

klusil

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#34
hallo muzel,
ich gebe dir völlig recht, daß es sehr schwierig ist, den richtigen therapeuten zu finden und natürlich auch die richtige therapieform, die auch wirklich die richtigen ursachen erkennbar macht. damit sind natürlich hausärzte oftmals sehr überfordert.
ich habe für mich aber etwas getrennt, einmal die berentung und als 2tes die erkrankung selbst.
da ich mich mit therapeutischen angboten schon seit mehrern jahren beschäftige, habe ich für mich erkannt, daß die angebote über die gesetzl. kk schon sehr eingeschränkt sind. 2004 war ich in einer klinik, die ein besonderes konzept verfolgt und muß wirklich sagen, daß ich dort viel für mich erkannt habe und danach habe ich auf eigene kosten weitergemacht z.B. haben mir aufstellungen sehr viel gezeigt. Damals habe ich über berentung oder ähnliches nicht nachgedacht.
ich habe deshalb jetzt für mich die berentung und therapie getrennt, weil ich den druck rausnehmen wollte aus allem, der mir ja mit am meisten auch mit zugesetzt hat und ich damit gar nicht mehr mit anderen dingen belastbar war. jetzt ist der druck raus, die berentung ist durch, jetzt kann ich mich darauf konzentrieren in ruhe noch mal zu schauen, was mir helfen kann ohne das ich diesen erfolgsdruck vor mir habe, weil ja wieder ein irgendein termin ansteht.
Wenn es mir irgendwann besser geht, kann ich ja jederzeit die berentung wieder aufheben und ins berufsleben zurückkehren, wenn ich will und kann.
in den meisten fällen sind allerdings die besten therapeuten nur auf dem freien markt "erhältlich" und wenn es andere therapeuten gibt, die auch gut sind, hat man eine ziemlich lange wartezeit...
mir scheint, du drehst dich auch ziemlich im kreis, oder täuscht das?
auf der einen seite die berentung, die ja nur befristet ist und auf der anderen seite nun unbedingt eine therapie, damit andere ihre akte schließen können... und du in der mitte...
 

klusil

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#35
Ergänzung:

Wenn du zu krank (psychisch eher, zu wenig belastbar bist), kann dich keiner dazu zwingen, etwas zu machen was du derzeit nicht schaffst und nur aus angst

ich habe mir genau deshalb eine psychiatrische tagesklinik ausgesucht, wo es nicht um aufarbeitung ging sondern um allg. tagesstruktur und auch damit war ich überfordert, da ich dann die berentung für mich wollte, war der klinikbericht genau in meinem sinne...
Wenn du einen "frischen" psychiatrischen bericht hast, der deine psychische belastbarkeit auf ein minimum beschränkt und dir vielleicht auch noch anderes bestätigt, was soll denn ein psychologischer psychotherapeut vs. psychiater ausrichten?
der psychiater ist von der qualifikation in jedem fall der med. psychologische fachspezialist...
Zu den diagnosen kann ich für mich nur folgendes feststellen, im psychologischen bereich ist es sehr schwer eine genaue eingrenzung der diagnose zu treffen - auch wenn es eine aufgliederung in ICD-10 gibt, es überschneiden sich - nicht in allen- aber in den vielen fällen die merkmale, so daß eine eindeutige diagnostik oftmals sehr schwer ist
und in den 3 gesprächen + aufnahmesespräch in der klinik habe ich den psychiater in den 4 wochen klinikaufenthalt nicht mehr gesehen...
ich fand nicht unbedingt, daß dies eine ausreichende anamnese ist ...
und was hilft es mir die genaue diagnostik? deshalb muß ich trotzdem für mich entscheiden, was mir gut tut und nicht alles was da an therapieempfehlung steht, muß auch nicht alles gut für mich sein
 

gretl007

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#36
Klusil,
ich finde Deine Ausführungen sehr informativ..
Ich musste mich auch auf anraten von 2 Ärzten und meiner Anwältin in eine Psychotherapie begeben..
Ich habe einen EM-Renten Antrag gestellt, auf Grund zahlreicher Orthopädischer Erkrankungen. Und dann stand da noch die Diagnose
" psychovegetative Erschöpfung" bei mir drin. War in einer Orth. Reha, bin AU entlassen wurden und es wurde dort im Abschlussbericht empfohlen mich an einen Psychotherapeuten zu wenden.
Für meine bisherige Tätigkeit bin ich AU und darf auch nur leichte Tätigkeiten (allerdings voll schichtig) ausüben..
Antrag wurde leider abgelehnt mit dem Verweis auf eben die leichten Tätigkeiten..
Ich bin jetzt im Widerspruch mit Hilfe einer Anwältin..

