Weiterentwicklung der Agenda 2010:Vortrag von Prof. Peter Hartz am 09.05.17

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DoppelPleite

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Prof. Peter Hartz

Hört ihn Euch an, ein aktueller Vortrag von Prof. Peter Hartz. Nachdem er eigenverantwortlich für die Entstehung von Hartz IV im Rampenlicht steht, erläutert er nun rückblickend wie es weiter fortgeschrieben werden soll.
Mache mir gern die Mühe seinen gesprochenen Vortrag wortwörtlich in Schrift zu übersetzen, damit er besser diskutiert/zitiert werden kann.

Zitat aus Vortrag von Prof. Peter Hartz:

Meine Damen und Herren,

die Arbeitsmarktreform der Agenda 2010 war unterm Strich ein Erfolg. Gemessen an ihren Zielen, die Bewältigung der Massenarbeitslosigkeit ist gelungen nach der Einführung moderner Steuerungen und effizienter Prozesse der Arbeitsverwaltung der Umstrukturierung der Versicherungsleistung und der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes können wir feststellen das Ziel ist erreicht. Der Erfolg hat seinen Preis für jeden vierten beschäftigen der heute seine Arbeit verliert geht der Weg direkt in die Grundsicherung die Arbeitsmarktpolitik ist wieder in den Focus der Politik geraten das ist zu begrüßen. was übrig geblieben ist und was zu kurz gekommen ist. ist die Lösung der Langzeitarbeitlosigkeit und die Lösung der Jugendarbeitslosigkeit wir können uns nicht damit abfinden das etwa 1 Million Erwerbsfähige Menschen langzeitarbeitslos sind und das wir trotz einer geringen Quote mehr als eine viertel Million arbeitsloser Jugendliche haben.

Langzeitarbeitslose wollen wir der Wirtschaft, den Kommunen, gemeinnützigen Einrichtungen als Arbeitskräfte gegen Verrechnung marktfähiger Löhne statt der ALG2 Vergütung. Nach Bedürfnisprüfung erhalten sie den Mindestlohn. Ohne bedürfnisprüfunfung wenn sie dahintersteckt, dass heute 50% der Mitarbeiter der BA bearbeiten Leistungsansprüche 20% waren geplant, 2 von 3 Bescheiden haben über 20 Seiten und bei 640.000 Widersprüchen und 115.000 Klagen ist das ein Weg wie man diese Bedürfnisprüfung durch so eine grundsätzliche Entscheidung reduzieren könnte. In der Konsequenz und das ist der Vorschlag, würden wir den 2.ten Arbeitsmarkt in den 1.ten Arbeitsmarkt integrieren, der Langzeitarbeitslose würde finanziert über die BA aus staatliche Mitteln bekäme er seinen Mindestlohn und damit das leistbar ist und nicht so teuer ist. Würde das verrechnet wenn der Arbeitslose einen Job findet für 4 oder 5 Euro oder wenn er Einschränkungen hat für 1€ job oder für Dienstleistungen die marktfähig nur einen anderen Preis ergeben zB. 4, 5 oder 6 Euro das würde verrechnet mit dem garantierten Mindestlohn so das die Bereitschaft nach seinen Neigungen etwas zu machen sehr groß ist denn sein Einkommen ist gesichert und er wäre dann betreut in dem Netzwerk der "Minipreneure"** von der BA

[Blende~3:39]

...das trotz aller Erfolge und die BA hat sich ja sehr gut aufgestellt
und auch die ministerial Bürokratie hat sich sehr bemüht trotz aller erfolge hat sich die Langzeitarbeitslosigkeit in diesem Block verfestigt und wir kennen aus den statistischen Analysen des "RB" (?) kennen wir die Risikomerkmale sie kennen die auch die Zahl derjenigen die mehr als 4 Jahre arbeitslos sind macht fast ein Viertel der Langzeitarbeitslosen aus. Der Bezug der Grundsicherung ist nicht Deckungsgleich mit Langzeitarbeitslosigkeit inzwischen geht jeder 4.te sozialversicherungspflichtig Beschäftigte der seine Arbeit verliert direkt in die Grundsicherung darunter finden sich Menschen die aufgrund von Befrißtungen um Kurzzeit Beschäftigungen ihre Ansprüche aus der Arbeitslosenversicherung verlieren auch sind die sogenannten Aufstocker zu nennen deren Leistung aus der Arbeitslosenversicherung zu gering ausfällt sowie arbeitssuchende junge Menschen die bisher noch keinen Versicherungsanspruch erworben haben. Diese Menschen gehören nicht in die Grundsicherung mit ihren bürokratischen Prozeduren der Bedürftigkeitsprüfung, ich hatte eben die Ausmaße genannt, sondern in die Arbeitslosenversicherung wie jüngst auch das ehemalige Vorstandsmitglied der BA Heinrich Alt vorgeschlagen hat in einem sehr aufschlußreichen Gutachten.

