Weitere Krankschreibung möglich bei unklarem weiteren Behandlungsverlauf? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

franzi

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Wie bereits erwähnt, bin ich nun schon seit Juni 2019 durchgehend krank geschrieben.

Es geht um eine OP am Knie, die durchgeführt werden müsste. Um die OP überhaupt durchführen zu können, waren diverse Arzttermine und Voruntersuchungen nötig, was sich auch wochenlang hingezogen hat.

Nun bekam ich die Nachricht der Spezialklinik, die meinen Fall interdisziplinär besprochen hat. Offenbar ist man sich nicht darüber einig, ob nun operiert werden kann/soll und welches Risiko dabei besteht. Das Schreiben ist sehr schwammig formuliert und so recht traut sich da wohl keiner an die OP ran. - Obwohl das ausgewiesene Fachleute sind (ich würde mich wenn, dann auch dort operieren lassen).
Möglicherweise müssen jetzt noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um alles ganz genau abzuklären. Da würden wieder Wochen oder Monate ins Land ziehen.
Ich kann auch keinen Arzt dazu zwingen, mich zu operieren. Offenbar besteht doch ein gewisses Risiko, das man nicht gerne auf sich nehmen möchte.

Mein Arzt will mich ungern weiter krank schreiben und hat letztes Mal schon Ärger gemacht.
Fakt ist jedoch, dass mein Knie von alleine nicht besser geworden ist. Im Gegenteil, es wird immer schlechter. Auf Dauer kann ich nicht so weiter leben. Sonst würden immer größere Teile des Kniegelenks in Mitleidenschaft gezogen werden und irgendwann stünde dann eine Gelenks-OP auch noch an.

Soll ich nun lieber zum Hausarzt gehen wegen der weiteren Krankschreibung?
Ich war noch nie so lange krank und mir ist das auch peinlich aber ich kann es nun mal nicht ändern. Ich habe mir diese Lage nicht ausgesucht ...
 

verona

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Fakt ist ja, wenn du Schmerzen hast und nicht arbeitsfähig bist, muss die Krankschreibung her. Was sagt denn der Arzt konkret dagegen als Begründung?
Werden Physiotherapien u.ä. angeboten bzw. durchgeführt.
Wenn es anders nicht geht, noch andere Meinungen von Ärzten einholen.
 

franzi

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Ich hatte schon mehrere Meinungen eingeholt. Eine weitere Behandlung wird es - wenn die OP nicht durchgeführt werden kann - nicht geben.
Physiotherapie hat nichts gebracht. Und dauerhaft Schmerzmittel schlucken möchte ich nicht, ich muss ohnehin schon zu viel einnehmen.
Eine AU bekommt man ja normalerweise nur, wenn eine weitere Behandlung stattfindet oder die Aussicht auf Genesung (in näherer Zukunft) besteht.
Wenn man chronisch krank im Sinne von nicht heilbar oder nicht therapierbar ist, bekommt man keine AU.

Dadurch komme ich dann in das Dilemma, dass ich ohne AU offiziell "gesund" bzw. vermittelbar bin, obwohl ich mit dem Knie nicht laufen kann.
 

Antihartzer19

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Wer will das so genau und verbindlich festlegen was mit der Therapiebarkeit sein wird. Kennt jemand einen Paragraphen dazu? Ich war mal in der Vergangenheit ein 3/4 Jahr AU mit sehr unklarerer Diagnose. Bekam nur ein rezeptpflichtige Schmerz-und Schlafmittel. Keine kausale Therapie. Mein Arzt schrieb immer AU. Irgendwann ging es wieder.
 

franzi

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Ich bin jetzt auch schon mehr als ein halbes Jahr AU.
Mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass das Knie sich von selbst wieder beruhigt.
Werde jetzt noch Bandagen machen, Einreibungen durchführen und Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, die den Knorpelaufbau begünstigen.
Außerdem werde ich entzündungshemmende pflanzliche Mittel nehmen.
Vielleicht bin ich in 6 Monaten wieder genesen. Aber so lange schreibt mich der Arzt bestimmt nicht krank.
Meine Diagnose ist auch nach wie vor unklar, weil man auf den MRT-Bildern nichts sieht.
Das ginge erst durch die OP, wenn man hineinschaut.
Eben das ist in meinem Fall sehr riskant.
 