Ich weiß nicht was dabei noch so raus kommt..hab ja die Therapie erst begonnen..
Aber es stimmt schon..es wird immer schwerer auf Grund "nur" körperlicher Leiden die EM-Rente zu bekommen...leider lehnen sogar schon die Sozialgerichte die Klagen ab..
Man kämpft gegen Windmühlen..es ist ein zermürbender Kleinkrieg welcher da geführt wird..
Ich denke genau DAS ist das Ziel der DRV, nämlich die Leute weich kochen und mürbe machen..bis sie keine Kraft mehr haben und aufgeben..
Mensch, wie krank ist das nur...


Gruß gretl
 

klusil

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#37
hallo gretl,

ja, das kann ich mir denken, das es mit körperlichen gebrechen immer schwieriger wird.
bei den psychischen erkrankungen ist halt alles nicht so greifbar und man kann es untersuchungstechnisch auch noch nicht richtig diagnostizieren. also habe ich die möglichkeit natürlich manche dinge etwas zu beeinflussen - in meiner darstellung ...

deshalb finde ich es wichtig, sich zu überlegen, was man will...und zwar der reihe nach...
nach meiner meinung: zuerst die berentung und dann die therapie für sich finden, weil mit druck, der ja dann in jedem fall sehr groß ist nach meiner meinung, ist ein guter therapieerfolg kaum zu bekommen, denn die therapeuten haben keine große lust gegen die kk oder drv anzutreten und zu begründen, zu begründen, zu begründen (habs auch an meinem gesehen)
mal unabhängig davon, daß dann alle den therapieerfolg für sich verbuchen wollen und damit eine echte erholung und festigung schon wieder in frage gestellt wird durch den druck

und man kann den satz: du hast halt die verpflichtung lt. kk und drv an deiner gesundung mitzuarbeiten auch mal etwas anders interpretieren und für sich anwenden; ich arbeite nur so gut mit, wie es mir gut tut und vorallen, wie weit ich selber will...

Fazit: ich gebe dem gutachter nur die informationen, die in meinem Sinne sind, ich stelle die dinge so dar, daß er (fast) gar nicht anders entscheiden kann, ich hole mir alle scheine, belege usw. die mir helfen, den gutachter zu einer bestimmten meinung zu bewegen

je mehr ich erstmal mitarbeite-umso mehr kann es andere erscheinen, daß ich ja auf dem wege der besserung bin - und damit natürlich auch wieder mind. 3 stunden arbeitsfähig...

zB. hat auch der psychiatrische krisendienst mir zugesagt, wenn ich nicht in eine klinik will, weil ich es nicht schaffe bzw. weil mir das alles zu viel ist, dann helfen die mir, daß ich nicht muß....
 

klusil

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#38
Ergänzung gretl:

wenn du mal im netz zu vegetativer erschöpfung googelst, dann ist dies in meinen augen lediglich ein auf eine bestimmte zeit begrenzter zustand. eine kur, reha o.ä. kann diesen zustand i.d.r. nach einer bestimmten zeit der erholung beenden bzw. stabilisieren.
dies ist ganz gewiss kein grund für eine dauerberentung oder 2 jahre max. denke ich für 3-6 monate.