[Blende~5:36]

In Europa gibt es immer noch mehr als 4 Millionen Jungendliche Arbeitslose und es kann nicht sein das wir uns damit abfinden, wenn das Problem lösbar ist. Wenn Sie zu Hause einen Rohrbruch haben müssen Sie sofort handeln, wenn Sie einen Herzinfarkt haben in der Familie müssen Sie sofort handeln. Wir haben 4 Millionen Jugendliche haben wir in Europa und wir finden, wir müßen dort auch jetzt sofort handeln und müssen uns in der Prioritätenliste ganz anders einordnen als bisher. Deutschland kokettiert immer mit seiner niedrigen Quote der Jugendarbeitlosigkeit aber mit mehr als einer viertel Million jugendlicher Arbeitlose ist diese Zahl größer als in Griechenland, Portugal und einigen weiteren europäischen Ländern zusammen in absoluten Zahlen liegt nämlich Deutschland an der 5.ten Stelle von 28 europäischen Staaten. Deshalb haben wir hier auch in unserem eigenem Land einen Handlungsbedarf und was wir brauchen sind diese neuen Ideen um jungen Menschen den Weg ins Erwerbsleben zu eröffnen. Wir haben aufbauend auf den Tools der Minipreneure haben wir insbesondere für den jugendlichen Bereich noch das Thema lokale Marktforschung über ein Opensourcing-System haben wir hier entwickelt. Denn die Fähigkeiten und Interessen der "Digital-Nation-Generation" kommen hier voll zur Wirkung und wie das funktioniert das haben wir aufgeschrieben und stellen wir gerne auch im Detail vor.
Meine Damen und Herren diese Berufsausbildung die wir für die Jugendlichen brauchen um das Problem zu lösen können wir unterstützen durch zusätzliche Ausbildungskapazitäten und diese Ausbildungskapazitäten die wir in Deutschland haben die wir auch aufbauen können in einem 2-Schichten Betrieb würden uns hier für helfen.

Zitat-Ende


Bitte über mögliche Tippfehler hinweg sehen, insbesondere Punk-Kommasetzung der rasselt das so ohne Luft holen runter das es schwer fällt Punktsetzung zu beachten.


**
Über minipreneure
minipreneure - Wiedereinstieg, Jobs, Hinzuverdienst für Arbeitslose, Aufstocker, Rentner, Mütter, Väter.

Aufschlußreicher Beitrag von "SiLæncer" Antwort #188 am: 01 April, 2010, 18:41 »
» Bundesagentur für Arbeit,Hartz IV,Überwachung von Arbeitslosen ....
 

Vidya

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Prof. Peter Hartz
die Arbeitsmarktreform der Agenda 2010 war unterm Strich ein Erfolg.

Er kann es nicht lassen- so die Überschrift dazu in einem Artikel. Zitat:

"Seine neuen Vorschläge sieht Hartz weniger als Korrektur denn als Weiterentwicklung der Agenda. Viel Wissen sei 2002 noch gar nicht verfügbar gewesen. So verstehe man dank der Hirnforschung heute, dass die andauernden Misserfolge von Langzeitarbeitslosen bei der Jobsuche zu neuronalen Veränderungen und Krankheiten führen können und dass sich dies durch positive Erfahrungen rückgängig machen lasse"

Siehe

Arbeitsmarkt: Peter Hartz stellt neue Reformideen vor - SPIEGEL ONLINE

Schon wieder der. Und dazu noch heute. Am Tag der Jobcenter versucht der Mann mal wieder Schadensbegrenzung zu inszenieren. Das sind alles nur Vorschläge, die die Presse überwiegend gar nicht wortwörtlich übernommen hat oder ergänzend zu erklären versucht. Wenn überhaupt, dann werden irgendwann nur die "neuen Arbeitslosen" aus SGB I oder die Jugendlichen davon etwas zu spüren bekommen. Das alles ist nur ein hilfloser Versuch von den Katastrophen und Tragödien abzulenken, die seine Agenda bislang nebenbei auch verursacht hat.