ZynHH

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Wenn man chronisch krank im Sinne von nicht heilbar oder nicht therapierbar ist, bekommt man keine AU.
Wer behauptet denn so etwas?

Wenn du krank bist, dann lässt du dich krank schreiben. Wenn die Wartezeit auf die weitere Behandlung so lange dauert, ist das ja nicht deine Schuld.
Außerdem könnte aufgrund deiner Verzweiflung über die unklare Lage ja noch eine weitere Diagnose hinzukommen....Depressionen.

Du machst dir viel zu viel Gedanken wegen dem was andere denken oder sagen.

Wie lautet eigentlich die Diagnose?

Das die Ärzte so abwartend reagieren, muss auch nicht auf ein erhöhtes Risiko hinweisen, es könnte auch sein, das die Ärzte sich über die Notwendigkeit nicht einig sind.

Selbstverständlich ist jede OP mit einem Risiko verbunden. Das Größte Risiko liegt ja mittlerweile darin, sich einen resistenten Keim im Krankenhaus einzufangen.
 

HermineL

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Mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass das Knie sich von selbst wieder beruhigt.
Werde jetzt noch Bandagen machen, Einreibungen durchführen und Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, die den Knorpelaufbau begünstigen.
Außerdem werde ich entzündungshemmende pflanzliche Mittel nehmen.
Auch frei verkäufliche Medikamente sollte man nicht bedenkenlos zur Selbstmedikation einsetzen. Dies sollte grundsätzlich nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen weil man sich ohne das entsprechende medizinische Hintergrundwissen unter Umständen mehr Schaden als Nutzen anrichten kann.


Meine Diagnose ist auch nach wie vor unklar, weil man auf den MRT-Bildern nichts sieht.
Das ginge erst durch die OP, wenn man hineinschaut.
Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Ich hatte in den 1980 Jahren eine Fraktur der Kniescheibe. Diese war komplett durchgebrochen aber der Bruch verheilte schnell nur die Schmerzen wurden nicht weniger sondern mehr.
Nach einer Odyssee über verschiedene Ärzte und diverse verschieden Röntgenbilder auf den nichts zu sehen war gelangte ich dann an einen Professor der Chirurgie der mir auch sagte das in Diagnose nur möglich ist wenn man hineinschaut. Aber das geschah dann Minimalinvasiv.
Wohlgemerkt das war ganz neu in den 80ern und bei weitem noch ein größerer Eingriff als heute. Daher kann ich bei dir nicht ganz nachvollziehen was dort für eine OP gemacht werden soll um hineinzuschauen. Das sollte normalerweise heutzutage ambulant möglich sein. Vielleicht solltest du noch einen anderen kompetenten Arzt hinzuziehen.

Was die AU betrifft so hat der Doc dich solange AU zu schreiben wie du nicht gesund bist. Wenn das ein halbes Jahr dauert dann ist das eben so und wenn der Doc nicht mitspielt dann wechselt man diesen.
 

franzi

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Wer behauptet denn so etwas?

Wenn du krank bist, dann lässt du dich krank schreiben. Wenn die Wartezeit auf die weitere Behandlung so lange dauert, ist das ja nicht deine Schuld.
Außerdem könnte aufgrund deiner Verzweiflung über die unklare Lage ja noch eine weitere Diagnose hinzukommen....Depressionen.

Du machst dir viel zu viel Gedanken wegen dem was andere denken oder sagen.

Wie lautet eigentlich die Diagnose?

Das die Ärzte so abwartend reagieren, muss auch nicht auf ein erhöhtes Risiko hinweisen, es könnte auch sein, das die Ärzte sich über die Notwendigkeit nicht einig sind.

Selbstverständlich ist jede OP mit einem Risiko verbunden. Das Größte Risiko liegt ja mittlerweile darin, sich einen resistenten Keim im Krankenhaus einzufangen.
Ich werde versuchen, das morgen herauszufinden.