die empfehlung deiner ärzte bzw. ra ist schon gut, die brauchen ja belege um den widerspruch begründen zu können, wenn du nichts machst, dann denkt jeder erst mal, die will ja nicht und will nur zu hause bleiben
also was willst du: wenn du keine rente willst bzw. viel stress, dann arbeite gut mit, , wenn du eine befistete rente willst, dann verhalte dich auch so (noch nicht so gut, aber hoffnung auf besserung), wenn du eine unbefristet willst, dann verhalte dich so (keine große hoffnung auf besserung)
da es hier um dich geht, liegt der größte teil der darstellung auf deiner seite - medizinisch natürlich wieder schwieriger darstellbar
psychologisch eher darstellbar und such dir fachleute bzw. institutionen, die dir dabei behilflich sein können (in deinem sinne) ...unter umständen müßten die diagnosen erweitert werden
 

gretl007

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#39
Danke für Deine Ratschläge..
Ja, ich selbst hatte auch dem Entlassungsarzt gesagt, das ich mich nicht in der Lage fühle über 3 Std arbeiten zu gehen. Aus den körperlichen Beschwerden her und auch von der seelischen Verfassung.
Meine RA ist in dem Widerspruch auch sehr gut darauf eingegangen. Wir haben eben dar gestellt wie meine derzeitige Lebens und Arbeitssituation aussieht. Wo ich halt meine Einschränkungen habe.
Auch die Wegefähigkeit wurde beschrieben..
Also, es wurde genau das versucht rüber zu bringen, was ich NICHT mehr kann..
Ich hatte ja auch noch eine Nach Reha (orthopädische) verordnet bekommen. Diese musste ich leider abbrechen, da ich dadurch nur noch mehr Schmerzen bekam. Außerdem wurde, noch zu den schon vorhandenen Beeinträchtigungen , ein zusätzlicher Bandscheibenvorfall diagnostiziert..
Naja, die psycho Therapie hab ich erst begonnen..Ob sie was bringt weiß ich noch nicht..

Widerspruch wurde jetzt eingereicht..nun gilt erstmal abwarten..
Ich bin übrigens genauso alt wie Du..
Jeder meiner Ärzte meinte auf Grund, das ich noch so "jung" bin, wird es besonders schwer..tolle Aussichten..
 

klusil

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#40
hallo gretl,

eine erkrankung ist ja nicht vom alter abhängig und was andere sagen ist ja nicht der maßstab...
von deinen ausführungen her würde ich sagen, daß du auf dem richtigen weg bist, eine freundin von mir hat einen ähnlichen weg wie du (nicht die krankheitsgeschichte, die ist ja immer individuell), sondern ist auch mit hilfe eines ra und vielen unterlagen in den widerspruch gegangen und hat die berentung für 1,5 jahre bekommen. die verlängerung ist jetzt wieder abgelehnt worden, da man sich im medizinischen bereich sehr häufig eine verbesserung verspricht und soweit du psychisch recht stabil bist, wirst du ja für die arbeit auch ein bißchen schmerzen u.ä. in kauf nehmen können...-ich hoffe, du verstehst wie ich es meine- und das deine reha abgebrochen werden mußte ist für die bewertung deiner erkrankung schon mal gut
Natürlich ist die andere seite der medallie, daß sehr viele kranke menschen durch eine längere berentung auch sehr häufig in eine starke isolation fallen und dann damit erst richtig in ein tiefes loch fallen, denn eine arbeit ist ja nicht ausschließlich geld verdienen, sondern auch eine gewisse gesellschaftliche anerkennung und akzeptanz...
deshalb -denke ich- ist auch die psychische komponente sehr wichtig
an was für eine therapie hast du denn gedacht bzw, welches ziel soll die therapie verfolgen?
 

Muzel

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#41
Klusil, du fragst schon genauso wie die Psychotherapeuten, die mich abgelehnt haben auch wissen wollten. Auch sie haben gefragt, was ich von einer Therapie erwarte. Dann weiß ich nicht, was ich sagen soll. Dass ich Hilfe für die Weiterbewilligung der Rente brauche, wollen sie nicht hören. aber was soll ich denn sonst wollen. Wenn man lange krank und langzeitarbeitslos war, ist man doch völlig unattraktiv für den Arbeitsmarkt. Selbst mit einem Attest von dem Psychotherapeuten, dass man 100%ig geheilt ist, gilt man doch als ein gesundheitliches Risiko für jeden AG.
 