Dazu passt übrigens, dass ebenfalls heute der Prozess gegen den Mann in Darmstadt begonnnen hat, der einen Mitarbeiter des Jobcenters mit einem Hammer niederschlug, weil ihm Sanktionen angedroht wurden.

Aktueller Stand:
Der Jobcenter Mitarbeiter ist ein Pflegefall und dem Angeklagten droht langjährige Haft -auf Kosten des Steuerzahlers.Siehe:

Jobcenter-Mitarbeiter nach Hammerattacke ein Pflegefall | hessenschau.de | Panorama

Wie hatte ich erst gestern zum Tag des Jobcenters gelesen:

Die Umsetzung des Zweiten Sozialbuchs (SGB II) ist ein komplexer Multistakeholder-Prozess..

Hatte ich bislang so noch nie in diesem Zusammenhang gehört. Wahrscheinlich geht das hier in diesem Forum vielen auch so.

Eine Erklärung, was damit gemeint ist, findet man hier. Zitat:

Die Verhandlungsmasse der Zivilgesellschaft heißt "Multi-Stakeholder Prozess"

Rettungsanker "Multi-Stakeholder Prozess"

Verhandlungsmasse - genau das bezeichnet auch das Problem von Hartz IV. Hier zählt der einzelne Mensch überhaupt nichts mehr. Daran werden auch die erneuten Reden des Herrn Hartz nichts mehr ändern. Es gibt zu viele Profiteure, die ganz bestimmt auch weiterhin nicht auf Ihre Vorteile verzichten wollen oder können.

Das werfe ich übrigens auch Martin Schulz vor, der mit der Bemerkung "Hartz IV, die namenlose Hölle" geradezu gedankenlos oft um sich wirft -um dann aber nichts weiter dagegen unternehmen zu wollen oder zu können. Ein Schelm, der dabei Böses denkt...
 
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0zymandias

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Im neuronalen Ansatz wollte der begeisterte Hobby-Hirnforscher, den nur die Boshaftesten einen vorbestraften Bordellgänger nennen,
die Arbeitslosigkeit aus den Erwerbslosen heraustherapieren (2014):

Peter Hartz empfiehlt Langzeitarbeitslosen eine Gruppentherapie

Eigentlich sollte man bei der Summe an geflossenem Schweigegeld darauf hoffen dürfen, dass auch endlich mal geschwiegen wird.
Aber scheinbar gehen noch ein paar Häppchen.

Ausblick: Vielleicht dient Frankreich als Alt-Hartzcontainer, denn immerhin Macron wollte die gute Marie mal ordentlich durchhartzen.
Pendelzeit und Salär wären mit Sicherheit zumutbar, wie so ziemlich alles, was Peterchen als Arbeit ansieht.

Peter, alles Gute, aber bleib bloß nicht in Rufweite. :biggrin:
 

Passant

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Unter dem Artikel bei Spiegel online ist keine Kommentarfunktion freigeschaltet worden. Der Spiegel wird schon wissen, warum.
 

Vidya

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Ein mit tollen neuen, extra geschaffenen, Fachbegriffen gespicktes Stück Papiermüll.
Minipreneur, das ist das Ersatzwort für seine gescheiterten Ich-AGs.

Bei dem Mann könnte ich einfach nur noch kotzen. Im Strahl.
 

Katzenstube

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Da steckt wieder eine Super-Logik dahinter. Der ELO wird zum Mindestlohn eingestellt und dann in Teilzeit gesteckt -nur zu seinem Besten um die Belastbarkeit zu prüfen.
Somit hat er/sie keine Bedürftigkeit mehr und seine Leistung kann durch die Behörden verkauft werden, die dadurch Privatunternehmer als Konkurenz aus dem Weg räumen.
Aber ist ja alles nur zum Besten der ELOS weil ja "Langzeitarbeitslosen bei der Jobsuche zu neuronalen Veränderungen und Krankheiten führen können und dass sich dies durch positive Erfahrungen rückgängig machen lasse"

Der Arbeitgeber nimmt statt einer Vollzeitkraft zwei Teilzeitkräfte, hat mehr Möglichkeiten der Personalauswahl und zwei Menschen weniger bekommen Gelder durch die Einrichtungen.