Die genaue Diagnose weiß ich nicht.
Bisher haben wir nur "Verdacht auf Läsion des Innenmeniskus"
 

franzi

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Also die Diagnose lautet auf Meniskusschädigung.
Wobei dies nur ein Verdacht und nicht gesichert ist.
 

Antihartzer19

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@ Franzi Was sagt das MRT dazu? Hatte und habe auch unklare Knieschmerzen. Der Hausarzt schickt mich zum MRT. Ergebnis Knorpel-und Meniskusschäden. Momentan aber keine OP angesagt. Sagt der Kniespezialist. Wenn ich mag und selbst bezahle Hyaluronsäure..
 

franzi

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@ Franzi Was sagt das MRT dazu? Hatte und habe auch unklare Knieschmerzen. Der Hausarzt schickt mich zum MRT. Ergebnis Knorpel-und Meniskusschäden. Momentan aber keine OP angesagt. Sagt der Kniespezialist. Wenn ich mag und selbst bezahle Hyaluronsäure..
Auf dem MRT ist nichts zu sehen.
 

ZynHH

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Wenn ich mag und selbst bezahle Hyaluronsäure..
Die kann man sich übrigens günstiger und in höherer Konzentration selbst bestellen. Man muss dann nur noch einen Arzt finden, der das unter Durchleuchtung verabreicht.


Franzi, gibts bei dir nur solche Müllärzte?

Was hat er denn für Vorstellungen, wie eine Behandlung aussehen soll?
 

franzi

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Das mit den Hyaluron- und sonstigen Spritzen zum Aufbau der Knorpelmasse hat er zwar angesprochen, aber gesagt, dass das nicht jedem hilft und man es auch selbst bezahlen muss. Das kostet pro Spritze ca. 60 €. Für eine derartige "Kur" sind mindestens 4 Spritzen im Abstand von mehreren Wochen nötig.

Er hat überhaupt keine Vorstellung von meiner weiteren Behandlung. Aus seiner Sicht ist alles getan, was ihm möglich war und jetzt will er mich nur noch loswerden.
Daher will er mich auch nicht weiter krank schreiben.
Bleibt nun nur noch der Hausarzt ...
 
G

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Gast
Auf dem MRT ist nichts zu sehen.
Was hat der Radiologe im Befund geschrieben??

Auf einem MRT sieht man ALLES!!! Die Schwierigkeit ist das Erkennen!

Welche Symptome hast du denn?? z.B. geschwollenes Knie -Schmerzen - Unbeweglichkeit- nicht durchbewegen können???
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Auf einem MRT sieht man ALLES!!!
Nö. Knochen und lufthaltige Gewebe werden im MRT nicht so gut dargestellt. Und auch wenn Radiologen das gerne abstreiten, kann man auch schon Schmerzen haben, bevor eine krankhafte Veränderung, beispielsweise durch Entzündung, sichtbar ist.

Aber ich würd auch versuchen, mir zu den schon existierenden Bildern eine zweite Meinung einzuholen.
 

franzi

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Ich habe bereits alle radiologischen Befunde.
 

saurbier

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Nun ja zur Qualität der Radiologen kann ich auch inzwischen so einiges sagen.

Bei mir stellte der Radiologe in 2012 auf dem MRT nichts fest, angeblich war mit meiner Hüfte alles o.k.. Komisch nur das auf dem Röntgenbild eindeutig etwas zu sehen war und als ich im KH dazu nochmals unter Röntgenkontrolle ein Mittel gespritzt bekam sich plötzlich heraus stellte das dort tatsächlich was nicht stimmt.

Nachdem dann die OP erfolgte kam das Ergebnis heraus das dort ein Impingement zu blockaden führte und zudem mein Hüftgelenk stark angegriffen war, ich sollte mir so langsam Gedanken über neue Hüftgelenke machen.

Also nicht jeder Radiologe ist leider in der Lage die Aufnahmen anständig zu deuten, obgleich dieses ja sein Tagesgeschäft ist.

Da hilft so manches Mal schon die Meinung eines anderen Facharztes.


Grüße saurbier
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
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