klusil

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#42
hallo muzel,
kein psychotherapeut ist für deine berentung zuständig!
deshalb will auch keiner was davon wissen.
z.B. bevor ich in die psychiatrischen klinik aufgenommen wurde, habe ich den antrag auf berentung gestellt, beim aufnahmegespräch in der klinik habe ich dies schon angegeben, der psychiater sagte mir dann im laufe des aufenthaltes, daß er von einer berentung nicht viel hält, darauf hin habe ich nicht gesagt, daß ich unattraktiv für den arbeitsmarkt bin und das ich diese berentung will, sondern ich habe ihm erklärt, WARUM ES MIR MOMENTAN UNMÖGLICH ist, wieder am normalen leben/arbeitsleben teilzunehmen und habe mich auch während der therapie nicht angestrengt um zu zeigen daß ich es kann, sondern habe gezeigt, daß ich es NICHT kann...
darauf hin sagte er zu mir, daß er dieselbe einschätzung habe wie ich (es viel kein wort von berentung)

Fazit: die priorität liegt nicht auf/in der bewertung der berentung, sondern auf der bewertung der krankheit und je nachdem wie diese bewertung ausfällt kommt als ergebnis die entscheidung zur berentung

keiner will sich einspannen lassen, daß du zu deiner rente kommst, aber die ärzte und psychotherapeuten können deine krankheit bewerten und diese bewertung brauchst du...
die drv ist nicht dafür zuständig ob du für den arbeitsmarkt attraktiv bist oder ob dich jemand nimmt -außer die ausnahme des geschlossenen arbeitsmarktes- die drv trifft eine entscheidung auf grund von bewertungen von fachpersonen (gutachtern) zu deinem zustand körperlich u/o psychisch
als ich bei psychiater aufgelaufen bin habe ich auch nicht gesagt ich brauche nur ne krankschreibung, sondern ich habe meinen zustand beschrieben und als folge davon hat die ärztin mir gesagt, sie sieht mich nicht arbeitsfähig...
als sie mich gefragt hat, welches ziel die therapie verfolgen soll habe ich ihr auch gesagt, daß ich diese therapie nicht ganz freiwillig mache, sondern weil die kk ja ergebnisse haben wollte und mir aber dieses ganze procedere momentan alles zu viel ist- ich habe nicht mitgearbeitet, da ich - und jetzt geht es in meine persönliche geschichte, 2004 -2009 so zu tun hatte, alle dinge aus meiner kindheit zu verarbeiten-daß ich eine weitere beschäftigung abgelehnt habe, da ich mich so sehr darin reingesteigert habe, daß es mir sauschlecht ging und ich zu nichts mehr fähig war...
sie hat zwar immer wieder versucht mich zu bewegen, aber ich konnte auch nicht, ich bin lediglich hingegangen, damit mir keiner einen strick draus drehen kann bzgl. mitwirkungspflicht
bis dann die kk ankam mit 3 stunden arbeit, da hatte ich vor ihr einen psychischen zusammenbruch-panikattake- und habe ihr gesagt, daß ich noch nicht mal dazu komme, irgendwas komplett fertig zu machen z.B. konstant gespräche zu führen, schreiben/bewerbungen aufzusetzen, post aus dem briefkasten zu hole, diese aufzumachen und dann termine zu vereinbaren und dann dort pünktlich zu erscheinen... das ich diese ganze kette nicht mehr normal bewältigen kann...
und dann kam die idee/angebot in eine klinik zu gehen und auch dort habe ich geschaut, was kann ich für mich tun, was in meinem sinne ist (gott sei dank war ich zumindestens geistig noch in der lage, die dinge für mich zu überblicken)
jeder therapeut/psychiater o.a. hat den wunsch dich wieder einzugliedern und jeder fragt dich natürlich, was du willst, ja aus meiner sicht wohl in jedem fall wohl deine krankheit aufarbeiten, daß du wenigstens wieder halbwegs normal am leben teilnehmen kannst, aber daß dies alles zeit brauchst und du den druck finanziell oder durch die arge oder aa momentan überhaupt nicht gewachsen bist..., weil es dir so schlecht geht, daß du dich kaum noch aufraffen kannst usw...wenn du aber beim gutachter schon mal in der lage bist richtig stress zu machen und dich noch aufregen kannst, zu welchem ergebnis würdest du dann wohl kommen?