Die Politiker freuen sich über die Statistiken, die sie beschönigen und vorstellen und niemand spricht über das Elend derer, die sich trotz Arbeit nicht normal am Leben halten können.

Alles Prinzip und alles wohl auch eine Folge von "Wir schaffen das schon". Denn die Gelder die da aufgebracht werden müssen werden irgendo refinanziert, das geht nicht anders! Alles sind wir arme Schlucker: egal ob Asylant, der Hoffnungen mit Deutschland verband oder der ELO der meinte, wir leben in einem Sozialstaat. Sozial ist hier nicht mehr so viel....

Gruß von Katzenstube
 

noillusions

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So verstehe man dank der Hirnforschung heute, dass die andauernden Misserfolge von Langzeitarbeitslosen bei der Jobsuche zu neuronalen Veränderungen und Krankheiten führen können und dass sich dies durch positive Erfahrungen rückgängig machen lasse

So kann man prima davon ablenken, dass es die Jobcenter - Schikanen sind, die die Leute krank machen.

Ach ja:
Unternehmen in ganz Europa sollen die Ausbildung von Jugendlichen mithilfe von handelbaren "Zeitwertpapieren" finanzieren - noch ein Schlagwort, mit dem Hartz schon länger unterwegs ist.

Der Mann ist schon genial - kombiniert Gängel-Maßnahmen mit toxischen Papieren - da kann man gleich die nächste Bankenkrise mit auslösen.

Aber halt! Läßt sich bestimmt absichern. Wenn die Jugendlichen ihre Maßnahme nicht engagiert genug machen und genug Profit abwerfen gibt's Sanktionen. Zur Sicherstellung der Rendite.
 

Dirk B.

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So kann man prima davon ablenken, dass es die Jobcenter - Schikanen sind, die die Leute krank machen.

Das viele Leute durch Arbeitslosigkeit krank werden, liegt aber nicht nur an den Hartz IV-Reformen. Vor allem trifft es nicht alle gleich schwer. In einer klassischen Studie haben dies Marie Jahoda und Paul Lazarsfeld bereits 1933 untersucht:

Jahoda und Lazarsfeld: Arbeitslosigkeit zerstört das Leben

Ich wundere mich aber darüber, dass ein vorbestrafter Technokrat heute noch soviel öffentliche Aufmerksamkeit erhält. Die Zeit des Neoliberalismus, auf dem der Mist entstanden ist, ist doch irgendwie vorbei.
 

Vidya

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In einer klassischen Studie haben dies Marie Jahoda und Paul Lazarsfeld bereits 1933 untersucht:.

In dieser Studie waren allerdings auch ganz besondere Lebensbedingungen von neun beteiligten Familien enthalten, wie aus einem Vortrag von Paul Neurath von 1991 mit dem Titel ""Die Arbeitslosen von Marienthal" - Geschichte und Ergebnisse einer grundlegenden Untersuchung" hervorgeht. Zitate dazu:

9 Familien waren entweder schon total ausgesteuert oder hatten überhaupt keinen Anspruch auf Unterstützung. wovon sie lebten? Der Bericht sagt lakonisch "vom Betteln und Stehlen".Der nachstehende Absatz mag eine Andeutung von der Situation geben: "Selbst die Behörden versuchen in Marienthal nicht mehr, den Schein aufrecht zu erhalten, als ob man von der Unterstützung,die man bekommt, oder sogar nicht bekommt, leben könnte. Wenn Katzen und Hunde verschwinden,fällt es den Besitzern gar nicht mehr ein, eine Anzeige zu erstatten. Man weiß, daß sie von irgend
jemandem gegessen wurden und forscht nicht nach den Namen...selbst bei kleinen Kohlendiebstählen auf der Bahn drückt man beide Augen zu..." (Jahoda, Lazarsfeld & Zeisel, 1975, 41/42) Zitatende.

Noch leben wir oder einige davon deswegen nicht (wieder ) vom Stehlen von Kohlen und Betteln und verschwinden wegen Hartz iV auch keine Hunde oder Katzen in den Kochtöpfen.