Fazit: die drv gibt ein gutachten in auftrag in dem folgende fragestellung (in ähnlichem wortlaut) zu klären ist:

kann er/sie aufgrund ihrer/seiner erkrankung weniger als 3 -zwischen 3-6 -oder vollschichtig am arbeitsleben mit/ohne einschränkung (wenn ja mit welcher) teilnehmen oder ist zb. durch spezielle maßnahmen zu erwarten, die arbeitsfähigkeit (mit/ohne einschränkung - wenn ja mit welcher) wieder herzustellen bzw. zu verbessern?

keine gutachter oder arzt kann der drv die entscheidung abnehmen, lediglich befürworten durch die begutachtung und eine z.b. unbefristet berentung wird genehmigt von der drv, wenn die arbeitsfähigkeit unter 3 stunden sinkt und in zukunft eine besserung nicht/kaum zu erwarten ist. alles andere wird befristet! und dies prüft der von der drv beauftragte gutachter und schreibt dann seinen eindruck/erkenntnisse usw. in das gutachten, auf dessen basis die drv ihre entscheidung trifft...
also, was ist dann dein ziel?
 

gretl007

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#43
Klusil,

was und welche Therapie ich will, davon hab ich nu wirklich überhaupt keine Ahnung..
Fakt ist bei mir, eine jahrelange Überforderrungssituation..
Bin jahrelang mit Schmerzen arbeiten gegangen..habe alles was mit Krankheiten zu tun hatte, verdrängt..habe immer weiter geschuftet..teilweise 10-15 Std am Tag..
Vor ca 1,5 Jahren fing es an..kein Erholungseffekt mehr. Egal ob ich 3 oder 4 Wo Urlaub hatte..Wo-Enden, sofern ich die mal frei hatte, haben überhaupt nix mehr genutzt..bin nur noch kaputt in der Gegend rumgelaufen..Augenränder wurden immer dunkler und tiefer..
Nix mehr auf die Reihe gekriegt..Privatleben den Bach runter gegangen..
Kur 4 Wo durchgehalten..immer noch kaputt ohne Ende,Schmerzen nach wie vor..Schlafstörungen..
Bin jetzt seit 6 Monaten krank..merke noch immer keine Besserung..
Bei den kleinsten Nervlichen Belastungen werde ich nervös, Herzklopfen, Überreagieren..

Noch dazu kommend eben meine körperlichen Leiden.
Kurz angerissen...beide Knie kaputt, chronisch degenerative HWS und LWS mit Ostheochondrose.(Spondylahrtrose L2-S1).dazu gekommen neuer Bandscheibenvorfall LWS,beginnende degenerative Veränderung BWS, beide Schultern kaputt..

Ich bekomme auch heut noch kaum etwas auf die Reihe, schleppe mich so durch den Tag..jede Aufregung wird mir zu viel..Scheue im Moment vor jeglichen Kontakt mit Menschen zurück..
usw,usw,usw..

Was soll man da denn für eine Therapie machen?
Kommt noch dazu, privat in den vergangenen 10 Jahren eine Katastrophe nach der anderen erlebt..

Welche Alternative zur EM-Rente hab ich noch?
Richtig...von der Brücke springen...

Gruß gretl
( kann in den nächsten 2 Tagen nicht antworten, muss nochmal nen Kurzaufenthalt im KH absolvieren)
 

klusil

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#44
hallo gretl,
dann trifft deine psychologische diagnose m.E. nun wirklich nicht den kern.
aus meiner sicht eine eu-rente aufgrund der medizinischen gegebenheiten ist schwierig,wird dann wohl eher befristet ausfallen...und das problem taucht wieder auf, spätestens bei der verlängerung...
gesetzt den fall, du setzt die prio jetzt mal auf deinen psychischen zustand und gehst zum psychiater (der ist besser, weil er im gegensatz zum psychologischen psychotherapeuten auch einen medizinischen abschluß aufweisen kann und medizinische diagnosen stellen kann) und läßt deinen psychischen zustand behandeln und schilderst ihm/ihr hauptsächlich deine psychischen probleme und läßt diese behandeln (beim psychiater kann man i.d.r. auch gleich noch die therapie mit machen-aber man hat i.d.r. auch lange wartezeiten)
therapieziel: verbesserung des psychischen zustandes und abklärung der diagnose
aber vorsicht: ein psychiater ist aufgrund seiner medizinischen ausbildung auch schnell mit psychopharmaka u.a. bei der hand, du mußt für dich dann entscheiden, ob du das willst und dich genau mit den medikamenten beschäftigen, da diese auch ggf. heftige nebenwirkungen haben