So interessant solch eine Studie mal irgendwann gewesen ist, sie ist heute so nicht mehr mit der aktuellen Situation oder den daraus entstehenden möglichen Defiziten bei Arbeitslosen zu vergleichen.

Was die Arbeitslosen wirklich krank macht, das sind die Jobcenter und nicht die reguläre Arbeitssuche. Siehe:

https://deutsche-wirtschafts-nachri...center-behandeln-arbeitslose-wie-schulkinder/
 
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Dirk B.

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Vielen Erwerbslosen gehen es psychisch und physisch auf dem Zahnfleisch, weil das JC ständig durch Sanktionen eine Drohkulisse aufbaut. Selten so einen Unsinn gelesen .....

Ist dir vielleicht mal aufgefallen, dass wir in einer sehr materialistisch orientierten Gegenwart leben? Der eine oder andere empfindet es vielleicht als Mangel, wenn er sich nichts oder wenig leisten kann. Andere übernehmen in ihrem Beruf Verantwortung und fallen in ein Loch, wenn sie ihre Stellung verlieren. Meinem Großvater ging das so, nachdem er pensioniert wurde. Es brauchte sehr lange, bis er mit der neuen Situation klar kam. Nicht zu vergessen die vielen sozialen Kontakte, die sich aus dem Berufsleben ergeben. Man könnte die Aufzählung unendlich fortsetzen, in welchen Bereichen Elos benachteiligt oder von denen sie ausgeschlossen sind.
Den meisten Elos, die ich kenne, ist das JC relativ egal. Man muss dort alle paar Monate erscheinen und den Termin überstehen.
 

Vidya

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Ist dir vielleicht mal aufgefallen, dass wir in einer sehr materialistisch orientierten Gegenwart leben? .

Die Frage gebe ich gerne an Dich zurück. Denn nicht umsonst bauen die Jobcenter Drohkullisen auf. Die Jobcenter sind mit ihren Schikanen und Rechtsbrüchen teilweise äußerst aggressiv. Es geht darum, das Menschen in Niedriglöhne gepresst werden sollen oder für die Statistik in die dümmsten und unwürdigsten Maßnahmen gesteckt werden, wie Versuchskannichen.usw. Es geht nicht nur darum, Termine zu überstehen, den meistens kommen die Grausamkeiten durch die Folgewirkungen dessen durch endlose Papierkriege und ständiger Vorurteilung oder falschen Verdächtigungen. Das Forum ist voll davon. Nicht jeder steht das jahrelang durch. Besonders alleinerziehende Mütter oder Behinderte Menschen nicht -eben weil für diese Menschen jede Sanktion eine Katastrophe bedeuten kann. - weil wir in einer sehr materialistischen Welt leben.
Andere übernehmen in ihrem Beruf Verantwortung und fallen in ein Loch, wenn sie ihre Stellung verlieren. Meinem Großvater ging das so, nachdem er pensioniert wurde. Es brauchte sehr lange, bis er mit der neuen Situation klar kam. .

Das ging meiner Großmutter ganz genauso. Sie war ein Arbeitstier und musste aus gesundheitlichen Gründen mit 60 Jahren aufhören zu arbeiten. Sie wollte aber dann noch sparen -um sich ab 65 mit Ihrem zweiten Mann etwas zu gönnen, so deren erste Planung.Dazu kam es aber nicht mehr. Ihr Mann starb schon ein Jahr später und sie fiel in eine tiefe Depression und war zudem starrsinnig, was eine Behandlung anbetraf. Letzendlich hat sie knapp noch 15 Jahre vor dem Fernseher verbracht -bis sie starb. Das war eine andere Zeit. Die Leute damals hatten vor lauter Arbeit auch meist keine weiteren Hobbys oder Freizeitinteresssen VOR der Rente gepfelgt. Die Generation ist heute insgesamt aktiver und zugänglicher. Dafür hat auch das Internet gesorgt Und viele Angebote für Senioren, die es damals nicht gab. Und Seiten wie diese gibt es auch :Rente und dann? ? Vorbereitung auf den Ruhestand

Übrigens fand ich gerade das Positionspapier des Herrn Hartz -auf einer französischen Homepage . Da scheinen sich Herr Hartz und Herr Macron (ehemaliger Investmentbanker) wohl schon näher gekommen zu sein? Siehe Anlage 19 Seiten -als ergänzende Info für Interessierte.
 

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