Anmerkung: je schwerwiegender die psychische diagnose, je mehr auswirkungen auf dein allg. leben, deinen tagesablauf usw. + nachrangig dann die körperlichen probleme, könnten schon sehr erfolgreich sein für die berentung

oder natürlich auch um ggf. doch wieder ins berufsleben zurück zu kehren, je nachdem wie du die entscheidung für dich treffen willst/ wie`s dir geht

mal ganz einfach betrachtet, ist es doch jetzt wichtig einen psychiater zu finden, der deine psychische Erkrankheit schwerwiegend findet und dich damit unterstützt, welche therapieform er anbietet, ist doch erst mal im hinblick auf deine berentung zweitrangig, zumal du dich ja erst mal orientieren mußt
ist der psychiater nicht auf deiner seite, dann such dir einen neuen und erzähle immer alles deinem hausarzt, damit wieder med. unterlagen an den gutachter über deinen zustand angefertigt werden können

oder lass dich in eine krisenstation einweisen oder melde dich selbst dort, weil es dir so schlecht geht u/o gehe zum psychiatrischen krisendienst der caritas....alles dies sind merkmale und ansatzpunkte, das du mit deinen dingen derzeit nicht mehr richtig dein leben meistern kannst+zusätzlich noch der körperlichen einschränkungen...

beschränke dich nicht nur auf deinen körperlichen zustand, denn deine schilderung zu deinem psychischen zustand hört und fühlt sich für mich schon bedenklich bis sehr bedenklich an


alles gute für deinen kh-aufenthalt
ich freue mich von dir zu hören
klusil
 

Muzel

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#45
Klusil, danke für deine ausführliche Schreiben! Als ich zum Rentengutachter musste, habe ich den maximalen Bammel gehabt. Ich habe ein psychisches Trauma. Also habe ich diesen Arzt so behandelt als würde er in Gestalt meines damaliger leibhaftiger Gewalttäter vor mir stehen. Damit konnte der Mann überhaupt nicht umgehen, aber mir hat es eine gewisse Erleichterung verschafft. Der Rentenarzt wollte mich dann auch so gleich in eine Klinik stecken, was auch alle Psychotherapeuten wollen. Aber wie soll ich denn da klar kommen, wenn ich mir vorstelle, vor einem zusammengewürfelten Verein von Schwerverbrechern gegenüberzustehen? Da ist doch meine dauerhafte Einweisung vorprogrammiert.
 

klusil

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#46
hallo muzel,
schön von dir zu hören. ich habe gern mehr geschrieben, wenn ich dir damit behilflich sein kann....
so wie`s mir scheint, "zwingst" du durch dein verhalten alle nur zu reagieren und dich abzuwürgen/loszuwerden, aber versuch doch mal die leute für dein "vorhaben" zu gewinnen... deiner schlußfolgerung mit der klinik kann ich mich nur anschließen...sehe ich genau so...und damit hat jeder schwierigkeiten eine entscheidung in deinem sinne zu treffen, sondern du schaffst es dann dich regelmäßig von einem gutachtertermin zum anderen zu tragen...
und dir erleichterung bei einem solchem termin zu verschaffen empfinde ich irgendwie als falschen zeitpunkt, oder wie siehst du das?
hilf mir nochmal auf die sprünge, von welchen schwerverbrechern sprichst du?
lg
klusil
 

Muzel

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#47
Ich bin für lange Zeit gefoltert worden und durfte dabei zusehen wie andere Menschen gefoltert worden ohne einschreiten zu können. Ich höre immer noch die Schreie. Von diesen Empfindungen werde ich bis heute geplagt obwohl die Handlungen schon länger her sind.
 

klusil

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#48
hallo muzel,
Danke für deine offenheit hier auf dieser öffentlichen plattform und für dein vertrauen.
wenn du möchtest, können wir auch gern über pm miteinander kommunizieren, da ich mir nicht ganz sicher bin, ob dies hier öffentlich die richtige plattform für so ein thema ist...
was meinst du dazu?
lg
klusil
 
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